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Rezensionen verfasst von
Zeittotschläger

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What's Going On (Bonus Tracks) (Rmst)
What's Going On (Bonus Tracks) (Rmst)
Preis: EUR 7,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Who's willing to try / to safe a world that is destined to die", 11. Oktober 2009
Marvin Gayes einfache, aber richtige Frage, was denn eigentlich los sei, schlug 1971 große Wellen. Soul ist seitdem nicht mehr dasselbe, denn hier manifestierte ein Mann seinen Schmerz auf nie da gewesene Art & Weise. Er transportierte den Soul auf eine andere Ebene. Beinahe transzendental schwebt die Musik, eine engelsgleiche Stimme fragt, von einem samtenen Orchester umschmiegt "what's happening brother / what's been shaken up and down the line / I want to know cause I'm slightly behind the line". Soul verbindet sich mit Jazz, Jazz mit Soul und alles zusammen mit God. Ja, Gaye ist ein gläubiger Mensch, und What's goin on seine Klage über den Zustand der Welt an sich und den Mangel an Liebe - uns selbst gegenüber, wie unseren Nächsten und letztlich der ganzen Welt als Schöpfung Gottes - im speziellen. So etwa die Öko-Hymne "Mercy, Mercy Me" , eine Liebeserklärung an die Natur. "All you need is love" möchte man sagen und an die Beatles denken. Aber das hier ist mehr. Es ist spirituell, ein Album gewordener Gottesdienst, ein wahrhaft großer Gottesdienst. Man muss nicht gläubig sein, um davon ergriffen zu werden.

Denn hier geht es um Soul, echten Soul, afroamerikanische Musiktraditionen, um die ganze Geschichte der Verschleppung und Versklavung, die bei allen großen schwarzen Künstlern immer - zumindest implizit - mitschwingt. Und wenn es etwas gibt, das die Vereinigten Staaten wirklich an originärer Kulturleistung hervorgebracht hat, so war es die afroamerikanische Musik des 20. Jahrhunderts. God spielte dabei keine geringe Rolle.

Deshalb sollte man sich nicht von etwaigen Vorurteilen dazu verleiten lassen, diesen musikalischen Schatz zu ignorieren. Nun, es mag sicher genügend Menschen geben, die zu diesem Album aus den unterschiedlichsten Gründen keinen Zugang finden werden. Und vielleicht ist das auch richtig so. Aber jeder, dessen Herz dem Soul zugänglich ist, wird ihm verfallen. Denn eine vergleichbar intensive Platte sollte erst der frühe, musikalisch noch äußerst facettenreiche Stevie Wonder 1976 mit seinen "Songs in the Key of Live" erschaffen.


Third
Third
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht so profan wie der Titel, 11. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Lang musste der geneigte Hörer warten, beinahe hätte er sie schon abgeschrieben. Aber elf Jahre nach dem letzten, selbstbetitelten Studioalbum und neun Jahre nach dem requiemartigen Livealbum Roseland NYC haben sich die Englander von Portishead doch noch einmal aufgerafft.

"Third", so der reichlich profane (und mit einem ziemlich hässlichen Cover versehene) Titel des Werks, hat dabei ein schweres Erbe anzutreten, denn es steht im Schatten zweier grandioser Alben, die für sich jeweils den Zeitgeist trafen und doch zugleich zeitlos blieben. Der Erstling "Dummy" war so etwas wie der Startschuss für die kurze Hochzeit des Trip Hop Mitte der Neunziger - ein klinischer Sound, kalt, düster und distanziert - tief, aber dennoch tauglich als Hintergrundmusik für den gepflegten Small Talk. Von "Portishead", dem schwierigen zweiten Album ließ sich dies nur noch schwerlich behaupten, der Sound wurde noch ein gutes Stückchen düsterer, abgründiger, schleppender und besser. Es war ein Abgesang auf den zur Formel gewordenen Trip Hop und zugleich ein Abgesang auf Beth Gibbons & Co. Danach konnte erstmal nichts mehr kommen - und das mit einem Orchester eingespielte Livealbum "Roseland NYC" glich daher auch einem Todesseufzer.

Viel wurde schon im Vorfeld über "Third" spekuliert und berichtet. Eine Herausforderung solle es sein für die alten Fans, schwer zugänglich und fast ausschließlich mit Instrumenten, dafür gänzlich ohne Samples produziert. Und beim ersten Hören stellt sich durchaus ein etwas ungewohntes - für Kenner des Soloalbums von Beth Gibbons & Rustin Man "Out of Season" jedoch nicht ganz unbekanntes - Gefühl ein. Denn von der Atmosphäre der folkigen, unzeitgeistigen Zusammenarbeit der Portishead-Sängerin und des Bassisten von Talk Talk profitiert "Third" ungemein.

In der Tat hat sich einiges getan im Portishead-Kosmos, und dennoch atmet "Third" in jeder Note den Geist von Portishead. Alte Qualitäten verbinden sich mit einem organischeren, rockigeren Sound. Der Ansatz, weg von den Samples und hin zu echter, dynamischer Musik als Band wirkt sehr schlüssig. Das Spektrum an Klängen hat sich beträchtlich erweitert und schafft auf voller Albumlänge eine hypnotische, düstere Atmosphäre, die zum konzentrierten, aufmerksamen Hören, zum Versinken und sich Verlieren einlädt. Das Spektrum reicht dabei von zerbrechlichen Folksongs à la "Deep Water" bis zu aggressiven, enervierenden Elektrostücken wie "Machine Gun" oder "We carry on" - als Hintergrundmusik ist es völlig untauglich, da zu verschroben, gebrochen, anstrengend und schräg.

Mit "Third" ist einer der relevantesten Bands der Neunziger Jahre eine äußerst lebendige und gute, da in sich schlüssige Platte gelungen, die all jene Lügen straft, die sie lediglich als Zeitgeistphänomen betrachteten. Der geneigte Hörer darf gespannt sein, was da in den nächsten Jahren noch auf ihn zukommen mag, denn Portishead haben beweisen, dass sie immer noch relevant sind...


Babel
Babel
DVD ~ Brad Pitt
Preis: EUR 4,30

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 11. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
Alejandro González Iñárritu ist ein beeindruckender Regisseur. War sein Debütfilm Amores Perros schon höchst vielschichtig und multiperspektivisch, so gelang ihm mit 21 Gramm sein bisheriges Meisterwerk - ein schmerzhaftes Filmerlebnis voller Verzweiflung, das den Zuschauer auf keinen Fall unberührt entlässt. Beide Filme kreisen um das Thema Schuld & Sühne, in beiden bringt ein Unfall die Charaktere schicksalhaft miteinander in Verbindung. Und in beiden Filmen ringen die Menschen um den richtigen Weg, die richtigen Entscheidungen - und viel zu oft treffen sie letztlich die falschen, gelangen somit nahe an den Abgrund oder stürzen tief in ihn hinab.

Mit diesem Vorgefühl und und einer Handvoll begeisterter Rezensionen im Hinterkopf betrat ich das Kino, um den aktuellen, dritten Film Iñárritus zu sehen, der ebenfalls dieser schweren Thematik gewidmet ist: Babel, Gewinner für die beste Regie bei den Filmfestspielen in Cannes.

Das Prinzip des Films ist dasselbe wie bei seinen beiden vorherigen. Auch hier ist es ein Unfall, der alle Geschichten miteinander verbindet, und auch hier steht die Frage nach den richtigen Entscheidungen, nach Schuld & Sühne im Mittelpunkt, diesmal erweitert um das Problem der Kommunikation. Der Film spielt abwechselnd in Marokko, Mexiko, den USA und Japan. Missverständnisse, Sprachgewirr, nicht zuhören zu können, trotz der selben dennoch verschiedene Sprachen zu sprechen, Fehlinterpretationen, Vorurteile - all das thematisiert der Film. Doch der Film ließ mich mit einem seltsam leeren Gefühl zurück, ganz so, als sei die Geschichte nur so an mir vorbeigerauscht, als hätte ich kurz das Leben dieser Personen gestreift, einen Blick durch die Fenster gewagt, um auch gleich wieder zu verschwinden. Der Blick war zu flüchtig. Dieser Film schmerzt nicht (wie 21 Gramm), er reißt nicht mit (wie Amores Perros), er gleicht vielmehr einem dokumentarischen, distanzierten Blick auf einen Moment im Leben verschiedener Menschen.

Babel ist sehr reif, sehr ruhig, sehr bedacht. Die Kameraführung ist klar, die Musik sehr gewählt, die Schauspieler gut besetzt und die Regie perfekt. Aber vielleicht liegt gerade hierin das entscheidende Problem des Films: ihm fehlen die Kanten und Ecken von Amores Perros, das In-negativen-Gefühlen-Suhlen und die tiefere Auseinandersetzung mit Schuld und Sühne von 21 Gramm. Der Film ist zu glatt, zu perfekt, bleibt deshalb letztlich zu sehr an der Oberfläche, ergötzt sich an seiner selbst. Er fühlt sich ein wenig an wie viele dritte Alben von inzwischen etablierten Bands: ambitioniert, sauber, dick produziert, aber leider ohne den Reiz und die Energie früherer Tage.

Mit jedem Film rückte Iñárritu dem Hollywoodkino ein Stückchen näher und entfernte sich im gleichen Maße vom lateinamerikanischen. Was ihm bei 21 Gramm noch gelang (Massentauglichkeit, Anspruch und emotionale Tiefe miteinander zu verbinden) kann er in Babel nicht mehr richtig umsetzen und verhäddert sich dabei etwas in Anspruch und Bild. Babel ist Iñárritus bester und zugleich schlechtester Film. Denn die gradiose Leistung des Regisseurs schnürt den Film zu sehr ein, lässt ihm wenig Luft zum Atmen. Schön ist er dennoch.


Engel des Universums
Engel des Universums
DVD ~ Ingvar E. Sigurdsson
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 14,95

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meisterhaft, 11. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Engel des Universums (DVD)
Island Ende der 60er Jahre. Der vielseitig talentierte Páll sprüht vor Ideen, er malt, musiziert, beschäftigt sich mit Philosophie, er hat große Pläne, das Leben hat scheinbar noch viel mit ihm vor. Doch leider ist er genau an jenem Tag geboren, als sein Land der NATO beitrat, was ihm noch zum Verhängnis werden sollte, denn "als Island in die NATO eingetreten ist, hat es seinen Wahnsinn in meinen Kopf abgewälzt." Zunächst jedoch scheint alles zum Guten zu streben: er verliebt sich in ein Mädchen, darf ihre Nähe spüren, fühlt sich verstanden, geht ganz in ihr auf. Doch er stammt aus dem falschen Milieu, die versnobten Eltern lehnen ihn ab - und nach und nach entfernt sich auch sein Mädel von ihm. Der leidenschaftliche Páll kommt damit nicht zurecht, er kämpft, doch mit jeden Schritt verstrickt er sich weiter hinein in einen Wahn, er bekommt rasende Kopfschmerzen. Er erkennt erst spät, dass sie aus seinem Herzen kommen. Zu spät, denn er hat sich schon zu weit entfernt von der Welt um ihn herum. Er kommt nach Kleppur, einer "Insel" für scheinbar Wahnsinnige wie ihn. Doch ist er wirklich wahnsinnig, oder entspricht er einfach nur nicht mehr den erforderlichen Konventionen?

Was Ingvar E. Sigurdsson mit diesem kleinen, tragischen, zuweilen urkomischen Film provoziert, ist die Frage nach gesellschaftlichen Normen. Wo beginnt Verrücktheit? Wo liegt die Grenze zwischen Normalität und Wahnsinn? Und ist am Ende nicht die ganze Gesellschaft verrückt? Kleppur ist überall... Dieser kleine isländische Film basiert auf Einar Már Gudmundssons gleichnamigem Buch, in dem er den Leidensweg seines Bruders und Freundes Sigurdssons aus dessen posthumer Perspektive beschreibt. "Die Gesellschaft will den Wahnsinn auf der Welt nicht sehen und kämpft mit Gewalt dagegen an. Und ein Wahnsinniger, das ist ein Abbild der Welt, so wie sie ist: zerrissen, schizophren, ein chronisches Delirium." Sicher, Páll ist nicht normal, er passt nicht in die Welt, in der er lebt, er versucht ihr zu entfliehen - und möchte doch zugleich ein Teil von ihr sein. Den alltäglichen Wahnsinn verkörpert sein bester, ihm bis zum bitteren Ende treuer Freund Rögnvaldur, der als Arzt, treu sorgender Ehemann und Familienvater scheinbar perfekt angepasst und normal erscheint, unter dessen Oberfläche sich jedoch ähnliche Konflikte abspielen.

Dass es für Páll kein Happy End geben kann, ist selbstverständlich. Seine Gefährten in der "Heilanstalt" schwanken wie er zwischen den Extremen. Der zuweilen sehr brutale und menschenverachtende Alltag in Kleppur lässt die einen zermürben, die anderen in sympathischer Weise ihren zwecklosen, aber richtigen Kampf gegen eben jenes System führen, in das sie so offensichtlich nicht zu passen scheinen. Dabei bedienen sie sich alle diversen Chiffren der "Normalen". Denn die zentralen Figuren sind letztlich alle gescheitert an den eigenen Fähigkeiten, intelligente Menschen, aber unfähig, eingetretene Pfade zu begehen. Verrückt? Sicher. Aber krank? Das ist die entscheidende Frage: wie geht eine Gesellschaft mit Menschen um, die anders sind, die Konventionen übertreten? Wie dünn die zivilisatorische Decke ist, haben nicht zuletzt soziologische Experimente der Ethnomethodologen bewiesen. Sie gehen davon aus, dass jene Strukturen, die wir erkennen immer auf eigene kulturelle Symbole bezogen werden, dass also ein objektiver Blick auf Dinge, die uns fremd erscheinen, nicht möglich ist. Was wir erkennen können, sind lediglich strukturelle Differenzen. Nur der Bruch von Selbstverständlichkeiten führt so zur bewussten Reflexion über jene kulturellen Deutungsmuster, die sowohl unbewusst auf individueller Ebene, als auch kollektiv verbindlich kulturprägend wirken.

Engel des Universums ist einer dieser viel zu oft übersehenen, sehr ruhigen, kleinen Meisterwerke. Ein poetischer Film, der nachdenklich machen sollte, der Grenzen auslotet, diese überschreitet, der schwankt, uneindeutig ist, der keine letztgültigen Antworten liefert. Die Entscheidung, ob der Protagonist nun krank ist oder nicht, bleibt im Endeffekt jedem Zuschauer selbst überlassen. Diese Ambivalenz unterscheidet ihn wohltuend von vielen anderen Filmen, die sich schon dieser Thematik widmeten. Meine Interpretation des Filmes ist keine zwangsläufige - ob das Scheitern Pálls nun unabwendbar ist, bleibt jedem selbst überlassen. Der Film ist es aber allemal wert, sich diese Frage zu stellen und zu einer subjektiven Antwort darauf zu gelangen. Und vielleicht liegt es ja auch letztlich an Island: "Du bist schizophren, aber das ist tief in unserer Kultur und in unserem Wesen verwurzelt. Dieser ganze Aberglaube, diese ganzen Fabelwesen, all die Elfen und all die Trolle - das ist Schizophrenie."


Tarnation
Tarnation
DVD ~ Renee Leblanc
Preis: EUR 8,99

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschütternd, 11. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Tarnation (DVD)
"An exuberantly personal work smeared with the lipstick traces from the likes of David Lynch" (L.A. Times)

Tarnation (2004) ist einer der erschütternsten, persönlichsten und außergewöhnlichsten Dokumentarfilme aller Zeiten. Psychotischen Schüben gleich wird der Zuschauer mit dem Leben einer texanischen Familie konfrontiert, in der sich hinter der bürgerlichen Fassade alle nur möglichen menschlichen Katastrophen abspielen. Renee, die Mutter von Jonathan Caouette, Hauptprotagonist und zugleich Regisseur wird von ihrer schizophrenen Mutter missbraucht und geschlagen. Aufgrund ihrer Schönheit wird sie in frühem Alter durch Zufall zu einem bekannten Kindermodel. Diese Karriere endet jedoch nach einem Sturz aus dem Fenster abrupt, sie ist für Monate gelähmt und bekommt auf ärztlichen Rat Elektroschocks versetzt. Der Körper kommt allmählich wieder, aber ihr Geist durchläuft von nun an eine endlose Abwärtsspirale. Als sie später ihren Sohn zur Welt bringt, ist der Vater schon lange verschwunden und der schizophrenen Renee wird recht schnell das Sorgerecht entzogen. Jonathan kommt für einige Jahre in Pflegefamilien, wo er ebenfalls massiven Missbrauch erlebt, bevor ihn schließlich seine nicht minder kranken Großeltern aufnehmen. Eines Tages holt seine Mutter ihn ab, sie möchte mit ihm in Chicago neu anfangen. Am ersten Abend wird die Mutter vor den Augen ihres Sohnes vergewaltigt. Und das ist erst der Anfang.

Der weitere Verlauf beider Geschichten spiegelt sich in den Filmaufnahmen von Jonathan, der schon früh zur Kamera greift und sein Leben dokumentiert. Dabei sind die Bilder gleichermaßen distanzlos - ihm, wie seiner Familie gegenüber. Er will Schauspieler werden, dreht Kurzfilme, dokumentiert schonungslos die ihn umgebende kleine Welt. Mit zwölf Jahren spielt er (nur für sich selbst im in Schummerlicht getauchten großelterlichen Bad) vor der Kamera eine vergewaltige Frau. Er spielt sich dabei in Rage, hört nicht auf, bis die Tränen fließen und sich ganz plötzlich einfach alles transzendiert. So ergibt sich in der Retrospektive ein Bild seines Lebens und dem seiner Familie, collagiert aus unzähligen gesammeltem persönlichen, Bildern, Filmausschnitten, persönlichen Super-8, VHS- und Digitalaufnehmen, Fotos und Tonaufnahmen von Anrufbeantwortern. Dabei verzichtet er bewusst auf einen außenstehenden Erzähler. Stattdessen strukturieren immer wieder eingeworfene Texte einen zutiefst tragischen Film, unterlegt von einem wunderbaren Soundtrack, der die abgründigen Bilder perfekt zu kontrastieren versteht.
Gegen Ende des Films ist Jonathan 31 Jahre alt, selbst schwer gezeichnet von dem belastenden Mutter-Sohn-Verhältnis, nahezu am Ende seiner Kräfte und voller Sorge, dass die "Mutter in ihm" ihn ebenfalls aufzufressen und auszulöschen droht. Tarnation (zu deutsch: "verdammt") ist eine außergewöhnliche Hommage an eine Mutter, in seiner Form bisher einmalig und setzt Maßstäbe für zukünftige Dokumentarfilme. Durch die Entfremdung des Protagonisten von sich selbst wie vom Betrachter entsteht zugleich eine intime Nähe, die Innen und Außen verschwimmen lässt. Doch trotz der Intimität hinterlässt er den Betrachter verzweifelt, der 91 Minuten lang in eine Welt eintaucht, die er weder ergründen noch verändern kann. Was bleibt sind Ratlosigkeit und viele Fragezeichen. Nicht nur darin erinnert Tarnation an David Lynch, mit dem kleinen aber entscheidenden Unterschied, dass dies alles bestürzende Wirklichkeit ist.


Adams Äpfel
Adams Äpfel
DVD ~ Ulrich Thomsen
Wird angeboten von multimedia4sale
Preis: EUR 11,96

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dänische Delikatessen, heute: Äpfel, 6. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Adams Äpfel (DVD)
Ein verrückter, lakonischer Film über Hoffung, Verzweiflung und die Herausforderungen, die das Leben einem Menschen abverlangt. Kein Meisterwerk, beileibe nicht, aber eine Ode an das Leben, ein seltsames, tragikomisches dänisches Stück Filmgeschichte,' eine "Komödie über Gutmenschen und Unverbesserliche".

Die grobe Handlung: ein Neonazi kommt aus dem Knast und wird dazu verdonnert, drei Monate auf dem Land bei einem Pfarrer zu verbringen, um dort seine Reue unter Beweis zu stellen und trifft dort auf weitere gescheiterte Existenzen. Neben einem schießwütigen, verbitterten, aber nichtsdestotrotz urkomischen Saudi trifft er noch auf einen ehemaligen Tennisprofi und Triebtäter, der sich inzwischen dem Alkohol und der Völlerei verschrieben hat. Zusammen müssen sie nun ihr Leben meistern.

Die einzige Herausforderung: jeder hat sich einer selbst gewählten Aufgabe zu stellen, die er zu meistern hat. Der etwas verdutzte und zunächst völlig desinteressierte Adam wählt die Option, sich um den hofeigenen Apfelbaum zu kümmern, und von seinen, eben Adams Äpfeln, einen Apfelkuchen zu backen. Was dann passiert ist manchmal absurd, bisweilen traurig, meistens komisch, mitunter (im ursprünglichen Wortsinne) fantastisch, aber durchaus mit Tiefgang. Das fanatisch christliche Weltbild des Pfarrers Iwan, der alles Böse aus der Welt zu verbannen versucht, wie die nationalsozialistische Ideologie Adams, die nur das Böse zulässt, werden im Laufe des Films auf die Probe gestellt.

Diese kleine, nachdenkliche Geschichte des Regisseurs von "In China essen sie Hunde'" und '"Dänische Delikatessen'" ist ihr Geld auf jeden Fall wert. Die Fabel über Mangel (oder Übermut) an religiösem Glauben, menschliche Schwächen und die Frage, wie viel Güte (oder Leiden) ein Mensch ertragen kann, dürfte jedoch leider nur in ausgewählten Qualitätskinos zu bestaunen sein...


Kapitulation
Kapitulation
Preis: EUR 6,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Alle die, die Liebe finden, sie müssen kapitulieren", 25. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Kapitulation (Audio CD)
Nachdem ich das letzte Tocotronic-Album als eher angestrengt denn innovativ empfand, und eine mir in frühen Jahren ans Herz gewachsene Band schon fast in neoromantisch, gar esoterische Gefilde abdriften sah, las ich gespannt all die euphorischen Artikel über die "Kapitulation". Da wurde nicht weniger als die Rettung der deutschen Musik und Tocotronic (da Distelmeyer & Co als Feuilletonlieblinge wegfielen) als die neuen Heilsbringer zwischen all dem Tand, der die sprunghaft angewachsene - und nicht zuletzt durch eine gewisse, zu Unrecht als solche betitelte Hamburger Schule in neue Sphären kapitulierte - deutsche Musikszene seit jeher dominierte, ausgerufen. Als ob das nicht genügte, offenbarte sich ein gewisser Herr von Beust als Fan besagter Gruppe, was von den grandiosen Goldenen Zitronen unlängst in "Der Bürgermeister" verarbeitet wurde. Angesichts all der blinden Euphorie waren Bedenken also mehr als angebracht.

Eine einstmals subversive Band als Soundtrack zur bräsigen deutschen Befindlichkeit? Oder steckt letztlich doch mehr hinter dem Konzept der Kapitulation, dem komplett antirockistischen und antimännlichkeitsfixierten Ansatz gereifter Antideutscher. Ein (sicher nicht ganz ernst gemeintes) Manifest zum Album und diverse Interviews ließen mehr vermuten. Und: ich wurde positiv überrachscht. Auch wenn nicht alles an "Kapitulation" gefällt, so haben sich doch einige der (für Tocotronic üblichen, und wie immer unangenehmen, weil unangepassten und leicht paradoxen) Parolen festgesetzt.

Kapitulation als antikapitalistische Strategie - wirklich überraschen konnte das einen alten Tocotronic-Hörer nicht wirklich, ebensowenig die kryptischen, aber inzwischen wieder (glücklicherweise) weniger neoromantischen Texte. Was mit "Digital ist besser" und plakativ, aber ironisch gebrochenen, direkten Texten wie "Gitarrenhändler, ich verachte euch zutiefst" begann, hatte spätestens seit KOOK neue lyrische Dimensionen betreten. Ein gemeinsamer Nenner jedoch blieb: die Hamburger wollen nicht gefallen, bleiben anstrengend, fordern auf zur Auseinandersetzung und vermeiden die Anbiederung an ein wie immer geartetes Publikum.

"Kapitulation" ist jedoch nicht das, was die viel zu euphorischen deutschen Feuilletons herbei geschrieben haben. Spannend ist es gleichwohl, denn Tocotronic haben sich nicht nur textlich, sondern auch musikalisch weiterentwickelt. Was auf "Pure Vernunft darf niemals siegen" noch statisch und gewollt daherkam, wirkt hier organisch und natürlich, so wird das Album (trotz aller immer noch vorhandenen Drei-Akkord-Banalitäten) zum musikalisch vielfältigsten Werk. Zwischen "Kapitulation", dem (wenn auch nur vordergründig) vielleicht fröhlichsten Lied der Bandgeschichte, "Sag alles ab", dem noisig-punkigen, beinahe an alte, dilletantische Zeiten erinnernden Verweigerungsstatement und Midtempo-Indierockstücken wie "Verschwör dich gegen dich" bewegt sich der Kosmos einer Band, die eine durchaus beachtenswerte Entwicklung von einer trashig-dilletantischen Antiband hin zu ernstgenommenen (auch in der Musik politischen) Musikern gemacht haben.

Wer Indieschrammelrock, leicht schräge, antimännliche Gesänge und auf den ersten Blick etwas angestrengt wirkende Lyrik schon immer ablehnte, wird auch mit diesem Album kein Freund der Hamburger. Wer allerdings schon immer ein offenes Ohr hatte für unangenehme Musik, die nicht nur als Hintergrundrauschen dienen soll, der wird vielleicht mit den endgültig in den (Un-)Tiefen des Rock angekommenen Tocotronic seine Freude haben...


Live III
Live III

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Coda, 22. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Live III (Audio CD)
Die Scherben selbst waren mit der Qualität ihrer Studioalben nie wirklich zufrieden. Die beiden Livealben der Scherben stellten deren fünf regulare Scheiben in Sachen Spielfreude und Energie klar in den Schatten. Bei den Scherben handelte es sich eben um eine echte Liveband. Daher war die zehn Jahre nach Rios Tod erschienene LIVE III für mich ein Pflichtkauf. Dass diese in einem schicken Pappschuber fabriziert wurde und die CD astrein wie eine extrem kleine 7" aussieht (oben und unten schwarz, sogar mit Rillen) kam mir dabei natürlich entgegen und auch sonst wollte ich mich zunächst nicht beklagen: mit sechzehn Songs und 63 Minuten Laufzeit versprach das schicke Pappteil eine ordentliche Dosis TSS. Doch dann:' Enttäuschung? Ein wenig. Ernüchterung? Bestimmt. Ich weiß nicht woran es lag: an der modernen Mischung, daran dass es kein Vinyl ist, an der Song- und Instrumentenauswahl, aber irgendwie fehlte mir der right-in-your-face-sound, von dem vor allem LIVE IN BERLIN lebte und der hier einem sehr klaren, etwas höhenlastigen Klang wich. Das Album brauchte einige Zeit, auch da ich mich an die etwas ungewöhnlichen (aber letztlich doch guten) Interpretationen einiger Songs zu gewöhnen hatte.

Und jetzt? Nach drei Jahren hat LIVE III doch noch seinen verdienten Platz in meinem Regal gefunden, den es auch bei Gelegenheit verlässt. Unter den drei Livealben ist es, da aus drei Konzerten in drei verschiedenen Jahren zusammengesetzt, das seltsamste, das unzusammenhängendste, das abwechslungsreichste (mit Schwerpunkt auf den Songs der späten, mystischen Scherben, die sich allesamt stark von den Studioaufnahmen unterscheiden), aber vielleicht auch am wenigsten mitreißendste. Negativ aufgefallen ist mir insbesondere die zentrale Verwendung von Synthesizern, auf die bei den anderen beiden Livealben weitestgehend verzichtet wurde, was aber wohl in Anbetracht der Entstehungszeit im tiefen musikalischen Tal der Achtziger nicht weiter verwundern sollte, sondern in dem zeitlichen Kontext beinahe schon durch ihre Abwesenheit glänzen. Besonders herauszuheben dagegen ist das wunderbare Der Turm stürzt ein, das den Turm wahrhaftig einstürzen lässt und die Originalversion auf der Schwarzen weit in den Schatten stellt: "Ruße in Beton und Stahl / müde alles Material /Hörst du das Flüstern im Land? / Jesus kommt trotz Pillenknick / Flöte hat mit Faust gekickt / Die Postbeamten tragen schwarz / 'ne Tonne Öl kost' tausend Mark / Siehst du die Schrift an der Wand? / Der Turm stürzt ein / Hallelujah der Turm stürzt ein." Und so ist LIVE III letztlich auch ein stetiges Wechselbad von Schatten und Licht, bei dem doch letztlich die Gratwanderung gelingt.


Mark Hollis
Mark Hollis
Preis: EUR 7,99

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltentrückt, 22. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Mark Hollis (Audio CD)
Schlicht "Mark Hollis" betitelt und dem Prinzip der Reduktion folgend sind alle Klänge und Worte auf diesem Werk sorgsam gewählt, wird der Stille viel Raum gelassen - und dennoch entsteht eine Atmosphäre unvergleichlicher Intensität und Nähe. Klavier, Standbass, akustische Gitarre, Holzbläser, kein elektrisch verstärktes Instrument ist beteiligt, die gesamte Musik nur mit zwei Raummikrofonen aufgenommen. Das Album braucht Zeit, viel Zeit und ist zugleich komplett aus der Zeit entrissen. Es ist weltentrückt und doch eine der wirklichsten Platten. Sie kommt völlig ohne Fassade aus, der Hörer bekommt den Eindruck, direkt in die Seele eines Menschen zu schauen, der mit der Welt und sich hadert. Dennoch ist das Album von einer Ruhe beseelt, die unmittelbar auf den Hörer übergeht, vorausgesetzt man ist in der Lage, sich auf dieses schwierige, oftmals dissonante Album einzulassen.

"Mark Hollis" entzieht sich allen Kategorien. Das erste Lied "The Colour of Spring" (das erst nach zwanzig Sekunden Stille beginnt) mag mit Sicherheit noch das greifbarste Stück sein, doch was in den sieben darauf folgenden Liedern passiert, ist nur schwer in Worte zu fassen. Einer der absoluten Höhepunkte ist das achtminütige A life (1895-1915), das wohl auch ein gewisser Frederik Hahn a.k.a. Torch zu schätzen wusste und zu einem herrlichen Sample in "Kapitel 29" verarbeitete.

A life (1895 - 1915)

Uniform
Dream cites freedom
Avow
Relent
Such suffering
Few certain
And here I lay

Es beginnt mit dissonanten Bläsern, die nach zwei Minuten von einem Kontrabass begleitet werden und nach einer furchtbar langen Zeit auch von der gehauchten Stimme Hollis, irgendwann auch ein Schlagzeug, bevor es schließlich in der Mitte des Stückes in einem mantraartigen Klaviermotiv gipfelt, das die vielen Stränge zusammenführt, allerdings wieder in sich zusammenbricht und sich der Dissonanz ergibt. A life endet schließlich wieder, wie es begonnen hat, lediglich mit einer Variation des Ausgangsmotivs und den kaum hörbaren Worten "and here I lay". Spätestens jetzt wird das der geneigte Hörer auch tun, auf der Wiese, im Bett oder auf dem Boden, erschlagen ob der Gewalt dieses leider viel zu wenig beachteten Jahrhundertalbums. Für den Musikbetrieb ist der melancholische Eigenbrödler wohl einfach zu leise, und so endet das Album auch wie es begann: nach den letzten Takten von "A new Jerusalem" folgt über eine Minute Stille...


Modern Times
Modern Times
Preis: EUR 7,49

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Moderne Zeiten? Keineswegs., 22. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Modern Times (Audio CD)
Die beeindruckende Rückkehr Dylans in die Höhen der Liedkunst Anfang der Neunziger, die in seinem Meisterwerk TIME OUT OF MIND (1997) kulminierte, schreitet fort. Aber um es gleich vorweg zu sagen: an diese Klasse reicht das neueste Werk leider nicht ganz heran. War Time out of mind noch ein klassisches, schweres Alterswerk, so überraschte uns der Meister 2001 zunächst mit LOVE AND THEFT, einer lockeren Hommage an den amerikanischen Folk, die mal bluesig, mal beswingt, mal countryesk daher kam und aufgrund einer sehr guten spielfreudigen Band und der neuen stimmlichen und textlichen Entspanntheit Zimmermanns überzeugen konnte.

Nun also MODERN TIMES. Aber Moderne Zeiten? Keine Spur - stattdessen eine logische, noch befreitere, reduzierte Fortsetzung von Liebe & Diebstahl. Spielte die Band zuvor mitunter auch mal dreckig und mit Druck, so üben sich die Musiker der Modernen Zeiten durchweg in Zurückhaltung. Melodien? Kaum. Soli? Gelegentlich. Ausbrüche? Fehlanzeige. Stattdessen ein sehr zurückgenommener, beinahe ausdrucksloser Klangteppich, zumeist bluesig, bisweilen schnell, gelegentlich langsamer, ab und an beswingt, aber immer dezent, nie zu dick aufgetragen oder gar pathetisch.

Man mag dies langweilig finden, beiseite legen, irgendeine andere der vielen Dylanplatten anhören und sich darüber beklagen, wie alt und zufrieden er doch geworden sei - oder sich einlassen auf eine kleine Reise in den Kosmos eines der eigenwilligsten Musiker der letzten vierzig Jahre. Denn das reduzierte Arrangement, die nie so befreit, geschmeidig und doch vom Alter gezeichnete Stimme, das epische Ausmaß der Platte (beinahe 70 Minuten bei zehn Songs) und vor allem die geballte Masse an Worten, die uns hier geboten werden - welche bei Dylan wie so oft auch ohne die Musik funktionieren - haben durchaus ihren Reiz.

Und mindestens zwei Klassiker lassen sich jetzt schon auf dem Album ausmachen: Der sozialkritische Workingman's Blues #2, in dem u.a. singt: "There's an evenin' haze settlin' over town / Starlight by the edge of the creek / The buyin' power of the proletariat's gone down / Money's gettin' shallow and weak / Well, the place I love best is a sweet memory / It's a new path that we trod / They say low wages are a reality / If we want to compete abroad / My cruel weapons have been put on the shelf / Come sit down on my knee / You are dearer to me than myself / As you yourself can see / While I'm listening to the steel rails hum / Got both eyes tight shut / Just sitting here trying to keep the hunger from / Creeping it's way into my gut" sowie das beinahe zehnminütige düster-apokalyptische Ain't talkin': "They say prayer has the power to heal / So pray from the mother / In the human heart an evil spirit can dwell / I am a-tryin' to love my neighbour and do good unto others / But oh, mother, things ain't going well / Ain't talkin', just walkin' / I'll burn that bridge before you can cross / Heart burnin', still yearnin' /There'll be no mercy for you once you've lost".

MODERN TIMES wird letztlich im Gesamtwerk keine allzu große Beachtung erfahren, denn es ist beileibe kein Meisterwerk, und sicherlich auch nicht das letzte Werk von His Bobness, aber ein sympathisches, unaufdringliches und zeitloses Alterswerk mit dem Bob Dylan wieder einmal die Gegenwart der Vergangenheit aufleben lässt.


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