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Rezensionen verfasst von
Stephan Teuber, Loquenz Unternehmensberatung GmbH "Stephan Teuber" (Leinfelden-Echterdingen)

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Die Sinn-Diät: Warum wir schon alles haben, was wir brauchen - - Philosophische Rezepte für ein erfülltes Leben
Die Sinn-Diät: Warum wir schon alles haben, was wir brauchen - - Philosophische Rezepte für ein erfülltes Leben
von Rebekka Reinhard
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollten sie unbedingt lesen!, 8. Januar 2010
Man braucht kaum ein Prophet sein, um vorauszusagen, welche Themen die Magazine in den Tagen nach Weihnachten wieder rauf und runter beten werden: Wie nehme ich nach der Festtagsmast wieder ab? Welche Diät ist dieses Mal die ultimative? Und wie nehme ich ab, indem ich über die Feiertage zügellos schmause?

In diesem Kontext ist mir ein Buch von Rebekka Reinhard "Die Sinn-Diät" ins Auge gestochen. In ihrem Untertitel "Warum wir schon alles haben, was wir brauchen - Philosophische Rezepte für ein erfülltes Leben" deutet sie auch gleich die Lösungsrichtung an. Die promovierte Philosophin gibt uns Tipps "Wie wir uns vom Un-Sinn befreien". Indem Reinhard 14 Themenfelder, angefangen vom Umgang mit Perfektionismus und Option über "Wie man Zeit-Monster besiegt" und der Frage nach dem Guten bis hin zu Pessimismus und Unzufriedenheit untersucht, deckt sie das im alltäglichen Leben und Arbeiten Erfahrbare ab.

Besonders gelungen finde ich ihre konkreten Rezepte, z. B. in dem Kapitel über Big Talk und andere Kommunikations-probleme. Hier empfiehlt sie, von bspw. dem oberflächlichen Durchblättern von Fachzeitschriften und Trendmagazinen eine zeitlang abzusehen und diese Zeit lieber in Klassiker (z. B. Goethe, Dostojeweski und Mann) zu investieren. Lieber den Gang in die Tiefe zu wagen, anstatt oberflächlichem Fun zu frönen. Das Ganze würzt Reinhard mit Geschichten und Erzählungen, die das Aufgezeigte wieder liebevoll relativieren. Ein Zen-Gleichnis mit dem Titel "Der Narr und der Theologe" sei hier vollständig zitiert:

Ein Zen-Mönch lebte mit seinem einäugigen und einfältigen Bruder. Eines Tages kündigte sich ein berühmter Theologe an, der von weither kam, um den Mönch zu treffen. Da dieser jedoch bei dessen Ankunft nicht zugegen sein konnte, sagte er seinem Bruder: "Empfange diesen Gelehrten würdig und behandle ihn gut! Halte den Mund und alles wird gut gehen!" Mit diesen Worten verließ er das Kloster. Bei seiner Rückkehr suchte er umgehend seinen Besucher auf:

"Hat mein Bruder Sie gut empfangen?", erkundigte er sich. Der Theologe antwortete ihm überschwänglich: "Ihr Bruder ist wirklich außerordentlich. Wahrhaft ein großer Theologe!" Der Mönch brachte nur stotternd hervor: "Wie bitte? Mein Bruder ... ein ... Theologe ...?" "Wir hatten ein faszinierendes Gespräch", entgegnete der Gelehrte, "bei dem wir uns nur mit Gesten unterhielten. Ich zeigte ihm einen Finger, er zeigte mir zwei. Ich antwortete ihm logischerweise mit drei Fingern. Woraufhin er mich sprachlos machte, indem er mir eine geschlossene Faust zeigte und so die Diskussion beendete... Mit einem Finger verkündigte ich die Einheit Buddhas. Mit zwei Fingern erweiterte er meinen Blickwinkel, indem er mich daran erinnerte, dass Buddha nicht von seiner Lehre getrennt werden kann. Entzückt von seiner Antwort antwortete ich ihm mit drei Fingern, dass Buddha durch seine Lehre in der Welt wirkt. Darauf fand er im Zeichen der geballten Faust die erhabene Antwort: Buddha, seine Lehre und die Welt sind eins. Der Kreis war geschlossen.

Etwas später suchte der Mönch seinen einäugigen Bruder auf: "Erzähl mir, was zwischen dir und dem Theologen passiert ist." "Ganz einfach", erwiderte der Bruder. "Er verspottete mich, indem er mir einen Finger zeigte und mir so zu verstehen gab, dass ich nur ein Auge habe. Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen und ich antwortete, dass er Glück hätte, beide Augen zu besitzen. Doch bestand er hartnäckig auf seinem Spott: "Wie dem auch sein, zusammen haben wir drei Augen." Diese Bemerkung brachte das Fass zum überlaufen. Ich zeigte ihm meine geballte Faust und drohte so, ihn auf der Straße niederzuschlagen, wenn er seine üblen Bemerkungen nicht bald sein ließe."

Glauben wir Watzlawick (zwei Seiten einer Kommunikation) oder Schulz von Thun (vier Seiten einer Nachricht), dann bleibt ja noch offen, was die beiden da jetzt tatsächlich miteinander (?) kommunziert haben und was davon wohl das Richtige ist"

Mich fasziniert an der "Sinn-Diät" von Reinhard, dass wir solchen Phänomenen durch Rück-Besinnung auf die Schliche kommen können.


Work-Life-Balance: Wie Sie Berufs- und Privatleben in Einklang bringen
Work-Life-Balance: Wie Sie Berufs- und Privatleben in Einklang bringen
von Manfred Cassens
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,50

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz und übersichtlich auch Hintergründe und Zusammenhänge verstehen., 21. September 2009
Die Krise ständig präsent und immer noch bedrohlich. Vielleicht stellen Sie sich die Frage: Was soll ich jetzt mit einem Buch zur Work-Life-Balance? Doch viele Menschen spüren gerade jetzt ihre ganz persönlichen Grenzen, wo mehr Leistung und Flexibilität gefordert wird, wo der Druck zunimmt und so vieles aus dem Ruder läuft.
Manfred Cassens liefert in seinem Buch Work-Life-Balance - Wie Sie Berufs- und Privatleben in Einklang bringen mehr als nur simple Tipps und Hinweise zu einem ausgeglichenen Leben. Er versteht es in einfacher und klarer Sprache seinen Lesern die nötigen Zusammenhänge aufzuzeigen und erklärt Hintergründe ohne in theoretische Abhandlungen zu verfallen.

Das Buch beginnt mit einem spannenden Vergleich der unterschiedlichen historisch geprägten Gesundheitsverständnisse in westlichen und fernöstlichen Kulturen. Danach geht Cassens auf die möglichen psychischen Folgen von dauernder (Fehl-)Belastung ein. Themen wie Stress, Schlafstörungen und Depressionen finden ebenso Raum wie die Bereiche Burn-out und chronisches Müdigkeitssyndrom. Natürlich werden in einem eigenen Kapitel auch körperliche Veränderungen als Folgen dauernder Voll- oder Fehlbelastung angesprochen.

Der dritte Teil liefert Möglichkeiten zur Umsetzung von Präventionsprogrammen, im privaten und unternehmerischen Bereich. Den Abschluss bilden rechtliche Aspekte der Work-Life-Balance. Das Buch gibt dem Leser auch immer wieder zu den einzelnen Themen praxisnahe Tipps für den Alltag oder Hinweise, wo man weitere Informationen finden kann. Beim Lesen wird klar, dass die Balance von Beruf und Privatleben sehr viele Facetten hat - von der Ernährung und Sport, über Anerkennung und Philosophie hin zu Arbeitsplanung und Ergonomie - und nicht schnell und einfach zu erlangen ist.

Es ist ein Prozess, der Geduld und Ausdauer verlangt, Bereitschaft sich zu verändern und Wissen über die Zusammenhänge voraussetzt. Die Umsetzung kann nicht mittels eines "Turnarounds" geschehen, auch wenn manchmal schwere Erkrankungen (Stichwort Herzinfarkt) ausschlaggebend dafür sind, dass Menschen ihre Gewohnheiten verändern.

Das Buch "Work-Life-Balance" von Manfred Cassens richtet sich an all jene, die sich beruflich oder privat zu diesem Thema kurz und übersichtlich informieren wollen, und Wert darauf legen auch die Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen.


Death by Powerpoint: How to Avoid Killing You Presentation and Sucking the Life Out of Your Audience, Your Effective Tip-Kit for the Effective Use of Powerpoint
Death by Powerpoint: How to Avoid Killing You Presentation and Sucking the Life Out of Your Audience, Your Effective Tip-Kit for the Effective Use of Powerpoint
von Cherie Kerr
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,74

5.0 von 5 Sternen Death by Powerpoint. Powerpoint geht auch anders!, 28. Januar 2009
Auf der steten Suche nach einem Buch mit Anleitungen wie man PowerPoint Präsentationen aufpeppen und noch ansprechender gestalten kann bin ich über den Titel "Death by Powerpoint" von Cherie Kerr gestolpert.

Gesucht habe ich weitere technische Tipps, Formatierungshinweise und vielleicht ein paar gute Beispiele.
Gefunden habe ich ein kleines Buch, welches den Fokus auf den wahren Grund einer jeden PowerPoint Präsentation lenkte - und das hat nichts mit technischen

Firlefanz und benutzerdefinierter Animation zu tun.

Eine Präsentation soll Interesse wecken, damit die Zuhörer im Abschluss aktiv werden und handeln. Wenn die Zuhörer, wie es leider bei vielen Präsentationen der Fall ist, nach kurzer Zeit abschalten können sie dieses Ziel nicht erreichen.

Kerr zeigt auf, wie man die Zuhörer von Anfang bis zum Ende für sich einnimmt, wie sie die Präsentation in ein, für den Zuhörer einprägsame Erlebnis umwandeln. Besonders hilfreich und leicht einprägsam sind die sieben Tipps zum Inhalt und zur Vortragsweise. Wie oft haben wir schon gehört auf den Powerpoint Folien nur die Kernaussagen prägnant aufzulisten und wie oft sehen wir hoffnungslos überfüllte Folien. Kerr hilft diese Kernaussagen herauszufiltern, nach dem Motto "weniger ist oftmals mehr".

Kerr macht deutlich, dass es sowohl eines stichhaltigen, zusammenhängenden Inhaltes, als auch eines starken professionellen Vortrages, für das Gelingen einer guten Präsentation bedarf. Das Eine ohne das Andere führt nicht zum Ziel. Die Kernaussage von Kerr: arbeiten Sie mehr am sachlichen Inhalt und an der Art ihrer Vortragsweise, als an, mit noch mehr technischen Spielchen vergewaltigten, Powerpoint Slides.

Ich kann allen, die, ob nur ab und zu, oder täglich mit PowerPoint präsentieren, dieses Buch empfehlen.

Hans-Gerd Dobben


Klardeutsch.: Neuro-Rhetorik für Manager
Klardeutsch.: Neuro-Rhetorik für Manager
von Markus Reiter
  Gebundene Ausgabe

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klardeutsch. Tipps zum treffsicheren Formulieren, 9. Dezember 2008
Im Führungsalltag deutscher Manager kommt es vor allem auf eins an: adressatengerechte Kommunikation, die den Empfänger zuverlässig erreicht. Dass dies manchmal gar nicht so einfach ist, wie es sich anhört, diese Erfahrung haben wir wohl alle schon einmal gemacht. "Klardeutsch" richtet sich an Führungskräfte, die ihr Kommunikationsvermögen trainieren und sicherstellen wollen, dass das, was sie sagen, genauso verstanden wird wie sie es beabsichtigt haben. Dabei stützt sich Autor Markus Reiter auf neueste Erkenntnisse der Hirnforschung und auf altbewährte Techniken, beides praxisnah aufbereitet und sofort anwendbar.

Er betont die Wichtigkeit von Gesten, da sie dem Gesagten mehr Gewicht verleihen und das Gesagte ergänzen - das Zusammenspiel von Körpersprache und verbaler Kommunikation erhöht die Treffgenauigkeit. Neue und wichtige Inhalte sollten durch Heben der Stimme be-tont werden, vertraute Worte benutzt und auf Anglizismen verzichtet werden, da es mühsam für unser Gehirn ist, die Vermischung zweier Sprachen in einem Text oder einer Ansprache zu verarbeiten.

Nachrichten werden umso besser verstanden, je konkreter sie sind! Worte wie "Innovationen, Herausforderungen, Lösungen, Prozesse, Projekte, Missionen und Visionen" dominieren den Arbeitsalltag in Unternehmen und werden nahezu inflationär benutzt. Dies führt zu einer Übersteuerung oben genannter Vertrautheit und dazu, dass ihr Gebrauch für unser Gehirn keine Überraschung mehr darstellt; der Text rutscht einfach durch und wir können uns nicht mehr erinnern, um was es eigentlich ging. Die Folgen im beruflichen Kontext sind leicht vor-stellbar.

Insgesamt behandelt "Klardeutsch" zwölf Erkenntnisse zum Sprechen, die durch wertvolle Tipps zum Schreiben und Lesen von Texten abgerundet werden. Dies verleiht dem Buch einen hohen Nutzwert.
Fazit: Reiter verknüpft Theorie und Praxisbeispiele mit Handlungsempfehlungen in einer ansprechenden, leicht zu lesenden Weise und erfüllt so bestens den Anspruch des Buchtitels.

Empfehlenswert für alle, die auf Anhieb treffsicher formulieren möchten!


The Heart of Change: Real Life Stories of How People Change Their Organizations
The Heart of Change: Real Life Stories of How People Change Their Organizations
von John P. Kotter
  Gebundene Ausgabe

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Heart of Change. Das Praxishandbuch zum Klassiker, 9. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sechs Jahre nach dem wegweisenden 'Leading Change' schiebt John P. Kotter unter Mitarbeit von Dan S. Cohen das entsprechende Praxishandbuch hinterher: 'The Heart of Change: Real-Life stories how people change their organizations' beschreibt die erfolgreiche Durchführung von Veränderungsprozessen in Unternehmen an Hand seines achtstufigen Prozesses. Das Buch ist entsprechend diesen Stufen in einzelne Kapitel gegliedert.

Im Einzelnen:

1. Veränderungsdruck aufbauen
2. Führungskoalition aufbauen
3. Vision und Strategie des Wandels entwickeln
4. Vision des Wandels kommunizieren
5. Empowerment auf breiter Basis herstellen
6. Kurzfristige Ziele ins Auge fassen
7. Erfolge konsolidieren und weitere Veränderungen ableiten
8. Neue Ansätze in der Kultur verankern

Die acht Stufen werden in der Einleitung kurz abgehandelt, der Fokus dieses Buches liegt eindeutig auf ihrer praktischen Anwendung. Für diejenigen Leser, die aus Zeitgründen oder Gewohnheit die Einleitung überspringen, beginnt jedes Kapitel mit einer wirklich knappen Wiederholung der jeweiligen Stufe. Es folgen prägnante Fallbeispiele, die sich ausschließlich auf die wichtigen Aspekte der Stufe konzentrieren. Die Fallbeispiele übersteigen selten zwei Buchseiten und werden direkt im Anschluss vor dem theoretischen Hintergrund analysiert. Die Analyse ist ebenso knapp wie das Beispiel und lenkt die Aufmerksamkeit daher auf das, was Change Manager für einen erfolgreichen Veränderungsprozess beachten müssen. Beispiele und Theorie sind grafisch von einander abgetrennt, was dem Leser eine leichte Orientierung ermöglicht.

Veränderungsmanager, die Change gerade am eigenen Leib bzw. in der eigenen Firma verspüren, finden vielfältige Übungen: lösungsorientierte Fragenkataloge zur ersten Stufe 'Veränderungsdruck aufbauen' liefern eine gute Richtlinie zur Überprüfung, ob der Veränderungsdruck bereits auf allen Ebenen sichtbar ist und was getan werden kann, um ihn an allen wichtigen Stellen präsent zu machen. Ebenso werden andere Methoden praxisnah vorgestellt, um den Status Quo des eigenen Change Prozesses beurteilen zu können. Das Ende jeden Kapitels bilden prägnant zusammengefasst die Do's und Don'ts für erfolgreiches Change Management, entwickelt aus den Faziten der vorgestellten Fälle.

Die gelungene Mischung aus Theorie, praktischer Anwendung und wertvollen Umsetzungstipps macht dieses Buch zu einer spannenden, kurzweiligen und informativen Lektüre: Der eigene Blickwinkel wird geweitet, Offenheit und Mut zu individuellen Lösungen werden geschaffen. Die kurzen Beispiele bieten einen schnellen Überblick über die wichtigen Aspekte jeder Stufe und erlauben dem Leser, die Quintessenz mit der Lektüre weniger Zeilen aufzunehmen. Durch die Vielzahl an Beispielen findet man leicht Parallelen zu eigenen Veränderungsprozessen und Inspiration fürs eigene Vorgehen.

Es eignet sich gleichermaßen für Change Manager und für jeden Leser, der interessante Einblicke in die sich schnell drehende Unternehmenswelt sucht. Bleibt noch anzumerken, dass das Buch nur in englischer Sprache erhältlich ist und es daher einem einigermaßen sicheren Umgang mit derer bedarf.


Energiekompetenz. Produktiver denken - Wirkungsvoller arbeiten - Entspannter leben Eine Anleitung für Vielbeschäftigte, für Kopfarbeit und Management
Energiekompetenz. Produktiver denken - Wirkungsvoller arbeiten - Entspannter leben Eine Anleitung für Vielbeschäftigte, für Kopfarbeit und Management
von Verena Steiner
  Taschenbuch

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die eigene Produktivität sinnvoll steuern., 1. Dezember 2008
Kopfarbeit in Unternehmen erfordert Hochleistung, mental, psychisch und physisch. Anders als im Sport gehen die wenigsten Kopfarbeiter bewusst und sensibel mit ihrer Leistungsfähigkeit um, sondern "beißen" sich mehr oder weniger erfolgreich durch den Tag. Verena Steiner wirbt sehr überzeugend für einen klugen Umgang mit der eigenen Produktivität und zeigt viele Wege auf, die eigenen Ressourcen im Arbeitsalltag besser auszuschöpfen.

Sind Sie ein Morgen - oder Abendtyp? Zunächst geht es darum, sensibel zu werden für die inneren Rhythmen und zu erkennen, in welchem Wechsel Primetime, Hoch- und Tiefphasen individuell durchlebt werden. Die Wichtigkeit von rhythmus-unterstützenden Gewohnheiten und regelmäßigen Pausen für die Produktivität und das Wohlbefinden werden deutlich. Spannend die Erkenntnis, wann Aufputschmittel wie Koffein am meisten Wirkung erzielen (in der Up-Phase, nicht in der Downphase, also den Espresso nach dem Mittagessen besser weglassen!) und welche negativen Wirkungen Nonstop-Aktivitäten bis ins Wochenende hinein haben. Wichtiges Motto: Die Hochs verstärken anstatt die Tiefs wegdrücken!

Im Teil 2 geht Verena Steiner auf die Unterscheidung zwischen negativer Anspannung - der größte Feind der Leistungsfähigkeit - und positiver Energie ein. Wie können Energiezustände und Stimmungen bewusster wahrgenommen und beeinflusst werden? Chronisch angespannte Menschen nehmen ihre Anspannung gar nicht mehr bewusst wahr. Die Energie-Anspannungsmatrix ist daher ein hilfreiches Tool, um Energiezustände zu reflektieren und bei Anspannung schnell gegen zu steuern mit Pausen, Bewegung, netten Kontakten oder angenehmen Tätigkeiten. Ziel ist es, möglichst intensiv den Zustand der Calm Energy auszukosten, d.h. der Zustand, wo Entspannung mit hoher Energie einhergeht.

Ein Tipp zur Steigerung der Produktivität, den jeder sofort umsetzen kann: Arbeiten in Runden, d.h. Dinge erst nochmals überschlafen und so eine Vorbereitungs- von der Ausführungsphase trennen. Dabei nutzen wir den Effekt, dass das Gehirn in der Entspannung weiter arbeitet und die Intuition wird als intellektueller Erkenntnisprozess aktiviert.

Der ganzheitliche Ansatz zur Energiekompetenz von Verena Steiner, die wissenschaftliche Erkenntnisse kompakt und gut verständlich vermittelt und mit vielen Grafiken und Selbsttests verbindet, macht das Ganze zu einem absolut lesenswerten Arbeitsbuch!


Führen mit flexiblen Zielen: Beyond Budgeting in der Praxis
Führen mit flexiblen Zielen: Beyond Budgeting in der Praxis
von Niels Pfläging
  Gebundene Ausgabe

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das Ziel ist nicht der Weg", 14. Juli 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Das Ziel ist nicht der Weg" - so Niels Pfläging in seinem Prolog. Der Autor vertritt die These, dass es im Unternehmen der Zukunft viel mehr um Führung, statt immer mehr um Management gehen wird. Das Unternehmen der Zukunft wird seinen Blick verstärkt nach außen - auf den Markt, Wettbewerb und Kunden richten. Führen mit flexiblen Zielen zeigt der Führungskraft, wie sie ihr Unternehmen oder ihren Einflussbereich durch relative Ziele und relative Leistungsverträge dauerhaft erfolgreich führen kann. Soweit die Versprechen des Autors in seinem Prolog, doch wie will er es angehen?

Zuerst beleuchtet Pfläging die Grundproblematik von Zielvereinbarungssystematiken, die zentral gesteuert top-down umgesetzt werden. Er entdeckt, dass die zentrale Kontrolle der Zielvereinbarungssysteme:
- kompetente dezentrale Entscheidungen blockiert,
- hohen Kontrollaufwand erzeugt, der beim Kundenengagement verloren geht,
- nie fehlerfrei funktionieren wird und dadurch für Ungerechtigkeiten sorgt,
- auf Prämien als Anreizsysteme von Außen baut, Motivation aber eigentlich nur von Innen entstehen kann,
- fixierte Leistungsverträge entstehen lässt, die sich aufgrund ihrer Unflexibilität negativ auswirken,
- Pläne voraussetzt, die nie exakt genug abgearbeitet werden,
- Nicht maßvoll genug kontrolliert werden können, sondern in der Kontrolle immer zur Rigidität neigen
- Den klaren Blick nach draußen, z.B. in Form eines Benchmarkings zumindestens nicht fördern.

Deshalb schlägt Pfläging relative Zielvereinbarungssystematiken vor. Ihm geht es darum, dass eigene, relative und wettbewerbsorientierte Ziele vereinbart werden, da diese besser wirken. Er sieht in relativen Zielen und Leistungsverträgen u.a. folgende einleuchtende Vorzüge:
- sie motivieren, den Wettbewerb zu übertreffen
- sie kommunizieren Herausforderungen von außen nach innen
- sie bleiben stets relevant und anspruchsvoll
- sie beziehen sich auf echte Ergebnisse
- sie gewähren maximale Freiheit hinsichtlich des Wegs zur Zielerreichung...

Auf den gut 270 Seiten seines Werkes, stellt Pfläging eindrucksvoll Hintergründe, Erfolgsbeispiel und provokante Überlegungen zur Problematik üblicher Zielvereinbarungen und dem Nutzen des Führens mit flexiblen Zielen dar. Man kann ihm deshalb guten Gewissens zahlreiche Leser wünschen, die sich von diesen Ideen inspirieren lassen.


Schluss mit lustig!: Warum Leistung und Disziplin mehr bringen als emotionale Intelligenz, Teamgeist und Soft Skills
Schluss mit lustig!: Warum Leistung und Disziplin mehr bringen als emotionale Intelligenz, Teamgeist und Soft Skills
von Judith Mair
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schluss mit lustig. Provokativ und auch zum Schmunzeln über sich selbst, 12. Juni 2008
Judith Mair ist eine junge Unternehmerin aus Köln und leitet mit vier Partnerinnen eine Kommunikationsagentur. Sie möchte aufräumen mit modernen Managementmethoden, die verkaufen wollen, dass Arbeit zur Selbstverwirklichung, Unterhaltung und Spaß verhelfen muss. Vielmehr fordert sie: Schluss mit lustig!

Arbeit wird heute als schöne neue Welt präsentiert, in der jeder jung, kreativ und gut gelaunt ist. Populäre Managementkonzepte preisen die flexible, lernende, hierarchiearme oder virtuelle Organisation, die laut Mair jedoch an der Arbeitspraxis vorbeigeht. Für die große Selbstenfaltung ist die Freizeit da! Arbeit ist Arbeit - nicht mehr und nicht weniger.

Die Forderungen nach flachen Hierarchien, hoher Flexibilität und Selbstverwirklichung werden von allen Seiten laut, doch dürfen sie nicht zu orientierungslosen Mitarbeitern, verunsicherten Chefs und sinkender Produktivität führen. Durch zu wenig Struktur wissen Mitarbeiter nicht mehr, was von ihnen erwartet wird und die Verantwortung wird im Team herumgereicht. Emotionale Intelligenz, Teamgeist und Soft Skills sind für die Autorin Schlagworte, die zu Blendung und Selbstdarstellung anregen - und nicht zu effektiverer Arbeit.

Aus den Erkenntnissen, dass sich flexible Arbeitszeiten in Überstunden und Eigenverantwortung in Selbstausbeutung verwandeln können, resultiert für Mair die notwendige Rückkehr zu einer strukturierten Arbeitsgrundlage. Diese muss aus Leistung, Disziplin, klaren Regeln und verbindlichen Umgangsformen gebildet werden. Ein begrenzter und überschaubarer Handlungsspielraum der Mitarbeiter, verbindliche Arbeitszeiten, Hierarchien und klare Regelwerke schaffen Sicherheit und lassen Unklarheiten oft gar nicht erst entstehen.

In ihrem Buch plädiert die Autorin daher für
- klare Arbeitsverhältnisse und Leistungserwartungen statt der Auflösung geregelter Arbeitszeiten
- die Trennung von Arbeit und Freizeit statt der Verwechslung der beiden
- planbare Freizeit statt allzeitige Verfügbarkeit
- Transparenz statt Schönfärberei
- eine klare Basis statt immer neuer Managementmethoden

Der Titel verspricht viel, hält aber nicht alles. Bisweilen wirkt die gezogene Trennungslinie zwischen einerseits emotionaler Intelligenz, Teamgeist und Soft Skills und andererseits Leistung und Disziplin etwas künstlich. Judith Mair berichtet in erster Linie aus ihrem eigenen Erfahrungshintergrund, da kommt die objektive Betrachtung des Themas etwas zu kurz. Fundierte Belege, dass Leistung und Disziplin mehr bringen als emotionale Intelligenz, Teamgeist und Soft Skills, fehlen ebenso wie eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Theorieansätzen.

Insgesamt ist das Buch gelungen, auch wenn es wie alle Bücher in diesem Bereich keine allgemeingültigen Handlungsrezepte zur Verfügung stellt. Es ist amüsant geschrieben und das Lesen macht Spaß. Und an der einen oder anderen Stelle mag man sich selbst wiedererkennen und wird zum Weiterdenken angeregt.


Die Innere Form. Zen im Mangement. Mit einem Nachwort vom europäischen Zen-Lehrer Hinnerk Sobu Polenski.
Die Innere Form. Zen im Mangement. Mit einem Nachwort vom europäischen Zen-Lehrer Hinnerk Sobu Polenski.
von Bernd Linder-Hofmann
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die innere Form. Zen in klaren eingängigen Häppchen, 11. Juni 2008
"Momente der Ruhe für alle, die Luft holen, Spielzüge durchschauen und die eigene Strategie überdenken möchten" - das ist der Anspruch der GELLIUS editionAuszeit, in der das Buch "Die innere Form" erschienen ist. Grundthese der Autoren ist, dass die äußere Form, d.h. das äußere Werk, in der Regel gegenüber der inneren Form überbetont wird. Mit "innerer Form" meinen sie Einstellung, Werte, Haltung, Selbstwertgefühl - das Selbst-Bewusstsein. Den Weg zur inneren Form sehen sie in zwei Optionen. Zum einen den westlichen Weg über die Mystik, zum anderen des östlichen Weg über Zen. Diese Wege beschreiben sie in eindrucksvollen und schlichten Worten.

Für mich stellt sich in den letzten Jahren im Bereich Executive Coaching immer häufiger die Frage, um was es meinen Coachees tatsächlich geht. In der Regel sind in der Zwischenzeit alle nahezu perfekte Experten für eindrucksvolle Präsentationen und Außendarstellung (äußere Form). Was vermisst wird, und wodurch es recht häufig zu Coachingmandaten kommt, ist die innere Ausrichtung des Spitzenmanagers auf ein klares Ziel. In dieser Ausrichtung bietet das Buch erste Ideen und Hilfestellungen. Und es vermittelt nicht die falsche Hoffnung, dass diese innere Form mit ein paar Workshoptagen zu erreichen ist, sondern dass sie einen entsprechenden Lernweg darstellt. Die ab und zu eingestreuten Erzählungen aus der Zen-Literatur lassen diesen Weg erahnen.

Als Beispiel sei hier die Kunst des Bogenschießens genannt: Beim Bogenschießen in der Art des Zen geht es nicht darum, in die Mitte der Zielscheibe zu treffen, sondern es geht darum, dass wir das Ziel klar in den Blick nehmen, durchatmen und uns entspannen. Erst dann naht der Moment des Loslassens, bei dem ich mich ganz auf den Moment des Loslassens zu konzentrieren habe. Und gerade durch dieses Loslassen kommt es zu der eigenen Treffsicherheit. Mehr dazu unter "Zen in der Kunst des Bogenschiessens; Herrigel". Doch das wäre schon wieder eine weitere Buchempfehlung...

Zurück zur inneren Form. Auf Grund seiner Klarheit in der Sprache, der kurzen Abschnitte und seines Formates eignet sich dieses Buch hervorragend für die abendliche Lektüre. Und vom Thema her gesehen spricht es ein Grundbedürfnis des Menschen an, das im Management traditionellerweise zu kurz zu kommen scheint.


Mein Traum-Team: oder die Kunst, Menschen zu idealer Zusammenarbeit zu führen
Mein Traum-Team: oder die Kunst, Menschen zu idealer Zusammenarbeit zu führen
von Patrick Lencioni
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Traum-Team. Amerikanische Business-Story mit Erinnerungswert, 11. Juni 2008
Die Team-Spezialistin Kathryn Petersen bekommt als neue CEO den Auftrag, ein Führungsteam, das aus sachlich kompetenten Individualisten besteht, zu einem perfekten Team zusammen zu schweißen. Anhand dieses fiktiven und spannenden Beispiels rollt Patrick Lencioni sein Teammodell der fünf Dysfunktionen (Störfaktoren von Teamarbeit) auf. Schlüsselsituationen dafür sind jeweils Klausurmeetings, während derer die Störfaktoren dieses Teams aufgedeckt und besprochen werden. Kathryn zeigt dabei ihre Stärken als Führungskraft, nämlich Durchblick und Rückgrat. Für die Eiligen und die rein sachlich am Teammodell Interessierten wird dieses am Schluss zusammengefasst und erörtert. Hier sind die Dysfunktionen - wie es die erfahrene Führungskraft erwartet - in positive Verhaltensweisen der Mitglieder von Hochleistungsteams umformuliert.

Lencioni kommentiert sein Modell: »Wenn das einfach klingt, ist das so, weil es einfach ist, zumindest in der Theorie«. Die Umsetzung dagegen erfordere ein äußerst hohes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen aller Beteiligten. Das Modell enthält zwar keine bahnbrechenden Neuigkeiten zu den Themen »Hochleistungsteam« und »Teamentwicklung«, doch ist es für erfahrene Coaches und Führungskräfte spannend zu lesen, da sie sich an verschiedenen Stellen in Kathryn wieder erkennen können. Die Geschichte lädt Führungskräfte und Teammitglieder gleichermaßen zum Mitdenken ein. Die Erörterung des Modells im Schlussteil zeigt, wie die Störfaktoren zusammenhängen und wie sie zu überwinden sind. Dazu fokussiert der Autor die Rolle der Führungskraft und schlägt effektive Interventionsmethoden vor, die auch für externe Coaches Ideen zum Transfer liefern können.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 10, 2009 12:01 PM MEST


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