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"callasianer"

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Messa da Requiem
Messa da Requiem

18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist es ein Traum?, 24. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Messa da Requiem (Audio CD)
Diese Einspielung ist mit Abstand das Beste, was ich an Aufnahmen von Verdis Requiem bisher gehört habe. Ich habe diese Aufnahme zum ersten Mal bei einem Freund gehört und sie mir dann anschließend sofort selbst bestellt. Diese Aufnahme ist so wundervoll, dass man wirklich meint, man sei in einem Traum gefangen, aus dem man nicht erwachen möchte. Einfach eine wahre Traumeinspielung des großen Werkes vom Altmeister Giuseppe Verdi.
Die Interpreten sind allesamt hervorragend. Allen voran Mirella Freni, die mit ihrem sanften und edlen Sopran in höchsten Höhen schwelgt und ihrem hoch anspruchsvollen Sopranpart eine unaussprechliche Brillianz und Weite verleiht. Sie ist der Hauptgrund sich diese Einspielung zu besorgen Alle anderen Interpreten sind ebenfalls Weltklasse. Besonders Nicolai Ghiaurov, der den Basspart übernommen hat. Herrlich dramatisch und stimmlich beeindruckend stellt er seinen Part da. Christa Ludwig, ebenfalls eine weltberühmte Mezzosopranistin, macht ihren Part ebenfalls unvergessen. Die Stimme ist weich und geschmeidig, auuserdem höhensicher. Carlo Cossutta hat einen schlanken Tenor mit sicherer Höhe. Oftmals schwebt er traumhaft über dem Orchester. Alle Sänger verdienen höchstes Lob und leisten grandioses.
Herbert von Karajan leitet die Berliner Philharmoniker. Auf alle Fälle ist diese Aufnahme ein Juwel in seiner breiten Diskografie. Das Dirigat ist schwungvoll, dramatisch und andächtig. Der Chor ist ebenfalls wunderbar. Leider verblasst das Requiem auf den Spielplänen der großen Häuser, was sehr schade ist, denn das Requiem steht seinen großen Opernwerken in nichts nach. Greifen sie zu! Dies ist die Beste Aufnahme von Verdis "schönster Oper"!!!


Angela Gheorghiu - Puccini Arien
Angela Gheorghiu - Puccini Arien
Wird angeboten von die_schallplatte-hsk Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 49,99

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fast ein Traum!, 20. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Angela Gheorghiu - Puccini Arien (Audio CD)
Angela Gheorghiu zählt zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten der Welt. Sie hat eine traumhafte Stimme mit wunderbar zartem und süßlichem Klang und das alles ist gepaart mit einer grandiosen darstellerischen Leistung. Sie hat sicher schon viele Einspielungen gemacht, wo ebenfalls hauptsächlich Puccini im Vordergrung gestanden hat. Diese Cd ist allerdings wirklich mit das Beste, was es von dieser traumhaften Stimme zu hören gibt.
Gheorghiu hat einige dieser Arien bereits zuvor eingespielt. Dennoch werden sie nicht langweilig, denn diese innere Wärme und diese großen Gefühle und Emotionen, welche sie durch ihren Gesang zu Tage bringt, scheinen zuvor bei ihren Platten noch nicht da gewesen zu sein. Wunderbar melancholisch und tief traurig ist ihre Butterfly. Herzergreifend und erschütternd ist ihre Liu. Rachsüchtig und Böse ihre Turandot. Wunderbar sanft und zart ist ihre Rondine, aufrührend und atemraubend ist ihre Manon Lescaut. Sehnsuchtsvoll und schwebend ist die wundervolle Suor Angelica. Alle Arienportraits sind vortrefflich gelungen. Es ist wunderbar, dass sie dieses Recital eingespielt hat. Der Hörer bekommt eine göttliche Stimme, unbändige Dramatik und ein Wechselbad der Gefühle geboten. Sängerisch ist alles hervorragend. Perfekte Spitzentöne und eine kräftige Mittellage bieten gute Vorraussetzung für die großen Arien von Puccini.
Das einzige, was nicht ganz zufriedenstellend ist, sind die oftmals sehr schleppenden Tempi von Herrn Coppola. Dennoch eine traumhafte Einspielung. Die Aufmachung dieses Recitals ist ebenfalls makellos. Jede Menge schöne Bilder und wichtige Informationen finden sich in dem 60 seitigen Booklet. Wirklich eine schöne Idee. Hier bekommt man für sein Geld noch was geboten! Eine Besondere Freundlichkeit ist eine weitere Cd, mit der Arie "Vissi d'Arte" aus der bei EMI erschienenen Gesamtaufnahme der Tosca. Zugreifen!!!


Sempre Libera
Sempre Libera
Preis: EUR 11,99

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Langsam wirds!, 10. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Sempre Libera (Audio CD)
Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich diese Cd nun ganz toll, oder doch nur mittelmäßig finden sollte. Es gibt auf dieser Platte durchaus sehr gelungene Stücke, in denen die Netrebko alle Vorzüge ihrer Stimme präsentieren kann. Auf der anderen Seite allerdings scheint es, als wäre ihre Stimme für einige der großen dramatischen Koloraturpartien ein wenig zu schwach und auch einige Unsicherheiten werden deutlich.
La Traviata:
Ihre Violetta ist zwar nicht weltbewegend, aber dennoch durchaus hörenswert. Die halsbrecherischen Koloraturen meistert sie mit Bravour und auch der musikalischc Grundcharakter der Arie kommt deutlich zum Vorschein. Sie singt von purer Freude und das vermag Violettas Lebensgefühl durch ihren Gesang glaubhaft auszudrücken. Das im Beiheft so gerühmte hohe es ist allerdings Geschmackssache. Für meinen Geschmack ist es ziemlich kurz und glanzlos.
La Sonnambula:
Eine herrliche Aufnahme, wahrscheinlich die Beste auf dieser Cd. Die elegischen Passagen im "Ah! non credea" werden sehr anrührend und herzzerreißend dargeboten. Die Stimme ist fähig wundervolle Pianotöne zu erzeugen, welche wahrlich unter die Haut gehen. Die Cabaletta ist wunderbar. Hier brliiert die Netrebko mit glänzenden hohen Noten und lupenreinen Koloraturläufen. Ihre Stimme ist für Bellini wie gemacht!
I Puritani:
Ebenso, wie die Sonnambula sehr schön gesungen. Besonders die Cabaletta ist prunkvoll verziert und alle Schwierigkeiten werden sicher ausgeführt. Das "O rendetemi la speme" ist für meinen Geschmack etwas fade, besonders wenn man Netrebkos Interpretation mit der von Maria Callas vergleicht. An sonsten aber sehr schön!
Lucia di Lammermoor
Hierbei handelt es sich um meine Lieblingsoper. Die Wahnsinnsarie habe ich schon von hunderten verschiedenen Interpretinnen gehört und ich muss leider sagen, dass Netrebkos Version nicht unbedingt zu den Glanzlichtern zählt. Zum Einen finde ich, dass man lieber die Flöte als die Glasharfe hätte einsetzen sollen, da diese an manchen Stellen unangenehm klirrend und hart klingt. Netrebkos Gesang ist zwar virtuos, aber keinesfalls einzigartig. Sie ist nicht in der Lage den Charakter vollständig zu erfassen, sofern man das bei nur einer einzelnen Arie beurteilen kann. Sie Spitzentöne klingen etwas schrill und gehen so schnee, wie sie gekomen sind. Schade!!!
Otello und Gianni Shicchi
Diese Aufnahme ist herrlich. Netrebko singt wunderbar das Lied von der Weide und das "Ave Maria" ist ebenfalls sehr eindrucksvoll. Netrebko ist durchaus in der Lage auch die Partien einmal zu singen. Was besonders erstaunlich ist, ist das sie diese Partie niemals zuvor auf der Bühne gesungen hat, aber dennoch in der lage ist ein derart beeindruckendes und vollkommenes Portrait der Figur zu erstellen. Auch das "O mio babbino caro" ist sehr gut geworden. Netrebko singt es sehr zart und weich. Ihre Interpretation erinnert ein wenig an die von Maria Callas.
Das Orchester und der Chor sind sehr gut. Claudio Abbado dirigiert sehr mitreißend und ganz im Sinne des Belcanto. Wer nun denken sollte, man braucht diese Cd nicht zu kaufen, der irrt. Ich würde sagen, dass dieses Recital ihr erstes bei weitem übertrifft. Netrebkos Stimme mag zwar nicht für jede Rolle geschaffen sein, aber sie ist dennoch sehr hörenswert und vermag in bestimmten Momenten zu verzaubern.


Puccini: Tosca (Gesamtaufnahme(ital.),Aufnahme Paris 1965)
Puccini: Tosca (Gesamtaufnahme(ital.),Aufnahme Paris 1965)
Preis: EUR 28,06

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Callas, sempre Callas!, 14. Oktober 2004
Maria Callas ist mit Sicherheit die größte und beste Darstellerin der Tosca und keine andere Sängerin ist in der Lage das Schicksal dieser armen und betrogenen Frau nur annähernd so brilliant und vollkommen darzustellen wie Maria Callas. Obwohl Maria Callas diese Rolle nie besonders mochte, hat sie ein derart unvergleichbares Charakterportrait geschaffen, das keine andere Sängerin neben ihrer Interpretation bestehen kann. Natürlich hat ihre Stimme sehr unter den anstrengenden Karrierejahren gelitten und es ist auch kein Geheimnis, dass ihre Stimme zum Enstehungszeitpunkt dieser Aufnahme bereits verbraucht und erschöpft gewesen ist, aber dennoch zählt diese Aufnahme für mich zu den schönsten dieses Werkes. Der Glanz ihrer einst so göttlichen Stimme mag verblasst sein, allerdings nicht ihr unbändiger Gestaltungswillen und der Drang nach darstellerischer Perfektion. Es scheint fast, als würde sie durch ihre brilliante Darstellung alle Schwächen der Stimme auslöschen. Natürlich zuckt man zusammen bei den hohen Noten, da sie nichts mehr von der einstigen Leichtigkeit und Sicherheit haben, aber das sängerische Genie und die unglaubliche Musikalität dieser Sängerin werden dennoch deutlich. Bezaubernde und anrührende Stellen, beispielsweise im "Vissi d'arte" oder im Duett mit Scarpia, lassen den einstigen Glanz und die Herrlichkeit dieser Stimme erahnen. Es gibt genügend Aufnahmen, in denen man sich von der unbeschreiblichen Stimme aus vergangenen Zeiten überzeugen kann, diese Aufnahme allerdings müssen sie sich mit Nachsicht anhören. Man sollte ausnahmsweise die unsauberen Stellen überhören und sich auf das darstellerische Genie der Sängerin konzentrieren, dann wird die Callas auch ihr Herz erreichen. Ihre Interpretation ist die einer Primadonna, sondern die einer liebenden Frau, die mit allen Mitteln um das Leben ihres Geliebten kämpft. Die Darstellung ist so menschlich, dass man zwischen Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden kann.
Carlo Bergonzi ist selbstverständlich ein brillanter Cavaradossi. Seine Stimme ist ausdrucksstark, und unglaublich wandlungsfähig. Die elegischen und sanften Stellen wirken ebenso echt, wie die dramatischen und emotionalen. Er ist sicher in den Höhen und stellt seine Rolle ebenfalls sehr gut dar. Tito Gobbi als Scarpia ist grandios. Er ist einer der besten Sänger dieses Jahrhunderts und ist besonders in der Rolle des Bösewichts Scarpia unschlagbar. Wundervoll ist seine Interpretation und seine herrliche Stimme, die trotz der langen Karriere selbst nach so vielen Jahren nichts von ihrem Glanz und ihrer Schönheit verloren hat. Er ist für die Callas ein idealer Partner, da sie sich auch darstellerisch sehr gut ergänzen. Die langjährige Freundschaft zwischen beiden, scheint die Zusammenarbeit erleichtert zu haben und das Ergebnis ist eine wunderschöne Aufnahme mit kleinen Schönheitsfehlern, aber einer erschütternden dramatische Intensität. Auch der Rest der Darsteller ist sehr gut, obwohl man sagen muss, dass sie kaum ins Gewicht fallen. In einem Zitat von Ingeborg Bachmann heißt es: Die Callas hat niemals Rollen gesungen, sondern auf der Rasierklinge gelebt". Diese Aufnahme ist für mich das Beste Beispiel, für die Belegung dieses Zitats. Der Chor und das Orchester sind einmalig gut. Es dirigiert Georges Pretre, der in den letzten Karrierejahren der Callas, ihr bevorzugter Dirigent gewesen ist.


Ein Opernabend mit Sylvia Geszty
Ein Opernabend mit Sylvia Geszty

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Aufnahmen, 14. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Ein Opernabend mit Sylvia Geszty (Audio CD)
Sylvia Geszty ist eine sehr gute Sängerin mit brillianter Koloraturtechnik und atemberaubenden Höhen. Die Auswahl der Stücke ist sehr gut getroffen und sie geben Aufschluss über die musikalische Vielseitigkeit dieser Sängerin. Das Repertoire reicht von Mozart bis hin zu Strauß. Auch Arien von Verdi, Bellini und Rossini bilden Glanzlichter dieser Cd. Jedoch ist zu bedenken, dass Sylvia Geszty nicht nur als Opernsängerin einer internationale Karriere machte, sondern das auch imer wieder die Interpretationen von Charakteren aus Operettten zu ihrem Repertoire gehörten. Davon fehlt auf dieser Cd leider jede Spur. Der Chor und die verschiedenen Orchester sind sehr gut und unter der Leitung von Kurt Masur steht einem gelungenen Opernabend mit Sylvia Geszty nichts mehr im Wege.
Wunderbar sind ihre Interpretationen der beiden Arien von Mozart. Als Königin der Nacht lässt Geszty die Flammen der Wut bis zum Himmel schlagen und auch der Zorn wird in ihrer Interpretation sehr deutlich. Auch den stimmlichen Anforderungen einer Olympia ist sie durchaus gewachsen. Zwar ist das Tempo dieser Arie ein wenig zu langsam, aber stimmlich überzeugt die Geszty völlig. Koloraturen und hohe Noten sind perfekt und brilliant. Wundervoll ist auch ihre kecke Rosina. Das "Una voce poco fa" ist für mich, neben der Arie aus Bellinis Puritanern, das schönste Stück auf dieser Cd. Beide Arien werden mit unglaublicher vokaler Brillianz und Klangschönheit dargeboten. Auch die Arien von Verdi und die wunderbare Juwelenarie der Margarete werden sehr schön gesungen und erneut überzeugt Geszty durch vokale Virtuosität und darstellerische Überzeugungskraft. Das einzige Stück, was mir nicht gefällt, ist die Zerbinetta von Richard Strauß. Ich denke, dass diese Art der Musik nicht zu ihrer doch sehr kleinen und sanften Stimme passt. Dennoch sollten sie sich diese Cd zulegen, denn alle Liebhaber von Koloraturen und Spitzentönen kommen auf ihre Kosten!


Bellini: I Puritani (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1953)
Bellini: I Puritani (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1953)

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leider nur gut!, 19. September 2004
I Puritani ist ein wundervolles Werk mit vielen bekannten und schönen Melodien. Das Sängerensemble ist bis auf Giuseppe di Stefano, welcher anscheinend leicht indisponiert gewesen sein muss, sehr gut. Besonders die große Callas überzeugt in ihrer Koloraturpartie.
Maria Callas ist als Elvira völlig überzeugend. Ihre Stimme ist in dieser sehr frührn Aufnahme frei von Unsauberkeiten, oder Problemen mit hohen Noten. Sie gestaltet die Pertie der Elvira Valton mit sehr viel Gefühl und durch ihr begnadetes darstellerisches Talent bringt sie den nötigen Feinschliff mit, um den verwirrten Geist der Elvira glaubhaft darzustellen. Alle hohen Spitzentöne und die heiklen Koloraturen sind brilliant und ausdrucksvoll. Bei Maria Callas sind sie nicht nur bloßes Zierwerk, sondern die Virtuosität ihrer Stimme wird zum Ausdrucksmittel. Die erste Arie "Son vergin vezzosa" ist gesanglich, wie auch darstellerisch brilliant. Wundervoll sind die gewagten Läufe und die herabfallenden Skalen. Auch die wundervolle Wahnsinnszene der Elvira ist einmalig. Das "O rendetemi la speme" ist wunderbar elegisch und sanft, die Cabaletta allerdings virtuos und energisch. Alle gesanglichen schwierigkeiten werden mühelos bewältigt und selbst das dreigestrichene es zum Ende der Arie, ist atemberaubend. Auch das Finale der Oper ist herrlich. Callas ist eine wundervolle Interpretin dieser Rolle.
Mein Problem in dieser Aufnahme heißt Giuseppe di Stefano. Er ist mit Sicherheit einer der größten und Besten Tenöre, die ich jemals gehört habe. Allerdings hat er mit dieser Aufnahme keinen Glücksgriff getan. Diese Oper ist nun mal ein Werk, in welcher der Tenor die größte Partie zu singen hat. Wenn dann Spitzentöne unsauber sind und die Stimme angeschlagen und verschleiert klingt, dann fragt man sich, weshalb man diese Rolle nicht einem anderen Sänger anvertraut hat. Dies ist für di Stefano eigentlich sehr ungewöhnlich, zumal diese Aufnahme im Jahre 1953 entstanden ist und er sich hier auf dem absoluten Höhepunkt seiner Karriere befand. All die Klangschönheit und die Sicherheit in der mittleren und der tiefen Lage, können seine Probleme mit den hohen Noten nicht überschatten. Seine charakterliche Darstellung hingegen ist sehr gut gelungen. Rolando Panerai als Riccardo ist eine Idealbesetzung. Er stellt die Rolle sehr gut dar und bringt auch sonst alle gesanglichen Qualitäten mit, die nötig sind, um diese Rolle glaubhaft zu gestalten. Das selbe gilt auch für Nicola Rossi-Lemeni und den Rest der Darsteller.
Tullio Serafin leitet das Orchester des Teatro alla Scala. Er dirigiert wundervoll und dynamisch. Besonders in den großen Koloraturarien zieht er das Tempo an, damit besonders die Callas Gelegenheit hat, die vokale Sicherheit und die Geläufigkeit ihrer wundervollen Stimme zu zeigen. Schon das symphonische Vorspiel der Oper ist gut gelungen. Auch der Chor der Scala ist bestechend gut.


Humperdinck: Hänsel und Gretel (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1971)
Humperdinck: Hänsel und Gretel (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1971)
Preis: EUR 13,99

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein märchenhaftes Vergnügen, 18. September 2004
Hänsel und Gretel ist die schönste Märchenoper, die es gibt und besonders zur Weihnachtszeit ist diese herrliche Musik unverzichtbar. Schon sehr viele Generationen sind mit dieser Märchenoper aufgewachsen und vor allem wurde mit dieser Oper bei vielen Kindern der Grundstein für die Liebe zur Oper gelegt. Die Besetzung ist im großen und ganzen stimmig, einzig und allein die Tontechnik ist ein Manko.
Helen Donath singt die Gretel. Sie gestaltet die Rolle des kleinen und mutigen Mädchens wunderbar. Ihre Stimme ist leicht in der Höhe und klingt jugendlich. Auch die Dramatik kommt nicht zu kurz. Besonders schön gelungen ist der Abendsegen und auch der Anfang der Oper, wo viele der bekanntesten Kinderlieder ihren Ursprung finden, ist sehr schön und kindgerecht gelungen. Donath klingt nicht nach großer Diva, sondern nach einem kleinen Mädchen, welches ihr eigenes Leben riskiert, um das ihres Bruders zu retten. Wirklich eine ganz tolle Besetzung für diese Rolle und ich persönlich finde, dass selbst Elisabeth Schwarzkopf hier nicht mithalten kann.
Anna Moffo, die große Koloratursopranistin, singt hier die Partie des Hänsel. Ich hätte ihr die Rolle anfangs gar nicht zugetraut, denn wenn man ihre Aufnahmen von "La Traviata" oder "Lucia di Lammermoor" kennt, kann man sich nicht vorstellen, dass die selbe Stimme in der Lage ist eine Mezzorolle glaubhaft und vor allem stimmlich überzeugend zu gestalten. Die Stimme klingt in der Tiefe sicher und kräftig und die Mittellage klingt zeitweise betörend schön. Auch als Darstellerin überzeugt sie mich völlig. Ihre Stimme hat, ähnlich wie bei Helen Donath, auch nach zahlreichen Karrierejahren etwas jugendliches behalten und besonders wenn Moffo singt "Ich bin der stolze Hans" dann glaubt man ihr das einfach.
Der Vater wird vom wunderbaren Dietrich Fischer Dieskau gesungen. Er ist sowohl als Sänger als auch als Darsteller völlig überzeugend. Besonders wenn er seiner Frau erzählt, dass im Wald die böse Knusperhexe wohnt. Er ist ein ganz großer Sänger und für mich gibt es keinen anderen Interpreten dieser Rolle! Charlotte Berthold ist eine sehr laute und vor allem keifende Mutter. Auch ihr nimmt man die Wut über die Ungehorsamkeit ihrer Sprösslinge vollkommen ab. Christa Ludwig ist als Hexe großartig und auch wirklich furchteinflößend. Wenn sie ihren Hexenritt singt, können einem schon mal die Haare zu Berge stehen. Sie ist eine wirklich brilliante Darstellerin dieser Rolle, denn sie ist wirklich eine furchteinflößende und abgrundtiefböse Knusperhexe. Sandmännchen und Taumännchen werden von Lucia Popp und Arleen Auger gesungen. Beide machen ihre Sache sehr gut.
Das Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Kurt Eichhorn ist sehr gut. Alles ist stimmig und besonders die Ouvertüre entführt den Hörer sofort ins Märchenland und macht Lust auf mehr! Auch der Tölzer-Knabenchor ist hervorragend. Machen sie sich, oder ihren Kindern eine Freude und bestellen sie diese wunderbare Einspielung der herrlichen Märchenoper. Einzig und Allein die Technik ist ein wenig übertreiben, denn das richtige Maß an Hall wurde nicht gefunden. Aber auch das ist wieder Geschmackssache.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 22, 2013 11:43 PM CET


Verdi: Rigoletto (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1955)
Verdi: Rigoletto (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1955)
Wird angeboten von INNER PEACE MUSIC
Preis: EUR 39,00

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Gesamteinspielung, 17. September 2004
Diese Aufnahme von Giuseppe Verdis "Rigoletto" entstand zu einer Zeit, in der sich sowohl die Callas, als auch ihr Tenorpartner Giuseppe di Stefano auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt waren. Das Callas und Giuseppe di Stefano das Traumpaar der Oper waren, wissen wir zwar nicht erst seit dieser Aufnahme aus dem Jahre 1955, aber sie bestätigt diesen Eindruck. Beide Stimmen harmonieren unglaublich gut miteinander und der Gesamteindruck ist verblüffend.
Maria Callas singt die Rolle der Gilda. Sie singt die Partie mit einer sehr warmen und jugendlichen Stimme. Auch hier singt die Callas diese schwere Verdi-Oper im Stil des Belcanto und alle Verzierungen oder Koloraturen werden mit unglaublicher innerer Wärme und mit viel Gefühl gesungen. Besonders grandios ist die Arie "Caro nome", in der alle Spitzentöne und Koloraturen perfekt sitzen. Auch das große Duett mit Rigoletto, welcher von dem grandiosen Tito Gobbi gesungen wird, gehört zu den gesanglichen und darstellerischen Höhepunkten auf dieser Operngesamtaufnahme. Callas schließt das Duett mit einem dreigestrichenen es in alto ab und der Ton sitzt perfekt. Auch das Finale der Oper wird unglaublich anrührend und gefühlvoll gestaltet. Callas ist auch hier wieder eine absolute Idealbesetzung.
Auch Tito Gobbi, der die Titelrolle dieser Oper singt, ist ein idealer Darsteller für diesen Charakter. Seine Stimme eignet sich hervorragend für diese Rolle und auch sein wunderbares darstellerisches Talent ist wie gesachaffen für diese Rolle. Besonders schön ist das düstere Ende der Oper. Gobbi ist ein idealer Partner für die Callas, denn beide sind gleichrangig gute Sänger und auch Darsteller. Giuseppe di Stefano singt den Duca di Montava. Er ist für die Callas ein ebenso guter Partner, wie Tito Gobbi. Seine Stimme ist weich und in der Höhe sicher. Seine darstellerischen Fähigkeiten sind auch sehr zu bewundern. Seine Rolle nimmt man ihm als Zuhörer jedenfalls vollkommen ab. Die restlichen Darsteller sind ebenfalls alle hervorragend und alle Rollen sind gut besetzt. Besonders glänzt Nicola Zaccaria als Sparafucile.
Chor und Orchester der Mailänder Scala sind grandios. Ab und zu schwankt es im Orchestergraben ein wenig, dies ist aber eher der Aufnahmetechnik anzulasten. Tullio Serafin, der großr Mentor der Callas, führt hier den Tacktstock. Sie sind bereits ein eingespieltes Team, da Serafin schon einige Aufnahmen mit Callas produziert hatte. Das Dirigat ist dynamisch und rhytmisch genau. Greifen sie bei dieser Aufnahme schleunigst zu. Der Preis ist zwar alles andere als kundenfreundlich, aber es lohnt sich!


Romantic Callas
Romantic Callas
Preis: EUR 22,99

26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berauschend, 15. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Romantic Callas (Audio CD)
Maria Callas ist mit Abstand die größte und beliebteste Opersängerin dieses Jahrhunderts. Die Zusammenstellung der einzelnen Stücke ist hervorragend getroffen, denn die schönsten Arien und Opernduette sind hier besonders liebevoll zusammengestellt. Neben den großen Belcanto-Heroinen, wie "Lucia di Lammermoor" oder Bellinis "Sonnambula", gibt es auch herrliche Arien von Verdi und Puccini. Die beiden schönsten Stücke auf dieser Cd sind für mich die Duette aus Puccinis "Madama Butterfly" und "La Bohéme". Die Stimme der Callas harmoniert sehr gut mit der klangschönen und höhensicheren Stimme von Giuseppe di Stefano, der viele Jahre ihr Bühnenpartner gewesen ist. Auch die wundervolle Arie der Gilda aus Verdis "Rigoletto" macht Staunen. Callas singt diese Arie mit einer wahren Mädchenstimme und wie gewohnt, erstellt sie ein grandioses Arienportrait. Auch das wunderbare "Vissi d'Arte" aus Puccinis "Tosca" ist brilliant. Die Stimme klingt jung, dynamisch und unverbraucht. Ausserdem ist ihre charakterliche Darstellung der Tosca ebenso beeindruckend, wie ihre gesangliche Darbietung. Auch die Arien aus Giuseppe Verdis "Il Trovatore" werden mit viel Gefühl und darstellerischem Überzeugungswillen dargeboten. Die Leonora war eine ihrer größten Rollen, denn die Callas hat die Partie so gesungen wie niemand sonst. Sie machte die komplizierte Verdi-Partie zu einer Belcantorolle und verzichtete nicht, wie viele andere Sängerinnen in dieser Zeit, auf die herrlichen Verzierungen und Koloraturen, welche den musikalischen Grundcharakter dieser Rolle bilden. Ein weiteres Highlight ist natürlich die große Auftrittsarie der Lucia. Callas singt hier atemberaubende Koloraturen und grandiose Spitzentöne. Zum Ende der Arie brilliert sie mit einem hervorragenden dreigestrichenen d. Für Anfänger und Leute, welche gerade erst anfangen, sich für die Callas zu interessieren, ist diese Cd ideal. Die Gesamtaufnahmen der einzelnen Opern mit der Callas, kauft man sich dann später sowieso.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 4, 2013 2:13 AM MEST


Prayers
Prayers
Preis: EUR 19,71

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Engelsstimme, 14. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Prayers (Audio CD)
Sumi Jo hat hier ein wunderschönes Recital eingespielt. Besonders zur Weihnachtszeit, wenn es draußen schneit und friert, dann wärmt diese glockenklare Stimme die Herzen wieder auf. Sie singt mit wunderschöner elegischer Stimme und brillianter Technik. Herrlich ist auch die Zusammenstellung der einzelnen Stücke auf dieser Cd. Die Stücke reichen von herrlichen klassischen Melodien bis hin zum Gospel. "Prayers" ist eine der schönsten und anrührendsten Cds, die ich in meiner Sammlung habe. Hier wird das Gebet zur Urform der tiefsten und innigsten menschlichen Wünsche und Empfindungen. Man höre sich nur das göttliche "Ave Maria" von Caccini an. Zum Weinen schön ist auch das "Breit über mein Haupt" und das Gebet der Maria aus "Maria Stuarda" von Donizetti. Hier brilliert Sumi Jo mit wunderbaren Spitzentönen und grandiosen Koloraturen. Aber auch das wundervolle "Laudate dominum" von Mozart ist berrückend schön und anrührend. Die Stimme der Jo ist in der Höhe leicht und strahlend, die mittlere und die tiefere Lage sind verführisch und sanft. Die Koloraturen und Verzierungen gelingen alle sehr gut und auch die moderneren Stücke von Loewe oder Bernstein werden wundervoll gesungen. Imposant ist auch das herrliche "Sanctus" von Charles Gounod. Diese Sängerin versteht es, dem Zuhörer eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen. Ich jedenfalls bin sowohl von dieser Stimme, als auch von James Conlon und seinem Orchester total begeistert und höre mir diese Cd sehr gerne und sehr häufig an, da man ja auch mal was fürs Herz tun muss. Lassen sie sich von dieser Engelsstimme verzaubern!


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