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Beiträge von Sebastian Janeck
Top-Rezensenten Rang: 312
Hilfreiche Bewertungen: 1517
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Rezensionen verfasst von Sebastian Janeck "sebastian2103"
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Ein gelungener Abschluss..., 2. Dezember 2012
Robin ist zusammen mit den anderen aus dem Heiligen Land zurückgekehrt. Er ist allerdings ein gebrochener Mann, kann er doch den Tod seiner geliebten Marian nicht überwinden, ebenso wenig wie den Hass und Zorn auf Guy von Gisbourne, der sie erschlagen hat. Deshalb hält er sich von seinen Freunden fern und sucht nach einem Weg, der geliebten Frau nachzufolgen und gleichzeitig Rache zu nehmen... Schon die ersten Folgen der dritten Staffel waren weitaus düsterer angelegt als die früheren Episoden. Dies setzt sich durchaus auch im zweiten Teil der dritten Staffel fort. Man merkt immerhin, dass der Tod von Marian viel verändert hat, auch Robin ist zunächst bereit, viel mehr zu opfern und seine Grundsätze über Bord zu werfen. Seelischen Halt gibt ihm erst Bruder Tuck, der diesmal nicht als gemütlicher einheimischer Mönch daherkommt, sondern als weitgereister Ordensbruder, der den Outlaws nicht nur mit Gebeten, sondern auch List, Verstand und seiner Kampfkraft beisteht. Zwar gibt es immer noch humorvolle und lockere Szenen, aber die Folgen sind insgesamt wesentlich ernster als vorher und zeigen einen durchlaufenden roten Faden. Die Konzentration auf die erste Seite der Saga tut den Episoden gut, da das Abenteuer hier eine größere Rolle spielt. Die Bösewichte wirken nun auch wesentlich bedrohlicher, weil wahnsinniger, und lange nicht mehr so albern wie am Anfang. Die dritte Staffel der Serie "Robin Hood" legt im zweiten Teil nochmals zu. Neue Figuren, am Anfang der dritten Staffel bereits eingeführt, brechen die alten Strukturen auf und sorgen so für frischen Wind in den Episoden, was vor allem den dramatischen Abenteuern innerhalb der Geschichte gut bekommt. Auch die Weiterentwicklung der Figuren weiß zu gefallen, da sie die Handlung ebenfalls in neue Richtungen lenkt. Die blu ray erhält man in einem schmucken Schuber, welcher Sammlerherzen höher schlagen lässt. Als Bonusmaterial liegen der blu ray Featurettes, "Character Profiles" uvm., alles übrigens mit deutschen Untertiteln, bei. Fazit: Ein wirklich großes Finale. Unbedingt zu empfehlen!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Grosse Erwartungen - wurden mehr als erfüllt..., 2. Dezember 2012
In England lief der Film als Dreiteiler im Fernsehen, nun erscheint die Mini-Serie zum Glück auch bei uns auf blu ray. Die klassische Geschichte um den Waisenjungen Pip, die exzentrische Miss Havisham und ihre Tochter Estella ist sicherlich den meisten ein Begriff, denn verfilmt wurde "Great Expectations" schon öfter. In der BBC-Version geht es, wie man es von einem Charles Dickens-Klassiker erwartet, sehr düster los. Der kleine Pip, überzeugend von Oscar Kennedy gespielt, lebt in einer wenig gemütlichen Gegend. Der erste Teil lebt von stimmigen Grau-in-Grau-Tönen. Etwas farbiger wird es mit der tragischen Schönheit Miss Havisham, exzellent dargestellt von Gillian Anderson, der jüngsten Schauspielerin, die jemals diese Rolle spielte. Sarah Phelps erklärt die jüngere Version damit, dass der Zuschauer ihr den Zorn über ihre Zurückweisung eher abnimmt, weil diese noch nicht allzu lange her ist, womit sie auch Recht hat. Mit einer leisen Stimme und wirren Haaren überzeugt Gillian Anderson in ihrer Rachsucht, rührt aber auch durch den langsamen Verlust ihrer Anmut und Schönheit. Schön wird es auch im zweiten Teil, in dem Pip herangewachsen ist und jetzt von dem makellosen Douglas Booth dargestellt wird. Sein Pendant ist die junge Estella, hübsch und von der zornigen Miss Havisham zur Gefühlskälte erzogen. Dem jungen Pärchen mangelt es bisweilen etwas an Chemie, zudem übertrifft Pip Estella in Sachen Schönheit. Im Mittelpunkt steht allerdings eh das Erwachsenwerden von Pip und hier folgt man Douglas Booth gerne. Nicht vergessen sollte man außerdem Ray Winstone, der den entflohenen Sträfling Magwitch spielt und nach der Rettung durch Pip ordentlich Einfluss auf dessen Leben nimmt. Winstone mimt den Sträfling äußerlich hart und angsteinflößend, überrascht dann jedoch durch weiche Seiten. Äußerlich macht die blu ray einiges her, kommt sie doch in einem schmucken Schuber, dessen Inneres sich aufklappen lässt, daher. Neben der blu ray befinden sich darin sechs Postkarten zum Film sowie ein kleines Booklet mit Hintergrundinformationen. Vor allem für Sammler sehr empfehlenswert! Fazit: Fans von Charles Dickens und großen Dramen werden dank der tollen Darstellerriege voll auf ihre Kosten kommen. Eine äußerst gelungene Dickens-Verfilmung. Unbedingt zu empfehlen!
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ganz groß..., 14. November 2012
Vielleicht ist es nicht DER beste Film mit Bud Spencer und Terence Hill den da Enzo Barboni gedreht hat. Aber sicher EINER der besten Filme! Ist er doch amüsant und immer gut genug für einen gemütlichen Filmeabend. Der Plot ist dabei schnell erklärt: Zwei reiche, brasilianische Geschäftsmänner, Bastiano und Antonio Coimbra de la Coronilla y Azevedo aus Rio de Janeiro suchen zwei Doppelgänger, die sie im südamerikanischen Land vertreten sollen. Sie finden tatsächlich zwei verblüffend ähnlich aussehende Männer, Eliot Vance und Greg Wonder in New York, die jedoch nicht viel von den feinen Manieren und Gepflogenheiten der reichen Bonzen halten. Da die Coimbra Vettern aber von zwielichtigen Gestalten in Rio verfolgt werden, willigen sie dennoch ein sich von ihnen vertreten zu lassen. Angekommen in Brasilien, lassen es sich die beiden Amerikaner erstmal gut gehen, doch schon bald werden sie von einem seltsamen Phantom in eine Falle gelockt die eigentlich den echten Coimbras gelten sollte... Dieser Film zeigt natürlich gewohnte Kost a la Bud Spencer und Terence Hill, also witzige Situationen kombiniert mit den legendären Schlägereien der beiden Komiker. Eine kurzweilige Handlung gepaart mit dem gerade erwähnten Humor sowie Action ist mehr als sehenswert. Erstmals erhält man diesen Film zudem in einer restaurierten HD-Fassung. Ich finde, hier merkt man den Unterschied wie Tag und Nacht. Tolles Bild, satte Farben, kombiniert mit einem guten Ton machen diesen doch etwas älteren Film zu einem Highlight. Man merkt "Vier Fäuste gegen Rio" das Alter kaum an, mühelos kann er mit neueren Filmen durchaus mithalten. Zudem erhält die blu ray eine hochwertige O-Card, welche Sammlerherzen definitiv höher schlagen lässt. Als Bonusmaterial liegen der blu ray u. a. drei Original Trailer, eine umfassende Bildergalerie, ein Bonusfilm (in SD-Qualität) sowie ein kurzer Bildvergleich SD / HD ("beeindruckend") bei. Zudem erhält man in dieser Edition ein umfangreiches Booklet mit allem wissenswerten über die Story, den Regisseur, die Dreharbeiten sowie die deutsche Synchronisation. Fazit: Ein wirklicher guter Bud-/Terence-Film in super Qualität und in einer tollen Edition. Unbedingt zu empfehlen!
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Top Film, top Qualität, erstmals in der kompletten 1982er Kinofassung..., 14. November 2012
Die ungleichen Brüder Bambi und Trinity müssen ihrem Vater versprechen, gute Banditen zu werden, um die Familientradition zu bewahren. Dieses Versprechen in die Tat umzusetzen ist gar nicht so einfach, da beide ein gutes Herz haben. Als angebliche Regierungsbeamte kommen sie dem Ganoven Parker in die Quere, mischen sich schlagkräftig in seine Geschäfte ein und verhelfen unfreiwillig der Gerechtigkeit zum Sieg... Endlich auf blu ray mit der kompletten 1982er Kinofassung... Ich glaube zum Film selbst muss man nur wenige Worte verlieren. Dies dürfte ja jedem interessierten dieser blu ray bekannt sein. Ein toller Film, mit gewöhnlich genialen Darstellern. Eben ein typischer Bad Spencer/Terence Hill-Film. Einfach Kult. Deshalb möchte ich mich auf die Qualität des Filmes beschränken. Die HD-/blu ray-Qualität dieses Films ist unbedingt als sehr gut zu bezeichnen. Allein die Songs im Film kommen manchmal etwas blechern rüber, was allerdings sicher altersbedingt ist und nur bedingt störend wirkt (anfangs etwas gewöhnungsbedürftig; ich finde, man gewöhnt sich aber dran), ist doch der Rest des Films von guter Qualität. Es ist aber zu erwähnen, dass der Film für diese Veröffentlichung nicht digital remastered wurde! Die blu ray enthältt eine hochwertige O-Card, welche Bud- und Terence-Fans unbedingt in ihrer Sammlung besitzen sollten. Desweiteren erhält die blu ray wirklich umfangreiches Bonusmaterial. Enthalten sind u. a. sieben internationale Original Kinotrailer, die alte deutsche Titelsequenz, eine Artworkgalerie sowie Impressionen vom Spencer-/Hill-Fantreffen 2012 in Pullman City. Desweiteren enthält diese Edition ein äußerst informatives Booklet über die Karrieren von Bud Spencer und Terence Hill. Fazit: Einer der größten Kinoklassiker aller Zeiten mit tollem Bild und gutem Ton. Und das in einer tollen blu ray-Edition. Unbedingt zu empfehlen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Tolle Auswahl..., 9. November 2012
Mit dieser Box erhält man eine wirklich tolle Auswahl an Kinderfilmen aus aller Welt: "Whale Rider": Niki Caros Spielfilmdebüt erzählt von der Kluft zwischen den Generationen, zwischen Tradition und Aufbruch und vor allem von einem Mädchen, das um Anerkennung kämpft... Vor der pittoresken Küstenkulisse Neuseelands spielt Niki Caros Adaption eines 1988 veröffentlichen Romans, der alte Traditionen in neue Hände legen will. Malerisch und plastisch fotografiert ist "Whale Rider" Kulturexpedition, Familien- und Emanzipationsdrama, zeigt aber auch in der Mann-Frau-Dynamik einigen Humor. Ein Hauch von "Der Kleine Lord", ja sogar "Der Wüstenplanet" liegt über diesem sympathischen Film, der im lyrischen Finale in der Erfüllung der Legende Hoffnung für einen Neuanfang sät. "Soul Boy": Einen Tag voller Abenteuer und neuer Erfahrungen in einem afrikanischen Slum erlebt der junge Titelheld eines beispielgebenden Filmprojekts. "Soul Boy", inszeniert von Newcomerin Hawa Essuman, wurde in Kibera gedreht - in Gemeinschaftsarbeit von jungen Kenianern und europäischen Betreuern. Über einen Tag lang, auf der Leinwand verdichtet auf 60 Minuten, begleitet "Soul Boy" das Leben des 14-jährigen Abila, der sich mit einem Mysterium konfrontiert sieht. Apathisch stammelt sein Vater, dass ihm eine Geisterfrau die Seele und damit auch die Lebenskraft gestohlen habe. Unterstützt von seiner Freundin Shiku wird Abila die Seelendiebin finden und für sie sieben Aufgaben erfüllen, um seinen Vater zu retten. Aufgaben, die ihn reifen lassen, aber auch unaufdringlich Probleme ansprechen, die über das Leben im Slum hinaus den ganzen afrikanischen Kontinent betreffen. Das Spektrum reicht von AIDS, Alkohol, über Konflikte zwischen Volksgruppen bis hin zur Rolle des afrikanischen Manns, der sich umstellen muss, weil die Frauen nicht nur arbeiten und Kinder erziehen, sondern auch zunehmend Gleichstellung einfordern. Didaktisches wird vom Drehbuch hier in einen märchenhaft-magischen Kontext eingebettet, getragen von zwei jungen Hauptdarstellern, die selbst aus Slums kommen und Natürlichkeit in den formal sehr kompetenten Film einbringen, der das Elend seines Schauplatzes nicht verbirgt, aber es nie zum Thema macht. Doch der Star von "Soul Boy" ist weder die Geschichte noch die Umsetzung, sondern das Projekt. Und wer auf den Abspann wartet, wird dazu schöne Bilder von gemeinsamer Arbeit und gemeinsamem Lachen sehen. "Lippels Traum": Die Übergänge zwischen Real- und Fantasiewelt sind in "Lippels Traum", bei dem Lars Büchel Regie führt, hervorragend gelungen, zumal die Sequenzen von der Wüste und der Königstadt aus der "Tausend und einer Nacht"-Welt sehr aufwändig gedreht wurden. So kontrastiert die märchenhafte Welt immer wieder mit dem real anmutenden Passau. Nicht nur die Kinderdarsteller, sondern auch die erwachsenen Schauspieler sind mit großer Professionalität und offensichtlich viel Spaß bei der Sache, allen voran Anke Engelke. In der Tat spielt Anke Engelke sehr zurückgenommen, ganz gegen den Strich beziehungsweise gegen ihr Image. Trotz ihrer kleinen Rolle brilliert darüber hinaus ebenfalls Eva Mattes als Lehrerin. "Lippels Traum" ist ein Loblied auf die Kraft der Fantasie. Denn der Film veranschaulicht, wie Lippel in seinen Träumen Kraft schöpft, um seine eigenen Ängste zu überwinden. "Die Stimme des Adlers": Mit der teils prächtig bebilderten Selbstfindungsreise eines mongolischen Nomadenjungen versucht sich der norwegische Dokumentarfilmer Rene Bo Hansen erstmals an einem Spielfilm. Nun ist auch der Norweger Rene Bo Hansen der Faszination der mongolischen Wüste und ihrer Bewohner erlegen. Eine kraftvolle Geschichte mit tollen Landschaftsaufnahmen machen diesen Film zu einem Erlebnis für Jung und Alt. "Tsatsiki - Tintenfische und erste Küsse": Dieser Spielfilm der jungen schwedischen Regisseurin Ella Lemhagen wird Kinder und Erwachsene gleichermaßen in den Bann ziehen. Erzählt wird die witzige, warmherzige und streckenweise auch etwas traurige Geschichte eines kleinen Jungen, der endlich seinen Vater in Griechenland kennenlernen will. Ella Lemhagen erzählt in ihrem dritten Spielfilm eine Geschichte aus dem wirklichen Leben. Tobias Johansson, der sich selbst Tsatsiki nennt, ist acht Jahre alt und wächst bei seiner Mutter Tina in Stockholm auf. Tina ist alles andere als eine konventionelle Mutter: Um eines Tages den großen Durchbruch zu haben, übt sie täglich mit ihrer Rockband, mit deren Bassisten sie eine Affäre hat. Das Reihenhäuschen befindet sich im mittleren Chaos, das Abendessen wird beim Asia-Heimservice bestellt und das Geld ist immer knapp. Obwohl Tina ständig etwas zu tun hat, ist sie doch da, wenn ihr Sohn sie braucht. Seinen Vater hat Tsatsiki nie kennengelernt - er war ein Urlaubsflirt seiner Mutter auf einer Reise nach Kreta. Tsatsiki hat nur ein Foto von ihm und weiß, dass er ein versierter Tintenfisch-Fischer ist - was Tsatsiki dazu veranlasst, ehrgeizig das Tauchen zu lernen, um seinem Vater irgendwann aufs Meer begleiten zu können. Die Suche nach seinem Vater verläuft jedoch anders als erwartet... Vor einem ernsten Hintergrund wird eine liebevolle, fantasievolle Geschichte erzählt. Das besondere an "Tsatsiki" ist, dass das überaus zeitgemäße Umfeld des Jungen zwar klar beschrieben wird, der Film jedoch zu keinem Zeitpunkt in ein langweiliges, sozialpädagogisches Sozialdrama abzugleiten droht. Ella Lemhagen trifft mit ihrer feinsinnigen Inszenierung genau die Stimmung. Sehr zu Gute kommt ihr dabei das bis in die Nebenrollen exzellente Casting. Zum Beispiel Samuel Haus gibt mit der Rolle des Tsatsiki sein Schauspieldebüt und legt für sein Alter eine fast schon erschreckende Professionalität an den Tag. "Ein Pferd für Winky": Hierbei handelt es sich um einen gelungener holländischen Kinderfilm. Regisseurin Mischa Kamp erzählt auf einfühlsame Art und Weise von einem Mädchen, das fest an ihre Träume glaubt. Geschickt integriert der Film dabei Themen wie den Anpassungsprozess von Immigranten an eine fremde Kultur und erste Erfahrungen mit Verlust und Trauer in seine Geschichte. Gerade für jüngere Kinder ein empfehlenswerter Film. "Zaina - Königin der Pferde": Hierbei handelt es sich um einen schönen Abenteuerfilm für die ganze Familie, der ein Märchen wie aus Tausendundeiner Nacht mit Realismus verbindet. Regisseur Bourlem Guerdjou kombiniert in seiner ruhig erzählten und wunderbar bebilderten Geschichte um die Emanzipation eines Mädchens Märchen wie aus Tausendundeiner Nacht mit der Schilderung des Alltags der Menschen vom Atlas. "Billy Elliot - I will dance": Regisseur Stephen Daldry nimmt sich hier einer Geschichte an, welche in den letzten Jahren typisch für englisches Filmemachen ist. Daldry verknüpft in Billy Elliot Haupt- und Nebenhandlungen perfekt und lässt seinen Figuren viel Zeit und Platz, sich zu entwickeln. Er betreibt keine Schwarz-Weiß-Malerei, sondern gibt jedem Charakter die Chance, viele seiner Seiten dem Zuschauer Preis zu geben. Besonders sieht man das an der Rolle des Vaters. Die schlechte Arbeitslage und der Tod von Billys Mutter haben ihn zu einem verbitterten Mann gemacht, welcher während eines Großteils des Filmes seine Familie tyrannisiert, um am Ende draufzukommen, dass er durch dieses Verhalten seine Kinder immer weiter von sich wegdrängt. In einer der intensivsten Szenen des Filmes wird er selbst zum Streikbrecher, um seinem Sohn das Vortanzen finanzieren zu können. Auch die anderen Charaktere, wie die pfiffige Tanzlehrerin Mrs. Wilkinson zeigen eine sensationelle Tiefe. In vielen Szenen werden große Gefühle geschürt, ohne jedoch den gefürchteten Kitsch an die Oberfläche kommen zu lassen. Diesen schmalen Grat zu gehen ist wohl eines der schwierigsten Unterfangen für einen Filmemacher. Stephen Daldry hat diese Herausforderung sehr gut gemeistert. "Wintertochter": Regisseur Johannes Schmid erzählt mit dem heiter-melancholischen Roadmovie von einer generationenübergreifenden Suche nach Identität, Herkunft und Heimat. Der zweite Spielfilm von Schmid beweist wieder seine Sensibilität für junge Menschen, verbindet ein einfühlsames Coming-of-Age mit einem generationenübergreifenden Drama für Jung und Alt gleichermaßen. Der Film weiß, dank des hervorragenden Drehbuchs genau, wann er locker-launig und wann gefühlvoll-ernst zu sein hat, was sich auch im harmonischen Score niederschlägt. Hat Kattaka die unbeholfenen Spießer-Eltern erst einmal hinter sich gelassen, gewinnt diese Erinnerungsreise in fremdes Fahrwasser an Format. Die gegenseitige Unterstützung, dazu die Hilfe von einheimischen gibt den Hauptfiguren im emotionalen Schleudergang Halt und Hoffnung, zeigt den Wandel der Zeit zu einem grenzoffenen, geeinten Europa, ohne damit Probleme zu leugnen... "Kinder des Himmels": Hierbei handelt es sich um einen wunderschönen Kinderfilm, der auch Erwachsene berühren sollte. Majid Majidis tief humanistischer Film zeigt die Kids, ihr Familienleben, ihre Ängste und Freuden mit beeindruckender Einfühlsamkeit und dokumentarischer Detailtreue. Diese Filme erhält man in einer hochwertig verarbeiteten, originell gestalteten Box. Zudem sind die Filme in einzelnen Pappschubern nochmals separat enthalten. Fazit: Zehn wunderschöne, tolle Filme in einer tollen Edition. Diese Box ist wärmstens zu empfehlen!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Modern und zeitgemäß..., 4. November 2012
Robin Hood, der Mythos, die Legende. Wenn man sich die Filmgeschichte des Rächers der Armen und Hilfsbedürftigen einmal ansieht, kommt da schon einiges zusammen. Die hier vorliegende Serie des "Modernen Robin Hood" entstand von 2006 bis 2007. Ich muss sagen, dass man sich auch mit der 3. Staffel Teil 1 wirklich sechsmal 45 Minuten Kurzweile bescheren kann. Der Scheriff tüftelt mal wieder an Plänen den König zu stürzen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist sicherlich, dass eine der Hauptfiguren die Serie nach Ende der 2. Staffel bereits verlasse hat. Ich finde aber, dass die Macher der Serie dies sehr gut in die Handlung mit eingebaut haben und somit eine äußerst gelungene 3. Staffel entstanden ist. Die sechs Episoden dieses blu ray-Sets erhält man in einer normalgroßen Doppelhülle, zusätzlichen mit einer hochwertigen Banderole. Mit jeweils 45 Minuten pro Folge kommt man somit auf knapp 270 Minuten, sprich 4,5 Stunden Sherwood-Action mit ein klein wenig Liebesschnulze. Der moderne Robin Hood kommt frisch und witzig daher, verkörpert für eine Serie durchaus auch den Charakter, wie man ihn sich vorstellt. Für Robin Hood-Neulinge und die jüngere Generation durchaus richtig gut anzusehen. Unbedingt zu empfehlen!
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5.0 von 5 Sternen
Eine Klasse für sich..., 3. November 2012
Fünf halbstarke Kriminelle mit übernatürlichen Kräften? Das kann nicht gut gehen? Willkommen bei "Misfits", der neuen BBC-Fernsehserie. Hier Staffel 2. "Misfits" fühlt sich ausgesprochen frisch an, da trotz der Beigabe übernatürlicher Kräfte die Handlung nie ins Groteske abfällt. Im Vordergrund stehen immer die echten, realen Probleme der Kids und die neuen Kräfte sind eher nur Beiwerk. So wird z.B., hoffentlich ist jetzt nicht zuviel verraten, Nathan von seiner Mutter vor die Tür gesetzt, weil er immerzu Ärger mit ihrem neuen Partner anfängt. Alle Figuren sind realistisch und mit interessanten Profilen geschrieben. Nathan haut wunderbare Sprüche raus und Iwan Rheon spielt einen herrlich verklemmten Simon. Optik und Ausstattung markieren ganz klar, dass es sich hierbei um Menschen aus der Englischen Arbeiterklasse handelt. Hier fährt man billige Autos, trägt überzogen viel Schmuck und flucht was das Zeug hält. Immer wieder nähern sich die Kids einander an, stoßen sich dann aber sofort wieder weg, sobald es ernst wird. Es sind nunmal Jugendliche, die mehr als kleine Probleme haben, aber hier oft auch wirklich so richtig große. Erwähnenswert ist auf jeden Fall auch, dass der blu ray, für Gegner der FSK-Logos, ein Wendecover beiliegt. Fazit: "Misfits" ist eine unterhaltsame und kurzweilige Serie, bei der man kaum merkt, wie eine Folge dahinfliegt. Unbedingt zu empfehlen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Super Filme in einer top Box..., 28. Oktober 2012
Zehn der besten Bud Spencer-Filme erhält man hier in einer Box zu einem unschlagbaren Preis. Ich denke über den Inhalt der Filme brauche ich keine Worte mehr zu verlieren, deshalb beschränke ich mich auf die Kritik: "Banana Joe": Vom bekannten Verteilen von Ohrfeigen über die gewohnt ohrwurmträchtige Musik bis zu den wunderbaren Schauplätzen ist hier für alles gesorgt. Der Film von Vanzina bietet all dies, was man von einem Film mit Bud Spencer erwartet. Unter der Regie von Stefano Vanzina drehte Prügel-Ikone Bud Spencer einige seiner bekanntesten Solowerke, so auch "Banana Joe". So wird man nicht nur mit wunderbarer Musik und einigen wunderschönen Bildern der südamerikanischen Landschaft belohnt - sondern auch mit einigen mehr als gelungenen Gags. Man muss auch sagen, dass der restliche Cast um Gianfranco Barra und Marina Langner ihre Sache ebenfalls sehr gut machen. Wenngleich hier keiner wirklich die Gelegenheit hat, wirklich zu glänzen, hinterlassen sie allesamt einen guten Eindruck. Als Bonusmaterial liegt dieser DVD u. a. eine Filmo- und Biografie von Bud Spencer sowie der Deutsche Originaltrailer bei. "Der Bomber": Die Story ist zwar auch schon aus "Sie nannten ihn Mücke" so oder so ähnlich bekannt, dennoch ist dieser Film sehr gut gelungen. Kurzweilig und humorvoll wurde das Drehbuch umgesetzt, Bud Spencer leistet wieder wie gewohnt eine top schauspielerische Leistung. Alles in allem handelt es sich zwar nicht um seinen besten Film, aber dennoch um einen guten und vor allem humorvollen Boxerfilm, der von Bud Spencer natürlich sehr profitiert. Als Bonusmaterial liegt dieser DVD u. a. ein Musikvideo, die Filmo- und Biografie von Bud Spencer sowie der Englische und Italienische Originaltrailer bei. "Bud der Ganovenschreck": Tomas Milian soll natürlich kein Ersatz für Buds langjährigen Partner Terence Hill sein, ist er auch nicht. Die Rolle des schmierigen Ganoven und Ehebrechers Tony Roma sitzt und spielt einen passenden Gegensatz zu unserem Bud Spencer. Alles in allem handelt es sich um ein gelungenes Katz und Maus Spiel zwischen Polizist und Ganove, dazu in einer tollen Location. Dieser Film gehört wohl zu meinen Favoriten der "Solo-Bud-Filme". Nicht zuletzt wurde ich durch diesen Film ein Tomas Milian Fan, was mir das Tor zu ausgezeichneten Italo-Western aber auch Komödien vom Meister Bruno Corbucci öffnete. Als Bonusmaterial liegt der DVD u. a. die Filmo- und Biografien zu Bud Spencer und Bruno Corbucci sowie der Deutsche Originaltrailer bei. "Charleston - Zwei Fäuste räumen auf": Hierbei handelt es sich um eine nicht ganz alltägliche Bud-Spencer-Komödie, inszeniert von Marcello Fondato. Schlitzohrig und gewieft spielt sich hier Bud Spencer in einen wahren Rausch. Man darf bei diesem Film allerdings keine Hau-Drauf-Komödie erwarten, dies ist es nämlich nicht. Damit man den Film etwas einordnen kann bleibt zu sagen, dass die Handlung etwas an "Der Clou" erinnert und Spencer hier als Verkleidungskünstler brilliert. Wichtig ist ebenfalls zu erwähnen, dass es sich bei der hier vorliegenden Fassung um die Langfassung des Films handelt. Die zugefügten Szenen sind nicht mit deutscher Synchro verfügbar. Deshalb liegen diese auf italienisch, aber mit deutschen Untertiteln vor. Als Bonusmaterial erhält man auf dieser DVD die Filmo- und Biografie von Spencer. "Der Dicke in Amerika": Der Film ist den meisten wohl unter dem Namen "Auch die Engel essen Bohnen" bekannt. In den Hauptrollen sind, natürlich :-), Bud Spencer und Giuliano Gemma zu sehen. Ursprünglich war gedacht diesen Film mit Bud Spencer und Terence Hill zu besetzen. Da Terence Hill aber aus diversen Zeitgründen nicht zur Verfügung stand, wurde Giuliano Gemma an die Seite von Bud Spencer gestellt. Um es vorne weg zu sagen: Die Besetzung passte sehr gut zusammen und sorgt für viel Unterhaltung. Ein absolut gelungener Film, der im Chicago der 20er Jahre spielt. Der Film bietet lustige Sprüche und Kalauer am laufenden Band. Der witzige und gewiefte Sonny passt mit seiner Art super zu dem eher grimmig wirkendem Charlie. Beide verstehen es ihre Fäuste einzusetzen, was in einem Bud Spencer Film ja auch wirklich dazu gehört. Beide Charaktere bieten viel Unterhaltung und Wortwitz. Als Bonusmaterial liegt dieser DVD u. a. eine Filmo- und Biografie zu Bud Spencer sowie der Deutsche Originaltrailer bei. "Der Dicke in Mexico": Bud Spencer hat in seinem "Hau drauf"-Western "Der Dicke in Mexico" wieder schlagkräftige Argumente. Auch der Humor kommt dabei nicht zu kurz. Zweifelsohne beweist Spencer, dass er auch ohne Terence Hill ein exzellenter Schauspieler ist und sein Publikum zu unterhalten weiß. Die Witze zünden, Prügeleien in gewohnter Bud-Spencer-Manier, die beliebten Kommentare sitzen – der Zuschauer wird in jeder Szene sehr gut unterhalten. Handlung, Musik und schauspielerische Umsetzung sind einfach sehr gut gelungen. Als Bonusmaterial liegt dieser DVD u. a. erneut eine Filmo- und Biografie zu Bud Spencer sowie der Deutsche Originaltrailer bei. "Der Dicke ist nicht zu bremsen": "Heute ich... morgen du!", so der deutsche Originaltitel, ist ein harter Rache-Italo-Western von Tonino Cervi. Der Film wurde offenbar mit geringem Budget, aber doch sehr ansehnlich in Szene gesetzt. Er spielt in einer spätherbstlichen Landschaft, wie überhaupt im Film dumpfe braune Töne überwiegen. Dies verleiht ihm eine sehr stimmungsvoll morbide Atmosphäre. Auch wenn der hier gewählte Titel "Der Dicke ist nicht zu bremsen" dies vermuten lassen mag, ist Bud Spencer hier nicht Hauptdarsteller des Films. Er hat aber eine recht schöne Rolle, allerdings abseits vom starken Haudrauf. Natürlich ist er wieder ein sehr kräftiger Charakter, das ist schon von seiner Statur fast unvermeidlich, aber er bleibt - entgegen dem Titel "Der Dicke ist nicht zu bremsen" - ein Mensch, der auch verletzt und übel zugerichtet wird. Der blutet und sogar einen Zweikampf verliert, was wohl in keinem anderen seiner Filme je vorkommt. Alles in allem handelt es sich aber um einen geradlinigen Rache-Western von Tonino Cervi, der sich nicht allzu viel mit Charaktertiefe und Hintergründen aufhält. Was hier aber gar nicht stört. Er ist sehr ansehnlich in Szene gesetzt. Die spätherbstliche Landschaft und die begleitende Filmmusik Lavagnino's verleihen eine sehr stimmungsvolle morbide Atmosphäre. Ein unbedingt sehenswerter Italo-Western. Als Bonusmaterial liegt der DVD u. a. eine Filmo- und Biografie von Bud Spencer bei. "Der Dicke und das Warzenschwein": Um das Wichtigste auch hier vorweg klarzustellen: Der Film wurde in Deutschland ursprünglich durch den Titel "Sie verkaufen den Tod" bekannt. Dieser besaß noch eine komplett andere, zum Original nähere, aber vor allem inhaltlich sehr viel ernstere und dem Italo-Western genregerechtere Synchronisation. Weshalb man sich zu einem neuen Titel mitsamt anderer Sprachversion entschloss, liegt auf der Hand: Der internationale Erfolg von Bud Spencer durch seine Filme mit Terence Hill, welche fast ausnahmslos mit viel Komik, Slapstick sowie den allseits bekannten Prügelorgien gespickt waren, dürfte der Hauptgrund für die Neuausrichtung gewesen sein. So werden nach bekanntem Muster Sprüche geklopft und Spencer wird in seiner Rolle als Eli dadurch in den Vordergrund geschoben. Desweiteren erwähnenswert ist der relativ kurze Auftritt von Telly Savalas, der den Erzfeind Major Ward verkörpert und durch seine Warze im Gesicht das betitelte Warzenschwein darstellt. Als Bonusmaterial liegen der DVD u. a. die Filmo- und Biografien von Bud Spencer, Telly Savalas und James Coburn bei. "Der Große mit seinem ausserirdischen Kleinen": Der ehemalige Schauspieler Cary Guffey ist ein Kinderstar, wie er im Buche steht. Nachdem er mit nur dreieinhalb Jahren im Jahr 1977 im Hollywood-Blockbuster "Unheimliche Begegnung der dritten Art" von Steven Spielberg mitspielte, durfte er anschließend in gleich zwei Filmen mit Bud Spencer selbst einen kleinen Außerirdischen mimen, bevor er dann nach einigen weiteren Rollen im Jahr 1985 die Schauspielerei an den Nagel hing. In meiner Jugend habe ich ihn oft gesehen und geradezu geliebt. Das liegt einerseits natürlich daran, weil man sich irgendwo mit dem kleinen Hauptdarsteller identifizieren konnte, andererseits weil der Film einen unglaublichen Charme hat. Die außergewöhnliche und liebevolle Inszenierung verleiht diesem Streifen einen märchenhaften Charakter, der den Zuschauer gleichermaßen verzaubert und unterhält. Stärken besitzt der Streifen einige. Doch während die aus heutiger Zeit recht einfachen Tricks und Effekte den Kultfaktor dieses Filmes nur noch erhöhen, wird der verstärkte Klamauk-Faktor bei "Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen" durch eine solide Geschichte, einem gut ausgearbeiteten Drehbuch und ein offensichtliches handwerkliches Können bei der Umsetzung diesen Filmes wieder kompensiert. Was bleibt ist ein schöner Familienfilm, der nicht nur für Spencer-Fans Pflichtprogramm ist. Als Bonusmaterial liegt der DVD u. a. eine Filmo- und Biografie zu Bud Spencer sowie Raimund Harmstorf bei. "Wenn man vom Teufel spricht": Hierbei handelt es sich um eine liebenswerte Familienkomödie des in die Jahre gekommenen Bud Spencer. E. B. Clucher, fast für alle Bud Spencer-Filme verantwortlich, inszenierte auch diese Komödie. Darin hat zwar Buddys Wenigkeit und Schlagkraft etwas nachgelassen, erst in der zweite Hälfte des Films kommen die Fans seiner Fäuste auf ihre Kosten. Vorher agiert er aber durchaus unterhaltsam als Taxler mit Herz, unterstützt von der Komik Thierry Lhermittes und den Kurven Carol Alts. Als Bonusmaterial liegt dieser DVD eine Filmo- und Biografie von Bud Spencer bei. Gesamtfazit: Eine äußerst gelungene Box mit tollen Filmen. Als kleiner Kritikpunkt bleibt nur zu erwähnen, dass das Bonusmaterial sehr überschaubar ist, vor allem dahingehend, dass das Beiliegen der Filmo- und Biografie von Bud Spencer bei jeder DVD ziemlich überflüssig ist. Das will aber den Gesamteindruck nicht schmälern. Einfach top!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
2 tolle Filme in einer 2-BD-Edition zu einem sehr guten Preis..., 18. Oktober 2012
"Inside Hell": Bereits die Anfangssequenz bereitet den Zuschauer auf das Kommende vor: Einen packenden Thriller ohne Verschnaufpause. Jaume Balagueró gibt sich anfangs betont positiv, zeigt ein helles Bild von Madrid, nur um dann umso schneller auf einen finsteren, schmutzigen Stadtteil umschalten zu können. Mit dem einsetzenden Regen ahnt man schon, dass es auch weiterhin bergab gehen wird. Und als das Paar durch ein heruntergekommenes Viertel fährt, ist endgültig klar – das wird ein wahrer Horror-Trip! Die Bildregie unterstützt dies, indem sie die Farbpalette konsequent von bunt auf trist herunterfährt. Alles wirkt desolat mit den Grau- und Brauntönen, die allerorten die Szenen beherrschen. Auch ausgefallene Kameraperspektiven und eine extrem unruhige Handkamera betonen in einigen Sequenzen den inneren Zustand der Protagonisten. Ohne zuviel von der Handlung verraten zu wollen, sei noch angemerkt, dass sich die Spannungssprirale konsequent weiterdreht und nicht alles so ist, wie man es anfangs sieht. Jaume Balagueró ist auch hier wieder eine großartige Regieleistung gelungen. Die Darsteller bemühen sich ihre Rollen überzeugend auszufüllen und es gelingt ihnen auch tadellos. Besonders herauszuheben ist die Darstellerin der Maklerin, die mit ihrem Mienenspiel in der Tat große Schauspielkunst vollführt. Selbst in den Nebenrollen überzeugen die Schauspieler in diesem intelligent inszenierten Kammerspiel. Fazit: "Inside Hell" ist ein würdiger Film, der beweist, dass die spanischen Regisseure federführend auf dem europäischen Markt der unheimlichen Phantastik sind. "Devil's Room": Alex de la Iglesia wählte für seinen Spielfilm ein beängstigendes Thema – die Sorge um das eigene Kind wird zum zentralen Sujet des Films. Der Plot des Filmes ist derartig verdreht (im positiven Sinn), dass man zunächst einmal schlucken muss, um ihn zu verdauen. Hat man dies aber getan, schmeckt der Film ganz ordentlich. Leider flacht die Spannung in der Mitte des Films etwas ab. Doch gegen Ende weiß ein gekonnter kameratechnischer Schachzug wieder Spannung in den Film zu bringen. Die Schauspieler agieren sehr gut. Der Hauptdarsteller Javier Gutiérrez beherrscht sein Metier und mimt den ängstlichen bis durchgeknallten Vater sehr gut. Ihm zur Seite steht mit Leonor Watling eine gestandene Schauspielerin, die schon in anderen Rollen zu sehen war und stets überzeugte. Fazit: Auch wenn der Film nicht perfekt ist, so bietet er doch gute Gruselunterhaltung und einen interessanten Plottwist. Auf der Doppel-blu ray liegt zudem als Bonusmaterial ein umfangreiches Making of bei. Gesamtfazit: Zwei Tolle Filme in einer schönen 2-BD-Edition. Unbedingt zu empfehlen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Eine Perle des Genres..., 18. Oktober 2012
Es kommt nicht so oft vor, dass man auf Filmperlen stößt, die sonst kaum Beachtung finden. So ist aber "Die andere Seite der Strasse" von Marcos Bernstein eine solche Perle, die sich Freunde des Genres nicht entgehen lassen sollten. Die Geschichte wird hier sehr einfühlsam erzählt, die Darsteller harmonieren sehr gut miteinander. Längen gibt es nicht, das Drehbuch wurde wirklich sehr gut durchdacht. "Die andere Seite der Strasse" hat das "gewisse Etwas", so dass der Film durchaus sogar an Hitchcocks Meisterwerk "Das Fenster zum Hof" heranreicht. Die Mischung aus Thriller und Liebesfilm – und ich rede hier von der Liebe zwischen Menschen der älteren Generation – ist sehr gut gelungen. Das Bild ist recht gut gelungen. Die Farben sind kräftig und natürlich, der Kontrast ist ausgewogen. In sehr dunklen Szenen kann es passieren, dass man das eine oder andere Detail nicht erkennt. Aber dies kommt eher selten vor. Die Schärfe ist ebenfalls gut gelungen, allein in der Totalen treten ab und zu Unschärfen auf. Das Bonusmaterial besteht aus dem Originaltrailer zum Film und einem umfangreichen Making of. Des Weiteren gibt es noch eine kleine Trailershow. Fazit: Eine Perle des Genres. Unbedingt zu empfehlen!
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