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Beiträge von Iskander
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Hilfreiche Bewertungen: 771

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Rezensionen verfasst von
Iskander

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Sir Winston Earl Grey Schwarztee 500g, 1er Pack (1 x 500 g Packung)
Sir Winston Earl Grey Schwarztee 500g, 1er Pack (1 x 500 g Packung)
Preis: EUR 11,99

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Qualitätsabsturz einer Legende, 6. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit über 20 Jahren war ich Sir Winston Earl Grey Tee treu, da es der aromatischste Earl Grey Tee war. Desweiteren war er nicht mit Pestiziden belastet, mit natürlichen Bergamotte-Öl aromatisiert und nicht mit künstlichen Aromastoffen versetzt.
Wenn man die Packung öffnete verströmte der Tee sofort das typische Bergamottearoma. Das Aroma hielt bei luftdichten Verschluss über Wochen an. Aufgebrüht schmeckte er phantastisch und war kein Vergleich zu billigen Teebeutelverschnitt. Wenn man die Teekanne auf einem Teelicht parkte, dann erfüllte das Aroma nach kurzer Zeit das ganze Zimmer - einfach herrlich.
Tja, das ist leider vorbei. Als ich die aktuelle Packung öffnete, da war fast nichts mehr von Bergamotte zu riechen. Aufgebrüht schmeckte der Tee einfach nur fade, das Bergamottearoma kann man bestenfalls ahnen.
Was den Produzenten geritten hat die Rezeptur zu ändern, das kann man nur raten und ist mir unverständlich. Auf noch einen Billigtee hat der Markt sicher nicht gewartet. Geniessern muss man von diesem "Verschnitt" abraten.

Was Jean-Luc Picard zu diesem Tee sagen würde: "La Forge, reparieren Sie den Replikator. Sofort!"
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 5, 2012 5:45 PM CET


Kein Titel verfügbar

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen gegen Floehe inzwischen wirkungslos, 24. Oktober 2012
Seit Jahren benutze ich fuer meine Katzen Frontline, um die Plagegeister, die sie sich im Garten einfangen, zu bekaempfen. Das Mittel wurde von den Katzen gut vertragen und war wirkungsvoll gegen Zecken und Floehe.
Leider musste ich diesen Sommer feststellen, dass Floehe gegen Frontline eine Resistenz entwickelt haben muessen - das Mittel ist voellig wirkungslos geblieben.
Damit ist Frontline obsolet und rausgeworfenes Geld.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 7, 2013 9:06 PM CET


Frontline Spot on K 6 Stück
Frontline Spot on K 6 Stück
Wird angeboten von Direct Service Apotheken
Preis: EUR 23,74

17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen gegen Floehe inzwischen wirkungslos, 24. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Frontline Spot on K 6 Stück (Misc.)
Seit Jahren benutze ich fuer meine Katzen Frontline, um die Plagegeister, die sie sich im Garten einfangen, zu bekaempfen. Das Mittel wurde von den Katzen gut vertragen und war wirkungsvoll gegen Zecken und Floehe.
Leider musste ich diesen Sommer feststellen, dass Floehe gegen Frontline eine Resistenz entwickelt haben muessen - das Mittel ist voellig wirkungslos geblieben.
Damit ist Frontline obsolet und rausgeworfenes Geld.


Divinity Anthology Collectors Edition
Divinity Anthology Collectors Edition
Wird angeboten von 711games
Preis: EUR 49,95

31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekte Rollenspielsammlung, 18. Oktober 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Rollenspiel-Anthologie besteht aus den Spielen:
Divine Divinity
Beyond Divinity und
Divinity 2 - The Dragon Knight Saga. Das Addon "Flames of Vengeance" ist enthalten.

Die Spiele selbst rezensiere ich hier nicht - es liegen ja genug positive Rezensionen der Einzelspiele bei Amazon vor.

Das eigentliche Glanzlicht dieser Ausgabe ist das gebundene 144-seitige Entwicklertagebuch. Es beschreibt die Entwicklung der Divinity-Reihe ueber die Jahre 2002-2012, ist mit vielen farbigen Artworks und Fotos versehen und komplett in deutsch.
Zusaetzlich findet man auf der DVD 2 rund zwei Gigabyte an weiterer Dokumentation in Form von Artworks, Maps und kommentierten Entwicklervideos.
Der Soundtrack liegt auf zwei Audio-CDs vor und umfasst 42 Titel.

DRM ist ein leidiges Thema bei Computerspielen, aber hier gibt es nur Gutes zu vermelden. Die Spiele liegen DRM-frei auf zwei DVDs vor. Aber auch Steamanhaenger kommen auf ihre Kosten: es liegt ein Steamkey bei, mit dem man die Spiele bei Steam beziehen kann. Ein Beispiel an Kundenfreundlichkeit, das Schule machen sollte. Faktisch erhaelt man also ZWEI Exemplare der Anthologie.

Dass die Handbuecher nur als PDF vorliegen, ist ein kleiner Mangel. Aber insgesamt erhaelt man mit dieser Anthologie eine gelungene und empfehlenswerte Gesamtausgabe der Divinity-Reihe. Diese Ausgabe ist auf 25.000 limitiert - also zugreifen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 28, 2012 1:16 PM CET


Crucial CT128M4SSD2 128GB interne SSD-Festplatte (6,4cm (2,5 Zoll), SATA)
Crucial CT128M4SSD2 128GB interne SSD-Festplatte (6,4cm (2,5 Zoll), SATA)

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Geplante Obsoleszenz?, 29. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit 11 Monaten habe diese SSD im Betrieb. Da mir bekannt ist, dass die Lebensdauer von SSDs im starken Masze von der Anzahl der Schreibzyklen abhaengt, habe ich die SSD bewusst nicht als Systemplatte verwendet. Bei mir lagen im wesentlichen nur Datenfiles (Texturen, Meshes, Sound etc.) von Games wie TES4, Fallout 3 und Fallout NV via symbolic links auf dieser Platte. Der Zugriff erfolgte also ueberwiegend lesend.
Trotz dieser Vorsichtsmasznahmen wird die SSD jetzt nur noch bei jedem dritten Bootvorgang erkannt und selbst dann 'verschwindet' die SSD wenige Minuten spaeter aus dem System. Faktisch gesehen also ein Totalausfall.
So angenehm die Zugriffzeiten und Tranferraten waren, so sollte doch eine Platte, die ohne mechanische Komponenten auskommt, eine deutlich laengere Lebenserwartung aufweisen.
Fuer mich hat sich das Thema SSD damit erst mal erledigt, bis diese Technologie ausgereifter und langlebiger ist.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 20, 2012 8:31 PM MEST


Jaguar Fragrances For Men homme/men, Eau de Toilette, Natural Spray, 100 ml
Jaguar Fragrances For Men homme/men, Eau de Toilette, Natural Spray, 100 ml
Wird angeboten von dambiro1
Preis: EUR 18,79

3 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gestank aus dem Vaporisateur, 30. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Oefters mal was anderes war meine Devise als ich mir dieses Produkt, auch auf Grund der positiven Rezensionen, zugelegt habe. Das war ein Fehler. Nach dem ersten sparsamen Gebrauch bin ich sofort wieder unter die Dusche gefluechtet. Der entfaltete Geruch war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend.
Die Grundnote kann man als acetonartig bezeichen, die durch brutale bittersuessliche Citrusaromen ueberdeckt werden soll. Die Komposition riecht derartig penetrant und billig, dass man sie als "Nuttendiesel fuer Maenner" bezeichnen kann.
Ich kann diesen Duft nur Leuten empfehlen, die die Aufmerksamkeit und/oder das Mitleid ihrer Umgebung um jeden Preis erregen wollen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 3, 2013 12:56 AM MEST


Dragon Age 2: BioWare Signature Edition (PEGI)
Dragon Age 2: BioWare Signature Edition (PEGI)

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen An diesem Nachfolger werden sich die Geister scheiden, 3. April 2011
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Nun ist endlich der ersehnte Nachfolger von Dragon Age Origins erschienen. Also ab ins Laufwerk und installiert. Noch schnell das Texturepack, das 1 GByte gross ist und man sich von der Biowareseite runterladen muss, nachgeschossen. Los geht's.
Doch halt, was ist das? Das sieht ja original aus wie die Demo. Also beendet und mal ueberprueft ob ich nicht vielleicht die Demo gestartet habe. Nein, war doch das Spiel. Erste Ernuechterung macht sich breit.
Ich waehle aus den vorgegebenen Klassen Schurke, Magier und Kaempfer einen maennlichen Schurken und erneut geht's los.
Hier stehe ich nun mit Mutter, Bruder und Schwester. Wir sind mit knapper Not dem Tod entronnen, als die dunkle Brut Lothering ueberrannt hat. Wir erinnern uns - hier haben wir im Teil 1 Leliana und Sten aufgegabelt. Der (vorgefertigte) Haupcharakter muss auf Grund des Bartwuchses mindestens 25 Jahre alt sein. Moment mal, meine Mutter hat sich fuer ihr Alter wirklich gut gehalten. Die ist nie und nimmer aelter als 35. Wie geht denn das? Moment mal die zweite: wir sind gerade knapp dem Tode entronnen - verdammt sehen wir gut aus. Schwester und Mutter huebsch frisiert, mein Bruder hat sich eben mal rasiert und alle zusammen stecken wir in adretter, frisch gewaschener Kleidung. Sehr seltsam.
Jedenfalls muessen wir schnellstens in naechste sichere Stadt Kirkwall. Also auf und durch die feindlichen Reihen kaempfen. Die Hurloks werden niedergemaeht und ein Oger hat auch keine Chance. Das war ja leicht. Kann mich nicht entsinnen, dass das im ersten Teil so einfach war. Ich stelle mal besser den Schwierigkeitsgrad von 'schwer' auf 'Albtraum'. Ja, schon besser.
Moment mal die dritte: wir Geschwister kaempfen um unser Leben und unsere Mutter steht unbeteiligt 10 Meter daneben. Die Gegner ignorieren sie vollstaendig. Unsichtbarkeitszauber oder was soll das?
Ploetzlich werden wir von Massen von Gegnern ueberrannt, das Ende naht. Da greift ein Drache in das Geschehen ein und schnetzelt alle Gegner. Dieser Drache entpuppt sich als Flemeth. (Morrigan hatte recht, sie wird einen Weg finden zu ueberleben). Aber meine Fresse sieht die veraendert aus. Die hat sich wohl unters Messer gelegt, neue Brueste anschrauben lassen und ihr Haupt ziert eine Asiafantasy-Frisur. War wahrscheinlich beim Imageberater. Wir schliessen mit ihr einen Handel: sie bringt uns in Sicherheit und wir tun ihr einen Gefallen.
Endlich sind wir vor den Toren von Kirkwall. Die Stadt wird von Fluechtlingen ueberrannt und man will uns nicht reinlassen. Geld zum bestechen haben wir leider nicht. Aber wir koennen uns fuer ein Jahr zur Leibeigenschaft verpflichten. Dann bringen uns wahlweise eine Soeldnergruppe oder eine Schmugglerbande in die Stadt. Mal ueberlegen - die Soeldner handeln mit Sklaven, dann doch lieber die Schmuggler. Diese Fraktion hat bestimmt die interessanteren Quests.
Na Hoppla, was ist denn DAS!? Jetzt laeuft eine Cutszene ab: Das Jahr ist rum, du hast alle Auftraege der Schmuggler erledigt, bist frei und in der Stadt. Hallo, ich habe nicht einen Schmuggler getroffen und keine einzige Aufgabe erledigt. Ich bin zum ersten mal als Spieler regelrecht frustriert. Wenn die restlichen neun Jahre ebenso schnell vergehen wird's ein verdammt kurzes Vergnuegen.
Ploetzlich laeuft mir ein Zwerg ueber den Weg. Sein Angebot: ich kann mich fuer 50 Goldstuecke in eine Expedition in die Tiefen Wege einkaufen. 50 Sovereigns sind ein kleines Vermoegen. Aber Mangels Alternativen bleibt mir leider nichts uebrig als auf Lootjagd zu gehen. Erinnert mich stark an die Quest "Finde Xardas". So jetzt Schluss mit Spoilern.
Bioware, das ist mit Sicherheit eines der schlechtesten Openings in einem Rollenspiel. Zum Glueck zieht die Atmosphaere durch die im weiteren Verlauf aufgesammelten Companions an. Auch die Geschichte wird um einiges facettenreicher ohne wirklich ueberragend zu sein. Es geht im Grunde um politische Intrigen innerhalb der Stadt Kirkwall und wie man eine Stadt auch ohne aeussere Bedrohung ins Chaos stuerzen kann.

Die Grafik
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ist kurz gesagt nicht zeitgemaess. Auch das Texturepack aendert das nicht wirklich. Die Gegend ist generell zu trist und leer. Die Stadt ist fuer eine von Fluechtlingen ueberlaufene City viel zu sauber und aufgeraeumt. Von Fluechtlingen weit und breit keine Spur. Die Stadt ist regelrecht entvoelkert. Von der drangvollen Enge im Gesindeviertel ist nichts zu spueren - tatsaechlich wohnt meine Elfe geradzu luxerioes in einem 100qm Loft mit 8m hohen Decken. Das was ich am Bildschirm sehe passt in keiner Form zu dem was mir Bioware erzaehlen will. Das Spiel laeuft ueber eine Zeitraum von 10 Jahren. Aber weder aendert die Stadt ihr Aussehen noch altern die Begleiter. Elfen altern ja langsamer - aber die anderen? Bei den NPCs hat sich Bioware sehr viel mehr Muehe gegeben. Die habe merklich bessere Texturen als die Umgebung und ein feine Mimik. Das bildet aber einen krassen Kontrast zur Umwelt und macht die Spielwelt zwiegespalten. Leider hat man sich mit den Koerpermodellen vertan. Die Elfen haben das Aussehen und den Koerperbau von schwindsuechtigen Na'vi aus Avatar und saemtliche Frauen haben einen Vorbau wie eine bayrische Kneipenwirtin.

Das Leveldesign
---------------
ist ziemlich oede. Leere Schlauchlevel und kaum Verzweigungen. Verlaufen ist unmoeglich. Was aber gar nicht geht, das ist das Recycling. Hoehle A sieht exakt so aus wie Hoehle B oder C. Ab und zu ist mal eine Tuer verschlossen, aber dass das 1:1-Kopien sind erkennt man schon beim Betreten. Das ist ein absoluter Stimmungskiller.

Die Kaempfe
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sind aktionsreicher als im Teil 1. Zu dieser Aenderung werden Meinungen deutlich auseinander gehen. Dass ein Krieger mit einer schweren Plattenruestung aus dem Stand zwei Meter in die Luft springt und seinen Gegner mit einem Schwertschlag aus den Stiefeln haut, das erinnert eher an Beat 'em up ala Tekken. Auch dass die Gegner regelrecht zerstueckelt werden ist bei Angriffen mit Dolchen unglaubwuerdig und erinnert an Splattermovies.
Die Gegner kommen jetzt in Wellen. Hat man eine Gegenergruppe dezimiert folgen ploetzlich weitere. Das waere glaubwuerdig, wenn man sie bereits in der Ferne anruecken sehen koennte. Dann kann man sich darauf einstellen. Stattdessen poppen die neuen Gegner im Sichtbereich urploetzlich auf. Und das nicht nur aus einer Richtung, sondern haeufig auch von hinten. Dabei hatte man den Bereich doch gerade 'gesaeubert'. Magier werden jetzt viel haeufiger in Nahkaempfe verwickelt, was deren Gesundheit wenig zutraeglich ist.
Der Schwierigkeitsgrad ist um einiges geringer als in DA:O aber im hoehsten geht ohne Taktik nichts mehr. Zum Glueck. Die unteren beiden sind fuer Hack 'n Slay Fans gedacht, die oberen eher fuer Taktiker.

Nachtrag nach 40 Stunden Spiel fuer Taktiker:
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Ich habe DA:O im ersten Durchgang auf 'Schwer' und in zwei weiteren auf 'Albtraum' gespielt und ich habe die taktische Herausforderung genossen. Aber hier habe ich das nach 10 Stunden als Quaellerei empfunden. Und das nicht wegen des Schwierigkeitsgrades sondern wegen der stark eingeschraenkten Moeglichkeiten:
- keine isometrische Ansicht mehr, haeufig kann man nicht mal erkennen wo sich die eigenen Begleiter gerade aufhalten und ob bzw. von wem sie attackiert werden
- das hektische Rumgezappel erschwert es ungemein Ziele mit der Maus zu markieren
- Geradzu absurd ist es, dass Gegner erst angegriffen werden koennen wenn sie ihrerseits uns bemerkt haben und der rote Kringel unter ihnen erscheint. Dazu muss man sich ihnen haeufig auf 10-15 Meter naehern. Fernwaffen und Flaechenzauber verlieren so deutlich an Sinn. Ein Bogen ist nun mal keine Nahkampfwaffe.
- Das staendige Respawn von Mengen an 08/15-Gegnern aus dem Nichts in unmittelbarer Naehe von Magiern fuehrt haeufig zu deren sofortigen Tod durch 1-Hit-Kills. Ausserdem macht es taktische Planungen unmoeglich. Ich habe ja nichts gegen auftauchende Verstaerkung, aber bitte nicht so unglaubwuerdig und unfair.
- Diese Kanonenfutterkaempfe nerven und nehmen den Bossgegnern saemtlichen Reiz. Was war das fuer ein Kampf in DA:O gegen Flemeth oder den Hohen Drachen. In DA2 kann man auch gegen einen Hohen Drachen kaempfen, muss sich aber gleichzeitig gegen ca. 30 aufpoppende Baby- und Teenagerdrachen wehren. Da verkommt der Kampf gegen den eigentlichen Drachen zur Farce.
- Haeufig laufen Zauber und Spezialattacken ins Leere. Das anvisierte Ziel ist oft schon tot wenn der Angriff gestartet wird. Das liegt an dem Missverhaeltnis von Kampftempo und Aktivierungszeit der Attacken und Zauber.
Das alles und noch mehr fuehrt mMn. dazu, dass taktisches Vorgehen nicht wirklich Spass macht. Auch die haeufig geauesserte Meinung, dass man jederzeit pausieren und eine Spezialattacke ausloesen kann, verbessert das nicht (und hat kaum was mit Taktik zu tun). Es ist schlicht nicht oder kaum mehr moeglich die Gruppe als Gesamtheit taktisch einzusetzen. Nahezu jedes Gruppenmitglied wird unweigerlich in Naehkaempfe verwickelt. Es zaehlt nur noch DpS (Damage per Second).
Ich habe nach 15 Stunden frustriert den Schwierigkeitsgrad auf 'Leicht' gestellt und die Kaempfe automatisch ablaufen lassen. Ab und zu bei den Bosskaempfen mal eingegriffen und ansonsten zugeschaut. Einzig die Geschichte hat mich noch interessiert und ich habe es den Rest des Spiels wie ein Adventure gespielt. Sehr schade.
Am Anfang habe ich noch versucht mir das neue Kampfsystem irgendwie schoenzureden, aber es ist fuer Taktiker leider eine Enttaeuschung.

Quests und Storytelling
-----------------------
das sind die Staerken von Bioware. Der Verzicht auf ein Szenario "Rette die Welt" finde ich von der Sache gut. Statt die Welt in Schwarz und Weiss zu teilen, laesst es Platz fuer Grau. Davon wird aber bei den Quests zu wenig Gebrauch gemacht. Wenn es keine Welt zu retten gibt, dann muessen die Quests auf eine andere Art motivieren. Das kann eigentlich nur ueber persoenliche Interessen des Hauptcharakters erfolgen. Aber zu selten betreffen die Quests den Protagonisten direkt.
Na vielleicht fesselt die Inszenierung: Ich erhalte eine Quest und begebe mich zum Zielort. Auf dem Weg durchquere ein Gebiet, das ich schon x-mal durchquert habe und bekaempfe die Fuellgegner, die ich schon x-mal bekaempft habe. Dann betrete ich einen Dungeon oder eine Lagerhalle, deren Grundriss ich bereits auswendig kenne. Ich weiss bereits im voraus wo Fuellgegner auftauchen werden. Ich sehe den etwas groessern Raum und weiss aus der Vielzahl vorheriger Quests, dass dort mein Zielgegner wartet. Ich kann weder einen Hinterhalt legen, noch kann ich den Konflikt durch Bedrohen, Ueberreden oder Bestechung loesen. Fast immer endet es in einer wuesten Klopperei. Das koennte eine angemietete x-beliebige Soeldnertruppe genauso erledigen. Das ist mir in einem Rollenspiel eindeutig zu wenig.
Die Quests an sich sind nicht schlecht aber auch nicht sonderlich fesselnd - guter Durchschnitt.

Fazit
-----
DA2 ist ein Rollenspiel, das offensichtlich in Richtung Action-RPG geht. Fuer diese Neuausrichtung ist die Grafik aber bejammernswert. Freunde klassicher RPG wuerde diese Grafik sicher nicht so stoeren, wenn das Gameplay komplex und fordernd waere. Die Komplexitaet wurde aber deutlich zurueckgeschraubt und taktische Kaempfe kaum moeglich. Es gibt keine sozialen und Handwerksfaehigkeiten mehr. Man kann seine Begleiter nur noch nach Vorgabe skillen, ihre Ruestungen kann man nicht mehr auswaehlen. Dialoge mit Stimmungsicons (gut, neutral/witzig, boese) machen das lesen und beurteilen der Dialogoption unnoetig. Sehr viele Kleinigkeiten, die im einzelnen unbedeutend sind, in ihrer Kombinationen aber ein tatsaechliches Eintauchen in die Spielwelt hemmen, verhindern ein atmosphaerisches Spielerlebnis.
Auch bleiben einem die Begleiter und ihre Motivationen fremd. Die abendlichen Treffen und Unterhaltungen am Lagerfeuer gibt es nicht mehr. Wenn ein Begleiter mit mir reden will erscheint ein Vermerk im Questlog. Auch Geschenke werden im Questlog vermerkt. Man muss sich somit nicht mehr aktiv um die Begleiter bemuehen, sondern nur das Questlog abarbeiten. Oede.
Kurz und gut, DA2 ist weder Fisch noch Fleisch. Fuer ein klassisches RPG zu entkernt und fuer ein Action-RPG grafisch und vom Leveldesign zu trist. Gutes Mittelmass. Einzig die Geschichten und Beziehungen zwischen den Companions sind ein Lichtblick.
Fuer ein Erstlingswerk einer Spieleschmiede waere es ein wirklich gutes Spiel. Aber fuer Bioware - da hat man hoehere Erwartungen.
Fuer einen Nachfolger wuerde ich mir wuenschen, dass es zwei Spielvarianten gibt und man bei der Installation zwischen dem Gameplay eines Action-RPG (Diablo) und klassichem RPG (Baldur's Gate) waehlen kann. Das muss doch machbar sein und wuerde sich sicher sehr positiv auf die Verkaufzahlen niederschlagen.

Bis hierhin gekommen? Danke und Glueckwunsch zu ihrer hohen Aufmerksamkeitsspanne ;)


Dragon Age II - BioWare Signature Edition (uncut)
Dragon Age II - BioWare Signature Edition (uncut)

105 von 116 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen An diesem Nachfolger werden sich die Geister scheiden, 10. März 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Nun ist endlich der ersehnte Nachfolger von Dragon Age Origins erschienen. Also ab ins Laufwerk und installiert. Noch schnell das Texturepack, das 1 GByte gross ist und man sich von der Biowareseite runterladen muss, nachgeschossen. Los geht's.
Doch halt, was ist das? Das sieht ja original aus wie die Demo. Also beendet und mal ueberprueft ob ich nicht vielleicht die Demo gestartet habe. Nein, war doch das Spiel. Erste Ernuechterung macht sich breit.
Ich waehle aus den vorgegebenen Klassen Schurke, Magier und Kaempfer einen maennlichen Schurken und erneut geht's los.
Hier stehe ich nun mit Mutter, Bruder und Schwester. Wir sind mit knapper Not dem Tod entronnen, als die dunkle Brut Lothering ueberrannt hat. Wir erinnern uns - hier haben wir im Teil 1 Leliana und Sten aufgegabelt. Der (vorgefertigte) Haupcharakter muss auf Grund des Bartwuchses mindestens 25 Jahre alt sein. Moment mal, meine Mutter hat sich fuer ihr Alter wirklich gut gehalten. Die ist nie und nimmer aelter als 35. Wie geht denn das? Moment mal die zweite: wir sind gerade knapp dem Tode entronnen - verdammt sehen wir gut aus. Schwester und Mutter huebsch frisiert, mein Bruder hat sich eben mal rasiert und alle zusammen stecken wir in adretter, frisch gewaschener Kleidung. Sehr seltsam.
Jedenfalls muessen wir schnellstens in naechste sichere Stadt Kirkwall. Also auf und durch die feindlichen Reihen kaempfen. Die Hurloks werden niedergemaeht und ein Oger hat auch keine Chance. Das war ja leicht. Kann mich nicht entsinnen, dass das im ersten Teil so einfach war. Ich stelle mal besser den Schwierigkeitsgrad von 'schwer' auf 'Albtraum'. Ja, schon besser.
Moment mal die dritte: wir Geschwister kaempfen um unser Leben und unsere Mutter steht unbeteiligt 10 Meter daneben. Die Gegner ignorieren sie vollstaendig. Unsichtbarkeitszauber oder was soll das?
Ploetzlich werden wir von Massen von Gegnern ueberrannt, das Ende naht. Da greift ein Drache in das Geschehen ein und schnetzelt alle Gegner. Dieser Drache entpuppt sich als Flemeth. (Morrigan hatte recht, sie wird einen Weg finden zu ueberleben). Aber meine Fresse sieht die veraendert aus. Die hat sich wohl unters Messer gelegt, neue Brueste anschrauben lassen und ihr Haupt ziert eine Asiafantasy-Frisur. War wahrscheinlich beim Imageberater. Wir schliessen mit ihr einen Handel: sie bringt uns in Sicherheit und wir tun ihr einen Gefallen.
Endlich sind wir vor den Toren von Kirkwall. Die Stadt wird von Fluechtlingen ueberrannt und man will uns nicht reinlassen. Geld zum bestechen haben wir leider nicht. Aber wir koennen uns fuer ein Jahr zur Leibeigenschaft verpflichten. Dann bringen uns wahlweise eine Soeldnergruppe oder eine Schmugglerbande in die Stadt. Mal ueberlegen - die Soeldner handeln mit Sklaven, dann doch lieber die Schmuggler. Diese Fraktion hat bestimmt die interessanteren Quests.
Na Hoppla, was ist denn DAS!? Jetzt laeuft eine Cutszene ab: Das Jahr ist rum, du hast alle Auftraege der Schmuggler erledigt, bist frei und in der Stadt. Hallo, ich habe nicht einen Schmuggler getroffen und keine einzige Aufgabe erledigt. Ich bin zum ersten mal als Spieler regelrecht frustriert. Wenn die restlichen neun Jahre ebenso schnell vergehen wird's ein verdammt kurzes Vergnuegen.
Ploetzlich laeuft mir ein Zwerg ueber den Weg. Sein Angebot: ich kann mich fuer 50 Goldstuecke in eine Expedition in die Tiefen Wege einkaufen. 50 Sovereigns sind ein kleines Vermoegen. Aber Mangels Alternativen bleibt mir leider nichts uebrig als auf Lootjagd zu gehen. Erinnert mich stark an die Quest "Finde Xardas". So jetzt Schluss mit Spoilern.
Bioware, das ist mit Sicherheit eines der schlechtesten Openings in einem Rollenspiel. Zum Glueck zieht die Atmosphaere durch die im weiteren Verlauf aufgesammelten Companions an. Auch die Geschichte wird um einiges facettenreicher ohne wirklich ueberragend zu sein. Es geht im Grunde um politische Intrigen innerhalb der Stadt Kirkwall und wie man eine Stadt auch ohne aeussere Bedrohung ins Chaos stuerzen kann.

Die Grafik
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ist kurz gesagt nicht zeitgemaess. Auch das Texturepack aendert das nicht wirklich. Die Gegend ist generell zu trist und leer. Die Stadt ist fuer eine von Fluechtlingen ueberlaufene City viel zu sauber und aufgeraeumt. Von Fluechtlingen weit und breit keine Spur. Die Stadt ist regelrecht entvoelkert. Von der drangvollen Enge im Gesindeviertel ist nichts zu spueren - tatsaechlich wohnt meine Elfe geradzu luxerioes in einem 100qm Loft mit 8m hohen Decken. Das was ich am Bildschirm sehe passt in keiner Form zu dem was mir Bioware erzaehlen will. Das Spiel laeuft ueber eine Zeitraum von 10 Jahren. Aber weder aendert die Stadt ihr Aussehen noch altern die Begleiter. Elfen altern ja langsamer - aber die anderen? Bei den NPCs hat sich Bioware sehr viel mehr Muehe gegeben. Die habe merklich bessere Texturen als die Umgebung und ein feine Mimik. Das bildet aber einen krassen Kontrast zur Umwelt und macht die Spielwelt zwiegespalten. Leider hat man sich mit den Koerpermodellen vertan. Die Elfen haben das Aussehen und den Koerperbau von schwindsuechtigen Na'vi aus Avatar und saemtliche Frauen haben einen Vorbau wie eine bayrische Kneipenwirtin.

Das Leveldesign
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ist ziemlich oede. Leere Schlauchlevel und kaum Verzweigungen. Verlaufen ist unmoeglich. Was aber gar nicht geht, das ist das Recycling. Hoehle A sieht exakt so aus wie Hoehle B oder C. Ab und zu ist mal eine Tuer verschlossen, aber dass das 1:1-Kopien sind erkennt man schon beim Betreten. Das ist ein absoluter Stimmungskiller.

Die Kaempfe
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sind aktionsreicher als im Teil 1. Zu dieser Aenderung werden Meinungen deutlich auseinander gehen. Dass ein Krieger mit einer schweren Plattenruestung aus dem Stand zwei Meter in die Luft springt und seinen Gegner mit einem Schwertschlag aus den Stiefeln haut, das erinnert eher an Beat 'em up ala Tekken. Auch dass die Gegner regelrecht zerstueckelt werden ist bei Angriffen mit Dolchen unglaubwuerdig und erinnert an Splattermovies.
Die Gegner kommen jetzt in Wellen. Hat man eine Gegenergruppe dezimiert folgen ploetzlich weitere. Das waere glaubwuerdig, wenn man sie bereits in der Ferne anruecken sehen koennte. Dann kann man sich darauf einstellen. Stattdessen poppen die neuen Gegner im Sichtbereich urploetzlich auf. Und das nicht nur aus einer Richtung, sondern haeufig auch von hinten. Dabei hatte man den Bereich doch gerade 'gesaeubert'. Magier werden jetzt viel haeufiger in Nahkaempfe verwickelt, was deren Gesundheit wenig zutraeglich ist.
Der Schwierigkeitsgrad ist um einiges geringer als in DA:O aber im hoehsten geht ohne Taktik nichts mehr. Zum Glueck. Die unteren beiden sind fuer Hack 'n Slay Fans gedacht, die oberen eher fuer Taktiker.

Nachtrag nach 40 Stunden Spiel fuer Taktiker:
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Ich habe DA:O im ersten Durchgang auf 'Schwer' und in zwei weiteren auf 'Albtraum' gespielt und ich habe die taktische Herausforderung genossen. Aber hier habe ich das nach 10 Stunden als Quaellerei empfunden. Und das nicht wegen des Schwierigkeitsgrades sondern wegen der stark eingeschraenkten Moeglichkeiten:
- keine isometrische Ansicht mehr, haeufig kann man nicht mal erkennen wo sich die eigenen Begleiter gerade aufhalten und ob bzw. von wem sie attackiert werden
- das hektische Rumgezappel erschwert es ungemein Ziele mit der Maus zu markieren
- Geradzu absurd ist es, dass Gegner erst angegriffen werden koennen wenn sie ihrerseits uns bemerkt haben und der rote Kringel unter ihnen erscheint. Dazu muss man sich ihnen haeufig auf 10-15 Meter naehern. Fernwaffen und Flaechenzauber verlieren so deutlich an Sinn. Ein Bogen ist nun mal keine Nahkampfwaffe.
- Das staendige Respawn von Mengen an 08/15-Gegnern aus dem Nichts in unmittelbarer Naehe von Magiern fuehrt haeufig zu deren sofortigen Tod durch 1-Hit-Kills. Ausserdem macht es taktische Planungen unmoeglich. Ich habe ja nichts gegen auftauchende Verstaerkung, aber bitte nicht so unglaubwuerdig und unfair.
- Diese Kanonenfutterkaempfe nerven und nehmen den Bossgegnern saemtlichen Reiz. Was war das fuer ein Kampf in DA:O gegen Flemeth oder den Hohen Drachen. In DA2 kann man auch gegen einen Hohen Drachen kaempfen, muss sich aber gleichzeitig gegen ca. 30 aufpoppende Baby- und Teenagerdrachen wehren. Da verkommt der Kampf gegen den eigentlichen Drachen zur Farce.
- Haeufig laufen Zauber und Spezialattacken ins Leere. Das anvisierte Ziel ist oft schon tot wenn der Angriff gestartet wird. Das liegt an dem Missverhaeltnis von Kampftempo und Aktivierungszeit der Attacken und Zauber.
Das alles und noch mehr fuehrt mMn. dazu, dass taktisches Vorgehen nicht wirklich Spass macht. Auch die haeufig geauesserte Meinung, dass man jederzeit pausieren und eine Spezialattacke ausloesen kann, verbessert das nicht (und hat kaum was mit Taktik zu tun). Es ist schlicht nicht oder kaum mehr moeglich die Gruppe als Gesamtheit taktisch einzusetzen. Nahezu jedes Gruppenmitglied wird unweigerlich in Naehkaempfe verwickelt. Es zaehlt nur noch DpS (Damage per Second).
Ich habe nach 15 Stunden frustriert den Schwierigkeitsgrad auf 'Leicht' gestellt und die Kaempfe automatisch ablaufen lassen. Ab und zu bei den Bosskaempfen mal eingegriffen und ansonsten zugeschaut. Einzig die Geschichte hat mich noch interessiert und ich habe es den Rest des Spiels wie ein Adventure gespielt. Sehr schade.
Am Anfang habe ich noch versucht mir das neue Kampfsystem irgendwie schoenzureden, aber es ist fuer Taktiker leider eine Enttaeuschung.

Quests und Storytelling
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das sind die Staerken von Bioware. Der Verzicht auf ein Szenario "Rette die Welt" finde ich von der Sache gut. Statt die Welt in Schwarz und Weiss zu teilen, laesst es Platz fuer Grau. Davon wird aber bei den Quests zu wenig Gebrauch gemacht. Wenn es keine Welt zu retten gibt, dann muessen die Quests auf eine andere Art motivieren. Das kann eigentlich nur ueber persoenliche Interessen des Hauptcharakters erfolgen. Aber zu selten betreffen die Quests den Protagonisten direkt.
Na vielleicht fesselt die Inzenierung: Ich erhalte eine Quest und begebe mich zum Zielort. Auf dem Weg durchquere ein Gebiet, das ich schon x-mal durchquert habe und bekaempfe die Fuellgegner, die ich schon x-mal bekaempft habe. Dann betrete ich einen Dungeon oder eine Lagerhalle, deren Grundriss ich bereits auswendig kenne. Ich weiss bereits im voraus wo Fuellgegner auftauchen werden. Ich sehe den etwas groessern Raum und weiss aus der Vielzahl vorheriger Quests, dass dort mein Zielgegner wartet. Ich kann weder einen Hinterhalt legen, noch kann ich den Konflikt durch Bedrohen, Ueberreden oder Bestechung loesen. Fast immer endet es in einer wuesten Klopperei. Das koennte eine angemietete x-beliebige Soeldnertruppe genauso erledigen. Das ist mir in einem Rollenspiel eindeutig zu wenig.
Die Quests sind nicht schlecht aber auch nicht fesselnd - guter Durchschnitt.

Fazit
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DA2 ist ein Rollenspiel, das offensichtlich in Richtung Action-RPG geht. Fuer diese Neuausrichtung ist die Grafik aber bejammernswert. Freunde klassicher RPG wuerde diese Grafik sicher nicht so stoeren, wenn das Gameplay komplex und fordernd waere. Die Komplexitaet wurde aber deutlich zurueckgeschraubt und taktische Kaempfe kaum moeglich. Es gibt keine sozialen und Handwerksfaehigkeiten mehr. Man kann seine Begleiter nur noch nach Vorgabe skillen, ihre Ruestungen kann man nicht mehr auswaehlen. Dialoge mit Stimmungsicons (gut, neutral/witzig, boese) machen das lesen und beurteilen der Dialogoption unnoetig. Sehr viele Kleinigkeiten, die im einzelnen unbedeutend sind, in ihrer Kombinationen aber ein tatsaechliches Eintauchen in die Spielwelt hemmen, verhindern ein atmosphaerisches Spielerlebnis.
Auch bleiben einem die Begleiter und ihre Motivationen fremd. Die abendlichen Treffen und Unterhaltungen am Lagerfeuer gibt es nicht mehr. Wenn ein Begleiter mit mir reden will erscheint ein Vermerk im Questlog. Auch Geschenke werden im Questlog vermerkt. Man muss sich somit nicht mehr aktiv um die Begleiter bemuehen, sondern nur das Questlog abarbeiten. Oede.
Kurz und gut, DA2 ist weder Fisch noch Fleisch. Fuer ein klassisches RPG zu entkernt und fuer ein Action-RPG grafisch und vom Leveldesign zu trist. Gutes Mittelmass. Einzig die Geschichten und Beziehungen zwischen den Companions sind ein Lichtblick.
Fuer ein Erstlingswerk einer Spieleschmiede waere es ein wirklich gutes Spiel. Aber fuer Bioware - da hat man hoehere Erwartungen.
Fuer einen Nachfolger wuerde ich mir wuenschen, dass es zwei Spielvarianten gibt und man bei der Installation zwischen dem Gameplay eines Action-RPG (Diablo) und klassichem RPG (Baldur's Gate) waehlen kann. Das muss doch machbar sein und wuerde sich sicher sehr positiv auf die Verkaufzahlen niederschlagen.

Bis hierhin gekommen? Danke und Glueckwunsch zu ihrer hohen Aufmerksamkeitsspanne ;)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 29, 2011 9:27 AM MEST


Dragon Age II (uncut)
Dragon Age II (uncut)

383 von 410 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen An diesem Nachfolger werden sich die Geister scheiden, 10. März 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Dragon Age II (uncut) (Computerspiel)
Nun ist endlich der ersehnte Nachfolger von Dragon Age Origins erschienen. Also ab ins Laufwerk und installiert. Noch schnell das Texturepack, das 1 GByte gross ist und man sich von der Biowareseite runterladen muss, nachgeschossen. Los geht's.
Doch halt, was ist das? Das sieht ja original aus wie die Demo. Also beendet und mal ueberprueft ob ich nicht vielleicht die Demo gestartet habe. Nein, war doch das Spiel. Erste Ernuechterung macht sich breit.
Ich waehle aus den vorgegebenen Klassen Schurke, Magier und Kaempfer einen maennlichen Schurken und erneut geht's los.
Hier stehe ich nun mit Mutter, Bruder und Schwester. Wir sind mit knapper Not dem Tod entronnen, als die dunkle Brut Lothering ueberrannt hat. Wir erinnern uns - hier haben wir im Teil 1 Leliana und Sten aufgegabelt. Der (vorgefertigte) Haupcharakter muss auf Grund des Bartwuchses mindestens 25 Jahre alt sein. Moment mal, meine Mutter hat sich fuer ihr Alter wirklich gut gehalten. Die ist nie und nimmer aelter als 35. Wie geht denn das? Moment mal die zweite: wir sind gerade knapp dem Tode entronnen - verdammt sehen wir gut aus. Schwester und Mutter huebsch frisiert, mein Bruder hat sich eben mal rasiert und alle zusammen stecken wir in adretter, frisch gewaschener Kleidung. Sehr seltsam.
Jedenfalls muessen wir schnellstens in naechste sichere Stadt Kirkwall. Also auf und durch die feindlichen Reihen kaempfen. Die Hurloks werden niedergemaeht und ein Oger hat auch keine Chance. Das war ja leicht. Kann mich nicht entsinnen, dass das im ersten Teil so einfach war. Ich stelle mal besser den Schwierigkeitsgrad von 'schwer' auf 'Albtraum'. Ja, schon besser.
Moment mal die dritte: wir Geschwister kaempfen um unser Leben und unsere Mutter steht unbeteiligt 10 Meter daneben. Die Gegner ignorieren sie vollstaendig. Unsichtbarkeitszauber oder was soll das?
Ploetzlich werden wir von Massen von Gegnern ueberrannt, das Ende naht. Da greift ein Drache in das Geschehen ein und schnetzelt alle Gegner. Dieser Drache entpuppt sich als Flemeth. (Morrigan hatte recht, sie wird einen Weg finden zu ueberleben). Aber meine Fresse sieht die veraendert aus. Die hat sich wohl unters Messer gelegt, neue Brueste anschrauben lassen und ihr Haupt ziert eine Asiafantasy-Frisur. War wahrscheinlich beim Imageberater. Wir schliessen mit ihr einen Handel: sie bringt uns in Sicherheit und wir tun ihr einen Gefallen.
Endlich sind wir vor den Toren von Kirkwall. Die Stadt wird von Fluechtlingen ueberrannt und man will uns nicht reinlassen. Geld zum bestechen haben wir leider nicht. Aber wir koennen uns fuer ein Jahr zur Leibeigenschaft verpflichten. Dann bringen uns wahlweise eine Soeldnergruppe oder eine Schmugglerbande in die Stadt. Mal ueberlegen - die Soeldner handeln mit Sklaven, dann doch lieber die Schmuggler. Diese Fraktion hat bestimmt die interessanteren Quests.
Na Hoppla, was ist denn DAS!? Jetzt laeuft eine Cutszene ab: Das Jahr ist rum, du hast alle Auftraege der Schmuggler erledigt, bist frei und in der Stadt. Hallo, ich habe nicht einen Schmuggler getroffen und keine einzige Aufgabe erledigt. Ich bin zum ersten mal als Spieler regelrecht frustriert. Wenn die restlichen neun Jahre ebenso schnell vergehen wird's ein verdammt kurzes Vergnuegen.
Ploetzlich laeuft mir ein Zwerg ueber den Weg. Sein Angebot: ich kann mich fuer 50 Goldstuecke in eine Expedition in die Tiefen Wege einkaufen. 50 Sovereigns sind ein kleines Vermoegen. Aber Mangels Alternativen bleibt mir leider nichts uebrig als auf Lootjagd zu gehen. Erinnert mich stark an die Quest "Finde Xardas". So jetzt Schluss mit Spoilern.
Bioware, das ist mit Sicherheit eines der schlechtesten Openings in einem Rollenspiel. Zum Glueck zieht die Atmosphaere durch die im weiteren Verlauf aufgesammelten Companions an. Auch die Geschichte wird um einiges facettenreicher ohne wirklich ueberragend zu sein. Es geht im Grunde um politische Intrigen innerhalb der Stadt Kirkwall und wie man eine Stadt auch ohne aeussere Bedrohung ins Chaos stuerzen kann.

Die Grafik
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ist kurz gesagt nicht zeitgemaess. Auch das Texturepack aendert das nicht wirklich. Die Gegend ist generell zu trist und leer. Die Stadt ist fuer eine von Fluechtlingen ueberlaufene City viel zu sauber und aufgeraeumt. Von Fluechtlingen weit und breit keine Spur. Die Stadt ist regelrecht entvoelkert. Von der drangvollen Enge im Gesindeviertel ist nichts zu spueren - tatsaechlich wohnt meine Elfe geradzu luxerioes in einem 100qm Loft mit 8m hohen Decken. Das was ich am Bildschirm sehe passt in keiner Form zu dem was mir Bioware erzaehlen will. Das Spiel laeuft ueber eine Zeitraum von 10 Jahren. Aber weder aendert die Stadt ihr Aussehen noch altern die Begleiter. Elfen altern ja langsamer - aber die anderen? Bei den NPCs hat sich Bioware sehr viel mehr Muehe gegeben. Die habe merklich bessere Texturen als die Umgebung und ein feine Mimik. Das bildet aber einen krassen Kontrast zur Umwelt und macht die Spielwelt zwiegespalten. Leider hat man sich mit den Koerpermodellen vertan. Die Elfen haben das Aussehen und den Koerperbau von schwindsuechtigen Na'vi aus Avatar und saemtliche Frauen haben einen Vorbau wie eine bayrische Kneipenwirtin.

Das Leveldesign
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ist ziemlich oede. Leere Schlauchlevel und kaum Verzweigungen. Verlaufen ist unmoeglich. Was aber gar nicht geht, das ist das Recycling. Hoehle A sieht exakt so aus wie Hoehle B oder C. Ab und zu ist mal eine Tuer verschlossen, aber dass das 1:1-Kopien sind erkennt man schon beim Betreten. Das ist ein absoluter Stimmungskiller.

Die Kaempfe
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sind aktionsreicher als im Teil 1. Zu dieser Aenderung werden Meinungen deutlich auseinander gehen. Dass ein Krieger mit einer schweren Plattenruestung aus dem Stand zwei Meter in die Luft springt und seinen Gegner mit einem Schwertschlag aus den Stiefeln haut, das erinnert eher an Beat 'em up ala Tekken. Auch dass die Gegner regelrecht zerstueckelt werden ist bei Angriffen mit Dolchen unglaubwuerdig und erinnert an Splattermovies.
Die Gegner kommen jetzt in Wellen. Hat man eine Gegenergruppe dezimiert folgen ploetzlich weitere. Das waere glaubwuerdig, wenn man sie bereits in der Ferne anruecken sehen koennte. Dann kann man sich darauf einstellen. Stattdessen poppen die neuen Gegner im Sichtbereich urploetzlich auf. Und das nicht nur aus einer Richtung, sondern haeufig auch von hinten. Dabei hatte man den Bereich doch gerade 'gesaeubert'. Magier werden jetzt viel haeufiger in Nahkaempfe verwickelt, was deren Gesundheit wenig zutraeglich ist.
Der Schwierigkeitsgrad ist um einiges geringer als in DA:O aber im hoehsten geht ohne Taktik nichts mehr. Zum Glueck. Die unteren beiden sind fuer Hack 'n Slay Fans gedacht, die oberen eher fuer Taktiker.

Nachtrag nach 40 Stunden Spiel fuer Taktiker:
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Ich habe DA:O im ersten Durchgang auf 'Schwer' und in zwei weiteren auf 'Albtraum' gespielt und ich habe die taktische Herausforderung genossen. Aber hier habe ich das nach 10 Stunden als Quaellerei empfunden. Und das nicht wegen des Schwierigkeitsgrades sondern wegen der stark eingeschraenkten Moeglichkeiten:
- keine isometrische Ansicht mehr, haeufig kann man nicht mal erkennen wo sich die eigenen Begleiter gerade aufhalten und ob bzw. von wem sie attackiert werden
- das hektische Rumgezappel erschwert es ungemein Ziele mit der Maus zu markieren
- Geradzu absurd ist es, dass Gegner erst angegriffen werden koennen wenn sie ihrerseits uns bemerkt haben und der rote Kringel unter ihnen erscheint. Dazu muss man sich ihnen haeufig auf 10-15 Meter naehern. Fernwaffen und Flaechenzauber verlieren so deutlich an Sinn. Ein Bogen ist nun mal keine Nahkampfwaffe.
- Das staendige Respawn von Mengen an 08/15-Gegnern aus dem Nichts in unmittelbarer Naehe von Magiern fuehrt haeufig zu deren sofortigen Tod durch 1-Hit-Kills. Ausserdem macht es taktische Planungen unmoeglich. Ich habe ja nichts gegen auftauchende Verstaerkung, aber bitte nicht so unglaubwuerdig und unfair.
- Diese Kanonenfutterkaempfe nerven und nehmen den Bossgegnern saemtlichen Reiz. Was war das fuer ein Kampf in DA:O gegen Flemeth oder den Hohen Drachen. In DA2 kann man auch gegen einen Hohen Drachen kaempfen, muss sich aber gleichzeitig gegen ca. 30 aufpoppende Baby- und Teenagerdrachen wehren. Da verkommt der Kampf gegen den eigentlichen Drachen zur Farce.
- Haeufig laufen Zauber und Spezialattacken ins Leere. Das anvisierte Ziel ist oft schon tot wenn der Angriff gestartet wird. Das liegt an dem Missverhaeltnis von Kampftempo und Aktivierungszeit der Attacken und Zauber.
Das alles und noch mehr fuehrt mMn. dazu, dass taktisches Vorgehen nicht wirklich Spass macht. Auch die haeufig geauesserte Meinung, dass man jederzeit pausieren und eine Spezialattacke ausloesen kann, verbessert das nicht (und hat kaum was mit Taktik zu tun). Es ist schlicht nicht oder kaum mehr moeglich die Gruppe als Gesamtheit taktisch einzusetzen. Nahezu jedes Gruppenmitglied wird unweigerlich in Naehkaempfe verwickelt. Es zaehlt nur noch DpS (Damage per Second).
Ich habe nach 15 Stunden frustriert den Schwierigkeitsgrad auf 'Leicht' gestellt und die Kaempfe automatisch ablaufen lassen. Ab und zu bei den Bosskaempfen mal eingegriffen und ansonsten zugeschaut. Einzig die Geschichte hat mich noch interessiert und ich habe es den Rest des Spiels wie ein Adventure gespielt. Sehr schade.
Am Anfang habe ich noch versucht mir das neue Kampfsystem irgendwie schoenzureden, aber es ist fuer Taktiker leider eine Enttaeuschung.

Quests und Storytelling
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das sind die Staerken von Bioware. Der Verzicht auf ein Szenario "Rette die Welt" finde ich von der Sache gut. Statt die Welt in Schwarz und Weiss zu teilen, laesst es Platz fuer Grau. Davon wird aber bei den Quests zu wenig Gebrauch gemacht. Wenn es keine Welt zu retten gibt, dann muessen die Quests auf eine andere Art motivieren. Das kann eigentlich nur ueber persoenliche Interessen des Hauptcharakters erfolgen. Aber zu selten betreffen die Quests den Protagonisten direkt.
Na vielleicht fesselt die Inszenierung: Ich erhalte eine Quest und begebe mich zum Zielort. Auf dem Weg durchquere ein Gebiet, das ich schon x-mal durchquert habe und bekaempfe die Fuellgegner, die ich schon x-mal bekaempft habe. Dann betrete ich einen Dungeon oder eine Lagerhalle, deren Grundriss ich bereits auswendig kenne. Ich weiss bereits im voraus wo Fuellgegner auftauchen werden. Ich sehe den etwas groessern Raum und weiss aus der Vielzahl vorheriger Quests, dass dort mein Zielgegner wartet. Ich kann weder einen Hinterhalt legen, noch kann ich den Konflikt durch Bedrohen, Ueberreden oder Bestechung loesen. Fast immer endet es in einer wuesten Klopperei. Das koennte eine angemietete x-beliebige Soeldnertruppe genauso erledigen. Das ist mir in einem Rollenspiel eindeutig zu wenig.
Die Quests an sich sind nicht schlecht aber auch nicht sonderlich fesselnd - guter Durchschnitt.

Fazit
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DA2 ist ein Rollenspiel, das offensichtlich in Richtung Action-RPG geht. Fuer diese Neuausrichtung ist die Grafik aber bejammernswert. Freunde klassicher RPG wuerde diese Grafik sicher nicht so stoeren, wenn das Gameplay komplex und fordernd waere. Die Komplexitaet wurde aber deutlich zurueckgeschraubt und taktische Kaempfe kaum moeglich. Es gibt keine sozialen und Handwerksfaehigkeiten mehr. Man kann seine Begleiter nur noch nach Vorgabe skillen, ihre Ruestungen kann man nicht mehr auswaehlen. Dialoge mit Stimmungsicons (gut, neutral/witzig, boese) machen das lesen und beurteilen der Dialogoption unnoetig. Sehr viele Kleinigkeiten, die im einzelnen unbedeutend sind, in ihrer Kombinationen aber ein tatsaechliches Eintauchen in die Spielwelt hemmen, verhindern ein atmosphaerisches Spielerlebnis.
Auch bleiben einem die Begleiter und ihre Motivationen fremd. Die abendlichen Treffen und Unterhaltungen am Lagerfeuer gibt es nicht mehr. Wenn ein Begleiter mit mir reden will erscheint ein Vermerk im Questlog. Auch Geschenke werden im Questlog vermerkt. Man muss sich somit nicht mehr aktiv um die Begleiter bemuehen, sondern nur das Questlog abarbeiten. Oede.
Kurz und gut, DA2 ist weder Fisch noch Fleisch. Fuer ein klassisches RPG zu entkernt und fuer ein Action-RPG grafisch und vom Leveldesign zu trist. Gutes Mittelmass. Einzig die Geschichten und Beziehungen zwischen den Companions sind ein Lichtblick.
Fuer ein Erstlingswerk einer Spieleschmiede waere es ein wirklich gutes Spiel. Aber fuer Bioware - da hat man hoehere Erwartungen.
Fuer einen Nachfolger wuerde ich mir wuenschen, dass es zwei Spielvarianten gibt und man bei der Installation zwischen dem Gameplay eines Action-RPG (Diablo) und klassichem RPG (Baldur's Gate) waehlen kann. Das muss doch machbar sein und wuerde sich sicher sehr positiv auf die Verkaufzahlen niederschlagen.

Bis hierhin gekommen? Danke und Glueckwunsch zu ihrer hohen Aufmerksamkeitsspanne ;)
Kommentar Kommentare (26) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 6, 2013 11:06 PM MEST


Arcania: Gothic 4 - Special Edition
Arcania: Gothic 4 - Special Edition
Wird angeboten von bafotec
Preis: EUR 19,99

101 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nette Grafik aber wo ist das Rollenspiel?, 18. Oktober 2010
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Das ist zwar ueberspitzt formuliert, trifft aber leider meiner Ansicht das Kernproblem von Arcania.
Wer auf Grund des Titels "Arcania: Gothic 4" erwartete, dass er einen Nachfolger der
Gothic-Serie erwirbt, der wird von Arcania sehr enttaeuscht sein.
ArcaniA ist absolut kein Gothic, weder vom Gameplay noch vom charakteristischen rauhen Charme.

Grafik:
Ein positiver Aspekt ist die Landschaftdarstellung. Hat man einen entsprechend leistungfaehigen
PC, wird diese sehr stimmungsvoll praesentiert. Dieser Eindruck wird aber gleich wieder durch
die Vielzahl von NPC-Klonen relativert. In Arcania muss einen unrealistisch hohen Prozentsatz
an Mehrlinggeburten geben haben. Das truebt die Atmosphaere erheblich.
Leider bleibt die Grafik der einzige positive Aspekt.

Gameplay:
Wie bei jedem Rollenspiel gibt es das typische Level- und Skillsystem.
Wer kennt das nicht: man fiebert einem Levelaufstieg entgegen um endlich eine coole Ruestung,
Waffe oder Zauberspruch benutzen zu koennen. Dann kann man endlich der Kreatur zeigen, die einem
bis vor kurzen noch gnadenlos plattgemacht hat, wo der Hammer haengt. In Arcania lassen einem
die Levelaufstiege nach kurzer Zeit kalt. Das hat mehrere Gruende:
- Man kann die Welt nich mehr frei erkunden und trifft somit nicht auf ueberraschend starke Gegener.
- Es ist voellig egal ob man sich als Magier, Ranger oder Nahkaempfer speziallisiert - die Gegner
scheinen keinen besonderen Staerken oder Schwaechen zu haben.
- Nach kurzer Zeit ist man sowieso eine zaubernde, Bogen schiessende und Schwert schwingende
Kampfmaschine.
- Der Schwierigkeitgrad ist allgemein erschreckend niedrig, dass man kaum Probleme hat die
Gegner im wahrsten Sinne des Wortes totzuklicken. Eine Taktik ist meist nicht noetig.
Da hatte ja selbst Diablo ein besseres Skill- und Klassensystem und das stammt aus dem Jahr 1997.

Spielwelt:
Obwohl die Grafik nett anzuschauen ist, so ist die Spielwelt doch verblueffend leblos und steril.
Diebstahl interessiert keinen NPC, bedrohlich auf dem Markt mit den Waffen rumzufuchteln ebenso
wenig. Es gibt Regale und Pulte aber keine Buecher oder Schriftrollen, man erfaehrt nichts zur juengeren
Geschichte. Man benoetigt weder Alchemietisch, Schmiede noch Feuer. Traenke werden in der Hosentasche
gebraut, Waffen werden in der Hosentasche geschmiedet und Fleisch wird... richtig, in der Hosentasche
gebraten. Guten Appetit.
Es gibt Tag- und Nachtwechsel ohne Wirkung. Naja es wird halt dunkel. Aber wenn ein Schmied um 10 Uhr
an der Esse steht, dann wird tut er es auch um 3 Uhr Nachts. Auch die Tierwelt kennt keine tag/nachtaktiven
Kreaturen. Man kann aber schlafen und das in Echtzeit. Das nenne ich mal Realismus ;->
Wenn man mit einer Horde verfolgender Gegner im Schlepptau in besiedeltes Gebiet kommt, dann stoert
das keinen NPC. Jeder geht seinen Tagwerk nach als ob es das normalste waere, dass Woelfe auf dem Dorfplatz
rumlatschen.

Quests:
Das alles koennte ich noch verzeihen, aber was man hier im Jahre 2010 als Quests anbietet das ist in
einem Rollenspiel nicht akzeptabel.
Das Alter Ego, das uebrigens Emo-Weichei ist, erwacht aus einem Albtraum und wird von einer jungen Frau
gekuesst. Entweder gibt's hier freie Liebe oder es ist Ehefrau in spe. Wie sich aus dem platten Dialog ergibt
ist's die Braut. Na gut, einem geschenken Gaul schaut man nicht ins Maul. Allerdings erfaehrt man nicht wie
es zu dieser Liaison kam und die Braut laesst einen ziemlich kalt. Zu allem Ueberfluss wird einem von Dritten
mitgeteilt, dass Ivy - so heisst das gute Stueck - schwanger ist. Erschuettert das mein Alter Ego, freut es
sich, fragt es sich ob es ueberhaupt der Vater ist? Nichts, Nada, Niente - der Spieler muss auch diese Tatsache
schlucken. Jetzt soll die Braut geehelicht werden - der Spieler hat wieder keine Wahl. Jetzt muss noch der
Schwiegervater ueberzeugt werden. Also auf geht's mit den Quests:
- Vertreibe Diego
- toete Goblins
- toete Hirsche
und toete Molerats. Warum das meinen kuenfigen Schwiegervater ueberzeugt, das wissen wohl nur die Entwickler.
Zum meinen Glueck wird das Dorf angegriffen und alle sterben - auch Ivy. Na was'n Glueck denke ich mir als Spieler.
Nun geht endlich das Heldenleben los. Ich soll auf Rache sinnen, so denken es sich die Entwickler. Dabei war mir
Ivy voellig egal. Ich will endlich das Rollenspiel spielen.
Was jetzt folgt ist ein einziges Trauerspiel an Quests:
Gehe zu A, finde x B oder toete y C und bringe sie D. So geht das die ganze Zeit. Der Spieler kann nichts entscheiden.
Es gibt keine Konfliktsituationen wie z.B. in Witcher, das gesamte Spiel laeuft wie auf Schienen. Das Korsett, das
mir die Entwickler verpassen, wird von Stunde zu Stunde enger. Die Quests sind oede, Dramaturgie nicht vorhanden.
Nach 10 Stunden hatte ich endgueltig die Schnauze voll.

Das ist kein Rollenspiel - das ist ein Hack 'n Slay-Spiel der einfachsten Art. Selbst 12-jaehrige sind hiermit unterfordert.

Das schlimmste, was man ueber ein Spiel sagen kann, das trifft auch auf Arcania zu: ES IST LANGWEILIG.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 13, 2011 9:03 PM MEST


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