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Rezensionen verfasst von
Jean Ignace Isidore Gérard "Grandville" (Südniedersachsen)
(TOP 1000 REZENSENT)   

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Geek, Pray, Love: Ein praktischer Leitfaden für das Leben, das Fandom und den ganzen Rest
Geek, Pray, Love: Ein praktischer Leitfaden für das Leben, das Fandom und den ganzen Rest
von Christian Humberg
  Broschiert
Preis: EUR 14,80

5.0 von 5 Sternen Sind wir nicht alle ein bisschen Geek?, 27. Juli 2014
"Geek Pray Love", ein Buch von Geeks über Geeks und Leute, die mit Geeks zusammenleben. Ein flüssig und flott zu lesendes Buch, in dem man mehr über den Geek als solchen erfährt. Wie man dazu wird, was man als Nicht-Geek in einer Beziehung beachten muss und wie es sich als Geek so lebt. Alles eingebettet in einer kurzweiligen Erzählung über einen Jungen, der erst durch Zufall erfährt, dass er ein Geek und nicht alleine ist.

Im "Schnelldurchlauf" erfährt man viel interessantes über diese "Subkultur", die man aus "Big Bang Theory" schon kennt. Was es mit den Kostümen auf sich hat und den großen Comic-Messen wie z.B. FedCon. Dazu noch ein kurzer Test um festzustellen, ob man selbst schon Geek ist und vor allem was für einer. Tipps für den ersten ComicCon-Messen Besuch, wie man Geeks ärgern kann und und und. Dazu sehr schöne Illustrationen von Martin Frei.
Das Buch lässt sich in einem flotten Tempo flüssig lesen und macht viel Spaß.

Für Unwissende und Einsteiger, die sich nicht trauen danach zu fragen. Ein sehr unterhaltsame und kurzweilige Lektüre, bei der man feststellt, dass man im Grunde selbst ein Geek ist, ohne es vorher gewusst zu haben. Denn "die Geek-Kultur hat sich heimlich, still und leise in die allgemeine Kultur hineingeschlichen und jetzt geht sie nicht mehr weg!" (S. 6)

Leseempfehlung für alle, denn den Geeks kann man nicht mehr aus dem Weg gehen und man sollte sich vorbereiten. Kurzweilig, humorvoll, augenzwinkernd und dabei lehrreich.


Ein Häusle in Cornwall: Roman
Ein Häusle in Cornwall: Roman
von Elisabeth Kabatek
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

2.0 von 5 Sternen Ein Häusle in Cornwall, 26. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Ein Häusle in Cornwall: Roman (Broschiert)
Emma steht kurz vor dem Burn-Out und trifft in einem Café auf Nicholas. Der lädt sie spontan ein, ihn auf seinen gerade geerbten Landsitz Fox Hall zu besuchen. Doch schon bald merkt Emma: Cornwall ist gar nicht so wie bei Rosamunde Pilcher und so ein Landsitz kann auch mal ein leckes Dach haben.

Viel geschwärmt wurde von diesem Buch. 'Musst du lesen, ist richtig toll'. Nun gut, Bücher die in England spielen, lese ich immer gern und die Beschreibung klang auch ganz witzig. Also auf das Buch besorgen und mit lesen angefangen und nach ein paar Seiten dann die Ernüchterung: ein bisschen merkwürdig ist es aber schon... noch mal schnell im Internet geschaut und meine Vermutung wurde bestätigt: Chick-Lit. Da hatte ich nicht mit gerechnet. Auch dieses Buch hat mir wieder bestätigt: ich bin nicht Chick-Lit geeignet.

Die Handlung oberflächlich und huschhusch, nicht so hektisch wie bei anderen Büchern aus diesem Genre, die ich aus versehen gelesen habe, aber leider genauso unlustig und langweilig. Keine der Figuren ist mir ans Herz gewachsen, die Handlung ist wirr und lachen konnte ich überhaupt nicht. Die vielen Klischees sind auf dauernd nervig, vor allem, wenn man bedenkt, dass man mit der Grundidee was schönes hätte drauß zaubern können.

Von mir keine Leseempfehlung, da das Buch einige Längen hat und ich mehr genervt, als unterhalten wurde.


Die Augen der Heather Grace: Aus den dunklen Anfängen von Sherlock Holmes, Bd 1. Kriminalroman
Die Augen der Heather Grace: Aus den dunklen Anfängen von Sherlock Holmes, Bd 1. Kriminalroman
von David Pirie
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die dunklen Anfänge von Sherlock Holmes, 25. Juli 2014
Was es im Zuge des Sherlock-Holmes-Booms der letzten Jahre nicht alles in den deutschen Handel schafft. Die Serie "Murder Rooms - The Dark Beginnings of Sherlock Holmes" steht nun schon längere Zeit auf meinem imaginären Wunschzettel und vor ein paar Tagen habe ich nun zufällig entdeckt, dass die Romane zur Serie es endlich auch bis zur Übersetzung geschafft haben. Ich hoffe darauf, dass es auch die Serie endlich mal schafft. Ebenso wie ich gerne den russischen Sherlock Holmes endlich kennenlernen würde.

"Die Augen der Heather Grace" (im Original: "The Patient's Eye") erschien bereits 2001 in der Originalfassung, im Zuge der BBC-Serie von 2000. David Pirie hatte an den Drehbüchern der Serie mitgearbeitet und danach drei Romane (The Patient's Eyes (2001), The Night Calls (2003) and The Dark Water (2004) ) veröffentlicht. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und habe auch mit viel Enthusiasmus zu lesen angefangen.

Leider war es so, dass schon nach gut 130 Seiten ich ein wenig mit Stirnrunzeln da saß und ehrlich gesagt etwas anders erwartet hatte. Für mich ist das Buch ein wenig zu nah am ursprünglichen Holmes. Sicherlich wird Dr. Bell als Vorbild gedient haben, aber schon nach einiger Zeit hatte ich das Gefühl, dass ich eigentlich eine Holmes-Geschichte von Doyle lesen, nur das die Personen anders heißen. Dazu kommt, dass sich die Geschichte stark an einer Holmes-Geschichte orientiert angelegt ist und dadurch im Grunde einiges ans Spannung und Schwung rausgenommen wird. Denn seien wir mal ehrlich: die meisten Leser dieses Buches werden Holmes-Fans sein und den Canon kennen - vielleicht nicht auswendig, aber sie werden sich erinnern. Also fehlt schon mal einiges vom Überraschungsmoment. Leser die gar nichts von Holmes kennen, werden in diesem Fall im Vorteil sein.

Dazu kommt, dass mir die Geschichte einfach an vielen Stellen zu schwammig erzählt wird. Zwar wird viel erzählt und beschrieben. Manchmal verliert sich der Autor aber darin und verliert seinen roten Faden aus den Augen. So mancher Fortschritt in der Ermittlung hat sich mir nicht erschlossen, es wird zu wenig "aufgeklärt", vieles ist dann eben einfach so, weil es Bell erzählt. Speziell am Ende ging alles sehr schnell. Auch die ein oder andere Handlungsweise hat sich mir nicht erschlossen. Die Nebenhandlung um Cullingworth war eher verwirrend und unnütz, als erhellend.

Doyle und Bell sind eigentlich Watson und Holmes - das hat mich am meisten gestört. Ich hatte damit gerechnet, dass hier Doyle im Vordergrund steht und der Schwerpunkt auf seinen Erlebnisse vor den Holmes-Geschichten. Zwar ist das auch ein wenig der Fall, aber ich hatte nie das Gefühl, dass das Buch/Doyle "Selbstständig" ist. Im Grunde könnte man die Namen austauschen und würde ein Holmes-Buch lesen. Ich weiß nicht, wie das in der Serie funktioniert, aber im Buch war mir das alles zu nah am "Original", vor allem, weil ja eine Holmes-Geschichte einen Großteil des Inhaltes ausmacht.

Leider sind mir alle Charaktere nicht besonders nah gekommen. Weder Doyle, noch Bell, auch nicht die arme Heather Grace. Auch wenn sie schöne blaue Augen hat... so ganz hab ich das nicht verstanden und gehört für mich mit in den Bereich der "schwammigen und oberflächlichen" Handlung. Ein wenig mehr Sorgfalt in das Fundament der Geschichte, hätten dem Buch gut getan.

Ein netter, ruhiger, eher "klassischer" (da nicht besonders blutig und aufwühlend) Historischer Kriminalroman. Meiner Meinung nach eher für Holmes-Nichtkenner geeignet. Holmes-Fans werden nur wenig neues erfahren. Aber immer noch ein angenehm zu lesender unanstrengender Historischer Krimi. Als Lesefutter während man auf die vierte Staffel von "Sherlock" wartet, ganz gut geeignet.

Leider aufgrund fehlender Spannung, etwas holpriger Handlung und (für mich) zu großer Nähe am Original nicht über die gesamte Länge fesselnd. Trotzdem bin ich am überlegen, ob ich den zweiten Teil ("Die Zeichen der Furcht" erscheint im März 2015) auch lesen werde. Ist ja noch einige Zeit bis dahin.


London
London
von Miroslav Sasek
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

5.0 von 5 Sternen London - die schönste Stadt der Welt, 20. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: London (Gebundene Ausgabe)
"London" von Miroslav Sasek ist ein bereits 1959 erschienenes Kindersachbuch, dass vom Kunstmann Verlag im Jahr 2013 neu herausgegeben wurde.
Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, da ich die Illustration des Wachsoldaten auf dem Cover sehr schön fand und es genau meinem Stil entspricht. Buch also gekauft ohne Groß nachzudenken. Überrascht war ich dann vom Format, als ich es in meiner Buchhandlung in die Hand nehmen konnte. Es ist ein wenig größer als A4, fest eingebunden mit Schutzumschlag und das Papier in guter, fester Qualität.
Wer sich schon immer für die Illustrationen der 50er Jahre interessiert hat, wird hier ins schwelgen kommen. Sasek hat London auf diesen 64 Seiten gut zusammengefasst. Der Text ist unverändert übernommen worden. Auf den letzten Seiten gibt es allerdings ein paar Updates, da sich in den letzten Jahrzehnten doch das ein oder andere geändert hat.
Mich haben die Illustrationen begeistert, nur leider kommt der Wachsoldat im Inneren nicht noch einmal vor, denn er hat mir am Besten gefallen. Dafür lernt man ein paar seiner Kollegen kennen.

Ein schönes nostalgisches London-Buch für Kinder und Leute, die das Buch selbst noch aus ihrer Kindheit kennen und in Erinnerungen schwelgen möchten. Zur Reisevorbereitung eher nicht geeignet, aber London-Fans, die nicht genug von der Stadt bekommen können, haben hier ein schönes "Bilderbuch" für ihre Sammlung, auch gut zum Verschenken geeignet. Leider hat dieses Buch aber auch einen großen Nachteil: es ist zu kurz! Nach 60 Seiten ist es schon zu Ende, gerne hätte ich die Stadt noch mehr durch Saseks Augen kennengelernt.

In gleicher Ausstattung sind auch Bücher über München, Rom und Paris erschienen. Ein Band über New York wird im Oktober 2014 veröffentlicht.


Lost Souls Ltd., Blue Blue Eyes
Lost Souls Ltd., Blue Blue Eyes
von Alice Gabathuler
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kata mit den blauen Augen, 19. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Lost Souls Ltd., Blue Blue Eyes (Taschenbuch)
Nathan, Ayden und Raix haben es sich zur Aufgabe gemacht, Jugendliche und Kinder zu beschützen. Unschuldige Kinder sollen nicht das durchmachen müssen, was sie selbst erlebt haben und was ihr Leben für immer verändert hat. Zufällig sind sie auf Hinweise gestoßen die besagen, dass Kata in Gefahr schwebt. Mit ihrem Netzwerk "Lost Souls LTD." versuchen die drei Kata zu beschützen, doch alles geht schief und Kata schwebt in größerer Gefahr als jemals zu vor.

Die war mein erstes Buch von der Autorin Alice Gabathuler, ihr Name war mir allerdings bekannt, nur gelesen hatte ich von ihr bisher nichts.
Ich bin mir gar nicht so sicher, was ich erwartet habe. Eigentlich bin ich ziemlich offen an das Buch herangegangen. Leider ist es so, dass mich das Buch über weite Strecken, besonders zu Beginn, nicht wirklich überzeugen konnte.

Der Anfang ist mir am schwersten gefallen. Man wird praktisch ohne Erklärungen in die Handlung geschmissen. Es gibt viele Personen über die man nichts weiß und dann gibt es auch noch verschiedene Rückblicke in die Vergangenheit (die auch Träume sein könnten). Wirkliche Informationen über den Hintergrund und ähnliches bekommt man am Anfang nicht, es soll wohl alles höchst mysteriös und geheimnisvoll erscheinen... mich hat es eher gelangweilt, ständig mit einem Fragezeichen da zu sitzen. Ich hatte immer das Gefühl, dass alles ein wenig oberflächlich ist und ich nicht merken konnte, dass die Geschichte auf einem guten Fundament steht. Es wird viel beschrieben, gedacht, erinnert und erzählt, aber immer wenn ich dachte, jetzt kommt was... wurde der Blickwinkel geändert und nicht auf zurückliegendes eingegangen. So konnte ich mir manchmal nicht erklären, wie z.B. Kata einige Entscheidungen getroffen hat, weil sich mir nicht erschlossen hat, warum sie wie handelt. Sie macht zwar einen Entwicklung durch, aber ich konnte dieser irgendwie nur halbherzig folgen.

Insgesamt fiel es mir schwer "ins Buch zu kommen" und das hat sich bis zum Schluss auch nicht gebessert. Keiner der Charaktere ist mir irgendwie ans Herz gewachsen oder fand ich sympatisch. Sie blieben mir die ganze Zeit über irgendwie unnahbar. Dazu kommt, dass ich die Handlung ein wenig zu vorhersehbar empfand. Wirklich große Überraschungen kommen nicht und was mir das ganze noch erschwert hat ist, dass das Buch für einen "Thriller" (steht auf dem Cover) doch sehr sehr sehr ruhig daher und nur am Ende auf den letzten ca. 80 Seiten etwas Schwung in die Geschichte kommt. Gut, man sollte nicht zu viel erwarten, aber auch ein Jugendthriller kann spannender sein und mit spannend meine ich nicht unbedingt etwas explodierendes oder ähnliche Gewalttaten.

Gestört hat mich auch, dass "die Russen" die Bösen sind (sind wir wieder im Kalten Krieg?) und man nur wenig über den Hintergrund erfährt: um was genau geht es eigentlich? Daten. Was für welche und wofür? Wer sind "die Russen" eigentlich genau? Wie gesagt, da fehlte mir ein wenig das solide Fundament, dass war mir ein wenig zu oberflächlich.

Für wen ist das Buch gedacht? Schwer zu sagen... ich würde sagen für Jungs und Mädels ab 15 Jahre. Für mich ein durchschnittlicher Jugendthriller mit guten Anlagen, den ich mir ein wenig spannender bzw. an einigen Stellen etwas detaillierter gewünscht hätte. Ein Schmöker für die Ferien, zum Abschalten, zum "mal runterlesen", denn dass ging dann doch relativ flott. Die Sprache und der Stil sind angenehm zu lesen und nicht anstrengend.

Als nettes Gimmick wurde ein "Soundtrack zum Buch" geschrieben: das Lied "Blue Blue Eyes" kann man auf der Webseite des Verlages finden oder dank QR--Code auf der ersten Seite des Buches mit seinem Handy anwählen.
thienemann-esslinger.de/thienemann/exklusives/lost-souls
Auf der Seite erfährt man auch viel über die Arbeit am Lied und wer die Künstler sind.

Der zweite Teil der Reihe erscheint im Oktober 2014 und wird "Lost Souls Ltd. - Black Rain" heißen.


Die Nacht, in der ich supercool wurde: Band 2
Die Nacht, in der ich supercool wurde: Band 2
von Juma Kliebenstein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Martin, Karli und die Freaks, 18. Juli 2014
Endlich ist es soweit: Die Fortsetzung von "Der Tag an dem ich cool wurde" ist endlich da! Vier Jahre hat es gedauert und das warten hat
sich gelohnt.

Martin geht nun in die siebte Klasse und ist immer noch mit Karli befreundet. Beide sind immer noch Musik-Verrückt und "Freaks", aber bei
Martin hat sich inzwischen ein wenig geändert. Als die beiden dann auch noch mitkriegen, dass es an ihrer Schule einen Wettbewerb gibt um eine
neue Schulband zu finden, steht fest, dass sie unbedingt mitmachen wollen. Karli muss natürlich singen, denn wer wie Bon Scott klingt, hat
gar keine andere Möglichkeit. Martin will Schlagzeug spielen, aber mit alten Töpfen und Kochlöffeln wird das nie was... und das alles noch
neben dem Stress mit den "FabFive" und dann ist da auch noch Luna.

"Die Nacht in der ich supercool wurde" ist ein flott und flüssig zu lesender Kinderroman. Er ist sehr unterhaltsam und musikalisch. Die
Charaktere sind alle sympathisch beschrieben und bieten viel Identifikationspotential, leisten Martin und Karli doch so manche
unbequeme Situation, auch Dank ihrer Freunde. Fehler werden gemacht, aber auch Probleme gelöst - zusammen. Speziell Martin, der ein wenig
tollpatschig und pummelig ist, bietet viel Wiedererkennungswert und man wächst mit ihm in so mancher Situation.

Eine Stichprobe der ersten ca. 50 Seiten hat ergeben, dass die Kapitellänge zwischen 6 bis 10 Seiten. Die Schriftgröße ist normal und
der Zeilenabstand auch. Nicht zu jedem Kapitel gehört ein Bild, dafür können in einem anderen auch schon mal zwei sein. Die Bildgröße ist ca.
jeweils etwas kleiner als eine halbe Seite. Die Bilder von Alexander Bux haben mir gut gefallen. Passend zum Musikthema sind die Kapitel als
"Track" bezeichnet.
Der Stil ist sehr angenehm zu lesen und hat eine angenehme junge und frische Sprache.

Mir hat dieses Buch gut gefallen. Für Jungs (und natürlich auch Mädchen) ab 10 Jahren mal was anderes, denn hier spielt Musik und Freundschaft
die Hauptrolle. Thematisch also mal was ganz anderes, als StarWars, Fußball oder Monster. Es war toll mitzuerleben, wie Martin und Karli
ihre Band gründen und ihre Instrumente kennenlernen. Ebenso, wie sie mit dem "Problem" FabFive umgehen und Lucas ebenfalls über sich hinauswächst.

Passend zum Buch kann man sich auf der Verlagswebseite den Buch-Song anhören. Eine direkte Verlinkung ist leider nicht möglich, weil Amazon das nicht mag. Ein toller Rocksong mit HipHop-Elementen, der gute Laune macht und einen mitnicken
lässt.


Max und die Wilde Sieben: Band 1 Das schwarze Ass
Max und die Wilde Sieben: Band 1 Das schwarze Ass
von Lisa-Marie Dickreiter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

5.0 von 5 Sternen Max und die gebrauchten Tage, 18. Juli 2014
Max ist neun und steht am letzten Schultag vor den Sommerferien vor seiner neuen Klasse. Er soll mal "reinschnuppern" und schon mal alles
kennenlernen... leider geht das gehörig schief. Als wenn das noch nicht schlimm genug wäre, muss er zurück ins Altenheim, dort wohnt er nämlich
mit seiner Mama. Das einzig gute ist, dass das Seniorenheim (so nennt man das, das klingt schöner) eine richtige Burg ist! Da kann man viel
entdecken, wäre da nur nicht "die wilde 7"... vor der hat Max nämlich gehörigen Respekt. Eigentlich alles schon ziemlich aufregend, doch dann
kommt es zu Einbrüchen und Max muss schnell den Einbrecher finden, denn davon hängt alles ab.

Die war mein erstes Buch vom Autorenteam Dickreiter & Oelsner und es hat mir sehr gut gefallen. "Max und die wilde 7" ist ein toller Kinderkrimi,
flott und flüssig erzählt. Die Illustratorin Ute Kraus hat erneut sehr schöne schwarz-weiß Zeichnungen beigesteuert, die die Geschichte gut
wiedergeben.

Eigentlich ist das Buch für junge Selbstleser ab ca. 9 Jahre ausgelegt, aber ich bin der Meinung, dass das Buch auch gut vorgelesen werden kann
und der Vorleser ebenfalls sehr viel Spaß damit haben sollte. Das Buch lässt sich flüssig und flott lesen und ist sowohl "spannend", als auch
schmunzelnd unterhaltend.
Für Selbstleser vielleicht interessant: nach einer kurzen Stichprobe der erste. ca. 40 Seiten: die Kapitellänge reicht von 6 bis 11 Seiten, wobei
der Durchschnitt bei 8 liegt. Die Schriftgröße ist normal, ebenso der Zeilenabstand. Zu jedem Kapitel gehört ein Bild, dieses ist im
Durchschnitt ca. 1/4 Seite, also eher etwas kleiner.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Man erlebt mit Max zusammen einige Abenteuer, sei es nun der letzte Schultag oder die Suche nach einem
Dieb. Humorvoll ist der Blick auf das Leben in einem Altersheim und interessant, weil mal was anders, die Freundschaft zu den Bewohnern. Der
Humor kommt aber auch nicht zu kurz und es gibt so manchen trockenen Spruch zu erleben. Die Autoren haben eine sehr gut zu lesende Sprache
und so manche Wortschöpfung war mir neu z.B. "gebrauchte Tage".
Inhaltlich kann man gut mit rätseln, ich war zu Anfang auf der falschen Spur.
Alle Figuren im Buch sind sehr sympathisch gezeichnet und vor allem Max bietet bestimmt Identifikationspotential. Natürlich gibt es auch
charakterliche Gegenparts, aber auch diese sind gut gezeichnet. Am Ende war das Buch zu schnell vorbei und nun sitze ich hier und warte auf das
nächste Abenteuer von "Max und der wilden 7". Gibt es doch noch einige Fragen zu klären.

Ein unterhaltsamer flüssig zu lesender Kinderkrimi. Spannend und lustig.
Für Jungs (und natürlich auch Mädchen) ab ca. 9 Jahre.


Familiensafari: Roman
Familiensafari: Roman
von Rike Drust
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Wie ein Urlaub eine Familie verändern kann, 17. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Familiensafari: Roman (Broschiert)
Familie Wischer ist eigentlich eine ganz normale Familie - bis zu dem Tag, als Mama Jutta in einen Banküberfall gerät. Danach ist alles anders - also für Jutta. Um sich von dem Schrecken zu erholen, wird die gesamte Familie zu einem "Urlaub" verdonnert. Mehr Zeit miteinander verbringen, nicht mehr "Einzelkämpfer" sein. Begeistert sind sie nicht, fügen sich aber in ihr Schicksal. Findet doch jeder etwas, was er unbedingt machen will. Nur das Oma Rose mitkommt, dass wird zu einem Problem...

Mir hat dieser Roman von Rike Drust gut gefallen. Er ist frisch und flott erzählt, hat sympathische Figuren und ist so chaotisch wie das Familienleben nun mal ist.
Am Anfang hatte ich ein wenig Schwierigkeiten rein zukommen, da mir die Erzählweise irgendwie ungewohnt vorkam. Der Erzählton ist recht frisch, direkt, lapidar - ich kann da gar keine Worte für finden. Aber nach nach den"Reisevorbereitungen" hatte ich mich dran gewöhnt und konnte dann mit der Familie auf Reise gehen.
Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt und in jedem spielt ein anderes Familienmitglied die Hauptrolle. Ist die Familie am Anfang noch eine Ansammlung von "Einzelkämpfern" raufen sie sich im Laufe des Buches zusammen und es entsteht wieder die typische Familiendynamik: einer für alle, alle für einen. Besonders gefallen haben mir die Reiseabschnitte mit Oma Rose, Tochter Anna und Sohn Lars. Ich denke, jeder könnte sich in der einen oder anderen Figur wiederfinden, besonders wenn man selbst eine Familie hat.

Ein unterhaltsamer kurzweiliger Familienroman mit Schmunzelmomenten. Kann ich mir gut im Sommerurlaub vorstellen, am Strand vielleicht auf im Garten auf der Liege. Schön zum Abschalten.


Der Duft der Wildrose: Roman
Der Duft der Wildrose: Roman
von Constanze Wilken
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Caitlin und die Vergangenheit, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Duft der Wildrose: Roman (Taschenbuch)
Caitlin wird in ihr Heimatdorf an der Walisischen Küste gerufen. Ihre geliebte Tante Birdie ist erkrankt und Caitlin muss auf ihren Laden achten. Auf dem Krankenbett beginnt Birdie von der Vergangenheit zu erzählen. Von Caitlins Eltern und der Zeit vor Caitlings Geburt. Als würden diese Berichte Caitlin nicht schon genug aufwühlen, trifft sie Sean, einen alten Freund, wieder und lernt Jake kennen - für Herzchaos ist gesorgt.

Dies war mein erstes Buch von Constanze Wilken. Thematisch ist eigentlich alles drin und sollte einen großen Lesespaß garantieren: ein Familiengeheimnis, etwas Dramatik, Liebe, ein wenig Spannung, Wales(!). Doch leider hat es mich nicht komplett überzeugt. Irgendwie sprang der Funke nicht über. Caitlin ist mir sympatisch gewesen, auch Birdie und Jake. Aber vieles war mir dann zu offensichtlich, es fehlte mir am Ende der "Höhepunkt", der Aha-Moment. Die Ansätze waren gut, aber es war auf der einen Seite etwas zu gemächlich und ruhig inszeniert. Auf der anderen Seite war Caitlin als Charakter immer sehr ergriffen, mitgenommen und es kam mir oft irgendwie "übertrieben" vor wie sie reagierte. Ich konnte die "Aufregung" nicht nachvollziehen, was vermutlich hauptsächlich daran lag, dass die Handlung mir ein bisschen zu vorhersehbar war und somit am Ende dann einiges verpuffte, was als Höhepunkt eingeplant war. Ich lese vielleicht zu viele Krimis/Thriller und bin deshalb "abgehärtet".

"Der Duft der Wildrose" ist ein solider, unanstrengender Schmöker bei dem man abschalten kann. Geeignet als Urlaubs-Unterhaltung für den Strand oder auch für einen regnerischen Herbsttag auf dem Sofa. Lässt sich angenehm und flüssig runterlesen, angenehmer Stil, aber mir fehlten die Überraschungsmomente und es war mir an einigen Stellen ein wenig zu "dramatisch" aufgebauscht.


Jane Eyre, 7 CDs
Jane Eyre, 7 CDs
von Charlotte Bronte
  Audio CD
Preis: EUR 16,99

4.0 von 5 Sternen Jane Eyre - gelesen von Sophie Rois, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Jane Eyre, 7 CDs (Audio CD)
Jane Eyre... muss man da eigentlich noch etwas zu schreiben? Für die, die es nicht wissen: Jane Eyre wird als Baby von ihrem Onkel und seiner Frau in ihrer Familie aufgenommen. Die Jahre ziehen ins Land, alles ist gut. Doch dann stirbt der Onkel und sie bleibt bei der Tante und deren Kindern zurück. Die Abneigung der Tante gegenüber Jane kommt nun voll zur Geltung. Jane wird auf eine entfernte Schule geschickt und verlässt diese nach vielen Jahren als Lehrerin. Sie nimmt eine Stelle als Gouvernante auf Thornfield an und es kommt wie es kommen muss: sie verliebt sich in Mr. Rochester, Herr auf Thornfield.

Bei der Fassung gelesen von Sophie Rois handelt es sich um eine "Sorgsam gekürzte Hörbuchfassung", Ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2006 für Beste Interpretation".
Ich muss gestehen, dass ich Sophie Rois nur aus dem Film "Die Manns" kenne. Dort hat sie mir gut gefallen. Das Hörbuch habe ich nur wegen "Jane Eyre" gehört, nicht aufgrund der Sprecherin. Ich bin also relativ "offen für alles" gewesen.

Frau Rois macht im Grunde alles richtig: sie liest sehr engagiert, mit viel Herzblut, sie lebt praktisch den Text. Sie flüstert, sie schreit, sie leidet, sie liebt, sie atmet. Eigentlich alles, was man sich von einem Hörbuch wünscht. Das einzige Problem ist nur: so richtig ist bei mir der Funke nicht übergesprungen. Das liegt zum einen an der Stimme/Sprechweise und dem Engagement von Frau Rois und zum anderen an den doch recht unsorgsamen Kürzungen. Wenn man schon kürzt, dann doch so, dass im weiteren Verlauf des Textes nicht auf gekürzte Textstellen eingegangen wird und auch weggekürzt werden. Beispiel: die Geldfeilsch-Szene als sie zu ihrer Tante aufbricht. Die fehlt komplett. Später erinnert sie sich jedoch daran und an das Geld, dass ihr Rochester gegeben hat. Das hat mich ein wenig geärgert.
Frau Rois als Sprecherin hat mich nicht immer überzeugt. Oft wird genuschelt und an vielen Stellen fand ich es einfach ein wenig "übertrieben" gelesen. Es war irgendwie "too much", es blieb mir nur wenig Raum um mich selbst in den Text zu fühlen. So blieb ich immer ein wenig außen vor. Frau Rois liest gut und man merkt ihr die viele Erfahrung als (Theater-)Schauspielerin an, aber mich hat sie nicht über die gesamte Länge des Hörbuches erreicht.

Leider gibt es bei"Jane Eyre" für mich ein Vergleichsproblem: kenne ich doch nur diese Version. Es gibt noch eine Lesung mit Eva Mattes und ein Hörspiel - beides steht auf meiner Liste der "noch zu hörenden Bücher". Doch das wird schwierig werden. Das eine ist gar nicht mehr zu bekommen und das andere liegt im Moment außerhalb meines Willens es zu erstehen. Trotzdem kann ich diese Version mit Sophie Rois empfehlen. Wer emotional vorgetragene Texte bevorzugt, sollte hier fündig werden. Die anderen können eh nicht andes, ist es doch die einzige Version, die es zur Zeit in einer deutschen Übersetzung gibt.
Von mir 3,5 Sterne, da das nicht geht, erhöhre ich wohlwollend auf 4.


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