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Rezensionen verfasst von
A.S. (Germany)

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Strangers Again
Strangers Again
Preis: EUR 22,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Strangers Again, 14. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Strangers Again (Audio CD)
Hervorragend produziertes Studioalbum, das Duette mit sehr unterschiedlichen Sängern in verschiedensten Stilen vereint. Alle Songs sind sehr sorgfältig und einfallsreich arrangiert und fügen sich trotz unterschiedlicher Genres gut in den Gesamtkontext ein. Der Klang ist ausgewogen, insgesamt warm und weich, ohne Brillanz vermissen zu lassen.

Judy Collins hat nie besser gesungen als auf diesem Album. Ihre Stimme hat über die Jahre an Wärme und Tiefe gewonnen und vermittelt eine emotionale Reife, die eine junge Sängerin so wohl nicht transportieren könnte.
Ihr Gesang ist entspannter als auf einigen früheren Alben und sie probiert neue Wege im Umgang mit ihrer Stimme aus. Sie trifft hier einige sehr tiefe Töne und arbeitet nun auch öfter mit dem Bereich ihrer Stimme, der ihrer Sprechstimme entspricht, welche um einiges tiefer ist als ihre ausgebildete Singstimme. Ihrer Gesangsdarbietung verleiht dieses Spiel mit den unterschiedlichen Stimmlagen einen natürlichen Charakter - insgesamt abwechslungsreich und immer angenehm im Ohr.

Die jeweiligen Sänger passen perfekt zu den ausgewählten Songs.
"When I Go" im Duett mit Willie Nelson ist ein eindrucksvoller Song, der sich dem Thema Tod widmet. Collins und Nelson sind ungefähr im gleichen Alter und ihre Stimmen harmonieren wunderbar miteinander. Es ist bewegend, wie diese beiden nicht mehr ganz jungen Interpreten sich emotional mit der Thematik auseinandersetzen.
"From Grace", von und mit Thomas Dybdahl, hat eine schillernde rhythmische Textur und der Song verleiht dem Album dadurch einen ganz besonderen Akzent. "Races", von und mit Glen Hansard, ist ein sehr passender Song um ein Album abzuschließen und Judy Collins trifft die Emotionen des Texts sehr gut, der Bescheidenheit und Besinnung auf die wesentlichen Dinge feiern will.

Wir erleben hier eine vitale, emotional offene Künstlerin und eine Stimme, die stets warm und zugänglich ist.

Judys Interpretation von Cohens "Hallelujah" ist natürlich besonders zu erwähnen. Schließlich ist ihre eigene Karriere in besonderem Maße mit der von Leonard Cohen verwoben; die beiden verbindet eine lange gemeinsame Geschichte.
Judy Collins orientiert sich hier mehr an Cohens eigener Version als an den prägenden populären Coverversionen von John Cale und Jeff Buckley. Bhi Bhiman stellt hier mit feurigem, intensivem Gesang den Gegenpol dar, während Judy das Hallelujah mit einer angenehmen Abgeklärtheit singt - im Wissen um die göttliche Komödie, ohne jedoch in Zynismus abzugleiten. Am Ende strahlt das Hallelujah klar und aufrichtig.


Ena Fili
Ena Fili
Preis: EUR 1,29

5.0 von 5 Sternen "Ein Kuss", 5. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ena Fili (MP3-Download)
Ihre erste Single für die Plattenfirma "Heaven" ist ein vielversprechender Beginn einer neuen Phase in Haris Alexious Karriere.
Komponiert wurde das Stück von dem Singer/Songwriter Rous, der auch Backgroundvocals beisteuert. Der Song ist musikalisch sanfter und melodiöser als die Art von Rock mit Hip Hop und Blues-Akzenten für die Rous bekannt ist.

"Ena Fili" fügt sich perfekt in Haris Alexious sehr vielseitiges musikalisches Schaffen ein, wobei mit dieser modernen Ballade direkt an die Arbeit der letzten Jahre angeknüpft wird. (Das letzte Album "I Tripla" war bereits rockiger und bezüglich der Arrangements abenteuerlustiger als man von einer seit Jahrzehnten etablierten Musikgröße erwarten mag.) Es weht also ein frischer Wind.

Der Text ist sehr schön: Sich der Kürze des Lebens schmerzlich bewusst, ist es die Sehnsucht nach einem Kuss und die Möglichkeit der Erfüllung dieser Sehnsucht, die einen den Schmerz des Unvermeidlichen überwinden lässt.


Bohemian
Bohemian
Wird angeboten von CENTRO MUSICA
Preis: EUR 15,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bohemian, 10. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Bohemian (Audio CD)
Die hochwertige, luxuriös anmutende Verpackung deutet schon an, dass es sich bei Bohemian nicht um eine rudimentär produzierte Folk-Platte handelt. Vielmehr lässt sich das neue Album in Anlehnung an die eher orchestralen bisherigen Werke der Künstlerin betrachten - eine umfassende Rückkehr zu den Anfängen findet sich hier also nicht. Dennoch handelt es sich um ein recht vielseitiges Werk, in dem auch Folklore durchaus ihren Platz hat: Woody Guthries "Pastures Of Plenty" hätte man sich auch schon sehr gut auf Judys frühesten Platten vorstellen können. Hier zeigt sie, dass sie nichts von ihrem Gespür für die Darbietung musikalisch einfacher und politisch kraftvoller Songs verloren hat.

Thematisch und emotional handelt es sich bei Bohemian um eine Sammlung sehr bewegender Lieder, wobei insbesondere ihre selbstverfassten Stücke hervorstechen. In "In The Twilight" blickt Judy auf die Lebensgeschichte ihrer kürzlich verstorbenen Mutter zurück, "Wings of Angels" thematisiert den Verlust ihres Sohnes Clark - musikalisch erinnert dieses Stück an ihren Klassiker "Albatross", während "In The Twilight" wie auch das ebenfalls neue Stück "Big Sur" an ihre Kompositionen auf dem Album "True Stories and Other Dreams" erinnern.

Der erste Song des Albums, "Morocco" unterscheidet sich von Judys früheren Stücken deutlich. Insbesondere aufgrund der Vokalharmonien der Gruppe Olabelle wird hier eine sehr mysteriöse, spirituelle Stimmung erzeugt. Die Melodie ist recht einfach gehalten und dabei wunderschön.

Mit "The Desperate Ones" erweist sich Judy Collins erneut als großartige Interpretin der Stücke Jacques Brels. Dieses Stück wie auch das traditionelle "All The Pretty Horses" erinnern deutlich an jene Phase ihres Schaffens, in der sie mit dem Arrangeur Joshua Rifkin so zeitlose Alben wie "Wildflowers" und "In My Life" aufnahm.

Stimmlich zeigt Judy Collins eine emotional wirkungsvolle Tiefe und Wärme in den tieferen und mittleren Lagen, während die hohen Tonlagen, gewohnt klar und hell, bisweilen fast ein wenig zu dominant aus dem Klangbild hervorstechen - aber dieser Eindruck mag auch auf meine Lautsprecher oder ein etwas höhenempfindliches Ohr zurückzuführen sein. Wobei auch gesagt werden muss, dass Judy Collins ihre Stimme doch recht vielseitig einsetzt und man daher auch wenig Grund zur Beschwerde finden wird, wenn man die ein oder andere Lage ihres Stimmumfangs nicht allzu sehr mag.

Hinsichtlich der Produktion hätte ich mitunter etwas weniger Hall schöner gefunden, unter dem hier zuweilen die Verständlichkeit der Texte etwas leidet, aber das ist als rein persönliche Präferenz zu betrachten. Ihr recht aktuelles Album "J. C. sings Lennon & McCartney" fand ich in dieser Hinsicht angenehmer produziert und abgemischt, weil Judys Stimme dort noch präsenter in der Abmischung
und stets klar von den Instrumental-Tracks abgegrenzt war. Das heißt nicht, dass "Bohemian" schlecht klingen würde - es hat lediglich einen etwas anderen klanglichen Charakter, den andere Hörer vielleicht sogar angenehmer finden. Alles in allem würde ich den Klang des Albums als reichhaltig und durchaus warm bezeichnen.
Für mich ist das Album ein würdiger Nachfolger des sehr starken Albums "Paradise" - es ist insgesamt orchestraler angelegt, aber ebenso schön und aufgrund der sehr persönlichen Songs vielleicht sogar noch ein wenig bewegender.


Alle Anderen
Alle Anderen
DVD ~ Birgit Minichmayr
Preis: EUR 7,99

25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grausamkeit und Trost der genauen Beobachtung, 8. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Alle Anderen (DVD)
Wie schon in ihrem grandiosen Erstling "Der Wald vor lauter Bäumen" demonstriert Maren Ade eine beeindruckende Präzision in der Beobachtung und Offenlegung menschlicher Verhaltensmuster in der Interaktion mit Anderen.
"Alle Anderen" ist zum Glück sonniger geraten als der Vorgänger - schließlich geht es hier auch nicht um eine in unentrinnbarer Isolation gefangene Einzelperson, sondern um ein auf den ersten Blick sympathisches, gut miteinander harmonierendes Paar.

Die Rollen in dieser Paarkonstellation sind immer im Wandel und auch die Sympathien, die man als Zuschauer hegt, tendieren mal zur einen und mal zur anderen Seite.
Wirkt Gitti (Minichmayer) anfangs vielleicht ein wenig zu laut, raubeinig und selbstsicher, offenbaren sich im Laufe der Geschichte ganz andere Seiten an ihr und man schließt sie recht schnell ins Herz.

Chris (Eidinger) ist zu Beginn die stille, sensible Schönheit - was in Verbindung mit der burschikosen Gitti einer interessanten Umkehrung der klassischen Geschlechterrollen gleichkommt. Alsbald legt der scheinbar so nette Chris jedoch manchmal eine abweisende Kälte an den Tag und man sieht ihn in einem ganz anderen Licht. So sehr unterscheidet sich der "neue",aufgeklärte Mann manchmal gar nicht vom Macho und Patriarchen alter Schule.

Bei vielen Szenen wird sich der Zuschauer denken: "Ja, genauso ist es!", "Diese Situation habe ich genauso erlebt!". Gerade im Zusammentreffen mit dem anderen Pärchen offenbart sich vieles über unsere Art der Kommunikation und auch über unsere allgemeinen Wertvorstellungen, die uns manchmal selbst dann im Griff haben, wenn wir uns eigentlich für unkonventionell halten.
Darin liegt der Trost des Films: dass es einem nicht nur selbst manchmal alles so ritualisiert und vorgezeichnet vorkommt. Kommunikation ist eben doch ein Minenfeld, das den Anderen auch nicht immer so mühelos gelingt.

Was der Film auch sehr schön zeigt: Manchmal gibt es einfach kein "richtig" mehr. Manchmal ist eine Situation so verfahren, eine Beziehung durch einen Fehler oder Streit so vergiftet, dass jedes Wort verletzt - das gesprochene, das unausgesprochene, das tröstlich gemeinte wie das anklagende.
Bleibt die Frage: Ist jede längerfristige zwischenmenschliche Beziehung zum Scheitern verurteilt? Der Film beantwortet diese Frage trotz aller Konflikte seiner Charaktere nicht mit einem eindeutigen Nein, was ja durchaus tröstlich ist.
Ein lehrreicher, erhellender Film. Abgerundet wird die DVD-Ausgabe mit einigen schönen Extras (Interviews/ Audiokommentar / Outtakes und mehr) und einem ebenfalls schönen Photo-Booklet. Kurz und knapp: Ich liebe diesen Film und empfehle ihn guten Gewissens auch allen anderen.


Yakiimo
Yakiimo
Preis: EUR 12,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumwandlerisch und dennoch erdig, 23. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Yakiimo (Audio CD)
Simone White's Album Yakiimo zeichnet sich unter anderem durch eine homogene Produktion und ein durchgängig harmonisches Klangbild aus - also ein Album aus einem Guss, was der Atmosphäre und den Geschichten sehr gut.
White's Stimme ist präsent abgemischt, ohne jedoch zu dominant über der Instrumentierung zu schweben - so kann man gut den Texten folgen und hat einen angenehm frischen, klaren Klang, dem es dennoch nicht an Wärme mangelt.
Für mich persönlich eine der am besten abgemischten Platten seit langem (Jennifer Warnes' "The Well" von 2001 wäre da beispielsweise eine Referenz).

Stilistisch ist das Album von deutlichen Country-Einflüssen geprägt, aber damit ist ausschließlich die erdige, bluesverwandte Variante der Country-Musik gemeint.
Ein Beispiel ist hier der Song "Victoria Anne". Aber auch klassische Popmotive finden sich auf dem Album wieder - wie etwa in dem Song "Olivia". In Simone White's Darbietung bekommt alles einen angenehm leichten, aber nie zu leichten Charakter. Ich würde das Klangbild und die Atmosphäre als lichtdurchflutet bezeichnen.

Textlich lies sich White von Kindheitserinnerungen leiten. Inhaltlich ist das Album also nostalgisch - an manchen Stellen von Unschuld und Freude, an anderen von Melancholie geprägt.
Fazit: Für mich eines der schönsten Hörerlebnisse in letzter Zeit.


Beauty & Crime
Beauty & Crime
Preis: EUR 12,73

26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reife Leistung, 2. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Beauty & Crime (Audio CD)
Das neue Album der Vega knüpft doch tatsächlich an alte Großtaten an. Nicht dass das jetzt eine Riesenüberraschung wäre, liefert sie doch eigentlich immer gewohnt hohe Qualität. Aber hier gelingt ihr tatsächlich in bisher unerreichtem Maße eine Art Synthese der sehr unterschiedlichen Stile ihrer beiden wohl bedeutendsten und einflußreichsten Werke "Solitude Standing" und "99.9 F".

Während das vorletzte "Nine Objects of Desire" noch sehr nah am Sound von "99.9" war und sie auf dem folgenden "Songs in Red and Gray" wieder eine behutsame Rückkehr zu ihren Wurzeln vollzog, so kombiniert sie hier das Beste aus beiden Welten.

Der Opener "Zephyr and I" gehört zum musikalisch Beschwingtesten und Fröhlichsten, was Suzanne bisher hervorgebracht hat und stellt in sich schon eine Synthese vom jazzigen frühen Sound und der elektronischen Experimentierfreude späterer Tage dar.

Mit "Ludlow Street" folgt dann gleich ein absoluter Höhepunkt- eine so verträumt schwebende und dabei dennoch außerordentlich kraftvoll treibende Melodie hat sie seit "Solitude Standing" nicht mehr präsentiert. Der Song kann es locker mit ihrem Hit "Luka" aufnehmen, sowohl in musikalischer wie auch in textlicher Hinsicht.

Das gesamte Album wirkt schon beim ersten Hören angenehm vertraut. Manches (das lateinamerikanisch groovende "Pornographer's Dream") hätte man sich auch schon ausgezeichnet auf "9 Objects" vorstellen können. Anderes (Frank & Ava, Unbound) knüpft an die rauhere, experimentelle Atmosphäre von 99.9 an.

Dabei ist der Sound insgesamt erfreulich direkt und unveredelt. Während auf "Songs in Red and Gray" die Geigen und der weite Hall vielleicht doch manchmal etwas Überhand nahmen, so ist Suzannes Stimme hier meist ganz nah am Ohr des Hörers, nicht von Halleffekten verfremdet.

Und auch die Instrumentierung ist wieder deutlich spröder und auch moderner. In Sachen Coolness und Lässigkeit knüpft sie damit an "99.9" an. Und diesmal hat sie auch die schönen, elegischen Melodien ihrer frühen Jahre nicht vergessen.


Colors of the Day
Colors of the Day

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft, 15. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Colors of the Day (Audio CD)
„Colors Of The Day" ist ein treffender Titel für diese Zusammenstellung wunderschöner Lieder. Diese Zeile stammt aus dem Song „Albatross", einem der ersten selbstverfaßten Stücke von Judy Collins, einem Höhepunkt dieser Sammlung. Es handelt sich hier um eine Retrospektive eines besonderen Abschnitts in Judys Karriere: Die 4 Alben, die zwischen 1966 und 1970 in Zusammenarbeit mit den Produzenten David Anderle und Mark Abramson entstanden. Bereits mit „Who Knows Where The Time Goes" fand eine Weiterentwicklung der einfachen Folksongs der früheren Alben statt, die mit „Whales And Nightingales" 1970 ihre Vollendung fand.
In dieser Zeit entdeckte Judy ihre Vorliebe für Jaques Brel, dessen „Sons Of" hier vertreten ist. Ein weiterer Komponist, den Judy in dieser Zeit gern interpretierte, war Leonard Cohen, dessen „Suzanne" in ihrer Interpretation Cohens Original in nichts nachsteht. Die Stücke der verschiedenen Alben sind hier sehr gelungen zusammengestellt. Es ergibt sich ein harmonischer Gesamteindruck dieser Schaffensperiode, die sich durch ungewöhnliche, komplexe Arrangements und Kompositionen auszeichnet, die einen Bogen von moderner Folklore zum klassischen Lied spannen.


Forever-Anthology
Forever-Anthology
Wird angeboten von dutchtoni
Preis: EUR 47,14

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerreichbar, 13. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Forever-Anthology (Audio CD)
Als Judy Collins in den 60er Jahren ihre ersten Alben aufnahm, war sie die ultimative Protestsängerin. Im Laufe ihrer Karriere durchlief ihr musikalisches Schaffen allerdings mehrere Metamorphosen. Die Arrangements ihrer Lieder wurden zunehmend komplexer und gesanglich entfernte Judy sich von der resoluten Tiefe, mit der sie zunächst ihre Lieder vortrug, zugunsten eines schwerelosen Soprans, der ihre späteren Aufnahmen prägte.
Die vorliegende Kollektion verbindet diese beiden sehr unterschiedlichen Phasen und die Entwicklungsstufen dazwischen in vorbildlicher Weise. Es gelingt, eine Verbindung zwischen den rauhen frühen Stücken und den späteren orchestralen Balladen herzustellen. Gerade die neueren Stücke zeigen, daß Collins nichts von ihrem politischen und sozialen Engagement verloren hat. Wenn man sich nie so richtig für ihr späteres Werk begeistern konnte und immer die Kraft der frühen Alben vermißte, dürften die Songs „Walls", „Nothing Lasts Forever" und „The Fallow Way" eine versöhnende Wirkung haben. Welche musikalische Phase man auch bevorzugen mag, man wird von dieser Kollektion nicht enttäuscht sein. Hervorzuheben sind auch die hervorragende Klangqualität, die schöne Gestaltung und ein informativer Bericht von Judy Collins selbst, in dem sie ihre musikalische Karriere Revue passieren läßt.


The Well
The Well
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 99,45

31 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wundervolles Album, 4. März 2003
Rezension bezieht sich auf: The Well (Audio CD)
„The Well" ist ein weiterer Meilenstein in einer Reihe beeindruckender Alben, die mit „Famous Blue Raincoat" 1987 begann. Wie „...Raincoat" und das folgende „The Hunter" von 1992, setzt auch das aktuelle Album erneut Maßstäbe in musikalischer und technischer Perfektion. Der Sound ist warm und transparent zugleich, so daß man den Eindruck bekommt, als wäre man tatsächlich bei der Aufnahme dabei. Diesmal ist die musikalische Atmosphäre von geschmackvollen Blues-, Country- und Folkakzenten bestimmt, die in intimen, sinnlichen Liedern ihren Ausdruck finden und gleichzeitig einen reizvollen Kontrast zu den kühlen, jazz-orientierten Songs von „The Hunter" bilden. Jennifers Eigenkompositionen sind von ebenso hoher Qualität wie die 3 Neuinterpretationen älterer Songs von Tom Waits, Billy Joel und Arlo Guthrie. Eine beachtliche Leistung ist hierbei, daß Jennifers Version von „Invitation to the blues" es durchaus mit Waits' Original aufnehmen kann -ein Unterfangen, an dem schon viele Interpreten scheiterten. Joels „And so it goes", rhythmisch verfeinert und sparsam instrumentiert, übertrifft dessen Originalversion um Längen und Arlo Guthrie selbst singt sein „Patriot's Dream" hier im Duett mit J. Warnes in einer bewegenden Version, die weniger die kämpferisch-sozialkritische als die traurige Ebene des Textes unterstreicht. Weitere Höhepunkte des Albums sind das mitreißende Titelstück, das hoffnungsvolle, hymnische „The Nightingale" und das dunkle und rauhe „The Panther", wobei dieses Album eigentlich nur aus Höhepunkten besteht. Ihr bisher bestes, intensivstes Album. Solche Platten werden nur sehr selten gemacht - und man darf sich sehr glücklich schätzen, wenn man sie findet.


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