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Matthias Gumz "aquamat" (Berlin)
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Gewaltmusik: Populäre Musik und Werteverfall
Gewaltmusik: Populäre Musik und Werteverfall
von Klaus Miehling
  Taschenbuch

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fragwürdige und bedenkliche Abhandlung eines ewig Gestrigen?!, 11. Juni 2013
So fest verwurzelt in der Denke der frühen 50er Jahre scheint der Autor zu sein, dass ich anfangs mehrmals das Erscheinungsdatum des Buches kontrolliert habe, doch nein - es ist keine 3 Jahre alt!

Hier spricht ein Autor, der den gesamten "Werteverfall" der letzten Jahrzehnte, den es unbestritten gibt, alleine von dem Konsum von "gewaltverherrlichenden Filmen" und eben "Gewaltmusik" verursacht sieht..... und der auch nicht davor zurückschreckt, für all seine Thesen entsprechende Statistiken zu (er-)finden, auch wenn es genügend gegenteilige wissenschaftliche Untersuchungen (z.B. für den tatsächlichen Einfluss von Filmen auf Straftäter, Amokläufer etc.) gibt.

Schon der Begriff "Gewaltmusik" ist dermassen vorverurteilend..... vor allem wenn man bedenkt, dass "Gewaltmusik" für den Autor nicht etwa nur die Handvoll tatsächlicher "gewaltverherrlichender" Death-Metal Bands o.ä. ist, sondern auch (Achtung!): Jazz, Soul, Country, Reggae..... eigentlich alles was nicht Mozart heisst und bei drei auf den Bäumen ist.

Da erschöpft sich seine Sachkenntnis zum Thema Soul z.B. in folgendem Satz: "Soul spielt in der musikalischen Wirlkungsforschung bislang kaum eine Rolle. Miranda und Clues bezeichnen "Hip Hop/Soul" als Rapstil (sic!) und stellen fest, dass Hörer dieser Musik überdurchschnittlich oft Mitglieder krimineller Banden sind und häufig Drogen konsumieren."
Ah ja!

Soul ist also ein Rapstil, ergo kriminell. Mmmh....

Insgesamt zeigt sich auf jeder Seite, dass der Autor keinerlei persönlichen, oder gar emotionalen Zugang zu irgendeiner Form moderner Musik hat. Schlimmer noch - er bedient sich eines Sujets von dem er offenkundig nichts versteht, um seine krude These des "Werteverfalls durch Gewaltmusik" zu belegen.

Heraus kommt ein weit rechts angesiedeltes Pamphlet übelster Machart, von dem nur abgeraten werden kann.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 15, 2013 10:36 PM MEST


Sony DRZX301 Bügel Headset für Apple iPhone/iPod schwarz
Sony DRZX301 Bügel Headset für Apple iPhone/iPod schwarz
Preis: EUR 42,88

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Klang! Tragekomfort auf lange Sicht: eher mittelmässig!, 10. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Sony DRZX301 ist ein guter Mitelklasse-(Bügel-)Kopfhörer für iPhone / iPod. Er liefert einen guten Sound, mit deutlich mehr Bass und Substanz als die üblichen in-Ear-Headsets.
Zusätzl. gibt es eine Fernbedienung incl. Mikrophon am linken Kabel - nahe genug am Gesichtsfeld.

Einziges Manko: Der Tragekomfort der Ohrmuscheln ist für längeres Tragen nicht ganz so bequem, wie es wünschenswert wäre.

Dennoch: für den Preis absolut empfehlenswert !


LIDE 25
LIDE 25

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht mehr lauffähig unter Mac OS Lion...., 19. März 2012
Rezension bezieht sich auf: LIDE 25 (Bürobedarf & Schreibwaren)
Ich nutze den Canon LiDe 25 Scanner seit einigen Jahren an meinem PowerMac G5 Pro (m. Mac OS 10.4.11) und war in der Regel immer zufrieden. Für damals relativ kleines Geld gekauft, waren die Scans für meine Bedürfnisse qualitativ stets ausreichend, v.a. wenn man die Scan-Einstellungen in der Software etwas angepasst hat.
Einziges Manko: der Scanner hatte von Anfang an eine Art Hardware-Bug, der ab und zu auftrat, welcher dafür sorgte, dass manchmal, nachdem Scans gemacht worden waren, und die dazugehörige Software (z.B. Canon's Photo Studio Mac m. d. Scanner-Fenster) schon wieder geschlossen war, der "Scan-Arm" (der unter der Glasscheibe das Dokument zum Scannen 'abfährt') sich grundlos zu bewegen begann, um dann in einer Art "Endlos-Loop" am oberen (falschen) Ende des Scanners herum zuckelte!
Wenn dies passierte, konnte man das Scanner-Fenster der Software NICHT mehr öffnen, also auch nicht weiter scannen. Einzige Lösung war, das Gerät vom USB-Bus zu trennen, damit es keinen "Saft" mehr belkam. Dann fuhr der Arm zum unteren Ende zurück. Keine sehr feine Methode..... und ich fürchtete mich jedes mal davor, wenn es passierte, was zum Glück nicht zu oft war. Vielleicht habe ich nur ein 'Montags-Gerät' erwischt.

Jetzt aber der eigentliche Grund dieser Rezension:

Nun habe ich aber seit einigen Monaten zusätlich ein MacBook Pro, mit Mac OS LION (= 10.7.x)..... aber als ich nach einigen Tagen versuchte den LiDe 25 Scanner am MacBook zu betreiben war die Enttäuschung gross: nichts funktionierte. Nach etwas Recherche stellte sich heraus, dass Canon einfach entschieden hat, den Treiber für den LiDe 25 nicht weiter zu entwickeln - mit anderen Worten, der Scanner ist NICHT m. Lion (und zukünftigen Mac-Betriebssystemen) kompatibel.

Das finde ich ziemlich frech - denn so alt ist der Scanner nun auch wieder nicht. Mein Canon-PIXMA Drucker (IP 3000), den ich mindestens genauso lange habe, wird glücklicherweise weiter unterstützt (wer weiss wie lange noch ??).

Ich vertsehe, dass Canon fleissig neue Scanner verkaufen wollen, aber ich finde es trotzdem nicht korrekt, ein so relativ 'junges' Gerät aufs Abstellgleis zu stellen, in dem man einfach die Software-Treiber nicht mehr aktualisiert.

ALSO: Dies hier als Warnung an alle Mac-User, die vielleicht jetzt (2012) noch mit dem Gedanken spielen einen (gebrauchten) Canon LiDe 25 Scanner zu erwerben - lieber Finger weg.... zumal ein aktuelles Modell ja nur unwesentlich teurer sein dürfte.


Basra-Rvg
Basra-Rvg
Preis: EUR 12,12

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen PETE LA ROCA - Basra: Unterbewertetes Juwel der Blue Note-Geschichte, 23. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Basra-Rvg (Audio CD)
"Basra" ist eines der vielen Highlights im fantastischen Blue Note-Katalog, auch wenn der Name Pete La Roca sicherlich vielen nicht so geläufig ist, im Gegensatz zu dem von Blue Note-Mainmen wie Hubbard, Hancock, Morgan o.a..

Pete La Roca (*1938) ist Schlagzeuger, und das ist vermutlich einer der Gründe warum er nicht allzuviele Alben als Leader einspielte. Der Hauptgrund für den mangelnden Bekanntheitsgrad La Roca's ist jedoch sein kompletter Rückzug aus der Musik (-Branche) Ende der 60er Jahre, um als Anwalt (!) zu arbeiten.
In La Roca's Gesamtwerk kann man Basra jedoch ohne Zweifel als den Höhepunkt bezeichnen.

Aufgenommen im Mai 1965, mit der Besetzung Joe Henderson (tenor sax), Steve Kuhn (piano), Steve Swallow (bass) und den Leader am Schlagzeug, könnte man es bei oberflächlicher Betrachtung vielleicht als Joe Henderson-Album bezeichnen, da er als einziger Bläser die meisten Soli hat.
Schaut + hört man jedoch etwas genauer hin, wird sofort klar, warum dies ein Album unter Pete La Roca's Namen ist: die wichtigsten Stücke sind alle La Roca-Kompositionen (neben einem kubanischen Standard (Malaguena v. E. Lecuona), einem Boradway-Standard (Lazy Afternoon) und einer Komposition des Bassisten Steve Swallow), und es sind Pete La Roca's Arrangements und sein feinfühliges Schlagzeugspiel, die aus den Einzelteilen ein harmonisches Ganzes machen.

Stilistisch ist dieses Album sicherlich kein typisches Blue Note-Date der Mitt-Sechziger, mit kraftvollem Hard Bop o.ä., und es ist gar nicht so einfach hier eine klare stilistische Einordnung vorzunehmen. Ohne wirklich "out there" zu sein, hat "Basra" eine exotische, unterschwellig avantgardistische Grundhaltung, die jedoch immer melodisch bleibt. Ab dem ersten Track entsteht eine wundervolle atmosphärische Stimmung, die Musiker scheinen sich blind zu verstehen und gut aufeinander eingespielt zu sein. In Wirklichkeit traf dies jedoch nur auf das "Rhythmus-Trio" zu, Joe Henderson stiess relativ unvorbereitet dazu, was angesichts der perfekten Harmonie unglaublich erscheint. (Allerdings war Pete La Roca als Drummer mit Henderson wohl vertraut, da er auf dessen beiden legendären BN-Alben "Page One" und "Our Thing" mitgewirkt hatte.)

Produzent war Alfred Lion himself, aufgenommen und remastered von Rudy Van Gelder. Und - wie bei fast allen Titeln der RVG-Reissue Reihe - klingt diese aktuelle 24bit-Remaster Version erstmals besser als die originale Vinyl-Ausgabe.

Es ist in Worten einfach nicht zu vermitteln, was diese Platte ausmacht..... da hilft nur eines:
Kaufen und selbst hören.... am besten immer wieder !!


Dear Prof.Leary
Dear Prof.Leary
Preis: EUR 19,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder da: Barney Wilen's Psychedelic Jazz Meisterwerk "Dear Prof. Leary", 1. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Dear Prof.Leary (Audio CD)
Viele Jahre habe ich auf ein anständiges, gut klingendes Reissue dieses tollen Albums gewartet. "Dear Prof. Leary" ist sicher eines der Highlights des MPS-Kataloges und war als Vinyl-Original entsprechend gesucht und teuer.

Barney Wilen, vielen Jazzfans vermutlich bekannt durch seine Beteiligung am "Fahrstuhl zum Schaffott" - Soundtrack von Miles Davis, gehörte zur Creme der in Europa lebenden und arbeitenden Jazzmusiker.
Er hätte sicher einen noch grösseren Bekanntheitsgrad verdient gehabt.

Um 1968 begann er für Hans-Georg Brunner-Schwer's MPS-Label aufzunehmen, und brachte recht zügig hintereinander zwei tolle Alben als Leader heraus: Auto-Jazz und Dear Prof. Leary.

Wie der Titel des Albums eingeweihten Hörern sogleich klarmacht, erwartet einen hier eine - damals noch neue - Melange aus Jazz und Psychedelic Rock. Beeinflusst durch Miles Davis, dessen Alben "In A Silent Way" und "Bitches Brew" ab 1968/69 diesen Stil praktisch vorwegnahmen, bzw. überhaupt erst kreierten, gab es auch in Europa immer mehr Jazzmen, die sich an einem solchen Crossover versuchten.....das war natürlich Jahre bevor das Wort Fusion einen schlechten Beigeschmack bekahm. Bei MPS waren das Künstler wie Association PC, Enrico Rava und eben Barney Wilen, der jedoch - zumindest rein zeitlich gesehen - mit Miles Davis gleichauf, an vorderster, frühester Front arbeitete....denn "Dear Prof. Leary" wurde bereits 1968 aufgenommen !

Man lasse sich durch die Eröffnungsnummer, eine - na ja - Coverversion von "Fool On A Hill" der Beatles, nicht täuschen. Hier wird nicht - wie auf vielen anderen Jazzplatten dieser Zeit - durch Hinzunahme eines Titels aus der Popmusik, versucht, neue kommerzielle Sphären zu erreichen. SO ein Beatles-Cover haben Sie sicher noch nicht gehört.
Hier wird bis in recht freie Jazzgefilde vorgedrungen - aber nie ohne den Groove aus den Augen zu verlieren.
Das gilt auch für den Rest der LP.

Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Album.

Noch ein Wort zur Aufmachung:
Dieses Reissue verdient eigentlich einen Extra-Stern für die Aufmachung. Eine Mini-Version des Original-FoldOut-LP-Covers, mit einer Vinyl-CD (!) und wunderhübschem Booklet. (Siehe dazu auch meine Rezension von Wolfgang Dauner's Free Action, aus dieser Reihe).

Das Remastering klingt toll und ausgewogen, ohne den heute manchmal üblichen Trend zur Teilnahme am "Loudness War"....also ohne zusätzliche extreme Summenkompression oder anderen Anbiederungen an den tontechnischen Zeitgeist.


Free Action
Free Action
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3 Sterne für die Wiederveröffentlichung an sich....., 1. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Free Action (Audio CD)
Ich muss meinem Vorredner leider Recht geben.

3 Sterne für den guten Willen - also dafür dass es überhaupt Labels gibt, die sich die Mühe machen, Reissues solch vergangener MPS-Raritäten herauszubringen.

ABER: Wie schon beim leider abgebrochenen MPS Reissue-Programm von Universal vor einigen Jahren (bei dem wenigstens Dauner's wesentlich interessanteres Album "Music Zounds" berücksichtigt wurde), muss ich mich auch hier wieder fragen: warum gibt es nicht endlich mal ein schönes, gut-remasteretes Reissue von Dauner's Psychedelic-Jazz Project "The Oimels" (MPS)....das würde sicherlich viel mehr Käufer finden als "Free Action"

Dennoch: Ein Hurra auf vergangene Zeiten, in denen Plattenfirmen mutig genug waren, solch abenteuerliche Musik wie FREE ACTION zu veröffentlichen. Eine Zeit, in der Musik mehr als blosse Ware war - und der Wert eines Künstlers daran gemessen wurde, ob er "etwas zu sagen hatte" und nicht nach seinem kommerziellen Erfolg.

Dafür allein sind 3 Sterne eigentlich noch zu wenig.

PS: Noch ein Nachtrag zur Produktionsqualitzät dieser neuen MPS-Reissues. Mit einem Wort: hervorragend !
Die Alben stecken in verkleinerten LP-Fold-Out Covers, mit original Aussen- und Innen-Sleeves. Die CD selbst ist aus einer Art Vinyl hergestellt (also nicht nur ein Silberling mit Vinyl-Rillen-Aufdruck) und steckt in einer weiteren gefütterten Innenhülle ! Zusätzlich gibt es ein sehr schön gemachtes Booklet.
Alle Interessenten möchte ich auf das (bislang) interessanteste Reissue dieser Reihe aufmerksam machen: Barney Wilen's "Dear Prof. Leary".


Marvin Gaye: What's Going On? and the Last Days of the Motown Sound (Mojo Heroes)
Marvin Gaye: What's Going On? and the Last Days of the Motown Sound (Mojo Heroes)
von Ben Edmonds
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie Marvin's "What's Going On" die (Motown-)Welt veränderte....., 28. Juli 2009
Ich mus der untenstehenden Rezension entschieden widersprechen:

Ben Edmunds' Buch liefert ziemlich exakt das, was sein Titel verspricht - der ja nicht vorgibt, dass es sich um eine Marvin Gaye - Biographie handelt.

"'Whats Going On' And The Last Days Of The Motown Sound" - hier wird in gutem, keines falls langweiligen Stil beschrieben, wie das Erscheinen von Marvin Gaye's Meisterwerk "What's Going On" für immer das "alte" Motown-System der "assembly-line hits" und Producer-bestimmten, Single-orientierten Produktion über den Haufen warf. Ob das nun gut oder schlecht war - steht auf einem anderen Blatt.
Zusätzlich erfährt man viel über die Zeit in Marvin Gaye's (und Motown's) Leben in den Jahren kurz vor und nach der Veröffentlichung des Albums.

Gaye forderte als einer der ersten Motown-Artists unabhängige Kontrolle über das eigene Produkt und vor allem Eigen-Produktion, Auswahl und Arrangement von selbst-komponiertem Material. Ausserdem begründete "What's Going On" den Wandel zum Album-basierten Output - im Gegensatz zum Single-orientierten, und vor allem HIT-orientierten Output von Motown in der Detroit-Phase (bis ca. 1970).

Zum Beispiel war "What's Going On" (1972) die ERSTE Motown-Veröffentlichung, auf der die legendären Motown-Haus-Musiker, die "Funk Brothers", die auf so gut wie allen Motown-Hits der Detroit-Zeit gespielt hatten, namentlich erwähnt wurden !

Ein sehr empfehlenswertes Buch.
Marvin-Fans auf der Suche nach einer kompletten Biographie müssen sich jedoch anderswo umschauen.


Shakin' The Blues (Jazz Club)
Shakin' The Blues (Jazz Club)
Preis: EUR 8,99

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klaus Doldinger Quartet - die beste deutsche Jazzband aller Zeiten ?, 29. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Shakin' The Blues (Jazz Club) (Audio CD)
Wie lange wartete man, als geneigter Jazzplattensammler, doch in den letzten 15 Jahren auf Wiederveröffentlichungen der originalen LPs des Klaus Doldinger Quartetts, und nun gibt es mit dieser Cheapo-CD die bereits dritte Compilation innerhalb von paar Jahren.

Auch wenn der wirkliche Fan sich beriets im letzten Jahr die 3 CD-Box mit allen KDQ-Aufnahmen für Philips gekauft hat, die natürlich alle Aufnahmen dieser CD auch enthalten, so ist die Veröffentlichung dieser Compilation dennoch zu begrüssen, da sie einen geeigneten Einstieg für "Newcomer" bietet.

Das Klaus Doldinger Quartet, mit dem famosen Ingfried Hoffmann an der Hammond, galt damals gerne als "Deutschlands Antwort auf Cannonball Adderley's Quintet". Auch wenn dieser Vergleich eigentlich etwas hinkt (wer z.B. ist Trompeter Nat Adderley bei Doldinger?), so ist doch etwas Wahres dran: beide Bands spielten groovy Hard Bop / Soul Jazz, mit erdigen, Blues-getränkten Riffs und warmem, fetten Saxophonspiel.

So gut und groovy dieses Frühwerke Doldinger's auch sind, wir warten immer noch sehnsüchtig auf die Liberty-LPs des Doldinger Quartets, die Ende der 60s entstanden sind. Diese sind noch nie auf CD wiederveröffentlicht worden....(hören Sie zu, Siggi Loch?), zumindestens nicht komplett.

Und da sind noch einige Schmankerl dabei, die sogar über die hier zusammengestellten Tracks hinausgehen.

Dennoch: für die fantastische Musik gibt's 5 Sterne..... und nichts was Doldinger später mit Passport gemacht hat, reicht auch nur ansatzweise an seine hervorragenden LPs mit dem Quartet heran..... das war wirklich Deutschland's beste Jazzband !


Kriminal Tango
Kriminal Tango
Preis: EUR 13,50

21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorsicht - Keine Originalversionen !!, 7. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Kriminal Tango (Audio CD)
Vorsicht vor dieser CD !!
Bei den "klassischen" Osterwald - Titeln handelt es sich hier NICHT um die Originalversionen (wie man sie z.B. von den originalen Polydor-Singles kennt), sondern um schreckliche Neuaufnahmen aus den 80er und 90er Jahren, die auch nicht annäherungsweise an die Originalaufnahmen herankommen.
Ein typischer Fall von Rip Off würde ich sagen, da dies auf dem Frontcover nicht erkennbar ist !

Einen Rest-Stern gibt's für einige Aufnahmen des Hazy Osterwald Jet Set aus den 70er Jahren, die noch ganz nett sind.


Bfi
Bfi
Preis: EUR 18,57

5.0 von 5 Sternen Rescued from oblivion: Ein verschollenes Meisterwerk feiert späte Veröffentlichung, 20. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Bfi (Audio CD)
Immer wieder sind es DJs und Sample-Diggers wie DJ Food, die vergessene oder unbekannte Acts durch unablässiges Suchen in den Tiefen der Flohmarktkisten dieser Welt zutage fördern.

So auch dieses Album: BFI von The Dragons (aufgenommen 1969-1970).
Lediglich ein Stück daraus war bislang veröffentlicht worden, auf einem obskuren Surf-Film Soundtrack.

Die drei Dragon-Brüder, mindestens einer von ihnen ist Insidern bekannt, durch Arbeiten mit The Beach Boys und Captain & Tenille, haben dieses Album zusammen mit Studio-Tüftler Donn Landee in den "off hours" des Sunwest Recording Studios, Hollywood an unzusammenhängenden Tagen der Jahre '69 bis '70 aufgenommen.

Der Sound ist seiner Zeit um einige Jahre voraus: wie man das Studio als Instrument benutzt, hatten die Beatles mit Sgt. Pepper ja bereits vorgemacht.... aber bei The Dragons haben diese Experimente den Gimmick- bzw. Novelty-Charakter bereits überschritten und es entsteht ein fetter, funky Sound, den andere Produktionen erst einige Jahre später erreichten.

Schon das tolle Cover zeigt, das auch in punkto Instrumentierung experimentiert wurde: obskure Percussion, Drums, Bass, sowie Rhodes, Hammond und Farfisa sind die Hauptinstrumente, zu denen noch div. Gastmusiker hinzukommen. Die Voicals sind vielleicht nicht der stärkste Punkt der Band (manchmal wünscht man sich mehr Instrumentals als nur die beiden vorhandenen), aber sie sind auch nicht wirklich schlecht.

Eine schwer fassbare Mischung aus Jazz und Rockelementen mit hohem Coolness-Faktor und fettem Groove.
Reinhören....Kaufen !

Und ein dickes Dankeschön an Ninja Tune, für diese wunderbare Ausgrabung !


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