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Rezensionen verfasst von
Lionheart

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Gruselkabinett - Folge 75: Weiß
Gruselkabinett - Folge 75: Weiß
Preis: EUR 6,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Geheimnis um die Farbe "Weiß", 19. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Gruselkabinett - Folge 75: Weiß (Audio CD)
Folge 75 ist zwar einer bestimmten Farbe gewidmet, das Hörspiel ist aber alles andere als farblos oder eintönig (folgende Ausführungen können SPOILER enthalten):

Ein junger Arzt wird auf einen Fall aufmerksam, der im höchsten Maße sonderbar anmutet. Mehrere Personen scheinen auf einem Anwesen zu wohnen, dass gänzlich in weiß gehalten ist. Angeblich leidet dort jemand an einer Krankheit, die an die Farbe gebunden ist....

Diese Geschichte beginnt schon höchst rätselhaft. Geheimnisse bleiben präsent, steigern sich noch während des Handlungsverlaufes und werden letztlich in einem schrecklichen Ende aufgelöst. Das Publikum fiebert mit dem Protagonisten mit und man ist selbst hin- und hergerissen, da es bis zum Schluss keine Sicherheit gibt, wer hier von welchem Wahnsinn befallen ist. Titania setzt mit dieser Geschichte zur Abwechslung einmal nicht auf übernatürliche Elemente, das ist durchaus eine willkommene Abwechslung innerhalb dieser Hörspielreihe. Mary Fortune war als Autorin im Gruselkabinett bisher noch nicht vertreten. Mit "Weiß" wurde eine wunderbare Geschichte gewählt, die ihren Platz in dieser Reihe durchaus verdient. Die unvorhersehbaren Elemente machen diese Vertonung zu einem absoluten Hörgenuss. Wie bereits in einer vorangegangenen Rezension angemerkt, erinnern einige Sequenzen des Hörspiels an die Episode "Der Untergang des Hauses Usher". Dennoch steht "Weiß" keineswegs im Schatten von E.A. Poes Werk. Vielmehr ist diese Nummer 75 eine weitere eher unbekannte Perle, die die MacherInnen von Titania hier aus dem Meer der schwarzen Romantik gehoben haben.

SprecherInnen und Geräuschkulisse sind wie immer im höchsten Maße professionell. Die HörerInnen werden atmosphärisch unweigerlich mitgerissen, hier wirkt alles überzeugend.

Das Cover ist durchaus ansprechend, allerdings konnte ich die hier veranschaulichte Szene innerhalb der Vertonung nicht ausmachen. Blanche wirkt hier überrascht oder sogar schockiert. Dies war sie aber zu keinem Moment in der Vertonung. Diese Reaktion hätte man noch in die Szene hinein interpretieren können, in der sie die roten Rosen erblickt. Der Mann, der das Zimmer betritt, hat diese aber nicht in der Hand (bzw. hinter seinem Rücken versteckt).

Fazit:
Eine ungewöhnliche Story voller Geheimnisse, subtiler Schauerelemente und letztlich blankem Entsetzen. Wem der Sinn nach einem ungewöhnlichen Hörspiel innerhalb dieses Genres steht, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Meine Kaufempfehlung mit vollen 5 Sternen!


Sherlock Holmes & Co, 1: Das Geisterhaus
Sherlock Holmes & Co, 1: Das Geisterhaus
Preis: EUR 10,45

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schon wieder eine Sherlock-Hörspielreihe?, 10. April 2013
Sherlock Holmes ist ja groß in Mode, besonders der Hörspielmarkt bietet dieses Thema betreffend ja eine breite Palette an. Die Herren Rode und Groeger geben sich beim Label Maritim - derzeit auch bei der Romantruhe - als in die Jahre gekommene Ermittler mit Humor, während Titania Medien auf einen eher nüchternen Sherlock Holmes setzt, dessen "geheime Fälle", wie die Serie dort genannt wird, aber nicht immer den Geschmack der Krimifans zu treffen vermag. Ich selbst habe um "Sherlock Holmes & Co" lange Zeit einen Bogen gemacht, da ich mich nun doch daran versucht habe, muss ich gestehen positiv überrascht zu sein:

Holmes und Watson gehen den mysteriösen Vorkommnissen auf dem Grundstück von Mr. Stern nach. Der Witwer behauptet steif und fest von dem Geist seiner verstorbenen Frau terrorisiert zu werden und wendet sich hilfesuchend an den Meisterdetektiv.
Handlungstechnisch läuft die Vertonung recht ruhig an, das Kennenlernen zwischen Holmes und Watson steht hier zunächst im Vordergrund. Der eigentliche Fall ist dann zwar nicht spektakulär, kann aber durchaus überzeugen und ist auch unterhaltsam. Die Kriminalfälle dieser Reihe beziehen sich allerdings nicht auf Originalgeschichten von Conan Doyle.
Die Charakterisierung von Holmes halte ich hier für besonders gelungen. Sherlocks Methoden sind hier wirklich sehr außergewöhnlich, sein Verhalten bei den Ermittlungen unterstreicht die kauzigen Züge, die ihm immer wieder nachgesagt werden. Auch tritt uns der Protagonist nicht - wie in anderen Vertonungen - als alter Mann entgegen. Holmes und Watson geben sich hier jung und dynamisch.

Die SprecherInnen erwecken die Charaktere gekonnt zum Leben. Florian Halm hat mich durch seine Sprechleitung besonders überzeugt.
Auch die Geräuschkulisse empfand ich durchaus passend und professionell. Einzig die musikalische Untermalung hat nicht immer meinen Geschmack getroffen. Manche Stücke wirken gekünstelt und billig, hier ist sicher noch Steigerungspotential vorhanden.

FAZIT: Diese Episode 1 bietet kurzweiliges Hörvergnügen und ist als Serienstart gelungen. 4 Sterne und eine klare Kaufempfehlung von mir!


Gruselkabinett - Folge 72: Markheim
Gruselkabinett - Folge 72: Markheim
Preis: EUR 6,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ein tiefgreifender philosophisch-psychologischer Dialog, 27. März 2013
Wie an den Rezensionen hier unschwer zu erkennen ist, trifft diese Folge 72 nicht jedermanns Geschmack (folgende Ausführungen können SPOILER enthalten):

Handlungstechnisch wird das Publikum Zeuge einer Verbrecherkarriere. Zunächst wird der Protagonist zum Mörder, in einem anschließenden Dialog nimmt man unweigerlich an einem philosophisch-psychologischen Diskurs teil. Tugenden, Sünden und deren Verwandtschaftsverhältnisse stehen hier ebenso im Mittelpunkt, wie die uralte Frage nach der Natur des Bösen. Auch behavioristische Einflüsse sind erkennbar. Wird der Mensch zu einem bösen Menschen gemacht? Ist er im Stadium der Kindheit wirklich rein und vollkommen unschuldig? Mit diesen Themen werden die Hörerinnen von "Markheim" konfrontiert.
Der Dialog mit dem (inneren?) Dämon/Teufel nimmt bei dieser Vertonung viel Raum ein, auf rasante Handlungsstränge wartet man vergeblich. Aus der Routine fällt eigentlich nur der eigentliche Mord, der dem Publikum sehr brutal veranschaulicht wird.

Nun stellt sich die Frage: will man als geneigte HörerInnen derartige philosophische Ergüsse bei einer Gruselkabinettfolge wirklich hören? Aus meiner Sicht passt die Folge gut in die Reihe, Titania hat stets darauf geachtet anspruchsvolle Stoffe zu vertonen. Trashige Action ist hier generell eher die Ausnahme, so ist "Markheim" durchaus im Gruselkabinett anzusiedeln. Für meinen Geschmack ist diese Episode 72 aber dennoch etwas zu langatmig gestaltet. Inhalte, die das Publikum auch zum Nachdenken anregen sind durchaus begrüßenswert, dem Wunsch nach Unterhaltung wird hier allerdings nur bedingt entsprochen und Spannung kam für mich während des Hörens keine Minute auf, der Inhalt führt vielmehr in das kopflastige Philosophieren, dessen man rasch überdrüssig wird, ist man auf diese Art von Hörspiel nicht vorbereitet bzw. nicht in der passenden Stimmung.

Die SprecherInnen und die Geräuschkulisse sind wie immer erste Klasse. Titania Medien hat hier wie so oft absolute Professionalität bewiesen.

Das Cover nimmt der Handlung einiges vorweg. Dieser Umstand ist schade, eine der wenigen Szenen in der Vertonung, die spannungsgeladen und somit überraschend sein könnte, wird durch die Abbildung entkräftet.

Fazit: Wer sich gerne dem Philosophieren hingibt und keinen allzu großen Anspruch auf schauerliche Unterhaltung erhebt, der kann bei dieser Folge bedenkenlos zugreifen. Klassisches Gruselfeeling, wie es etwa in dem Nachfolger "Das Grauen im Blue-John-Stollen" präsentiert wird, darf man sich hier aber definitiv nicht erwarten. 3 Sterne für dieses Hörspiel, das durchaus hörenswert -nach meinem Geschmack- aber kein Renner ist.


Faustus (Partitur 4)
Faustus (Partitur 4)
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Partitur 4 mit Spannung, Humor und Gänsehaut auf höchstem Niveau, 25. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Faustus (Partitur 4) (Audio CD)
Mit FAUSTUS präsentiert das Label Hörplanet den 4. und bisher besten Teil der Amadeus-Reihe:

Amadeus und Resch finden Dr. Marschall tot in seinem Laboratorium auf. Der Leichnam ist grausam entstellt, da Resch zwangsläufig zu den Verdächtigen zählt, machen sich beide an die Ermittlungen...

Auch die Partitur 4 kann handlungstechnisch auf der ganzen Linie überzeugen. Wie schon zuvor wechseln sich rasante und ruhigere Passagen in dem Hörspiel gekonnt ab und lassen keine Langeweile aufkommen. Der Fall selbst kann überzeugen und präsentiert sich schlüssig. Die Spannung steigt stetig an und es wird sogar Bezug zu früheren Episoden genommen. Ein roter Faden, der das Publikum durch die einzelnen Folgen führt, ist bisher zwar nicht erkennbar, aber man darf sicherlich gespannt sein, wie die Jungs vom Hörplanet diese Verknüpfungen noch bewerkstelligen werden. Immerhin blieben besonders nach der Partitur 2 und der Partitur 3 Fragen offen. Es bleibt somit weiterhin spannend.
Das Hörspiel ist ab 16 Jahren freigegeben. Diese Altersbeschränkung ist bezogen auf die Handlung auch gerechtfertigt.
Humor und Witz kommen in FAUSTUS wieder voll zum Einsatz. Die spitze Zunge des jungen Mozart ist im höchsten Maße amüsant.

Die Geräuschkulisse ist hier professionell in Szene gesetzt. Die SprecherInnen sind üblich spitze und können auf der ganzen Linie überzeugen. Frank-Otto Schenk ist hier wieder als Manichl zu hören, darüber habe ich mich besonders gefreut.

Als Wiener war ich natürlich auch erfreut so manche Örtlichkeiten wiederzuerkennen, die in dem Hörspiel genannt werden. Der geschichtliche Rückgriff auf das Wien des 18. Jahrhunderts ist absolut gelungen.

Das Cover der Cd hat sich zu den Vorgängerfolgen verändert. Mozart trägt hier die Züge des Todes, was nachvollziehbar wird, wenn man bedenkt, welche Erfahrungen der Musikus in dieser Vertonung machen muss. So abgebrüht und lässig sich der Charakter sonst auch gibt, die Schlusssequenz lässt natürlich selbst ihn nicht kalt. Wie schon andere RezensentInnen angemerkt haben finde auch ich dieses Element überraschend positiv. ProtagonistInnen geben sich in Hörspielen in der Regel ja sehr "übermenschlich", selbst die traumatischsten Erlebnisse werden einfach so weggesteckt. Seelischen Schaden nehmen handlungstragende Hauptfiguren in der Regel nicht. Dass Amadeus hier seelisch erschüttert wird, lässt diesen Protagonisten aus dem üblichen HörspielheldInnenbrei herausstechen.

Fazit: Ein großes WOW! Diese Serie ist echt der Hammer! Partitur 4 ist ein packendes Hörspiel, dass Spannung, Humor und Gänsehaut bietet. 5 Sterne und eine eindeutige Kaufempfehlung von mir!


Gruselkabinett - Folge 73: Das Grauen im Blue-John-Stollen
Gruselkabinett - Folge 73: Das Grauen im Blue-John-Stollen
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schauerliche Höhlenerkundungen in Episode 73, 17. März 2013
Folge 73 des Gruselkabinetts ist Ohrenkino auf höchstem Niveau:

Dr. Hardcastle erholt sich in ländlicher Umgebung von einer Erkrankung. Er erkundet dabei nahegelegene Höhlensysteme, welche von der Bevölkerung des Landstriches gemieden werden. Aus gutem Grund, wie sich schon bald heraus stellen soll...

Das Titania-Team hat diese Geschichte von Arthur Conan Doyle packend in Szene gesetzt. Der Spannungsfaktor steigt von Minute zu Minute an, der Langatmigkeit wird während der gesamten Vertonung keine Chance gegeben. Einige Szenen sind atmosphärisch besonders gelungen, sie vermögen es das Publikum unaufhaltsam mitzureißen. Man kann hier nicht anders, als mit dem Protagonisten mitzufiebern.

Die SprecherInnen sind professionell und überzeugend, was die geübten Gruselkabinett-HörerInnen kaum überraschen dürfte. Marc Oliver Schulze spricht den oben erwähnten Protagonisten in den verschiedensten Situationen und Gemütsverfassungen sehr authentisch.
Musik und Geräuschkulisse sind auf höchstem Niveau. Besonders positiv muss ich anmerken, dass die grauenhaften Geräusche in den Stollen nicht ident sind mit jenen, die in anderen Gruselkabinettfolgen bereits zum Einsatz kamen. Das Kopieren von Geräuscheffekten aus vorhergehenden Episoden scheint im Hause Titania tabu zu sein, was ich persönlich als sehr positiv empfinde (ich denke da beispielsweise an "Die Berge des Wahnsinns", es gab da inhaltlich vergleichbare Sequenzen in unterirdischen Gefilden).

Das Cover ist absolut passend, da es auch nicht zu viel verrät. Das Unbekannte kann durchaus bei der Konstituierung der schauerlichen Elemente beteiligt sein. Die Bildgestaltung nimmt hier nicht zu viel vorweg.

Fazit: Hoher Gruselfaktor, packende Szenen, überzeugende SprecherInnen und eine atmosphärisch starke Geräuschkulisse... alles was das Grusel-Hörspiel- Herz höher schlagen lässt! 5 Sterne und meine uneingeschränkte Kaufempfehlung für "Das Grauen im Blue-John-Stollen"!
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 29, 2013 3:49 PM CET


Fringe - Die komplette dritte Staffel [6 DVDs]
Fringe - Die komplette dritte Staffel [6 DVDs]
DVD ~ Anna Torv
Preis: EUR 9,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine gut durchdachte Season 3 mit kleinen Schwächen, 26. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die dritte Staffel der Erfolgsserie FRINGE vermag durchaus zu überzeugen und wird vielfach als die bisher beste Staffel gefeiert (folgende Ausführungen enthalten SPOILER!):

Das Team kehrt aus der alternativen Realität zurück, wie schon am Ende von Staffel 2 zu sehen war. Olivia wurde heimlich durch ihr anderes Ich ersetzt, die falsche Olivia infiltriert das FBI und arbeitet insgeheim gegen das Team. Bald kommen sie und Peter sich näher, der Schwindel fliegt letztlich aber auf, da die echte Olivia aus dem Paralleluniversum einen Hilferuf an Peter schicken kann. Mit knapper Not gelingt ihr die Rückkehr auf unsere" Seite, doch hier hat sich durch die falsche Olivia einiges geändert...

Wie üblich beginnt auch diese Staffel sehr rasant. Der Langeweile wird keine Chance gegeben. Besonders gefallen hat mir, dass die einzelnen Fälle großteils immer noch originell sind und überzeugen können. Man hat nicht den Eindruck, dass den MacherInnen der Serie die Ideen ausgehen oder lediglich alte Stoffe in neuer Verpackung präsentiert werden.
Ein Neueinstieg in die Serie ist hier absolut nicht mehr zu empfehlen. Wer die ersten beiden Staffeln nicht gesehen hat, der dürfte sich hier kaum noch auskennen. So ist FRINGE generell keine Serie, die man sich neben dem Bügeln ansehen kann, will man den Überblick behalten. Mehrere Episoden spielen zur Gänze in der alternativen Realität, oft wird handlungstechnisch auch sehr schnell zwischen den Realitäten hin- und hergesprungen. Der Spagat, zwischen den unterschiedlichen Handlungssträngen der verschiedenen Realitäten zu vermitteln, ist durchaus gelungen.
Letztlich zielt der gesamte Handlungsablauf auf die Funktionsweise der ominösen Maschine ab, auf die jene Zeichnung verweist, die die "Ersten Menschen" vermeintlich angefertigt haben. Aus meiner Sicht fällt die Spannung ab der Rückkehr der echten Olivia aber allmählich ein wenig ab. Die Maschine wird nach und nach in den Mittelpunkt gerückt, um die ZuseherInnen auf das Staffelende vorzubereiten. Dies geschieht -aus meiner Sicht- auf Kosten der Beziehung zwischen Liv und Peter. Nachdem sie schließlich doch noch zueinander finden, wird dem Publikum immer weniger Tiefgang zwischen den beiden Protagonisten vermittelt.
Seltsam empfand ich auch den plötzlichen Gesinnungswandel der alternativen Olivia. Nachdem sie langfristig mit Walternative an der Zerstörung "unserer" Realität gearbeitet hat, kommen ihr dann plötzlich derart große Bedenken, dass sie Verrat begeht? Dieser Handlungsstrang erscheint mir wenig nachvollziehbar.
Das eigentliche Ende wirkt annehmbar, der Cliffhanger hat mich persönlich aber wesentlich weniger gepackt, als in den Vorgängerstaffeln. Es bleibt abzuwarten, wie die Wirrungen der alternativen Realitäten und unterschiedlichen Zeitlinien aufgelöst werden. Staffel 4 wird von mir bestimmt gekauft werden, so eilig wie nach den ersten beiden Fringe-Seasons habe ich es dieses Mal allerdings nicht. Dazu hat mich die Handlung in den letzten Episoden zu wenig mitgerissen.

Die Charaktere offenbaren speziell in der ersten Hälfte dieser Staffel wieder mehr an Persönlichkeit. Gab sich Anna Torv innerhalb der ersten Staffel in ihrer Rolle noch unterkühlt und teilweise farblos, zeigt sie sich hier von vielen Seiten: panisch, ängstlich, frustriert, mutig, freudig, u.v.m.
Peter Bishop bewegt sich gewohnt cool" durch die einzelnen Episoden, geht etappenweise aber auch seine eigenen Wege abseits des Fringe-Teams, was durchaus auf eine dunkle und verborgene Seite von ihm schließen lässt.

Die DVD's befinden sich in einer Klapp-Hülle, umgeben von einem Pappschuber. Wie üblich gibt es als Zusatzmaterial verpatzte Szenen oder Audiokommentare. Ein bebildertes Booklet gibt kurze Informationen zu den einzelnen Episoden und weist auch darauf hin, in welcher Realität die einzelnen Folgen spielen.

Fazit: FRINGE ist nach wie vor ein Serienerlebnis, ich habe mich auch in dieser Staffel gut unterhalten gefühlt. So kann ich bedenkenlos eine Kaufempfehlung abgeben, obgleich ich sagen muss, dass Staffel 3 aus meinem persönlichen Empfinden die Spannung nicht bis zum Schluss auf dem gewohnt hohen Niveau halten kann. 4 Sterne von mir!


Mord in Serie 7: Das Netzwerk
Mord in Serie 7: Das Netzwerk
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Cyber-Krimi, 16. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Mord in Serie 7: Das Netzwerk (Audio CD)
Mit "Das Netzwerk" präsentiert Contende Media bereits den siebten Teil von "Mord in Serie":

Im Zentrum steht diesmal jugendliche Cyber-Kriminalität. Kommissar Paul Krüger nimmt mit einer Polizeipsychologin die Fährte eines Mörders auf, der schon mehrere Jugendliche auf dem Gewissen hat. Die Spur führt beide zu einer ominösen Internet-Community, die sich brisanten und krankhaften Inhalten hingibt...

Das Hörspiel ist üblich unterhaltsam und enthält dieses Mal wieder eine gesellschaftskritische Komponente, indem es den jugendlichen Internetwahn in das Zentrum des Geschehens rückt. Innerhalb des Handlungsablaufes gibt es einige Überraschungsmomente, mit denen das Publikum verblüfft wird. Vorhersehbarkeit kann man dieser Vertonung also keinesfalls vorwerfen. Die Spielzeit vollzieht sich rasant, etappenweise ist das Hörspiel schon recht brutal, wer die vorangegangenen Episoden kennt, wird von diesem Element aber nicht mehr überrascht sein.
Unstimmig erschienen mir die Telefonate, die der Kommissar mehrfach tätigt. Er spricht derartig schnell in sein Handy, so dass sein Sprechpartner eigentlich gar keine Zeit haben würde, ihm irgendwelche Informationen zu geben. Nach dem Telefonat teilt er seiner Kollegin dann aber immer sehr viele Neugikeiten mit, hier wäre künftig auf mehr Realitätsnähe zu achten.
Manche Passagen wirken dann auch recht übertrieben. Dass ein Jugendlicher, der sich gerade auf dem Revier zum Verhör befindet, schnell mal via Smartphone den Zentralrechner der Polizei hackt, erschien mir dann doch zu viel des Guten. Auch eine Gesichtserkennungs-Software, die ein Mädchen, welches nachts in einer Diskothek aus einiger Entfernung fotografiert wird, sogleich identifiziert, wirkt auf mich schon sehr übertrieben. Weniger wäre hier mehr gewesen.

Die SprecherInnen sind prinzipiell gut. Lutz Mackensy überzeugt als Ermittler, ebenso wie Anke Reitzenstein. Die Jugendlichen wirken im höchsten Maße unsympathisch (was ja durchaus beabsichtigt ist), insofern ist auch deren Sprechleistung passend, obgleich manche SprecherInnen teilweise ein wenig abwesend wirken. Dies soll aber vielleicht ein Anzeichen für die Flucht in die virtuellen Welten sein?!

Insgesamt fühlt man sich bei Hören durchaus gut unterhalten. "Mord in Serie" hat hier eine weitere gelungene Episode veröffentlicht, die ich durchaus weiter empfehlen kann. 4 Sterne für diese Episode 7.


Licht
Licht

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder eine tolle musikalische Leistung der Faune!, 5. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Licht (Audio CD)
Das Album LICHT hat mich sofort überzeugt. Der für die Gruppe FAUN typische Mix aus unterschiedlichen kulturellen Einflüssen und Elementen ist hier stark präsent und fügt sich harmonisch in ein stimmiges Gesamtbild:

Besonders nennenswert erscheinen mir:
- "Andro", ein stimmungsvolles Lied, dass zum Tanzen einlädt.

- Der Song "Unda" gehörte zum Soundtrack einer Verfilmung der Nibelungen-Saga. Und das nicht ohne Grund! Wieder ein stimmungsvolles und schwungvolles Lied.

- Mit "Ne Aludj El" hält die orientalische Stimmung Einzug in das Album, und bietet somit eine willkommene Abwechslung.

- "Deva" kann als Prolog zu dem nachfolgenden Song "Punagra" gesehen werden. Starke Beats wechseln sich hier mit gefühlvollem Flötenspiel ab. Ein kraftvoller Song, den die Faune hier in ihr Album aufgenommen haben.

- Mein persönlicher Favorit ist "Egil Saga", ein Lied, dass einen Teil der Geschichte von der historischen Person Egil erzählt. Um die richtige Betonung der altnordischen Sprache zu finden, konsultierte FAUN sogar einen isländischen Universitätsprofessor. Ein magischer Song, wieder mit starken Beats. Ruhige Passagen wechseln sich gekonnt mit schwungvollen Etappen ab.

- Den Abschluss des Albums bildet "Fort", ein ruhige und schöne Ballade.

LICHT ist ein auffallend stimmungsvolles Album! Es setzt seinen Schwerpunkt nicht auf Balladen, viele Lieder sind sehr stimmungsvoll, als ruhige Hintergrundmusik eigenen sie sich weniger. Dennoch überzeugt die Zusammenstellung der Songs, FAUN hat sich hier auf die eigene Stärke besonnen, viele unterschiedliche musikalische Elemente zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen.
5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung!


Renaissance
Renaissance

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandioses Album, das die Faune in Bestform zeigt!, 4. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Renaissance (Audio CD)
Dieses Album von FAUN kann auf der ganzen Linie überzeugen.

Ich könnte keinen persönlichen Lieblingssong auf diesem Album nennen. Jedes Lied enthält einen eigenen Zauber:
"Das Tor" ist eine Ballade, die Ohrwurmcharakter hat und unter die Haut geht - sehr schöne Melodien, die auch melancholische Elemente transportieren.
"Iyansa" ist ein Song, der aus der brasilianischen Candomblè entlehnt wurde, eine Anrufung an die Wind- und Meeresgöttin - einfach magisch!
Mit "Königin" befindet man sich wieder im Reich der Balladen, ein besonders eindringlicher, gefühlvoller und leidenschaftlicher Song.
"Rosmarin" gehört ja mittlerweile zu den Klassikern von FAUN, das Lied muss man einfach mögen.
Mit "Rhiannon" und "Satyros" befinden sich letztlich auch schwungvolle Tanzlieder auf dieser Cd, die Lust auf Bewegung machen.

Das Booklet ist sehr schön gestaltet, teils befinden sich darauf Hintergrundinformationen, die mehr zur Entstehungsgeschichte oder der mythisch/spirituellen Grundlage mancher Songs verraten.

Dieses Album ist auf der ganzen Linie gelungen. Genauso stellt man sich eine Produktion von FAUN vor. Eine sehr schöne Zusammenstellung verschiedener Songs mit unterschiedlichsten Einflüssen aus anderen Kulturen und Zeiten. Einfach zurücklehnen und sich entführen lassen ... in eine Welt der Mythen, der vergangenen Zeiten, in magische Sphären...

Meine volle Kaufempfehlung mit 5 Sternen!


Von Den Elben
Von Den Elben
Preis: EUR 6,49

45 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Faune auf neuen (Irr?)Wegen, 30. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Von Den Elben (Audio CD)
Unbestreitbar ist die Tatsache, dass die Gruppe FAUN mit diesem Album einen neuen Weg eingeschlagen hat, mit dem wohl kaum jemand gerechnet hat:

Der alte heidnisch-mittelalterlich Stil der Songs leidet hier stark unter den Pop-Elementen, die etappenweise aufdringlich dominant in Szene gesetzt sind. Das ist schon beim ersten Track "Mit dem Wind" unüberhörbar.
Dass diesmal nur deutsche Lieder präsent sind, fand ich ebenso bedauerlich. Das Zusammenspiel orientlischer, keltischer und nordischer Elemente emfpand ich bisher immer als sehr reizvoll. Diese waren ja nicht nur durch die verschiedensten Instrumente präsent, auch die Sprache vermittelt hier letztlich einen eigenen Zauber, der diesem Album eher abhanden gekommen ist. Mit Wehmut denke ich da an Songs wie "Egil-Saga" zurück, für den die Gruppe sogar einen isländischen Professor konsultiert hat, um eine passende Betonung der altnordischen Sprachelemente zu finden.

Ursprünglich hat die Gruppe als Trio gestartet. Ohne Vitamin B hat sich das kleine Trio von selbst aus der Versenkung gehoben, hat einen eigenen Stil entwickelt und wurde dadurch in den letzten Jahren innerhalb der Pagan-Folk- und Mittelalter-Szene als DIE Gruppe schlechthin gehandelt. Für FAUN ist es daher sicherlich ein großer Karrieresprung gewesen, dass Universal sich hier als Partner angeboten hat. Dadurch ist aber natürlich auch ein Schritt in Richtung Mainstream gemacht worden. Das emfpinde ich jetzt prinzipiell nicht als negativ, Künstler wollen und sollen sich weiterentwickeln. Leider wurde mit diesem Album aber ein grober Schnitt gemacht, der die alten Fans so gar nicht befriedigen kann.

OMNIA ging da ein wenig weiser vor. Das letzte Album "Musick & Poetree" hat die Fangemeinde auch gespalten, allerdings war man klug genug, den neuen Stil auf einer gesonderten 2. Cd zu präsentieren, während auf Cd 1 Songs im altbewährten Charakter zu hören waren. So konnte man "Musick & Poetree" eigentlich gar nicht wirklich schlecht bewerten, eine Bewertung unter 3 Sterne wäre dem Album nicht gerecht geworden.

"Von den Elben" versöhnt hier weitaus weniger. Der Song "Andro II" ist gelungen (aber eben auch nur bedingt neu), mit "Diese kalte Nacht" hat Faun sicherlich eine Ballade kreiert, die Potential zum Ohrwurm-Song hat. Das war es dann aber auch schon. Wie auch das neue Musikvideo zu "Diese kalte Nacht", ist "Von den Elben" generell ein durchgestyltes Produkt für die Masse, dem es an jeglichem Herzblut fehlt. Bedenkt man, dass die Gruppe mehrere Jahre (ich glaube es waren ca. 4) an dem Album "Eden" gearbeitet hat, wirkt dieses neue Produkt wie ein kurzlebiger Schnellentwurf, der im hochtechnisierten Studio mal schnell auf Cd gepresst wurde.

In der Weihnachtszeit des Jahres 2011 habe ich FAUN bei der damaligen Eden-Tour erleben dürfen. Es war ein fulminantes Spektakel, fast schon ein heidnisches Fest, bei der etwa 150 Personen zu der "Hymn to Pan" getanzt haben. Der Refrain -von Oliver Sa Tyr bewusst in die Länge gezogen- wurde vom Publikum wie ein Mantra mitintoniert. Selten habe ich so eine Hammer-Atmosphäre bei einem Konzert erlebt. Dass eine solche Stimmung mit den vorliegenden Liedern noch aufkommt, kann ich mir wahrlich nicht vorstellen. Zu seelenlos wirken die Beats, zu leer und hochtechnisiert erscheint das Gewand dieses Albums zu sein.

Dass ich derartige Kritik auf die Gruppe loslassen muss, tut mir eigentlich leid. Als Künstler identifiziert man sich sicher stark mit seinem Werk. Letztlich hilft Kritik aber auch dabei sich selbst weiterzuentwickeln. Den eigenen blinden Fleck an sich sieht man halt nicht, man ist dabei auf Feedback von Außen angewiesen. In diesem Sinne wünsche ich der Gruppe eine Rückbesinnung auf die traditionellen Elemente, die für mich FAUN ausgemacht haben. Vielleicht ist dies aber auch bewusst nicht mehr erwünscht?! Möglicherweise orientiert sich FAUN jetzt mehr an der Masse, bedenkt man den finanziellen Aspekt, so ist dies natürlich verständlich. Künstlerisch empfände ich es -wie offensichtlich viele andere Fans - als wahren Verlust!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 16, 2013 4:44 PM CET


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