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Rezensionen verfasst von
Anja

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Alytenfluch
Alytenfluch
Preis: EUR 3,99

3.0 von 5 Sternen spannender Einstieg, dann sehr schleppend, 16. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Alytenfluch (Kindle Edition)
Von jetzt auf gleich ändert sich das Leben der 17-jährigen Lyra: Erst führt das angespannte Verhältnis zu ihren Eltern dazu, dass Lyra einige Wochen zu ihrer Großmutter ziehen soll und dann erfährt sie dort auch noch, dass sie gar kein normaler Mensch ist. Sie ist eine Alyte, aber nicht irgendeine – sie ist diejenige, die prophezeit wurde, die Alyten zu befreien. Doch der Preis dafür ist hoch...

Am Anfang hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Der Prolog, der bereits ein kleines Stück der kommenden Handlung vorwegnimmt, fesselt sofort und erzeugt Neugier auf die Geschichte des Teenagers, welche diese im folgenden aus der Ich-Perspektive schildert. Schnell wird klar, dass in Lyras Vergangenheit etwas passiert ist, was den Umzug zur Großmutter mitbedingt hat, aber darüber lässt sich zunächst nur spekulieren, denn Lyra teilt nur einen Teil ihrer Gedanken und hält Geheimnisse zurück, die es in der Folge zu ergründen gibt.
Ihre Ankunft im Land der Alyten bringt nachvollziehbar Verunsicherung aber auch Wissensdurst hervor. Die durch die Perspektive bedingten Einblicke in Lyras Gefühlswelt zeigen, was der Teenager dabei durchmachen muss.

Die Idee des Alytenvolkes, dass in einem verborgenen Land lebt und eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen hat, gefällt mir gut. Da Lyra ein wenig über die Hintergründe der beflügelten Gestalten nachforscht, baut sich für den Leser hier ein relativ komplexes System mit langer Geschichte und festen Regeln auf.

Dann begannen meine Schwierigkeiten mit dem Buch: Die Geschichte wird an vielen Stellen langatmig, es passiert nicht so richtig viel. Stattdessen werden bereits bekannte Fakten mehrfach geschildert und dabei so dargestellt, als höre Lyra sie gerade zum ersten Mal. Ihre Suche nach Antworten und dem Wortlaut der Prophezeiung gerät ins Stocken. Lyra selbst dreht sich im Kreis, obwohl der Inhalt der Prophezeiung eigentlich von Beginn an klar ist, sie diesen aber nicht erkennt (bzw. erkennen will). Mir fehlten dadurch sowohl Spannung als auch Tempo, was dazu führte, dass ich mich an den vielen kleinen Fehlerchen (sowohl Rechtschreibung, fehlende Wörter als auch verdrehte Namen und zeitliche Unstimmigkeiten in den Abläufen) doppelt störte.
Am Ende, das eigentlich so dramatisch hätte sein können, ging mir dann alles etwas zu schnell. Zudem gefiel mir die Lösung des Konflikts nicht besonders, die für mich nicht zu einem runden Gesamtbild führte.

Die zunächst interessante Geschichte verliert zunehmend an Tempo und Spannung und entwickelt sich sehr zäh, bevor der zuvor ellenlang beschriebene Konflikt dann viel zu schnell aufgelöst wird.


Die Rockstar-Reihe, Band 5: Der Rockstar in meinem Bett
Die Rockstar-Reihe, Band 5: Der Rockstar in meinem Bett
Preis: EUR 3,99

4.0 von 5 Sternen Superzicke trifft Rockstar Charming - nach Startschwierigkeiten super süß (4,5), 12. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem Zoeys große Schwester Ellen in Las Vegas aufgetaucht ist und die Geschwister im Anschluss bei den Eltern verpetzt hat, herrscht dicke Luft in der Familie. Als dann noch herauskommt, dass Ellen in betrunkenem Zustand mit dem Sänger Brandon geschlafen hat, wird die Stimmung nicht gerade besser. Und dann steht ebendieser auch noch plötzlich in Österreich vor der Tür und umwirbt die junge Frau...

Ich gebe zu, als ich gelesen habe, das Ellen die Protagonistin des neuen Bandes ist, war ich nicht gerade begeistert, da sie mir bisher nicht sonderlich sympathisch war.
Zunächst hält sich dieser Eindruck auch hartnäckig. Während die Charaktere der ersten Bände sich zwar auch immer mal wieder angezickt haben, aber wenigstens zu ihren Freunden nett und normal waren, ist Ellen einfach zu absolut jedem unfreundlich und daher zu Beginn sehr anstrengend. Dass das Buch aus der Ich-Perspektive erzählt wird und man daher als Leser noch einen tiefen Einblick in Ellens immer garstigen, immer negativen Gedanken erhält, macht es nicht unbedingt einfacher.
Brandon kann dies mit seinem Charme zunächst ein wenig ausgleichen. Und dann wird auch Ellen endlich zugänglicher und macht, als sie beginnt, sich ihren Geschwistern ein wenig zu öffnen, eine spürbare Wandlung durch.

Der Ausgang der Handlung war wieder vorhersehbar – zumindest war es nur schwer vorstellbar, dass die Liebesgeschichte im fünften Band anders abläuft als in den Vorgängerbänden.
Trotzdem ist es wieder interessant zu verfolgen, welche Umwege Ellen und Brandon nehmen und wann endlich Ellens Widerstand bricht.
Da beide Charaktere diesmal etwas älter sind, wirken auch die Liebesszenen erwachsener und detaillierter beschrieben (vielleicht täuscht mich meine Erinnerung aber auch).

Insgesamt ist auch dieser Band, wie schon die ersten vier Rockstar-Teile, in sich abgeschlossen. Allerdings ist es sehr hilfreich, die Geschichten von Zoey und ihren Freundinnen zu kennen, da man dann sämtliche Anspielungen verstehen und die Beziehungen, die die Figuren zueinander haben, besser nachvollziehen kann. Zwar gibt es auf alle wichtigen Ereignisse, auf die Bezug genommen wird, kleine Rückblicke, diese habe ich allerdings eher als Erinnerungsstützen empfunden und nicht als tatsächliche Wissensvermittlung für Neueinsteiger.

Auch beim fünften Band gelingt es Teresa Sporrer, mich mit witzigen Momenten und ernsten Gefühlen an die Geschichte zu fesseln, auch wenn ich mit Protagonistin Ellen so meine Startschwierigkeiten hatte.


Whisper A Wish
Whisper A Wish
Preis: EUR 3,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen tiefe Gefühle, sympathische Charaktere - aber am Ende leider ein klein wenig zu viel von Allem (4,5), 10. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Whisper A Wish (Kindle Edition)
Die 17-jährige Schülerin Matilda und ihre Freundin Jessy brauchen Unterstützung bei einem Videoprojekt. Der zurückhaltende Außenseiter Marvin, der sich als guter Comiczeichner entpuppt, könnte genau der richtige Helfer sein. Aus der gewünschten Zusammenarbeit entwickelt sich eine Freundschaft, die Matilda mit Marvins verborgenen Geheimnissen konfrontiert. Eins davon ist sein gutaussehender Bruder Scott...

Matilda ist die Ich-Erzählerin der Geschichte. Mit einer flüssig, leichten Sprache, die viele bildhafte Beschreibungen enthält, führt sie den Leser durch die Handlung. Die Erzählperspektive bietet dabei intensive Einblicke in ihre Gefühle, die im Verlauf der Geschichte die unterschiedlichsten Ausmaße annehmen: von Freude bis Verzweiflung, von Glück bis zu nackter Angst.
Zwischendrin gibt es immer wieder kleine Einschübe aus der personalen Sicht von Scott, die einen Einblick in sein Leben geben.

Besonders interessant an der Handlung ist es, die langsame Annährung verschiedenster Personen nachzuverfolgen. Vor allem die sich entwickelnde Freundschaft zwischen Matilda und dem absolut sympathischen Marvin sorgt dabei immer wieder für witzige, aber auch emotionale Momente, wenn der zurückhaltende Schüler beginnt, seine Abwehr fallenzulassen und sich ein wenig zu öffnen.

Die süße Liebesbeziehung, die sich ebenfalls nur langsam und gut nachfühlbar aufbaut, bildet einen spannenden Kontrast zu dem schweren Schicksal, dass die Brüder zu tragen haben, sodass man sich immer wieder fragt, ob die Gefühle dieser Belastung standhalten können.
Und so macht es einfach Spaß, in all die verschiedenen Gefühle abzutauchen und die Geschichte zu genießen – bis kurz vor Schluss.
Hier passiert mir einfach viel zu viel Dramatisches viel zu plötzlich und alles gleichzeitig, auch wenn es nicht völlig überraschend kam. Vieles geht so schnell und wird teilweise so kurz abgehandelt, dass man gar nicht mehr hinterher kommt, die ganzen Emotionen nachzuspüren, sodass für mich, trotz der schockierenden und bewegenden Ereignisse, die Gefühle am Ende ein wenig auf der Strecke geblieben sind.
Der Epilog versöhnt dann wieder ein wenig mit der Geschichte.

Liebe und Trauer liegen in Whisper a Wish sehr dicht beieinander. Zusammen mit Matilda wird der Leser auf eine Gefühlsachterbahn mit wechselnden Höhen und Tiefen geschickt, sodass es keinesfalls langweilig wird. Das Ende war mir dann aber leider etwas zu Dramatisch.


Sternen-Trilogie, Band 1: Sternenschimmer (mit Bonus-Material!)
Sternen-Trilogie, Band 1: Sternenschimmer (mit Bonus-Material!)
Preis: EUR 3,99

5.0 von 5 Sternen Dystopie + Fantasy + Romantik = außerirdisch schöne Geschichte, 25. November 2014
Da auf dem Planeten Loduun Krieg herrscht, nimmt die Erde Flüchtlingskinder auf. Mia und ihre Freunde melden sich freiwillig, um in den neugegründeten Wohngruppen zu helfen und die Ankömmlinge auf der Erde zu unterstützen. Schnell schließt Mia die Kinder in ihr Herz, der 18-jährige Iason hingegen bringt sie mächtig ins Straucheln. Dumm nur, dass die Loduuner eigentlich keine Liebe empfinden können...

Die Sternen-Trilogie von Kim Winter stand schon länger auf meinem Wunschzettel, nur gab es die Bücher inzwischen ja nicht mehr zu kaufen. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass Carlsen die Reihe in ihrem eBook-Label wieder herausbringt.

Meine hohen Erwartungen wurden absolut erfüllt. Kim Winter erschafft eine außergewöhnliche Welt. Die Geschichte spielt in der Zukunft. Die Zustände auf der Erde sind erschreckend – die Menschen leben zusammengeballt in großen Städten, die aufgrund der schlechten Luftqualität regelmäßig von Kuppeln umschlossen werden müssen. Natur und Weite gibt es nicht mehr, dafür ist die Technik auf einem kaum vorstellbaren Stand. Es ist immer wieder lustig, wie sich Mia an die Lebensumstände oder bestimmte Ereignisse zur Zeit ihrer Vorfahren zurückerinnert – Dinge, die für uns selbstverständlich sind, sind für Mia fremd und unvorstellbar. So sorgt auch Iason, der sich die irdischen Verhaltensweisen mithilfe eines uralten Knigge anzueignen versucht, für einige Schmunzler.

Mia und Iason sind zwei spannende Figuren, die zum einen jeweils sehr facettenreich dargestellt sind und zum anderen im Verlauf der Geschichte eine spürbare Veränderung durchmachen. Besonders amüsant wird es, wenn ihre unterschiedliche Herkunft zu Missverständnissen führt, sodass es neben gefühlvollen Passagen immer wieder zu witzigen Ereignissen kommt.

Die Geschichte ist insgesamt spannend und ereignisreich, hätte an einigen Stellen allerdings etwas knapper erzählt werden können. Es ist ebenso interessant zu beobachten, wie Mia mit ihren Gefühlen für den unnahbaren Außerirdischen umzugehen versucht, wie auch herauszufinden, inwiefern die Erde in den Krieg auf dem fremden Planeten verwickelt ist und welche Rolle Iason und seine Freunde dabei spielen.

Aufgrund der Ich-Perspektive, aus der Mia die Geschichte erzählt, erhält man zwar einen tiefen Einblicke in ihre aufgewühlten Gedanken, allerdings nur einen eingeschränkten Blick auf die Gesamthandlung, sodass manchmal Ereignisse zunächst im Unklaren bleiben, bis Mia ihnen auf die Spur kommt.
Die Sprache ist leicht und flüssig und dem 17-jährigen Teenager sowie der zukünftigen Zeit angepasst. Es gibt einige neue Begriffe für die technischen Entwicklungen, die sich aber aus dem Zusammenhang erschließen. Hin und wieder finden sich dann aber auch bekannte Produkte wieder – laut Kim Winter könnten auch Außerirdische Gummibärchen mögen ;)

Zwar werden in der Geschichte einige Fragen geklärt und Geschehnisse abgeschlossen, insgesamt lässt das Ende die Zukunft der Charaktere aber weitgehend offen.

Fazit: Spannende, aber auch nachdenklich stimmende Zukunftsvision mit fantastischen und romantischen Einschlägen, die eine runde Gesamtgeschichte bilden. Die sympathischen Charaktere und der bildhafte Schreibstil führen dazu, dass man als Leser komplett in die Geschichte eintauchen kann. Zum Glück dauert es bis zur Fortsetzung nicht allzu lang.


Vollkommen
Vollkommen
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen anstrengende Protagonistin dämpft Lesefreude (3,5), 18. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Vollkommen (Kindle Edition)
Wer zur Spende gehen kann, hat ein sicheres Einkommen und lebt in der privilegierten Mitte. Wer nicht spenden darf, lebt in Armut am Rand. Die 17-jährige Teresa wurde bei der Blutspende aussortiert. Um das Leben in der Mitte finanzieren zu können, arbeitet ihre Mutter hart und auch Teresa verdient Geld, indem sie Schüler am Rand unterrichtet. Einer ihrer Schüler ist Lukas, der sie eines Tages bittet, ihn zu seiner ersten Spende zu begleiten. Doch ihre Zusage wird zu einem Fehler, der Teresas ganzes Leben verändert...

Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, weil ich Dystopien im Allgemein super finde, aber mit Vollkommen hatte ich ziemliche Schwierigkeiten, was vor allem daran lag, dass ich mit Teresa nicht wirklich warm geworden bin.
Teresas ganze Welt wird durch nur einen Tropfen Blut auf den Kopf gestellt. Zwar ist nachvollziehbar, dass es sie aus der Bahn wirft, zu erfahren, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen basierte und sie nicht die ist, die sie bisher zu sein glaubte, aber Teresa verhält sich für mich insgesamt einfach zu naiv und ist oft ziemlich schwer von Begriff. Da sie die Ich-Erzählerin der Geschichte ist, ist es auch relativ schwer, sich ein Stück von ihr zu distanzieren und den Rest der aufwühlenden Story zu genießen.
Mit andere Figuren, wie zum Beispiel dem charmanten Charter oder dem griesgrämigen, vermeintlich „bösen“ Daniele bin ich hingegen schneller warm geworden, wobei es interessant ist, zu beobachten, welche verschiedenen Charakterzüge die Figuren in den unterschiedlichen brenzligen Situationen zeigen.

Dadurch, dass ich nicht wirklich Sympathien für die Protagonistin entwickeln konnte, zog sich dann zunächst auch die Handlung ein wenig. Dabei ist die dystopische Welt, die Patricia Rabs entwirft, interessant und erschreckend zugleich. Erst nach und nach erschließen sich die Hintergründe der Blutspenden und die Gegensätze des geteilten Landes werden sichtbar.

Die Geschichte ist durchaus spannend. Man möchte erfahren, was es mit Teresas Besonderheiten auf sich hat und wer hinter allem steckt. Auf der Suche nach Schutz und Antworten geraten die Figuren mehrfach in Gefahren, die es zu überwinden gilt. Nie können sie sicher sein, wer auf ihrer Seite steht und wo die nächste Falle lauert. Gut gefallen hat mir daran, dass die Handlung nur an wenigen Stellen vorhersehbar war und das Geschehen immer wieder durch unerwartete Ereignisse eine neue Wendung nahm.

Das Ende bietet einige Antworten auf die drängendsten Fragen, insgesamt ist die Handlung aber noch sehr offen.

Schwierigkeiten mit der für mich zu naiven Hauptfigur machten es schwer, mich völlig auf die eigentlich spannende Geschichte einzulassen. Patricia Rabs entwirft ein komplexes Szenario, in dem noch viele Fragen offen bleiben. Die Neugier auf die Fortsetzung ist trotz allem geweckt.


Marmorkuss
Marmorkuss
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dornröschen: Was passierte nach dem Kuss?, 16. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Marmorkuss (Kindle Edition)
Jarno hatte bisher nicht gerade Glück im Leben. Hartnäckig arbeitet er an seinem großen Traum. Doch dieser wird erst mal nebensächlich, als ihm die schöne Klara begegnet, die wirkt, als wäre sie einer ganz anderen Zeit entsprungen ...

Eigentlich lässt sich meine Meinung zu dem Buch recht kurz zusammenfassen: Die Geschichte ist einfach wunderschön.
Jennifer Benkau erzählt quasi das Märchen Dornröschen weiter. Was passiert, nachdem der Prinz die schlafende Schönheit, die sich plötzlich in einer ganz neuen Welt wiederfindet, wachgeküsst hat?

Zunächst erhält man einen Einblick in das Leben beider Figuren. Jarnos Passagen aus der Gegenwart werden aus der Er-Perspektive erzählt, wobei man trotzdem Einblick in Jarnos Gedanken erhält. Im Wechsel dazu gibt es Abschnitte aus Klaras Zeit, die diese in der Ich-Perspektive schildert. Die beiden Zeitebenen wechseln sich immer wieder ab, wobei Satzanfänge des einen in der Passage des anderen weitergeführt werden, wodurch die Geschichten verwoben werden. Schön ist dabei, dass die Sprache der jeweiligen Zeit angepasst ist. Spannende bzw. mysteriöse Ereignisse im Leben beider Figuren erzeugen sofort Interesse an ihren Geschichten.
Im späteren Verlauf fällt Klaras Ich-Perspektive weg und man erfährt abwechselnd mal etwas mehr vom Innenleben von Klara oder den aufgewühlten Gefühlen von Jarno.
Während Klara, die mit den gesellschaftlichen Normen alles andere als einverstanden ist, mir sofort sympathisch war, habe ich bei Jarno etwas länger gebraucht, um mit ihm warm zu werden. Doch genau dadurch wurde das Zusammentreffen dieser Figuren so interessant und beide zeigen unterschiedliche Seiten ihrer Persönlichkeit, sodass ich am Ende auch Jarno liebgewonnen habe.
Die Geschichte ist durchweg spannend. Zum einen aufgrund der offenen Fragen, die sich im Verlauf ergeben, zum anderen einfach aufgrund der ungewöhnlichen Situation, dass Klara sich in die neue Zeit einfügen muss, die sie vor zig Schwierigkeiten stellt, und der langsamen Annährung der beiden Protagonisten. Besonders das Finale hat es in sich. Nachdem zuvor einige Ereignisse unklar waren, bietet das Ende nicht nur die entsprechende Auflösung sondern auch noch einmal einige Überraschungen.

Eine tolle Geschichte mit interessanten Figuren und einer konstant spannenden Handlung. Nicht zuletzt der bildhafte, flüssige Schreibstil fesselt einen geradezu an diese gefühlvolle Geschichte, die aber auch Blut und Dramatik zu bieten hat.


Flammenmädchen
Flammenmädchen
von Samantha Young
  Broschiert
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen einfach magisch, 16. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Flammenmädchen (Broschiert)
Ihr 18. Geburtstag verändert Aris Leben komplett. Sie erfährt, dass sie nicht die ist, die sie bisher zu sein glaubte – statt eines einfachen Mädchens ist sie plötzlich ein Dschinn, der auch noch eine große Aufgabe innehat. Nichts ahnend wird sie in einen bereits ewig währenden Machtkampf gezogen, dabei hat sie eigentlich mit ihrem Gefühlsleben, welches Dank ihres besten Freundes und ihres Beschützers Jai Kopf steht, schon genug zu tun...

Samantha Young entführt den Leser in eine zauberhafte Welt. Mit den Dschinn beschreibt sie magische Wesen, die mir in Büchern bisher kaum begegnet sind. Dabei gibt sie ihnen bestimmte Fähigkeiten und ein charakteristisches Aussehen, das mithilfe vieler bildhafter Beschreibungen gut vorstellbar ist. Wie komplex die Welt der Dschinn ist und wie viele verschiedene Unterarbeiten es gibt, erschließt sich erst nach und nach.

Ari war mir sofort sympathisch. Sie ist ein vernünftiges, freundliches Mädchen mit einem großen Problem: Der bevorstehende Schulabschluss und die nicht ganz freiwillige Studienwahl bereiten ihr Kopfschmerzen. Hinzu kommt die angespannte Situation mit ihrem besten Freund, der nach einem schweren Schicksalsschlag auf die schiefe Bahn geraten ist und dem sie so sehr helfen möchte. Mit dem Auftauchen der Dschinn kommen neue Sorgen hinzu und der Teenager muss seine Ängste überwinden und sich großen Gefahren stellen. Dabei beweist sie Mut und Loyalität.

Auch den wortkargen Jai, der sich nach Außen hart gibt, obwohl es auch in ihm innerlich brodelt, habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Die neckenden Dialoge der zwei sorgen mehrfach für witzige Momente.

Die Geschichte ist extrem spannend, besonders da man lange nicht absehen kann, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln wird. Bei einigen Figuren ist bisher noch schwer einzuschätzen, welche Ziele sie tatsächlich verfolgen, sodass es interessant ist, dass langsam entstehende Gesamtbild zu entschlüsseln. Am Ende bleiben allerdings viele Fragen und auch Aris Zukunft völlig offen.

Neue Idee mit toller Umsetzung und Figuren, die für lustige, aber auch emotionale Momente sorgen. Ereignisreiche Handlung, die den Leser in eine ganz eigene Welt entführt – und am Ende möchte man unbedingt schnell den nächsten Band lesen, um zu erfahren, wie es weitergeht.


Flügelschläge in der Nacht
Flügelschläge in der Nacht
Preis: EUR 3,99

5.0 von 5 Sternen von einem kleinen Rotkehlchen und seinen großen Abenteuern..., 16. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Flügelschläge in der Nacht (Kindle Edition)
Kurz vor Weihnachten überschlagen sich die Medienberichte über einen Engel in New York. Doch das geflügelte Mädchen ist eigentlich ein Vogel, der in dieser fremden Welt vor ungeahnten Gefahren steht. Als dann auch noch Dämonen hinter ihr her sind, ist Rotkehlchen Robin froh, das Geschwisterpaar Emma und Dorian an ihrer Seite zu haben. Aber warum wurde sie überhaupt verwandelt...?

„Flügelschläge in der Nacht“ ist genau zum richtigen Zeitpunkt erschienen. Es ist eine wunderschöne Geschichte, die in der Vorweihnachtszeit spielt und den Leser schon mal auf diese besinnliche Phase einstimmen kann.

Wie auch Robin in die Welt der Menschen, wird der Leser abrupt in die Geschichte hineingeworfen. Vogel, zack, Mensch. Wie, was, warum? Das gilt es in der Folge zu enträtseln, wobei Rebecca Wild die Geschichte mit vielen unerwarteten Wendungen und lustigen Momenten versieht, die das Geschehen durchweg spannend und interessant machen.

Absolut faszinierend ist die Mischung der Charaktere. Da gibt es den Bösewicht, der mit den Guten zusammenarbeitet; es gibt die vermeintlich Guten, die böse Fehler gemacht haben und es gibt Robin, das Rothkehlchen, das plötzlich im Körper eines Menschen festsitzt. Unglaublich süß und authentisch sind die Beschreibungen des unsicheren Mädchens, das nicht weiß, wozu Milch in Müsli gut sein soll oder sich auf den Tisch hockt, statt im Bett zu schlafen. Als Leser kann man sich Dank des flüssigen, anschaulichen Schreibstils gut in sie hineinversetzen und ihre Schwierigkeiten nachempfinden. Es macht einfach Spaß, ihre Entdeckungen und Entwicklungen mitzuerleben. Daher kommt das Ende – welches reichlich Emotionen und noch einige Überraschungen zu bieten hat – auch viel zu schnell.

Viel mehr möchte ich zu dem Buch gar nicht verraten. Es ist eine zauberhafte Geschichte, die man einfach selbst gelesen haben muss.

Sympathische, sehr facettenreiche Charaktere, ein angenehmer Schreibstil und eine zuckersüße Story machen das Buch definitiv zu einem Anwärter für das Monatshighlight.


Steal my heart 5: Polarlicht (feelings emotional eBooks)
Steal my heart 5: Polarlicht (feelings emotional eBooks)
Preis: EUR 1,99

5.0 von 5 Sternen "eisiges" Finale, 31. Oktober 2014
Polarlicht ist die 5. Folge der Steal my Heart-Reihe – inhaltliche Spoiler in Bezug auf die Vorgänger sind daher vorhanden.

Während des letzten Urlaubs hatten Josh und Ina bereits ihren Schlittenhundtripp gebucht. Danach kamen die Diskussionen und nun steht Ina allein in Norwegen und hofft, dass Josh noch auftaucht. Als er dann endlich erscheint, ist sie überglücklich. Allerdings ahnt sie nicht, warum er wirklich da ist...

Die Stimmung dieser Folge ist von Beginn an anders – ernster, bedrückter. Zwar versucht Ina die offensichtlichen Anzeichen zu ignorieren, auf Dauer gelingt dies aber nicht. Und so gibt es neben erotischen Momenten auch sehr ernste Augenblicke, die für Abwechslung und Spannung sorgen.
Die zwei erleben ein Wechselbad der Gefühle. Sehnsucht, Verzweiflung, Hoffnung, Enttäuschung – als Leser kann man all diese Emotionen mitfühlen, wobei vor allem Josh nochmal ein Stückchen sympathischer wird (sofern das überhaupt noch möglich ist).

Sehr gelungen sind erneut die Beschreibungen des Schauplatzes. Polarlichter und Hundeschlitten kenne ich bisher nur von Fotos oder Filmen, aber Emilia Lucas gelingt es, mit ihren bildhaften Beschreibungen die eisige, stimmungsvolle Landschaft lebendig zu gestalten.

Das Ende kommt nicht überraschend, hält aber trotzdem noch eine kleine unerwartete Wendung bereit. Es ist ein konsequenter Abschluss, die Handlungen der Figuren sind aufgrund der bisherigen Ereignisse nachvollziehbar.

Einziger Kritikpunkt: Das Finale bzw. die Reihe insgesamt hätte gern noch etwas länger sein dürfen. ;)

Insgesamt ein stimmiger Abschluss einer gefühlsgeladenen und sinnlichen Reihe, die den Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt schickt.


Maze Runner-Trilogie - Die Auserwählten: Schuber mit Bonusmaterial
Maze Runner-Trilogie - Die Auserwählten: Schuber mit Bonusmaterial
von James Dashner
  Taschenbuch
Preis: EUR 29,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Düster, brutal und manchmal deprimierend (4,5), 31. Oktober 2014
Gesamtfazit

Maze Runner, die 1500 Seite starke Trilogie von James Dashner, überzeugt durch eine ungewöhnliche Idee und eine Handlung voller Überraschungen. Die dystopische Welt mit all ihrer Krankheit, Brutalität und Zerstörung erzeugt die komplette Geschichte über eine bedrückte, düstere und oft auch hoffnungslose Atmosphäre. Verstärkt wird dies, da die Zusammenhänge lange offen bleiben. In ganz kleinen Häppchen erschließen sich über die Trilogie hinweg die Hintergründe der Seuche und des Projekts, in das Thomas und seine Gefährten geraten sind. Ein Ereignis jagt das nächste, die Protagonisten müssen zahlreiche Abenteuer bestehen und Gefahren überwinden. Zwar wird das Geschehen an keiner Stelle wirklich langweilig, irgendwann im dritten Band waren mir einzelne Passagen dann aber doch etwas langatmig und ich habe mir endlich eine Auflösung herbeigesehnt, nachdem man so lange mitgerätselt hat.
Es empfiehlt sich, die Bände direkt nacheinander zu lesen, da man so all die kleinen Details im Kopf behalten kann. Rückblicke gibt es nur vereinzelt und auch nur sehr bruchstückhaft.

Dashner lässt seine Jungs ihre eigene Gemeinschaft erschaffen, zu der auch ganz eigene Ausdrücke gehören. Zunächst sind diese ungewöhnlich, aber man findet sich schnell hinein und bemerkt die ausgefallenen Worte irgendwann nicht mehr.

Am Ende werden nicht alle Fragen geklärt, über ein paar Zusammenhänge bleibt der Leser im Dunkeln. Das Bonusmaterial der Gesamtausgabe, die Geheimakten, geben hier ein Stück mehr Aufschluss über bestimmte Hintergründe und lassen manche Geschehnisse in neuem Licht erscheinen.

Eine packende Trilogie mit ungewöhnlicher und oft überraschender Handlung, die nur an wenigen Stellen etwas langatmig wird. Einblicke in Thomas Gedanken sowie bildhafte Beschreibungen ziehen sich durch das Geschehen, auch bei den oft brutalen Szenen. Aufgrund der durchweg düsteren Stimmung, der hoffnungslosen Situation und der vielen blutigen Szenen ist es manchmal allerdings auch nicht gerade leichte Kost - die Altersempfehlung ab 13 Jahren halte ich nur bedingt für angemessen.

Band 1: Die Auserwählten - Im Labyrinth

Ohne Gedächtnis wacht Thomas in einem Fahrstuhl auf, der ihn geradewegs auf eine Lichtung bringt. Dort befinden sich bereits 50 andere Jungen, die den Frischling misstrauisch beäugen. Thomas bleibt nichts anderes übrig, als sich in diese kleine Gemeinschaft einzufügen, die von riesigen Mauern umgeben und durch Stahltore vor unheimlichen Wesen geschützt ist, die nachts durchs Labyrinth irren. Doch als kurz nach ihm ein Mädchen auf der Lichtung erscheint, ändert sich einiges für die Teenager und eine Zeit voller Gefahren beginnt...

Erzählt wird die Geschichte aus der personalen Sicht von Thomas. Der Leser erlebt, was er erlebt, sodass man nur einen eingeschränkten Blick auf die Handlung hat, allerdings Anteil an seinen Gedanken und Gefühlen nehmen kann.

Thomas war mir schnell sympathisch. Statt eingeschüchtert und ängstlich zu sein – schließlich landet er zwischen lauter Fremden an einem unbekannten Ort und wird zunächst nur herumgeschubst – stellt er Fragen, wehrt sich gegen Anschuldigungen und will einen Ausweg für die Gruppe finden.
Dabei zeigt er verschiedene Facetten seiner Persönlichkeit, vor allem, wenn er hin und wieder Bruchstücke seiner Erinnerungen erhält, die ihn teils aus der Bahn werfen, teils aber auch neue Hoffnung schöpfen lassen.

Von den restlichen 50 Jungen lernt der Leser nur einen kleinen Teil kennen. Diese werden nicht nur optisch, sondern auch von ihrem Charakter sehr unterschiedlich dargestellt, sodass eine interessante Mischung entsteht. Man entwickelt Sympathien und Antipathien; mit einigen fiebert man mit, andere würde man manchmal lieber außerhalb des Labyrinths sehen...

Gemeinsam haben sie, dass man oft vergisst, wie jung sie eigentlich noch sind. Dadurch, dass die ca. 12- bis 17-jährigen Teenager teilweise bereits seit zwei Jahren gezwungen sind, ihr Leben auf der Lichtung allein zu organisieren, wirken sie in vielen Szenen deutlich reifer, in anderen Momenten hingegen benehmen sie sich aber auch noch recht kindlich. Insgesamt sind ihre Verhaltensweisen verständlich geschildert, sodass man als Leser die verschiedensten Emotionen auf der Lichtung gut nachvollziehen kann.

Die Geschichte ist von Beginn an spannend. Das Setting, ebenso wie die Gegner, ist ungewöhnlich und wirft sofort viele Fragen auf. Warum sind die Jungen auf der Lichtung? Was hat es mit dem Labyrinth auf sich? Wer beobachtet sie? Was lauert dort im Labyrinth? ... Nur ein winziger Teil der Fragen wird im Verlauf der Geschichte beantwortet. Hier und da erhalten Thomas und seine Freunde einige Hinweise, ein Gesamtbild ergibt sich dadurch aber noch nicht.

Das Ende ist sehr offen und durch den Epilog wird deutlich, dass die Gefahr für die Jungen noch nicht beendet ist. Gleichzeitig werden damit neue Fragen aufgeworfen.

Ein Trilogieauftakt, der viele Fragen aufwirft und Neugier auf die Fortsetzung erzeugt. Eine interessante Idee und abwechslungsreiche Charaktere sorgen für durchgehende Spannung.

Band 2: Die Auserwählten - In der Brandwüste

Band 2 der Reihe, inhaltliche Spoiler zu Teil 1 vorhanden
Nach ihrer scheinbaren Rettung aus dem Labyrinth müssen die Jungen erkennen, dass das Abenteuer keinesfalls beendet ist. Ihrer Retter sind verschwunden und auch Teresa ist nicht mehr da. An ihrer Stelle treffen sie auf einen Jungen, der ebenfalls vor kurzem aus einem Labyrinth geflohen ist, mit seiner eigenen Gruppe – einer Gruppe von Mädchen... Statt der erhofften Sicherheit stehen den Lichtern neue Gefahren bevor...

Band zwei setzt nahtlos an die Ereignisse des Vorgängerbandes an. Da ich die Bücher direkt hintereinander gelesen habe, benötigte ich keine Auffrischung, hatte allerdings auch den Eindruck, dass es ohne Vorkenntnisse schwierig sein könnte, aus den Fragmenten, die über Gespräche und Erinnerungen noch mal aufgenommen werden, ein Gesamtbild zu erzeugen.
Zudem sind durch den ersten Teil bereits die Figuren bekannt, die jeweils in einer bestimmten Beziehung zueinander stehen.

Der Erzählstil wird beibehalten. Wieder erlebt der Leser die Geschichte aus der personalen Sicht von Thomas und erhält damit nur einen Einblick in das Geschehen, das Thomas direkt umgibt. Über Gespräche werden Ereignisse zusammengetragen, die ohne Thomas’ Beisein stattfinden.

Während in Band 1 ein Ereignis das nächste jagte, hatte ich in diesem Band das Gefühl, dass die Handlung zunächst etwas langsamer vorangeht, bevor sie dann im weiteren Verlauf wieder deutlich an Tempo zugelegt hat und viele unerwartete Ereignisse eintrafen. Mit der Zeit hat Thomas es schwer, einzuordnen, wer auf welcher Seite steht. Als Leser ist man ähnlich ratlos. Statt Fragen zu beantworten, kommen in diesem Band viele weiter hinzu.

In seinen Träumen sieht Thomas immer wieder Fragmente seiner Vergangenheit. Zwar lassen sich dadurch einige Ereignisse erahnen, über die Hintergründe von ANGST bleibt man aber dennoch im Unklaren.

Die Jugendlichen haben erneut viele Prüfungen zu bestehen, wobei Dashner auch einige Verluste in Kauf nimmt. Bildhafte Beschreibungen ermöglichen es, sich das Gesamtgeschehen und die Umgebung gut vorzustellen – auch bei den blutigen Szenen, wobei hier nicht übertrieben stark ins Detail gegangen wird.

Gelungene Fortsetzung, die neue Facetten der Chraktere ans Licht bringt. Streckenweise hätte die Handlung etwas schneller gehen können. Auf Antworten wartet man fast vergeblich, sodass nun alle Hoffnungen auf dem Finale ruhen.

Band 3: Die Auserwählten - In der Todeszone

Band 3 der Reihe, inhaltliche Spoiler zu Teil 1 und 2 vorhanden

Wieder wägt die Gruppe sich in Sicherheit und wieder wird sie getäuscht. ANGST glaubt immer noch fest an ein Heilmittel, das sie mithilfe eines Auserwählten herstellen möchte. Der Preis dafür ist allerdings hoch...
Die Geschehnisse setzen wieder nahtlos an die Ereignisse des zweiten Bandes an, nur wenige Tage sind vergangen. Erneut werden Rückblenden sehr spärlich gesät, sodass man dem Buch ohne die entsprechenden Vorkenntnisse kaum wird folgen können. Vor allem, weil Thomas bruchstückhaften Erinnerungen in Band zwei mehr Fragen als Antworten aufgeworfen haben und man auch als Leser der ersten Bände mit sehr löchrigem Wissen ins Finale startet.

Der Erzählstil bleibt beibehalten. Aus der personalen Sicht von Thomas erlebt der Leser die Geschichte. Ein flüssiger Schreibstil und bildhafte Beschreibungen, auch bei blutigen Szenen, von denen es immer mehr gibt, ziehen sich durchs Buch.

Schön ist, dass es in diesem Band endlich etwas mehr Infos über den Rest der Welt gibt – wie es zu der Seuche gekommen ist, wie die Menschen in anderen Regionen leben und wie versucht wird, Infizierte und Gesunde zu trennen.

Die Geschichte ist natürlich spannend, weil man endlich wissen möchte, wie es ausgeht. Wie hängt alles zusammen? Kann ein Heilmittel gefunden werden? Können die zwei Testgruppen wirklich zur Rettung der Welt beitragen?
Auf Antworten muss der Leser diesmal eine ganze Weile warte, denn zunächst werden Thomas und seine Freunde wieder in allerlei neue Gefahren verstrickt, die sie überstehen müssen.
Dabei hatte ich leider irgendwann das Gefühl, dass es mir mit den immer neuen Hindernissen langsam reicht. Die Geschichte wurde in der Mitte etwas langatmig, da das Ziel einfach nicht in Sicht kam.
Das Ende entschädigt dafür allerdings – dieses ist wieder sehr rasant, actionreich und bietet allerlei unerwartete Wendungen.
Jedoch sind am Ende längst nicht alle Fragen beantwortet und die Zukunft ist in gewisser Weise noch ungewiss.

Ein Abschlussband, der die Geschichte stimmig zuende bringt, wobei Dashner auch blutige Opfer nicht scheut. Spannende, allerdings auch streckenweise zähe Story, die am Ende leider nicht alle Fragen beantwortet.


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