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Rezensionen verfasst von
Der Traumtänzer

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Schach-Würfel 125er Cube XL - 3D Puzzle - Denkspiel - Knobelspiel - Geduldspiel im Holzrahmen
Schach-Würfel 125er Cube XL - 3D Puzzle - Denkspiel - Knobelspiel - Geduldspiel im Holzrahmen
Wird angeboten von logoplay-holzspiele
Preis: EUR 16,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ästhetische Knobelei, 16. Februar 2013
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser Schachwürfel ist einen Blick wert - und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Zuvorderst ist er eine willkommene Herausforderung für all jene, die gerne knobeln und dabei nicht auf ein Sodoku-Heft, sondern auf etwas Plastisches zurückgreifen wollen.
Es sei angemerkt: Der Schwierigkeitsgrad ist enorm. Für geübte oder äußerst begabte Tüftler, mit einem herausragenden räumlichen Vorstellungsvermögen, sollte es noch immer eine mittelgroße Aufgabe sein, ihn zusammenzubauen. Ich, als absoluter Laie, wäre ohne die fehlerfreie und schrittweise bebilderte Anleitung hoffnungslos verloren gewesen.
Doch genau hier kommt die zweite große Stärke dieses "Spielzeugs" zum Zuge: Die ästethische Optik des zusammengebauten Würfels, dessen Verarbeitung in meinen Augen erstklassig ist. Es handelt sich um stabiles, lackiertes Echtholz mit hochwertigem Aussehen. Zudem kann der vervollständigte Würfel wahlweise auf eine seiner sechs Flächen oder aber auf eine extra zu diesem Zweck abgeflachte Ecke gestellt werden.
Derart in eine Vitrine oder auf einem Sideboard platziert, kann er ohne schlechtes Gewissen aufgrund gescheuter Herausforderungen als ansprechender Hingucker verstauben. Und mehr kann man sich von so einem Produkt wohl kaum wünschen.


Reimlexikon
Reimlexikon
von Willy Steputat
  Broschiert
Preis: EUR 9,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Steputats Reimlexikon: Sichten, dichten, Reime schichten, 15. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Reimlexikon (Broschiert)
"Der Steputat" - schlicht in der Aufmachung, doch angefüllt mit brauchbarem Inhalt. Einem kurzen Vorwort folgen einige prägnante Nutzungshinweise, den Rest der knapp 400 Seiten belegt das umfassende Reimlexikon. Dieses ist sinnfälligerweise nach Endungen geordnet (z.B. "-ähe", "-ähen", "-äher" etc.), unter denen dann jeweils eine große Reihe von reimbaren Begriffen aufgeführt werden.
Eben jene Einfachheit und Übersichtlichkeit ist es, die das Buch so hilfreich für all jene macht, die gerne selbst dichten: Ob nur einmalig, für eine Geburtstagskarte, häufiger, im Falle eines Laiendichters, oder sogar von Berufswegen.
Ein weiteres Argument ist der vergleichsweise geringe Preis. Wer es gerne gediegen und stabil mag, wählt für einen geringen Aufpreis die Hardcover-Fassung, während jene, die das Buch gerne mit sich führen und häufiger darin blättern, eher auf die handlichere Softcover-Variante von Reclam zurückgreifen sollten.
Alles in allem ist dies das ausführlichste mir bekannte Reimlexikon und für jeden Laien- wie Profidichter einen Blick wert.


deleyCON 1,5m DVI zu DVI Kabel DUAL LINK DVI-D 24+1 [ vergoldete Kontakte ]
deleyCON 1,5m DVI zu DVI Kabel DUAL LINK DVI-D 24+1 [ vergoldete Kontakte ]
Wird angeboten von *MEMORYKING*
Preis: EUR 12,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Preiswert, doch gut, 8. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses DVI-Kabel überzeugt zuerst mittels seines geringen Preises - im Nachhinein vor allem durch seine Qualität. Während ähnliche Angebote in Elektronikmärkten nicht selten über 15 Euro kosten, sind es hier gerade einmal knappe 7. Die Kabel sind abgeschirmt und in meinen Augen recht bruchfest, die Steckerköpfe sind hingegen verhältnismäßig schlank und lassen sich daher an nahezu jedem Bildschirm (selbst bei jenen, bei denen es diesbezüglich Probleme geben könnte) anbringen. Die Lieferung durch Amazon (Prime) erfolgt blitzartig, wie immer.
Fazit: Meine uneingeschränkte Kaufempfehlung! Wer DVI-In und DVI-Out verbinden will, sollte zugreifen.


Der Hobbit - Eine unerwartete Reise [Blu-ray 3D + Blu-ray]
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise [Blu-ray 3D + Blu-ray]
DVD ~ Cate Blanchett
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 59,88

69 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Auftakt einer neuen Legende, 21. Dezember 2012
Eine einleitende Anmerkung: Ich möchte vorweg schicken, dass ich hier logischerweise vorerst nur den Film zu bewerten versuche, nicht seine technische Umsetzung auf einem Medium. Die BluRay-spezifische Bewertung, bei der ich zum Beispiel Bezug auf die gebotenen Extras und die Bild- und Tonqualität nehmen kann, werde ich nachreichen, sobald diese erscheint. Ich werde derweilen Abstand von Vergleichen zwischen Buch und Film nehmen, da Letzterer durchaus für sich alleine stehend sehenswert ist. Zudem werde ich in der Folge dieser Rezension nach besten Möglichkeiten auf Spoiler verzichten, um niemandem den Erstgenuss zu verübeln.

Und nun zur Sache: Der lang erwartete erste Teil von "Der Hobbit" trägt mit "Eine unerwartete Reise" einen eher harmlosen Titel - was sich dahinter verbirgt, ist jedoch der beeindruckendste Film, den ich seit einigen Jahren gesehen habe.
Bevor ich etwas näher ins Detail gehe, sei gesagt, dass das Kinoerlebnis eine wahre Wucht war, die man nach dem Verlassen des Saales erst einmal recht verarbeiten musste. Ob sich dieser Effekt auch auf dem heimischen Fernseher derart entfalten wird, ist momentan noch nicht vorhersehbar. Zumindest muss man sich nicht scheuen, es darauf ankommen zu lassen - sei es nun durch einen Kinobesuch oder aber durch den Kauf des Films nach Erscheinen auf DVD oder Bluray.

Langes Warten führt derweil nicht selten auch zu hohen Erwartungen: Berührende Musik, gigantische Bildgewalt, epische Perfektion - das Erfüllen solcher Ideale ist oft schlichtweg unmöglich. Dass es dennoch gelingen kann, beweist "Der Hobbit" eindrucksvoll. Ob ein Blick in die Tiefen der Zwergenstadt im Erebor, der Gesang Thorins an Bilbos Kaminfeuer, eine Schlacht der Zwerge vor den Pforten Morias, Bruchtals malerische Schönheit, ein Kampf von Steinriesen im Nebelgebirge, ein Flug auf den Rücken der Riesenadler oder das schlichte Öffnen von Smaugs Drachenauge - die Bilder sind teilweise derart eindrucksvoll, dass es einen aus den Sitzen hebt.
Die musikalische Untermalung unterstreicht die Güte der Schauwerte und ist rundum gelungen. Immer wieder schleichen sich hier altbekannte Liedpassagen (Bruchtal, Hobbingen) in die neuen Stücke ein, von denen die heroisch-pathetische Zwergenhymne des Erebors wohl das markanteste und eingängigste ist.
So sei angemerkt, dass der Film in seiner Gesamtheit derartig viele, nahezu perfekte Szenen aufweist, dass jede Kritik erst einmal kleinlich wirkt. Doch ist es wichtig zu wissen, dass "Der Hobbit" nicht schlicht eine Weiterführung bzw. Vorerzählung zum Ringkrieg ist. Schon die Mach- und Schreibart der Bücher sind hier verschieden: Die kindgerechtere Geschichte des "Hobbits" steht an vielerlei Stelle in Kontrast zum düsteren, ernsteren und epischeren "Der Herr der Ringe". Peter Jackson hatte angekündigt, sich hier als Brückenbauer zu versuchen: Er will die drei Hobbit-Filme an seiner Ringkrieg-Trilogie orientieren, ohne das Kinderbuch seines gesamten Zaubers zu berauben. Und eben das sollte man im Hinterkopf haben, wenn man "Eine unerwartete Reise" sieht: Denn dort findet man nicht Gondors verlorenen Thronerben im scheinbar aussichtslosen Kampf gegen blutrünstige Uruk-Hai, sondern vielmehr schrullige Zwerge, kochende und miteinander diskutierende Bergtrolle, Orks mit einer eigenen Sprache und verständlich sprechende Goblins mitsamt König - es erscheint also auf den ersten Blick nicht als das fatalistische Mittelerde, das wir aus Jacksons erster Trilogie kennen. Doch das Befremdende an diesem Eindruck verflüchtigt sich zügig, wenn die Reise der dreizehn Zwerge unter Thorin Eichenschild, des Zauberers Gandalfs und natürlich des Hobbits Bilbo Beutlin an Fahrt und Dynamik gewinnt. Zwar wirkt der Film an manchen Stellen etwas schizophren, wechseln sich doch kindgerechte Farbenpracht und komödiantische Einlagen mit epischen Momenten, schauriger Düsternis und brutaler Gewalt ab, doch fügen sich diese Eindrücke Stück für Stück zu einem neuen Stil zusammen, der die neue Hobbit-Trilogie wohl zu etwas anderem als den "Herrn der Ringe" machen wird. Hierbei heißt "anders" aber nicht unbedingt "schlechter". Wenn man denn Kritik ansetzen möchte, dann findet man hier vielleicht Worte wie "Unentschlossenheit" oder "Verniedlichung". Ich versuche es einmal hiermit: Der Film ist so episch wie eine Kindergeschichte sein kann - nur brutaler und düsterer. Und er ist so komödiantisch wie eine Epik sein darf - nur farbenfroher und skurriler. Was man "unentschlossen" nennen kann, sehe ich als den mutigen Versuch eines Spagats. Und in meinen Augen ist diese akrobatische Einlage absolut gelungen. Möchte man bei den wenigen Schwächen bleiben, könnte das erste Drittel des Films als solche gelten. Man kann es sehen wie man will: Die Vorgeschichte ist etwas lang oder eben reichlich gründlich, manche Szenen in ihr zu kindisch oder eben sehr kindgerecht. Vor allem wird hier der Kontrast zu "Der Herr der Ringe" noch besonders deutlich wahrgenommen. Nach weniger als einer Stunde, wenn die Reiseaufnahmen der Gemeinschaft über die Leinwand flimmern, ist man aber allerspätestens wieder in Mittelerde angekommen - und das heißt in jener Brückenversion, die "Der Hobbit" entwirft.

Die schauspielerische Leistung ist derweil durchweg erstklassig. So ist mir keiner der Schauspieler auch nur im Geringsten negativ aufgefallen, das Gegenteil ist stattdessen der Fall. Neben altgedienten Gesichtern, wie Cate Blanchett als "Galadriel", Ian McKellen als "Gandalf", Hugo Weaving als "Elrond", Christopher Lee als "Saruman" und Andy Serkis als "Gollum", gilt es vor allem Martin Freeman als den jungen "Bilbo" und Richard Armitage als den Zwergenprinz "Thorin Eichenschild" zu erwähnen. Während Ersterer schlichtweg perfekt das Gesicht des alten Bilbos verjüngt und diesen unglaublich sympathisch und glaubhaft spielt, zeichnet Letzterer ein etwas gewagtes, weniger stereotypes Bild eines Zwerges: Schwert statt Axt, Würde statt Rüpelei, Arroganz statt Kumpelhaftigkeit, Führungsqualitäten statt Sidekick-Mentalität. Die Zwerge des "Hobbits" sind ohnehin eine Geschichte für sich. Stellt dieses Volk in anderen Produktionen nichts weiter als (meist beliebte) Nebenfiguren (man denke hier nur an Gimli), stellen sie in "Eine unerwartete Reise" das Volk mit der meisten Leinwandpräsenz dar. Ihr Spiel untereinander, die raue, herzliche Art dieser ungehobelten Rabauken, ist reichlich erfrischend und ein gern gesehenes Kontrastmittel gegenüber den reinlichen, makellosen Elben. Einfache Menschen hingegen tauchen in diesem Film überhaupt nicht auf. Es geht auch nicht um dieses Volk, sondern eben um einen Zwergenkönig, sein verlorenes Erbe und eine Schar wilder Haudegen seines Volkes, die ihm die Treue halten - trotz aller Widrigkeiten und Unwahrscheinlichkeiten. Und da uns "Der Hobbit" in einer Trilogie vorgestellt wird, ist wohl kaum verwunderlich, dass diese Geschichte mit diesem Film nicht ihr Ende, sondern erst ihren Auftakt erlebt. An dieser Stelle sei auch das Wiedersehen mit dem Geschöpf "Gollum" erwähnt - witzig und tragisch zugleich, ist Serkis Darstellung dieser schizoiden Figur, im Dialog mit Freemans "Bilbo", das wohl größte Kapital des Films.

Ein kurzes Wort auch noch zur Bildqualität, wurde doch viel im vornherein über die neue Kameratechnik spekuliert. "Der Hobbit" will hier neue Maßstäbe setzen, arbeitet er doch als erster großer Film mit einer höheren Bildfrequenz (48 statt nur 24 Bilder pro Sekunde) und wurde mit einer deutlich höher auflösenden Digitalkamera abgedreht. Kurzum: Die Bildqualität kann sich absolut sehen lassen. Wie viel sich davon auf den heimischen Schirm überträgt, bleibt ohnehin abzuwarten. Zumindest treten nach meiner Erfahrung beim Zuschauer keine Schwindelgefühle oder sonstige visuelle Überlastungen auf, was ich deswegen noch einmal betone, weil an mancher Stelle davor gewarnt wurde. Ein gesondertes Lob will ich auch für die 3D-Effekte aussprechen - diese sind endlich wieder einmal sehenswert und den Aufpreis wert.

Das Fazit ist für mich eindeutig: "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" ist ein erstklassiger Fantasy-Film, der für alle Liebhaber des Genres ein absolutes Muss, aber auch für alle anderen Zuschauer uneingeschränkt empfehlenswert ist. Peter Jackson hat hier ein weiteres Mal das Unglaubliche geschafft: 169 Minuten prasselt sein neuester Ausflug nach Mittelerde auf den Zuschauer ein - ohne das eine einzige davon langweilig wäre. Und stört man sich anfangs an der etwas bunteren, skurrileren Umsetzung, findet man sich wenig später doch im Bann der Geschichte wieder. In Mittelerde ist also alles beim Alten - wenn manches auch anders scheint.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 22, 2013 11:45 AM CET


Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
DVD ~ Sir Ian McKellen
Preis: EUR 5,99

269 von 361 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Auftakt einer neuen Legende, 13. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (DVD)
Eine einleitende Anmerkung: Ich möchte vorweg schicken, dass ich hier logischerweise vorerst nur den Film zu bewerten versuche, nicht seine technische Umsetzung auf einem Medium. Die DVD-spezifische Bewertung, bei der ich zum Beispiel Bezug auf die gebotenen Extras und die Bild- und Tonqualität nehmen kann, werde ich nachreichen, sobald diese erscheint. Ich werde derweilen Abstand von Vergleichen zwischen Buch und Film nehmen, da Letzterer durchaus für sich alleine stehend sehenswert ist. Zudem werde ich in der Folge dieser Rezension nach besten Möglichkeiten auf Spoiler verzichten, um niemandem den Erstgenuss zu verübeln.

Und nun zur Sache: Der lang erwartete erste Teil von "Der Hobbit" trägt mit "Eine unerwartete Reise" einen eher harmlosen Titel - was sich dahinter verbirgt, ist jedoch der beeindruckendste Film, den ich seit einigen Jahren gesehen habe.
Bevor ich etwas näher ins Detail gehe, sei gesagt, dass das Kinoerlebnis eine wahre Wucht war, die man nach dem Verlassen des Saales erst einmal recht verarbeiten musste. Ob sich dieser Effekt auch auf dem heimischen Fernseher derart entfalten wird, ist momentan noch nicht vorhersehbar. Zumindest muss man sich nicht scheuen, es darauf ankommen zu lassen - sei es nun durch einen Kinobesuch oder aber durch den Kauf des Films nach Erscheinen auf DVD oder Bluray.

Langes Warten führt derweil nicht selten auch zu hohen Erwartungen: Berührende Musik, gigantische Bildgewalt, epische Perfektion - das Erfüllen solcher Ideale ist oft schlichtweg unmöglich. Dass es dennoch gelingen kann, beweist "Der Hobbit" eindrucksvoll. Ob ein Blick in die Tiefen der Zwergenstadt im Erebor, der Gesang Thorins an Bilbos Kaminfeuer, eine Schlacht der Zwerge vor den Pforten Morias, Bruchtals malerische Schönheit, ein Kampf von Steinriesen im Nebelgebirge, ein Flug auf den Rücken der Riesenadler oder das schlichte Öffnen von Smaugs Drachenauge - die Bilder sind teilweise derart eindrucksvoll, dass es einen aus den Sitzen hebt.
Die musikalische Untermalung unterstreicht die Güte der Schauwerte und ist rundum gelungen. Immer wieder schleichen sich hier altbekannte Liedpassagen (Bruchtal, Hobbingen) in die neuen Stücke ein, von denen die heroisch-pathetische Zwergenhymne des Erebors wohl das markanteste und eingängigste ist.
So sei angemerkt, dass der Film in seiner Gesamtheit derartig viele, nahezu perfekte Szenen aufweist, dass jede Kritik erst einmal kleinlich wirkt. Doch ist es wichtig zu wissen, dass "Der Hobbit" nicht schlicht eine Weiterführung bzw. Vorerzählung zum Ringkrieg ist. Schon die Mach- und Schreibart der Bücher sind hier verschieden: Die kindgerechtere Geschichte des "Hobbits" steht an vielerlei Stelle in Kontrast zum düsteren, ernsteren und epischeren "Der Herr der Ringe". Peter Jackson hatte angekündigt, sich hier als Brückenbauer zu versuchen: Er will die drei Hobbit-Filme an seiner Ringkrieg-Trilogie orientieren, ohne das Kinderbuch seines gesamten Zaubers zu berauben. Und eben das sollte man im Hinterkopf haben, wenn man "Eine unerwartete Reise" sieht: Denn dort findet man nicht Gondors verlorenen Thronerben im scheinbar aussichtslosen Kampf gegen blutrünstige Uruk-Hai, sondern vielmehr schrullige Zwerge, kochende und miteinander diskutierende Bergtrolle, Orks mit einer eigenen Sprache und verständlich sprechende Goblins mitsamt König - es erscheint also auf den ersten Blick nicht als das fatalistische Mittelerde, das wir aus Jacksons erster Trilogie kennen. Doch das Befremdende an diesem Eindruck verflüchtigt sich zügig, wenn die Reise der dreizehn Zwerge unter Thorin Eichenschild, des Zauberers Gandalfs und natürlich des Hobbits Bilbo Beutlin an Fahrt und Dynamik gewinnt. Zwar wirkt der Film an manchen Stellen etwas schizophren, wechseln sich doch kindgerechte Farbenpracht und komödiantische Einlagen mit epischen Momenten, schauriger Düsternis und brutaler Gewalt ab, doch fügen sich diese Eindrücke Stück für Stück zu einem neuen Stil zusammen, der die neue Hobbit-Trilogie wohl zu etwas anderem als den "Herrn der Ringe" machen wird. Hierbei heißt "anders" aber nicht unbedingt "schlechter". Wenn man denn Kritik ansetzen möchte, dann findet man hier vielleicht Worte wie "Unentschlossenheit" oder "Verniedlichung". Ich versuche es einmal hiermit: Der Film ist so episch wie eine Kindergeschichte sein kann - nur brutaler und düsterer. Und er ist so komödiantisch wie eine Epik sein darf - nur farbenfroher und skurriler. Was man "unentschlossen" nennen kann, sehe ich als den mutigen Versuch eines Spagats. Und in meinen Augen ist diese akrobatische Einlage absolut gelungen. Möchte man bei den wenigen Schwächen bleiben, könnte das erste Drittel des Films als solche gelten. Man kann es sehen wie man will: Die Vorgeschichte ist etwas lang oder eben reichlich gründlich, manche Szenen in ihr zu kindisch oder eben sehr kindgerecht. Vor allem wird hier der Kontrast zu "Der Herr der Ringe" noch besonders deutlich wahrgenommen. Nach weniger als einer Stunde, wenn die Reiseaufnahmen der Gemeinschaft über die Leinwand flimmern, ist man aber allerspätestens wieder in Mittelerde angekommen - und das heißt in jener Brückenversion, die "Der Hobbit" entwirft.

Die schauspielerische Leistung ist derweil durchweg erstklassig. So ist mir keiner der Schauspieler auch nur im Geringsten negativ aufgefallen, das Gegenteil ist stattdessen der Fall. Neben altgedienten Gesichtern, wie Cate Blanchett als "Galadriel", Ian McKellen als "Gandalf", Hugo Weaving als "Elrond", Christopher Lee als "Saruman" und Andy Serkis als "Gollum", gilt es vor allem Martin Freeman als den jungen "Bilbo" und Richard Armitage als den Zwergenprinz "Thorin Eichenschild" zu erwähnen. Während Ersterer schlichtweg perfekt das Gesicht des alten Bilbos verjüngt und diesen unglaublich sympathisch und glaubhaft spielt, zeichnet Letzterer ein etwas gewagtes, weniger stereotypes Bild eines Zwerges: Schwert statt Axt, Würde statt Rüpelei, Arroganz statt Kumpelhaftigkeit, Führungsqualitäten statt Sidekick-Mentalität. Die Zwerge des "Hobbits" sind ohnehin eine Geschichte für sich. Stellt dieses Volk in anderen Produktionen nichts weiter als (meist beliebte) Nebenfiguren (man denke hier nur an Gimli), stellen sie in "Eine unerwartete Reise" das Volk mit der meisten Leinwandpräsenz dar. Ihr Spiel untereinander, die raue, herzliche Art dieser ungehobelten Rabauken, ist reichlich erfrischend und ein gern gesehenes Kontrastmittel gegenüber den reinlichen, makellosen Elben. Einfache Menschen hingegen tauchen in diesem Film überhaupt nicht auf. Es geht auch nicht um dieses Volk, sondern eben um einen Zwergenkönig, sein verlorenes Erbe und eine Schar wilder Haudegen seines Volkes, die ihm die Treue halten - trotz aller Widrigkeiten und Unwahrscheinlichkeiten. Und da uns "Der Hobbit" in einer Trilogie vorgestellt wird, ist wohl kaum verwunderlich, dass diese Geschichte mit diesem Film nicht ihr Ende, sondern erst ihren Auftakt erlebt. An dieser Stelle sei auch das Wiedersehen mit dem Geschöpf "Gollum" erwähnt - witzig und tragisch zugleich, ist Serkis Darstellung dieser schizoiden Figur, im Dialog mit Freemans "Bilbo", das wohl größte Kapital des Films.

Ein kurzes Wort auch noch zur Bildqualität, wurde doch viel im vornherein über die neue Kameratechnik spekuliert. "Der Hobbit" will hier neue Maßstäbe setzen, arbeitet er doch als erster großer Film mit einer höheren Bildfrequenz (48 statt nur 24 Bilder pro Sekunde) und wurde mit einer deutlich höher auflösenden Digitalkamera abgedreht. Kurzum: Die Bildqualität kann sich absolut sehen lassen. Wie viel sich davon auf den heimischen Schirm überträgt, bleibt ohnehin abzuwarten. Zumindest treten nach meiner Erfahrung beim Zuschauer keine Schwindelgefühle oder sonstige visuelle Überlastungen auf, was ich deswegen noch einmal betone, weil an mancher Stelle davor gewarnt wurde.

Das Fazit ist für mich eindeutig: "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" ist ein erstklassiger Fantasy-Film, der für alle Liebhaber des Genres ein absolutes Muss, aber auch für alle anderen Zuschauer uneingeschränkt empfehlenswert ist. Peter Jackson hat hier ein weiteres Mal das Unglaubliche geschafft: 169 Minuten prasselt sein neuester Ausflug nach Mittelerde auf den Zuschauer ein - ohne das eine einzige davon langweilig wäre. Und stört man sich anfangs an der etwas bunteren, skurrileren Umsetzung, findet man sich wenig später doch im Bann der Geschichte wieder. In Mittelerde ist also alles beim Alten - wenn manches auch anders scheint.
Kommentar Kommentare (37) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 20, 2013 8:56 AM CET


Metzler Philosophie Lexikon: Begriffe und Definitionen
Metzler Philosophie Lexikon: Begriffe und Definitionen
von J.B. Metzler
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine gute Grundlage - mit etwas Staubbelag, 11. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Metzlers Philosophie Lexikon ist eine recht fundierte und ausführliche Sammlung wichtiger philosophischer Begriffe. Die größte Stärke ist allerdings seine Erschwinglichkeit - was das Werk besonders für Studenten interessant machen dürfte. Auf knapp 700 Seiten werden hier die Grundlagen der Disziplin erläutert, auch wenn dies nicht immer laiengerecht geschieht. Es sei also ganz klar angemerkt: Für den schnellen Einstieg eines Unbetuchten ist dieses Buch kaum von Nutzen. Nicht selten muss man sich bei der Lektüre mit Sätzen wie "Grundgedanke der Entscheidungstheorie ist, dass rationales Entscheiden in der Maximierung des subjektiven Erwartungswertes relativ zu verfügbaren Informationen und zur (subjektiven) Präferenzordnung besteht" (siehe den Begriff "Entscheidungstheorie") anfreunden können. Sicher ist dies auch der verdichtenden Schreibweise von Lexika im Allgemeinen geschuldet, doch hätte man sich an mancher Stelle um eine etwas allgemein verständlichere Formulierung bemühen können.
Größtes Manko ist aber der von mir im Titel erwähnte "Staubbelag". Mal davon abgesehen, dass man meist nur ein bis zwei Literaturhinweise je Begriff findet (nicht selten auch schlichtweg gar keinen), sind diese meist veraltet. Das liegt an einem simplen Umstand: Die zweite, erweiterte Auflage ist 1999 erschienen - und seitdem nicht weiter erneuert worden. Dass dementsprechend alle Literaturhinweise aus Zeiten vor der Jahrtausendwende sind (und damit nicht selten wichtige Anreize der neueren Philosophie fehlen), ist nachvollziehbar - die generell geringe Anzahl der Referenzen allerdings nicht.

Fazit: Als Student der Philosophie macht die Anschaffung durchaus Sinn, besonders wegen des geringen Preises und den recht ausführlichen (wenn auch mitunter komplexen) Erklärungen der Begriffe. Vielen Quereinsteigern und Laien wird es hingegen eher als Staubfänger gelten.


Einhell HH 1200/1 Halogenheizer, 1200 Watt, 3 Heizstufen, Oszillationsfunktion
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Preis: EUR 27,24

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lampe oder Heizung? Beides!, 6. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Einhell HH 1200 ist ein guter Halogenheizer, der besonders für die direkte Bestrahlung von Personen taugt, aber auch die Erwärmung kleinerer Räume im Alleingang übernehmen kann.
Dabei sind jedoch einige Dinge zu beachten: Er ist er sehr hell, durchaus vergleichbar mit einer großen Lampe, was man schön finden kann - oder eben störend. Ich persönlich mag das orange-warme Licht und nutze ihn beim Einsatz auch als Lampenersatz. Die Helligkeit (und Wärmeabgabe) ist in drei Stufen regelbar, indem auf Knopfdruck verschieden viele der Halogenleuchten aktiviert werden. Das Design ist hingegen definitiv keine Augenweide, sondern vielmehr schlicht, funktional und robust. Ein kleines Manko ist zudem das recht kurze Kabel (ca. 1.5 Meter), so dass man besser eine Verlängerungsschnur bei der Hand hat, wenn die Steckdose nicht direkt neben dem Einsatzort ist.
Ein besonderer Pluspunkt ist derweil, dass ich mein Gerät bereits seit über einem Jahr nutze, bisher aber noch keinen Lampenausfall zu beklagen hatte. Bei allen vorherigen Produkten anderer (meist günstigerer) Hersteller sind die Lampen nach und nach ausgefallen - und das bereits nach deutlich kürzerer Laufzeit. Es lohnt sich hier also, ein paar Euro mehr auszugeben. Ansonsten kommt das Gerät mit der üblichen 75°-Schwenkfunktion und einem Sicherheitsschalter am Fuß daher. Letzterer bewirkt, dass sich das Gerät automatisch ausschaltet, wenn es umfällt oder angestoßen wird.
So sei gesagt: Für den häuslichen Einsatz ein absolut empfehlenswertes Gerät.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 16, 2014 12:37 AM MEST


Peha-haft Color Fixierbinde, latexfrei, rot, 20 m x 6 cm
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Wird angeboten von Medi-Inn
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haftet, bindet, hält, 6. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese selbsthaftende Fixierbinde, die es in roter oder blauer Farbe zu kaufen gibt, ist von guter Qualität, wenn auch nicht sonderlich preiswert. Sie lässt Luft an den Untergrund, ist hautneutral, dehnbar, dabei aber reißfest, und kann mehrfach gewaschen und wiederverwendet werden. Die Verpackung ist minimalistisch, so entsteht wenig Abfall. Mein Fazit: Das Produkt ist absolut empfehlenswert.


Hama Mauspad in Lederoptik weiß
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Preis: EUR 7,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Solides Mousepad, 6. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hama Mauspad in Lederoptik weiß (Zubehör)
Es handelt sich bei diesem Produkt um ein solide verarbeitetes Mousepad. Etwas irreführend ist die Produktbeschreibung, die von 'Leder' spricht, in Wahrheit ist es natürlich kein echtes, sondern Kunstleder, was mich persönlich aber nicht stört. Die Optik ist schlicht und 'clean', die Vernähung sehr gut.
Die Oberfläche ist leicht angeraut und verhindert so das Rutschen der Handfläche. Die Unterseite des Pads ist ebenfalls rutschfest. Etwaiger Schweiß von Handgelenk und Händen wird gut absorbiert und entstehende Verschmutzungen, die durch die helle Oberflächenfarbe recht schnell sichtbar sind, kann man problemlos abwischen. Das weiße Pad eignet sich besonders gut für Mäuse, die Probleme mit dunklen Untergründen haben. Es mag vielleicht für 'Hardcore-Gamer' nicht 'State-of-the-Art' genug sein, aber für die alltägliche Büro- oder Privatverwendung ist es absolut hinreichend.


AmazonBasics HDMI/DVI Adapterkabel (3 Meter)
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Preis: EUR 5,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundum gut, 6. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Adapterkabel verbindet ein Gerät mit HDMI-Anschluss (z.B. einen Fernseher) mit einem DVI-Port (meist weiß gekennzeichnet), wie man ihn an den meisten Grafikkarten und vielen älteren Beamern findet. Ich nutze das Kabel für einen ebensolchen, der aufgrund seines Alters noch keinen eigenen HDMI-Anschluss besitzt. Die Bildqualität ist hervorragend, für mich ist keinerlei Qualitätsverlust durch die Umwandlung ersichtlich. Die Verarbeitung der Kabel ist makellos, der Versand gewohnt schnell. Vergoldete Stecker, eine zweifache Abschirmung und eine Schutzkappe über den Adaptern komplettiert den guten Eindruck. Wenn man ein derartiges Kabel braucht: Zugreifen.


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