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Rezensionen verfasst von
Ilkar

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Inland Empire
Inland Empire
DVD ~ Laura Dern
Preis: EUR 11,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmal Hölle und zurück., 12. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inland Empire (DVD)
Gewaltig. Beunruhigend. Komisch. Verstörend. Überbordend. Träumerisch. Nachdenklich. Verrückt. Phantasievoll. Unheimlich. Fesselnd. Traurig. Lebensbejahend. Brutal. Nachhaltig. Surreal. Entfesselt. Konventionslos. Unterhaltsam. Herausfordernd. Philosophisch. Schockierend. Düster. Irrational. Meisterhaft.

Ein dreistündiger Mindfuck jenseits von Gut und Böse.

Kurzum: Ein wahrhaftiger Triumph der Phantasie. Und das ganz ohne Handlung. Schauen und staunen.


L.A. Noire (uncut)
L.A. Noire (uncut)
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 11,99

161 von 178 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen L.A. Noire - Eine kritische Meinung, 20. Mai 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: L.A. Noire (uncut) (Videospiel)
Nach 10 Spielstunden ist an der Zeit, ein vorläufiges Fazit zu treffen. Und in der Tat fällt es mir schwer, die vorherrschende Begeisterung ausnahmslos zu teilen. Eins steht zumindest fest: "L.A. Noire" ist ein wichtiges Spiel für die Zukunft, weil man einige Sachen so noch nie zuvor in einem Videospiel gesehen hat und die Intention hinter diesem Mammut-Projekt höchst ambitioniert ist. Dafür gehört es respektiert und bewundert. Fraglos ein präsentations-technischer Meilenstein des Medium.

Doch folgendes muss aller Euphorie über die brillante Atmosphäre, die herausragende optische Umsetzung und das Gesamtkonzept festgestellt werden: "L.A. Noire" ist kein Spiel, sondern ein leidlich interaktiver Film, und ausschließlich als Film betrachtet mutet "L.A. Noire" wie eine durchschnittliche TV-Serie mit einigen guten Dialogen an. Wenn man sich schließlich freigemacht hat von der berechtigten Begeisterung über die famos umgesetzte Spielwelt, fällt irgendwann der Blick auf das Gameplay-Gerüst, und dieses ist leider mehr als mager, zumal die Fälle bis auf wenige Ausnahmen immer nach gleichem Muster ablaufen. Abgesehen von den Befragungen und Verhörsituationen lässt das Spiel einem dabei wenig Handlungsspielraum: So werden erst immer die benötigten Beweismittel gesichert, dann Zeugen und Verdächtige befragt und schließlich kommt es noch zur obligatorischen Verfolgungsjagd, entweder zu Fuß oder im Auto. Und das war's.

Und ganz ehrlich: Wenn man zum x-ten Mal einen Verdächtigen per pedes durch die Straßen von Los Angeles verfolgt (...und dies passiert viel zu oft), nutzt sich die anfängliche Spannung doch sehr schnell ab. Genauso bei den anfänglich noch interessanten Verhören: Dank der eingesetzten Gesichts-Technologie wurden die Schauspieler direkt ins Spiel versetzt und treten mit entsprechen differenzierter Mimik auf. Das Problem, welches sich hier aber bald eröffnet, ist ärgerlich: Denn die Gesichter verraten allzu eindeutig, ob jemand lügt oder die Wahrheit sagt. Es ist viel zu einfach, die meist überzogen auffällige Mimik richtig zu interpretieren. Letztlich ist es dann am Spieler, nur noch den richtigen Gegenbeweis vorzulegen, und ein Fall ist schneller gelöst, als es einem lieb ist.

Großartig wäre es gewesen, hätte man (wie es überdies realistischer wäre) mehrere Fälle parallel über einen längeren Zeitraum laufen, statt dass man einen Mord in einem halben Tag löst. Letzterer Punkt wirkt tatsächlich irgendwann echt merkwürdig: Leiche gefunden, einen halben Tag später ist der Täter im Sack.

Und da wäre schon die nächste Schwierigkeit des Spiels: Der einzelnen Fälle sind nicht wirklich komplex. Es gibt eine Handvoll Verdächtige, eine Reihe von Hinweisen und die entsprechenden Schauplätze. Selten wird der Spieler wirklich zum denken und kombinieren angeregt, da die Lösung fast immer offen auf der Hand liegt. Und ganz ehrlich: Von einem Spiel, das Kriminalfälle in den Mittelpunkt stellt, erwarte ich mir in Sachen Tiefgang deutlich mehr, zumal die Fälle selten überraschend und sonderlich einfallsreich sind.

Dann wäre da die Stadt: Los Angeles ist riesig, voller Detailverliebtheit und Flair. Aber: Abseits der Fälle gibt es hier nichts wirklich zu tun. Und das ist schade, denn die Größe der Spielwelt hätte viel Raum gegeben für Aktivitäten und Nebenaufträge neben der Haupthandlung. Die insgesamt 40 "Street-Missions", bei denen man spontan Funkmeldungen über Verbrechen nachgeht, sind allesamt extrem kurz und laufen fast immer nach dem gleichen Muster ab: Entweder gibt's eine Schießerei oder eine Verfolgungsjagd.

"L.A. Noire" erfüllt den zentralen Anspruch an ein Videospiel leider nicht, da es kaum "Spiel" und viel Film ist. Betrachtet man "L.A. Noire" als letzteres, kann man - gut dosiert - viel Spaß im Sinne einer TV-Serie haben. Falls man sich jedoch ausgeklügelte Spielmechaniken und abwechslungsreiches Gameplay erwartet, ist man hier völlig falsch. Zum Vergleich: "Heavy Rain" (PS3) ist von vorne weg nichts anderes als ein interaktives, filmisches Erlebnis und soll auch nichts anderes sein; "L.A. Noire" hingegen will eigentlich ein Spiel sein, denn für einen interaktiven Film bietet es wiederum zu wenig tatsächliche Interaktion und Einflussnahme auf die Handlung. Doch für ein "Spiel" reicht es trotzdem nicht, denn immer wieder hat man das Gefühl, dass man ohnehin nur an einem roten Faden entlang durch die Story gelotst wird.

FAZIT: Herausragende Technik und Präsentation beiseite; "L.A. Noire" krankt am gleichen Defizit wie "Mafia II". Eine gewaltige, wunderschöne Spielwelt, die dem Spieler wenig bis keine Möglichkeiten neben der vorgegeben Handlung lässt. Ob man mit "L.A. Noire" letztlich glücklich wird, hängt davon ab, was man als Spieler will. Wenn es dem Spieler reicht, sich einfach von der Atmosphäre einsaugen und "verzaubern" so lassen, ist "L.A. Noire" eine gute Wahl. Falls man jedoch von einem Spiel auch wirklich erwartet, dass man "spielt" statt nur schaut, kann "L.A.Noire" irgendwann einfach nur zu einer langweiligen Angelegenheit werden, in der die permanent wiederkehrenden Verfolgungsjagden und Schießereien nur noch wie aufgesetzt wirken. "L.A. Noire" ist richtungsweisend für den Beginn einer Entwicklung, die sich über die nächsten Jahre fortsetzen wird, als Videospiel für sich betrachtet ist jedoch kaum mehr mehr als ein Grafikblender mit guter Story und einem toll gestalteten Los Angeles.
Kommentar Kommentare (36) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 10, 2011 8:25 PM MEST


Kein Titel verfügbar

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr speziell, aber extrem lecker, 17. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Root Beer ist defintiv nicht jedermanns Sache. Es ist sehr süß und im Geschmack mit nichts vergleichbar. Mit dem deutschen Malzbier hat es rein gar nichts gemein. Ich kenne nur sehr wenige, die Root Beer mögen, die meisten finden es einfach scheußllich. Das A&W Root Beer ist das bekannteste amerikanische Root Beer und zeichnet sich neben dem typischen Grund-Aroma durch eine feine Vanille-Note aus. Der Geschmack an sich ist nicht beschreibbar, da es nichts vergleichbares gibt. Ausprobieren lohnt sich in jedem Falle, denn sowas hat man als Deutscher garantiert noch nie "geschmeckt".

Für mich jedenfalls ist die alkohol- und koffeinfreie Soda-Spezialität ein köstliches Erfrischungs-Getränk, besonders eisgekühlt im Sommer.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 10, 2011 7:34 PM MEST


A&W Root Beer 24er (Dosen)
A&W Root Beer 24er (Dosen)
Wird angeboten von usa-drinks DE
Preis: EUR 27,81

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr spezieller Geschmack, aber extrem lecker, 17. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Root Beer ist defintiv nicht jedermanns Sache. Es ist sehr süß und im Geschmack mit nichts vergleichbar. Mit dem deutschen Malzbier hat es rein gar nichts gemein. Ich kenne nur sehr wenige, die Root Beer mögen, die meisten finden es einfach scheußllich. Das A&W Root Beer ist das bekannteste amerikanische Root Beer und zeichnet sich neben dem typischen Grund-Aroma durch eine feine Vanille-Note aus. Der Geschmack an sich ist nicht beschreibbar, da es nichts vergleichbares gibt. Ausprobieren lohnt sich in jedem Falle, denn sowas hat man als Deutscher garantiert noch nie "geschmeckt".

Für mich jedenfalls ist die alkohol- und koffeinfreie Soda-Spezialität ein köstliches Erfrischungs-Getränk, besonders eisgekühlt im Sommer.


Medium - Season 1 (4 DVDs)
Medium - Season 1 (4 DVDs)
DVD ~ Patricia Arquette
Preis: EUR 24,99

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unreflektiertes, konservativ geprägtes Kammerspiel, 12. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Medium - Season 1 (4 DVDs) (DVD)
"Medium" vermischt Familien-Drama mit Crime und Supernatural Fantasy - potenziell kann sowas gut gehen, im Falle von "Medium" jedoch haben mir die ersten sechs Folgen gereicht. Patricia Arquette ist fraglos eine talentierte Schauspielerin mit einer guten Präsenz und auch sonst ist die Serie bis in die Nebenrollen ganz passabel besetzt. Auch die ideenreiche Inszenierung der zahlreichen Traum-Sequenzen ist als gelungen zu betrachten.

Es sind die Drehbücher, die "Medium" als Serie scheitern lassen. Wir müssen kaum darüber diskutieren, ob eine Serie mit paranormalen Inhalten eine realistische, wirklichkeitsnahe Darstellung der Geschehnisse zum Ziel haben sollte - das wäre wohl ein Widerspruch in sich. Allerdings erwarte ich als geneigter Zuschauer, dass sich ein solches Konzept eine gewisse innere Konsistenz und Glaubwürdigkeit bewahren sollte. Diesen Anspruch erfüllt "Medium" nicht: Die Erklärungen und Auflösungen der Geschichten um Alisons besondere Gabe sind dermaßen hanebüchen und an den Haaren herbeigezogen, dass "Medium" manchmal wie das filmische Equivalent eines seriellen Groschenromans wirkt.

Ärgerlich ist auch die Holzhammer-Moral, mit der diese Serie oft arbeitet: Viele Geschichten haben einen stock-konservativen Unterton, der dem Zuschauer auch wenig Freiraum für alternative Interpretationen des Gezeigten lässt. Ich habe kein Problem damit, dass in einem Film die Todesstrafe von den Protagonisten offen bejaht wird - immerhin ist die Todesstrafe nach wie vor ein Bestandteil des amerikanischen Rechtssystems -, fragwürdig ist vielmehr, dass "Medium" hinsichtlich derart kontroverser Themen nicht fortführende Denkanstöße zu Gedankenspielen anbietet. Es sollte die Aufgabe einer Serie sein, socherlei Themenkomplexe reflektiert und zumindest andeutend kritisch zu behandeln. Dies gelingt "Medium" zu keinen Zeitpunkt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 30, 2011 1:52 PM MEST


Beggars (Incl.5 Bonustracks)
Beggars (Incl.5 Bonustracks)
Preis: EUR 15,37

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus Thrice ist was ganz Großes gewachsen, 6. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Beggars (Incl.5 Bonustracks) (Audio CD)
Ich bin ehrlich: Zu Thrice' frühen Schaffenszeiten habe ich zwar ihre Musik sehr respektiert - in der damaligen Posthardcore-Szene waren sie bereits ein echter Lichtblick - aber es war nie wirklich "meins".

"Vheissu" hat mich wiederum hellhörig werden lassen, es passierte etwas mit der Band, was auf eine spannende Zuknunft hindeutete. Mit dem "Alchemy Index" haben mich Thrice schließlich vollkommen umgeblasen. Die Evolution des Quartetts ist einfach bahnbrechend, mir fällt kaum eine Band ein, die über die Jahre eine so maßgebliche und überragende Weiterentwicklung durchgemacht hat, besonders, wenn man sich betrachtet, wo denn ihre Wurzeln liegen.

"Beggars" nun ist das Album, auf dass ich als Anhänger des "Alchemy Index" gehofft habe. Brillant, geschliffen und voller Schönheit. Thrice haben sich nun vollständig als Indie-Band etabliert und dürfen aus meiner Sicht in einem Atemzug mit Genre-Größen wie "The Shins" oder "Death Cab for Cutie" genannt werden. Die ursprüngliche Anhängerschaft der Post-Hardcore-Gemeinde dürften sie nun endgültig vergraut haben, dies ist aber irrelevant, dafür haben sie viele neue Fans gewonnen.

Thrice sind ein Ideal-Bespiel für immerwährenden Fortschritt und musikalische Innovation.
Atemberaubend.


Metro 2033: Roman
Metro 2033: Roman
von Dmitry Glukhovsky
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

72 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ambitionierter Erstling - vielleicht "zu" ambitioniert, 25. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Metro 2033: Roman (Taschenbuch)
"Metro 2033" ist das erste Buch von Dmitry Glukhovsky, und je weiter die Geschichte im Buch voranschreitet, desto deutlicher werden die fast schon typischen Symptome von Debütromanen im Fantasy/SF-Genre: Der Autor nimmt sich viel vor, entwirft eine fein ausgearbeitete Welt, möchte eine epische Geschichte erzählen und scheitert am Ende an seinen denkbar überschwenglichen Ansprüchen am eigenen Werk.

"Metro 2033" ist eine sehr gelungene Weltenschöpfung, die in sämtlichen Details stimmig und konsistent wirkt. Glukhovsky gelingt es zudem, seine Welt sehr plastisch sowie atmosphärisch dicht zu schildern.

Bei aller Euphorie über das angenehm unverbrauchte Erzählszenario empfand ich die tatsächliche Handlung des immerhin 750 Seiten starken Schwergewichts als fast schon enttäuschend glatt und besonders auf den letzten etwa 300 Seiten geradezu uninspiriert. Es ist besonders die zweite Hälfte des Buches, in der Dmitry Glukhovsky beginnt, klassische Erzählklischees zu bemühen - ich hatte zwischenzeitlich den Eindruck, dass es Glukhovsky zum Ende offensichtlich immer schwerer fiel, selbst überhaupt bestimmen zu können, wie es mit seinem Protagonisten weitergehen soll.

Insbesondere aufgrund letzterem fühlt sich "Metro 2033" ab einem bestimmten Zeitpunkt fast schon wie künstlich gestreckt an - neue Figuren werden mit viel Tralala (Stichwort: "Die Brigade") eingeführt, um nur 30 Seiten später wieder fallen gelassen zu werden. Das Ende des Buches kommt dann doch sehr plötzlich und prompt, aber es kommt gerade rechtzeitig, um der Geschichte doch letztlich noch einen einigermaßen "runden" Abschluss zu verleihen.

Die Irrfahrt des Artjom durch den Moskauer Untergrund ist gleichzeitig auch die literarische Irrfahrt des jungen Dmitry Glukhovsky - "Metro 2033" ist ein kraftvoller, wenn auch etwas unentschlossener Erstling, der für die Zukunft auf Großes hoffen lässt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 16, 2010 6:12 PM CET


Hans im Glück 48188 - Carcassonne 7. Erweiterung "Das Katapult"
Hans im Glück 48188 - Carcassonne 7. Erweiterung "Das Katapult"
Wird angeboten von badabing7785 zuzüglich Versandkosten (Alle Preise inkl. MwSt)
Preis: EUR 18,07

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Allenfalls für die Sammlung und als Party-"Spaß", 7. November 2008
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:2.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir haben alles im Spieleregal stehen, was mit Carcassonne zu tun hat. Wir schätzen dieses Spiel vor allem aufgrund seiner tiefen taktischen Komponente, die selbst nach über tausend Partien noch für interessante Spielsituationen sorgen kann.

"Das Katapult" nun untergräbt den Taktikaspekt vollkommen und entstellt ein tiefgreifendes Legespiel zur Unkenntlichkeit. So wirklich können wir uns als langjährige Fans des Spielsystems keinen Reim darauf machen, wie diese Erweiterung nach all den brillanten Ergänzungen und Ablegerspielen überhaupt zur Veröffentlichung kommen konnte. Die Idee ist im Grundsatz ganz unterhaltsam, passt aber schlichtweg nicht zu Carcassonne und bietet null Anreiz für die Zielgruppe der Vielspieler.

Fazit: Was bleibt, ist ein merkwürdig anmutendes Kuriosum, das vielleicht bei 5-8-Jährigen oder als Gag am Ende eines langen Spieleabends für Belustigung sorgen könnte, vom spielerischen Gehalt her aber höchst fragwürdig ist. Eine wirkliche Kaufempfehlung ist daher nicht auszusprechen.


The Alchemy Index: Vol.3+4
The Alchemy Index: Vol.3+4
Wird angeboten von RAREWAVES-DE
Preis: EUR 14,66

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überragend., 4. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Alchemy Index: Vol.3+4 (Audio CD)
Mit den beiden abschließenden Episoden dieses Mammut-Projektes ist die von Thrice ins Leben gerufene Saga um die vier Elemente nun vollständig, und um es kurz zu machen: Die berauschende Qualität der ersten beiden Episoden kann mühelos gehalten werden.

Wer erwartet hat, dass Thrice wie in der ersten Episode "Fire" nochmals zu ihren PostHardcore-Wurzeln zurückkehren, wird eines besseren belehrt.Sowohl "Air" als auch "Earth" kommen sehr gemäßigt daher und geben keinerlei Hinweis darauf, dass die Band seinerzeit fest im härteren Bereich verwurzelt war.

Dennoch und gerade deshalb ist der "Alchemy Index" gesamt gesehen ein unvergleichliches Meisterwerk, dass jegliche Konventionen aufsprengt und dabei sämtliche Klischees der modernen Rock-Musik links liegen lässt.
Thrice haben sich mit "The Alchemy Index" einen Platz im Rock-Olymp erkämpft, wobei dies vermutlich erst mit den Jahren deutlich werden wird, wie weit Thrice ihrer Zeit letztlich voraus waren.


Grand Theft Auto IV
Grand Theft Auto IV
Wird angeboten von Rossbacher Sandstrahl
Preis: EUR 18,99

81 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen GTA 4 - Eine kritische Meinung., 5. Mai 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Grand Theft Auto IV (Videospiel)
GTA 4 ist da endlich da, und es bleibt meinerseits nach 30 Stunden Spielzeit die nüchterne Feststellung, dass GTA 4 zwar ein gutes Spiel geworden ist, meiner Meinung jedoch abseits der exzellent durchdesignten Spielwelt und der enormen Liebe zum Detail deutlich hinter der spielerischen Brillanz von "Vice City" und "San Andreas" zurückbleibt.

Da die Vorzüge des Spiel hier schon hinreichend diskutiert wurden, möchte ich an dieser Stelle stichpunktweise ein paar kritische Worte loswerden.

1. Meine Hauptkritik richtet sich gegen den allgemeinen Mangel an Innovation: Klar, Liberty City war nie schöner und größer, reicht das aber, um ein modernes, ideenreiches Produkt abzuliefern? Ich meine nein: Die Videospielindustrie stagniert dieser Jahre so sehr wie nie zuvor, mit "GTA 4" hatten Rockstar die Chance, komplett neue Sachen zu versuchen, revolutionäre Spielinhalte zu schaffen, die die Videospielwelt nachhaltig prägen. Mit "GTA 3" wurde damals ein solcher Effekt erzielt, ein neues Genre wurde geschaffen. Mit "GTA 4" hat man einzig und allein versucht, das ganze in die "Next Generation" zu verschiffen. Aus technischer Sicht muss dies als Erfolg betrachtet werden, in Sachen Gameplay hat sich bis auf marginale, aber spielerisch ebenso sinnfreie Neuerungen wie dem Fake-Internet fast gar nichts getan und das finde ich persönlich schade. Rockstar haben mit ihren Möglichenkeiten die Macht, etwas vollkommen neues zu schaffen, was trotzdem den Namen "GTA 4" hätte tragen können. So ist "GTA 4" "nur" mehr des bereits bekannten Gameplaymix.

2. Die reine Erforschung der Spielwelt ist in den Hintergrund gedrängt worden: Zwar gibt es mal wieder die bekannten Stunts und das übliche Sammelzeugs, dennoch wurde ich das Gefühl nicht los, dass Liberty City diesmal sehr stark um die Story herumgebastelt wurde. Wirkliche Gründe, stundenlang jeden Grashalm umzudrehen un den letzten Winkel der Stadt zu erforschen, sind nun nicht mehr so vorherrschend wie noch in den Vorgängern.

3. Die Story wird zwar fesselnd präsentiert, die entsprechenden Missionen sind aber leider - vor allem im ersten Drittel - sehr uninspiriert und austauschbar geworden. Entgegen den Vorgängern gibt es viel Leerlauf, zu Zeiten von "VC" und "SA" war fast jede einzelne Mission ein denkwürdiges Highlight für sich.

4. Die Minispiele sind unnötig und machen wenig Spaß. Sowohl Bowling, Dart als auch Billard sind gameplaytechnisch sehr unausgereift und machen bei weitem nicht soviel Laune, wie man sich zunächst denken würde.

5. Viele spannende Nebenmissionen wie etwa in den Vorgängerspielen wurden entweder zum schlechteren abgewandelt oder gleich ganz abgeschafft. Das so beliebte "Taxifahren" ist nur noch als kurze Minikampagne vertreten und wirklich spannende Nebenmissionen wie z.B. die Überfalls-Serie aus "San Andreas" sucht man vergebens. Zudem wird man bei vielen Nebenaufträgen durchweg vom Spiel geführt und muss nur noch den vorgegeben Pfad abwandern.

Was bleibt, ist bein wenig Enttäuschung, dass Rockstar es sich nicht getraut haben, etwas wirklich Einmaliges und Revolutionäres zu schaffen - die Möglichkeiten - sowohl finanzieller als auch technischer Natur - waren mit Sicherheit vorhanden.

GTA 4 ist ein sehr gutes Spiel, das steht außer Frage, leider bekommt man als Spieler nicht wirklich viel neues geboten und muss sich zudem mit fragwürdigen Designentscheidungen hinsichtlich der Missionsvielfalt abfinden.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Spieleentwickler irgendwann mal auf ganz neues Terrain begeben und zeigen, dass aus dem "Sandbox"-Genre noch viel raus zu holen ist.
Kommentar Kommentare (15) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 29, 2011 3:34 PM CET


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