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Rezensionen verfasst von
GODFATHER "fantasybuch.net Rezensent" (Linz)

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Schattenschwert
Schattenschwert
von Jon Sprunk
  Broschiert

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Einige gute Ansätze-mehr aber auch nicht, 9. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Schattenschwert (Broschiert)
Nimea liegt nach einem langen Krieg in Trümmern. Doch anstatt das Land wieder aufzubauen, streiten sich die Herzogtümer mit der Kirche um Macht, Geld und Ländereien. Viele aufsässige, oder zu gierige Adelige werden kurzerhand von Aufragskillern zum Schweigen gebracht- ideale Geschäftsbedingungen für Cain, der seine Aufträge immer zuverlässig erledigt hat- bis jetzt...
Cain ist einer der besten Assasinen in Nimea. Er besitzt neben seiner Schnelligkeit und Skrupellosigkeit eine besondere Gabe: er kann sich im Schatten bewegen und wird dadurch für seine Umwelt unsichtbar. Doch in letzter Zeit spürt er merkwürdige Schwingungen, wenn er sich in die Schattenebene begibt. Darum will sich der Meuchelmörder zur Ruhe setzen.
Sein Auftraggeber und Freund bittet Cain darum, einen allerletzten Auftrag anzunehmen, der gut bezahlt und kinderleicht auszuführen sein soll. Als er die Villa des besagten Ziels erreicht und sich lautlos Zugang verschafft, ist sein Opfer bereits tot. Außerdem fehlt dessen Herz, das auf ungewöhnliche Weise entfernt und mitgenommen wurde. Einige Minuten später stürmt die Stadtwache die Villa. Cain kann sich nur mittels seiner Fähigkeit aus dem Staub machen. Er erkennt, dass sein Auftrag eine Falle gewesen ist- doch das war nur der Anfang.
Cain findet sich kurz darauf in einem Strudel aus Machtgier, Korruption und Verrat wieder, der von höchster Stelle dirigiert wird, und aus dem es scheinbar kein entrinnen gibt...

Jon Sprunk hat mit seinem Debütroman eines geschafft- mich zu langweilen! Gründe dafür gibt es einige. Zum ersten wäre da die unscheinbar dahinplätschernde Story, die alles andere als fesselnd ist. Zum zweiten sind die Personen schlecht ausgearbeitet, entwickeln sich nicht weiter und agieren in vielen Situationen äußerst naiv und berechenbar. Weiters zu erwähnen wäre noch die quasi nicht vorhandene Spannung, die dem Buch sehr gutgetan hätte. Auch die eingebaute "Romanze" wirkt sehr gekünstelt und unausgereift.
"Schattenschwert" wäre von der Grundidee ein gutes Buch mit viel Potential- auch auf Folgetitel bezogen. Leider muss ich sagen, dass ich mir etwaige Fortsetzungen garantiert sparen werde- es gibt einfach zu viele andere gute Bücher.
Positiv zu werten ist, dass das Werk nur knapp 400 Seiten lang ist und die Buchstaben sehr groß gedruckt wurden. Außerdem hat Herr Sprunk viele gute Ansätze, die aber ins Nichts verlaufen.

Mein Fazit: Ein Buch, das mich leider nicht überraschen, und auch mit den Charakteren und der Story nicht punkten konnte. Schade um diese vielen guten Ansätze.
Lieber was anderes lesen, da hat man mehr davon!


Das Lied von Eis und Feuer 01: Die Herren von Winterfell
Das Lied von Eis und Feuer 01: Die Herren von Winterfell
von George R.R. Martin
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr geht fast nicht mehr!, 27. März 2011
Winterfell ist eine Stadt, weit im Norden des Landes Westeros. Regiert wird sie von Eddard Stark, der ein alter Freund von König Robert Baratheon ist, und die äußerst wichtige Aufgabe inne hat, die uralte, riesige Mauer unweit seiner Stadt zu bewachen. Diese Mauer soll die finsteren Kreaturen in Schach halten, die im verfluchten Wald hausen. Aus diesem Grund wird das Bauwerk von der Nachtwache beschützt, der nur uneheliche Bastardkinder und Gesetzlose angehören...
Als der engste Berater des Königs das Zeitliche segnet, bittet Baratheon Eddard darum, diese Stelle zu besetzen. Nach anfänglichen Bedenken willigt Stark jedoch ein und überträgt seinem Sohn Robb die Herrschaft über Winterfell, solange er dem König dient. Seine jungen Töchter Sansa und Arya dürfen ihren Vater begleiten, während die männliche Nachkommenschaft in Winterfell bleiben muss...
Eddard erkennt seinen einst so willensstarken und souveränen Freund Robert nicht wieder. Er beugt sich den Meinungen seiner Berater und sogar seiner Frau und hat sich auch körperlich schwer gehen lassen. Genau das haben auch die Feinde des Königs erkannt und schmieden Pläne, Robert vom eisernen Thron zu stürzen...
Eddard Stark erkennt, dass er seiner Rolle als rechte Hand des Königs nicht gewachsen ist und stellt sich öffentlich gegen seinen einst so guten Freund. Damit nicht genug: seine Familie zerstreut sich in alle Himmelsrichtungen und wird von Meuchelmördern bedroht. Als Eddard zum Gegenschlag ausholen will, erkennt er, dass sich ein dichtes Netz aus Intrigen, Verrat und Korruption um ihn gesponnen hat, aus dem es kein entkommen zu geben scheint...

Als ich die erste Seite des Buches gelesen habe, dachte ich mir: Meine Güte, wieder so ein trockener Stoff, der sich über viele Bände erstreckt- doch weit gefehlt! Hält man bis zum Ende durch, wird man mit einer immens dichten und sehr gut abgestimmten Geschichte belohnt, die es locker mit anderen großen Fantasyserien aufnehmen kann. Eine kurze Zusammenfassung zu schreiben, war aufgrund der unzähligen Personen und Handlungsstränge eine große Herausforderung. Genau diese Komponenten sind für den Leser anfangs ertwas verwirrend, da man mit vielen Charakteren und Ortschaften in kürzester zeit konfrontiert wird.
Die genaue definition von "Gut und Böse" ist nicht immer einfach, da sich die Protagonisten auf jeder Seite weiterentwickeln und teilweise nicht lange genug leben, um sie genau einzuschätzen. Es gibt ausserdem zu viele Familien, die nach Macht und Einfluss streben. Dadurch wird die politische Situation sehr komplex. Meuchelmörder und Intriganten lauern praktisch hinter jeder Ecke und niemand ist vor einem Anschlag gefeit.
Für so weitreichend epische Geschichten kommt das Buch fast ganz ohne typisches Fantasygetier, ausgedehnte Kampfhandlungen und Magie aus. Der Autor versteht es ausgezeichnet, die Spannung ausschließlich durch Dialoge und Handlungsstränge zu erzeugen. Das macht "die Herren von Winterfell" so einzigartig.
Ich kenne leider nur die Überarbeitete Fassung, was mir einen Vergleich zum Erstdruck nicht gestattet.

Mein Fazit: Mehr Spannung, Protagonisten und Story wird man selten in einem Buch finden!
Dieses Buch muss man einfach gelesen haben!


Gorian, Bd. 01: Das Vermächtnis der Klingen
Gorian, Bd. 01: Das Vermächtnis der Klingen
von Alfred Bekker
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Auftaktband nach meinem Geschmack, 23. März 2011
Gorian wurde unter besonderen Umständen als Sohn eines Königs geboren. Als er das Licht der Welt erblickte, fiel ein feuriger Komet vom Himmel. Es wurde geweissagt, dass dieses Kind eines Tages das Böse für immer bannen würde...
Gorians Vater, der Schwertmeister Nhorich schmiedete aus dem Erz des Kometen zwei mächtige Klingen, die die Macht haben, jede auch noch so verderbte Kreatur zu vernichten...sogar den erzbösen Magier Morygor...
Viele Jahre später wird das Königreich Nhorichs von den Schergen Morygors angegriffen. Viele Menschen lassen ihr Leben, so auch der König. Doch die Armee des finsteren Magiers hat es auf den jungen Thronfolger abgesehen. Da sich Morygor der dunklen Magie bedienen kann, besitzt er die Fähigkeit, weit in die Zukunft zu blicken. So bedarf es der passenden Zeit und des richtigen Ortes, um all jene zu vernichten, die seinen Eroberungskrieg vereiteln könnten.
Gorian, der von seinem Vater in der Schwertkunst gut unterrichtet wurde, stellt sich der finsteren Schar tapfer entgegen. Doch Morygor hat seine kleine Armee mit einem der alten Frostgötter verstärkt- der den Thronfolger schnell überwältigt und an der richtigen Stelle töten will. Gorian wird jedoch in letzter Sekunde von Beliak,einem alten Freund seines Vaters gerettet und auf einem geheimen Weg, tief unter der Erdoberfläche in Sicherheit gebracht. Gorian erfährt ausserdem, dass seine einzige Überlebenschance darin besteht, zur Ordensburg zu reisen. Doch der Weg dorthin ist äußerst gefährlich...
Währenddessen fallen die beiden magischen Schwerter Morygor in die Hände, der sich bereits einen Plan zurecht gelegt hat, um Gorian habhaft zu werden...

"Das Vemächtnis" ist der Auftaktband einer neuen Trilogie aus der Feder von Alfred Bekker. Die Bücher handeln von Gorian, der versuchen soll, das Böse endgültig zu besiegen. Hilfe erhält er von einer Handvoll Leute, die unterschiedlichen nicht sein könnten. Darunter befindet sich ein alter Ordensmeister, eine Heilerin, ein Bogenschütze... Alles in allem eine gut zusammengewürfelte Truppe, die sich gut ergänzt. Der Handlungsstrang ist zwar einfach gestrickt, die Charaktere, die alle ihre Stärken und Schwächen haben, trösten darüber hinweg. Morygor und seine Schergen, unter denen sich auch Frostgötter und allerhand anderes Getier befindet, runden das Ganze schön ab.
Die Geschichte wird nie langweilig- an einigen Stellen kann man sich ein Schmunzeln nur schwer verkneifen. Alles ist gut beschrieben, worurch man sich die Personen und Orte gut vorstellen kann. Das Buch beinhaltet auch viele Spannungsbögen, die es dem Leser schwer machen, es aus der Hand zu legen. Falls die Folgebände das Niveau des ersten Teiles halten oder (was schwer sein dürfte) toppen sollte, ist diese Trilogie eine Pflichtlektüre für alle "oldschool" Fantasyliebhaber!

Mein Fazit: Eine erfrischend gut geschriebene Geschichte, die nicht nur starke Charaktere, sondern auch viel Spannung zu bieten hat und für den Leser immer eine Überraschung parat hält.
Diesen ersten Teil muss man einfach gelesen haben- aber bitte erst ab 16 Jahren.


Götterkinder 1: Das wilde Land
Götterkinder 1: Das wilde Land
von David Eddings
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gar nicht mal so schlecht, 22. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Götterkinder 1: Das wilde Land (Taschenbuch)
Viele Jahrzehnte herrschte im Land Dhrall Frieden, der von vier alten Göttern gewährleistet wurde. Doch diese Götter sind ihrer Aufgabe überdrüssig geworden und widmen sich eher ihren eigenen Interessen.
Und genau diese Unachtsamkeit nutzt das Böse, um wieder zu Kräften zu kommen. Das Vlagh, wie es auch genannt wird, wurde vor Ewigkeiten besiegt und im Ödland tief im Landesinneren verbannt.
Als das Vlagh alles Böse um sich schart und eine riesige Armee aus dem Boden stampft, die Dhrall völlig überrennen könnte, werden die Götter aufmerksam. Da es ihnen verboten ist, direkt in das Schicksal der Menschen einzugreifen, bitten sie eine Handvoll Krieger mit besonderen Talenten, für eine königliche Bezahlung die Verteidigung des Landes zu organisieren. Da fast alle Menschen käuflich sind, wenn der Preis stimmt, vergrößert sich das Heer von Tag zu Tag. Außerdem werden die Götter von vier Kindern begleitet, die seltsame Träume haben, die die Zukunft des Landes weissagen. Und die Prophezeiungen sind nicht gerade rosig...
Zusätzliche Hilfe erhalten die Menschen von den Elementen, die zwar auch nicht direkt in die Geschehnisse eingreifen dürfen, aber viele Dinge wie Wetter und Naturkatastropen positiv beeinflussen können.
Auch die Begleiter der Götter sind für den Ausgang des bevorstehenden Krieges ausschlaggebend, den in ihnen schlummert ein mächtiges Geheimnis...

Das wilde Land ist der erste Teil der Götterkinder-Serie von David und Leigh Eddings. Die Autoren verwenden nie viel Zeit mit detailierten Beschreibungen der Personen oder Ortschaften, sondern konzentrieren sich vielmehr auf den Charakterausbau der Protagonisten und die Geschichte- und die ist wirklich gut und flüssig geschrieben. Der Handlungsstrang verästelt sich mehrmals, verknüpft sich im Verlauf des Buches aber immer wieder neu, woraus sich viele interessante Kombinationen ergeben.
Gut, nichts ist wirklich neu und bei einigen Passagen hat man das Gefühl, den Inhalt schon irgendwo einmal gelesen zu haben. Den Vergleich mit der "Herr der Ringe"- Trilogie kann ich mir hier nicht verkneifen- vieles scheint abgekupfert. Aber wie die verschiedenen "Abschriften" verpackt, verknüpft und ausformuliert sind, ist schon bemerkenswert.
Auf keiner Seite hatte ich das Gefühl der Langeweile und das hat schon was zu bedeuten! Die Personen sind gut gewählt und die Story gut strukturiert. Die Götter sind nicht unbedingt sympathisch, was sehr authentisch rüberkommt. An einigen Stellen vielleicht etwas zu vorhersehbar. Der Krieg kommt schön langsam in Gang und ich kanns kaum erwarten, weiterzulesen!

Mein Fazit: Ein gut struktuiertes, mit interessanten Charakteren versehenes und sehr harmonisch und flüssig zu lesendes Buch, das auf einiges hoffen lässt.
Empfehlenswert für all jene, die altbewährte Fantasykost bevorzugen.


Justifiers: Collector
Justifiers: Collector
von Markus Heitz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für die paar Seiten etwas zu teuer, 20. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Justifiers: Collector (Gebundene Ausgabe)
"Obhut" ist der erste von zwei Teilen einer Graphic Novel rund um das von Markus Heits verfasstem Endzeit-Sci-Fi- Buch "Collector". Die Geschichte dreht sich um einige Personen, die anfangs nichts miteinander zu tun haben.
Zum ersten wäre da Anatol Lysander, der an einer seltenen Hirnkrankheit leidet, die ihm einerseits zwar ermöglicht, jede Sprache des Universums zu verstehen, andererseits aber ohne Medikamente in den Wahnsinn treibt...
Der zweite Hauptcharakter ist Kris Schmidt-Kneen, eine Art LKW-Fahrer, der dafür bekannt ist, die schwierigsten Fuhren zu übernehmen. Diesesmal jedoch führt ihn seine Ladung buchstäblich weit weg von seinem Heimatplaneten...
Die nächste wäre eine fanatische Priesterin, die nicht an die guten Absichten der Collectors glauben will. Darum begibt sie sich auf einen weit entfernten Planeten, der erst kürzlich unter die Obhut der ausserirdischen Rasse genommen wurde und beginnt dort mit ihren Nachforschungen, die übles ans Licht bringen...
Der letzte Hauptcharakter ist die Drogendealerin Faye Durrick, die wegen eines Angriffs auf einige verdeckte Ermittler im Gefängnis sitzt. Dort wird sie zum Tode verurteilt. Doch als sie Besuch von einem Chim (menschliche Tiermutanten) bekommt, der ihr eine Chance bietet, für einen kleinen Auftrag weiterzuleben, nimmt sie dankend an...

Die Handlungsstränge der Hauptcharaktere haben auf der ersten Blick nichts miteinander zu tun. Im Verlauf der Geschichte verknüpfen sie sich aber geschickt miteinander. Wer das Buch (übrigens sehr zu empfehlen!) nicht kennt, hat vielleicht Schwierigkeiten, sofort in die Geschichte zu finden.
Die Zeichnungen und Illustrationen von Hannes Radke und Jörg Krismann entführen den Leser bzw. Betrachter in eine sehr düstere Endzeit-Sci-Fi-Welt, in der es an der Tagesordnung ist, mit tierartigen Mutanten und Ausserirdischen Kontakt zu haben. Die Absichten der Collectors scheinen ja recht nobel...
Leider ist die Geschichte sehr irreführend und mag dem Leser bunt zusammengewürfelt erscheinen, was sich auch nach dem dritten Durchblättern nicht bessert. Der sehr brutale und vulgäre Ausdrucksstil der Protagonisten ist etwas zu überzogen und mir daher im Vergleich zum Buch auch sauer aufgestossen.
Was mich aber am meisten gestört hat, ist die Teilung der Geschichte in zwei sehr kurzen Bänden, die über dies für meinen Geschmack auch noch etwas zu teuer sind. Warum sich der Verlag dazu entschlossen hat, ist mir schleierhaft.

Mein Fazit: Ein sehr kurzes, bildgewaltiges Abenteuer aus dem Justifiers-Universum, das leider nicht auf ganzer Linie überzeugen kann.
Mein Tipp: Vorher das Buch lesen, da die Geschichte dadurch leichter verständlich wird. Für Heitz-Fans auf jeden Fall ein Muss.
Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Teil.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 25, 2012 9:42 PM MEST


Blutiger Kuss / Gefangen in der Ewigkeit
Blutiger Kuss / Gefangen in der Ewigkeit
von Stephanie März
  Broschiert
Preis: EUR 11,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Reine Zeitverschwendung, 20. März 2011
Matthew ist bereits seit langer Zeit ein Vampir, doch nicht glücklich mit dieser Tatsache. Er sehnt sich danach, wieder sterblich zu sein, doch diese Türe scheint für immer verschlossen. Er fristet sein trostloses Leben, bis ihm eines Tages Curley über den Weg läuft. Curley ist ein kleines Mädchen, das ihre Eltern verloren hat und seitdem im Waisenhaus lebt.
Matthew entdeckt seine menschliche Seite und nimmt das Mädchen kurzerhand mit zu ihm nach Hause. Nach einem langen Gespräch erfährt er, dass Curley eine Schwester namens Melody hat, die jedoch vor langer Zeit die Familie verlassen hat.
Und wie der Zufall so spielt, läuft Matthew auch Melody über den Weg. Nach einer großen Familienwiederzusammenführung in seiner Wohnung merkt der Vampir, dass er sich anscheinend in Curleys Schwester verliebt hat. Da er die kleine Schwester seiner Angebeteten nicht alleine lassen kann, muss sie bei ihm bleiben.
Melody fühlt sich auch zu Matthew hingezogen und unterbreitet ihm den Vorschlag, sich als seine Verlobte auszugeben, um Curley aus dem Waisenhaus zu holen. Matthew weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Melody längst weiß, mit wem sie sich einlässt, und selbst ein Geheimnis hat, das dem Vampir gefährlich werden könnte...

"Gefangen in der Ewigkeit" ist der Auftaktband einer neuen Vampirtrilogie, dem nicht nur der Biss fehlt, sondern auch interessante Charaktere und eine halbwegs brauchbare Story. Gut, die Charaktere hätten viel Potential- ich bezweifle aber ernsthaft, dass die Autorin es schafft, in den Folgebänden etwas daraus zu machen. Die Protagonisten agieren sehr hölzern und können auf keiner Seite überzeugen- im Gegenteil: Curley begleitet ohne eine Nachfrage den Vampir nach Hause- was sogar für ein emotional angeschlagenes Mädchen sehr naiv ist. Matthew ist ein Vampir, wie man ihn sich nicht wünscht- verweichlicht und gutgläubig. Von Melody will ich erst gar nicht reden. Die Wortwahl ist auch nicht das Gelbe vom Ei, ebenso die an einigen Stellen etwas eigenartige Satzstellung. Dies kann aber auch am Korrekturleser liegen. Die Liebesgeschichte ist sehr kitschig und erzwungen, ebenso die "zufälligen Begegnungen" der Protagonisten.
Alles in allem ein enttäuschend blutleeres Vampirbüchlein, das sich nur eingefleischte Vampirschnulzenliebhaber zu Gemüte führen sollten.

Mein Fazit: Eine langweilige, mit uninteressanten Charakteren und einer blutleeren Storyline versehenen Vampirliebesschnulze, die wirklich nur eingefleischte Fans dieses Genres und kleine Mädchen lesen sollten.
Enttäuschend auf ganzer Linie- schade.


Guns and Swords Band 1
Guns and Swords Band 1
von Nina Nowacki
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Serie könnte was werden..., 28. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Guns and Swords Band 1 (Taschenbuch)
Isaac Morrison ist vor kurzem erst zum Offizier befördert worden und wird unerwartet dazu auserkoren, den Königssohn nach Ebla zu eskortieren.
Isaac wird dabei von Kommandant Raydon Haynsworth unterstützt, der ihm von der ersten Begegnung an merkwürdig vorkommt und ihn sogar bis in seine Träume verfolgt.
Damit aber nicht genug: Isaac scheint eine besondere Anziehungskraft auf Haynsworth zu besitzen. Die Annäherungsversuche laufen Anfangs nur im Geheimen- bis Isaac von seinem Vorgesetzten in dessen Kabine auf einen Umtrunk eingeladen wird, dem eine sehr hohe Dosis Beruhigungsmittel beigefügt wurde.
Morrison wird kurz darauf von Raydon unsittlich bedroht und muss entsetzt feststellen, dass Haynsworth nicht nur ein höherer Offizier ist, sondern auch etwas völlig anderes'

Zuallererst mal ein ganz dickes Lob an Frau Nowacki. Sie ist eine der wenigen, die es geschafft hat, ohne endlose Dialoge und überladene, extrem detailreiche Zeichnungen trotzdem zu brillieren.
Die geradlinige, an einigen Bildern schon fast minimalistische Strichführung gefällt mir außerordentlich gut. Hätte nie gedacht, dass solch 'einfach gestrickte' Zeichnungen eine so dichte Atmosphäre erzeugen können.
Die kolorierten Einleitungsseiten zeigen, wie man sich die Farbgebung vorstellen sollte.
Die Story ist gut durchdacht und die Protagonisten können mit ihren Wesenszügen durchaus begeistern.
Der einzige Wermutstropfen ist der etwas zu hohe Preis des Büchleins.
Ansonsten gibt's nichts zu meckern- weiter so!

Mein Fazit: Ein geradlinig gezeichneter Comic, der sich mehr auf die Darsteller konzentriert und eine gut ausbaubare Storyline beinhaltet.

Sehr empfehlenswert für über 13- Jährige. Jüngere Leser könnten Probleme mit dem Inhaltsverständnis bekommen.
Ich freue mich auf die nächsten Teile.


Der Veteran: Roman
Der Veteran: Roman
von Gavin Smith
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgesprochen guter Debütroman, 14. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Veteran: Roman (Taschenbuch)
Seit über 60 Jahren tobt ein erbitterter Krieg zwischen den Menschen und einer außerirdischen Rasse, die von allen nur SIE genannt wird. Wo immer es zu Kontakten der beiden Rassen kommt, unterliegen die Menschen den schier unbezwingbaren Kreaturen, die bereits Kurs auf die Erde genommen haben'

Jakob Douglas ist ein Veteran der britischen Streitkräfte, der in seiner aktiven Laufbahn in unzähligen Schlachten bewehrt hat. Sein Körper wurde von der Regierung mit Implantaten und bionischen Erweiterungen zu einer Killermaschine gemacht und, nachdem er einen Befehl verweigert hat, in den unehrenhaften Ruhestand entlassen.
Jakob lebt von einem Tag in den anderen und verprasst sein Geld mit virtuellem Sextourismus, Alkohol und einigen anderen illegalen Dingen- bis er eines Tages wieder reaktiviert und zu einer geheimen Mission gezwungen wird.
Einer von IHNEN soll auf der Erde gelandet sein und Jakobs Auftrag lautet ihn aufzuspüren und zu eliminieren.
Als er den Außerirdischen nach einiger Zeit tatsächlich findet, muss er feststellen, dass auch andere Fraktionen an dem Wesen interessiert sind. Jakob erkennt auch, dass ES keineswegs aggressiv ist, sondern vielmehr eine wichtige Botschaft übermitteln will- Frieden!
Leider sehen das seine Gegenspieler anders und machen Jagd auf Jakob. Der Veteran schart seine ehemaligen Kollegen und Freunde um sich und findet sich kurze Zeit später in einem Privatkrieg wieder, der von höchster Stelle inszeniert wurde'

'Der Veteran' von Gavin Smith ist ein erfrischend flüssig lesbarer und von der ersten Seite an spannender Science-Fiction-Roman der besonderen Art.
Die Story ist zwar nichts wirklich neues, wurde aber gut umgesetzt und birgt die eine oder andere Überraschung in sich. Einige Passagen sind vorhersehbar, andere wiederum nicht, was der Autor sicher so beabsichtigt hat. Der Leser wird dadurch gewissermaßen zum Weiterlesen gezwungen- im positiven Sinne.
Die Personen sind ein illustrer, zusammengewürfelter Haufen aus 'erweiterten' Menschen, Außerirdischen, Robotern und allerhand anderer Lebewesen, die einen Hauptteil zum Gesamtwerk beitragen.
Man kann sich nie sicher sein, welcher Charakter denn nun Gut oder Böse ist- die Grenzen verschwimmen ein wenig. Dadurch erscheinen auch 'Bösewichte' durchaus sympathisch.
Besonders interessant ist Jakob, der mit seiner Wiedereinberufung nicht zurecht kommt und mit gesellschaftlichen, physischen und psychischen Problemen zu kämpfen hat.
Die Geschichte spielt in einer Art postapokalyptischer Welt, die aus eine Mischung aus 'Mad Max' und 'Star Trek' gebastelt sein könnte.
Negativ zu werten sind eigentlich nur die etwas nervigen Wiederholungen von SIE, IHNEN, usw. die oft mehrmals hintereinander in einem Satz Verwendung finden.

Mein Fazit: Eine flüssig und gut verständlich zu lesende Geschichte, die mit starken, abwechslungsreichen Charakteren glänzen kann und den Leser in eine Welt entführt, in der es nicht nur Schwarz und Weiß gibt.

Ich hoffe sehr, dass die Folgebände nicht zu lange auf sich warten lassen!
Uneingeschränkt empfehlenswert für alle SCI-FI-Fans.


StarCraft II: Heaven`s Devils (Roman zum Game)
StarCraft II: Heaven`s Devils (Roman zum Game)
von William C. Dietz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Einstiegsbuch in das Starcraft-Universum, 28. Januar 2011
Durch die lang anhaltenden Kriege stehen die Menschen der Randbezirke an der Schwelle zur Armut. Es gibt nicht viel Arbeit, mit der man genug Geld verdienen kann, um seine Familie zu versorgen- außer man tritt den Streitkräften bei'

Der 18- jährige Jim Raynor arbeitet sich auf der Farm seines Vaters die Finger wund und träumt davon, Abenteuer zu bestreiten und finanziell ausgesorgt zu haben.
Als er eines Tages während der Feldarbeit von einem Marine angesprochen wird, entschließt sich Jim dazu, den Streitkräften beizutreten und den damit verbundenen Sold seinen Eltern zu schicken, um ihnen aus den Schulden zu helfen.
Seine Eltern raten ihm von seinem Vorhaben ab- Jim verlässt noch in derselben Woche den elterlichen Hof und macht sich auf den Weg in Richtung Treffpunkt.
Dort angekommen, wird er mit vielen anderen Rekruten in einen Truppentransporter gepfercht und auf einen weit entfernten Planeten verfrachtet, auf dem sich eine Ausbildungsstätte der Space- Marines befindet.
Dort trifft Jim auf den Heißsporn Tychus Findlay, mit dem er in der Zukunft einige Schlachten und Abenteuer bestreiten wird'
Jim wird mit einigen anderen Marines beauftragt, ein feindliches Lager zu infiltrieren und gerät in einen Strudel aus Verrat und Korruption, die bis in die höchsten politischen und militärischen Ränge reicht'

'Heavens Devils' ist die Vorgeschichte zu 'Starcraft 2'. Freunde des Games werden im Buch einige Charaktere wiedererkennen.
William C. Dietz hat hier zwar keine literarische Meisterleistung vollbracht, - hat es aber trotzdem geschafft, mich ans Buch zu fesseln. Die Story ist ein wenig faserig und flach, dafür kommen die Protagonisten mehr zur Geltung- vor allem Jim Raynor und seine Freunde.
Personen und Ortschaften sind gut beschrieben, was die Vorstellung im Kopfkino etwas erleichtert. Einige Kampfszenen sind etwas überhastet geschrieben- man verliert leicht den Überblick, wer jetzt mit wem kämpft.
Das Buchcover zeigt im Helm einen glänzenden Totenkopf, der ein bisschen an 'Gears of War' erinnert.

Mein Fazit: Ein gutes Buch, das viele offene Fragen bezüglich des Spiels beantworten dürfte und Fans wie Neueinsteiger gleichermaßen begeistern sollte.

Fans der Starcraft-Bücher werden nicht herumkommen, dieses Werk zu lesen- für Erstleser vielleicht das ideale Buch zum Einstieg.


Die Pforte
Die Pforte
von Patrick Lee
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch mit schwachem Schluss, 9. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Pforte (Taschenbuch)
Der Expolizist Travis Chase wurde vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen und entdeckt auf seiner Reise durch Alaska einen riesiges Flugzeugwrack. Da es keinerlei Beschriftungen trägt, macht es für Travis umso interessanter, es zu erkunden.
Doch nachdem er sich Zutritt verschafft hat, macht er einen grausigen Fund: das Flugzeug ist voller Leichen, die alle auf dieselbe Art gestorben sind- einen sauberen Kopfschuss.
In einem kleinen Raum stößt er auf eine Frauenleiche, die sich nach näherer Betrachtung als die First Lady herausstellt. Neben ihr auf dem Boden liegt ein Zettel mit Anweisungen für jene, die das Wrack finden- das Flugzeug wurde angegriffen und einige Geiseln entführt, die sich in einem nahen Lager aufhalten müssten. Diese müssen, neben den Entführern ebenfalls getötet werden, da sie wertvolle Informationen preisgeben könnten.
Travis sammelt einige Gewehre auf und macht sich auf die Suche nach den Entführern und wird einige Meilen entfernt tatsächlich fündig, erschießt kurzerhand die Geiselnehmer, verschont allerdings die verbliebene weibliche Geisel und bringt sie in ein nicht weit entferntes Dorf.
Dort macht er Bekanntschaft mit einem Agenten, der sich allem Anschein nach mit einem Artefakt unsichtbar machen kann, und gerät kurz darauf in einen Strudel aus Macht, Korruption, Intrigen und verrückten Wissenschaftlern.
Travis weiß jedoch noch nicht, dass dies nur der Anfang ist und er die Zukunft der Menschheit entscheidend verändern wird'

'Die Pforte' von Partick Lee ist ein erfrischend actionlastiger Sci-Fi-Thriller der besonderen Art. Es passen nicht nur die Personen perfekt in die Geschichte, sondern auch die gute Story, die zwar anfangs etwas verwirrt, sich zum Schluss hin jedoch ganz gut aufklärt.
Da es mehr oder weniger nur einen Handlungsstrang gibt, liest sich das Buch praktisch wie von selbst. Herr Lee hält sich auch nicht lange damit auf, Personen, Orte oder Dinge ausführlich zu beschreiben, sondern baut sie gleich in die Geschichte ein.
Zeit zum Verschnaufen hat man selten, da die Geschichte auf keiner Seite langweilig wird.
Ein besonderes Zuckerl ist die Pforte, aus der verschiedene Artefakte erscheinen, deren Wirkungsweisen von Wissenschaftlern enträtselt und einer Geheimorganisation zur Verfügung gestellt werden, um das 'Böse' in Schach zu halten.
Das Ende hat mich nicht richtig überzeugen können und die Professionalität, mit der Travis seine Gegner ausschaltet grenzt schon fast an einen Superhelden.
Ansonsten gibt's nichts zu meckern.

Mein Fazit: Ein sehr actionreiches Werk, das viele Elemente aus Sci-Fi, Thriller und Krimi in sich vereint und den Leser von der ersten Seite an zu fesseln vermag.
Fans der Miniserie 'The lost Room' kommen hier garantiert auf ihre Kosten.
Sci-Fi-Fans die gerne mal einen Thriller lesen, sei dieses Buch ans Herz gelegt.
Bitte mehr davon!


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