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Lionheart

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Fringe - Die komplette dritte Staffel [6 DVDs]
Fringe - Die komplette dritte Staffel [6 DVDs]
DVD ~ Anna Torv
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine gut durchdachte Season 3 mit kleinen Schwächen, 26. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die dritte Staffel der Erfolgsserie FRINGE vermag durchaus zu überzeugen und wird vielfach als die bisher beste Staffel gefeiert (folgende Ausführungen enthalten SPOILER!):

Das Team kehrt aus der alternativen Realität zurück, wie schon am Ende von Staffel 2 zu sehen war. Olivia wurde heimlich durch ihr anderes Ich ersetzt, die falsche Olivia infiltriert das FBI und arbeitet insgeheim gegen das Team. Bald kommen sie und Peter sich näher, der Schwindel fliegt letztlich aber auf, da die echte Olivia aus dem Paralleluniversum einen Hilferuf an Peter schicken kann. Mit knapper Not gelingt ihr die Rückkehr auf unsere" Seite, doch hier hat sich durch die falsche Olivia einiges geändert...

Wie üblich beginnt auch diese Staffel sehr rasant. Der Langeweile wird keine Chance gegeben. Besonders gefallen hat mir, dass die einzelnen Fälle großteils immer noch originell sind und überzeugen können. Man hat nicht den Eindruck, dass den MacherInnen der Serie die Ideen ausgehen oder lediglich alte Stoffe in neuer Verpackung präsentiert werden.
Ein Neueinstieg in die Serie ist hier absolut nicht mehr zu empfehlen. Wer die ersten beiden Staffeln nicht gesehen hat, der dürfte sich hier kaum noch auskennen. So ist FRINGE generell keine Serie, die man sich neben dem Bügeln ansehen kann, will man den Überblick behalten. Mehrere Episoden spielen zur Gänze in der alternativen Realität, oft wird handlungstechnisch auch sehr schnell zwischen den Realitäten hin- und hergesprungen. Der Spagat, zwischen den unterschiedlichen Handlungssträngen der verschiedenen Realitäten zu vermitteln, ist durchaus gelungen.
Letztlich zielt der gesamte Handlungsablauf auf die Funktionsweise der ominösen Maschine ab, auf die jene Zeichnung verweist, die die "Ersten Menschen" vermeintlich angefertigt haben. Aus meiner Sicht fällt die Spannung ab der Rückkehr der echten Olivia aber allmählich ein wenig ab. Die Maschine wird nach und nach in den Mittelpunkt gerückt, um die ZuseherInnen auf das Staffelende vorzubereiten. Dies geschieht -aus meiner Sicht- auf Kosten der Beziehung zwischen Liv und Peter. Nachdem sie schließlich doch noch zueinander finden, wird dem Publikum immer weniger Tiefgang zwischen den beiden Protagonisten vermittelt.
Seltsam empfand ich auch den plötzlichen Gesinnungswandel der alternativen Olivia. Nachdem sie langfristig mit Walternative an der Zerstörung "unserer" Realität gearbeitet hat, kommen ihr dann plötzlich derart große Bedenken, dass sie Verrat begeht? Dieser Handlungsstrang erscheint mir wenig nachvollziehbar.
Das eigentliche Ende wirkt annehmbar, der Cliffhanger hat mich persönlich aber wesentlich weniger gepackt, als in den Vorgängerstaffeln. Es bleibt abzuwarten, wie die Wirrungen der alternativen Realitäten und unterschiedlichen Zeitlinien aufgelöst werden. Staffel 4 wird von mir bestimmt gekauft werden, so eilig wie nach den ersten beiden Fringe-Seasons habe ich es dieses Mal allerdings nicht. Dazu hat mich die Handlung in den letzten Episoden zu wenig mitgerissen.

Die Charaktere offenbaren speziell in der ersten Hälfte dieser Staffel wieder mehr an Persönlichkeit. Gab sich Anna Torv innerhalb der ersten Staffel in ihrer Rolle noch unterkühlt und teilweise farblos, zeigt sie sich hier von vielen Seiten: panisch, ängstlich, frustriert, mutig, freudig, u.v.m.
Peter Bishop bewegt sich gewohnt cool" durch die einzelnen Episoden, geht etappenweise aber auch seine eigenen Wege abseits des Fringe-Teams, was durchaus auf eine dunkle und verborgene Seite von ihm schließen lässt.

Die DVD's befinden sich in einer Klapp-Hülle, umgeben von einem Pappschuber. Wie üblich gibt es als Zusatzmaterial verpatzte Szenen oder Audiokommentare. Ein bebildertes Booklet gibt kurze Informationen zu den einzelnen Episoden und weist auch darauf hin, in welcher Realität die einzelnen Folgen spielen.

Fazit: FRINGE ist nach wie vor ein Serienerlebnis, ich habe mich auch in dieser Staffel gut unterhalten gefühlt. So kann ich bedenkenlos eine Kaufempfehlung abgeben, obgleich ich sagen muss, dass Staffel 3 aus meinem persönlichen Empfinden die Spannung nicht bis zum Schluss auf dem gewohnt hohen Niveau halten kann. 4 Sterne von mir!


Mord in Serie 7: Das Netzwerk
Mord in Serie 7: Das Netzwerk
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Cyber-Krimi, 16. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Mord in Serie 7: Das Netzwerk (Audio CD)
Mit "Das Netzwerk" präsentiert Contende Media bereits den siebten Teil von "Mord in Serie":

Im Zentrum steht diesmal jugendliche Cyber-Kriminalität. Kommissar Paul Krüger nimmt mit einer Polizeipsychologin die Fährte eines Mörders auf, der schon mehrere Jugendliche auf dem Gewissen hat. Die Spur führt beide zu einer ominösen Internet-Community, die sich brisanten und krankhaften Inhalten hingibt...

Das Hörspiel ist üblich unterhaltsam und enthält dieses Mal wieder eine gesellschaftskritische Komponente, indem es den jugendlichen Internetwahn in das Zentrum des Geschehens rückt. Innerhalb des Handlungsablaufes gibt es einige Überraschungsmomente, mit denen das Publikum verblüfft wird. Vorhersehbarkeit kann man dieser Vertonung also keinesfalls vorwerfen. Die Spielzeit vollzieht sich rasant, etappenweise ist das Hörspiel schon recht brutal, wer die vorangegangenen Episoden kennt, wird von diesem Element aber nicht mehr überrascht sein.
Unstimmig erschienen mir die Telefonate, die der Kommissar mehrfach tätigt. Er spricht derartig schnell in sein Handy, so dass sein Sprechpartner eigentlich gar keine Zeit haben würde, ihm irgendwelche Informationen zu geben. Nach dem Telefonat teilt er seiner Kollegin dann aber immer sehr viele Neugikeiten mit, hier wäre künftig auf mehr Realitätsnähe zu achten.
Manche Passagen wirken dann auch recht übertrieben. Dass ein Jugendlicher, der sich gerade auf dem Revier zum Verhör befindet, schnell mal via Smartphone den Zentralrechner der Polizei hackt, erschien mir dann doch zu viel des Guten. Auch eine Gesichtserkennungs-Software, die ein Mädchen, welches nachts in einer Diskothek aus einiger Entfernung fotografiert wird, sogleich identifiziert, wirkt auf mich schon sehr übertrieben. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Die SprecherInnen sind prinzipiell gut. Lutz Mackensy überzeugt als Ermittler, ebenso wie Anke Reitzenstein. Die Jugendlichen wirken im höchsten Maße unsympathisch (was ja durchaus beabsichtigt ist), insofern ist auch deren Sprechleistung passend, obgleich manche SprecherInnen teilweise ein wenig abwesend wirken. Dies soll aber vielleicht ein Anzeichen für die Flucht in die virtuellen Welten sein?!

Insgesamt fühlt man sich bei Hören durchaus gut unterhalten. "Mord in Serie" hat hier eine weitere gelungene Episode veröffentlicht, die ich durchaus weiter empfehlen kann. 4 Sterne für diese Episode 7.


Licht
Licht

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder eine tolle musikalische Leistung der Faune!, 5. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Licht (Audio CD)
Das Album LICHT hat mich sofort überzeugt. Der für die Gruppe FAUN typische Mix aus unterschiedlichen kulturellen Einflüssen und Elementen ist hier stark präsent und fügt sich harmonisch in ein stimmiges Gesamtbild:

Besonders nennenswert erscheinen mir:
- "Andro", ein stimmungsvolles Lied, dass zum Tanzen einlädt.

- Der Song "Unda" gehörte zum Soundtrack einer Verfilmung der Nibelungen-Saga. Und das nicht ohne Grund! Wieder ein stimmungsvolles und schwungvolles Lied.

- Mit "Ne Aludj El" hält die orientalische Stimmung Einzug in das Album, und bietet somit eine willkommene Abwechslung.

- "Deva" kann als Prolog zu dem nachfolgenden Song "Punagra" gesehen werden. Starke Beats wechseln sich hier mit gefühlvollem Flötenspiel ab. Ein kraftvoller Song, den die Faune hier in ihr Album aufgenommen haben.

- Mein persönlicher Favorit ist "Egil Saga", ein Lied, dass einen Teil der Geschichte von der historischen Person Egil erzählt. Um die richtige Betonung der altnordischen Sprache zu finden, konsultierte FAUN sogar einen isländischen Universitätsprofessor. Ein magischer Song, wieder mit starken Beats. Ruhige Passagen wechseln sich gekonnt mit schwungvollen Etappen ab.

- Den Abschluss des Albums bildet "Fort", ein ruhige und schöne Ballade.

LICHT ist ein auffallend stimmungsvolles Album! Es setzt seinen Schwerpunkt nicht auf Balladen, viele Lieder sind sehr stimmungsvoll, als ruhige Hintergrundmusik eigenen sie sich weniger. Dennoch überzeugt die Zusammenstellung der Songs, FAUN hat sich hier auf die eigene Stärke besonnen, viele unterschiedliche musikalische Elemente zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen.
5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung!


Renaissance
Renaissance
Wird angeboten von -uniqueplace-
Preis: EUR 21,93

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioses Album, das die Faune in Bestform zeigt!, 4. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Renaissance (Audio CD)
Dieses Album von FAUN kann auf der ganzen Linie überzeugen.

Ich könnte keinen persönlichen Lieblingssong auf diesem Album nennen. Jedes Lied enthält einen eigenen Zauber:
"Das Tor" ist eine Ballade, die Ohrwurmcharakter hat und unter die Haut geht - sehr schöne Melodien, die auch melancholische Elemente transportieren.
"Iyansa" ist ein Song, der aus der brasilianischen Candomblè entlehnt wurde, eine Anrufung an die Wind- und Meeresgöttin - einfach magisch!
Mit "Königin" befindet man sich wieder im Reich der Balladen, ein besonders eindringlicher, gefühlvoller und leidenschaftlicher Song.
"Rosmarin" gehört ja mittlerweile zu den Klassikern von FAUN, das Lied muss man einfach mögen.
Mit "Rhiannon" und "Satyros" befinden sich letztlich auch schwungvolle Tanzlieder auf dieser Cd, die Lust auf Bewegung machen.

Das Booklet ist sehr schön gestaltet, teils befinden sich darauf Hintergrundinformationen, die mehr zur Entstehungsgeschichte oder der mythisch/spirituellen Grundlage mancher Songs verraten.

Dieses Album ist auf der ganzen Linie gelungen. Genauso stellt man sich eine Produktion von FAUN vor. Eine sehr schöne Zusammenstellung verschiedener Songs mit unterschiedlichsten Einflüssen aus anderen Kulturen und Zeiten. Einfach zurücklehnen und sich entführen lassen ... in eine Welt der Mythen, der vergangenen Zeiten, in magische Sphären...

Meine volle Kaufempfehlung mit 5 Sternen!


Von Den Elben
Von Den Elben
Preis: EUR 6,66

46 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Faune auf neuen (Irr?)Wegen, 30. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Von Den Elben (Audio CD)
Unbestreitbar ist die Tatsache, dass die Gruppe FAUN mit diesem Album einen neuen Weg eingeschlagen hat, mit dem wohl kaum jemand gerechnet hat:

Der alte heidnisch-mittelalterlich Stil der Songs leidet hier stark unter den Pop-Elementen, die etappenweise aufdringlich dominant in Szene gesetzt sind. Das ist schon beim ersten Track "Mit dem Wind" unüberhörbar.
Dass diesmal nur deutsche Lieder präsent sind, fand ich ebenso bedauerlich. Das Zusammenspiel orientlischer, keltischer und nordischer Elemente emfpand ich bisher immer als sehr reizvoll. Diese waren ja nicht nur durch die verschiedensten Instrumente präsent, auch die Sprache vermittelt hier letztlich einen eigenen Zauber, der diesem Album eher abhanden gekommen ist. Mit Wehmut denke ich da an Songs wie "Egil-Saga" zurück, für den die Gruppe sogar einen isländischen Professor konsultiert hat, um eine passende Betonung der altnordischen Sprachelemente zu finden.

Ursprünglich hat die Gruppe als Trio gestartet. Ohne Vitamin B hat sich das kleine Trio von selbst aus der Versenkung gehoben, hat einen eigenen Stil entwickelt und wurde dadurch in den letzten Jahren innerhalb der Pagan-Folk- und Mittelalter-Szene als DIE Gruppe schlechthin gehandelt. Für FAUN ist es daher sicherlich ein großer Karrieresprung gewesen, dass Universal sich hier als Partner angeboten hat. Dadurch ist aber natürlich auch ein Schritt in Richtung Mainstream gemacht worden. Das emfpinde ich jetzt prinzipiell nicht als negativ, Künstler wollen und sollen sich weiterentwickeln. Leider wurde mit diesem Album aber ein grober Schnitt gemacht, der die alten Fans so gar nicht befriedigen kann.

OMNIA ging da ein wenig weiser vor. Das letzte Album "Musick & Poetree" hat die Fangemeinde auch gespalten, allerdings war man klug genug, den neuen Stil auf einer gesonderten 2. Cd zu präsentieren, während auf Cd 1 Songs im altbewährten Charakter zu hören waren. So konnte man "Musick & Poetree" eigentlich gar nicht wirklich schlecht bewerten, eine Bewertung unter 3 Sterne wäre dem Album nicht gerecht geworden.

"Von den Elben" versöhnt hier weitaus weniger. Der Song "Andro II" ist gelungen (aber eben auch nur bedingt neu), mit "Diese kalte Nacht" hat Faun sicherlich eine Ballade kreiert, die Potential zum Ohrwurm-Song hat. Das war es dann aber auch schon. Wie auch das neue Musikvideo zu "Diese kalte Nacht", ist "Von den Elben" generell ein durchgestyltes Produkt für die Masse, dem es an jeglichem Herzblut fehlt. Bedenkt man, dass die Gruppe mehrere Jahre (ich glaube es waren ca. 4) an dem Album "Eden" gearbeitet hat, wirkt dieses neue Produkt wie ein kurzlebiger Schnellentwurf, der im hochtechnisierten Studio mal schnell auf Cd gepresst wurde.

In der Weihnachtszeit des Jahres 2011 habe ich FAUN bei der damaligen Eden-Tour erleben dürfen. Es war ein fulminantes Spektakel, fast schon ein heidnisches Fest, bei der etwa 150 Personen zu der "Hymn to Pan" getanzt haben. Der Refrain -von Oliver Sa Tyr bewusst in die Länge gezogen- wurde vom Publikum wie ein Mantra mitintoniert. Selten habe ich so eine Hammer-Atmosphäre bei einem Konzert erlebt. Dass eine solche Stimmung mit den vorliegenden Liedern noch aufkommt, kann ich mir wahrlich nicht vorstellen. Zu seelenlos wirken die Beats, zu leer und hochtechnisiert erscheint das Gewand dieses Albums zu sein.

Dass ich derartige Kritik auf die Gruppe loslassen muss, tut mir eigentlich leid. Als Künstler identifiziert man sich sicher stark mit seinem Werk. Letztlich hilft Kritik aber auch dabei sich selbst weiterzuentwickeln. Den eigenen blinden Fleck an sich sieht man halt nicht, man ist dabei auf Feedback von Außen angewiesen. In diesem Sinne wünsche ich der Gruppe eine Rückbesinnung auf die traditionellen Elemente, die für mich FAUN ausgemacht haben. Vielleicht ist dies aber auch bewusst nicht mehr erwünscht?! Möglicherweise orientiert sich FAUN jetzt mehr an der Masse, bedenkt man den finanziellen Aspekt, so ist dies natürlich verständlich. Künstlerisch empfände ich es -wie offensichtlich viele andere Fans - als wahren Verlust!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 16, 2013 4:44 PM CET


Sherlock Holmes: Die neuen Fälle - Fall 02: Die Gesellschaft des Schreckens
Sherlock Holmes: Die neuen Fälle - Fall 02: Die Gesellschaft des Schreckens
Preis: EUR 15,42

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geburtstunde eines würdigen Nachfolgers von Moriaty?, 5. Januar 2013
Der zweite Fall der "neuen Fälle" überzeugt mehr als sein Vorgänger:

Die Witwe Welsh wendet sich hilfesuchend an Holmes und Watson, da sie den Verdacht hegt, ihr Mann könnte ermordet worden sein...

Die Handlung der Geschichte ist durchaus ausgeklügelt und nachvollziehbar. ACHTUNG SPOILER:
Dass skurpellose Mörder unter der Tarnung eines Schädlingsbekämpfungsinstituts agieren, fand ich besonders originell. Die Verhandlungen zwischen Watson und dem Handlanger der Gesellschaft sind wirklich gut inszeniert worden. Sollte dieses Hörspiel etwa die Geburtsstunde eines neuen Hauptgegners von Holmes markieren? Diese Frage bleibt offen, letztlich fände ich die Idee aber wirklich gut. Ein würdiger Nachfolger für Moriaty ist längst überfällig, bisher scheint sich an die Erfindung eines solchen aber noch niemand heran gewagt zu haben. Das könnte auch daran liegen, dass sich die Integration dieser Figur in den Gesamtkontext nicht ganz unproblematisch erweisen könnte. Hätte es einen weiteren Hauptgegner neben Moriaty gegeben, wäre dieser in den Originalgeschichten erwähnt worden. Folglich kann ein solcher Charakter erst nach Moriatys Tod eingeführt werden. In der Maritim-Reihe setzt sich Holmes aber nach dem Zerschlagen des Syndikats zur Ruhe. Logisch wäre das Einfügen eines neuen Hauptgegners demnach nur, wenn sich Holmes und Watson nach dem Versuch, sich zur Ruhe zu setzen, wieder zusammengefunden hätten, um weiterhin auf dem kriminalistischen Sektor tätig zu sein. Ob das bei dieser Reihe der Fall ist, wird aber nicht erklärt oder auch nur erwähnt. Der Mann mit der weißen Haut und den Krallenfingern hätte jedenfalls genügend Potential, um zum neuen Gegenspieler des Meisterdetektivs ausgebaut zu werden. Einem Charakter wie Holmes würde es jedenfalls nicht schaden, wenn er ab und an wieder eine Niederlage einstecken müsste (ähnlich wie sie ihm einst von Moriaty oder Irene Adler beigebracht wurden).
SPOILER ENDE

Punkteabzug gibt es diesmal für die SprecherInnen. Rode und Groeger sind gewohnt professionell, die Hauptverdächtigen können in diesem Hörspiel aber nicht ganz überzeugen. Manche Dialoge wirken gekünstelt und wenig authentisch.
Lutz Harder spricht wieder Inspektor Lestrade. Positiv muss man hier festhalten, dass er in dieser Folge zwar sehr sachlich auftritt, die feindliche Einstellung, die er in "Besuche eines Gehenkten" an den Tag gelegt hat, ist hier aber nicht mehr spürbar.

Die Spielzeit wirkt ein wenig in die Länge gezogen. Die Vertonung hätte auch in guten 60-70 Minuten erzählt werden können. Das Ausdehnen auf eine Doppelfolge war hier -aus meiner Sicht- überflüssig.

Trotzdem bot dieses Hörspiel gute Unterhaltung, der Fall war durchaus spannend und kniffelig und ich hoffe sehr, dass wir von dem Boss der "Gesellschaft des Schreckens" noch mehr hören werden!
4 Sterne und eine klare Kaufempfehlung!


Lost - Die komplette sechste Staffel (5 DVDs)
Lost - Die komplette sechste Staffel (5 DVDs)
DVD ~ Matthew Fox
Preis: EUR 10,97

23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das LOST-Finale: TOP oder FLOP?, 2. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Keine andere Staffel teilt die Fans und AnhängerInnen der Serie so sehr in zwei Lager, wie diese Nummer 6. Und wahrlich muss auch ich zugeben, dass ich selten beim Schreiben einer Rezension so gespalten war, wie nach diesem Finale (folgende Ausführungen können SPOILER enthalten):

Ein Teil des Cover-Textes lautet: "In der letzen und wohl spannendsten Staffel der gefeierten Mystery-Serie wird endlich das heißersehnte Rätsel um den Absturz des Oceanic-Fluges 815 gelüftet."
......NAJA, ob das Rätsel wirklich gelüftet wird oder letztlich mehr Fragen offen bleiben, als beantwortet werden, bleibt wohl eine Sache der persönlichen Auslegung!
Aus meiner Sicht fällt die Spannung innerhalb des Handlungsverlaufes in dieser Staffel stark ab. Man wartet eigentlich laufend nur mehr auf das eigentliche Ende. Wie so oft teilt sich die Gruppe auch hier wieder, kommt wieder zusammen, andere spalten sich wieder ab, um letztlich wieder mit den übrigen vereint zu werden. Dieses Schema ist ja nicht neu, wer die vorhergehenden Staffeln verfolgt hat, ist mit diesem Szenario bestens vertraut.
Neu ist die Ebene, auf der zu sehen ist, wie das Leben der Gruppe weitergegangen wäre, wäre der Flug reibungslos verlaufen. Jedenfalls erweckt es zunächst den Anschein, als wäre dies der weitere Verlauf nach der Landung in L.A., allerdings merkt das Publikum bald - wie auch die ProtagonistInnen- dass wohl mehr hinter dieser "Ebene" stecken muss. Womit wir beim spirituellen Element wären, dass in dieser Staffel stark zum Tragen kommt.
Prinzipiell kann eine Auflösung, die aufgrund spiritueller Komponenten eine Sache der Interpretation bleibt, sicher interessant sein. Allerdings stellt sich wahrhaft die Frage, ob dieses Ende so geplant war, oder ob man sich dafür entschieden hat, weil man den Überblick über die zahlreichen Handlungsfäden verloren und sich in den eigens erdachten Irrungen und Wirrungen verloren hat. Letzteres erscheint mir nach dem Ansehen der letzten Episoden weitaus naheliegender zu sein. Mythische und spirituelle Elemente sind prinzipiell begrüßenswert, hier beschlich mich aber der Eindruck, dass man als Notlösung auf diese zurückgegriffen hat, zu sehr hat man sich in dem bizarren Netz aus Zeitreisen, Visionen, Haupt-, Nebenhandlungen sowie den Theorien über alternative Realitäten verstrickt, um aus diesem noch plausibel herauszufinden.

Nun empfinde ich aber keineswegs alles als negativ. Man muss ganz klar sagen, dass LOST es geschafft hat mich über viele Staffeln vortrefflichst zu unterhalten. Letztlich ist die Serie gutes Entertainment. Zu lange habe ich mit den ProtagonistInnen mitgefiebert, um sagen zu können, mich würde das Ende kalt lassen.

LOST ist neben all den Geheimnissen und Wirrungen eben auch eine Charakterstudie mit den Schwerpunkten Selbstentwicklung und Schattenarbeit. Die Charaktere durchlaufen alle ein höchst individuelle Entwicklung. Bei vielen verläuft diese überraschend, bleibt zumeist aber durchaus nachvollziehbar. Charaktere, die lange Zeit als "wissend" galten, wie Ben oder Richard, werden spätestens hier demontiert und entpuppen sich selbst nur als Werkzeuge einer übergeordneten hierachischen Ebene. Bei einigen Hauptcharakteren wirkt die Entwicklung dann aber doch fragwürdig, etwa wenn der Massenmörder Benjamin laufend zwischen gut und böse wechselt, letztlich seine manipulative Komponente über Bord wirft und am Ende zum reuigen Lamm mutiert. Dass das Mauerblümchen Claire plötzlich zur geistig umnachteten und abgebrühten Urwaldamazone wurde, konnte ich so dann auch nicht mehr schlucken. Etwas weniger wäre hier mehr gewesen.

Spannung wird innerhalb der Serie eigentlich laufend geboten, obgleich sie ihren Höhepunkt -aus meiner Sicht- nicht in der 6.Staffel erreicht. Bis auf wenige Ausnahmen wird der Langeweile aber zumeist kein Raum gegeben. LOST ist in der Konzeption sicherlich einzigartig, das muss man diesem Serienereignis durchaus zugestehen! Diese Serie lässt sich eigentlich mit keiner anderen mir bekannten vergleichen. Während man beim Sehen von FRINGE unweigerlich an AKTE-X denkt, vergleicht man MOONLIGHT sicherlich rasch mit Serien wie BUFFY oder NICK NIGHT. Bei LOST fällt das vergleichen schwer, keine andere Serie hatte wohl bisher ein so ausgewogenes Verhältnis zwischen Mysterie, Horror, Thriller, Kriminal-, Liebesgeschichte und Drama. Schon die Namen vieler ProtagonistInnen deuten auf geschichtliche Personen hin, etwa bei John Locke oder (Desmond) Hume. Aus dem Fundus weltweiter mythologischer Stoffe hat man sich reichlich bedient: ein Bruder der seinen Bruder erschlägt, der Held der in die Unterwelt muss, um das Licht zu finden und dabei dem Tod begegnet, unerlöste Seelen, die auf der Insel festhängen und nicht zuletzt die vielfach vertretene mystische Zahlenreihe, die in verschiedener Form in unterschiedlichen Staffeln immer wieder präsent ist.
Klischees dürfen bei diesem außergewöhnlichen Mix an Elementen natürlich auch nicht fehlen, so zeigt sich häufig, dass etwa das schlechte Verhältnis zu den Vätern/Eltern, das verkrachte Existenzen wie Jack, Kate oder Ben ihr eigen nennen, (vermeintlich) Grund für das eigene Fehlverhalten ist. Und klassisch stilistisch für eine amerikanische Serie ist natürlich auch das Pärchen, dass für einander bestimmt zu sein scheint, es aufgrund der Gegebenheiten aber dennoch nie wirklich schafft, gemeinsam glücklich zu werden.

Die DVD-Box ist robust und besteht aus drei einzelnen Hüllen, in denen sich zweimal zwei Dvds und einmal eine Dvd befinden. Dafür finden sich auf der fünften und letzten Disc aber noch Extras, besonders die Pannen am Set sind recht lustig anzusehen.
Booklet gibt es keines, aber auf der Rückseite jeder Hülle eine Kurzbeschreibung zu den jeweiligen Episoden (wie auch schon bei den vorangegangenen Staffeln).

Das hier im Zentrum stehende Ende kann aus meiner Sicht nur bedingt versöhnen. Es lässt viel Raum für Interpretationen. Auf DIE Auflösung aller Geheimnisse und Rätsel warten die SeherInnen vergeblich. Das kann schon reizvoll sein, aus oben genannten Gründen fühlt man sich aber dennoch ein wenig "im Regen stehengelassen". Ob diese Staffel TOP oder FLOP ist, muss letztlich natürlich jeder für sich selbst beantworten. Es gibt Elemente, die für mich TOP sind, andere empfand ich dann doch eher als FLOP. Ich behaupte aber auch keineswegs, dass ich den vollen Durchblick habe. Möglicherweise habe ich das eine oder andere auch einfach nicht (oder falsch) verstanden! Vielleicht sucht man in manchen Sequenzen aber auch vergeblich nach Logik, da diese gar nicht vorhanden ist und von den Machern nicht beabsichtigt war?! Von mir gibt es 3 Sterne für diese finale Season!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2013 7:55 PM CET


Schofar (Partitur 3)
Schofar (Partitur 3)
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, amüsant und schauerlich: ein gelungener Hörspiel-Cocktail, 26. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schofar (Partitur 3) (Audio CD)
Auch der dritte Teil der Amadeus-Reihe ist ein gelungenes und empfehlenswertes Hörspiel:

Mozart beim Vorspielen in einer Kirche: die Mönche der Franziskaner geben sich zunächst wenig erfreut, als Mozart mit seinem Freund Dr. Resch den genannten Termin wahrnimmt. Schon bald stellt sich heraus, dass der Orden ein Geheimnis hütet. Mozart und Resch nehmen die Spur auf...

Partitur 3 dieser Hörspielreihe präsentiert sich als spannender Kriminalfall mit schauerlichen Elementen. Atmosphärisch besonders stark empfand ich jene Sequenzen in den Katakomben. Der Fall selbst ist schlüssig und nachvollziehbar. Die Verknüpfung mit mythologischen Themen (Jericho) ist außerordentlich gut gelungen.
Das Rätselhafte wird hier durch einen Handlungsstrang eingeführt, den die HörerInnen während der Bewusstlosigkeit eines Protagonisten miterleben. Was es genau mit dieser Sequenz auf sich hat, wird künftig wohl noch zu enthüllen sein!

Die Geräuschkulisse tut ihr übriges, um das Publikum gekonnt in das Wien des Jahres 1781 zu entführen. Der Schofar selbst beschwört eine passend bedrohliche Stimmung herauf. Musikalisch haben mir die Spinett-Einlagen besonders gut gefallen.

Das SprecherInnen-Team agiert höchst professionell, wie es bei einer Hörplanet-Produktion nicht anders zu erwarten ist! Was mich gefreut hat: neben der Arbeit an Musik, Regie und Schnitt ist Dennis Rohling hier als Karl Furtner in einer Nebenrolle zu hören. Tim Knauer erweckt auch in diesem Teil mit seiner lebhaften Stimme den frechen Mozart gekonnt zum Leben, seine spitze Zunge sorgt immer wieder für amüsante Dialoge.

Fazit: Dieses Hörspiel ist eine weitere gelungene Vertonung. Spannend, amüsant und schauerlich - so muss das sein! 5 Sterne hat sich das Label Hörplanet hierfür verdient!


Gruselkabinett - Folge 71: Der Eschenbaum
Gruselkabinett - Folge 71: Der Eschenbaum
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atmosphärischer Grusel der besten Sorte, 22. Dezember 2012
Endlich hält auch das Hexenthema wieder einmal Einzug in das Gruselkabinett:

Matthew Fell beobachtet nachts eine Frauengestalt, die sich an einem Eschenbaum zu schaffen macht, der auf seinem Anwesen steht. Als die Frau daraufhin wegen Hexerei angeklagt wird, nehmen die tragischen Ereignisse ihren Lauf...

Die Handlung kann überzeugen! Schon der Beginn vollzieht sich spannend, die für mich atmosphärisch stärksten Sequenzen sind jene, die sich in dem Schlafgemach ereignen. Was genau dort sein Unwesen treibt wird zunächst nicht näher definiert. Diese unbekannte Komponente ist maßgeblich an der Konstituierung des Schauerlichen innerhalb des Handlungsverlaufes beteiligt. Den geneigten HörerInnen wird hier Gänsehaut vom Feinsten vermittelt.

Das SprecherInnen-Team ist wie immer TOP! Mrs. Mothersale wird gekonnt von Katarina Tomaschewsky zum Leben erweckt. Frank-Otto Schenk überzeugt als fanatischer Hexengegner. Besonders gefreut habe ich mich über Lutz Mackensy, dessen wandlungsfähige Stimme in jedem Hörspiel eine Bereicherung ist. Ich hoffe, dass auch Dagmar von Kurmin -die hier leider nicht auftritt- künftig wieder öfter im Gruselkabinett zu hören sein wird (und zwar nicht nur in Nebenrollen).

Die Soundkulisse kann man nur loben. Sie tut ihr übriges, um das Publikum vollends in ein atmosphärisch starkes Hörspiel zu entführen.

Fazit: Nachdem die Vorgängerfolge 70 ungewöhnlich "horrorlastig" für diese Hörspielreihe ausfiel (was ich hier durchaus positiv meine), kehrt das Label mit "Der Eschenbaum" wieder auf den gewohnten Kurs der Schauerromantik
zurück. Diese Episode 71 ist eine qualitativ hochwertige Vertonung, die ich sicher nicht zum letzten Mal gehört habe. 5 Sterne und somit eine klare Kaufempfehlung!


Titania Special, Folge 8 - Die Schneekönigin
Titania Special, Folge 8 - Die Schneekönigin
Preis: EUR 7,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen hörenswertes Märchen für frostige Wintertage, 10. Dezember 2012
Titania Medien präsentiert hier eine schöne Wintergeschichte. Das passende Hörspiel für die verschneite Jahrezeit, dem sicherlich auch ältere HörerInnen etwas abgewinnen können.

Die Geschichte handelt von der abenteuerlichen Reise der kleinen Gerda, die sich aufmacht, um ihren besten Freund Kay zu suchen, der bösen Mächten in die Hände gefallen ist. Dabei begegnet sie einer ganzen Reihe von Gestalten, manche sind ihr wohl gesinnt, andere nicht so sehr. So bemüht das Label für diese Vertonung eine breite Palette an SprecherInnen. Susanne Uhlen, Ingrid van Bergen und Dagmar von Kurmin in einem Hörspiel hören zu dürfen, ist ja schon ein Erlebnis für sich. Aber auch die anderen SprecherInnen können auf der ganzen Linie überzeugen.

Schon in der Werbung hat Titania angekündigt, dass die musikalische Untermalung diesmal von Tschaikowski sein wird. Klassische Musik kann in einem Hörspiel eine ganz besondere Atmosphäre schaffen, hier wirkt sie mir etappenweise aber deplatziert. Manche Sequenzen wirken dadurch extrem übertrieben und ich muss zugeben, dass ich durch das Fehlen jeglicher anderer Musikelemente zeitweise sogar etwas genervt von den pausenlos klassischen Einlagen war. Ein bisschen weniger wäre hier mehr gewesen.

Trotz diesem Kritikpunkt muss ich sagen, dass man als HörerIn das Gefühl bekommt, einer liebevollen Vertonung folgen zu dürfen. 4 Sterne und meine Kaufempfehlung!


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