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Rezensionen verfasst von
Lionheart

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Mord in Serie: Die schwarzen Witwen
Mord in Serie: Die schwarzen Witwen
Preis: EUR 11,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hörenswert, dennoch die bisher schwächste Episode, 19. September 2012
Mit "Die schwarzen Witwen" präsentiert Contendo Media die dritte Episode der Reihe "Mord in Serie":

Drei alte Damen machen sich auf der Insel Sylt auf, einen Mörder zu jagen und Vergeltung an ihm zu üben. Freilich steckt letztlich mehr hinter der Angelegenheit, als es zunächst den Anschein hat. Wie in den vorangegangenen Folgen erwarten die HörerInnen einige (vermeintliche) unerwartete Elemente, diesmal sind diese allerdings vorhersehbarer als in den Folgen 1 und 2. Auch kann dieses Hörspiel in punkto Spannung den Vorgängern nicht das Wasser reichen, zwar wirkt keine Sequenz langatmig, allerdings hat mich die Handlung auch nicht wirklich in ihren Bann gezogen. Daran änderten auch die Folter- und Schlitzerszenen nichts, die hier relativ viel Raum einnehmen. Natürlich darf man auch bei einem Hörspiel für Erwachsene nicht alles genau hinterfragen, dennoch fand ich manche Ideen schon sehr weit hergeholt (ACHTUNG SPOILER):
-Drei Rentnerinnen sind in der Lage bei stürmischer See eine Yacht zu steuern?!?!
-Warum zeigt der Vater seinem Komplizen während des Überfalls sein wahres Gesicht?!?! Das wäre doch nach dem Überfall, wenn es um das Aufteilen der Beute geht, viel sicherer gewesen als in einer Bank voller Menschen.
-Wie tief kann ein Mensch fallen, wenn er von einer Privatyacht gestoßen wird? Als Eva über Bord geht, klingt das so, als würde sie eine 50 Meter hohe Klippe hinunter stürzen?!?!
(SPOILER ENDE)

Die SprecherInnen sind durch die Bank überzeugend. Besonders gefreut habe ich mich über Reinhilt Schneider, ihre Sprechleistungen sind in jedem Hörspiel eine Bereicherung.

Die musikalische Untermalung ist abwechslungsreich und die Geräuschkulisse wirkt durchaus passend, sieht man einmal von der oben beschriebenen Szene ab, in der eine der Damen über Bord geht.

Fazit: Ein hörenswerter Thriller, der allerdings handlungs- und spannungstechnisch nicht an seine Vorgänger heran kommt. Unterhaltsames Mittelmaß, daher 3 Sterne von mir.


Folge 2: Wolfsnacht
Folge 2: Wolfsnacht
Preis: EUR 5,49

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mord in Serie Folge 2: es bleibt rasant, packend und spannend, 14. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Folge 2: Wolfsnacht (MP3-Download)
Auch die zweite Episode von "Mord in Serie" kann auf der ganzen Linie überzeugen:

Wie schon beim Vorgänger verrät auch dieser Titel des Hörspiels nicht allzu viel über die Handlung. Obgleich der Wolf wohl eher als Nebendarsteller agiert, präsentiert sich der Verlauf schlüssig und nachvollziehbar. Es geht um eine vermeintliche Entführung. Daniel und seine Freundin Ailyn stolpern als junges Ausreißerpärchen versehentlich in diesen Fall, der ihnen schon bald über den Kopf wächst. Wie schon bei Folge 1 steckt hinter diesem Verbrechen natürlich mehr, als man zunächst vermutet. Spannung wird langsam aufgebaut und entlädt sich dann Stück für Stück sehr stimmig.
Der eigentliche Schluss ist hier zwar nicht ganz so reißerisch wie in Folge 1, so bleibt auch der große AHA-Effekt diesmal aus, dennoch entlockt die Schlusssequenz den HörerInnen ein Lächeln. Das Ende ist somit durchaus gelungen.

Die SprecherInnen sind durch die Bank top. Annina Braunmiller erweckt die Protagonistin gekonnt zum Leben. Santiago Ziesmer überzeugt in der Rolle des Bösewichtes. Er zeigt hier überaus gelungen, wie wandlungsfähig seine Stimme ist. Wäre er mir nicht durch die Serie "Lady Bedfort" als Inspektor Miller vertraut, hätte ich ihn vermutlich nicht sofort erkannt.
Die Geräuschkulisse und die musikalische Untermalung sind absolut passend und greifen der Handlung gekonnt unter die Arme. Hier wird feinfühlig konstruiertes Kopfkino geboten!

Nachdem auch diese Folge 2 überaus gelungen ist, darf man auf weitere Überraschungen aus der Feder von Markus Topf gespannt sein. Auf der Website der Serie wird bereits die Programmvorschau für das kommende Jahr geboten. Bis zum Sommer 2013 erwarten uns noch jede Menge Thriller. In der Machart, der starken Atmosphäre sowie den überzeugenden SprecherInnn steht "Mord in Serie" jedenfalls den Produktionen von Titania Medien um nichts nach. Hier sind Profis am Werk, in den Produktionen liegt offensichtlich viel Herzblut, das ist beim Hören spürbar. So bleibt mir nichts anderes übrig als meine volle Kaufempfehlung abzugeben:
5 Sterne für "Wolfsnacht"!!!


Mord in Serie: Wolfsnacht
Mord in Serie: Wolfsnacht
Preis: EUR 11,98

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mord in Serie Folge 2: es bleibt rasant, spannend und packend, 11. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Mord in Serie: Wolfsnacht (Audio CD)
Auch die zweite Episode von "Mord in Serie" kann auf der ganzen Linie überzeugen:

Wie schon beim Vorgänger verrät auch dieser Titel des Hörspiels nicht allzu viel über die Handlung. Obgleich der Wolf wohl eher als Nebendarsteller agiert, präsentiert sich der Verlauf schlüssig und nachvollziehbar. Es geht um eine vermeintliche Entführung. Daniel und seine Freundin Ailyn stolpern als junges Ausreißerpärchen versehentlich in diesen Fall, der ihnen schon bald über den Kopf wächst. Wie schon bei Folge 1 steckt hinter diesem Verbrechen natürlich mehr, als man zunächst vermutet. Spannung wird langsam aufgebaut und entlädt sich dann Stück für Stück sehr stimmig.
Der eigentliche Schluss ist hier zwar nicht ganz so reißerisch wie in Folge 1, so bleibt auch der große AHA-Effekt diesmal aus, dennoch entlockt die Schlusssequenz den HörerInnen ein Lächeln. Das Ende ist somit durchaus gelungen.

Die SprecherInnen sind durch die Bank top. Annina Braunmiller erweckt die Protagonistin gekonnt zum Leben. Santiago Ziesmer überzeugt in der Rolle des Bösewichtes. Er zeigt hier überaus gelungen, wie wandlungsfähig seine Stimme ist. Wäre er mir nicht durch die Serie "Lady Bedfort" als Inspektor Miller vertraut, hätte ich ihn vermutlich nicht sofort erkannt.
Die Geräuschkulisse und die musikalische Untermalung sind absolut passend und greifen der Handlung gekonnt unter die Arme. Hier wird feinfühlig konstruiertes Kopfkino geboten!

Nachdem auch diese Folge 2 überaus gelungen ist, darf man auf weitere Überraschungen aus der Feder von Markus Topf gespannt sein. Auf der Website der Serie wird bereits die Programmvorschau für das kommende Jahr geboten. Bis zum Sommer 2013 erwarten uns noch jede Menge Thriller. In der Machart, der starken Atmosphäre sowie den überzeugenden SprecherInnn steht "Mord in Serie" jedenfalls den Produktionen von Titania Medien um nichts nach. Hier sind Profis am Werk, in den Produktionen liegt offensichtlich viel Herzblut, das ist beim Hören spürbar. So bleibt mir nichts anderes übrig als meine volle Kaufempfehlung abzugeben:
5 Sterne für "Wolfsnacht"!!!


Fringe - Die komplette zweite Staffel [6 DVDs]
Fringe - Die komplette zweite Staffel [6 DVDs]
DVD ~ Anna Torv
Preis: EUR 9,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Staffel 1 mochte wird diese Fortsetzung lieben!, 8. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Staffel 2 von Fringe ist auf der ganzen Linie gelungen:

Die Handlung knüpft sofort an das Ende der ersten Season an. Ähnlich wie schon Staffel 1 bleibt diese rasant und spannend. Langeweile kommt in keiner Minute auf. Alle Folgen sind temporeich (ohne gehetzt zu wirken) und vermögen es die Spannung der SeherInnen zunehmendst zu steigern.
Auch bei den sonderbaren Fällen, denen Agent Dunham und Anhang immer wieder begegnen, sind den Machern die Ideen nicht ausgegangen. Ein wesentlicher Unterschied zur ersten Staffel besteht allerdings darin, dass sich immer mehr ein roter Faden durch die Episoden zieht, diese also immer weniger für sich eigenständig sind. So ist es auch kaum noch möglich der Handlung zu folgen, wenn man sich als Neuanfänger in die zweite Staffel verirren sollte.
Das Geheimnis um Peter Bishop rückt im Fortlauf der Episoden immer mehr in das Zentrum der Handlung. Die Idee dahinter ist durchaus raffiniert und kann überzeugen. Natürlich darf man - wie hier in einigen anderen Rezensionen versucht wird - nicht alles hinterfragen und auf den wissenschaftlichen Gehalt überprüfen. Wer so vorgeht und das Fehlen einer solches Grundlage bemängelt, sollte wohl die Finger vom Sci-Fi/Fantasy/Mysterie-Genre lassen. Man hinterfragt ja auch nicht die wissenschaftliche Grundlage der Kräfte der Jedi-Ritter... ein solches Vorgehen erscheint mir im höchsten Maße absurd!

Anna Torv verkörpert die Protagonistin hier schon sehr überzeugend. Der Charakter erscheint in dieser Fortsetzungsstaffel schon wesentlich ausgereifter, man schenkt ihr hier einfach wesentlich mehr Glauben, als noch in den anfänglichen Episoden. Von der ursprünglichen Farblosigkeit des Charakters ist keine Spur mehr zu sehen. Aus meiner Sicht können aber auch John Noble, Lance Reddick sowie Joshua Jackson in ihren Rollen überzeugen.

Die Verpackung ist praktisch und in Ordnung. Die einzelnen Disks sind leicht entnehmbar und das Booklet ist ansprechend gestaltet!

Fazit: Die zweite Staffel von Fringe überzeugt auf der ganzen Linie. Wer den Vorgänger mochte, der wird diese Fortsetzung lieben. 5 Sterne und meine uneingeschränkte Kaufempfehlung!


Gruselkabinett, Folge 20: Der Werwolf
Gruselkabinett, Folge 20: Der Werwolf
Preis: EUR 12,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder eine Perle innerhalb dieser Hörspielreihe, 3. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Handwerker Thibaut wünscht sich über seinen gesellschaftlichen Stand hinaus zu wachsen. Dazu ist ihm jedes Mittel recht, auch ein Pakt mit einer finsteren Macht...

Wieder hat Titania Medien eine Perle innerhalb des Gruselkabinetts geschaffen. Diese etwas andere Werwolf-Geschichte erinnert in ihren Zügen durchaus an "Der Freischütz", der ja ebenfalls in dieser Reihe großartig vertont wurde. Die Handlung beginnt schon recht rasant, und obgleich das sich steigernde Unheil vorhersehbar ist, bleibt die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Hier ist sanfter Grusel etabliert, der beim Hören durchaus überzeugen kann.

Die SprecherInnen sind durch die Bank spitze! Thomas Nero Wolff spricht den Protagonisten hervorragend. Besonders Wilfried Herbst sticht unter den SprecherInnen hervor. Seine prägnante Stimme ist hier wirklich eine Bereichrung!

Fazit: Mal rasant, mal ruhig, mal tragisch und zeitweise durchaus unheimlich präsentiert sich dieses Hörspiel. 5 Sterne dafür!


156/im Netz des Drachen
156/im Netz des Drachen
Preis: EUR 7,97

10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Höhen und Tiefen des Labels Europa, 26. August 2012
Rezension bezieht sich auf: 156/im Netz des Drachen (Audio CD)
Nachdem die drei ??? eine panische Frau im Wald treffen, stoßen sie bei der Suche nach dem Monster, das die Frau angeblich erschreckt hat, auf ein mittelalterliches Anwesen und somit auf einen neuen Fall...

Schon der Titel und die Vorankündigung machten mich vor Erscheinen dieser Vertonung skeptisch. Jene Fälle, bei denen Handys, das Internet oder andere neue Medien im Mittelpunkt stehen, sind nach meinem persönlichen Geschmack nicht gerade der Hammer innerhalb dieser Hörspielreihe. "Im Netz des Drachen" bietet da keine Ausnahme. Wie schon öfters hat man versucht ein Konzept zu kopieren, welches bei einer früheren Episode zumindest einigermaßen erfolgreich war. Dieser Versuch ging schon mehrmals innerhalb dieser Hörspielreihe in die Hose, wieso man den gleichen Dreh immer und immer wieder versucht, ist mir schleierhaft?! Wenn man im Moment keine neue Idee für einen guten Fall auf Lager hat, sollte man von der derzeitigen Massenproduktion vielleicht doch besser absehen!
Obgleich die Sprechleistung in Ordnung ist, empfand auch ich diese Vertonung zeitweise verwirrend und eigentlich gar nicht spannend. Die Handlung zieht sich wie Kaugummi und die Langeweile wird somit zum ständigen Begleiter. Diese Folge ist ein atmosphärischer Tiefpunkt. Das laufende und fast schon zwanghaft wirkende Herstellen zwischen der virtuellen und der realern Welt empfand ich beim Hören als mühsam, vielleicht muss man ja ein Videospiel-Fan sein, um sich auf die Handlung einlassen und ihr etwas abgewinnen zu können?!?! Für mich war es einfach nur öd!

Was ist bloß los bei den drei Detektiven? Nimmt man als Ausgangspunkt die sogenannten Klassiker dieser Reihe her, so muss ganz klar gesagt werden, dass es sicher keine leichte Aufgabe war, das Detektivtrio in die "Neuzeit" zu katapultieren. Die Fans der ersten Stunde messen auch heute noch gerne die aktuellen Folgen mit den Klassikern. Ob dies gerechtfertigt ist oder nicht, wurde hier an anderer Stelle schon mehrfach diskutiert. Gab es früher noch verdächtige Auffälligkeiten wie fehlende Telefonkabel an einem Haus, musste man schließlich den Bogen soweit (über?)spannen, dass sich die drei ??? mit Hexen-Handys und Computerviren herumschlagen. Zu diesen Faktoren gesellte sich noch der Umstand hinzu, dass kultige Stimmen wie etwa die des Erzählers Alfred Hitchcock (in Wahrheit Peter Passetti) nicht mehr zur Verfügung standen und schlichtweg ersetzt wurden (was auch den Stil der Reihe verändert hat). Dass diese Neubesetzungen die Größe und den Kultstatus ihrer Vorgänger nie erreichen werden, war von Anfang an klar. So wirkt auch ein Inspektor Kotter nach einem Hauptkomissar Reynolds eher fehl besetzt, auch wenn der Sprecher sicherlich bemüht ist seiner Rolle Leben einzuhauchen. Stimmen wie Horst Frank, später auch Wolfgang Draeger, und Peter Passetti waren untrennbar mit den Abenteuern der drei Detektive verbunden. Die weniger charismatischen Nachfolger konnten die Lücke einfach nicht füllen, die diese hinterlassen hatten.

Inhaltich existiert innerhalb der Reihe ein Dilemma, dass man bis zum heutigen Tag nicht lösen konnte. Gerne wird hier von anderen HörerInnen eingewandt, dass man nicht alles so streng nehmen darf und auch Logiklücken entschuldbar wären, da es sich eben um eine Serie für Kinder und Jugendliche handelt. Genau hier scheint aber das Problem zu stecken. Die Fälle wurden mit der laufenden Entwicklung der Hörspielcharaktere auch komplexer (und die Vertonungen länger). Aktuelle Episoden dürften derzeit eher weniger die Masse der 10jährigen ansprechen, was bei den Klassikern wahrscheinlich eher noch der Fall war. Somit hat man sich an ein älteres Zielpublikum gerichtet, weigert sich aber gleichzeitig, Erwachsenenthemen auf den Tisch zu bringen. Dieser Spagat gelingt einfach immer weniger. Das zeigt sich etwa daran, dass die drei Detektive bei dem ständigen Stolpern von Fall zu Fall nie mit einem Mord konfrontiert sind.

Der Hörspielgigant Europa hatte den Markt in den 80er Jahren stark im Griff, besonders was die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen betraf. Heute hat das Label mehr Serien im Programm als jemals zuvor. Da gibt es zunächst die Europa-Klassiker, die mit einem neuen Design bis heute vertrieben werden, beispielsweise die kultige Gruselserie. Point Whitmark gehört dann zu den neueren Produktlinien, um hier nur ein Beispiel zu nennen. Manche Serien hat man ganz verschwinden lassen und scheint sich heute auch nicht mehr gerne an sie zu erinnern, da viele Inhalte z.B. dem Emanzipationsgedanken der Gegenwart nicht gerecht werden - man denke an die Serie Masters Of The Universe. Und zuletzt gibt es dann noch jene Hörspielreihen, die damals wie heute produziert wurden und werden, hier sind die Fünf Freunde ebenso zu nennen, wie die drei ???. Bei dieser Palette stellt sich die Frage, ob das Label sich nicht allmählich übernommen hat? Offensichtlich ist jedenfalls, dass es sich mittlerweile um "Fließbandproduktionen" handelt. Eine Vertonung nach der anderen wird herunter gespult, immer öfter lieblos. Spätestens seit dem Rechtsstreit um die Musik von Carsten Bohn ist klar, dass die MacherInnen des Labels Europa nicht für ihren herausragenden Musikgeschmack bekannt sind. Die Neuvertonungen der Klassiker waren großteils gespickt mit grauenhaftem Klim Bim, dieses Musik zu nennen wäre wahrlich eine Übertreibung. Die musikalischen Geschmacksverwirrungen halten sich in den Hörspielen der drei Detektive hartnäckig. Wer darüber noch hinwegsehen (oder hören?) kann, der muss aber dennoch zugeben, dass auch die Geräuschkulisse immer weniger passend und oftmals an den Haaren herbei gezogen ist. So klingt ein unter Strom stehender Pool auch mit viel Fantasie einfach nicht wie ein Blitzeinschlag, um ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit zu nennen.

Was hinter der Firmenpolitik von Europa steht vermag man natürlich nur zu vermuten. Der Hörspielmarkt ist heute stark umkämpft. Die einst herausragende Rolle hat Europa längst verloren. Titania Medien, Contendo Media, Der Hörplanet und teilweise auch Maritim bieten heute qualitativ hochwertige Hörspielunterhaltung, bei der meist absolut spürbar ist, dass in den Produktionen viel Herzblut liegt, auch wenn inhaltlich nicht immer alles den persönlichen Geschmack trifft. Lieblos herunter gespult wirkt da aber nichts! Der Krimi- und Gruselsektor ist auf dem weiten Hörspielmarkt gut abgedeckt, obgleich es natürlich auch viele Billigproduktionen gibt. Die wirtschaftliche Lage einer Produktionsfirma dürfte sich auch dadurch verschärfen, dass natürlich nach wie vor illegale Downloads und Raubkopien die Runde machen. Ein ziemliches Dilemma, dem auch durch das Androhen hoher Strafen nur bedingt beizukommen ist, wie die letzten Jahre gezeigt haben. Das erhöht neben dem hohen Aufkommen an Konkurrenz sicherlich zusätzlich den Druck auf die unterschiedlichen Hörspiellabels, nicht in die roten Zahlen abzurutschen. Bei Lübbe hat man z.B. die Hörspielserie Edgar Allan Poe wegen der Masse an kursierenden Raubkopien und den daraus folgenden niedrigen Verkaufszahlen im März 2010 eingestellt - so jedenfalls nach offiziellen Angaben des Unternehmens. Aus der Fernperspektive sieht es für die KonsumentInnen jedenfalls so aus, als reagiere Europa auf die Anforderungen des Marktes mit einem erhöhten Aufkommen von Quantität innerhalb der Produktionen (möglicherweise um präsenter zu sein und unter anderen Hörspielreihen hervor zu stechen?). Dass damit die Qualität mehr und mehr auf der Strecke bleibt, scheint man in Kauf zu nehmen. Ob diese Rechnung langfristig aufgeht, wird sich zeigen.

Ich persönlich werde künftig von den drei ??? wieder die Finger lassen. Seit der gelungenen Folge "Botschaft aus der Unterwelt" geht es wieder merklich bergab, "Im Netz des Drachen" ist mal wieder ein Tiefpunkt. Jede/r KäuferIn kann da nur ihre/seine persönliche Konsequenz daraus zu ziehen. Mit dem NEIN zum Kauf, zeigt man dem Unternehmen vielleicht auf, dass nicht jedes verschriftlichte Abenteuer der drei Detektive auf Cd gepresst werden muss. Ich persönlich freue mich über ein qualitativ hochwertiges Hörspiel im Quartal weitaus mehr, als über den Schrott, der etappenweise alle paar Wochen auf den Markt geworfen wird, zumal das Ausweichen auf qualitativ gute Vertonungen im Krimibereich heute zum Glück ja kein Problem mehr darstellt.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 12, 2012 8:18 PM MEST


Das Mörderspiel (19 - Teil 1)
Das Mörderspiel (19 - Teil 1)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gesamt gesehen eine gelungene Doppelfolge, 22. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Mörderspiel (19 - Teil 1) (MP3-Download)
Helen Miller lädt zu einem Mörderspiel in ihrem Hotel ein. Ist das vermeintliche Opfer aber wirklich nur innerhalb der Spielhandlung ermordet worden? Lady Bedfort nimmt die Fährte auf und stößt auf eine Reihe von Ungereimtheiten...

Den ersten Teil dieser Doppelfolge empfand ich persönlich ein wenig zäh und langatmig. Lady Bedfort nimmt hier nur einen kleine Nebenrolle ein, womit klar wäre, dass sie dann im 2. Teil stark präsent ist. Dieser vollzieht sich schließlich rasanter, es werden den HörerInnen interessante Einblicke - etwa durch Perspektivenwechsel innerhalb der Charaktere - vermittelt. Einige Abläufe, die im vorangegangenen Teil rätselhaft bleiben, werden somit langsam entschlüsselt. Man kann sagen, dass in der Folge 19 die Basis für einen spannenden Fall geschaffen wird, Episode 20 entfaltet dann ihre ganze Wirksamkeit in Sachen Kombination, Spannung und Rätselraten.

Die SprecherInnen können überzeugen. Enie van de Meiklokjes ist hier in einer Nebenrolle zu hören. Barbara Ratthey läuft in diesem Hörspiel zu Hochform auf. Besonders beeindruckend fand ich ihre Sprechleistung, während sie die senile Dame spielt. Sehr unterhaltsam, humorvoll und überzeugend!

Fazit: Der erste Part dieser Doppelfolge hat seine Längen, wenn man bereit ist, diese durch zu stehen, wird man im folgenden Teil belohnt. Das Hörspiel ist insgesamt gelungen, ein unterhaltsamer Fall, den man sich nach einiger Zeit sicher wieder einmal anhört. 4 Sterne und meine Kaufempfehlung für "Das Mörderspiel".


Das Moerderspiel Teil 1 (19)
Das Moerderspiel Teil 1 (19)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gesamt gesehen eine gelungene Doppelfolge!, 22. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Moerderspiel Teil 1 (19) (Audio CD)
Helen Miller lädt zu einem Mörderspiel in ihrem Hotel ein. Ist das vermeintliche Opfer aber wirklich nur innerhalb der Spielhandlung ermordet worden? Lady Bedfort nimmt die Fährte auf und stößt auf eine Reihe von Ungereimtheiten...

Den ersten Teil dieser Doppelfolge empfand ich persönlich ein wenig zäh und langatmig. Lady Bedfort nimmt hier nur einen kleine Nebenrolle ein, womit klar wäre, dass sie dann im 2. Teil stark präsent ist. Dieser vollzieht sich schließlich rasanter, es werden den HörerInnen interessante Einblicke - etwa durch Perspektivenwechsel innerhalb der Charaktere - vermittelt. Einige Abläufe, die im vorangegangenen Teil rätselhaft bleiben, werden somit langsam entschlüsselt. Man kann sagen, dass in der Folge 19 die Basis für einen spannenden Fall geschaffen wird, Episode 20 entfaltet dann ihre ganze Wirksamkeit in Sachen Kombination, Spannung und Rätselraten.

Die SprecherInnen können überzeugen. Enie van de Meiklokjes ist hier in einer Nebenrolle zu hören. Barbara Ratthey läuft in diesem Hörspiel zu Hochform auf. Besonders beeindruckend fand ich ihre Sprechleistung, während sie die senile Dame spielt. Sehr unterhaltsam, humorvoll und überzeugend!

Fazit: Der erste Part dieser Doppelfolge hat seine Längen, wenn man bereit ist, diese durch zu stehen, wird man im folgenden Teil belohnt. Das Hörspiel ist insgesamt gelungen, ein unterhaltsamer Fall, den man sich nach einiger Zeit sicher wieder einmal anhört. 4 Sterne und meine Kaufempfehlung für "Das Mörderspiel".


Folge 1: Das 12. Opfer
Folge 1: Das 12. Opfer
Preis: EUR 5,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gut durchdachte Kriminalgeschichte mit hohem Überraschungsfaktor, 15. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Folge 1: Das 12. Opfer (MP3-Download)
Die Schwestern Lisa und Emma fallen in die Hände eines Gewaltverbrechers. Nur Lisa überlebt diesen Zwischenfall, Emma wird eines der zahlreichen Opfer des Täters. Die Überlebende findet keine Ruhe, solange der Verbrecher nicht geschnappt wurde...

Der vorliegende Fall spielt im Deutschland der Gegenwart, was sich als großer Pluspunkt erweist. Nicht alls was gute Krimiunterhaltung bietet muss im englischsprachigen Raum spielen, dies beweist Markus Topf hier meisterlich! Die Handlung vollzieht sich rasant, es kommt keine Minute Langeweile auf. Dennoch hat man es geschafft den Spannungsfaktor nicht unnötig rasch zu verpulvern. Innerhalb des Verlaufes erwartet den HörerInnen so einige Überraschungen, manche mehr, manche wenger vorhersehbar. Der absolute Hammer ist das eigentlich Ende des Hörspiels. Hier greift man zu einem überaus gelungenen Mittel, um den HörerInnen einen AHA-Effekt zu präsentieren! Dennoch sei darauf hingewiesen, dass diese Vertonung wohl nicht für dünnhäutige HörerInnen geeignet ist. Etappenweise sind die Gewaltszenen schon recht heftig.

Die SprecherInnen sind gut. Uta Dänekamp überzeugt als Lisa, obgleich man ihrem Hörspielcharakter vorwerfen könnte, dass sie all zu leicht mit den traumatischen Erlebnissen umgeht. Der Fokus liegt aber eindeutig auf der Aufklärung des Verbrechens, nicht auf dem Gefühlsleben des Opfers. Das halte ich für gelungen, da man den HörerInnen unnötig lange hysterische Azusschweifungen erspart. Katja Brügger sticht mit ihrer Sprechleistung besonders hervor, sie haucht mit ihrer Stimme der zielstrebigen Kommissarin Nora Winkler Leben ein.

Die musikalische Untermalung ist stets passend und stimmungsvoll. Das Repertoire erstreckt sich hier von klassischen Tönen bis hin zu düsterer Musik.

Fazit: "Das 12. Opfer" ist ein moderner Krimi, der sich hören lassen kann. Wirklich ein gelungener Serienstart, indem sich die Spannung bis zum Schluss hält! Volle 5 Sterne und meine Kaufempfehlung!


Mord in Serie: Das 12. Opfer
Mord in Serie: Das 12. Opfer
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut durchdachte Kriminalgeschichte mit hohem Überraschungsfaktor, 15. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Mord in Serie: Das 12. Opfer (Audio CD)
Die Schwestern Lisa und Emma fallen in die Hände eines Gewaltverbrechers. Nur Lisa überlebt diesen Zwischenfall, Emma wird eines der zahlreichen Opfer des Täters. Die Überlebende findet keine Ruhe, solange der Verbrecher nicht geschnappt wurde...

Der vorliegende Fall spielt im Deutschland der Gegenwart, was sich als großer Pluspunkt erweist. Nicht alls was gute Krimiunterhaltung bietet muss im englischsprachigen Raum spielen, dies beweist Markus Topf hier meisterlich! Die Handlung vollzieht sich rasant, es kommt keine Minute Langeweile auf. Dennoch hat man es geschafft den Spannungsfaktor nicht unnötig rasch zu verpulvern. Innerhalb des Verlaufes erwartet den HörerInnen so einige Überraschungen, manche mehr, manche wenger vorhersehbar. Der absolute Hammer ist das eigentlich Ende des Hörspiels. Hier greift man zu einem überaus gelungenen Mittel, um den HörerInnen einen AHA-Effekt zu präsentieren! Dennoch sei darauf hingewiesen, dass diese Vertonung wohl nicht für dünnhäutige HörerInnen geeignet ist. Etappenweise sind die Gewaltszenen schon recht heftig.

Die SprecherInnen sind gut. Uta Dänekamp überzeugt als Lisa, obgleich man ihrem Hörspielcharakter vorwerfen könnte, dass sie all zu leicht mit den traumatischen Erlebnissen umgeht. Der Fokus liegt aber eindeutig auf der Aufklärung des Verbrechens, nicht auf dem Gefühlsleben des Opfers. Das halte ich für gelungen, da man den HörerInnen unnötig lange hysterische Azusschweifungen erspart. Katja Brügger sticht mit ihrer Sprechleistung besonders hervor, sie haucht mit ihrer Stimme der zielstrebigen Kommissarin Nora Winkler Leben ein.

Die musikalische Untermalung ist stets passend und stimmungsvoll. Das Repertoire erstreckt sich hier von klassischen Tönen bis hin zu düsterer Musik.

Fazit: "Das 12. Opfer" ist ein moderner Krimi, der sich hören lassen kann. Wirklich ein gelungener Serienstart, indem sich die Spannung bis zum Schluss hält! Volle 5 Sterne und meine Kaufempfehlung!


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