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Beiträge von Stefan Kaletsch
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Rezensionen verfasst von
Stefan Kaletsch
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Boulez Conducts Stravinsky
Boulez Conducts Stravinsky
Preis: EUR 27,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Einstieg in das umfangreiche Werk von Stravinsky, 7. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Boulez Conducts Stravinsky (Audio CD)
Ich habe mir diese wunderbare Zusammenstellung schon allein deswegen gekauft, um meine beinahe vollständige Sammlung an Stravinsky-Kompositionen zu erweitern. Die russischen Balletts, von Boulez eingespielt, sind den Kauf schon wert, wenn man diese nicht ohnehin schon besitzt. Obwohl das bei mir der Fall war, habe ich den Kauf wegen einiger Kompositionen, die sonst eher selten angeboten werden, nicht bereut. Für diejenigen, die bislang wenig von Stravinsky kennen und besitzen, gibt es derzeit keinen besseren Einstieg. Boulez ist einer der ganz Großen, hat seine eigene Geschichte mit Stravinsky und ist ein echter Spezialist für das 20. Jahrhundert. Zugreifen, solange die Deutsche Grammophon dieses Paket anbietet.


My Heart Won't Have It Any Other Way
My Heart Won't Have It Any Other Way
Preis: EUR 1,29

5.0 von 5 Sternen Ein Evergreen von Morgen, 7. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Sound dieses hervorragenden Songs ist vielleicht nicht jedermann Sache. Erfahrungsgemäß wird das von einigen Hörern gerne mit langweilig gleich gesetzt. Ich persönlich liebe melancholische Sounds. Und der ist Gardot hier absolut perfekt gelungen. Besser geht es nicht. Dieses Lied wird es in die Evergreens schaffen.


Kein Titel verfügbar

5.0 von 5 Sternen Keine Angst vor Klassikern der Sozialwissenschaften, 7. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Von diesem Mann kann man auch nach einem halben noch viel lernen - und das auch noch auf unterhaltsame Art und Weise. Es gibt viel zu lachen über die erstaunliche Eigendynamik des Bürokratiewachstums, dessen menschlichen Ursachen Parkinson meisterlich beschreibt und erklärt. Zwar mag manches nicht mehr ganz so laufen wie vor 50 Jahren. Der aufmerksame Leser wird aber seine Lehren auch für die heutige Zeit ziehen können. Also, keine Angst vor Klassikern der Sozialwissenschaften.


Memphis
Memphis
Preis: EUR 10,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein echt amerikanisches Album von unaufgeregten Könnern, 7. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Memphis (Audio CD)
Wer den Werdegang von Boz Scaggs kennt, weiß, dass eine Menge an Einflüssen aus seiner Musik schallten. Südstaatenrock mit Steve Miller, mit dem er schon in Dallas zur Schule gegangen ist, Westcoast-Rock mit den späteren Mitgliedern von Toto, die den Sound vieler Interpreten damals geprägt haben, Blues und Soul - man denke nur an "Miss Sun". Doch Boz Scaggs hat immer auch seinen eigenen Charme hinterlassen. So ist es auch bei seiner neuen Produktion, die sich zum Teil an die Soul- und Bluessounds der legendären Memphisszene anlehnt. Der erste und der letzte Song sind neu aus der Feder von Scaggs. Alle anderen sind gecovert, was der Qualität keinen Abbruch tut. Ein alter Titel von Al Green und "Rainy night in Georgia" passen vielleicht am besten zu dem warmen, direkten Sound des Albums. Sehr schön aber auch der alte Steely Dan Song "Pearl of Quarter" oder "Mixed up" von Willie deVille. Und sogar der Traditional-Song "Corrina, Corrina" ist toll geworden. Kurzum: ein echt amerikanisches Album, ein wenig rückwärtsgewand, aber authentisch. Alles andere hätte ich dem alten Mann auch nicht mehr abgenommen. Ich finde die Scheibe toll. Klasse Musik von Könnern und völlig unaufgeregt. Wer ein Freund des hier beschriebenen Genres ist, sollte diese Produktion nicht verpassen. Den fünften Stern halte ich grundsätzlich für absolut herausragende Veröffentlichungen zurück.


Cricklewood Broadway
Cricklewood Broadway
Preis: EUR 20,83

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Künstler sind keine Dienstleister, 8. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cricklewood Broadway (Audio CD)
Cricklewood Broadway
Wenn eine Band die Erwartungen ihrer Fans nicht ganz erfüllt, wird sie mit überproportional schlechten Rezensionen abgestraft. So scheint es auch bei einigen Anhängern von Beady Belle zu sein. Zumindest legen das zwei der bislang hier drei vorliegenden Kundenrezensionen nahe. Das mag man als normal und legitim empfinden. Ich denke jedoch, man sollte da offener herangehen. Künstler sind nun einmal keine Dienstleister! Beate Lech und ihre Bandmitglieder haben meines Erachtens nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, von alten Rezeptionen mal ein wenig abzuweichen und zwar so, wie es ihnen recht und angemessen erscheint. Ich finde am Ende nichts langweiliger und enttäuschender, als eine Band, deren nächste Veröffentlichung vorhersagbar ist und die sich bis zum jüngsten Tag lediglich immer wieder selbst reproduziert - sei es aus Angst, sie würden die einmal gewonnenen Fans verscheuchen oder einfach nur aus begrenzter Kreativität. Fast alle großen Namen im Musikgeschäft haben Wandlungen, mitunter permanente, durchgemacht: Beatles, Genesis, Steely Dan, Frank Zappa, Richard Wagner, Madonna, Miles Davis, David Bowie, Igor Stravinsky, Simply Red, Weather Report ... (um einmal wahllos in die Kiste der Musikgeschichte zu greifen). Ich werte es daher schon einmal als Zeichen von Größe, dass Beady Belle Veränderungen in ihrem Sound vornehmen, ohne dabei ihren Wiedererkennungswert zu verlieren.
Ich fand jedes Album dieser skandinavischen Gruppe etwas anders und dennoch gut genug, um es postwendend zu kaufen. Ich habe es bei keiner Scheibe bereut. Und das ging mir bei diesem neuen Album Cricklewood Broadway nicht anders.
Natürlich wird man irgendwann in der Retrospektive sagen, dieses oder jenes Album war der Höhepunkt oder mein persönliches Highlight. Das sollte allerdings die übrigen Veröffentlichungen nicht diskreditieren. Außerdem wird man erst nach einiger Zeit wirklich beurteilen können, wo man ein Album einordnet kann. Nicht verstehen kann ich die teils geäußerte spontane Enttäuschung selbsterklärter Fans. Der Sound stimmt, Beate Lech singt wunderbar und die Songs sind wirklich gut. Die Keyboards, ein wunderbares Sammelsurium aus alter Soul-, Funk- und Jazzrockmusik der 70er und 80er Jahre, werden zeitgemäß eingesetzt. Die Verbindung von Tradition und Fortschritt ist immer eine Herausforderung an kreative Künstler. Ich finde sie im neuen Album gelungen. In den schwach bewertenden Rezensionen ist von "Minimalismus" die Rede. Das geht zu weit. Besser trifft es wohl zu, von reduzierten Arrangements und eher versteckten Spielereien zu sprechen. Hier muss man als Zuhörer auch einmal bereit sein, seine lieb gewonnenen Hörgewohnheiten etwas zu verändern. Dann wird man auch die schönen Dinge entdecken, die man von Anfang an an dieser unterschätzten Ausnahmeband so sehr gemocht hat. Ich jedenfalls kann die alten Ideale im neuen Gewand der Band ohne Probleme wiedererkennen, und ich wünsche jedem Liebhaber einer solchen Musik den selben Spaß damit. Gebt Euch - und auch Beady Belle - also eine reelle Chance. Nur weil ich daran glaube, dass die Band immer noch ein bisschen Potenzial nach oben hat, hebe ich mir den fünften Stern für den Fall auf, bei dem sie dieses voll ausschöpft.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 21, 2013 12:52 PM MEST


How Dare You
How Dare You
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 18,95

23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zauber der Siebziger, 22. Januar 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: How Dare You (Audio CD)
Wer heute den Namen Ten CC hört, dessen Erinnerungen beschränken sich meist auf solch wunderschöne Popsongs wie etwa "I'm not in love" oder "dreadlock holiday". Ein wenig in Vergessenheit geraten ist leider die erste Ära der Band, in der das erfolgreiche Songschreiberduo Eric Stewart und Graham Gouldman nur die Hälfte der kreativen Autorenschaft der Band darstellte. Die andere Hälfte bestand aus niemandem geringeren als den Herren Kevin Godley und Lo Creme. Godley und Creme, die unter Ihren Namen als Duo auch nach der Spaltung von Ten CC noch Hörenswertes veröffentlichten, strotzten stets vor unkonventionellem Ideenreichtum. Während sich diese schon bei Ten CC stärker um die ungewöhnlichen Klänge bemühten, war es das Duo Stewart/Gouldman, das die Band mit ihren Beiträgen häufiger in die Charts brachte. Die 1976 erschiene Schallplatte "how dare you" war die letzte, welche dieses Quartett noch gemeinsam produzierte - eine Produktion, die Gewagtes mit Gefälligem vereint. Sie enthält den Zauber der siebziger Jahre, der durch große Experimentierfreudigkeit besticht. Dort wird jeder Ton und jeder Laut auf die Waagschale gelegt. Man folgt nicht blind den vorgezeichneten Schemata der Rock'n Roll Geschichte. Stattdessen suchen die vier Künstler nach neuen Harmonien und Melodien. Das ist ihnen auf dieser Produktion hervorragend geglückt. Die Arrangements lassen sich eher mit dem Reichtum und der Lebendigkeit des Art-Rocks der siebziger Jahre vergleichen als mit denen des herkömmlichen Popgenre. Auf der anderen Seite enthält die Produktion auch sehr eingängige Songs, wie insbesondere die Stewart/Gouldman geprägten Titel "art for art's sake" und "I'm mandy fly me". Ebenfalls in diese Songkathegorie passt der Extra track "get it while you can", der eine echte - wenn auch kurze - Bereicherung des Materials darstellt. Zum Schluss noch ein großes Lob an die Techniker. Die digital überarbeitete Version übertrifft die ohnehin schon sorgfältig gemixte Originalausgabe deutlich. Und wer sich die Zeit nimmt, genau zuzuhören, für den wird die Sonne aufgehen. Für alle, die den zeitgenössischen Einheitsbrei satt haben, ist die Wiederentdeckung dieser Perle ein echter Lichtblick.


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