Profil für Lionheart > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Lionheart
Top-Rezensenten Rang: 1.027
Hilfreiche Bewertungen: 1214

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Lionheart

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Sherlock Holmes: Die neuen Fälle - Fall 08: Der grüne Admiral
Sherlock Holmes: Die neuen Fälle - Fall 08: Der grüne Admiral
Preis: EUR 9,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jede Menge Sarkasmus und Wortwitz in dieser Episode 8, 3. Dezember 2013
Folge 8 besticht besonders mit Sarkasmus und Wortwitz:

Der Maler Livingstone gerät in das Visier von Scotland Yard, in seinem Umfeld ereignen sich Morde von Personen, die er zuvor porträtiert hatte. Doch auf den zweiten Blick, gibt es in dieser Annahme einige Ungereimtheiten, denen Sherlock Holmes auf den Grund geht.

"Die neuen Fälle" zeigen sich auch weiterhin abwechslungsreich, kein Fall ist mit dem vorangegangenen vergleichbar. Die Handlung ist spannend, der Kriminalfall kann überzeugen, weist aber leider auch dieses Mal einen großen Schwachpunkt auf (ACHTUNG SPOILER!!!). Zwar lässt Masuth Komissar Zufall in dieser Folge nicht die Bühne betreten, allerdings wirkt es auf das Publikum am Ende doch befremdlich, dass der Meisterdetektiv so gar nicht skeptisch wird, dass sich am Ort der Handlung soviele Fliegen aufhalten. Mein erster Gedanke war: da kann die nächste Leiche nicht weit sein! Holmes übersieht, dass der Täter vom Fach ist - wie er selbst am Ende zugibt - aber diese allzu offensichtliche Fährte in Form von zahlreichen aasfressenden Insekten nicht wahrzunehmen, empfand ich beim Hören als höchst seltsam und unlogisch. Gerade Sherlock ist doch dafür bekannt, dass ihm auch die kleinsten Kleinigkeiten auffallen, solche Schnitzer sind dann schon recht ärgerlich und passen nicht wirklich in das Gesamtbild, das man als RezipientIn von dem Meister der Deduktion hat (SPOILER ENDE!!!).
Positiv empfand ich, dass den HörerInnen wieder einmal ein anderer Gesetzesvertreter als Lestrade präsentiert wird. Auch bei der Wahl der Charaktere punktet man somit mit Abwechslung, so dass es immer wieder eine Überraschung bleibt, wen Holmes an den Orten der Verbrechen antreffen wird.

Die SprecherInnen sind überzeugend, die musikalische Untermalung wirkt passend und besonders der eingebaute Sarkamsus und der Wortwitz machen diese Folge 8 zu einem Hörerlebnis.

Fazit: Meine Kaufempfehlung, auch wenn es leider wieder ein unstimmiges Element innerhalb des Kriminalfalles gibt.


Gruselkabinett - Folge 83 : Heimgesucht
Gruselkabinett - Folge 83 : Heimgesucht
Preis: EUR 6,99

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sanfter Grusel mit wenig Spannung, 28. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der allgemeinen 5 Sterne-Begeisterung für dieses Hörspiel kann ich mich so nicht anschließen:

Lady Throgmorton beauftragt ein Geisterforscher-Pärchen die rätselhaften Erscheinungen zu untersuchen, von denen sie in ihrem Wohnsitz gequält wird.

Die Handlung läuft sehr langsam an und bleibt auch die erste halbe Stunde fast gänzlich spannungsfrei. Die Konstitution des Settings hätte man anschaulicher gestalten können, dafür bleibt letztlich aber wenig Zeit. Bis die Geisterjäger auf dem Herrensitz Abbotsbury eintreffen, vergeht schon recht viel Zeit (fast 20 Minuten - also gut ein Drittel des Hörspiels), so muss dann auch das Publikum etwas zu rasch in die Atmosphäre der alten Abtei eintauchen. Hier wird Spannung unnötig rasch verpulvert, die man langsam hätte aufbauen können.
Es gibt eigentlich nur eine einzige Gruselsequenz, das Publikum kommt also nur einmal direkt mit dem Spuk in Kontakt. Das ist ein wenig dünn, zumal sich die erste Hälte der Vertonung schon ein wenig in die Länge zieht und keine atemberaubend aufgregenden Szenen enthält.
Um letztlich die Auflösung zu erahnen, muss man kein kriminalistisches Genie sein. Die Geschichte ist relativ bald vorhersehbar. Dass Geisterjäger Colin Hargreaves die Lösung des Spuks dann so rasch errät, nachdem ein Jahr lang Ungewissheit herrschte, schien mir auch seltam zu sein. Dass bei einem Profi in Sachen übernatürlicher Phänomene nicht bereits vorher eine Ahnung oder einen Verdacht aufkam, finde ich zudem recht befremdlich.

Die SprecherInnen können in ihren Rollen überzeugen. Besonders gefreut habe ich mich wieder über Horst Naumann, der hier als Erzähler fungiert.

Fazit: Folge 83 ist durchaus hörenswert, zu den Highlights des Gruselkabinetts zählt diese Episode für mich aber sicher nicht. Neben Hammer-Hörspielen wie "Pickmans Modell", "Tauben aus der Hölle", "Die Totenbraut" oder "Die Familie des Vampirs" wirkt diese Geschichte dann doch ein wenig seicht.


Sherlock Holmes: Die neuen Fälle - Fall 07: Der eisige Tod
Sherlock Holmes: Die neuen Fälle - Fall 07: Der eisige Tod
Preis: EUR 12,63

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das bisherige Highlight der Reihe!, 6. November 2013
Folge 7 von "Die neuen Fälle" ist ein schlüssiger Krtiminalfall und zugleich das bisherige Highlight der Reihe:

Dieses Mal ist der Fallbringer niemand anderes als ein Mitlgied der Baker Street - Bande, die dem Meisterdetektiv schon mehrmals bei seinen Ermittlungen unter die Arme gegriffen hat. Wiggins wendet sich an Sherlock, nachdem in einem Armenhaus mehrere Menschen gleichzeitig ums Leben gekommen sind. Darunter befand sich auch ein 8jähriger Junge, den auch Holmes kannte. Grund genug, um die Ermittlungen aufzunehmen...

Die Handlung präsentiert sich schlüssig, es gibt keine unnötigen Längen, Spannung wird langsam aufgebaut und nicht unnötig rasch verschossen, die Auflösung wird dem Publikum Schritt für Schritt näher gebracht und selbst die Dialoge sind absolut passend gewählt. Der Gegner wird in dieser Episode sehr kaltblütig gezeichnet, was seinen Teil zu der spannenden Atmosphäre des Hörspiels beiträgt. Er geht überlegt zu Werke und ist dem Meisterdetektiv durchaus schon mal einen Schritt voraus. Dass dieses mal die Baker Street - Jungen eine Rolle spielen, schafft eine Verbindung zu den ursprünglichen Konzepten der Serie, die Arthur Conan Doyle erdacht hat, diesen Umstand fand ich als Sherlock-Fan sehr positiv, zumal diese hier auch nicht in ihr Gegenteil verkehrt wurden, wie das beispielsweise bei Folge 5 "Das steinerne Schiff" mit Prof. Moriaty gemacht wurde.
Absoluter Höhepunkt ist eindeutig Watsons Aussage zu dem Riesenbiber von Borneo! Einfach spitze und für den Fan zum Schieflachen!

Die SprecherInnen sind absolut passend gewählt, alle können in ihren Rollen überzeugen. Das erscheint mir erwähnenswert, da man in der Vergangenheit hierbei nicht immer ein glückliches Händchen bewiesen hat. Es ist also eine deutliche Steigerung spürbar.
Auch die musikalische Untermalung wirkt nun weitaus passender. Da diese in früheren Rezensionen immer wieder kritisiert wurde, hat man beim Label wohl auf diese Publikumskritik reagiert.

Fazit: Spannender Fall, bei dem keine Minute Langeweile aufkommt und der auch vom kriminalistischen Standpunkt aus überzeugen kann. Weiter so, liebes Romantruhe-Team! Wäre schön, wenn wir jetzt auch bald mal wieder etwas von Mr. Straker hören würden!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 24, 2014 12:35 PM CET


Gruselkabinett-Folge 80 und 81: Der Mönch Teil 1 und 2
Gruselkabinett-Folge 80 und 81: Der Mönch Teil 1 und 2
Preis: EUR 13,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Langatmiges Liebesgesäusel oder brutale Schauergeschichte?, 19. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Selten war ich beim Rezensieren einer Vertonung so gespalten wie bei "Der Mönch" (Achtung, diese Rezi enthält SPOILER!!!):

Der charismatische Mönch Ambrosio zieht die Massen an, seine Predigden füllen die Kirchen. Ambrosio scheint die christlichen Tugenden vorbildhaft zu leben, doch wo viel Licht ist, ist auch immer viel Schatten...

Handlungtechnisch muss ich stark zwischen Teil 1 und Teil 2 unterscheiden. Der erste Teil des Hörspiels wirkte auf mich sehr langatmig, das schwülstige Liebesgesäusel war etappenweise fast schon nervig. Manche Dialoge scheinen enorm in die Länge gezogen zu sein. Ich muss zugeben, dass es für mich nach dem Hören eine Überwindung war dem zweiten Teil überhaupt noch eine Chance zu geben. Das einzig schauerliche hier ist eine kurze Erzählung zu einer Geistererscheinung, ansonsten erwarten das Publikum nur Liebesbezeugungen, von Notgeilheit motivierte Dialoge und christlich-dogmatisches Gewäsch über Sünden und Buße.
Marc Gruppe schafft es letztlich aber das Ruder herum zu reißen! Der zweite Teil präsentiert sich dann sehr rasant, brutal und durchaus auch gruselig. Außerdem erwartet die HörerInnen die eine oder andere unerwartete Wendung, was das Hörspiel letztlich zu einem wahren Hörvergnügen macht. So manche Ungereimtheit aus dem ersten Teil wird hier geklärt und erscheint dann in einem plausiblen Licht, was man nach dem Hören von Teil 1 kaum für möglich gehalten hätte.
In "Der Mönch" finden sich eine Reihe von typischen Motiven, die eindeutig der (schwarzen) Romantik zu zuordnen sind. Das Doppelgänger-Motiv verkörpert durch Matilda, die für das Bild der Maria Modell gestanden hat, düstere Rituale, das Erscheinen des Leibhaftigen, der Alptraum mit Vorahnungscharakter ... all diese Elemente wurden geschickt zu einer schlüssigen Handlung verwoben, auch wenn dies bei manchen Handlungssträngen erst am Ende des Hörspiels ersichtlich wird.

Die Stimmen können wie immer überzeugen. David Nathan kann gekonnt zwischen keuschen Bruder und lüsternem Vergewaltiger switchen. Hervor zu heben ist auch Dagmar von Kurmin, Eckart Dux und der Erzähler Hasso Zorn. Auch Margot Rothweiler - den meisten vermutlich bekannt als Lady Bedfort aus der gleichnamigen Hörspiel-Reihe des Hörplaneten - ist hier als Sprecherin vertreten.

Die Cover sind absolut gelungen. Bei Teil 2 fällt einem das leichte Glühen in den Augen des Novizen nicht sofort auf, es ist eher dezent gehalten. Dass dieses Vorhanden ist erklärt sich erst mit der Beendigung des Hörspiels, was ich als durchaus gelungenes Element empfand.

Fazit: Ein Hörspiel, das sich zunächst ziemlich in die Länge zieht, dann aber an Fahrt gewinnt und letztlich auf der ganzen Linie überzeugen kann. 4 Sterne und meine Kaufempfehlung!


Sherlock Holmes: Die neuen Fälle - Fall 06: Das Haus auf dem Hexenhügel
Sherlock Holmes: Die neuen Fälle - Fall 06: Das Haus auf dem Hexenhügel
Preis: EUR 12,63

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anfänglich langatmig, letztlich aber eine gelungene Episode mit klassischen Krimielementen, 12. Oktober 2013
Marc Freund präsentiert die 6. Episode der neuen Holmes-Fälle:

Holmes erhält einen Brief, in dem er angewiesen wird sich mit Roderick Crane zu befassen, der in ländlicher Einöde seinen alten Familienstammsitz bewohnt. Crane scheint nicht ganz bei Verstand zu sein und schon kurz nach dem Eintreffen des Meisterdetektivs wird ein Bewohner des Hauses ermordet.

Die Handlung läuft bei diesem Fall eher langsam an, zunächst zieht sich der Fall ein wenig in die Länge, so dass beim Hören schon fast Langeweile aufkommt. Marc Freund reißt das Ruder aber gerade noch herum, der Kriminalfall gewinnt an Fahrt und die stetig ansteigende Spannung packt die HörerInnen doch noch.
Letztlich liegt hier ein Kriminalfall in klassischem Gewand vor. Ein Mord auf einem großen Anwesen, eine Hand voll Verdächtiger, ein Detektiv, der sich durch seine Ermittlungen selbst auch in Gefahr begibt und letztlich eine raffinierte Auflösung inklusive einer unerwarteten Wendung ... all diese Faktoren sind präsent und machen "Das Haus auf dem Hexenhügel" zu einem Hörvergnügen, dass man gerne weiter empfiehlt.

Im Gegensatz zu einigen Vorgängerfolgen können die SprecherInnen alle überzeugen. Und Rode und Groeger sind ohnehin spitze wie immer.
Die musikalische Untermalung wurde hier erstmals eindringlicher in Szene gesetzt, auch die Titelmusik klingt nun moderner. Das empfand ich beim Hören durchaus positiv, zumal bei den Fällen 1 bis 5 die Musik eher regrediert wirkte, zieht man die Klassiker der Maritim-Reihe zum Vergleich heran.

Fazit: Eine hörenswerte Episode in klassischer Konstitution. Auch Fans von Edgar Allan Poe kommen hier auf ihre Kosten. Eindeutige Kaufempfehlung!


Mord in Serie 10: Atemlos
Mord in Serie 10: Atemlos
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Mord in Serie" präsentiert sich erstmals mit Erzähler, 3. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Mord in Serie 10: Atemlos (Audio CD)
(Diese Rezi enthält SPOILER!!!)

"Atemlos" handelt von dem jungen Vincent, der durch Zufall auf Ungereimtheiten in seiner eigenen Vergangenheit stößt. Seine Nachforschungen bezüglich seiner Kindheit bringen ihn jedoch sehr bald in Lebensgefahr....

Diese Episode von "Mord in Serie" beginnt wie üblich zunächst recht ruhig, steigert sich aber mit jeder vergangenen Hörminute. Zwar ist diese Folge nicht ganz so temporeich, wie so mancher Vorgänger, dies muss letztlich aber kein Nachteil sein. Die Geschehnisse wirken zunächst plausibel und nachvollziehbar. Störend empfand ich dann das Ende, bei dem letztlich die Bedeutung des Titels "Atemlos" offenbart wird, allerdings zeigt sich Vincent für meinen Geschmack dann doch zu heldenhaft, die Action-Elemente wirken für den (im Vergleich zu anderen Folgen) ruhigeren Hörspielverlauf am Ende dann doch zu überladen. Ein Jugendlicher, der einen Auftragskiller erledigt, zugleich den Vater rettet und dann noch seine Freundin ins Leben zurückholt ... na ja ... da hat man dann doch ein wenig zu dick aufgetragen. Weniger ist manchmal einfach mehr!

Die SprecherInnen können überzeugen, die Musik zwischen den Szenen wirkt etappenweise etwas in die Länge gezogen. Erstmals tritt in dieser Hörspielreihe ein Erzähler auf, der das Publikum durch die Handlung führt. Das empfindet man als geübte/r MIS-HörerIn möglicherweise als ungewohnt. Wegen der Unterwasser-Szene hielt man einen solchen wohl für notwendig, da man nicht auf einen inneren Monolog des Protagonisten zurückgreifen wollte. Ich selbst empfand die Erzählinstanz aber nicht als störend.

Fazit: Ein Hörspiel für Zwischendurch, mit Sicherheit kein Highlight in der Sammlung, für Leute, die kurzweilige Unterhaltung suchen, ist es aber durchaus empfehlenswert. Wer es nicht hört, hat aber auch nichts verpasst.


Gruselkabinett-Folge 79: Lodoiska
Gruselkabinett-Folge 79: Lodoiska
Preis: EUR 6,99

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Folge 79 präsentiert sich düster, tragisch und voller unerwarteter Wendungen, 22. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gruselkabinett-Folge 79: Lodoiska (Audio CD)
Neben bekannten Werken von Autoren wie Lovecraft, Poe und Stoker finden sich innerhalb der Gruselkabinett-Reihe auch immer wieder eher verborgene Schätze der schwarzen Romantik. Zu diesen darf sicherlich "Lodoiska" gezählt werden (diese Rezi enthält SPOILER!!!):

Alfred Lobenthal verlässt mit seiner Familie Hals über Kopf Berlin. Es verschlägt sie in einen einsamen Landstrich, hier bezieht die Familie ein Schloss. Nach einem Jahr begibt sich Alfred auf Reisen. Zur selben Zeit zieht eine stets dunkel gekleidete Dame in ein benachbartes Haus. Weder Alfreds Frau noch seine Kinder können sich dem Bann der Unbekannten entziehen...

Die Handlung beginnt schon recht geheimnisvoll. Den Grund für die überstürzte Abreise aus Berlin nimmt man Alfred als HörerIn nicht ab. Das geneigte Publikum darf hier also schon sehr früh mutmaßen und rätseln.
Natürlich fiebert man dem ersten Auftreten der geheimnisvollen Lodoiska entgegen. Die Figur wurde ausgezeichnet in Szene gesetzt. Atmosphärisch gewohnt stark wurde die Aura des Geheimnisvollen gewoben, wer bereit ist sich dieser zu öffnen, wird von dieser Folge 79 sicherlich nicht enttäuscht werden.
Das Vampir-Motiv tritt den HörerInnen hier gewohnt schauerlich, aber ebenso tragisch entgegen. Auch jene Regeln, der die Untote zu folgen hat, sind in dieser Geschichte ganz eigen konstituiert. Ihre Macht entfaltet sich zur Gänze zwischen Mitternacht und 1 Uhr früh, jene Wunde, die sie einst ins Grab brachte, bleibt unverheilt und ihre Hand ist bis auf die Knochen verwest.
Liebe, Sorge, Trauer, Hass, Rache und Gewalt werden hier zu einer gelungenen Mixtur, die zu überzeugen vermag.
Etappenweise erinnert die Geschichte an "Die Blutbaronin", doch kaum glaubt man, die Handlung würde jetzt sicherlich wie in der genannten Episode verlaufen, wendet sich das Blatt wieder und man darf erneut den unerwarteten Wendungen der Story folgen.

Die Hintergrundmusik erscheint mir in dieser Episode besonders gelungen zu sein. Sie greift der Handlung immer wieder gekonnt unter die Arme und die SprecherInnen vermögen durch die Bank zu überzeugen. Hervorheben muss man hier jedoch Jana Nagyova. Sie erweckt in den unterschiedlichsten Stimmungen Lodoiska gekonnt zum Leben.

Das Cover ist gelungen! Die Blässe und die blutroten Lippen der Protagonistin lassen ihr wahres Wesen erahnen, ohne den unwissenden HörerInnen zu viel zu verraten.

Fazit: Diese Episode 79 unterbricht die lange Vampir-Pause im Gruselkabinett. Ein wahres Hörvergnügen, hierfür hat sich Titania 5 Sterne verdient.


Gruselkabinett - Folge 78: Das Ding auf der Schwelle.
Gruselkabinett - Folge 78: Das Ding auf der Schwelle.
Preis: EUR 6,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte des Grauens, die langsam anläuft, aber letztlich überzeugen kann!, 21. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Gruselkabinett geht mit einer Lovecraft-Vertonung in die 78. Runde (diese Rezension enthält SPOILER!!!):

Daniel Upton will zu ungewöhnlich später Stunde seinen besten Freund im Sanatorium besuchen. Nach mehrmaligem Drängen lässt man ihn gewähren. Kurz nachdem er die Zelle von Edward Pickman Derby betritt fallen mehrere Schüsse, die Edward das Leben kosten...

Die Handlung von "Das Ding auf der Schwelle" knüpft etappenweise an den Zweiteiler "Der Schatten über Innsmouth" (Folge 66 & 67 des Gruselkabinetts) an. Die eigentlichen Handlungsfäden sind zwar nicht verwoben, es wird aber Bezug zu jenen Geschehnissen genommen, die sich den HörerInnen in der genannten Doppelfolge offenbaren. Es ist prinzipiell sicher möglich diese Episode 78 für sich alleine stehend zu hören. Die Gerüchte über Innsmouth werden hier wieder gegeben, dennoch tut man sich sicher leichter der Handlung zu folgen, wenn man die Vorgeschichte zu dem Hafenstädtchen selbst gehört (oder gelesen) hat. So wird hier beispielsweise auch nicht erklärt, was Shoggothen sind, in "Der Schatten über Innsmouth" erhält man zumindest einen Eindruck über die Riesenhaftigkeit und die Funktion der Shoggothen.
Die erste halbe Stunde habe ich selbst als etwas langatmig emfpunden. Natürlich ist sie deshalb nicht wenig relevant, es werden die Grundpfeiler für den inhaltlichen Aufbau der Geschichte gelegt. Prinzipiell handelt es sich während der gesamten Spielzeit um den Austausch zweier Personen, durch Rückblenden in die Vergangenheit werden die HörerInnen mit den tragischen Geschehnissen bekannt gemacht. Allmählich gewinnt die Geschichte an Rasanz, packt das geneigte Publikum und hält es fest im Griff. Obgleich man blanken Horror zunächst nicht vermuten würde, steigert sich die Handlung letztlich zu einem Grauen, dem man sich kaum zu entziehen vermag. Als man am Ende der Story erkennt, was "Das Ding auf der Schwelle" eigentlich ist, ist man einfach nur schockiert. Obwohl die Handlung etappenweise durchaus vorhersehbar ist, ahnt man erst recht spät, was der Titel der Geschichte eigentlich bezeichnet.
Der Monster-Faktor kann bei Lovecraft-Geschichten ja sehr hoch sein. Hier wird er zumeist mehr angedeutet als direkt vor (die inneren) Augen geführt, was der Handlung enorm zum Vorteil gereicht - jedenfalls nach meinem Geschmack.
Die Konstitution der Handlung ist natürlich keine Neuerfindung des Rades. Ein junger Mann, der einen Hang zu düsteren Themen und Okkultismus hat und sich durch Beschreiten dieses Pfades in Gefahr begibt, sagenumwobene Zauberbücher wie das Necronomicon, ein treuer Freund, der am Ende Schadensbegrenzung betreibt und sogar die Namen der Protagonisten (Upton und Pickman) erinnern unweigerlich an andere Geschichten des Autors. Auch die Konstitution "Rahmenhandlung-Rückblenden" ist bereits bekannt, auch "Pickmans Modell" war auf diese Weise aufgebaut.

Die Soundkulisse ist absolut überzeugend. Diesmal hat man sogar darauf geachtet die Hintergrundgeräusche des Sanatoriums gekonnt in Szene zu setzen. Bei "Der Fall Charles Dexter Ward" hat man in der Sanatoriums-Szene eine solche vermisst. Wie bei Titania üblich wird hier Hintergrundmusik eingesetzt, die sich lediglich innerhalb der Lovecraft-Vertonungen finden lässt. Die geübten Gruselkabinett-HörerInnen werden also allein durch die musikalische Untermalung in "Lovecraft-Stimmung" versetzt.

Die Sprechleistungen sind grandios. Ich könnte hier niemanden besonders hervorheben, so haben mich alle SprecherInnen restlos überzeugt.

Fazit: Obgleich diese Episode eher langsam anläuft, kann sie letztlich auf der ganzen Linie überzeugen. Ob dies auch zutrifft, wenn man das Werk gelesen hat, vermag ich nicht zu sagen. Als Hörer, dem die Story unbekannt war, kann ich hierfür jedoch eine Kaufempfehlung aussprechen. 5 Sterne für diese Folge des Gruselkanbinetts!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 22, 2013 4:08 PM MEST


Germanischer Götterglaube: ASATRU - Eine neue Religion aus alten Zeiten
Germanischer Götterglaube: ASATRU - Eine neue Religion aus alten Zeiten
von GardenStone
  Taschenbuch
Preis: EUR 35,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlender Tiefgang, wenig wissenschaftlich fundiert und jede Menge persönliche Interpretationen, 11. September 2013
Die Neuauflage von "Germanischer Götterglaube" unterscheidet sich nicht maßgeblich von seinem Vorgänger:

Das Werk ist vom Publikum prinzipiell immer schon gespalten aufgenommen worden. Gardenstone ist bemüht Ásatrú vorzustellen und mögliche Zugänge zu dem rekonstruierten Heidentum für Praktizierende anzubieten. Dies gelingt ihm zwar, aber der fehlende Tiefgang und die nicht vorhandenen Hinweise darauf, welche Inhalte nun wissenschaftlich fundiert und welche persönliche Interpratationen sind, gestalten dieses Buch als wenig empfehlenswert.

Der Schreibstil...
des Autors ist dabei sehr einfach, mit wissenschaftlichen Formulierungen wird gespart, komplizierte Syntax findet man nicht vor und auch Kombinationsgabe wird den LeserInnen nicht abverlangt. Auf die Leseflüssigkeit wirkt sich dies sicherlich positiv aus.

Inhaltlich...
fällt besonders die große Anzahl an Götter und Göttinnen auf, die Gardenstone anführt und vermeintlich näher erklärt. Diese Erklärungen sind aber sehr kurz gehalten, was an sich noch in Ordnung wäre, allerdings fällt bei dem starken Schwerpunkt des Buches bezogen auf das Thema Magie auf, dass der Autor eine Vielzahl von chaosmagischen Einflüssen in seinen "Germanischen Götterglauben" einfließen lässt, ohne diese als solche zu benennen. So finden sich etwa bei den Ausführungen zu Snotra als zu der Gottheit passendes Getränk Eiskaffee. Zu Forseti gehört der Duft der Aloe-Pflanze und ein Odin-Amulett soll beim Trinken von Alkohol helfen Mäßigkeit zu bewahrern (was mir bei einem Gott der Ekstase nicht ganz nachvollziehbar ist?!?!). Selbstgebastelte Anrufungen von ca. 15 Wörtern werden bei allen Gottheiten angeführt. All dies muss ja nicht schlecht sein, aber im neuen Vorwort der Neuauflage wird erwähnt, dass dieses Buch für unzählige Menschen zum Standardwerk geworden ist (was ich zwar bezweifle, aber das ist eine andere Geschichte!). Wenn dieses "Standardwerk" in die moderne Ásatrú-Bewegung einführen soll, dann ist es u.a. auch an AnfängerInnen gerichtet. Der Hinweis, was wissenschaftlich fundiert und was frei erfunden ist, erscheint mir hier also mehr als notwendig zu sein, es sei denn man legt keinen Wert darauf kritische Geister zu bedienen, sondern will lediglich, dass eine breite Vielzahl an LeserInnen das eigene Wort ungefragt hinnimmt und danach lebt. Genaue Kennzeichnungen fehlen leider zur Gänze, man kann sich also nie wirklich sicher sein, was jetzt historisch fundiert und was frei erfunden ist.
Mit wissenschaftlichen Grundlagen scheint es Gardenstone aber ohnehin nicht allzu ernst zu nehmen. So erscheint mir der Hinweis, dass es bei den Germanen ein Matriarchat gegeben haben könnte schon reichlich an den Haaren herbeigezogen zu sein. Er führt zwar an, dass dies nicht beweisbar, dafür aber interpretierbar sei, aber ich finde diese Passage schon sehr widersprüchlich und irreführend, zumal er dann mit einer Fülle an Argumenten heranrückt, die eine solche Interpretation stützen sollen. Als Beispiele nennt er den Matronenkult und verweist auf die Vielzahl der weiblichen Gestalten innerhalb des germanischen Systems. Das erscheint mir schon etwas simplifiziert zu sein. Die Tatsache, dass es viele mythologische Gestalten in weiblicher Form gibt, trifft ja auch auf die hinduistischen Religionen zu, daraus lässt sich aber noch lange kein Matriarchat herleiten!!! Prinzipiell ist über die Matriarchat-Geschichte bezogen auf Europa viel diskutiert und gestritten worden, selbst bei Befürwortern dieser Theorie, lässt sich diese meines Wissens aber lediglich auf die Zeit vor der Einwanderung der Indoeuropäer vermuten, aber keinesfalls zu jenen Zeiten, in denen man von "Germanen" sprechen kann.

Der Verfasser schreibt in diesem Werk, dass es zu der vorherigen Ausgabe erstaunlich wenig Kritik gegeben hat. Auch diesen Umstand wage ich doch sehr zu bezweifeln. Hr. Gardenstone läuft wohl mit Scheuklappen durch die Welt, denn wenn man im Netz unterwegs ist, trifft man eigentlich sehr häufig auf Kritik, die aber offensichtlich an dem Autor abprallt bzw. nicht wahrgenommen wird.

Fazit:
Ich kann dieses Buch nicht wirklich empfehlen. Gardenstone ist zwar bemüht um eine einheitliche Darstellung, allerdings vermischt er gerne seine eigenen esoterischen Ansichten und Überzeugungen mit der Geschichte und zimmert sich so sein eigenes Weltbild zusammen, das er an die LeserInnen weiter vermitteln möchte. Zwar weist er schon auch darauf hin, dass viele Informationen seinen persönlichen Interpretationen entspringen, gerade deshalb halte ich es aber für EinsteigerInnen in die Thematik für ungeeignet. Dieses Buch ist eines unter vielen, bei denen AutorInnen das eigene Weltbild so darstellen, als wäre es maßgeblich und trendsetzend für die gesamte Ásatrú-Szene. Dass es auch anders geht hat beispielsweise eine Freya Aswynn gezeigt. Auch sie gibt offen zu, dass "Die Blätter von Yggdrasil" ihre persönliche Interpretation der Runen ist. Allerdings suggeriert sie mit keinem Wort, dass Ásatrú allein nach ihren Ausführungen zu funktionieren hat.


Auf Wotans Pfaden: Neues vom alten Wanderer
Auf Wotans Pfaden: Neues vom alten Wanderer
von Thomas Vömel
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Kurzgeschichten, moralisch konstituiert aber ohne Tiefgang, 11. September 2013
Der Autor von "Auf Wotans Pfaden" ist zumeist ja als begabter Künstler bekannt. Im hier vorliegenden Buch stellt Thomas Vömel nun einige Kurzgeschichten vor, in denen der Gott Wotan stets als einer der Protagonisten auftritt.

Die Geschichten selbst sind gelungen geschrieben, obgleich immer wieder germanische Begriffe genannt werden, sind sie doch einfach zu lesen. Im Anhang befindet sich noch eine Erklärung zu bestimmten Begriffen, die in den Storys vorkommen. Handlungstechnisch vermisst man ein wenig Tiefgang, die Geschichten sind alle sehr einfach gestrickt. Verschränkungen von unterschiedlichen Handlungsfäden, Zeitsprünge oder Handlungsstränge, die die Kombinationsgabe der LeserInnen fordern, sucht man in dem Buch vergeblich.

Für Abwechslung sorgen die Illustrationen, mit denen der Autor die Geschichten immer wieder ergänzt und somit dem Publikum bereits Teile der Szenerie vor Augen führt.

Das Buch gilt als vergriffen, derzeit ist es nur über Antiquariate oder Privatverkäufer zu beziehen. Dabei werden etappenweise fast schon utopische Summen verlangt, die in keinerlei Relation zu dem eigentlichen Wert des Buches stehen. Wer sich in Geduld üben kann, sollte daher eventuell besser auf eine Neuauflage warten.

Was auffällt ist, dass der Autor sehr bemüht war Wotan in einem positiven Licht zu zeichnen. Er greift zwar durchaus zu Vergeltung, Schmähungen und Beschimpfungen, allerdings wird der Gott hier zumeist sehr moralisch dargestellt. Er hilft und unterstützt auf verschiedene Weise jenen, die ungerecht behandelt werden und straft dann die, die nach Motiven der Habgier und des Geizes handeln. Ob Wotan/Odin von den vorchristlichen Kulturen tatsächlich so gesehen wurde ist fraglich. Selbst Menschen, die sich ganz ihm verschreiben (oder verschrieben haben) können sich manchmal nie ganz sicher sein, welche Auswirkungen der Gott auf deren Leben hat. Auch innerhalb der modernen Ásatrú-Bewegung wird das oftmals so gesehen. Im Buch "Ásatrú: Die Rückkehr der Götter" von Kurt Oertel -einem Standard-Werk des heutigen Heidentums- wird dies im Kapitel über Odin ähnlich beschrieben. Als "Rächer der Unterdrückten" kann Odin sicherlich auftreten, ihn auf dieses Motiv festzulegene erscheint mir aber zu simplifiziert. Das vorliegende Buch lässt daher ein wenig die Vielschichtigkeit des Gottes vermissen.

Fazit: Nette Kurzgeschichten, die auch nett zu lesen sind. Ein literarisches Highlight ist es aber sicher nicht. Ein solches zu schaffen mag auch nicht im Sinne des Autors gewesen sein, da das Buch meist aber über alles gelobt wird, erscheint mir diese geringe Relativierung hier angebracht. Am liebsten würde ich 3,5 Sterne vergeben, ich entscheide mich hier für 4 Sterne, da ich mich durchaus unterhalten gefühlt habe.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20