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Rezensionen verfasst von
Fabian Weikl (Regensburg)
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Alles, was wir geben mussten. Roman
Alles, was wir geben mussten. Roman
von Kazuo Ishiguro
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gefühlsmäßige Bereicherung..., 5. Februar 2008
Ja, eine Welt wie sie in diesem Buch ausgebreitet wird ist unrealistisch.
Ist man ein wenig mit Molekularbiologie oder Medizin vertraut, wird man sofort bestätigen, dass sowohl biotechnisch als auch ökonomisch unsinnig ist, was in diesem Buch beschrieben wird. Eine Zivilisation, die technisch soweit fortgeschritten ist, Menschen OHNE Defekte zu klonieren, müsste längst bessere Methoden gefunden haben, zu heilen. Ganz zu schweigen davon, dass eine Gesellschaft die so etwas zulässt, wie es in "Alles, was wir geben mussten" beschrieben wird, aus heutiger Sicht nur schwer vorstellbar ist. Unser ethisches Empfinden lässt dergleichen nicht zu.

Aber, das Buch beschreibt eine Parallelwelt. Die subjektive und unreflektierte Selbstdarstellung der Ich-Erzählerin machen es einem leicht, in diese aus unserer (!) Sicht düstere Welt einzutauchen. Es werden kaum Fakten genannt, fast alles bleibt im Vagen und es ist der Phantasie des Lesers überlassen, sich diese Welt auszumalen. Schön!
Leben die Protagonisten in einer Demokratie? Wie konnte die Gesellschaft so etwas zulassen? Entstammen die Spender den Zellen einer reichen Oberschicht? Wurden die Spender gentechnisch verändert (was wurde vielleicht verbessert?)? Werden sowohl der Lebenserhaltungs- als auch der Selbstzerstörungstrieb der Protagonisten kontrolliert? Warum sind sie so wenig neugierig? ...
Wenn eine Hauptperson im Roman beispielsweise meint, alle "Klone" gehen auf Kriminelle zurück, heißt das noch lange nicht, dass es so war!

Ich habe das Buch für eine Zugfahrt gekauft, nur weil auf der Rückseite geschrieben stand "Ein Meisterwerk, das den Leser gefühlsmäßig auf unerhörte Art bereichert" Und ich wurde, was die gefühlsmäßige Bereicherung angeht, nicht enttäuscht!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 13, 2011 3:48 PM MEST


Der kleine Hobbit
Der kleine Hobbit
von J.R.R. Tolkien
  Taschenbuch

25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen schlechte Übersetzung, 12. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Der kleine Hobbit (Taschenbuch)
Da ich zwei Leute die den "kleinen Hobbit" kennen, zum Lesen der neueren Übersetzung "Der Hobbit oder Hin und zurück" animieren konnte und diese positiv überrascht waren, hier ein Appell:

Entscheiden Sie sich für eine andere Übersetzung oder für das englische Original, denn "Der Kleine Hobbit"

- ist die Übersetzung einer frühen Version des Hobbits, die als Kinderbuch gedacht war und nicht der endgültig von Tolkien favorisierten Version "The Hobbit or There And Back Again"

- enthält Zeichnungen von grausiger Qualität, die auch Kinder nicht ansprechen können

- ist einfach schlecht übersetzt (für jeden der ein paar Jahre Englisch hatte und das Original ließt schon nach einigen Seiten ersichtlich)

- nimmt keine Rücksicht auf die Feinheiten des Originals (sprachlich wie mythologisch) und kann daher dazu führen, dass Sie den Hobbit allgemein als leicht fade Angelegenheit in Erinnerung behalten werden, sowohl wenn Sie das Werk eigenständig oder als Vorgeschichte zum "Herrn der Ringe" lesen

wär doch schade!


Organische Chemie
Organische Chemie
von Harold Hart
  Gebundene Ausgabe

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Einblick, 12. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Organische Chemie (Gebundene Ausgabe)
Wer(relativ) schnell einen klaren Überblick über die Grundlagen der organischen Chemie bekommen möchte liegt hier richtig!

Die thematische Anordnung der einzelnen Kapitel ist gut gelungen, auch die kurze Vorstellung des jeweiligen Themas am Anfang.
Sämtliche Erklärungen sind verständlich gehalten und die Beispiele meist gut gewählt. Wer tiefergehendes Wissen sucht ist allerdings beim "Vollardt" oder "Bruice" besser aufgehoben.

Störend sind das gelegentliche Fehlen von Bindungsstrichen in Strukturformeln, so wird ein paar mal C C satt C-C geschieben und sogar C-C statt C=C und weiterhin zu viele Rechtschreibfehler.
Da diese Fehler aber immer offensichtlich sind (auch für jemanden in einer OC-Grundvorlesung) stellen sie keinen zu großen Makel dar. Eher schon der hohe Preis, für den man meiner Meinung nach zumindest auf Antworten zu den gestellten Übungsfragen hoffen könnte.

Da sich das Buch trotzdem schön liest, ist es die Wahl für jeden Nebenfächler mit Interesse oder zu leerem Bücherregal.


Der futurologische Kongreß: Aus Ijon Tichys Erinnerungen (suhrkamp taschenbuch)
Der futurologische Kongreß: Aus Ijon Tichys Erinnerungen (suhrkamp taschenbuch)
von Stanislaw Lem
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,00

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch an das man sich erinnern wird, 10. Mai 2006
Voller Details steckt dieses kleine Buch, voller absurdem und hintergründigem Humor, voller Wortschöpfungen und Überraschungen.
Wie die Erinnerung an einen Fiebertraum mag es einem im Nachhinein erscheinen und doch wird man fast traurig sein, dass es nach knapp 140 Seiten schon zu Ende war.

"Der futurologische Kongreß" blieb mir weit lebendiger in Erinnerung als viele 1000 Seiten Schmöker. Manch anderes Werk über das momentan beliebte Thema Realität wirkt dagegen, sei es Film oder Roman, plötzlich belanglos.

Für Fans von Utopien, die es mit ein wenig Anspruch aufnehmen, ist es ein Pflichtkauf. Allen anderen sei es wärmstens empfohlen, als ungewohntes Leseerlebnis.


Der Herr des Wüstenplaneten: Roman
Der Herr des Wüstenplaneten: Roman
von Frank Herbert
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen was bleibt, 31. Juli 2003
Gut ein Dreivierteljahr ist es jetzt her, das ich "Der Herr des Wüstenplaneten" gelesen habe. In Erinnerung geblieben ist mir das Buch vor allem, da es, obwohl nur 300 Seiten umfassend, den Mythos um Muad'dib zerstört, den der epische Vorgänger so mitreißend aufgebaut hatte. Es ist, wie Christian Fleck (die Rezension vor mir) schreibt, "enttäuschend, bitter". Denn der ehemalige Held muss nun erkennen, wie hoch der Preis wirklich ist, den er, die Fremen und viele andere für seinen Sieg zahlen müssen. Die mögliche Zukunft, die im Vorgänger als Vision an Muad'dibs Überzeugung nagt, beginnt Wirklichkeit zu werden: Paul Muad'dibs Macht fordert seinen Untergang.
Mit diesem kurzen Buch beginnt für mich der eigentliche Dune - Zyklus. Der Anspruch steigt und die Grenzen zwischen Gut und Böse werden unscharf. Wer mit diesem Buch etwas anfangen kann, sollte auch mit den immer philosophischer werdenden Teilen 3 - 6 des Dune -Zyklus zurechtkommen.


Animatrix
Animatrix
DVD ~ Andy Wachowski
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 16,25

12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für Anfänger!, 20. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Animatrix (DVD)
Eines vorweg, wer mit japanischer Trickkunst nichts anfangen kann, oder noch keinen echten Anime gesehen hat, der sollte die Finger von dieser DVD lassen! Denn es handelt sich bei den Kurzfilmen weder, wie oft behauptet, um eine "Cartoon-Matrix", noch um ein merchandising-Produkt. Einzig "Der letzte Flug der Osiris" bestätigt diesen Eindruck. Alle anderen sind tatsächlich ein Tribut der Wachowskis an eine der Quellen ihrer Inspiration, an die Meister der Animekunst. Dies erklärt auch die Freiheit, die die Regisseure bei der Gestaltung ihrer Kurzfilme hatten, so entstanden Experimente wie "World Record" oder "Kid's Story".
Typisch für Anime, sieht und versteht man bei manchen Filmen nicht auf Anhieb alles. Hilfreich sind hierbei die Kommentare.
Leider ist die englische Sprachausgabe der deutschen zum Teil wirklich überlegen. Besonders deutlich wird das bei "The Second Renaissance". Die deutsche Übersetzung ist zwar(sofern aus dem Englischen) fehlerfrei, aber holprig und ein wenig lieblos.
Animefans können zugreifen, alleine "Beyond" und die Bonusfeatures rechtfertigen meiner Meinung nach den Kauf.


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