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Nachtwindhund "nachtwindhund" (Harz)

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Introducing Shakespeare: A Graphic Guide
Introducing Shakespeare: A Graphic Guide
von Nick Groom
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4.0 von 5 Sternen Excellent summery. You have to like the drawings, though., 14. August 2012
The hard facts about Shakespeares life cover less than 50 pages in a a small illustrated book - so you can find here all the biographical essentials about Will the Bard. The rest is about how the world wants to see him - starting with the early legend about Shakespeare as a poacher. It tells us which composers used his plots to create operas and musicals, how Freud analyzed Hamlet, how actors ban the curse of Macbeth, why both Tories and Marxists like his works and what the differences between Oliviers and Branaghs Henry V are.
There are only minor mistakes - e.g. the Bard didn't publish his sonnets himself.

Of course does a graphic guide contain a lot of illustrations. Pieros drawings are witty and masterly - but they're less cartoons than bizarre caricatures. Hands resemble talons, legs look like sticks, feet are missing completely, and the female faces are outright hideous. Have a look inside the book and judge yourself. If you like the pics, you'll probably like the book.


Quentin Durward
Quentin Durward
von Walter Scott
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Romanzen und Realien im Frankreich Ludwigs XI., 14. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Quentin Durward (Gebundene Ausgabe)
Das dramatische 15. Jahrhundert eignet sich durchaus als Hintergrund für romantisch verklärende Literatur und damit für Walther Scotts helmschimmernde und bannerflatternde Ritterromane, mag auch der Höhepunkt des Rittertums zu dieser Zeit schon lange überschritten gewesen sein. Den Helden Quentin Durward, einen schottischen Jüngling edlen Geblüts, verschlägt es allerdings aus seiner heimatlichen Heide in das recht prosaische Frankreich Ludwigs XI., einen der verschlagensten Monarchen seiner Zeit, der auch im Roman eine bedeutende Rolle spielt. Die Charakterisierung des intriganten, doch manchmal wundersam großzügigen Königs, der mal kühl rechnend, mal abergläubisch furchtsam handelt, ist eine der bedeutendsten Leistungen des Romans und dürfte der geschichtlichen Person recht nahe kommen. Wiewohl Scott ihn "almost an incarnation of the devil himself" nannte, ist er doch hier ein irgendwie sympathischer Bösewicht, den man nicht recht verabscheuen kann. Auch einige andere historische Gestalten wie sein Barbier Olivier le Daim und sein Profoß Tristan l'Hermite sind recht wohl geraten, und der die ausgehenden 1460er Jahre prägende große Konflikt des sich mühsam wieder konsolidierenden Frankreichs und des mit Macht zur unabhängigkeit strebenden Burgund kommt gut zur Geltung. Die politischen Ereignisse werden allerdings etwa gerafft, tatsächlich spielten sie sich in einem etwas längeren Zeitraum ab.

VORSICHT - KLEINER SPOILER.

Der jugendliche Held macht gleich zu Beginn zufällig die Bekanntschaft des Königs, gewinnt sein Wohlwollen und wird bereits nach kurzer Zeit mit einer geheimen Mission beauftragt: er soll eine schöne Gräfin, deren Verwandte und ihre Dienerin nach Lüttich begleiten, um sie einerseits weiterhin dem Zugriff ihres Lehnsherrn Karl dem Kühnen von Burgund zu entziehen, andererseits die dem König politisch unbequemen Damen loszuwerden.
Mit dieser Mission wird die bereits am Anfang sich entwickelnde romantische Liebesgeschichte weitergeführt, leider ohne daß sie so recht glaubwürdig werden kann. Quentins Angebetete Isabelle bleibt ein blasses Romangeschöpf, das nicht viel spricht, dafür gern der Ohnmacht nahe ist, wie man es von zarten Edelfräuleins erwartet. Der junge Schotte hat allerhand zu tun, trotz dieser langweiligen Liebschaft ein blutvoller Protagonist zu bleiben. Daß ihm dies gelingt, liegt an den politischen Wirren, in die er gerät und denen er mit Umsicht und Entschlossenheit begegnen muß, um zu guter letzt, wen überrascht's, seine schöne Gräfin zugesprochen zu bekommen.

Wie Isabelle so sind auch einige andere Gestalten recht schablonenhaft geschildert. Merkwürdig ist die Figur des Reiseführers, der Zigeuner Hayraddin. Ein unruhiger Mensch, der sich den Mächtigen für ihre Ränke zur Verfügung stellt, dabei umtriebig bis zur Waghalsigkeit handelt, doch mehrfach einen stoischen Atheismus bekundet. Seine Motive bleiben dunkel, und seine Quentin Durward gegenüber bekundete Treue rätselhaft, denn der begegnet ihm stets mit nicht unbegründetem Mißtrauen.

SPOILERENDE.

Die Übersetzung von Oelckers und Bearbeitung von Krenn ist nicht stets geglückt. Schon die Eindeutschung der meisten Namen scheint unnötig - warum zum Beispiel muß aus Quentins Onkel Ludovic Lesley ein Ludwig Lesly werden? Quentin und Hayraddin teilen dieses Schicksal wohl nur deshalb nicht, weil deutsch klingende Äquivalente fehlten. Und warum werden in Flandern wohnhafte Flamen zu Flamländern, welcher Name eigentlich nur für das Brabanter Kaltblut gedacht ist?

Illustriert ist das Buch mit Federzeichnungen vom großartigen Gerhard Goßmann, der die Ritteromantik so gut wiederzugeben vermag wie die Schrecken des mittelalterlichen Krieges. Um die edlen Rittergestalten und Isabellens Wohlgestalt auszubalancieren, zeigt er den König verschlagen in die Ferne blinzelnd, den Barbier Oliver verhuscht, den ungeschlachten Wüterich Wilhelm rasend und alle Prälaten überaus wohlgenährt, so daß manchmal die Grenze zur Karikatur fast erreicht ist - trifft damit aber genau die Scottschen Charaktere.

In der Zusammenschau ein meist unterhaltsamer und trotz seiner übergroßen Verehrung für ein verklärtes Rittertum historisch interessanter Roman mit vortrefflichen Illustrationen.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 29, 2012 11:26 PM CET


Melitta E 965-101 silber Kaffeevollautomat Caffeo Gourmet -Aromaeinstellung, Profi Milchschaumquirl
Melitta E 965-101 silber Kaffeevollautomat Caffeo Gourmet -Aromaeinstellung, Profi Milchschaumquirl
Preis: EUR 541,99

20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Oberlader mit Bohnen und Pulver, aber ohne Blei, 8. August 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Wem nicht des Tages dreimal edler Coffee credenzt wird oder gar mit trübseligem Filterkaffee vorliebnehmen muß, wird leicht unleidlich, so berichtet schon Bachs Kaffeekantate. Das aber muß nicht sein: Melittens Vollautomat verhülft in aller Schnelle zum herkömmlichen Bohnengebräu wie zum italienisch feinen Espresso, und die ominöse Nummer One-O-One in der Typenbezeichnung will nichts Schlechtes besagen.

Äußerlich steht das Gerät freilich einem stahlglänzenden Konkurrenten von Bezzera nach; die mattsilbernen und lackschwarzen Kunststoffteile sind zwar ordentlich zusammengefügt, wirken aber doch kratz- und stoßempfindlicher als blankes Metall (aus dem nur die Heiz- und die Abstellfläche bestehen). Insonderheit wirken der Deckel des Wasserreservoirs und dessen Henkel, aber auch die schwenkbare Aufschäumdüse etwas fragil. Letztere ist allerdings weitgehend in einer Nische auf der linken Seite versenkbar. Sie kann um die Ecke des Gerätes geschwenkt und höhenverstellt werden. Allerdings empfiehlt sich der Stabilität wegen, das Schäumen nicht auf der Stellfläche vorzunehmen, sondern links der Maschine - bei 27,4 cm Gerätebreite findet sich dort sicher noch etwas Raum. In der Tiefe benötigt der Kaffeekasten immerhin einen knappen halben Meter Platz.

Das Bedienfeld ist angenehm übersichtlich gehalten: ein Netzschalter, zwei Drehregler - der linke zum Aufschäumen oder zur Heißwasserwahl, der rechte, neudeutsch Rotary Switch geheißen, fürs Menü, dazwischen vier nebeneinanderliegende Tasten für 1) Dampf/Heißwasser 2)Espresso 3) Café crème 4) Kaffeestärke.

Ist der Automat einmal initialisiert, die Sprache gewählt und die interne Uhr gestellt, so ist die Bedienung denkbar einfach. Zuvörderst Wassertank und mindestens einen der beiden Bohnenbehälter befüllen, den gewünschten wählt man durch Herumlegen eines einfachen Kipphebels. Der Klarsichtdeckel gibt den Blick auf die Bohnen frei, was schon ein erster aesthetischer Genuß ist. Bei der Wahl der jeweils anderen Sorte sollte man eingedenk sein, daß sich noch Bohnen im Schacht befinden, die nächste und womöglich noch die übernächste Tasse sind also leider noch erste Wahl bzw. eine etwas ungewollte Melange. Das sollte sich allerdings verschmerzen lassen.

Nach dem Einschalten wird man auf dem Anzeigefeld begrüßt, der Apparat heizt in einer Viertelminute auf. Sodann kann man die Stärke einstellen - von sehr mild bis sehr stark in 5 Stufen; wählt man nicht, bleibt die letzte Einstellung erhalten - dann die gewünschte Zubereitung durch eine der beiden danebenliegenden Tasten wählen - Espresso oder Café créme.
Ist die Wahl getätigt, kann man noch die Füllmenge regulieren, von spärlichen 30 ml bis Pottgröße 220 ml - dann legt der Apparat los, und in Minutenschnelle hat man sein Kaffeegetränk der Wahl bereitet. Wer vom schnellen Start überrumpelt wird, kann auch während des Brühvorgangs noch das Volumen ändern, der Vorgang stoppt dann kurz.
Raffinierterweise läßt sich die Höhe des Auslaufs um 5cm verstellen - geeignet vom Espressotäßchen bis zum 13cm-Glas für einen Latte macchiato.

Wer grad keine Bohnen zur Hand hat und auf sein koffeinhaltiges Heißgetränk nicht verzichten möchte, kann über einen den Bohnenfächern vorgelagerten Schacht die Maschine auch mit Kaffeepulver befüllen - ein Füll-Löffel liegt im Welcome-Pack anbei. Das Gerät wählt automatisch den Schacht. Hierbei ist zu beachten, daß sich hierbei die Stärke nicht im Menü steuern läßt, sondern nur durch das Volumen. Mehr als einen Löffel darf man nämlich nicht einfüllen - die Brüheinheit verträgt halt nicht mehr.

Aufschäumen und -wärmen von Milch ist ebenfalls einfach: zunächst muß die Taste zum Aufheizen betätigt werden - nach 15 Sekunden ist es soweit und man kann nach Gusto Schaum schlagen. Die Tasse sollte nur zu einem Drittel gefüllt sein: der rührige Quirl arbeitet mit Verve! Ist der Quirl abgezogen, kann man auch heißes Wasser beziehen - den Tropfen Milch für die 5-o'clock-Tasse muß man selbst hinzufügen.

Die Einstellungen scheinen recht überschaubar, doch läßt sich nach Wahl der richtigen - und richtig gerösteten - Sorte das Bohnengetränk nun leicht durch Zugabe von etwas Milch, Rahm und Zucker weit variieren - ob nun zum klassisch italienischen Cappuccino, zum biederen österreichischen Einspänner, zum rassigen hispanischen Cortado und vielem andern mehr; der Zusatz kleiner Quanten geistiger Getränke schließlich weitet die Möglichkeiten nahezu ins Unermeßliche.

Da bei jedem Ausschalten reichlich - sehr reichlich - gespült wird, ist häufiges Füllen des Wassertanks und Leeren der Abtropfschale notwendig - ich stell allerdings beim zu erwartenden Spülen lieber ein leeres Gefäß drunter, denn sonst muß man die Schale alle Nasenlang ausgießen. Der Tresterbehälter für die Bohnenüberstände hingegen kann mit seinem stattlichen Fassungsvermögen von einem reichlichen halben Liter seltener geleert werden.
Neben dem Spül- gibt es auch noch ein Reinigungs- und ein Entkalkungsprogramm, auszuwählen über das Menü.

Ein Wermutstropfen fällt in den recht vollen Becher der Freude: der werksmäßig eher grob eingestellte Mahlgrad kann nur auf der schlecht erreichbaren Rückseite und nur bei aktivem Mahlwerk verändert werden. Keinesfalls sollte man vergessen, diese Möglichkeit auszuschöpfen, wenn trotz kräftiger Sorte und höchster eingestellter Aromastärke das Ergebnis nur mäßig ausfällt. Bei mir befand sich der Hebel auf der zweitgröbsten von 4 Stufen...

Ökobonus: das Gerät entspricht der Energieeffizienzklasse A. Einen Energiesparmodus gibt's obendrein. Als weitere handfeste Dreingaben liegen ein Fläschchen Entkalkungsmittel, ein Wasserfilter, ein Reinigungs-Tab und der erwähnte Kaffeelöffel anbei. Für den Notfall, bei dem nicht nur das Gerät zu Schaden kam, sondern auch die Bedienungsanleitung abhanden, sind die Hotline-Nummern auf der Unterseite des Wassertankdeckels zu finden!

Insgesamt ein solides Gerät für die blitzschnelle Bereitung der anregenden schwarzflüssigen Köstlichkeiten.


Preussische Festlieder - Geistliche Lieder aus der gleichnamigen Sammlung
Preussische Festlieder - Geistliche Lieder aus der gleichnamigen Sammlung
Preis: EUR 19,82

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Königsberger Motetten, 6. August 2012
Wofern man Preußen mit festlicher Musik verbindet, denkt man eher an die Flötenkonzerte von Quantz oder die seines Dienstherren Friedrichs II., an Graun oder den Hamburgischen Bach - also an instrumentale Musik des 18.Jahrhunderts, zumeist entstanden am Berliner Hof oder in Sanssouci. Die preußischen Festlieder aber entstanden ein Jahrhundert zuvor im fernen Königsberg und als geistliche Gesänge für die lutherischen Gemeinden. Sie stammen vom Hofcapellmeister Johannes Stobaeus bzw. dessen Lehrer Johannes Eccard und kamen in zwei Teilen 1642 in Elbing und 1644 in Königsberg zum Druck - also zu einer Zeit, da noch der Dreißigjährige Krieg in Deutschland wütete. Doch ist davon in den geistlichen Lobgesängen nichts zu verspüren.
Texte und Kompositionen atmen zumeist ruhige Freudigkeit: "O Freud über Freud", "Freu dich, du werte Christenheit", "Freut euch, ihr Christen alle" - in einer noch deutlich an den Stil von Palestrina und di Lasso erinnernden Manier. Ganz richtig war Eccard auch in den späten 1570er Jahren Schüler di Lassos in München.
Nur "Mein Sünd mich kränkt", das sich auch durch seine komplizierte Polyphonie von den liedhafteren Gesängen abhebt, beginnt schwermütiger, um sich dann doch in eine getröstete Lebendigkeit aufzuschwingen.

Die Lieder fanden großenteils Eingang in nord- und mitteldeutsche Gesangbücher, aus denen sie später aber verschwanden - nur das weihnachtliche "Übers Gebirg Maria geht" ist heute noch bekannt. Ein Drittel der 15 Titel sind daher sogar Welterstaufnahmen.
Die beiden preußischen Tonmeister, später von der Romantik gefeiert, dann wieder weitgehend vergessen, erreichen in ihren geistlichen Liedern zwar nicht ganz die strahlende Festlichkeit wie Schütz und Schein zur selben Zeit in ihren Motetten, doch eine Innigkeit, die sie auch heutzutage noch hörenswert machen.

Das Vocal Concert Dresden unter Peter Kopp trägt die Motetten ruhig und sauber vor, begleitet von Orgel, Laute, Pommer, Schalmei, Dulzinett und anderm Instrumentarium, das nie Gefahr läuft, die Melodiestimmen zu verdrängen.
Sehr erfeulicherweise ist das Begleitheft nicht nur mit einer Einführung zu Musik, Komponisten und Aufführenden versehen, sondern auch mit den kompletten Liedtexten - einschließlich einer englischen Übersetzung.


Bedside, Bathtub & Armchair Companion to Shakespeare (Bedside, Bathtub & Armchair Companions)
Bedside, Bathtub & Armchair Companion to Shakespeare (Bedside, Bathtub & Armchair Companions)
von Dick Riley
  Taschenbuch
Preis: EUR 40,39

5.0 von 5 Sternen Eyn kurtzweyllig Lesen von Will Shakespeare, 5. August 2012
Die Handbuchreihe für Bettstatt, Badewanne und Ohrensessel von Riley und McAllister hat sich der leichtfüßigen Darstellung namhafter Autoren bzw. ihrer papiernen Helden verschrieben. Wie der Name nahelegt, ist die Sekundärliteratur zum Planschen und Fläzen für entspannte Mußestunden gedacht und solchermaßen unterhaltsam geschrieben, deswegen aber keineswegs unseriös.

Was aber schreibt man über einen der berühmtesten Dichter der Weltliteratur, über den einerseits schon Tausende von Werken verfaßt worden sind, andererseits trotz langer und intensiver Forschung wenig mehr sicher belegt ist, als daß er geboren wurde, schrieb und starb? Die Autoren haben dafür ein bewährtes Konzept: in essayartigen Skizzen schildern sie neben den bekannten Daten das Umfeld des Dichters; sie beschreiben das Elizabethanische Zeitalter, insbesondere sein Theaterwesen, seine Mode, das London des ausgehenden 16.Jahrhunderts, sie analysieren - in aller gebotenen Kürze - Shakespeares Sprache und diskutieren natürlich auch das leidige Thema der fraglichen Autorschaft, die ihm seit etwa 150 Jahren immer wieder streitig gemacht wird. Daß der Barde niederträchtigerweise Hochadlige als Ghostwriter beschäftigt haben soll, wie zuletzt vom investigativen Filmjournalisten Emmerich dargestellt, kann von ihnen nicht wasserdicht widerlegt werden, doch weisen sie daraufhin, daß die de-Vere-These wie die unzähligen anderen letztlich mehr Fragen aufwirft, als sie zu lösen.

Zwischen die Essays sind Zusammenfassungen von 36 seiner Dramen eingestreut, mutmaßliche Quellen werden angegeben, Merkwürdigkeiten und Fehler aufgedeckt und schließlich jeweils bedeutende Aufführungen und Verfilmungen genannt. Den seine Stücke darstellenden wie auch den von ihm inspirierten Filmen sind zwei weitere kurze Kapitel gewidmet, wenn auch nur die wichtigsten genannt werden. Unter den Abbildungen finden sich daher nicht nur Laurence Olivier und Ken Brannagh als zwei der berühmtesten Darsteller, sondern auch Joseph Fiennes und Gwynneth Paltrow aus der geistreichen Komödie "Shakespeare in love".
Zu guter letzt aber wird noch Shakespeares feinsten Beleidigungen, seinen bekanntesten Zitaten und den wichtigsten Wortneuschöpfungen ein kleiner Platz eingeräumt, und zwar buchstäblich bis zur letzten Seite, die in meinem Exemplar die Zahl 288 trägt - im Gegensatz zur obigen Angabe von 304 Seiten. Daher sucht man ein Register oder ein Literaturverzeichnis in diesem Buch vergeblich. Da das Buch sich aber so kurzweilig lesen läßt und nicht den Anspruch strengster Wissenschaftlichkeit erhebt, sei ihm das nachgesehen.

All das ist mit oft zeitgenössischen, manchmal später entstandenen Illustrationen, mit Szenenphotos und Vignetten bebildert - stimmigerweis in Schwarz und Weiß.

Wem danach ist, der kann also nun füglich Will in der Wanne genießen oder den Barden mit ins Bett nehmen.


Remington MB4010 Bartschneider Horizon
Remington MB4010 Bartschneider Horizon
Preis: EUR 18,99

4.0 von 5 Sternen Hüte dich vor den Bartlosen..., 2. August 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
...heißt es im rumänischen Märchen vom Weißen Mohren, und auch alle, die mit uns auf Kaperfahrt fahren wollen, müssen Männern mit Bärten sein. Um nun die Manneszier zwar gedeihen, doch nicht verwildern zu lassen, ward der Barttrimmer erfunden.

Der Remington Horizon gehört zu den zuverlässigen, doch nicht eben umweltfreundlichen Exemplaren. Mit seinem relativ schlanken Korpus liegt er gut in der Hand. Sechs Trimmstufen reichen von 0,4 bis 16,5 mm, das dürfte den üblichen Trimmbedarf abdecken. Der Trimmkopf läßt sich leicht auf die längere Stufe vorschieben, die entgegengesetzte Bewegung wird durch eine Einrastung verhindert, so daß versehentlich zu kurz geratene Schnitte nicht vorkommen sollten. Durch eine Taste auf der Daumenseite wird die Arretierung gelöst.

Die Messer, die man nicht notwendigerweise chirurgisch häte nennen müssen, um ihre Zuverlässigkeit zu betonen, verrichten ihr Werk, wie es sich gehört - das Betriebsgeräusch, wie bereits verschiedentlich angemerkt, ist vernehmlich.
Reisegerät hin, Hausgebrauch her, ein Netzbetrieb sollte zu einem Bartschneider gehören wie der Bart zum Propheten - leider sah die Firma Remington das nicht so. Umweltbewußtsein sieht anders aus, und schließlich können einem auch die Batterien mal ausgehn.
Insgesamt ein ordentliches Gerät, aber im Hinblick auf die vielen geräuschärmeren netztauglichen Alternativen nicht die erste Wahl.


Remington R5150 Titanium-X Rotationsrasierer
Remington R5150 Titanium-X Rotationsrasierer
Wird angeboten von AVIDES
Preis: EUR 42,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dem Bart an den Kragen, 11. Juli 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Leider kann ich keinen Vergleich mit einem anderen Elektrorasierer ziehen, denn für gewöhnlich ziehe ich die Naßrasur vor.
Der Remington R5150 hat die klassische Phlllips-Form mit den drei Rotationsklingen, wirkt aber im Griff etwas klobig - vielleicht ist er auch einfach für kräftigere Fäuste als meine gedacht. Der Kopf hat nur geringes, jedoch ausreichendes Spiel, klackert jedoch deutlich beim Anstoßen in der Lagerung- eine endgradige Bewegungsdämpfung durch Gummierung könnte von Nutzen sein. Im wesentlichen sind alle zu bearbeitenden Stellen erreichbar, wenn man jedoch beispielsweise einen Knebelbart stehen lassen möchte, sind die Randzonen schwer einsehbar und damit problematisch - das wird freilich für alle bauähnlichen Modelle zutreffen.

Die Rasur ist weitgehend unproblematisch, jedoch nicht ganz so gründlich wie eine Naßrasur - zwar nicht optisch, da ist kein Härchen mehr zu sehn, aber der Streicheltest ergibt dann doch ein angedeutetes Sandpapiergefühl.
Weiterhin bemerkte ich im Nachhinein eine leichte Hautirritation, ein dezentes Hautjucken, wie ich es von einer Rasur mit einer vibrierenden Klinge bereits kannte.

In der Schnelligkeit dem nassen Bartschaben sicher überlegen, in der Gründlichkeit nicht die allererste Klasse.


Panasonic KX-TG6721GS Schnurlostelefon (4,6 cm (1,8 Zoll) Display, Smart-Taste, Freisprechen, Anrufbeantworter) perlsilber
Panasonic KX-TG6721GS Schnurlostelefon (4,6 cm (1,8 Zoll) Display, Smart-Taste, Freisprechen, Anrufbeantworter) perlsilber

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zurück in die Zukunft!, 5. Juli 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Schimmerndes Plastesilber, große beleuchtete Tasten und ein Display wie aus der frühen Zeit der Personalcomputer - das schnurlose Panasonic-Telephon könnte fast aus der alten Fernsehserie "Per Anhalter durch die Galaxis" stammen - so in etwa hat man sich damals die Zukunft vorgestellt. Das merkwürdig altmodisch-futuristische Design hat aber seine Vorzüge bei schwacher Beleuchtung oder, auch wenn es damit nicht explizit wirbt, für Senioren.
Trotz seiner recht schlichten, auf der Rückseite nur leicht geschwungenen Form liegt es gut in der Hand. Die nur leicht aufgerauhte Oberfläche könnte allerdings etwas rutschfester sein.
Nach dem Einstecken der Akkus ist das Gerät bereits aktiv, die Funktionen wie Adreßbuch, Lautstärke des Mobilgeräts wieder Basiststation, Einstellen des Anrufbeantworters über das Menü leicht ansteuerbar. Es bedürfte nicht einmal der ausführlichen - und durch Einsprachigkeit erfreulich übersichtlichen - Funktionsbeschreibung.
Die Klingeltöne bimmeln schlicht oder spielen kurze Melodien, die mit ihrem ausgesprochen elektrischen Synthesizerklang gut zur 70er-Jahre-Moderne passen, selbst wenn sie Pachelbel, Grieg oder Tschaikowski spielen. Man hat die Wahl zwischen 40 verschiedenen Signalen.

Das Panasonic mag nicht der Technik letzter Schrei sein, aber ein praktisches Telephon mit fast anrührendem Retro-Moderne-Charme ist es allemal.


Braun Oral-B TriZone 500 elektrische Zahnbürste
Braun Oral-B TriZone 500 elektrische Zahnbürste
Wird angeboten von Digital-versand-de-Online-GmbH
Preis: EUR 26,25

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traktor zwischen den Zähnen, 4. Juli 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Nicht äußerlich, wohl aber akustisch ist der Trizone 500 ein gewisser Wiedererkennungswert nicht abzusprechen. Das Brummen geht insbesondere bei niedrigem Ladezustand des Akkus in ein dröhnendes Rattern über - sicher nicht jedermanns Sache, zudem vibriert die Bürste wie ein Zweitaktmotor. Merkwürdigerweise und obwohl ich nun an das Summen der Pulsonic gewöhnt bin, macht mir der Lärm nichts aus. Robuste Gemüter ohne Neigung zum Kopfschmerz können sich an dem Putzgerät also durchaus erfreuen, für sensible Naturen mit einer empfindlichen Kauleiste sollten definitiv zu einem anderen Apparat greifen - es gibt genug leistungsstarke leisere.

Der Timer zeigt durch kurzes Stottern die Halbminuten an - ein kürzeres Signal als bei der Vitality White&Clean und weniger gewöhnungsbedürftig als das Aufjaulen der sonst sehr empfehlenswerten Pulsonic. Der ausgeklügelt gestaltete Kopf der Trizone besteht aus starren und beweglichen Borsten, die für eine gründliche Reinigung des Beiß- und Kaupparates sorgen; seine Größe entspricht dem einer altgewohnten Handzahnbürste. Erfreulicherweise akzeptiert das Gerät aber auch die runden Aufsätze der 3D White, der Sensitive und der Precision - diese Kompatibilität ist nicht bei allen Oralzahnbürsten die Regel.
Was mich ein wenig stört, ist die sensible Andruckautomatik - auf wenig Druck hin werden die Rotationen abgeschwächt.

Die Bürste ist kürzer als die Pulsonic und paßt im Gegensatz zu dieser noch unter den Schrankaufsatz meines Waschbeckens - ein weiterer kleiner Pluspunkt. Ebenfalls angenehm kompakt ist die Ladestation. Der Ladevorgang wird durch eine grün aufleuchtende Diode signalisiert, eine niedrige Ladung durch eine rote.

Insgesamt ein zwar lautstarkes, aber zuverlässiges Gerät für die Zahnpflege. Allerdings nicht erste Wahl.


Tenson F502110 Konzertgitarre 4/4-Player Pack
Tenson F502110 Konzertgitarre 4/4-Player Pack
Preis: EUR 64,11

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "...und lieg ich dereinst auf der Bahre...", 4. Juli 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
"...dann denkt an meine Guitarre/ und legt sie mir mit in mein Grab" schmetterte einst die berühmteste Ente der Welt. Außer als Donalds Grabbeigabe eignet sich das Zupfinstrument bekanntermaßen sowohl zur Gesangsbegleitung als auch für klassische Soli.
Die Tenson mit der honiggelben Fichtendecke, schwarzem Boden, Zargen und Griff aus Lindenholz und einem Griffbrett aus Ahorn macht einen angenehmen, wenn auch nicht überragenden optischen Eindruck. Die verwendeten Materialien sind eher preisgünstige Alternativen zum gängigen Palisander- und Zedernholz, wenn auch nicht ungebräuchlich. Mein Exemplar hatte beim Eintreffen zwei winzige Lackschäden an der oberen Zargenkurvatur.
Wie für eine 4/4-Konzertgitarre üblich beträgt die Mensur 65 cm.

Die drei Diskantsaiten aus Nylon klingen, wie schon von einem anderen Rezensenten angemerkt, nicht ganz kristallklar und einen Tuck zu leise, die Bass-Saiten normal füllig. Dank der Fichtendecke wird ein weicher Klang erzeugt, der sich insbesondere zur Akkordbegleitung und für liedhafte Melodiestücke gut eignet. Perlende Kompositionen von Andrés Segovia würden die Tenson freilich etwas überfordern.

Das beiligende Stimmgerät ist überaus einfach zu bedienen, reagiert allerdings etwas nervös, so daß es sich manchmal nicht entscheiden kann, ob ein Anschlag zu tief, zu hoch oder genau richtig gestimmt ist - das Hinhören erspart es also nicht ganz. Das Gerät sollte alle paar Tage zum Einsatz kommen, denn stimmstabil ist das Instrument nicht sonderlich.
Die drei Plektren erscheinen arg dünn, angesichts ihres Pfennigwertes wären zumindest verschiedene Dicken dicke drin gewesen.
Die bisher lautgewordene Kritik an der hauchdünnen Hülle kann ich teilen - sie hält eben den Staub ab, als Pufferung für den Einsatz im Alltag ist sie ganz und gar ungeeignet.

Ein Einstiegerinstrument für den Hausgebrauch und Lagerfeuerabende, weniger für die Kleinkunstbühne oder den Konzertsaal.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 16, 2012 5:03 PM MEST


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