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BSC

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The Lord of the Rings Location Guidebook
The Lord of the Rings Location Guidebook
von Ian Brodie
  Taschenbuch

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Instantane Neuseelandsehnsuchtserweckung, 28. September 2004
Wenn man schon mal am anderen Ende der Welt ist, kann man auch gleich mal schauen, ob man von dort nicht auch nach Mittelerde kommt- dachte ich mir auf meiner Neuseelandreise, und erstand dieses Buch zwecks Drehortsuche.
Der Location Guide gibt nette Hintergrundinfos zu den Dreharbeiten und führt zu vielen Schauplätzen. Da die Drehorte in den meisten Fällen in Naturschutzgebieten liegen, wurden alle Kulissen und Bauten nach dem Dreh wieder entfernt, so dass außer der grandiosen Landschadt nichts an die Filme erinnert - sehr lobenswert.
Allerdings sind viele der beschriebenen Orte anhand der Wegbeschreibungen nicht wirklich gut zu finden. Brodie gibt zwar für fast alle Drehorte die GPS Daten an, aber wer kein GPS Gerät zur Hand hat (soll ja vorkommen), fühlt sich teilweise doch etwas alleingelassen von Äußerungen wie: "fahren Sie eine Weile, bis sie zu einem Schafgatter kommen" (wer schonmal in Neuseeland war wird wissen, dass Schafgatter dort wahrlich nicht als Wegmarke dienen können, es gibt einfach zu viele...)
Andererseits haben wir die meisten Orte (mit ein bisschen Glück) doch noch gefunden, und es lohnt sich wirklich, da viele dieser Stellen sehr abgelegen und wunderbar idyllisch sind - und zudem nicht in jedem Reiseführer verzeichnet, so dass man, wenn man etwas Glück hat -wirklich komplett für sich ist.
Fazit:
- Wer ein bißchen Neuseelandsehnsucht schüren will - kaufen (darauf achten, dass man genug Geld für ein Flugticket hat, sonst wird's gemein)
- Wer in Neuseeland Locations suchen will - kaufen, aber darauf achten, dass man ein GPS Gerät und /oder eine hohe Frustrationstoleranz hat
- Für alle anderen vielleicht ein ganz nettes Extra, aber verzichtbar.


Klinische Psychologie: Herausgegeben von Gudrun Sartory
Klinische Psychologie: Herausgegeben von Gudrun Sartory
von Gudrun Sartory
  Gebundene Ausgabe

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1A Prüfungsvorbereitung und perfekt für interessierte Laien, 28. September 2004
Ganz ehrlich; Klinische Psychologie war nicht gerade mein Lieblingsfach im Studium - zumindest nicht, bis ich dieses Buch in die Hände bekam. Zugegeben, es ist ein ganz schöner Wälzer, aber das darf einen Psychologiestudenten im Hauptstudium nicht mehr wirklich schrecken.
Äußerst positiv fand ich den sehr gut strukturierten Aufbau. So erfährt man über jede Störungskategorie die wichtigsten Theorien zur Entstehung ud Aufrechterhaltung sowie Interventionsansätze. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass nicht nur die derzeit aktuellen (meist verhaltenstherapeutischen) Ansätze dargelegt werden, sondern auch "klassische" Therapieformen (z.B. Pharmakotherapie, Psychoanalyse etc) einer kritischen Betrachtung unterzogen werden - eine wichtige Grundlage dafür, sich eine eigene Meinung bilden zu können.
Lobend hervorzuheben ist der flüssige Schreibstil, wichtige Fakten werden in Fallbeispielen illustriert - so erscheint einem das Lernen gar nicht als solches, sondern macht tatsächlich Spaß.
Das Buch empfiehlt sich übrigens nicht nur für Psychologiestudenten sondern auch für den interessierten Laien, da es so verständlich geschrieben ist, dass selbst etwas kompliziertere Sachverhalte ohne großes Vorwissen nachzuvollziehen sind.
Ein wirklich gutes Beispiel dafür, dass wissenschaftlicher Anspruch und gute Zugänglichkeit keine unvereinbaren Gegensätze darstellen.
Mit solchen Büchern macht Lernen wirklich Spaß.


Syberia 2
Syberia 2
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 41,94

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Locker an zwei Abenden durchgespielt, 28. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Syberia 2 (Computerspiel)
Als ich damals über den ersten Teil von Syberia stolperte war ich sehr begeistert - endlich mal wieder ein Spiel, in dem man etwas mehr leisten muss, als fiese Computergegner über den Haufen zu ballern. Wunderschöne Bilder, eine interessante und spannende Geschichte und von leicht bis mittelschwer variierende Rätsel.
Teil 2 schließt sich lückenlos daran an, sowohl was Geschichte als auch Spielprinzip angeht. Die Grafik ist noch wesentlich ausgefeilter und versetzt den Spieler mitten in die schneebedeckten Weiten Russlands, wo Kate Walker und Hans Voralberg mitsamt Oskar die letzte Etappe ihrer Reise nach Syberia antreten. Durch Hans Krankheit und seinen verzweifelten Wunsch, vor seinem Tod die letzten lebenden Mammuts zu sehen, nimmt die Geschichte zusehends düstere Züge an - kurzum, eine wunderbare Spielatmosphäre, die einen schnell gefangen nimmt.
Die Steuerung erfolgt ausschließlich über die Maus - also auch für einen Bewegungslegastheniker wie mich (die Krämpfe in den Fingern bekommt, wenn er Lara Croft auf der PC Tastatur vor einem unangenehmen Tod retten muss) durchaus zu bewältigen.
Da auch die Rätsel - wie bereits in Teil 1 - gut lösbar sind, sitzt man leicht den ganzen Abend vorm Computer - die Bilder sind so schön, die Geschichte so spannend, und das nächste Rätsel schon halb geknackt - wer wird denn da aufhören wollen?!
Einziger Wermutstropfen: es ist VIEL zu schnell durchgespielt...


Syberia 2
Syberia 2
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 41,94

26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Locker an zwei Abenden durchgespielt, 23. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Syberia 2 (Computerspiel)
Als ich damals über den ersten Teil von Syberia stolperte war ich sehr begeistert - endlich mal wieder ein Spiel, in dem man etwas mehr leisten muss, als fiese Computergegner über den Haufen zu ballern. Wunderschöne Bilder, eine interessante und spannende Geschichte und von leicht bis mittelschwer variierende Rätsel.
Teil 2 schließt sich lückenlos daran an, sowohl was Geschichte als auch Spielprinzip angeht. Die Grafik ist noch wesentlich ausgefeilter und versetzt den Spieler mitten in die schneebedeckten Weiten Russlands, wo Kate Walker und Hans Voralberg mitsamt Oskar die letzte Etappe ihrer Reise nach Syberia antreten. Durch Hans Krankheit und seinen verzweifelten Wunsch, vor seinem Tod die letzten lebenden Mammuts zu sehen, nimmt die Geschichte zusehends düstere Züge an - kurzum, eine wunderbare Spielatmosphäre, die einen schnell gefangen nimmt.

Die Steuerung erfolgt ausschließlich über die Maus - also auch für einen Bewegungslegastheniker wie mich (die Krämpfe in den Fingern bekommt, wenn er Lara Croft auf der PC Tastatur vor einem unangenehmen Tod retten muss) durchaus zu bewältigen.
Da auch die Rätsel - wie bereits in Teil 1 - gut lösbar sind, sitzt man leicht den ganzen Abend vorm Computer - die Bilder sind so schön, die Geschichte so spannend, und das nächste Rätsel schon halb geknackt - wer wird denn da aufhören wollen?!
Einziger Wermutstropfen: es ist VIEL zu schnell durchgespielt...


Klinische Psychologie: Herausgegeben von Gudrun Sartory
Klinische Psychologie: Herausgegeben von Gudrun Sartory
von Gudrun Sartory
  Gebundene Ausgabe

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1A Prüfungsvorbereitung und perfekt für interessierte Laien, 23. September 2004
Ganz ehrlich; Klinische Psychologie war nicht gerade mein Lieblingsfach im Studium - zumindest nicht, bis ich dieses Buch in die Hände bekam. Zugegeben, es ist ein ganz schöner Wälzer, aber das darf einen Psychologiestudenten im Hauptstudium nicht mehr wirklich schrecken.
Äußerst positiv fand ich den sehr gut strukturierten Aufbau. So erfährt man über jede Störungskategorie die wichtigsten Theorien zur Entstehung ud Aufrechterhaltung sowie Interventionsansätze. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass nicht nur die derzeit aktuellen (meist verhaltenstherapeutischen) Ansätze dargelegt werden, sondern auch "klassische" Therapieformen (z.B. Pharmakotherapie, Psychoanalyse etc) einer kritischen Betrachtung unterzogen werden - eine wichtige Grundlage dafür, sich eine eigene Meinung bilden zu können.
Lobend hervorzuheben ist der flüssige Schreibstil, wichtige Fakten werden in Fallbeispielen illustriert - so erscheint einem das Lernen gar nicht als solches, sondern macht tatsächlich Spaß.
Das Buch empfiehlt sich übrigens nicht nur für Psychologiestudenten sondern auch für den interessierten Laien, da es so verständlich geschrieben ist, dass selbst etwas kompliziertere Sachverhalte ohne großes Vorwissen nachzuvollziehen sind.
Ein wirklich gutes Beispiel dafür, dass wissenschaflticher Anspruch und gute Zugänglichkeit keine unvereinbaren Gegesätze darstellen. Mit solchen Büchern macht Lernen wirklich Spaß.


Zwei Frauen
Zwei Frauen
von Harry Mulisch
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...wer liebt hat Recht..., 22. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Zwei Frauen (Taschenbuch)
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich zunächst etwas skeptisch war, als ich das Buch in der Hand hielt. Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen, und das auch noch von einem männlichen Autor?
Gelesen habe ich es trotzdem - zum Glück, denn bereits nach wenigen Seiten wird klar, dass es hier weniger darum geht, auf den Zug "Sex sells und Bi-Sex erst recht" aufzuspringen, als darum, eine etwas ungewöhnliche aber aufrichtige Beziehung zu schildern. Zumindest für Laura und Sylvia ist dabei das Geschlecht vollkommen nebensächlich. Lauras gutsituierter Umwelt und ihrem geschiedenen Mann fällt es dagegen etwas schwerer, ihre neue Liebe zu akzeptieren.
Harry Mulisch macht dabei erfreulicherweise nicht den Fehler, sich in sensationellen Darstellungen von Lesbensex zu ergehen, und auch die Probleme gleichgeschlechtlicher Paare in der Öffentlichkeit oder die Konfrontation mit der eigenen Homosexualität sind hier kein Hauptthema. "Zwei Frauen" ist eine einfühlsame Erzählung über Beginn und Ende einer großen Liebe, die Grenzen zu sprengen versucht.
Auf Menschen, die sich mit der Auffassung anfreunden können, dass die große Liebe beliebigen Geschlechts sein kann wartet hier eine bittersüße Kostbarkeit.


Der Blumenkrieg
Der Blumenkrieg
von Tad Williams
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,95

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie, nur ein (1) Buch?!, 18. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Blumenkrieg (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch?!! Von Tad Williams?!! Mister Ich-brauche-mindestens-drei-Bände-um-mich-zu-entfalten-Williams??! Unglaublich.
Na, wenigstens verhindert das das Problem, dass man von Band eins total angefixt ist und dann die nächsten drei Jahre damit verbringt, auf die Nachfolger zu warten.
Und tatsächlich kann Tad auch in nur einem Buch sein Talent voll ausspielen (wie ja auch schon bei Tailchaser's Song wunderbar bewiesen).
Schauplatz der 800-seitigen jüngsten Williams Schöpfung ist Faery, die mythologische Feenwelt, der wir in irischen Sagen so oft begegnen. Und so wie sich unsere Welt seit den Tagen dieser Erzählungen verändert hat, ist auch das Feenreich nicht mehr ganz so, wie wir es uns romantisch-verklärt vorstellen - eine Erkenntnis, die auch der junge, sowohl in privatem als auch beruflichem Leben nur mäßig erfolgreiche Musiker Theo machen muss. Heimgesucht von einer wüstfluchenden Elfe, die so gar nicht zu den ätherischen Wesen unserer Sagen passen will, findet er durch eine Verkettung mehr oder weniger glücklicher Zufälle den Weg nach Faery - und stolpert mitten hinein in eine politische Intrige, in der er selber ganz offenbar ebenfalls eine Rolle spielt.
Tad Williams schafft es wieder ohne Probleme, mit Theo eine sehr glaubwürdige Hauptfigur zu erschaffen, die einem schon nach den ersten Seiten unglaublich sympathisch ist (ich würd den vom Fleck weg heiraten...). Da Theo die Feenwelt ebenso fremd ist wie dem geneigten Leser, steht man gewissermaßen direkt an seiner Seite, während er seinen Weg durch Faery geht - ein wunderbares Leseerlebnis.
Einen Stern Abzug gibt es lediglich für das etwas konstruiert wirkende Ende, was aber niemanden davon abhalten sollte, das Buch zu lesen, zumindest nicht, wenn man auf etwas ungewöhnlichere Fantasy steht (kleiner Tip an dieser Stelle: mal China Miéville antesten, eine Empfehlung von Tad Williams auf seiner letzten Lesereise. Ich möchte zaghaft spekulieren, dass er sich von der eigenwilligen Kreativität Chinas bei War of the Flowers nicht unwesentlich inspirieren ließ..)
Und nächstes Mal können es dann auch ruhig wieder ein paar Bände mehr sein :-)
Inwiefern die deutsche Übersetzung es schafft, den im Englischen so wunderbar wirkungsvollen botanischen Namen der Figuren gerecht zu werden weiß ich nicht - allerdings ist Tad Williams (im Gegensatz zu manch anderem Fantasy-Autoren) bisher immer gut übersetzt worden, wer sich also nicht mit irischem Slang und besagten botanischen Namen auseinandersetzen will, sollte zur deutschen Ausgabe greifen.


The War Of The Flowers
The War Of The Flowers
von Tad Williams
  Taschenbuch

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wie, nur ein (1) Buch?!, 18. September 2004
Rezension bezieht sich auf: The War Of The Flowers (Taschenbuch)
Ein Buch?!! Von Tad Williams?!! Mister Ich-brauche-mindestens-drei-Bände-um-mich-zu-entfalten-Williams??! Unglaublich.
Na, wenigstens verhindert das das Problem, dass man von Band eins total angefixt ist und dann die nächsten drei Jahre damit verbringt, auf die Nachfolger zu warten.
Und tatsächlich kann Tad auch in nur einem Buch sein Talent voll ausspielen (wie ja auch schon bei Tailchaser's Song wunderbar bewiesen).
Schauplatz der 800-seitigen jüngsten Williams Schöpfung ist Faery, die mythologische Feenwelt, der wir in irischen Sagen so oft begegnen. Und so wie sich unsere Welt seit den Tagen dieser Erzählungen verändert hat, ist auch das Feenreich nicht mehr ganz so, wie wir es uns romantisch-verklärt vorstellen - eine Erkenntnis, die auch der junge, sowohl in privatem als auch beruflichem Leben nur mäßig erfolgreiche Musiker Theo machen muss. Heimgesucht von einer wüstfluchenden Elfe, die so gar nicht zu den ätherischen Wesen unserer Sagen passen will, findet er durch eine Verkettung mehr oder weniger glücklicher Zufälle den Weg nach Faery - und stolpert mitten hinein in eine politische Intrige, in der er selber ganz offenbar ebenfalls eine Rolle spielt.
Tad Williams schafft es wieder ohne Probleme, mit Theo eine sehr glaubwürdige Hauptfigur zu erschaffen, die einem schon nach den ersten Seiten unglaublich sympathisch ist (ich würd den vom Fleck weg heiraten...). Da Theo die Feenwelt ebenso fremd ist wie dem geneigten Leser, steht man gewissermaßen direkt an seiner Seite, während er seinen Weg durch Faery geht - ein wunderbares Leseerlebnis.
Einen Stern Abzug gibt es lediglich für das etwas konstruiert wirkende Ende, was aber niemanden davon abhalten sollte, das Buch zu lesen, zumindest nicht, wenn man auf etwas ungewöhnlichere Fantasy steht (kleiner Tip an dieser Stelle: mal China Miéville antesten, eine Empfehlung von Tad Williams auf seiner letzten Lesereise. Ich möchte zaghaft spekulieren, dass er sich von der eigenwilligen Kreativität Chinas bei War of the Flowers nicht unwesentlich inspirieren ließ..)
Und nächstes Mal können es dann auch ruhig wieder ein paar Bände mehr sein :-)


Das Nachtvolk
Das Nachtvolk
von Bernhard Hennen
  Broschiert

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Das haben wir schon mal besser gesehen, 18. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Nachtvolk (Broschiert)
Es fällt mir ziemlich schwer, zu diesem Buch eine aussagefähige Kritik abzugeben...Ja, ich habe es durchgelesen, habe dafür auch nicht besonders lange gebraucht, fand es auch ganz unterhaltsam, aber trotzdem bin ich nicht sonderlich begeistert.
Schriftstellerisch sicherlich solide Handwerkskunst, auch die Idee ist ganz nett, aber es fehlt ein bißchen der mitreißende Faktor, der dazu beitragen könnte, dass dieses Buch sich im Gedächtnis festsetzt oder man es gar nochmal liest.
Die Charaktere (allen voran Volker) bleiben doch recht farblos und vor allem sehr vorhersehbar. Die geschilderte Liebesbeziehung hat zwar eine nette Besonderheit (die hier natürlich nicht verraten wird), aber auch daraus hätte man mehr machen können.
Größter Vorwurf meinerseits: bei der interessanten Grundidee und den durchaus zwischendurch mal ganz einfallsreichen Ansätzen hätte das Buch eigentlich wesentlich besser sein müssen...vielleicht hätten ein paar Seiten mehr den Charakteren mehr Raum zur persönlichen Entwicklung gegeben.
Fazit: Vielleicht ganz nett, um es zwischendurch mal zu lesen, aber nichts, was lange im Gedächntis bliebe.


American Gods: Roman
American Gods: Roman
von Neil Gaiman
  Gebundene Ausgabe

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Buch, schwache Übersetzung, 17. September 2004
Rezension bezieht sich auf: American Gods: Roman (Gebundene Ausgabe)
Weil ich nicht auf die deutsche Übersetzung warten wollte, habe ich "American Gods" im englischen Original gelesen - und war begeistert. Das lag mit Sicherheit zum großen Teil daran, dass ich mich früher begeistert allen möglichen Mythologien gewidmet habe und hier viele "alte Bekannte", teilweise in sehr neuer Gewandung wiedergetroffen habe. Egal ob nordische, karibische oder afrikanische Mytholgie: alles finden ihren Platz in Gaimans Amerika, und nebenbei erfährt auch der deutsche Leser noch etwas Neues über unseren guten alten Heinzelmann (erschreckend, dass ein englisch-amerikanischer Autor hier Aufklärung leisten muss...)
Mittendrin im Kampf der Gottheiten um das Überleben in dem Köpfen der Menschen: Shadow, ein sympathischer Held, der aber seinem Namen alle Ehre macht und immer eine mysteriöse, dunkle Seite erahnen lässt, die ebenso dem Leser wie ihm selber Rätsel aufgibt. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis und dem überraschenden Ableben seiner großen Liebe unter recht pikanten Umständen tritt er in den Dienst eines großen, eindrucksvollen Fremden. Und wenn Shadow schon eine leicht mysteriöse Seite hat, so ist Wednesday - so der Name des fremden Arbeitgebers - die dunkle Seite des Mondes. Er verfolgt mit Sicherheit ganz eigene Ziele, und Shadow scheint dabei eine nicht unwesentliche Rolle zu spielen - doch Wednesday lässt sich nicht in die Karten gucken.
Das alles zusammen ergibt eine spannende Reise durch verschiedenen Mythologien und durch Amerika, bei der Shadow schließlich auch noch einiges Neues über sich selber erfährt.
Wer phantastische Literatur im weiteren Sinne und einen amüsant-hintergründigen Erzählstil zu schätzen weiß, kann dieses Buch eigentlich nur lieben.
Dass das ganz offenbar nicht der Fall ist, kann ich mir nur durch die streckenweise sehr holprige deutsche Übersetzung erklären, die ich zufällig vor kurzem in die Hände bekam. Sie transportiert leider so gar nichts vom flüssigen, bildreichen Erzählstil Gaimans, so dass ich jedem nur empfehlen kann, das Buch auf Englisch zu lesen (denn dafür reichen ein einigermaßen solider Grundwortschatz und evt. ein gutes Wörterbuch völlig aus).


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