Profil für Lionheart > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Lionheart
Top-Rezensenten Rang: 1.226
Hilfreiche Bewertungen: 1248

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Lionheart

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Mord in Serie 14: Eingemauert
Mord in Serie 14: Eingemauert
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannender Hör-Thriller, 3. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Mord in Serie 14: Eingemauert (Audio CD)
Mit dem Titel "Eingemauert" weckt Autor Markus Topf bereits vor dem Hören Fantasien bei seinem Publikum. Dem Kopfkino kann man sich bei dieser Handlung wahrlich nicht entziehen. Schon in den ersten Hörminuten geht es rasant zur Sache und Langeweile kam bei mir in keiner Miinute auf.

Dier Handlung ist verstrickt und präsentiert den HörerInnen so manche Überraschung. Die eine oder andere unvorhersehbare Wendung lässt dieses Hörspiel zu einem spannenden Hörvergnügen werden.

SprecherInnen und Geräuschkulisse können auch bei dieser Folge von "Mord in Serie" überzeugen. Tobias Kluckert sticht hier besonders hervor, er erweckt mit seiner Stimme den Protagonisten Nick Zabel gekonnt zum Leben.

Spannung, eine düstere Atmosphäre und ausgeklügelte Geheimnissse: Was will man mehr?
5 Sterne und meine Kaufempfehlung für dieses Hörvergnügen!


Mord in Serie 15: Todesangst - Urban Explorerz
Mord in Serie 15: Todesangst - Urban Explorerz
Preis: EUR 6,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen durchschnittliche Folge, 3. Januar 2015
Die HörerInnen dieses Hörspiels begleiten die Urban Explorerz, zwei etwas abgedrehte Internetfreaks, bei ihren Besichtigungen alter Gemäuer. Jene Gebäude weisen in der Regel eine besondere Geschichte auf. Das Objekt, das in der aktuellen Folge von "Mord in Serie" inspiziert wird, ist das ehemalige Hotel eines vermeintlichen Massenmörders. Wer die Serie kennt, ahnt jedoch bereits zu Beginn, das der erste Eindruck bald in sich zusammenfällt und die Geschichte eine andere Wendung nimmt.

Handlungstechnisch empfand ich diese Folge weitaus schwächer als das zugleich erschienene "Eingemauert".
ACHTUNG SPOILER:
Das Herumirren in dem alten Hotel wirkt auf mich recht langatmig. Zudem empfand ich es als seltsam, dass man eine Audioaufnahme findet, welche so eine Art Tagebuch des Killers darstellt. Man sollte meinen, dass diese als Beweistsück sichergestellt worden wäre. Ein solches Beweisstück würde man wohl kaum in einem Rekorder belassen, der sich am Tatort befindet.
SPOILER ENDE

Die Wendungen, die bei "Mord in Serie" oftmals unerwartet auftreten und die Geschichten so wenig vorhersehbar gestalten, ist hier recht simpel gestrickt. Als HörerIn vermutet man recht bald, was genau auf die beiden Urban Explorerz wartet. Auch die Endsequenz des Hörspiels, die oftmals den Handlungen dieser Reihe noch eine besondere Würze verleiht, ist hier sehr vorhersehbar. Zudem empfand ich das Herumgealbere der Protagonisten als nervig.

Die Sprechleistungen sind - wie üblich - auf hohem Niveau und können überzeugen. Auch die Geräuschkulisse wirkt stimmig.

3 Sterne für diese durchschnittliche Folge!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 22, 2015 8:43 PM CET


Zimmer 13
Zimmer 13
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nettes Hörspiel ohne packenden Höhepunkt, 30. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Zimmer 13 (Audio CD)
(Achtung SPOILER!!!)
Die allgemeine Begeisterung für dieses Hörspiel kann ich nicht nachvollziehen. Natürlich: wie immer ist die Produktion auf hohem Niveau bezüglich Geräuschkulisse, Musik und SprecherInnen. Aber nach einem gelungenen Spannungsaufbau, fällt die Spannung realtiv rasch in sich zusammen. Die missgedeuteten Schattenspiele an der Hausmauer empfand ich als gelungenes Element, das die HörerInnen zu Spekulationen verleitet. Aber einen Handlungshöhepunkt, bei dem eine Hand aus einer Tür hervorschaut, empfand ich jetzt nicht wirklich als Renner.

Diese Vertonung ist nette Kost, die bei mir aber keine langfristigen Eindruck hinterlässt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2014 9:46 AM CET


Gruselkabinett - Folge 89 : Heimgekehrt
Gruselkabinett - Folge 89 : Heimgekehrt
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der übliche Gespenstereinheitsbrei ohne jegliche Innovation, 30. Oktober 2014
Ich war schon skeptisch, nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen hatte: schon wieder ein Spukhaus, wieder eine Geisterjäger-Geschichte! Diese stammt noch dazu von Marc Gruppe selbst. Ohne beleidigend werden zu wollen, muss ich doch sagen, dass sich das Talent des Hörspielproduzenten auf diesem Gebiet stark in Grenzen hält, wie man ebenso an den selbstverfassten Holmes-Geschichten hören kann.

"Heimgekehrt" gehört zu dem Einheitsbrei mittlerweile ausgelutschter Gespenstergeschichten. Tatsächlich mutet die Handlung wie eine versuchte Neuauflage der Europa-Gruselserie an, wobei letztere aber definitiv empfehlenswerter ist, da sie das Flair der damaligen Zeit gekonnt einfangen konnte. Mit einfachen Mitteln wurden passable Hörspiele produziert, in der kaum Langeweile aufkam und bei der auch der Humor neben der Gruselatmosphäre nicht zu kurz kam. Ob dieser immer passend platziert war, ist wohl eine Geschmacksfrage. Jedenfalls wirkt "Heimgekehrt" als eine Folge 89 des Gruselkabinetts - und zudem als neu geschriebene Story - seltsam deplatziert.

SprecherInnen und Geräuschkulisse sind natürlich auf gewohntem Niveau, weshalb man das Hörspiel auch nicht vollends schlecht bewerten kann. Das Geschrei und Gekreische hätte etwas weniger Raum einnehmen können. Solch übertriebene Hysterie scheint Marc Gruppe aber besonders zu mögen, wie man schon in "der Hexenfluch" hören konnte.
Es stellt sich die Frage, warum immer wieder solche lauwarmen Geschichtchen Eingang in das Gruselkabinett finden müssen. Der Mangel an guter Literatur kann hier nicht der Grund sein. "The Horla" oder "Die schwarze Spinne" wären hier ganz heiße Tipps. Auch jede weitere Lovecraft-Vertonung ist mir wesentlich lieber, als diese ewigen Gespensterschnitzeljagden.


Gruselkabinett 50 - Das Gespenst von Canterville
Gruselkabinett 50 - Das Gespenst von Canterville
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Fehlgriff in dieser Reihe, 27. September 2014
"Das Gespenst von Canterville" ist zwar ein Klassiker, man muss sich aber ernsthaft fragen warum dieser Einzug in das Gruselkabinett halten musste?

Prinzipiell ist die Story sicher gut umgesetzt, wie einige RezensentInnen hier bereits angeführt haben, empfand auch ich die Kinderstimmen eher nervig, aber das mag eine Frage des Geschmacks sein. Dennoch handelt es sich hier beim besten Willen nicht um eine Gruselgeschichte. Beim Hören drängte sich mir mehrfach der Eindruck auf, dass es sich vielmehr um eine Episode von Hui Bui oder Caspar handeln könnte. Nein liebes Titania-Team. Es gibt eine ganze Reihe an spannenden Werken aus der Zeit der Schwarzen Romantik. Da versetzen einen solche Fehlgriffe dann immer wieder in Erstaunen. "Northanger Abbey", "Sleepy Hollow" oder "Das Gespenst von Canterville" stechen aus der Reihe eindeutig hervor, allerdings nicht im positiven Sinn.


Luna
Luna
Preis: EUR 12,99

44 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Faune bleiben ihrem neuen Stil treu, 5. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Luna (Audio CD)
Der Hagel an negativer Kritik war gewaltig, als Faun das letzte Album "Von den Elben" präsentierte. Die Hoffnung vieler Langzeit-Fans, dass die Gruppe nun zu ihren Wurzeln zurückfindet, wird mit diesem neuen Album wohl endgültig zunichte gemacht:

Ich habe mich bemüht möglichst unvoreingenommen in das Album hineinzuhören, es war mir ein Anliegen den neuen Songs wirklich eine Chance zu geben. Leider trifft die hier präsentierte Musik aber nicht meinen Geschmack. "Luna" reiht sich in Stil und Klang direkt hinter seinem Vorgänger ein, tritt also in die Fußstapfen von "Von den Elben". Percussion, Flöte, Dudelsack und Drehleier sind zwar in den Songs präsent, dennoch haftet den Liedern des Luna-Albums jener Schlager- bzw. Popstil an, der wohl dem Einfluss von Universal zu zuschreiben ist. Derweil ließ das Cover auf eine Kehrtwende hoffen. Posierten die Faune zuvor noch wie die Avengers auf "Von den Elben", wirkt das Luna-Titelbild wieder wesentlich unaufdringlicher, besinnlicher und mystischer. Die Songs aber wirken zu glatt, sie sind durch die Bank durchgestylt. Konnte man sich bei älteren Liedern wie "Hymn to Pan" oder "Rihannon" noch der Illusion hingeben, die Faune musizierend in der nordischen Wildnis vor dem inneren Auge zu sehen, kann man sich bei diesem Album des Eindrucks eines hochmodernen High-Tech-Aufnahmestudios nicht erwehren. Und gerade hier liegt für mich der feine Unterschied. Der Zauber, der den älteren Alben anhaftet, trasportiert eben auch eine Form der Illusion. Mag sein, dass der eine oder andere Song musikalisch nicht einwandfrei gewesen ist - ich kann dies als Laie nicht beurteilen. Aber letztlich war das auch nicht wichtig. Die persönliche Note, das gewisse Etwas, den Zauber der Illusion ... wie auch immer man es nennen möchte, es scheint den Faunen abhanden gekommen zu sein. Ob hier Knebelverträge mit Universal im Hintergrund stehen oder die Gruppe wirklich hinter ihrem neuen Stil steht, vermag ich nicht zu sagen. Der Erfolg und die Bekanntheit sei den KünstlerInnen in jedem Fall gegönnt. Vom finanziellen Standpunkt aus kann ich die Faune also durchaus verstehen. Als Hörer, der die alten Alben immer noch leidenschaftlich gerne genießt, muss ich aber leider auch dieses Mal wieder meine Enttäuschung zum Ausdruck bringen.

Schade finde ich auch, dass die Lieder mit der deutschen Sprache überladen sind. Auch die sprachliche Abwechslung war stets ein reizvolles Element in den Songs der Band. Diese wird hier deutlich ausgespart. Texte in Altnordisch oder Mittelhochdeutsch verlangen aber vermutlich einen anderen Zeitaufwand, der sich - wie ich annehme - mit dem Zeitdruck nicht vereinbaren lässt, den Universal seinen Kommerzbands auferlegt. War "Eden" noch ein Projekt, an dem die Gruppe mehrere Jahre gearbeitet hat, wirkt "Luna" wie eine schnell aufgenommene Zwischendurch-Cd. Was den Liedern fehlt ist eine Seele.

FAZIT:
Dass ich auch dieses Album eher negativ bewerten muss, tut mir eigentlich leid. Die KünstlerInnen identifizieren sich sicherlich auch mit diesem Werk. Dass man sich die zahlreichen negativen Kritiken des letzten Albums aber offensichtlich nicht so sehr zu Herzen genommen hat, dass man eine Kehrtwende zu DEM alten Faun-Stil geschafft hat, verwundert mich durchaus ein wenig. Für Menschen, die massentaugliche, hochpolierte und durchgestylte Lieder mit einem Hauch von Heidentum und Mittelalter mögen, ist Luna durchaus empfehlenswert. Wer beim Hören seiner Musik auf der Suche nach Tiefe, starkem Ausdruck oder sogar Transzendenz ist, der wird hier vermutlich eher enttäuscht werden. Man kann die Musik so nebenbei hören - mehr aber auch schon nicht.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 3, 2014 8:57 PM MEST


Die Hermetische Tradition: Von der alchemistischen Umwandlung der Metalle und des Menschen in Gold - Entschlüsselung einer Symbolsprache
Die Hermetische Tradition: Von der alchemistischen Umwandlung der Metalle und des Menschen in Gold - Entschlüsselung einer Symbolsprache
von Julius Evola
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Standardwerk der Alchemie, 7. August 2014
Julius Evola hat mit "Die Hermetische Tradition" ein Standardwerk der Alchemie geschaffen, das alleine schon durch seine Ausführlichkeit überzeugt:

Im 1. Teil des Buches wird auf die komplexe alchemistische Symbolik eingegangen. Evola ist bemüht diese anschaulich zu erklären und verschiedene Zugänge zu dieser zu eröffnen. Dabei muss gesagt werden, dass den LeserInnen ein großes Repertoire an Mythenwissen abverlangt wird. Auch fundierte Kenntnisse des astrologischen Urprinzipiensystems und den damit verbundenen Analogieketten des senkrechten Weltbildes sind notwendig, um diese Lektüre wahrlich genießen und erfassen zu können.
Im 2. Teil geht der Autor auf die "Königliche Kunst" ein und schafft so eine Überleitung zur Praxis. Auch hier entlädt sich die Komplexität einer pansophisch ausgerichteten Alchemie in ihrer ganzen Bandbreite. Man muss somit einfach offen sagen, dass dies keine leichte Lektüre für Zwischendurch ist. EinsteigerInnen in die Hermetischen Philosophie werden mit diesem Buch somit sicher überfordert sein. Wer sich über viele Jahre aber bereits mit Hermetik befasst und auch bereit ist, das Lesen dieses Werkes als Studium zu betrachten, der wird hier eine Fülle an Anregungen, Hinweisen und Erkenntnissen finden. Ein wahrer Hermetischer Schatz, wie er in der Fülle der Esoterik-Trend-Bücher der Gegenwart nur noch selten zu finden ist. Und natürlich sind die hier angeführten Inhalte auch nicht allein mit der Kopflastigkeit eines akademischen Wissenschaftlers zu verstehen - wie eben auch in anderen spirituellen Systemen. Manche Texte wollen nicht allein vom Verstand erfasst werden. Julius Evolas Werk kann sicherlich zu dieser Art von Schriften gezählt werden.

Leider gilt dieses Buch als vergriffen. In verschiedensten Online-Antiquariaten werden unerhörte Summen dafür verlangt. Da die Alchemie sowie generell die Hermetische Philosophie (als ganzes System) in der Regel kein Thema ist, das die Masse bewegt und interessiert, wird wohl auch leider nicht mit einer Neuauflage des Ansata-Verlages zu rechnen sein.

Fazit:
Wer das Studium der hermetischen Disziplinen ernsthaft betreibt, dem sei dieses Werk wärmstens empfohlen, so man Mittel und Wege findet, Zugang zu einem Exemplar zu finden!


DAS NECRONOMICON und DAS NECRONOMICON BUCH DER ZAUBERSPRÜCHE: Zeugnis des Wahnsinnigen Arabers
DAS NECRONOMICON und DAS NECRONOMICON BUCH DER ZAUBERSPRÜCHE: Zeugnis des Wahnsinnigen Arabers
von Simon
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Nachhaltigkeit von H.P. Lovecrafts Schöpfungen, 7. August 2014
Ein schwarzer Einband mit magisch anmutenden Symbolen verziert, darüber thront in großen Lettern das Wort "Necronomicon". Keine neue Aufmachung dieses Buches, denn schon der Schikowski-Verlag hat sich in den 80er Jahren des letzten Jarhunderts einer solchen Einbandgestaltung bedient, die ohne Zweifel ein Eyecatcher ist. Doch nicht allein die Aufmachung dürfte für die Popularität des Buches verantwortlich sein, um das sich nach wie vor zahlreiche Mythen ranken. Dies erscheint beachtlich, Howard Phillips Lovecraft hat schon zu Lebzeiten eindeutig zugegeben, dass das Buch eine reine Erfindung von ihm ist. Dennoch haben seine zahlreichen Geschichten sowie spätere Adaptionen durch Film und Hörspiel einen enormen Beitrag dazu geleistet, diesem Buch eine Aura des Geheimnisvollen anzudichten.

Für Interessierte magischer Strömungen dürfte das Werk aber eine reine Enttäuschung sein. Der fiktive Charakter Abdul Alhazred, ein angeblich wahnsinniger Araber, spricht bereits zu Beginn allerlei Warnungen vor uralten Geister- und Götterrassen aus, zu denen dieser Zugang gefunden haben soll. Erfundene Namen reihen sich neben Götternamen alter und bekannter Kulturen ein. Auf ein exotisches Flair wurde hier besonders Rücksicht genommen, so liest man häufig den sumerischen Namen Marduk oder den der babylonischen Göttin Ischtar. Es folgen eine Reihe von seltsamen Symbolen, die als magische Sigillen interpretiert werden können, wahrscheinlich aber viel eher die Ausgeburt einer beflügelten Fantasie sind. Verschiedene Tore werden genannt, Beschwörungsformeln sind zahlreich vorhanden und zudem werden "geheime" Namen des Marduk verraten, die allesamt einem bestimmten Zuständigkeitsbereich zugeordnet sind.

Wer in der Materie bewandert ist, kann dieses Buch eigentlich nur belächeln. Es mag als "schick" gelten, es im Bücherregal stehen zu haben, für die praktische Arbeit ist dieses Buch aber gänzlich wertlos. Beeindruckend erscheint lediglich die Nachhaltigkeit, mit der sich der Mythos um das Necronomicon bis in die Gegenwart hält. Schon in Lovecrafts Geschichten wird immer wieder auf Gefährlichkeit dieses Werkes hingewiesen. Unsagbares Grauen wird laufend damit in Verbindung gebracht und es gibt tatsächlich auch heute noch zahlreiche Menschen, die zu diesem Buch einen Sicherheitsabstand halten. Schon seine deutsche Bezeichnung "Buch der toten Namen" erweckt bei so manchen Leichtgläubigen Respekt oder bewunderndes Interesse. Wie einem Brief Lovecrafts zu entnehmen ist, ist der Titel Griechisch und übersetzt sich: nekros νεκρός ‚Leichnam‘, nomos νόμος ‚Gesetz‘, eikon εἰκών ‚Abbild‘, ‚Ebenbild‘ ‚Bild‘, womit sich als eigentliche Bedeutung "Ein Abbild des Gesetzes der Toten" ergibt.

Wie bereits erwähnt haben sich auch andere AutorInnen des Necronomicons bedient, zudem ist das Buch ein beliebtes Motiv in verschiedenen Horrorfilmen. So lassen sich damit beispeilsweise in "Die Armee der Finsternis" Tote wieder zum Leben erwecken. Und auch in modernen Hörspielen wird die Wirkungsweise des Necronomicons häufig thematisiert. In der Kunstszene hat der verstorbene Maler, Künstler, Alchimist und Alien-Erfinder H.R.Giger dem Necronomicon durch zwei Bildbände zu Unsterblichkeit verholfen. All diese Umstände haben wohl zu dem Ruf des Werkes gehörig beigetragen.

Was an dem Buch wahrhaft beachtlich ist, ist die Nachhaltigkeit seines Rufes. Das ist aber auch schon der einzige beeindruckende Aspekt! Für Praktizierende ist der Inhalt das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt wurde.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 31, 2015 10:50 AM CET


Sherlock Holmes : Die neuen Fälle - Fall 11 : Im Kalten Nebel Der Themse
Sherlock Holmes : Die neuen Fälle - Fall 11 : Im Kalten Nebel Der Themse
Preis: EUR 8,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Passabler Fall mit schlechten Sprechleistungen, 31. Juli 2014
Da die neuen Fälle des Meisterdetektivs sehr oft unlogisch und recht unschlüssig sind, muss man diese Folge loben. Dass der Täter am Ende dann eine Person ist, die sich nicht so ganz zu dem Bild fügen möchte, das die HörerInnen von dem Charakter haben, kann einerseits ein genialer Schachzug des Autors sein, andererseits mag man dahinter auch jene Unstimmigkeit sehen, die sich bei den Fällen der Romantruhe nur allzu oft einschleicht. Wozu man aber auch immer tendiert, all dies wirkte auf mich noch verdaulich. Dies trifft allerdings nicht mehr auf so manche Sprechleistungen zu:

Nicolai Tegeler wirkt in seiner Rolle zunächst recht authentisch, wirft sich dann bei der Auflösung so sehr ins Zeug, dass ich hier leider von absolutem Overacting sprechen muss. Diese Szene ist fast schon peinlich.
Den absoluten Tiefpunkt bildet allerdings Anja Jacobsen. Was bitte ist denn hier passiert? Jeder Laie, den man von der Straße hereinholt, hätte den Text besser sprechen können. Ich halte mit derart direkter Kritik in der Regel hinterm Berg, aber diese Sprechleistung ist einfach absolut grottig. Was hat man sich dabei nur gedacht? Dieses laufende Überbetonen einzelner Vokale wirkt einfach nur nervig.
Die Sprecherin von Maureen Lambert wirkt zwar bemüht, leider empfand ich viele Passagen aber auch stark abgelesen.

So bleibt leider auch nach dem Hören des 11. Falls ein bitterer Beigeschmack zurück. 3 Sterne bekommt diese Vertonung von mir.


Sherlock Holmes - Die Neuen Fälle - Fall 12 : Der verhängnisvolle Schlüssel
Sherlock Holmes - Die Neuen Fälle - Fall 12 : Der verhängnisvolle Schlüssel
Preis: EUR 8,99

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Kriminalfall mit Unstimmigkeiten, 30. Juli 2014
Über das Sprecherteam Rode & Groeger als Holmes und Watson muss man natürlich nicht viel schreiben. Wer diese Hörspiel-Reihe und/oder die Maritim-Vorläufer kennt, wird von den Sprechleistungen der Protagonisten zumeist überzeugt sein. Aber die beiden genannten Herren alleine machen noch keinen guten Kriminalfall aus, wie auch "Der verhängnisvolle Schlüssel" zeigt:

So gibt es auch dieses Mal wieder Unstimmigkeiten, die das Hörvergnügen trüben. ACHTUNG SPOILER:
Watson wird beinahe in Atemnot nach nur wenigen Minuten aus seinem Gefängnis befreit, dennoch kommt man erst Stunden später auf die Idee, dass das Opfer im Tresor ersticken wird? Hätte man die Szene mit Watson ausgespart, wäre dieser Umstand glaubwürdiger, so aber muss man an den Fähigkeiten des Meisterdetektivs wieder einmal Zweifel anmelden - wie leider so häufig bei den neuen Fällen. Bizarr erscheint das Ganze dann noch, da der Schurke freundlicher- aber auch seltsamerweise DEN entscheidenden Hinweis gibt, indem er auf die hermetische Abschottung verweist. Aber auch dieser Hinweis wird stundenlang übersehen.
Dass das Opfer dann in seinem Kerker eingeschlafen ist und offensichtlich selbst nicht bemerkt hat, dass es sich in einer tödlichen Falle befand, erschien mir auch seltsam. Der Tresor müsste schon riesig gewesen sein, wenn sich nicht spätestens nach einer halben Stunde bemerkbar gemacht hätte, dass der Sauerstoff hier knapp wird.

Was ist nur los bei der Romantruhe? Die Fälle werden immer unschlüssiger, so manches Thema ist an den Haaren herbei gezogen und Holmes wird immer häufiger unaufmerksam gezeichnet, was so gar nicht zu dem Charakter passen will. Einmal übersieht er, dass Fliegenschwärme wohl auf eine Leiche verweisen, er lässt sich zunehmend von den Tätern täuschen, dann überhört er wieder eindeutige Tipps, die ihm mitterweile die Verbrecher schon freiwillig zur Verfügung stellen. Die berüchtigte Kombinationsgabe ist wohl der Taubheit - manchmal vermutet man dahinter schon Dummheit - gewichen.

Fazit:
Prinzipiell beginnt dieser Fall ganz amüsant, bis zu der Szene, in der das Opfer eingesperrt wird, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Ab dann wird es leider nur noch seltsam. Daher nur 2 Sterne für diese Episode.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20