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Rezensionen verfasst von
Havauka (Regensburg, Germany)

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Lehar: Die lustige Witwe
Lehar: Die lustige Witwe
Preis: EUR 16,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Aufnahme, 2. September 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lehar: Die lustige Witwe (Audio CD)
(A) Franz Lehár: Die Lustige Witwe

Die Einspielung der "Lustigen Witwe" von Karajan gilt heute allgemein zwar als antiquiert, wohl hauptsächlich wegen der etwas spröden (aber doch recht witzigen) Dialogregie von August Everding, für mich ist sie in musikalischer Hinsicht aber immer noch die schönste, und zwar mit Abstand.

Zwar gibt es eine kleine Einschränkungen. Teresa Stratas (Valencienne) und vor allen Dingen Elisabeth Harwood (Hanna Glawari) haben Probleme mit der deutschen Sprache und sind schwer zu verstehen, auch wenn sie sehr sehr schöne Stimmen haben.

Werner Hollweg (Camille) ist dagegen ein echer Karajan-Sänger. Seine Textverständlichkeit ist gut und seine Stimme fügt sich perfekt in den Karajanschen Gesamtklang ein.

Überhaupt: bei Lehárs Musik kommt das Karajansche Klangbild mit den Berliner Philharmonikern so wunderbar zum Tragen wie in kaum einer anderen Einspielung. Das Pavillion-Duett glänzt nach Gold und das Velja-Lied zeigt, wie gut Karajan das Orchester zurücknehmen kann, ohne an musikalischer Gestaltungskraft zu verlieren.

Entschuldigen Sie, Herr Kollo, jetzt muß ich Sie beleidigen:
Sie sind zwar als Wagner-Sänger berühmt geworden, aber Ihre beste Rolle ist weder Tannhäuser noch Siegfried, sondern Danilo Danilowitsch. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man das Lied von den Königskindern besser singen kann. Eine perfekte Mischung aus Gesang und Sprechen, dazu der charakterstarke Stimmungswechsel zwischen Verzweiflung, Wutausbruch, Zynismus und Wohlwollen, das ist einsame Klasse.

Dazu eine perfekt abgestimmte Orchesterbegleitung. Ich bekomme im zweiten Finale immer eine Gänsehaut, wenn Danilowitsch überleitet zum "Maxim"-Lied, hierbei Karajan den Viervierteltakt der Begleitung zunächst bremst und dann anzieht, um dann danach Elisabeth Harwood zu einem leidenschaftlichen Liebesbekenntnis "Allein liebt er mich, nur allein" anzuspornen. Perfekt!

(B) Franz von Suppé: Overtüren

Die Overtüren von Franz von Suppé sind für mich das sinfonische Pendant zu Franz Liszts Klavierrhapsodien, ungeheuer virtuose, spritzige, witzige und kraftstrotzende Perlen der Wiener Romantik. Ich kann nicht sagen, welches der sechs hier vorgestellten Werke mir am besten gefällt. Alle Overtüren heben meinen Blutdruck und steigern die Ausschüttung von Endorphinen. Mit Herbert von Karajan beherrscht ein echter Virtuose die Klaviatur des Orchesterdirigierens. Ungeheuer wuchtig schmettert er die Overtüren vom Parkett, daß es einen fast zerreißt, auch nach dem fünfzigsten Mal.


Mozart: Cosi Fan Tutte (Gesamtaufnahme)
Mozart: Cosi Fan Tutte (Gesamtaufnahme)

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Mozart-Interpretation durch Karajan!, 23. August 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Negative dieser Aufnahme läßt sich in einem Satz zusammenfassen: Die Einspielung ist von 1954, Mono und leidet hier und da an klanglichen Problemen.
Ansonsten würde ich sie bedingungslos zu den Top Ten der Jahrhundert-Operninterpretationen einreihen. Sie hat mindestens 10 Sterne verdient.
Faszinierend dabei ist sowohl der kammermusikalische Orchesterton als auch der sich darin sehr gut einfügende schlanke Ensembleklang der Sänger, eine Klangausgewogenheit, die wiederlegt, daß der sogenannte "moderne Mozartstil" erst in den letzten Jahrzehnten erfunden wurde!
Mit den Sängern E.Schwarzkopf, N.Merriman, R.Panerai, L.Simoneau, L.Otto und S.Bruscantini steht die Creme della Creme der 50er-Jahre zur Verfügung, die diesen herrlichen Klang erst möglich macht.
Schlanker Ton bedeutet nicht farblos. Im Gegenteil: das ganze Register der Interpretationskunst wird hier gezogen, von zartester Empfindsamkeit bis zum stärksten Gefühlsausbruch, musikalisch brilliant und auf das höchste Maß konzentriert geleitet von Herbert von Karajan, der mit dieser Einspielung zu einem Top-Mozart-Interpreten avanzierte und seine uneingeschränkte Vormachtstellung im Opernsektor festigte.


Duo - Verdi (Rigoletto)
Duo - Verdi (Rigoletto)
Wird angeboten von FastMedia "Versenden von USA"
Preis: EUR 27,11

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich spannend, 13. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Duo - Verdi (Rigoletto) (Audio CD)
Mit Sicherheit hat die Solti-Aufnahme aus dem Jahre 1963 mit Robert Merrill, Anna Moffo und Alfredo Kraus die für dieses Werk geeigneteren Sänger. Allerdings besitzt diese Einspielung einen für mich wesentlichen Schwachpunkt, und das ist das äußerst farblose Dirigat von Georg Solti.

Ganz anders diese Aufnahme. Giuseppe Sinopoli beherrscht diese Musik wie kein anderer. Er atmet mit den Sängern, er atmet mit der Musik.

Schon die Overtüre ist unglaublich spannend. Ungeheuer die Wucht, die aus dem Crescendo der Pauken auf das gesamte Orchester ausgeht.

Ergreifend, ja fast erschütternd, wie Sinopoli Edita Gruberova in Gildas Lied "Gualtier Maldé; Caro nome" zu Ende des ersten Aktes begleitet. Das ständig mitatmende Orchester überträgt hier eine Art Live-Atmosphäre. Man fühlt spürbar, daß eine ahnungslose Gilda träumt, ohne das drohende Unheil zu erkennen.

Bemerkenswert die ausgefeilte Gestaltung der Nebenrollen von Brigitte Fassbänder (Maddalena) und Robert Lloyd (Scarafucile). Der Dialog der beiden zu Anfang des Mord-Terzetts im vierten Akt steigert sich zu derartiger Intensität, daß der d-moll-Orchesterknall zu Beginn des "Se pria ch'abbia il mezzo la notte" wie ein vorweggenommener Messerstich wirkt. Phantastisch!


Puccini: Madame Butterfly
Puccini: Madame Butterfly

27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top-Ten Interpretation (10 Sterne), 10. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Madame Butterfly (Audio CD)
Wenn man mich vor fünf Jahren gefragt hätte, welche 10 Opernaufnahmen in die Hitliste der Jahrhundert-Interpretationen gehören, dann hätte ich u.a. zwei Einspielungen von Furtwängler ("Fidelio" und "Walküre", beide mit Martha Mödl) genannt.
Wenn man mich heute fragt, so würde ich ohne Zögern die "Madame Butterfly" von Sir John Barbirolli hinzufügen.
Ich weiß nicht, wie lange Barbirolli sich mit diesem Werk auseinandergesetzt hatte, bevor er diese Aufnahme gemacht hat. So wie diese Interpretation auf mich wirkt, muß er sich sehr sehr lange damit beschäftigt haben.
Anders kann ich mir das nicht erklären, denn nur nach jahrelangem Reflektieren, Verinnerlichen und Vergegenwärtigen kann es möglich sein, eine derartige Ruhe, Abgeklärtheit und geistige Reife in ein Opernwerk einzubringen, wie dies diesem genialen Dirigenten gelingt.
Barbirolli besitzt die Fähigkeit, die Musik zu atmen, langsame Passagen auszukosten und abzuschmecken - mir fällt hier die Parallele zu einem hervorragendem Menü ein - und dabei einen musikalischen Schönklang hinzulegen, der das Herz erfreut.
Aus dem insgesamt hervorragenden Sängerensemble ragt von allen Renata Scotto hervor: phantastisch, wie sie im zweiten Akt gegen das Elend der Welt und mit dem prächtigen Orchester zusammen kämpft, ein Kampf, der zwei Sieger hervorbringt, zum einen Renata Scotto und zum anderen das hervorragende Orchestra del Teatro dell'Opera di Roma.


Die Lustige Witwe (Az)
Die Lustige Witwe (Az)
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 12,79

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Aufnahme, 10. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Lustige Witwe (Az) (Audio CD)
Die Einspielung der "Lustigen Witwe" von Karajan gilt heute allgemein zwar als antiquiert, wohl hauptsächlich wegen der etwas spröden (aber doch recht witzigen) Dialogregie von August Everding, für mich ist sie in musikalischer Hinsicht aber immer noch die schönste, und zwar mit Abstand.

Zwar gibt es eine kleine Einschränkungen. Teresa Stratas (Valencienne) und vor allen Dingen Elisabeth Harwood (Witwe Glawari) haben Probleme mit der deutschen Sprache und sind schwer zu verstehen, auch wenn sie sehr sehr schöne Stimmen haben.

Werner Hollweg (Camille) ist dagegen ein echer Karajan-Sänger. Seine Textverständlichkeit ist gut und seine Stimme fügt sich perfekt in den Karajanschen Gesamtklang ein.

Überhaupt: bei Lehárs Musik kommt das Karajansche Klangbild mit den Berliner Philharmonikern so wunderbar zum Tragen wie in kaum einer anderen Einspielung. Das Pavillion-Duett glänzt nach Gold und das Velja-Lied zeigt, wie gut Karajan das Orchester zurücknehmen kann, ohne an musikalischer Gestaltungskraft zu verlieren.

Entschuldigen Sie, Herr Kollo, jetzt muß ich Sie beleidigen:
Sie sind zwar als Wagner-Sänger berühmt geworden, aber Ihre beste Rolle ist weder Tannhäuser noch Siegfried, sondern Danilo Danilowitsch. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man das Lied von den Königskindern besser singen kann. Eine perfekte Mischung aus Gesang und Sprechen, dazu der charakterstarke Stimmungswechsel zwischen Verzweiflung, Wutausbruch, Zynismus und Wohlwollen, das ist einsame Klasse.

Dazu eine perfekt abgestimmte Orchesterbegleitung. Ich bekomme im zweiten Finale immer eine Gänsehaut, wenn Danilowitsch überleitet zum "Maxim"-Lied, hierbei Karajan den Viervierteltakt der Begleitung zunächst bremst und dann anzieht, um dann danach Elisabeth Harwood zu einem leidenschaftlichen Liebesbekenntnis "Allein liebt er mich, nur allein" anzuspornen. Perfekt!


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