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Rezensionen verfasst von
Christoph Kaiser
(REAL NAME)   

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Seite: 1
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The Lost Symbol (Robert Langdon)
The Lost Symbol (Robert Langdon)
von Dan Brown
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 33° sind eben nur Schonwäsche, 2. Oktober 2009
Das Buch hinterlässt bei mir einen gespaltenen Eindruck.

Auf der einen Seite kommt dieses Buch für meinen Geschmack zu lehrbuchhaft daher. Auf der anderen Seite weist das Buch - trotz seiner Natur als Roman (fiction) - allzu realitätsferne Stellen auf. Damit meine ich nicht die Ausführungen über Noetic - davon habe ich zu wenig Ahnung, als dass ich das auch nur annähernd einschätzen könnte. Mir geht es mehr um Situationen, bei denen sich das Gefühl einschleicht: "Wäre das realistisch/logisch beschrieben worden, wäre es nur halb so spanend!"

Doch der Reihe nach:

1.
Bereits in den ersten beiden Langdon-Bänden werden reichlich Symbolik-Vorlesungen gehalten, die aber die Lösung des Falles voranbringen.

In "The lost Symbol" fragt sich der geneigte Leser nach etlichen Seiten Ausführungen über Symbole an manchen Stellen, wie die Ausführungen den Fall weiterbringen sollten. Unklar ist mir dies bspw. bei der Geschichte mit dem kleinen Kästchen, das sich als Kreuz auffaltet - interessant gemacht zwar, aber aus meiner Sicht ohne gesteigerten Nährwert für die Story. Etliche Wiederholungen der Thematik, die das Buch durchziehen, verstärken den Effekt zusätzlich.

2.
Obwohl Roman, hapert es an einigen Stellen an nachvollziehbarer Logik: Ich persönlich habe bspw. meine Zweifel, dass Wachs (mit soviel Sand wie auch immer) das Gewicht und die Haptik einer (Granit?-)Steinpyramide haben kann.

Realitätssinn geht Brown m.E. auch ab, wenn er das verstümmelte Folteropfer Peter Solomon praktisch unmittelbar nach dessen Befreiung mit Langdon und seiner Schwester tiefgründig und langanhaltend philosophieren lässt und Touren unternimmt - offenbar ohne jede Schwäche und jeden Gedanken daran, sich untersuchen und verarzten zu lassen. Andererseits könnte diese Stelle auch eine Supermann-(Erleuchteten-)Parabel darstellen, um die sich das Buch ja gerade dreht (nicht nur um 33°)... Geist über Materie...?

Außerdem: Warum funktioniert das CIA-Wärmesuchgerät nicht in Kalorama Heights? Vergessen einzuschalten?

3.
Wirklich neu kommen mir die Handlungsstränge in dem Buch nicht vor:
Langdon wird wegen seines einzigartigen Wissens in Schwierigkeiten gebracht - Auftritt Polizei (tut böse, ist es aber eigentlich gar nicht) - wilde Verfolgungsjagd - Freunde helfen Langdon - Langdon ernsthaft in Schwierigkeiten - dramatische Wende - Problem gelöst

Das gab es bei Brown schon.

4.
Bei dem Epilog ist es mir so vorgekommen, als wollte Brown zum x.mal seine Ausführungen über Noetic zusammenfassen und bei der Gelegenheit gerade noch mit ein paar Insider-Informationen über Washington glänzen, die er bislang nicht sinnvoll in den bisherigen Text einfließen lassen konnte.

5.
Ich denke, Brown hätte mit ca. 200 Seiten weniger ein atmosphärisch dichteres Werk schaffen können als ihm das mit der vorliegeden Seitenzahl gelungen ist. Zu viele Wiederholungen, zu viele Ausführungen, die die Story nicht richtig vorwärts bringen. Bei den Vorgängern musste ich mich zu keinem Zeitpunkt zwingen, "dran zu bleiben" - hier schon.

"The lost Symbol" jedenfalls ist lange nicht so gut wie seine beiden - zugegeben überragenden - Vorgänger!
Deshalb mit viel Wohlwollen: 3 Punkte

Dream Theater - Chaos in Motion (Deluxe Collector's Edition) (2 DVD / 3 CD) [Limited Edition]
Dream Theater - Chaos in Motion (Deluxe Collector's Edition) (2 DVD / 3 CD) [Limited Edition]
DVD ~ Dream Theater

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie die Beatles mit Yoko Ono, 1. Oktober 2008
Mir ist schleierhaft, wie sich derartig brillante Musiker mit LaBrie begnügen können, der bestenfalls Mittelmaß ist. So ähnlich hätten wahrscheinlich die Beatles mit Yoko Ono als Sängerin geklungen! Bester Beleg ist "Surrounded" (letzter Track, Disc 1): Was LaBrie hier abliefert, ist einfach unterirdisch. Ich habe auch an anderen Stellen des Zusammenschnitts den persönlichen Eindruck, dass man wegen LaBrie die Lautstärke ein wenig runterfährt. LaBrie scheint allerdings nur live diese Schwächen zu haben - die Studioaufnahmen sind gesanglich m.E. ebenso einwandfrei wie sein Soloalbum - auf jeden Fall aber erheblich besser als seine Live-Performance. Es lebe die Tontechnik!

Der Set ist gut, reißt einen aber auch nicht unmittelbar vom Hocker, ähnlich wie die Aufnahmequalität. Die DVDs erinnerm manchmal an einen Urlaubsfilm!

Wer Dream Theater live in Hochform erleben will, sollte sich "Live at the Marquee" oder vor allem (zwar auch mit LaBrie, der da aber stimmlich wesentlich besser drauf ist) "Live Scenes from New York" zulegen. "Chaos in Motion" kommt an diese Einspielungen nicht ran.

Wie bei fast jeder Rezension, so auch hier:
Für Fans und Komplettisten ein Muss; andere sollten sich lieber die übrigen Live-Alben zulegen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2008 8:31 PM MEST


Asterix Geb, Bd.33, Gallien in Gefahr
Asterix Geb, Bd.33, Gallien in Gefahr
von Albert Uderzo
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschung pur, 17. Oktober 2005
Der traurige Abgesang einer ganz großen Sache. Die Autoren verstanden es bislang wie niemand sonst, interessante Details aus der Antike mit modernen Einschlägen zu verbinden. (Es gibt zu viele Beispiele als dass sie hier annähernd alle aufgezählt werden könnten. Genannt seien jedoch die (genialen Klassiker: "... bei den Belgiern", "... bei den Schweizern", "... und Cleopatra", "... auf Korsika" oder "... bei den Briten".)) Eine weitere Stärke der Serie war zudem ihre immer witzige, nie belehrende Transformation aktueller sozialer Aspekte in die Zeit der Gallier ("Trabantenstadt", "Maestria").

Dass sie dies noch interessant und mit einem unglaublichen Witz versehen konnten, zeichnete sie als große Geschichtenerzähler aus, die Generationen begeistert und wahrscheinlich sogar geprägt haben.

Von alldem enthält der neue Asterix nichts. Er ist ohne jeglichen Tiefgang geschrieben, wirkt zusammengeschustert, klamaukartig - so ohne jeglichen Sinn und Faden. Traurige Tiefpunkte in einer ohnehin schwachen Leistung sind die Schwarzenegger-Parodie (Judge Dredd) und die Entmystifizierung von Miraculix (So schlecht hat der seit seinem Problem mit dem Hinkelstein nicht mehr gebraut! "Kampf der Häuptlinge"?). Bei beiden Details fragt man sich, was da in Uderzo gefahren ist. Dieser Asterix kann ihm wirklich nicht auf der Feder gebrannt haben. Wieso vehunzt er sich derart sein Meisterwerk? Geld dürfte er genug haben.

Ginge es nicht um Asterix, wäre es ein netter Comic, etwas abstrus - zugegeben, aber schon wegen der Zeichnungen sehens- und lesenswert. Als Nachfolger einer 32-bändigen Kultserie auf allerhöchstem, nie wieder erreichtem Niveau ist der aktuelle Asterix enttäuschend schlecht. Ein verwöhnter Asterix-Anhänger muss sich veräppelt vorkommen.



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