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Rezensionen verfasst von
Stephan Teuber, Loquenz Unternehmensberatung GmbH "Stephan Teuber" (Leinfelden-Echterdingen)

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Der innere Kompass: Wege der Spiritualität
Der innere Kompass: Wege der Spiritualität
von Jorge Bucay
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reiseführer zum Thema Spiritualität, 21. November 2013
„Die Suche nach Spiritualität ist immer ein einzigartiger und persönlicher Weg: 'Eine
Wanderung ohne Karte, aber mit einer Richtung'.“

Dieser erste Satz auf dem Umschlag lässt viel erwarten. Und Bucay stellt als Reiseführer zahlreiches Kartenmaterial zum Thema Spiritualität zur Verfügung. Ein Beispiel aus den zahlreichen Karten, die bei Bucay v.a. aus Metaphern bestehen:

„Meister Chuang-tzu sagt: Stell dir vor, du gleitest gemächlich in deinem Boot auf einem ruhigen Fluss dahin und lässt dich ohne Eile in Richtung See treiben. Plötzlich siehst du ein zweites Boot, das in der sanften Strömung schaukelt und deinem immer näher kommt. Du versuchst Abstand zu gewinnen, um einen Zusammenstoß zu verhindern, doch es gelingt dir nicht. Das Boot, das sich von irgendeinem Steg losgerissen hat, stößt gegen den Bug deines Boots und hinterlässt ein paar tiefe Kratzer im glänzenden Lack. Du schaust erneut: In dem Boot ist niemand. Du versuchst es festzuhalten, damit es nicht weiter abtreibt. Der Zwischenfall gefällt dir nicht, vielleicht bedauerst du ihn, doch du ärgerst dich nicht. Chuang-tzu sagt: Warum und über wen solltest du dich ärgern?“ (S. 205-206).

Bucay lässt die Frage, wie das zu erreichen ist, sich nicht zu ärgern, offen. Das bleibt dann doch dem Leser überlassen. Mir gefallen diese zahlreichen Anregungen, die immer wieder das eigene Nachdenken in eine andere Richtung stupsen können, gut.

Und in der Beratung von Unternehmern und Unternehmen stelle ich immer wieder fest, wie lange wir in den gelernten oder gar eingefahrenen Denkmustern verhaftet bleiben. Das Buch ist vielleicht ein Beitrag, die eigene Fahrspur ab und zu – und wenn auch nur kurzfristig – verlassen zu können.


Das Buch der Diagramme: 50 Wege, um jedes Problem visuell zu lösen
Das Buch der Diagramme: 50 Wege, um jedes Problem visuell zu lösen
von Kevin Duncan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unser Hirn denkt visuell, 11. November 2013
Für alle diejenigen, die diese Funktionsweise des menschlichen Gehirns in ihren Präsentationen besser nutzen wollen, ist das Werk von Kevin Duncan gedacht. Seine Grundidee: Ausgehend von der These „Visualisierung steigert die Verständlichkeit und verbessert die Behaltensquote“ werden Hilfsmittel geboten, wie Zusammenhänge leichtgängig visualisiert werden können. Seine Zugangswege in den ersten drei Kapitel sind die Ausgangsformen des Designs: Dreiecke und Pyramiden, Vierecke und Achsen, Kreise und Torten. Daraus entwickelt er Visualisierungsvorschläge wie:
- Keile
- Die Mitte eines Dreiecks als Fokus
- Gitter und Quadranten
- Spiel mit Achsen und Größen
- Zielscheiben und Zwiebeln
- Teil- und Schnittmengen

In Kapitel vier stellt Duncan Vorschläge zur Visualisierung von Zeitverläufen in Form von Zeitleisten und Jahresansichten mit ihren spezifischen Möglichkeiten der Hervorhebung dar, um im abschließenden Kapitel fünf auf Flüsse und Konzepte einzugehen. Z.B. in Form von:
- Organigrammen
- Flussdiagrammen
- Eimer, Trichter, Eieruhr, Fliege als Argumentationsstruktur

Was Duncan leistet: Er liefert Ideen, wie die eigenen Gedankengänge mit Hilfe gut verständlicher und eingängiger Visualisierungen meinem Gesprächspartner leichter vermittelt werden können. Was er (leider) nicht leistet: fertige Argumentationen zu liefern. Da bleibt der Leser (Gott sei Dank) auf sich selbst verweisen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 9, 2014 8:39 PM CET


Führen Sie schon oder herrschen Sie noch? Eine Anleitung zum fairen Management
Führen Sie schon oder herrschen Sie noch? Eine Anleitung zum fairen Management
von Heinz Siebenbrock
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Provokanter Titel – umfangreiche Darstellung, 28. Oktober 2013
Götz Werner schreibt in seinem Geleitwort: „Das vorliegende Buch kann ich jeder Führungskraft ans Herz legen. Die Lektüre dieses Buches ermöglicht, sich die eigene Haltung und den eigenen Umgang mit Mitarbeitern bewusst zu machen“. Dieser Zielsetzung wird Heinz Siebenbrock in vollen Umfang gerecht.

Zu Beginn stellt er die klassischen Werte der Betriebswirtschaft (wie Sparsamkeit, Gewinnmaximierung, Wettbewerbsorientierung, Wachstum) in Bezug auf deren Wirkung Richtung Einstellung von Führungskräften in Frage. Im nächsten Schritt beschreibt er aktuelle Führungskonzepte um dann auf das Thema „gute Führung – auch eine Frage des Anstands“ zu kommen. In Verbindung mit modernen Managementkonzepten berichtet er aus sieben Praxisfällen. Seine Grundthese: es geht um faires Management!

Auch wenn man Siebenbrock seine Heimat als Professor für Wirtschaft an der Hochschule Bochum in der Ausführlichkeit seiner Darstellung anmerkt – das Buch lohnt sich! Und zwar genau zur Unterstützung eben jener Selbstreflexion, die Götz Werner in seinem Geleitwort ankündigt.

Die Zeit für diese Selbstreflexion ist im klassischen Führungsalltag i.d.R. recht knapp. Die Provokation des Buches ist es, sich diese Zeit zu nehmen!


The Big Five for Life: Leadership's Greatest Secret - Was wirklich zählt im Leben
The Big Five for Life: Leadership's Greatest Secret - Was wirklich zählt im Leben
von John Strelecky
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

4.0 von 5 Sternen Hoher Anspruch!, 21. Oktober 2013
John Strelecky, ein amerikanischer Autor zum Themenbereich Führung und Persönlichkeit hat sich mit diesem Werk viel vorgenommen. Er schließt damit seine bisherigen Titel wie „Das Cafe am Rande der Welt“ und „Safari des Lebens“ und präsentiert den Übertrag der Grundidee der „Big Five“ auf die Tätigkeit als Führungskraft und Unternehmer.

Seine Grundidee ist ein Gedankenexperiment: Wie wäre es, wenn jeder Tag unseres Lebens in einem Museum dokumentiert würde? Diese Fragestellung unterstützt das „im Moment präsent sein“. Wenn ich genau wüsste, dass jede Minute und Stunde meines Lebens für die Nachwelt festgehalten würde, würde ich dann Dinge tun, mit denen ich meine Zeit vergeude, die mich nicht bereichern und die nicht zu meinem Lebensziel passen? Wahrscheinlich nicht!

Diese Grundidee entfaltet Strelecky in einer recht typischen (amerikanischen) Businessfabel am Beispiel des fiktiven Unternehmers Thomas Derale. Auch wenn ich mich beim Lesen gefragt habe, ob die manchmal sehr emotionale Rahmenerzählung nicht eher vom Inhalt ablenkt, hat das Buch mich doch in seinen Bann gezogen.

Im Detail behandelt der Autor u.a. Fragestellungen und gibt Hilfestellungen zu deren Bearbeitung wie:

- Was ist mein Zweck der Existenz (ZDE)?
- Wie kann ich mich meinem ZDE nähern?
- Meine Mitarbeiter/-innen haben ihren eigenen ZDE. Wie gehe ich als Führungskraft damit um? Wie kann ich es fördern, dass sich meine Mitarbeiter/-innen ihrem ZDE nähren? Immer in der Grundannahme, dass ein/e Mitarbeiter/-in, der/die auf Dauer entgegen ihres/seines ZDE eingesetzt wird, die betrieblichen Projekte eher behindert als vorantreibt.
- Wie hängen Gewinne und Mitarbeiterzufriedenheit miteinander zusammen?

Mich hat das Buch aufgrund seines Facettenreichtums positiv überrascht. Beim Lesen haben sich immer wieder Anregungen für meinen beruflichen Alltag als Führungskraft daraus entwickelt. Und Umsetzungsschritte daraus bleiben meine Aufgabe.


Leben im Schwarm
Leben im Schwarm
Preis: EUR 28,80

5.0 von 5 Sternen Die Spielregeln der Netzwerkökonomie – im Überblick gut verständlich erklärt, 23. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Leben im Schwarm (Kindle Edition)
Der selbst gesetzte Anspruch von Markus Lause und Peter Wippermann ist hoch: „Wie Sie sich mit diesen Regeln [der Netzwerkökonomie, S.T.] in der sich rasant entwickelnden und immer komplexer werdenden globalen Wettbewerbssituation behaupten können, davon handelt dieses Buch“ (S. 12).

Mit dem breiten Spektrum über die gesellschaftlichen Aspekte, die technologischen Entwicklungen, die Auswirkungen auf menschliches Verhalten, Unternehmensstrukturen und Spielregeln der Zusammenarbeit bis hin zu den sich verändernden Werten, lösen die Autoren ihren selbst gesetzten Anspruch mit dem außerordentlichen breiten Überblick ein. Dadurch bietet sich das Buch v.a. für den ersten raschen Blick auf das Phänomen der Netzwerkökonomie an.

Mit zahlreichen Unternehmensbeispielen untermauert beschreibt das Autorenduo ohne große Wertung die aktuelle Situation. Manchmal erscheint die Darstellung fast zu euphorisch. Die Grenzen und der zusätzliche kritische Blick auf unerwünschte Erscheinungsformen wären sicher hilfreich gewesen. Z.B. ist Enterprise 2.0 eine klare Challenge, doch was dazu von Seiten der Führungskultur noch für Entwicklungsschritte zu gehen sind, würde mich auch interessieren. Da werden in Zukunft sicherlich nicht nur technologische Voraussetzungen eine Rolle spielen, sondern v.a. das Verhalten der Führungskräfte, wie z.B. ihr Umgang mit Vertrauensvorschuss, ihre Reaktion auf enttäuschtes Vertrauen u. ä.

Hilfreich hätte ich noch Hinweise gefunden, wie ich diese ausführlich skizzierten Spielregeln der Netzwerkökonomie auf meine eigene Unternehmenssituation transformieren kann. Doch das würde vielleicht solch ein Werk auch überfordern.


Virtuelle Teams
Virtuelle Teams
von Sonja App
  Broschiert
Preis: EUR 8,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Virtuelle Tools?, 19. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Virtuelle Teams (Broschiert)
„In diesem TaschenGuide erfahren Sie, wo die Chancen und Risiken der virtuellen Zusammenarbeit liegen und welchen Aspekten Sie bei der Führung eines virtuellen Teams besondere Aufmerksamkeit widmen sollten. Zahlreiche Praxisbeispiele, Checklisten und Übungen helfen Ihnen, den virtuellen Arbeitsalltag erfolgreich zu meistern.“ Soweit der selbst gesteckte Anspruch von Sonja App. Würde man diesen Anspruch als alleinigen Maßstab nehmen, dann wären 5 Sterne die Folge.

Ich vergebe nur 3 Sterne. Warum? Wenn ich über virtuelle Teams schreibe, dann ist die Virtualität ein wesentliches Element. Und diese wird v.a. in Form entsprechender Software abgebildet. Dieser Aspekt kommt bei Sonja App zu kurz. Mich hätte interessiert:
- Welche Tools bieten sich für virtuelle Teams an?
- Welches Tool hat welche Vor- und Nachteile?
- Für welchen Führungsansatz ist welches Tool hilfreich?

Leider geht Sonja App auf diese Fragestellungen praktisch nicht ein.

Im Vordergrund stehen Fragestellungen wie:
- Vor- und Nachteile von virtuellen Teams
- Wie virtuelle Teams besetzen?
- Wie über Distanz führen?
- Wie kommunizieren und das tägliche Geschäft gestalten?
- Arbeitskultur und interkulturelle Zusammenarbeit.

Man merkt dem Buch deutlich an, dass Frau App vom Thema Diversity her kommt. Das schmälert den Inhalt des Werkes keineswegs. Nur leider kommt dies im Titel nicht voll zum Ausdruck.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 23, 2013 8:54 AM MEST


Lean Administration: Das Ergebnis zählt - Der Weg zu nachhaltig schlanken Prozessen auf den Teppichetagen
Lean Administration: Das Ergebnis zählt - Der Weg zu nachhaltig schlanken Prozessen auf den Teppichetagen
von Ingo Laqua
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lean hat (endlich) den Weg aus den Werkshallen und Produktionsprozessen heraus gefunden, 7. August 2013
Der Autor versteht Lean als einen ganzheitlichen Ansatz, „mit dem die Schlagkraft der administrativen Bereiche, einschließlich Entwicklung und Konstruktion erhöht und die Gemeinkosten dennoch nachhaltig reduziert werden“ (S. 9). Für ihn birgt Lean Administration genau dieses Potenzial und ist dadurch „im heutigen Industriebetrieb alternativlos“ (S. 9). Damit ist auch gleich das Programm des Buches umrissen.

Ingo Laqua will:
- Aufzeigen, was dieser ganzheitliche Ansatz ist – also beschreiben.
- Methoden vermitteln, die diesen Ansatz stützen – also Know-how weitergeben.
Und – was mir gut gefällt –
- Lean als einen Ansatz nicht nur auf der handwerklichen Ebene, sondern als Change im Mind-Set vorstellen.

Aufgrund seiner über 25jährigen Erfahrung mit dem Thema Lean v.a. in der Industrie kann der Autor aus dem Vollen schöpfen und weckt mit seinem Vorwort entsprechende Erwartungen beim Leser. Wie geht er vor?

In Kapitel 1 „Lean Administration“ stellt er Lean als einen Bestandteil modernen Managements dar.

In Kapitel 2 „die Vorgehensweise“ zeigt er auf, dass Lean nicht nur ein Projekt unter vielen ist, sondern eine grundlegende Einstellung oder gar Philosophie.

Mit den nächsten vier Kapiteln kann Laqua aus seinem Fundus schöpfen:
- Wie erkenne ich Prozesse?
- Wie schaffe ich die Voraussetzungen für die Einführung von Lean?
- Methoden nicht um ihrer selbst Willen, sondern Methoden müssen wirken!
- Wie überzeuge ich Mitarbeiter/-innen – indem ich sie abhole!

Das Werk ist wirklich ein Steinbruch für die Anwendung von Lean in den administrativen Bereichen. Laqua zeichnet sich durch seine Liebe zum Detail aus. Natürlich stellt er Prozessmapping als eine Methode zur Erfassung und Visualisierung von Unternehmensprozessen dar. Und dann führt er „en passant“ sehr eingängig die Wertstromanalyse ein. Man spürt beim Lesen das praktische Beispiel, auch wenn es natürlich anonymisiert dargestellt ist. Je nach eigener Fokussierung, bin ich zuversichtlich, dass jeder Leser auf die eine oder andere Art in diesem Methodenbuch fündig werden wird.

Etwas irritierend fand ich den Satz auf dem Buchtitel: „Der Weg zu nachhaltig schlanken Prozessen auf den Teppichetagen.“ Das Wort „Teppichetagen“ scheint mir da leicht abwertend verwendet worden zu sein. Laqua gibt in dem vorliegenden Buch keinen Anlass, diese Abwertung glaubhaft werden zu lassen. Umso mehr frage ich mich, ob dieser Unterton auf dem Titelblatt sein musste.

Doch wie dem auch sei: Das Buch ist absolut lesenswert und hat seine fünf Sterne wirklich verdient.


Wer wir sind, und was wir wollen: Ein Digital Native erklärt seine Generation
Wer wir sind, und was wir wollen: Ein Digital Native erklärt seine Generation
von Philipp Riederle
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Netter Einstieg in das Thema GenY – Tiefgang?, 7. August 2013
Ein Digital Native erklärt seine Generation. Der Titel reizt mich als Digital Visitor. Hier kommt ein Insider zu Wort. Und so ist es auch!

Philipp Riederle beschreibt seine Generation engagiert, wortreich, episodisch und auch etwas naiv. Ich hätte mir gewünscht, dass er noch intensiver übersetzt und deutet.

Der Stil des Buches ist bereits mit dem ersten Satz transparent: „Ich bin Philipp Riederle und etwa so alt wie das Internet.“ In dieser Ich-Perspektive verbleibt er auch. Er schildert das Selbstverständnis und die Stimmung der Generation Y. Das ist am Anfang faszinierend, trägt aber über 250 Seiten den Spannungsbogen nicht.

Gewünscht hätte ich mir eine stärkere Binnendifferenzierung. Wenn ich mir die Shell-Studien anschaue, dann ist eine Generation eben genau nicht so eindeutig einer Szene zuzuordnen. Hier wäre es interessant gewesen, wie geht denn die GenY mit den eigenen Alterskollegen um, die die Faszination der digitalen Welt nicht im gleichen Ausmaß teilen? Meine Beobachtung in der eigenen Verwandtschaft dazu: es ist ein sowohl (digitale Welt) als auch (echtes Treffen/echte Erlebnisse).

Der große Vorteil von Riederle ist jedoch auch sein unverhüllter Einblick, nicht in eine ganze Generation, aber in eine sehr medienwirksame Facette dieser jungen Generation.

Für den Leser bleibt die spannende Aufgabe, was hat dieses Selbstverständnis für unsere zukünftige Art und Weise, wie wir Arbeit gestalten, zur Folge? Sollte Riederle dazu sein zweites Werk auf den Markt bringen, dann würde ich es auf jeden Fall bestellen!


Workbook Change Management: Methoden und Techniken
Workbook Change Management: Methoden und Techniken
von Dietmar Vahs
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,95

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Workbook Change Managment!?, 6. August 2013
Die Autoren nehmen sich vor „eine systematische, übersichtliche und kompakte Darstellung der für die Praxis relevanten Instrumente des Veränderungsmanagements“ zu liefern, „die es den Verantwortlichen ermöglichen soll, in jeder Phase des Wandels das passende Werkzeug einzusetzen“ (Vorwort der Verfasser). Dieses Ziel ist den Autoren offensichtlich gelungen. Auf 400 Seiten stellen sie die unterschiedlichsten Instrumente des Change-Managements dar. Angefangen von der Vorbereitung eines Changes über Instrumente zur Analyse und Diagnose und Konzepterarbeitung bis hin zu Implementierung, Umsetzung und Kontrolle.

Die Erläuterungen sind jeweils knapp und übersichtlich gehalten und immer wieder am Beispiel der fiktiven Firma „Speedy GmbH“ illustriert. Dass die Tiefe bei knapp 90 Instrumenten aufgrund des zur Verfügung stehenden Platzes begrenzt bleiben muss, versteht sich von selbst.

Der Titel „Workbook“ scheint mir etwas irreführend zu sein. Mir ist Workbook als Arbeitsheft, Werkheft oder Übungsbuch vertraut. Vahs und Weiand bieten dagegen eher einen Überblick für den Einstieg ins Change Management. Diesen aber sehr umfangreich und sehr engagiert.

Etwas zu kurz kommen mir zwei Aspekte:

- Zum Einen das reine nebeneinander Stellen der einzelnen Instrumente. Ich könnte mir vorstellen, dass es z.B. in der Implementierung und Umsetzung hilfreich sein könnte, exakter zu gliedern – in Instrumente, die 1:1 einzusetzen sind, in Teams und Abteilungen oder übergreifende Instrumente wie Großgruppenverfahren. Auch bleibt unklar warum z.B. Action Learning dargestellt wird, die Dialog-Methode aber nicht.

- Zum Anderen - und das ist im Jahr 2013 der schwerwiegendere Mangel – kommt im Stichwortverzeichnis das Thema Einsatz von social media im Change Management nicht vor. Zwar finden sich Methoden wie:
o Chat
o E-Mail
o FAQs.

Doch die Entwicklung ist längst weitergegangen, wie z.B. barcamps, microblogging-Plattformen oder Intranet-/Internet-basierte Workspaces zeigen. Hier sind über aktuelle Methoden und Technologien kaum Hinweise zu finden. Alleine beim Stichwort Moderation bietet die virtuelle Welt zahlreiche praktische Instrumente (Konferenztools, shared Work-spaces…).


Das Ziel: Ein Roman über Prozessoptimierung
Das Ziel: Ein Roman über Prozessoptimierung
von Eliyahu M. Goldratt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Roman über Prozessoptimierung, inklusive Liebesgeschichte, 27. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Goldratt und Cox schreiben im Stil eines Romans über die Einführung, Umsetzung und Optimierung der Prozesse in einem produzierenden Betrieb. Auf dieser Romanebene ist das Buch eine wahre Fundgrube für Mindsets, die dem Thema Lean entgegenstehen oder bei seiner Umsetzung unterstützen. Hier gelingt es den beiden Autoren auch gut, die Gratwanderung zwischen reinem Arbeitsbuch zur Prozessoptimierung inklusive Arbeitsblätter und Checklisten und reinem Grundsatzwerk über Lean zu wahren. Insbesondere die äußerst unterschiedlichen Reaktionen auf der Ebene des Managements, der beteiligten und betroffenen Führungskräfte als auch der Werker in der Produktion sind gut eingefangen. Hier heißt es aufmerksam zu lesen, damit nicht alle Erfahrungen (v.a. die misslichen) in der eigenen Praxis selbst erlebt werden müssen.

Der zweite Handlungsstrang ist die angespannte Ehe des Werksleiters. Diese wird in die Schilderung der Prozessoptimierung eingeflochten. Die Frage wofür bleibt offen.

Man könnte dem Buch vorwerfen, dass es in der Beschreibung der Prozessoptimierung, nicht detailliert genug ist. Ich finde es gerade wohltuend, dass es einen etwas gröberen Granulierungsgrad wählt. Dadurch wird mehr Überblick gegeben. Und bei Bedarf scheuen sich die Autoren auch nicht ins Detail zu gehen, wie die Seiten (120ff) über die Optimierung des Durchsatzes, die Arbeitsunterlagen dazu u.ä. zeigen.


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