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Beiträge von Lotta Cornelis
Top-Rezensenten Rang: 13.954
Hilfreiche Bewertungen: 74
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Rezensionen verfasst von Lotta Cornelis "Habibi" (Tübingen)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Sprachgewaltiges Epos, 1. Mai 2013
Dieses Buch haut einen um. Michael Köhn jongliert mit der Sprache wie ein Artist mit brennenden Fackeln. Er rotzt, speit, würgt, kotzt die Worte und Sätze hervor wie Salven aus einem Maschinengewehr. Ähnlich gewalttätig geht es zu in seinem Mikrokosmos des Berlins der Glatzen, der Migranten und deren Opfer. Immer aktuell und mit Zeitbezügen zu tatsächlichen Vorfällen. Und die Form immer dem Inhalt entsprechend. Meisterhaft! Man gerät in einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Das hat seit langem kein Buch mehr bei mir geschafft. Assoziationsketten, Dialoge, die lebensechter nicht sein können, die Wucht der Gefühle. Das Thema existenzialistisch: Liebe, Tod, Rache. Und dazwischen jede Menge Zitate aus dem Berufsfeld des Protagonisten: der Musik. Sehr kenntnisreich, sehr passend an den einzelnen Stellen eingesetzt. Man darf gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht, ausgeht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Einem kranken Hirn entsprungen, 30. April 2013
Bereits nach den ersten Seiten hatte ich den Eindruck, dass hier ein Mann (woher weiß man, ob der Autorinnenname nicht ein Pseudonym für einen Mann ist?) seine perversen Fantasien auslebt. Das ist allerunterste Schublade und unglaubwürdiger gehts überhaupt nicht mehr. Normalerweise schreibe ich keine Rezis, bevor ich ein Buch nicht zu Ende gelesen habe, doch für diesen Schund ist mir meine Zeit zu Schade. Was will die Autorin (so es eine "sie" ist) mit diesem - noch dazu völlig stilfreien - Geschreibe eigentlich sagen bzw. erreichen? Da kann ich nur sagen: Pfuii! Schämen Sie sich!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Wiederholungen ohne Ende, 14. Oktober 2012
Auch ich hatte die ersten 3 Bände mit Vergnügen gelesen, besonders das Personal des Sonderdezernats Q gefiel mir wegen der Schrulligkeit. dieser 4. Band hat mich allerdings von Anfang an enttäuscht. Während der ersten 150 Seiten dachte ich immerzu: wann geht es endlich los? Ständig wurden die wenigen Dinge, um die es ging, wiederholt wie eine tibetanische Gebetsmühle. Als ob der Leser zu blöd sei, die - nicht besonders komplexen - Zusammenhänge zu erkennen. Der Mittelteil zog sich dann ohne Ende und triefte vor Betroffenheits- und Mitleidskitsch. So schlimm das alles war, was Nete und den anderen Frauen geschehen ist, es ist nicht Aufgabe eines Thrillers, dies immer und immer wieder in wenig abgewandelter Form dem Leser unter die Nase zu reiben. Unter Spannung stelle ich mir etwas anderes vor. Zudem war alles sehr vorhersehbar (einzig der kleine überraschende Schlenker am Ende nicht, der das Ganze aber auch nicht mehr herausreißen konnte). Man wusste ja schon ziemlich bald, was geschah bzw. geschehen war. Die 3 Sterne, die ich vergebe, sind da schon sehr hochgegriffen, ein weiteres Buch werde ich mir höchstwahrscheinlich nicht kaufen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Heißer Lesespaß, 11. September 2012
Mir hat dieses Buch viel Spaß gemacht. Stilistisch top und inhaltlich überraschend. Die Autorin schreibt deutlich, ohne je pornografisch zu werden, beim Lesen wird die Fantasie angeregt, es prickelt und man kann nicht genug bekommen. Eindeutig eine Empfehlung für solche Leser, die auch härtere Schilderungen vertragen können.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe..., 27. Juli 2012
Ohne vorher etwas von der Autorin gehört oder gelesen zu haben, und zum Glück auch, ohne vorher die 1-Sterne-Rezensionen gelesen zu haben, die mich vielleicht vom Runterladen abgehalten hätten, lud ich mir also vor ein paar Tagen das Gratis-Buch auf meinen Kindle. Den Anfang fand ich nicht gelungen, als Leser wurde man in eine Situation geworfen, mit der man wegen Unkenntnis der Umstände und der Protagonisten nichts anfangen konnte und deshalb recht verwirrt war. Der Rest aber war genial! Wie da das scheinbare Luxusleben der seelisch verkrüppelten, von Beruf Mutter und Ehefrau seienden Großstadtfrauen beschrieben wurde, das war wirklich große Schule! Nur wer selbst Kinder (allein) erzogen und psychisch destruktive und verletzende Männer kennengelernt hat, weiß, wieviel Wahrheit in den Schilderungen des Lebens der drei Frauen steckt. Und dabei schafft es die Autorin, mit soviel Ironie und Bissigkeit die Situationen zu schildern, dass ich alle paar Minuten laut auflachen musste. Ein wirklich tolles Buch, dem ich viele Leserinnen wünsche!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Enttäuscht nach "Verlangen", 5. Mai 2012
Nachdem mich das erste Buch, was ich von Evelyn Holst gelesen habe, begeistert hatte, hat mich das jetzige sehr enttäuscht. Das Thema war - bedingt durch die Arbeit der Protagonistin Alexa - wieder Gewalt gegen Frauen, diesmal ging es um einen Lehrer, der nachts Frauen beobachtet und irgendwann bei ihnen einsteigt, um sie zu vergewaltigen. Da es von vornherein klar war, um wen es sich dabei handelt, war ein gut Teil der möglichen Spannung schon von Anfang an weg. Der Roman zog sich hin mit psychologischen Erklärungsversuchen und wiederholten Beschreibungen derD Taten sowie des Prozesses am Schluss. Das wichtigste Manko war tatsächlich die völlig fehlende Spannung und die ständige Wiederholerei, ebenso Längen bei Schilderungen von Familienleben etc. Es war wirklich stellenweise so langweilig, dass ich die Seiten nur überflogen habe, um endlich zum Ende zu kommen - das ebenso vorhersehbar war. Außerdem - für ein lektoriertes Buch - viel zu viele Rechtschreib- bzw. Tippfehler, sachliche Fehler (Durchsuchungsbefehl!!) und andere Ärgerlichkeiten. Wenn ich mir nicht das dritte Buch der Autorin bereits meinen Kindle geladen hätte, hätte ich es jetzt sicher nicht mehr. Ich kann nur hoffen, dass es wieder mehr an ihr Buch "Verlangen" heranreicht, sonst bin ich mit dieser Autorin "durch".
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Spannendes Thema, toller Stil, außergewöhnliche Figuren, 3. Mai 2012
Ich kannte die Autorin bisher nicht, werde aber ganz sicher noch alles lesen, was es von ihr gibt. Denn selten hat mich ein Buch so in Bann gezogen, begeistert und angesprochen wie dieses. Die Figuren sind sehr gut gezeichnet (auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass es tatsächlich so einen "netten" Luden gibt und dass sich eine Polizistin wirklich so weit mit ihm einlässt), die Zwischenstücke aus Sachbüchern zur Erklärung fand ich sehr hilf- und aufschlussreich. Auch der Stil der Autorin hat mir sehr gefallen, nicht altbacken, sondern frech und unkonventionell, genauso wie die Protagonistin Alexa, deren Mutter und noch einige andere in diesem Roman. Eine unbedingte Weiterempfehlung von mir (wenn auch nicht unbedingt geeignet für Leute mich schwachen Nerven)!
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5.0 von 5 Sternen
Spannendes Panorama des Bauernkrieges, 1. Mai 2012
Auch ich finde den Titel nach dem Lesen des Buches völlig daneben, was jedoch sicherlich nicht der Autorin anzulasten ist. Mit viel historischem Sachverstand und stilistischem Können erzählt Isabell Pfeiffer hier die Geschichte einer mutigen Frau inmitten der Wirren der Bauernaufstände. Was ich vermisste, war ein Hinweis auf Thomas Müntzer, dessen Name nicht einmal im Buch erwähnt wurde. Ansonsten habe ich nichts gefunden, was mich gestört hat. Ein kurzweiliges Lesevergnügen, das Lust auf mehr von der Autorin machte.
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5.0 von 5 Sternen
Skurriles Panoptikum, 1. Mai 2012
Da meine erste Rezension aus unerfindlichen Gründen verschwunden bzw. gar nicht erst angezeigt wurde, möchte ich es nicht versäumen, dem wunderbaren Buch von Linda Entz hiermit erneut meine Referenz zu erweisen. Die Geschichten von Linda Entz beginnen meist wie ganz normale Beobachtungen aus dem täglichen Leben, das Personal ist der Nachbar, der Kollege oder eben die Menschen, die uns allen tagtäglich begegnen. Doch irgendwann kippt die Erzählung ins Groteske, Überraschende, aber immer in einem ausgesuchten Stil, dem man anmerkt, dass die Autorin ihr Handwerk beherrscht. Ihre Einfälle lassen mich schmunzeln, ich denke oft: warum bist du nicht selbst auf so eine tolle Idee gekommen (z.B. bei der Handwerkergeschichte - ich arbeite nämlich selbst in einem Handwerksbetrieb). Ein Buch, das auf jeden Fall lesenswert ist für jene, die einmal abseits vom täglichen Einerlei auf Spurensuche gehen wollen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Interessanter Blick hinter die Kulissen, 20. März 2012
Dies war das erste Buch, das ich von der Autorin Claudia Puhlfürst gelesen habe, es wird aber nicht das letzte sein. Der Stil der Autorin ist literarisch durchaus anspruchsvoll, keineswegs der trockene Sachbuchstil, mit dem man dieses Thema auch hätte behandeln können. Um all die Fakten aus Ermittlungsarbeit, Prozessverläufen und Täterhintergrund zusammentragen und verbinden zu können, muss die Autorin einen ungeheuren Rechercheaufwand (wohl in erster Linie Aktenstudium) betrieben haben. Da, wo andere Bücher dieses Genres aufhören, nämlich bei der Verhaftung des Verdächtigen, macht Claudia Puhlfürst noch lange nicht Schluss. Detailliert beschreibt sie den Prozess, das teilweise Leugnen und Widerrufen von Geständnissen und vieles mehr. Ein Buch ganz ohne voyeuristischen Blick, aber für alle, die mehr wissen wollen als das, was in der Zeitung steht, ein Muss!
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