Profil für iVermilion > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von iVermilion
Top-Rezensenten Rang: 73.677
Hilfreiche Bewertungen: 42

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
iVermilion

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern - E-Book inklusive
Die Luna-Chroniken, Band 1: Wie Monde so silbern - E-Book inklusive
von Marissa Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der gelungene Auftakt einer Sci-Fi-Märchenadaption!, 16. Januar 2014
Meine Meinung
Eine Science-Fiction-Märchenadaption? Warum nicht. Für Märchen habe ich schon seit jeher eine Schwäche und Sci-Fi bin ich auch nicht abgeneigt. Gut, Cinderella gehört wohl zu den meistadaptierten Märchen überhaupt, aber nachdem es so viele begeisterte Stimmen gab, wollte ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen.

Die Geschichte beginnt relativ flott und behält das Tempo im gesamten Verlauf auch bei – immer passiert etwas Neues, sodass es nicht langweilig wird. Auch die innovativen Ideen der Autorin gestalten die Geschichte um Cinder sehr frisch und machen Lust auf mehr – ich meine, die Welt, die Frau Meyer geschaffen hat, ist schon ziemlich interessant. Wir befinden uns in der Zukunft nach dem vierten Weltkrieg, inzwischen ist neben der Erde auch der Mond besiedelt (deshalb auch die „Luna“-Chroniken) und teilweise gibt es Republiken, teilweise aber auch Monarchien. Das asiatische Gebiet ist eine Monarchie – wer hätte das bei Cinderella gedacht – und natürlich spielt der Prinz eine große Rolle. Cinder ist im Gegensatz zu Prinz Kai aber kein „vollwertiger“ Mensch, denn große Teile ihres Körpers bestehen aus Metall und Silikon, Cinder ist ein Cyborg. Neben den Cyborgs gibt es auch noch Dienstroboter, die sogenannten Androiden. Was ich sehr spannend fand, ist, dass die Cyborgs sozusagen einem gewissen Rassismus unterworfen sind – im Sinne von, die Menschen sind zwar fertig mit dem Rassismus zwischen den Menschen, aber nicht mit dem Rassismus an sich – er hat sich nur auf die Cyborgs verlagert. Das aber nur so am Rande, als Punkt, der mir gut gefallen hat.

Weniger gut gefallen hat mir Cinders Verschlossenheit. Sie ist ein starker Charakter, auf jeden Fall. Schließlich ist sie die beste Mechanikerin in der ganzen Hauptstadt. Aber Stärke bedeutet in diesem Fall nicht Selbstbewusstsein, denn sie schämt sich für ihr Cyborg-Dasein und behält es möglichst für sich. Das fand ich einerseits sehr verständlich, andererseits hätte ich mir aber gewünscht, sie hätte es Prinz Kai früher gebeichtet. Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte, obwohl man den groben Handlungsstrang ja schon kennt, sehr gut gefallen, nachdem ich mich in der Welt eingefunden hatte. Prinz Kai ist ein toller Charakter und auch einige der Nebencharaktere konnte ich sofort in mein Herz schließen. Bei einigen war auch das Gegenteil der Fall, aber was wäre eine Märchenadaption ohne Bösewichte? In der Geschichte gibt es wahrlich genug von denen. Wobei ich mir hier vom zweiten Band erhoffe, dass vielleicht mehr Graustufen entstehen und die Charaktere sich noch weiter behaupten und entwickeln.
Was auch vielen Kitsch-Gegnern sicher gefallen würde, ist, dass der eigentliche Dreh- und Angelpunkt des Märchens - nämlich die Liebe zwischen Aschenputtel und dem Prinzen - hier absolut keinen Vorrang hat. Es ist mehr eine beständige Flirterei mit einem sehr überraschendem Ende.

Was bei diesem Buch übrigens nicht unerwähnt bleiben sollte und was mir das Lesen oftmals sehr versüßt hat, ist der Humor. Vor allem Cinder und Prinz Kai machen gerne mal Gebrauch von der Ironie und das sehr gekonnt. Nicht selten habe ich beim Lesen lachen müssen. Doch auch die stumpfen, auf den Punkt gebrachten Antworten einiger Androiden haben mich teilweise sehr amüsiert. Die Autorin hat das wirklich gut eingebracht und der Geschichte dadurch noch eine erfrischende Note verliehen.

Zu guter Letzt war ich sehr positiv überrascht, dass die Geschichte am Ende des Buchs nicht abgeschlossen war. Ich hatte geglaubt, dass jedes Buch zu einem Märchen gehört, was zwar auch der Fall ist, aber die Geschichten sind dennoch miteinander verwoben und ich freue mich schon auf den nächsten Band und die Entwicklung von Cinders Geschichte, die man hoffentlich weiterverfolgen kann.

Fazit
Insgesamt hat mich das Buch nicht vom Hocker gerissen, aber es hat mich wunderbar unterhalten und mir Lust auf den Verlauf in den Folgebänden gemacht. Neben vieler, mit Märchen-Elementen verknüpfter innovativer Ideen glänzt die Geschichte durch eine sympathische Protagonistin und den humorvollen Schreibstil. Empfehlen kann ich das Buch jedem, der Sci-Fi, sowie Märchenadaptionen mag, als auch Bücher mit einer schönen Prise Humor. „Wie Monde so silbern“ ist ein gelungener Auftakt, der neugierig auf die Fortsetzung macht und deshalb von mir 4 von 5 Sternen bekommt!


Das Haus auf der Blumeninsel: Roman
Das Haus auf der Blumeninsel: Roman
von Christiane Lind
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Traumhaft schöne Kulissen und eine tragische Generationengeschichte, 26. August 2013
Schon mit ihrem unter einem Pseudonym verfassten Jugendbuch „Im Land der Kaffeeblüten“ wusste Christiane Lind es, mich zu begeistern. Umso mehr habe ich mich gefreut, auch einen „Erwachsenenroman“ von ihr lesen zu können und ich wurde nicht enttäuscht.

Was mir an „Im Land der Kaffeeblüten“ unter anderem so gut gefallen hat, nämlich die unglaublich atmosphärische und bildhafte Darstellung, ist mir auch hier wieder begegnet. „Das Haus auf der Blumeninsel“ spielt teilweise in England, auf dem Land in einem Herrenhaus, und teilweise auf der portugiesischen Insel Madeira. Beide Orte hatte ich beim Lesen genaustens vor Augen, als wäre ich selbst da gewesen. Die Kulissen sind wirklich toll gewählt und außerordentlich gut beschrieben.
Anfangs hatte ich dennoch ein paar Schwierigkeiten. Was mir später sehr gut gefallen hat, war die Charaktervielfalt des Romans. Es handelt sich um eine Familiengeschichte über drei Generationen hinweg, von daher spielen viele Charaktere eine Rolle. Und zu Beginn tat ich mich etwas schwer mit dem Zuordnen und dem Auseinanderhalten – zumal kapitelweise auch aus anderen Perspektiven in anderen Zeiten geschrieben wird. Letztendlich habe ich für mich selbst einen Stammbaum aufgemalt, wodurch es viel besser wurde.

Die erwähnten Charaktere fand ich alle sehr interessant. Dreh- und Angelpunkt des Ganzen sind Laura und dessen Großtante Grace, die beide Charaktere der Gegenwart sind. Zudem wird auch aus der Perspektive von Grace als Kind erzählt. Weitere Perspektiven sind die Vorfahren Amelia und Emma, die beide sehr spannende und tragische Geschichten vorzuweisen haben. Allesamt waren mir die Charaktere sympathisch und ich habe nicht das übliche Phänomen zu berichten, das mich sonst bei vielen Perspektivwechseln ereilt – ich fand nicht eine Perspektive besonders interessant und eine andere gar nicht, nein, mich hat jede Perspektive gleichwertig unterhalten.

Kleine Kritikpunkte habe ich zu den Charakteren trotzdem. Teilweise hat mich die Schwarz-Weiß-Malerei in Bezug auf einen bestimmten Nebencharakter ziemlich gestört. Zwar trifft das nur auf diesen zu, aber da ich den Charakter trotz seiner Mängel interessant fand, hätte ich eine tiefgründigere Darstellung sehr interessant gefunden.
Außerdem fand ich es ein wenig unrealistisch, dass der Hauptcharakter Laura so schnell über ihren Ex-Mann hinwegkommt. „So schnell“ ist auch das Stichwort für das Ende des Buches – nicht die Auflösung war mir zu schnell, sondern die Entwicklung der Beziehung von Laura und Matthew, den sie auf Madeira kennenlernt. Meiner Meinung nach hätte das Ende auch gut ohne die eine überstürzte Handlung auskommen können.

Aber das sind wirklich nur kleine Mängel, die dem Großen und Ganzen kaum einen Abbruch tun. Ich habe das Buch sehr genossen, es ist durchgehend spannend und interessant und von der bildhaften Atmosphäre kann ich ohnehin nicht genug schwärmen. Abgesehen von der Atmosphäre kann die Autorin aber auch Emotionen sehr gut rüberbringen, was sicherlich am tollen Schreibstil liegt.

Fazit

„Das Haus auf der Blumeninsel“ ist ein toller Roman über ein Generationen übergreifendes Familiengeheimnis. Schon allein aufgrund des bildhaften und atmosphärischen Schreibstils lohnt sich die Lektüre, aber auch die Geschichten und Charaktere sind sehr spannend und interessant gezeichnet. Fans von Büchern im Stil von „Das Orchideenhaus“ von Lucinda Riley werden es lieben. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für diesen schönen Roman.


Die vierzig Geheimnisse der Liebe
Die vierzig Geheimnisse der Liebe
von Elif Shafak
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,90

36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spirituelle Reise über die Liebe, 7. März 2013
Meine Meinung
Schon seit langem wollte ich „Die vierzig Geheimnisse der Liebe“ lesen. Zum einen, weil meine Mutter so davon geschwärmt hat, zum anderen, weil das Buch von dem Mystiker Rumi handelt, den ich sehr faszinierend finde, und nicht zuletzt auch deswegen, weil ich mal sehen wollte, wie meine Namensvetterin so schreibt. Umso erfreuter war ich, als die deutsche Übersetzung erschien und ich es endlich lesen konnte.
Meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Zunächst einmal fiel mir der tolle Schreibstil auf. Elif Shafak schreibt sehr poetisch, wortgewandt und emotional. Nicht wenige Textabschnitte habe ich mir markiert, weil sie einfach zu schön waren, um sie direkt wieder zu vergessen.
Neben dem Schreibstil hat mir auch der Aufbau sehr gut gefallen. Das Buch ist gegliedert in 5 große Abschnitte, die jeweils in kurze Kapitel eingeteilt sind. Diese Kapitel werden immer aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Zum einen ist da Ella, die Protagonistin. Dann sind da aber auch noch die Personen in dem Buch, das sie liest. Als Erklärung: Ella ist Lektorin und bekommt ein Buch, das sie im Roman liest und das der Leser auch mit ihr mitliest (man könnte fast sagen, es ist eine „Buchception“ :-)). Jedenfalls wird der Roman, den Ella liest, auch aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der von einem Sufi namens Shams-e Tabrizi, Rumi, seiner Familie, einer Prostituierten, eines Säufers, eines Mörders.. es sind so viele Personen in zwei verschiedenen Zeitdimensionen vertreten, dass man durcheinander kommen könnte, wäre die Geschichte nicht so gut erzählt und verwoben. Mir hat die Charaktervielfalt unglaublich gut gefallen und ich fand jeden Blickwinkel sehr interessant, genauso wie die Handlung, die zwar nicht auf Spannung fokussiert war, aber trotzdem zu fesseln wusste.
Dennoch glaube ich nicht, dass das Buch ausnahmslos jedem gefallen würde. Es dreht sich natürlich viel um Religion, aber man muss nicht unbedingt religiös sein, um Gefallen daran zu finden. Jedoch sollte man ein gewisses Interesse an Mystik und Spiritualität und natürlich am Sufismus mitbringen, denn darum geht es grob betrachtet. Wenn man sich aber erst einmal auf das Buch eingelassen hat, reist man mit den Charakteren bis in die eigene Seele, wird friedlicher und nimmt vieles mit. So erging es mir jedenfalls. Das Buch geht mir nicht mehr aus dem Kopf und ich bewundere dieses Werk. Bewundere das Äußere, aber auch die Botschaft – jeder verdient Liebe, auch man selbst. Niemand sollte verurteilt werden, weil er anders aussieht, denkt oder ist. Und vor allem, hab Vertrauen. Ins Leben, in die Liebe. Lebe und nutze den Augenblick. Und viele kleine Botschaften mehr.

„Kann man die Liebe überhaupt verstehen, ohne zuerst ein Liebender gewesen zu sein?
Die Liebe lässt sich nicht erklären, nur erleben.
Die Liebe lässt sich nicht erklären, und doch erklärt sie alles.“ (S. 284)

Fazit
Dieses Buch empfehle ich jedem, der eine spirituelle Reise erleben möchte. Gepaart mit der poetischen Sprache und der Vielfalt an Charakteren war dieses Buch für mich ein einziger Genuss und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Fans von Paulo Coelho könnten auch Gefallen hieran finden, auch wenn ich finde, dass Elif Shafak etwas noch viel Größeres geschaffen hat, was sich nicht mit seinen Werken vergleichen lässt. Lediglich der Aspekt der Spiritualität ähnelt sich ein wenig, wobei dieser hier besser aufgearbeitet wird als es in Coelhos Büchern der Fall ist. Ich bin jedenfalls um viele Gedanken reicher und würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass mich das Buch prägen wird. Wie könnte ich dann anders, als uneingeschränkt 5 von 5 Sternen zu vergeben?


Sternen-Trilogie, Band 2: Sternensturm
Sternen-Trilogie, Band 2: Sternensturm
von Kim Winter
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine würdige Fortsetzung!, 17. Juni 2012
Schon der erste Band "Sternenschimmer" hat mir sehr, sehr gut gefallen und selbstredend konnte ich das Erscheinungsdatum des zweiten Teils kaum erwarten.

Nachdem ich dann endlich angefangen hatte, zu lesen, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Der erste Band war sehr ruhig und eventuell für einige deshalb langweilig, doch mir hatte das sehr gut gefallen. Im zweiten Band hingegen geht es rasanter zu, spannender, actionreicher und auch das hat mir wirklich gut gefallen, bis zum Ende hatte ich nur eine Ahnung und keine Gewissheit und wollte einfach nur lesen, lesen und lesen, um die Auflösung zu erfahren. Doch trotz der actionreicheren Handlung, versteht Kim Winter es, die Liebe zum Detail beizubehalten. Der Roman ist immer noch sehr emotional und auch kleinere Ereignisse, die die Charaktere erst richtig zum Leben erwecken, werden nicht außer Acht gelassen.

Genau deshalb sind mir ebendiese Charaktere beim zweiten Band sogar noch mehr ans Herz gewachsen. Ich konnte die Handlungen nachvollziehen, ich hatte immer deutlichere Bilder im Kopf, mit denen ich die Namen verband und auch die Entwicklungen waren sehr interessant zu erfahren.
Nun ist auch dieses Buch, wie der erste Band, zugegeben nicht gerade dünn. Bei höheren Seitenzahlen drängt sich mir immer die Befürchtung auf, dass die Geschichte zu langgezogen sein könnte, dass die Autorin oder der Autor zu viel schwafelt, dass die Handlung einfach nicht auf den Punkt kommen will. Diese Skepsis können vielleicht einige nachvollziehen, einige vielleicht auch nicht, bei mir besteht sie jedenfalls. Doch bei Sternensturm hatte ich diese Befürchtung nicht, da mir Sternenschimmer schon gezeigt hatte, dass Kim Winter alles andere als langweilige Geschichten schreibt. Die Seiten flogen auch diesmal nur so dahin, ich konnte gar nicht anders, als jede einzelne schnellstmöglich aufzusaugen. Dennoch hat mich anfangs eine Kleinigkeit gestört.

Natürlich ist Sternensturm ein Jugendbuch und dementsprechend sollte man auf Jugendsprache gefasst sein. Doch eine Horde an Frage- und Ausrufezeichen, sowie Großbuchstaben, um zu verdeutlichen, dass ein Charakter schreit... das sind für mich Dinge, die nicht nötig sind und gestört haben sie mich auch, da ich das in der geschriebenen Sprache einfach anders kenne. Das hat meinen Lesefluss teilweise ein bisschen zum Stocken gebracht und es wäre ohne diesen 'Stil' für mich schöner zu lesen gewesen. Dies gilt aber nicht nur für diesen Band, sondern auch für den Ersten. Nur ist mir das beim ersten Band nicht so stark aufgefallen.
Das ist jedoch auch mein einziger Kritikpunkt. Abgesehen davon war ich wirklich begeistert von der Fortsetzung und bin der Meinung, dass der Folgeband Sternenschimmer in nichts nachsteht.

Fazit
Sternensturm ist eine gebührende Fortsetzung des ersten Bands und glänzt mit mehr Action und Spannung. Wem der erste Band zu ereignislos gewesen ist, dem könnte der zweite durchaus besser gefallen. Doch auch all diejenigen, die gerade das Ruhige am ersten Band gemocht haben, werden hier nicht enttäuscht, da diese kleinen, friedlichen Momente weiterhin auftauchen.
Bis auf einen kleinen Mangel im Schreibstil hat mir Sternensturm äußerst gut gefallen. Deshalb gibt es von mir 4,5 von 5 Punkten und den großen Wunsch, dass der dritte Band nicht allzu lange auf sich warten lässt.


Geheimnisse des Himmels
Geheimnisse des Himmels
von Tanja Voosen
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend guter Auftakt einer Fantasyreihe und ein Debütroman, der mehr Aufmerksamkeit verdient hat, 11. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Geheimnisse des Himmels (Taschenbuch)
Ich war wirklich neugierig, wie das Buch wohl so ist und wurde keineswegs enttäuscht. Zugegebenermaßen hätte ich mir unter anderen Umständen das Buch wohl nicht zu Gemüte geführt, da ich inzwischen nur noch äußert selten etwas im Bereich Fantasy lese. Das liegt aber nicht daran, dass ich zu realistisch denke oder sonst etwas, im Gegenteil, ich finde Fantasiewelten sogar großartig, aber fast alles, was es in dem Bereich gibt, klingt schon irgendwie 'abgenutzt'. Vampire, Liebesgeschichten, Engel, was weiß ich. Und genau das ist der erste Pluspunkt dieser Geschichte. Tanja Voosen hat einer mir völlig unbekannte, neue Welt kreiert, die mich mehr als nur fasziniert hat. Ich bin gespannt, ob man im nächsten Teil mehr über diese Himmelsinseln erfährt.
Nun aber zu den Charakteren. Kaithlyn als Protagonistin ist äußerst sympathisch und menschlich. Ihre Handlungen, Reaktionen und Gefühle konnte ich durchgehend nachvollziehen. Zudem war sie stellenweise mal fast trotzig, mal sehr erwachsen, was sehr gut zu ihrem Alter passt. Wäre sie die ganze Zeit zu weise und bedacht gewesen, wäre das für ihre 15 Jahre ein bisschen unpassend gewesen, aber die Autorin hat diese Schwelle zum Erwachsenwerden wirklich gut dargestellt.
Auf die restlichen Charaktere werde ich nicht einzeln eingehen, aber es sei gesagt, dass jeder Charakter mir ans Herz gewachsen ist, auch wenn manche Handlungsweisen nicht immer nachvollziehbar waren. Dies liegt aber möglicherweise daran, dass das Ganze aus der Sicht Kaithlyns abläuft, und was sie nicht weiß, erfährt der Leser nun einmal auch nicht. So gesehen haben nahezu alle Charaktere etwas Geheimnisvolles an sich, was zu der gesamten Geschichte sehr gut passt.
Was die Handlung anbelangt, kann ich nur sagen, dass es wirklich durchgehend spannend ist. Man will bis zum Ende wissen, wie es weitergeht und wird nicht enttäuscht. Hierbei hätte ich mir nur gewünscht, dass die beiden Höhepunkte ein bisschen ausführlicher beschrieben worden wären. Es wirkte auf mich ein bisschen gehetzt, vor allem im Finale. Auch hier ist zwar alles wieder aus Kaithlyns Sicht und sie sieht natürlich nicht alles, was geschieht, aber vielleicht hätte man dort einen Perspektivenwechsel einbauen können, um das Geschehen noch ein bisschen näher zu bringen.
Positiv aufgefallen ist mir aber, dass keine Liebesgeschichte im Mittelpunkt steht, wie es in so vielen anderen Fantasy-Büchern der Fall ist. Nachdem ich die Charaktere kennengelernt habe, würde ich eine aufkeimende Liebe zwar auch begrüßen, aber in diesem Band steht die Freundschaft im Zentrum, was mir wirklich gut gefallen hat.
Als letztes sei gesagt, dass der Schreibstil der Autorin für einen Debütroman wirklich sehr flüssig ist und ganz und gar nicht unprofessionell oder ähnliches. Für das Genre und die Handlung ist der Schreibstil sehr passend und weder zu detailliert, noch zu allgemein.
Ein bisschen schade fand ich manche Fehler was Formatierung und Rechtschreibung angeht. Hier hätte der Verlag ein bisschen genauer lektorieren können, denn auch wenn kleine Fehlerchen eigentlich nicht so schlimm sind, bei einem Buch fallen sie trotzdem auf.

Das sind aber alles nur Kleinkariertheiten. Alles in allem bin ich froh, dieses Buch gelesen zu haben und empfehle es jedem weiter, den die Inhaltsangabe neugierig gemacht hat. Eine schöne Geschichte zum abschalten und genießen. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung!
Ich vergebe 4 von 5 Sternen. :)


Seite: 1