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Beiträge von F.A.H.
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Rezensionen verfasst von
F.A.H.

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Ohne Ziel ist der Weg auch egal: Roman
Ohne Ziel ist der Weg auch egal: Roman
Preis: EUR 9,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Serien-Ware, 5. August 2015
Ich habe die Lektüre nach folgender Stelle abgebrochen (etwa Pos. 400): "Wir hatten uns auf Kunstgeschichte [als angeblichen Beruf] geeinigt, weil das Fach so herrlich wischiwaschi war. Jeder konnte mit minimalem Aufwand ein bisschen was über Kunst erzählen und trotzdem damit Geld verdienen." Als studierte Kunsthistorikerin konnte ich darüber gar nicht lachen! Man könnte einwenden, dass dieser Satz die Einschätzung der ebenso oberflächlichen wie seichten Protagonistin wiederspiegelt, aber trotzdem ... Ich hatte für meine Urlaubslektüre nichts Tiefgründiges erwartet; auch gehöre ich eigentlich zur Zielgruppe (weiblich, Mitte 30). Dennoch erschien mir der Plot nach gut 10 % des Buches arg vorhersehbar; etwas Mrs. Doubtfire, etwas Miss Marple, das ganze vermengt mit jeder Menge Klischees ... Auch kann ich für die Protagonistin Lenja wenig Sympathie aufbringen: Wenn sich ein Mann dazu entschließt, für "Ärzte ohne Grenzen" zu arbeiten, sollte man ihn eigentlich respektieren und darin unterstützen - es sei denn, man ist ein egozentrisches A...ch. Werde mir ein anderes Buch auf meinem Reader suchen! Was ich positiv anmerken kann, ist die recht flüssige Schreibweise; als Plot für eine TV-Komödie mag der Stoff taugen - aber bitte nur bei RTL, wofür Lenja ja auch Drehbücher schreibe.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 28, 2015 7:31 AM MEST


Wenn die Demokratie zusammenbricht: Warum uns das demokratische Prinzip in eine Sackgasse führt
Wenn die Demokratie zusammenbricht: Warum uns das demokratische Prinzip in eine Sackgasse führt
Preis: EUR 11,99

6 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wes Brot ich ess ..., 13. April 2014
Ich bekam dieses Buch von einer Freundin geschenkt, und ich ziehe in Erwägung, die Freundschaft zu beenden ... Aber ganz im Ernst; ich wundere mich schon, dass dieser Band nicht nur Käufer findet (wenn auch offenbar eher wenige), sondern teils auch noch positiv besprochen wird. Im Urteil muss ich meinem Vor-Rezensenten recht geben: Ein schlimmes Stück Propaganda; zudem schlecht geschrieben! Eine argumentative Auseinandersetzung lohnt nicht; schließlich bringen die Autoren auch selber keine Argumente, die diese Bezeichnung verdienen. Schauen wir uns also nur mal die Nr. 1 unter den sogenannten "Mythen der Demokratie" an: "Jede Stimme zählt." "Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Stimme entscheidet, wer die Wahl gewinnt, ist astronomisch klein." (Seite 25) Welch Einsicht; welch Weisheit! Ich glaube kaum, dass irgendwer eine demokratische Wahl mit einem Fussballspiel verwechselt, wo es in der 89. Minute halt 49999999 zu 49999999 steht und man selber dann das entscheidende 50000000. Tor schießt. Die Autoren halten aber von demokratischen Wahlen wenig: "Wählen bedeutet die Illusion des Einflusses gegen den Verlust der Freiheit." (S. 26) Von Freiheit ist überhaupt viel die Rede in diesem Buch, und angeblich sei die Demokratie der Feind der Freiheit (S. 86): "Es gibt einen Unterschied zwischen Demokratie und Freiheit. Freiheit kann nicht an der Gelegenheit zur Abstimmung gemessen werden. [Zwischenfrage: Wer tut das?] Sie kann am Bereich dessen gemessen werden, über das wir nicht abstimmen. Dieser Bereich ist in einer Demokratie sehr eingeschränkt. Unsere Demokratie hat uns nicht Freiheit gebracht, sondern das Gegenteil. Die Regierung hat zahllose Gesetze erlassen, die freiwillige Interaktionen und Beziehungen unmöglich machen ..., Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben nicht die Freiheit, sich über Löhne und Arbeitsbedingungen zu einigen, die sie wünschen." Karl Marx hätte schallend aufgelacht! Wann und wo hatten die ArbeitNEHMER in undemokratischen Gesellschaften je diese Freiheit? Aber damit kommen wir dem Casus knaxus schon näher: Einer der Autoren betreibt (was er im Buch schamhaft verschweigt) die Webside [...], wo er sich von Energieversorgern und Ölmultis dafür bezahlen lässt, deren Interessen zu propagieren. Tja, wes Brot ich ess ... "Libertarismus" ist der Name der neuen Ideologie. "Wir glauben, dass Individuen und Gruppen das Recht haben, ihre eigenen Regeln bezüglich der Verwendung ihres Eigentums zu machen." (S. 182) Klingt ja eigentlich nett. Wenn das eine Individuum aber ein millionenschwerer Unternehmer ist und das andere ein kleiner Angesteller, heißt das auf Deutsch: "Friss oder stirb!" Wollen wir das? Oder wollen wir lieber einen demokratischen Staat, der für ALLE verbindliche Regeln festsetzt und durchsetzt - bei allen Mängeln, die dieses System haben mag? Oder lieber eine Plutokratie? Denn das ist - nur mangelhaft verschleiert - die Agenda der Atoren dieses Buches.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2015 3:53 PM MEST


Haltet den Dieb!: Gratis-Leseprobe: 3 von 12 Geschichten
Haltet den Dieb!: Gratis-Leseprobe: 3 von 12 Geschichten

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser gut geklaut ..., 26. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... als schlecht erfunden, sagt das Sprichwort. Hier freilich wird vom Autor nicht nur gut erfunden; es wird auch reichlich geklaut - nicht die Geschichten, versteht sich, sondern in den Geschichten selber.

Die Leseprobe enthält ja 'nur' die ersten drei der zehn Geschichten, aber da ich das komplette Buch kenne, kann ich guten Gewissens sagen: Das Niveau bleibt so! Freilich: Easy Reading gibt es auch für den Rest des Buches nicht; das versprochene diebische Vergnügen bleibt es allemal.

Zu den Geschichten: Als Auftakt "Revanche für Wien", ein polyglotter Kurz-Krimi rund um das Finale der Fussball-EM 2012. Zweitens "Die Juwelen von Galkando", eine märchenhafte Gaunergeschichte aus dem alten Indien. Drittens "Bernardo de Barcelona", eine rasante Satire, bei dem jeder sein (Fisch-)Fett abbekommt.

Einheit in der Vielfalt! hätte ich meine Rezension auch überschreiben können: Zwar wird überall das Thema Diebstahl variiert, aber die Geschichten hängen nicht zusammen; die Genres und Stile wechseln sich munter ab. Es gibt ein paar stilistische Exzesse, welche den/ die LeserIn nötigen, mal zurückzublättern; das könnte man noch 'glätten'. Ansonsten: Eine sehr unterhaltsame Sammlung zu einem Thema, das heute so aktuell ist wie eh und je.


Inferno - Prolog und Kapitel 1: Thriller
Inferno - Prolog und Kapitel 1: Thriller
Preis: EUR 0,00

12 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Armer Dante!, 12. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diesmal ist es also die "Göttliche Komödie", die sich Brown vorgenommen hat. Gut, dass der arme Dante das nicht mehr erleben muss!

Jeglichen Kredit hat der Autor bei mir schon mit den dem Prolog vorangestellten 'Fakten' verspielt: Hintergründe sind nicht 'wahr', sondern zutreffend oder nicht; Aussagen über Hintergründe können wahr sein. Browns Beschreibung von Dantes "Inferno" ist kompletter Blödsinn: "Inferno" heißt nicht Unterwelt, sondern schlichtweg Hölle; bevölkert ist sie bei Dante auch nicht von "Schatten ... zwischen Leben und Tod", sondern von durchaus körperlichen Toten. Später im Text verwechselt Brown auch noch das Fegefeuer (Purgatorio) mit dem Inferno ... Hat er Dante je gelesen!? Und die Bemerkung zu dem sog. "Konsortium": Offenbar versucht der Autor - nachdem das bei "Sakrileg" so gut funktioniert hat -, seinem Plot zumindest irgendwo in der Realität zu verankern. Sehr durchsichtig!

Aber wenn das Buch wenigstens ordentlich geschrieben wäre! Vielleicht liegt's ja auch an der schludrigen Übersetzung, aber der Text wirkt wie ein schlechtes Dan-Brown-Imitat! Diese Verfolgungsjagd im Prolog, die gleichzeitig wie ein Stadtrundgang geschildert wird; all die abgegriffenen Sprachbilder ... Gleich zu Beginn des Prologs drückt sich ein Fliehender "in die Schatten der Uffizien". Wenig später stellt er fest, dass "die Berge des Apennin das erste Licht der Morgendämmerung zurück halten." Woher dann der Schatten? Und versuchen Sie mal, von den engen Gassen der Florentiner Innenstadt aus den Apennin zu erspähen! Hier versucht sich Brown wohl an so etwas wie gehobenen literarischen Stil - oder was er darunter versteht.

Im ersten Kapitel erwacht dann der hinlänglich bekannte Robert Langdon in einem Krankenhaus von Florenz. Allein die Zahl der medizinischen Fehler hier: Nicht verbundene Narben, sofortiges Muntersein nach langer Narkose - oder gar Koma ... Danach erblickt Langdon durchs Fenster praktischerweise gleich den Palazzo vecchio, was ihm seinen Aufenthaltsort verrät. Ich nehme jedenfalls an, dass der Palazzo vecchio gemeint ist, auch wenn Brown ihn als "Festung" bezeichnet, was er nie gewesen ist. Und am Schluss natürlich der obligate Cliffhanger mit einer aufmarschierenden Killerin. Brown gibt sich wirklich viel Mühe, Erwartungen auf den Rest des Buches zu wecken, aber das ist ihm (jedenfalls bei mir) komplett misslungen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 13, 2013 3:39 PM MEST


TERRA PRETA - Schwarze Erde: (Anthologie)
TERRA PRETA - Schwarze Erde: (Anthologie)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blut und Boden, 26. Oktober 2012
Dieses Buch könnte man als Blut- und Boden-Literatur bezeichnen, wenn dieser Begriff nicht so vorbelastet wäre. Blutig geht es in fast allen der 16 Geschichten zu; von Boden-ständig kann man aber nur bedingt sprechen ... Der Klappentext freilich könnte in die Irre führen; nur zwei der Geschichten spielen in Südamerika, und nur die letzte hat den 'eigentlichen' Terra-Preta-Boden (ist das jetzt ein Pleonasmus?) zum Thema. Aber schwärzen kann man Böden ja auf die eine oder andere Weise ...

Bei dem Thema hatte ich eigentlich vermutet, dass auch einige Zwerge auftreten würden; aber nein ...;-) Dafür kommen einige andere vertraute Gestalten vor: Vampire, Zombies in unterschiedlichen Formen, eine Iara - was immer das sein mag ... Dass ein Großteil der menschlichen Protagonisten das Ende ihrer Geschichte nicht lebendig erleben, dürfte wohl keine große Überraschung sein; eher sind es die Todes-Arten!

Sprachlich sind die Geschichten zumeist stimmungsvoll erzählt, d.h. in einem eher düsteren Ton, so dass ich mir gelegentlich etwas mehr Abwechslung gewünscht hätte. Angenehm ironisch ist etwa der Ton in "Süßes Gift" von Martina Schneider. Auch in "Transzendenz" von Eberhard Mayr blitzt gelegentlich schwarzer Humor auf; ansonsten aber eine der am besten durchdachten Geister-Geschichten, die ich in letzter Zeit las! Auch die klassische Schauer-Geschichte ist vertreten, etwa in Form der ersten Story von Dennis Huber oder durch "Nächtliche Ruhestörung" von Katharina Böhme. Wenn es in Richtung SF geht, wie etwa im "Dracula-Syndrom" von Carol Grayson, so ist die Stimmung naturgemäß auch eher dystopisch denn utopisch. Und nicht nur Verena Hellenthal tut einen Blick in die "Abgründe" der menschlichen Seele. (Wenn hier auch seltsamerweise der Titel fehlt.) Und last, but not least bringt "Ausgrabungen" von Olaf Lahayne mutmaßlich die erste Kurzgeschichte, die nur aus Skype-Dialogen besteht!

Für meinen persönlichen Geschmack ging's mir hier stellenweise etwas zu düster zu. Aber wer Horror, Schauergeschichten und Dystopien schätzt, für den ist "Terra preta" genau das Richtige!


Nur ein Flüstern vom Wind: Kaffeepausengeschichten, Band 3 (Mystische History)
Nur ein Flüstern vom Wind: Kaffeepausengeschichten, Band 3 (Mystische History)
von Dimitrios Athanassiou
  Taschenbuch
Preis: EUR 4,95

4.0 von 5 Sternen Kurz-Reise um die Welt, 13. Oktober 2012
Mein Haupt-Kritikpunkt an diesem Bändchen mag etwas seltsam wirken: Aber für meinen Geschmack ist das Format etwas zu groß! Es ist fast DIN-A-5; DIN-A-6 wäre aber passender: Dann würde das Bändchen wirklich in jede Hosen- oder Hemdtasche passen, und es würde im Verhältnis zur Größe nicht mehr so dünn wirken. Aber das kommt wohl auf das Taschen-Format an ...

Am Inhalt habe ich eigentlich wenig auszusetzen: Die drei Geschichten bieten für eine längere Kaffeepause oder auch Straßenbahnfahrt gelungene Untherhaltung, die aber auch nachdenklich macht. Besonders gilt das für "Fronturlaub", die letzte Geschichte. Vom rein Erzählerischen her gefiel mir "Ein Seefahrer" am Besten, aber für Seefahrts-Geschichten hatte ich schon immer ein Faible. Die Zusammenfassung unter dem Titel "Mystische History" wirkt dagegen etwas willkürlich. Zwar haben alle drei Erzählungen ein historisches Setting; in "Das Bildnis des Fürsten"gibt es aber keine übernatürlichen Elemente. Aber ein Lesetipp für Zwischendurch ist es allemal!


Wortlaut 11. Zirkus
Wortlaut 11. Zirkus
Preis: EUR 6,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zirkus!?, 30. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wortlaut 11. Zirkus (Kindle Edition)
Animiert vom Thema "Zirkus" und dem Cover, habe ich mir diesen Band als eBook herunter geladen. Gut, ich habe nicht erwartet, dass ALLE Geschichten gewissermaßen in der Manege spielen, aber zumindest ein paar, und irgendein Bezug zum Thema sollte schon vorhanden sein. Pustekuchen!

Angeblich hat hier also eine Jury die zehn besten Geschichten aus gut 1000 Einsendungen ausgewählt. Eines der Haupt-Kriterien scheint aber gewesen zu sein: "Welche Story hat AM WENIGSTEN mit unserem Thema zu tun?" Bei der Siegergeschichte (ich nehme an, das ist die erste Geschichte von Isabella Straub) gibt es auch bei großzügigster Betrachtung keinerlei Bezug zum Thema. Bei den anderen fällt ev. mal das Stichwort "Zirkus"; Zirkus-Mitarbeiter treten auf, aber KEINE Geschichte spielt IM Zirkus, KEINE hat einen thematischen Bezug zum Zirkus: nicht einmal als Metapher fand "Zirkus" Verwendung.

Nun gut; Etikettenschwindel halt. Ärgerlich; aber ich hätte mich darüber wegtrösten können, wenn die Geschichten wenigstens halbwegs originell und unterhaltsam gewesen wären. Aber nein; wieder Pustekuchen!

"Der Blues ist nicht dafür da, dass du dich besser fühlst." sprach einst Bleeding Gums Murphy. "Er ist dafür da, dass sich die anderen genauso schlecht fühlen wie du selbst!" Wenn man das auf die Literatur überträgt, so haben offenbar alle Autoren aus diesem Band den Blues, und zumindest bei mir hat's geklappt, dass ich mich nach der Lektüre schlechter fühlte als hinterher. Es handelt sich bei den Geschichten samt und sonders um alltägliche Szenen, die zwar handwerklich und stilistisch recht ordentlich erzählt werden, aber nach jeder fragte ich mich: "So what!?" Literatur kann unterhaltsam sein, aufklärend, belehrrend, reinigend, spannend, geistreich, ach, so vieles. Sie kann freilich auch prätentiös sein, selbstverliebt und langweilig, wie diese Geschichten beweisen. Man verbreitet und verarbeitet reichlich Weltschmerz, Krankheit und Tod und glaubt offenbar, dass dies Literatur ergibt.

Schade ums Geld!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 10, 2011 1:58 AM CET


Apple iPod nano 6. Generation MP3-Player (Multi-touch Display) graphit 8 GB
Apple iPod nano 6. Generation MP3-Player (Multi-touch Display) graphit 8 GB

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ja, aber ..., 25. Februar 2011
... gerade heute morgen habe ich ein Update der Betriebssoftware auf die Version 1.1 durchgeführt: Das kann ich nur jedem Nutzer empfehlen, da man nun das Gerät auch richtig abschalten und nicht nur auf Standby schalten kann: Eine Maßnahme, die die Lebensdauer der Batterien sicher nicht unerheblich erhöhen dürfte. Ohne diese Aktualisierung hätte ich 2 Sterne abgezogen; so aber nur einen. Der fällt weg wegen der fehlenden Flexibilität: Bei meinem ersten Billig-mp3-Player konnte ich ohne weiteres das gleiche Mini-USB-Kabel verwenden, das ich auch für externe Festplatten bzw. Brenner benutze, verwenden; ich konnte einfach Ordner mit Musik-Dateien ohne zusätzliche Software auf den Player kopieren und auch mpeg-1-Dateien hören. Alles das ist mit dem iPod nicht möglich: Man hat ein weiteres Kabel, muss iTunes verwenden und muss mpeg-1-Dateien extra konvertieren, obwohl iTunes dieses Format durchaus handeln kann. Da ein Großteil meiner Musik-Dateien Aufnahmen von Digital-Radio-Programmen sind (was halt dann mpeg-1-Dateien erzeugt), ist das für mich recht lästig. Unerwartet kam auch, dass iTunes beim Synchronisieren alte Dateien auf dem Player ohne Warnung löscht, wenn sie aus iTunes verschwunden sind.

Nun aber zu den positiven Punkten: Die Vielseitigkeit des Gerätes ist einfach toll! Als unerwartet gut erwies sich der Radio-Empfang, den ich nun öfter nutze, als ich erwartet hatte. Ich habe auch gleich ein Armband mit bestellt, so dass ich den iPod nun auch als Armbanduhr verwenden kann. Die Bedienung mit dem Touch-Screen ist überraschend problemlos und sehr intuitiv. Die Darstellung und Benutzerfreundlichkeit beim Musik-Abspielen ist für ein so kleines Gerät bemerkenswert. Da ich viele längere Files von 30, auch 60 Minuten Länge und mehr habe, ist es besonders hilfreich, dass man nicht nur vor- und zurückspulen, sondern auch an beliebige Stellen des Files springen kann - eben wie bei iTunes.

Fazit: Gewöhnungsbedürftig, aber mit den genannten Einschränkungen ein Hit. Und sylish sowieso ...


Die Vermessung der Welt
Die Vermessung der Welt
von Daniel Kehlmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

6 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bedenklich!, 28. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Vermessung der Welt (Taschenbuch)
Ich muss der vorvorletzten Rezension von MBA zustimmen und den dortigen Kommentaren (die ja auch gar nicht inhaltlich auf die Besprechung eingehen, sondern diese offenbar als blasphemisch einordnen) widersprechen: Die inhaltlich-thematische Perspektive ist ebenso legitim wie die rein literarisch-stilistische Perspektive. Hält man sich an die zweite, kann (kann!) man Kehlmanns Buch als ebenso geistreiche wie stilsichere Satire lesen. Folgt man der ersteren Perspektive, so müssen sich tatsächlich Bedenken einstellen, was die Zeichnung der 'Helden' Gauss und Humboldt betrifft. Kehlmann hat verschiedentlich angedeutet, dass er keine strenge Doppel-Biographie zeichnen wollte; daher (angeblich) auch die konsequente Verwendung der indirekten Rede. Das ist natürlich legitim, ebenso wie der Wunsch, diese zwei Figuren durch den Kakao zu ziehen. Allerdings wäre dann schon zu verlangen gewesen, dass sich der Autor gründlich in das Werk der beiden Geistesgrößen eingearbeitet hätte. Was die Lebensdaten und -wege betrifft, so ist Kehlmann offenbar ebenso fleißig wie gründlich gewesen, auch wenn er sich hier manche Freiheit erlaubt, die für die meisten Leser kaum zu erkennen sein dürften. (Selbstverständlich ließ Humboldt 1828 keine Photographie oder Daguerrotypie von sich und Gauss anfertigen!) Bezüglich der Charaktere und des Werkes der beiden Hauptfiguren legt Kehlmann aber eine bemerkenswerte Ignoranz an den Tag; speziell gilt das für das mathematische Werk von Gauss', das für einen Berufs-Literaten sicher auch schwer zu (er)fassen sein dürfte.

Ich fürchte aber, dass der wahre Grund für jene (Ver-)zeichnung von Gauss und Humboldt weniger Ignoranz bzw. Unwissen ist; auch dies wurde von MBA schon angedeutet. Vielmehr dürfte sich hier wieder Kehlmanns Menschenverachtung, um nicht zu sagen, Zynismus, bemerkbar machen; der ist in Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten sogar noch stärker ausgeprägt. Worauf diese stellenweise schon an Hass grenzende Verachtung zurückzuführen sein könnte, ist mir ein Rätsel, aber sie ist unzweifelhaft vorhanden; Sympathien oder auch nur ein übers rein literarische hinausgehendes Interesse für irgendeine seiner Figuren findet man bei Kehlmann nie und nirgends. Schade, und auch ziemlich befremdlich bei einem so jungen und erfolgreichen Autor! Auf seine Unfähigkeit (Unwillen?), sich in andere Figuren hinein zu versetzen, führe ich seit der Lektüre von "Ruhm" die auf die Dauer ziemlich penetrante Verwendung der indirekten Rede zurück: Wie in den Rezensionen zu "Ruhm" verschiedentlich angesprochen, gelingt es Kehlmann kaum oder gar nicht, seinen Stil zu variieren; er schreibt gewissermaßen immer nur einstimmig, was natürlich bei der Verwendung der indirekten Rede weniger auffällt.

Noch ein Literaturhinweis: Zur "Vermessung der Welt" bin ich eigentlich erst über die "Vermessenheit der Welt" gekommen, eine Kriminal-Kurzgeschichte von Olaf Lahayne aus einer eher unauffälligen Anthologie Der Mörder geht ins Netz: Bookrix Schreibwettbewerb. Dort wird erzählt, wie sich Gauss an seinem Möchtegern-Biographen Immanuel Mehlkann (!) rächt, und zwar in einem Stil, der offenbar Kehlmann persifliert; auch viele der Kritikpunkte von MBA und anderen Rezensenten finden sich dort wieder. Wie ich daraufhin das 'Original' gelesen habe, muss ich leider sagen, dass die Persiflage geistreicher war - und kürzer ...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 22, 2011 7:24 AM MEST


Verlockende Schätze
Verlockende Schätze
von Roselinde Dombach
  Broschiert

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Prima, aber..., 13. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Verlockende Schätze (Broschiert)
Zum vorherigen Rezensenten: Ich hatte vorher auch noch nie was von jenem Verlag gehört, aber wer kennt schon alle Verlage in Deutschland ... Ich bekam das Buch vor einigen Wochen geschenkt und bin durchaus positiv überrascht. Ich lese des öfteren Anthologien, aber nur selten fand ich bisher dabei eine so große inhaltliche wie stilistische Vielfalt - obwohl der Band ja unter einem Motto steht, an dem sich die Autoren auch durchwegs ausrichten - was bei anderen Anthologien auch nicht immer der Fall ist; siehe etwa die 'Wortlaut'-Anthologien im Luftschacht-Verlag.

Gut, einige Geschichten hätten noch ein-, zweimal überarbeitet werden können - nicht nur inhaltlich, sondern auch vom Layout her. Es wirkt etwas unprofessionell, wenn etwa die Anführungszeichen mal in dieser, mal in jener Schreibweise erscheinen; auch die Verteilung von Leerzeilen wirkt manchmal etwas willkürlich. Besonders negativ macht sich das etwa bei der Geschichte "Die Juwelen von Galkando" von Olaf Lahayne bemerkbar: Eine der originellsten Storys in dem Band, doch die Lesbarkeit wird dadurch erschwert, dass die Leerzeilen nicht immer dort stehen, wo sie (mutmaßlich) hingehören, nämlich bei den Wechseln zwischen den zwei Erzählsträngen.

Deswegen ein Stern Abzug; ansonsten kann ich den Band aber v.a. allen Liebhabern von Fantasy-Geschichten empfehlen; er enthält aber auch Storys, die eher den Genres Märchen, Science Fiction oder Abenteuer zuzuordnen wären - wenn man denn auf solche Einteilungen Wert legt...


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