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Rezensionen verfasst von
Marcel Häseler "hellrider88" (Berlin)

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Set the World on Fire
Set the World on Fire

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Annihilator auf melodiöseren Pfaden, 19. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Set the World on Fire (Audio CD)
Mit dem dritten Album "Set the World on Fire" von 1993 standen schwerwiegende Veränderungen bei Annihilator an. Das fängt schon mit dem Line Up an. Neben Bandgründer Jeff Waters blieb nur Bassist Wayne Darley vom "Never, Neverland"-Album übrig, die zweite Gitarre bediente hier Neil Goldberg, an den Drums saß erstmals Mike Mangini (später wieder auf "All for You") und die Vocals steuerte der bis dato unbekannte Aaron Randall bei, der zwar melodiösere Töne anschlägt, dabei aber nicht minder angep**st klingt als seine zwei Vorgänger.

Der Thrash wurde etwas zurückgefahren, findet in Stücken wie "No Zone" und dem grenzenlos genial arrangierten "Brain Dance" genug Raum. Weitere Highlights sind das Titelstück mit seinem unwiderstehlichen Groove, die Ballade "Phoenix Rising" und das mit Wahnsinnshookline daherkommende "Knight jumps Queen" (super Text!). Generell ein sehr homogen wirkendes Album, zum Träumen aber auch zum abrocken bestens geeignet. Wer Brachialthrash wie auf "Alice in Hell" erwartet,wird jedoch enttäuscht sein.


Never,Neverland
Never,Neverland
Wird angeboten von MUSIC_ BY_ MAIL_ GERMANY
Preis: EUR 24,38

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Annihilator In Command!!!, 19. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Never,Neverland (Audio CD)
Mit dem Zweitwerk seiner Band Annihilator gelang Jeff Waters entgültig der Durchbruch. Und man kann hier tatsächlich noch von der "Band" Annihilator reden, denn neben Waters und Drummer Ray Hartmann gesellten sich diesmal Dave Scott Davis an der zweiten Gitarre, Wayne Darley am Bass und am Mikro ex-Omen Fronter Coburn Pharr dazu. Letzterer bildet den perfekten Übergang zwischen Randy Rampage's Gekeife auf dem Erstling und den sanfteren Tönen des Nachfolgers Aaron Randall.

Die Songs gehen etwas organisierter zu Werke als noch auf "Alice in Hell". Doch grade das ab und zu gemäßigte Tempo steigert die Intensität der Stücke noch weiter. Wer einmal zu "The Fun Palace" oder "Stonewall" geheadbangt hat oder zu Up-Tempo-Brechern wie "Imperiled Eyes" und vor allem "I am in Command" völlig ausgerastet ist, wird merken, dass hier entgültig Thrash-Geschichte geschrieben wurde. Wer Klassiker sammelt, braucht auch "Never, Neverland".


Alice in Hell
Alice in Hell
Wird angeboten von Medienvertrieb & Verlag
Preis: EUR 39,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Annihilators Debüt, 19. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Alice in Hell (Audio CD)
"Alice In Hell" von 1989 ist wohl das Vorzeigealbum der kanadischen Thrasher um Gitarrist Jeff Waters, vor allem durch den grandiosen Titelsong "Alison Hell". Waters' Erstschlag fällt dabei produktionstechnisch minimalistisch aus: eingespielt in Rekordzeit nur von ihm an Gitarre und Bass, Drummer Ray Hartmann und Sänger Randy Rampage mit seiner punkig angehauchten Freakstimme, die den Songs diesen bitterbösen Grundton verleiht.

Ging es bei "Crystal Ann" und "Alison Hell" noch eher in gemäßigtem Tempo voran, so sollte man sich spätestens bei den ersten Shred-Riffs von "W.T.Y.D.(Welcome to your Death)" fest anschnallen, denn ab jetz geht's Schlag auf Schlag! "Wicked Mystic", "Word Salad", "Burns like a Buzzsaw Blade", "Schizos 1 und 2", "Ligeia" (ja, es geht um Poe's Kurzgeschichte^^) und schließlich "Human Insecticide" legen dem Hörer allesamt erstmal den Scheitel neu, und zwar in teilweise wahnwitzigem Tempo, ein Thrashgewitter erster Klasse.

Bei aller Kritik, die Jeff Waters schon so einstecken musste, dieses Album ist und bleibt ein Meisterwerk.


Remains
Remains
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 19,50

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Essence Remains, 31. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Remains (Audio CD)
Das vielgescholtene sechste Studioalbum von Annihilator aus dem Jahre 1997. Von Jeff Waters im Alleingang eingespielt, und zu Unrecht hier noch ohne Rezension.

Mit "Remains" wagt sich Waters nach dem Speed Metal-Bollwerk "Refresh the Demon" an eine etwas elektronischere Variante seines Cocktails aus brachialem Donner-Geriffe, übermenschlichen Soli und kranken Breaks heran. Trotz moderner Elemente wie Flüstergesang, Drumcomputer (der nicht negativ auffällt) oder brutaler Distortion (bei "Human Remains") sind doch die Annihilator-Trademarks immer auszumachen. Musikalisch ist die übliche Abwechslung geboten, es gibt rüde Thrasher, psychedelisch angehauchte Industrial-Walzen und sogar eine recht klassische Ballade im Stile eines "Snake in the Grass" oder "In the Blood".

Textlich bietet Waters ebenfalls einen erstaunlichen Themenreichtum an, so wettert er in "Never" gegen Rassisten, liefert mit "Murder" die Standard-Weltherrschaftsnummer, lässt sich in "Sexecution" von seinen Trieben überrumpeln und im rabiaten "Reaction" geht es doch tatsächlich um Allergien.

Alles in Allem sollte jeder Annihilator-Fan mit diesem Album zufrieden sein, denn so weit wie manche Rezensenten es darstellen, hat sich Waters garnicht von seiner Thrash-Route abbringen lassen.

In diesem Sinne: "Murder the World!!!"


A Whole Lot of Nothing
A Whole Lot of Nothing
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 19,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Clawfinger's umstrittenes viertes Werk, 30. September 2005
Rezension bezieht sich auf: A Whole Lot of Nothing (Audio CD)
Nach fast vierjähriger Studio-Pause, die nur mit dem Remix-Album Two Sides gefüllt wurde, meldeten sich Clawfinger 2001 mit ihrem vierten Album zurück. Auf A whole Lot of Nothing, welches übrigens auch wieder von Jacob Hellner produziert wurde (wie die ersten beiden Alben), klingen Clawfinger wieder deutlich zugänglicher als auf dem teilweise sehr experimentellen, aber auch sehr reifen Clawfinger (1997), allerdings wurde der Sound auch etwas weicher gespült (von „Radiotauglichkeit“ will ich mal nicht sprechen, denn solche Musik hab ich noch nie im Radio gehört). So erklärt sich aber zumindest der große kommerzielle Erfolg, den die Band mit diesem Album vor allem in Deutschland erzielte. Der Grundgedanke der Songs ist aber immernoch der selbe: Knackige Nackenbrecher-Riffs gepaart mit fetter Rhythmussektion und rauen, hauptsächlich sozialkritischen Raps, wobei Sänger Zak Tell öfter die melodischere Schiene verfolgt, mehr „singt“, also an Songs wie Chances vom Vorgänger anknüpft.
Trotz aller Kritik der Die Hard-Metaller finden sich mit Two Steps away, Out to get me, Nothing going on, Burn in Hell oder Don’t look at me mehr brutale Kracher auf dem Album als auf allen drei Vorgängern zusammen (übertrieben gesprochen...). Daneben gibt es natürlich auch wieder einige etwas zähere Songs, wie das rumpelige Are you Man enough, das ruhige Simon says oder das krachige Confrontation, die aber keinesfalls in die Negativ-Ecke fallen, sondern nach einer Weile ordentlich zünden. Alle Songs durchzugehen macht wenig Sinn (auch wenn ich das schon fast getan habe), erwähnenswert ist aber auf jeden Fall noch Revenge, das nur von Beat-Samples getragen und nur durch die brutale Wortwahl jedem Hörer der nur etwas mitfühlen kann einen Schauer über den Rücken zu jagen vermag.
Fazit: Sehr straightes, teilweise musikalisch fast schon etwas zu simples Album, das aber immernoch den Geist der Rap Metal-Ursuppe von Anfang der 90er in sich trägt und jedem Fan dieses Genres zusagen sollte.


Clawfinger
Clawfinger
Preis: EUR 15,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigentlich viereinhalb Sterne..., 30. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Clawfinger (Audio CD)
Nach den beiden mit durchschlagendem Erfolg belohnten Alben Deaf Dumb Blind (1993) und Use your Brain (1995) wagten die Claws mit ihrem selbstbetitelten Drittwerk 1997 den nächsten Schritt. Soviel vorweg, dieses Album ist deutlich schwerere Kost als die beiden Vorgänger. Produziert wurde das Album diesmal nicht mit Jacob Hellner, sondern mit Peter Reardon, der der Band einen teilweise ziemlich krachigen Noise-Sound verpasst hat. Songschreiberisch zeigt sich die Band deutlich gereift, entfernt sich öfter mal von ihrem gängigen Song-Aufbau und verfällt bisweilen in sehr gewöhnungsbedürftige Experimente (I can see them coming, Crazy). Daneben stehen jedoch Meisterwerke wie der mit arabischen Samples versetzte und brilliant aufgebaute, schleppende Opener Two Sides, der typische Clawfinger-Brecher Hold your Head up, der Über-Klassiker Biggest & The Best oder das perfekt zwischen Melodie und Riffs ausbalancierte Chances. Leider haben sich auch einige Songs eingeschlichen, die nicht vollends überzeugen können (Wrong State of Mind, Nobody knows), aber das kennt man ja von den Claws mittlerweile. Textlich zeigen sich Zak Tell und seine Mannen kritisch und wütend wie immer, besonders das Thema Religion und das Schindluder, das mit ihr getrieben wird, hat es ihnen aber anscheinend angetan.
Sicher, der Sound ist manchmal etwas gewöhnungsbedürftig, aber insgesamt ist Clawfinger das reifste und facettenreichste Werk der Schweden und Norweger. Fans können bedenkenlos zugreifen, Neulingen empfehle ich aber zunächst eines der anderen, etwas leichter zugänglichen Alben.


Use Your Brain
Use Your Brain

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Clawfinger die 2te: Spiel, Satz & Sieg!!!, 30. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Use Your Brain (Audio CD)
Nach dem 93er Debut-Erfolg Deaf Dumb Blind legten die Claws 1995 mit Use your Brain nach. Zu den Haupt-Claws Zak Tell (Vocals), Erlend Ottem (Gitarre), Bård Torstensen (Gitarre) und Jocke Skog (Keyboards) gesellten sich erneut Bassist André Skaug und diesmal Drummer Ricard Nettermalm. Dann ging es wieder in das Decibel Studio zu Jacob Hellner und die 12 neuen Songs attestieren vor allem eins: Clawfinger sind sauer. Brecher wie Power, Pay the Bill, It, das obligatorische antirassistische Statement What are you afraid of oder das zähe Pin me down zeigen mit düsteren und mächtigen Riffs die Zähne, Tell’s Raps klingen ebenfalls aggressiver als auf dem Erstling. Weiterer Höhepunkt ist das dank Gastsänger Frank Wadlin sehr melodiöse Undone.
Allerdings gibt es auch einige Kritikpunkte: Die Refrains fallen manchmal etwas ab und langweilen durch zu häufige Wiederholungen und einige (musikalische) Füller sind auch dabei (Wipe my Ass, Back to the Basics), die Texte gehen jedoch durchweg in Ordnung, so wettert Zak in Back to the Basics gegen den Schönheitswahn:“High Heels, tight Skirts, the Rest of all your Plastic – I’m telling you, it’s making you looking even more spastic.“
Mit dem erstaunlich positiven Tomorrow, dem Über-Hit Do what I say und Pin me down gibt es auch 3 Videos bzw. Singles zu dem Album, die dem 2004er ReRelease neben 3 experimentellen bis sehr guten Bonus Tracks beigefügt sind. Der Sound klingt etwas heller, krachiger und kühler als auf dem Vorgänger, passt dabei aber bestens zum Songmaterial.
Also, ein gelungener Zweitschlag für die skandinavischen Rap Metaller.


Deaf Dumb Blind
Deaf Dumb Blind
Preis: EUR 15,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Clawfinger's Erstschlag, 21. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Deaf Dumb Blind (Audio CD)
Im Jahre 1993 trat nach solch puristisch-wilden Crossover-Bands wie Rage Against The Machine oder Dog Eat Dog eine ganz neue Art von Crossover-Act aus Schweden und Norwegen ans Licht der Musikwelt. Sie gab einen Dreck auf Rage Against The Machine's Technikhass (im Booklet von Deaf Dumb Blind heißt es stolz:„This Album is loaded with Samples, Loops and No-Guitar-Amps.") und setzte nicht wie Dog Eat Dog auf massiven Old-School-Rap, sondern auf einen einzelnen prägnanten Rapper namens Zak Tell, sowie einen ultrafetten Bass-Sound made by André Skaug (noch vor KoRn) mit destruktiven Riff-Attacken aus den Saiten von Bård Torstensen und Erlend Ottem, sowie fetten Drums (Morten Skaug) und Samples (Keyboarder Jocke Skog), und damit verdienen Clawfinger in meinen Augen als einzige Band überhaupt den Titel „Rap Metal" oder müssen wenigstens als Vorläufer solcher Bands wie Limp Bizkit oder Linkin Park angesehen werden.
Das hier vorliegende 93er Debutalbum wurde von Jacob Hellner in den Decibel Studios produziert, der sich später auch Rammstein annahm. Ich würde schonmal im Vorraus empfehlen, sich dieses Album als erstes Clawfinger-Werk zuzulegen, denn es ist trotz aller oben benutzter Superlative das „softeste" der Skandinavier. Nicht umsonst war das antirassistische Nigger ein internationaler Hit, wobei Rassismuss immer ein Lieblingsthema der Band bleiben wird. Daneben finden sich doch erstaunlich viele Klassiker unter den 10 Songs, so zum Beispiel das mit Rammstein/ Sehnsucht-Groove ausgestatte Rosegrove, das langsam Fahrt aufnehmende Warfair, die bewegende Selbstmord-Schilderung Catch me, der ironisch gemeinte High-Speed-Titel Wonderful World und natürlich der Wutbatzen The Truth, einer der besten Claw-Songs ever.
Also eine klare Kaufempfehlung für Leute die nichts gegen Rap mit Metal gepaart haben (zum Beispiel Faith No More-Fans) und zuviel vom ewigen New Metal-Selbstmitleid haben und ordentlich auf's Maul geben wollen ;-)


St. Anger (CD + DVD)
St. Anger (CD + DVD)
Wird angeboten von Medienvertrieb & Verlag
Preis: EUR 17,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen St. Anger: Meistdiskutiertes Album aller Zeiten, 21. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: St. Anger (CD + DVD) (Audio CD)
Ich werde es kurz machen: Ich besitze sämtliche Metallica-Alben, habe also durchaus ein Ohr für die Veränderungen, die diese Band seit 1983 durchgemacht hat und ich mag sie in allen ihren Phasen, seien es die Thrash-Klassiker der 80er, die Heavy Metal-Walzen der 90er, die experimentellen Alben "Garage Inc." (Coveralbum) und "S&M" (Orchestral) oder eben jetzt dieser Brecher namens St. Anger.
Grundsätzlich ist auch dieses Album in meinen Augen Thrash Metal, da mir nicht bekannt wäre, dass sich Thrash nur über die Soli definiert. Die Riffs knallen ohne Umschweife direkt auf die 12, Hetfield's Stimme wird über die Jahre immer ausdrucksstärker und kräftiger, und ich finde es vermessen zu sagen, dass die Band es verlernt hat Songs zu schreiben, denn die Arrangements sind alles andere als langweilig oder einfallslos. Selbst gegen den rumpeligen Sound habe ich nichts auszusetzen, denn er steht dem Album gut zu Gesicht und klingt dabei nicht wie bei "...and Justice for All" kraftlos, sondern ordentlich druckvoll.
Vielleicht hängt es mit meiner Vorliebe für kontroverse Bands zusammen (Stichwort: Faith No More), aber ich schreibe diese Band auf keinen Fall ab, was ich nie getan habe, obwohl ich nicht zu den beinharten 'Tallica-Fans gehöre, und bin gespannt was uns 2006 erwartet...
Anspieltipps:
- Some Kind of Monster
- Frantic
- St. Anger
- My World
ROCK ON!!!!


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