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Rezensionen verfasst von
Stephan Teuber, Loquenz Unternehmensberatung GmbH "Stephan Teuber" (Leinfelden-Echterdingen)

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Wie betest du?: 80 Jesuiten geben eine persönliche Antwort (Ignatianische Impulse)
Wie betest du?: 80 Jesuiten geben eine persönliche Antwort (Ignatianische Impulse)
von Vitus Seibel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,90

5.0 von 5 Sternen Sehr anregend – 80 Erfahrungen zu einem lebenslangen Thema, 24. Juni 2016
Vitus Seibel, Jesuit und langjähriger Exerzitienbegleiter, hat seine Ordensbrüder eingeladen, ihr Beten auf zwei Buchseiten zu beschreiben.Herausgekommen sind sehr persönliche und anregende Schilderungen unterschiedlichster Gebetserfahrungen. Spannend finde ich die Entwicklungen der Kommunikation mit Gott oder des Daseins vor Gott im Verlauf der Jahre der persönlichen Lebensgeschichte. In praktisch jeder Schilderung finde ich Anregungen für meine persönliche Praxis. Das kleine Buch wäre auch als Lektüre für 80 Wochen geeignet: Aus jeder Antwort eine Anregung eine Woche auszuprobieren und im eigenen Leben Erfahrungen damit zu machen.

Gleich zweimal bin ich bei den Schilderungen beim Bruder -Klausen-Gebet von Niklaus von Flüe (1417-1487) „hängen geblieben“:
„Mein Herr und mein Gott,
nimm alles von mir,
was mich hindert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
gib alles mir,
was mich fördert zu dir.

Mein Herr und mein Gott,
nimm mich mir
und gib mich ganz zu eigen dir.“

Vielleicht sind die 80 Wochen nicht lange genug…


Erkenne deine göttliche Natur: 55 Meditationen
Erkenne deine göttliche Natur: 55 Meditationen
von Sebastian Painadath
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Praktische Anleitungen wach zu sein, 17. Juni 2016
Im Nachwort zitiert Pater Dr. Sebastian Painadath (Jesuit und Leiter eines christlichen Ashrams in Indien) eine Lehrgeschichte:

„Nach jahrelanger Praxis der Meditation kam der Schüler zum Meister und fragte: 'Was kann ich tun, um zur Erleuchtung zu gelangen?'

'So wenig', antwortete der Meister, 'wie du zum täglichen Aufgehen der Sonne tun kannst.'

'Warum soll ich dann täglich so diszipliniert üben?', fragte der verzweifelte Schüler.

'Damit du nicht schläfst, wenn die Sonne aufgeht', war die Antwort des Meisters.“ (S. 156).

Sebastian Painadath bietet mit kurzen Beschreibungen auf je zwei Buchseiten 55 Einladungen zum Meditieren. Wer schon einmal an einem Kurs des Autors teilgenommen hat, hört ihn beim Lesen der Beschreibungen vor dem eigenen inneren Ohr und fühlt sich eingeladen, die Übung selbst auszuprobieren. Was will man mehr? Wach bleiben!


Positive Leadership: Die Revolution in der Führung (Systemisches Management)
Positive Leadership: Die Revolution in der Führung (Systemisches Management)
von Ruth Seliger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

5.0 von 5 Sternen Positive Leadership – Eine gelungene Einführung, 10. Juni 2016
Ruth Seliger nimmt sich vor, das breite Feld von Positive Leadership vertieft vorzustellen und dabei „eine Reise zu den vielen Wurzeln, Konzepten und Instrumenten eines neuen Verständnisses von Führung und Organisationen, aufbauend auf einem neuen Menschen- und Weltbild – jenseits von Moral, aber im Rahmen einer Ethik“ (S. VII) zu unternehmen. Dieses Versprechen in den „Vor-Gedanken“ hat mich neugierig gemacht!

Konsequenterweise stellt Seeliger in der ersten Hälfte des Buches die konzeptionellen und methodischen Grundlagen vor, um in der zweiten Hälfte auf die Praxis von Positive Leadership zu kommen.

Sie beginnt den Teil 1 mit einer gut nachvollziehbaren Beschreibung und Begründung des derzeit wahrnehmbaren Paradigmenwechsels im Bereich Führung, um anschließend die theoretischen Grundlagen von Positive Leadership darzustellen. Für die Autorin sind dies:
•Systemisches Denken
•Psychologie der Positiven Emotionen und Glücksforschung
•Gehirnforschung und
•Neue Wirtschaftswissenschaften.

Alleine die Darstellung von „Glück“, wie es entsteht und die Unterscheidung zwischen „Luck“ und „Happiness“ entkräftet viele Diskussionen in den Betrieben zur Frage, ob der Arbeitsplatz der richtige Ort sei, um Glück zu erleben oder dies in den Privatbereich der Mitarbeiter/-innen gehöre.

Nach den theoretischen Grundlagen folgen die zentralen Instrumente und Konzepte von Positive Leadership:
•Lösungsfokussierte Fragetechniken
•Appreciative Inquiry
•Positive Abweichungen
•Großgruppen-Methoden
•Strength-based Management und
•Flow.

Da sich die Autorin dafür nur gut 20 Seiten Raum gönnt, muss diese Darstellung eher stichwortartig bleiben. Durch den Verweis auf die jeweilige Primärliteratur macht es Seeliger dem Lesenden leicht, sich bei Bedarf vertieft mit den einzelnen Konzepten und Instrumenten auseinanderzusetzen.

In Teil 2: Positive Leadership in der Praxis entfaltet Seeliger ihre jahrelange Beratererfahrung. Ihre Grundidee: Führung entfaltet sich in drei Dimensionen. Zum einen, sich selbst zu führen, zum anderen, Menschen zu führen und schließlich, Organisationen zu führen. Gerade diese dritte Dimension kommt im Thema Führung häufig zu kurz. Hier sei insbesondere auf den Prozess des Organisationsdesigns in zehn Schritten (S. 190-210) hingewiesen. Mit den anschließenden Erläuterungen unter dem Stichwort Positive Change hat jede Führungskraft die Möglichkeit, das eigene Verhalten in Organisations- und Veränderungsprozessen für sich kritisch zu reflektieren.

Fazit: Unbedingt lesenswert!


Wir erleben mehr als wir begreifen (HERDER spektrum)
Wir erleben mehr als wir begreifen (HERDER spektrum)
von Hans-Peter Dürr
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Quantenphysik und Lebensfragen – zum lebenslangen Weiterdenken, 8. Juni 2016
Ein Dialog zwischen Marianne Oesterreicher und Hans-Peter Dürr, der einen in den Bann zieht, auch wenn Marianne Oesterreicher sehr im Hintergrund bleibt.

Wer wollte nicht schon einmal Quantenphysik begreifen? Hans-Peter Dürr lädt dazu ein. Mein Eindruck: ob das wirklich zu verstehen ist?

Gegen Ende (ab Seite 130) des Büchleins hat es mich in seinen Bann gezogen. Es geht um Dualismus (Welle oder Teilchen) - oder sollten wir nicht lieber von Interaktion sprechen? „Der Schein der Verschiedenheit entsteht nur dadurch, dass wir Wörter aus unserer Lebenswelt wählen… Wenn ich von Geist spreche, betone ich eher die Verbindung, und wenn ich vom Körperlichen spreche, betone ich sozusagen die Getrenntheit… DIE MATERIE IST DIE KRUSTE DES GEISTES… Wahrscheinlich ist es eine Aufgabe für Generationen, diese (…) Plausibilität in erlebte Wirklichkeit umzusetzen.“ (S. 132). Und wenige Absätze weiter: „Es gibt keine Individualität im strengen Sinne… Wenn ich ganz tief in dem Selbst bin, dann verliere ich den Zeugen. Dann bin ich der Zeuge.“ (S. 134).

Am besten ich starte nochmals von Vorne!


Führen Sie schon oder herrschen Sie noch?: Faires Management - Der Methodenband
Führen Sie schon oder herrschen Sie noch?: Faires Management - Der Methodenband
von Heinz Siebenbrock
  Broschiert
Preis: EUR 18,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Praxisband für faires Management, 3. Juni 2016
Wie es sich für einen Praxisband gehört, gehen die Autoren mit diesem zweiten Band methodisch ins Detail. Es sind dies:
•Kommunikation auf Augenhöhe,
•Theaterpädagogik und
•Arbeitsbeziehungs-/Organisationsaufstellung.

Ob dies die drei wesentlichen Methoden für faires Management sind, bleibt offen. Sicherlich gäbe es noch weitere Methoden, die die Erwähnung verdient hätten, doch ist der Platz in einem Band schließlich auch begrenzt.

Diese Methoden werden durch einen Überblick von Siebenbrock zu den Grundzügen fairer Führung vorgestellt. Mit dieser Einführung gelingt es Siebenbrock, den aus meiner Führungs- und Beratungserfahrung wesentlichen Punkt – die innere Einstellung – prominent zu thematisieren. Einer klaren inneren Einstellung folgt die Wirkung nach außen („Haltung bewahren“) auf dem Fuß!

Im zweiten Kapitel zum Thema Kommunikation auf Augenhöhe gefallen die konkreten Beispieldialoge, die das Geschriebene gut nachvollziehbar machen. Insbesondere die konsequente Eskalation in der Gesprächsführung, ohne meinen Mitarbeiter zu verletzen, ist lesenswert!

Die Erfahrungen des Improvisationstheaters können den Führungsalltag bereichern. Da Improvisationstheater vom Improvisieren lebt, ist das Schreiben im Kapitel drei darüber schwierig. Hier würde ich als Ergänzung jedem Leser empfehlen, solch einen Improvisationsworkshop selbst zu besuchen. Ganz ähnlich verhält es sich bei Arbeitsbeziehungs- und Organisationsaufstellung im Kapitel vier. Auch deren Wirkung entfaltet sich im Erleben.

Wer diesem Erleben auf die Spur kommen möchte, sei v.a. das Kapitel fünf ans Herz gelegt. Siebenbrock gelingt hier anhand von Firmenbeispielen, erste Impulse für die Adaption im eigenen Haus zu gewinnen. Damit ist für mich der Anspruch an ein Methodenbuch gut erfüllt: Anregungen für die eigene Praxis zu geben.


Das Buch der Ideen
Das Buch der Ideen
von Kevin Duncan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,90

5.0 von 5 Sternen Nie mehr ohne Ideen, 27. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der Ideen (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich haben wir alle genügend Ideen. Die Frage ist nur: “Wie aktivieren wir diesen vorhanden Ideenschatz?“ Das kurze (128 Seiten) Buch von Kevin Duncan liefert hierzu zahlreiche Formate für die unterschiedlichen Handlungssituationen. Zum:
•Vorbereiten
•Ideen generieren
•Ideen entwickeln und verstehen
•Ideen erweitern und
•Ideen umsetzen.

Auf jeweils einer Doppelseite (links eine Grafik, dann die Erklärung und rechts unten eine Übung für die Praxis) gibt er 50 Wege an die Hand, effizienter mit Ideen umzugehen. Klar ist, dass man im Format einer Doppelseite keine tiefgehende Erläuterung des Vorschlages erwarten kann. Was Duncan aber auf jeden Fall leistet: Mit einer Doppelseite Lust auf das Ausprobieren einer Methode zu machen!


Toolbox Change Management: 44 Instrumente für Vorbereitung, Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle
Toolbox Change Management: 44 Instrumente für Vorbereitung, Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle
von Achim Weiand
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

3.0 von 5 Sternen Für die erste Lektüre gut aufbereitet – Es wäre mehr möglich, 20. Mai 2016
Weiand verspricht 44 Instrumente für Vorbereitung, Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle zum Thema Change Management. Auf in der Regel vier bis sechs Seiten je Tool löst der Autor diesen Anspruch ein. Damit bietet er für den schnellen Leser einen grafisch sehr schön aufbereiteten Einstieg ins Change Management. Ob die Darstellung des einzelnen Tools den Leser befähigt aktiv damit umzugehen, hängt sicherlich von der Vorqualifikation des Lesers ab. M.E. bietet Weiand eher ein erstes Screening bewährter Tools, vertiefen sollte man es eher anhand der Primärliteratur bzw. Einführungswerke in das jeweilige Tool.

Sehr gut gefallen haben mir die ersten zehn Seiten. Hier führt Weiand den Leser zu einer kurzen Tour dé horizon des Change Managements. Sei es bezüglich der Interventionsebenen (Individuum, Team, Organisation), sei es in die Dynamik von Herz und Verstand am Beispiel des Elefanten und seines Reiters. Mit dem Stichwort Beteiligung und Partizipation wird deutlich, warum Change Management mit der reinen Anwendung von Tools nicht erledigt ist. Bei Change Management geht es neben professionellen Arbeitsmethoden immer auch um die passende Grundhaltung, mit der eine Veränderung gestaltet werden will. Zu diesem Thema macht die kurze Einführung auf jeden Fall neugierig!


Die Farbe Des Regenbogens
Die Farbe Des Regenbogens
von Swami Amritaswarupananda Puri
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Anteilnehmendes Führungsverhalten, 13. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe Des Regenbogens (Taschenbuch)
Swami Amritaswarupananda unternimmt den Versuch, die Anregungen und Lehre von Mata Amritanandamayi (genannt Amma) auf den Bereich der Führung zu übertragen. Damit stellt das Buch eine ungewohnte Perspektive auf das Phänomen Führung dar, die unabhängig davon wie man die Lehre von Amma einschätzt, den Blick auf Führung schärft. Deshalb seien nur einige wenige Punkte des Buches kurz dargestellt:

•„Der Gewinn des Spiels ist nicht das eigentliche Ziel. Der wahre Sieg besteht darin, mit Anstand zu gewinnen“ (S. 28) Reinhard K. Sprenger thematisiert aktuell diesen Grundsatz mit „Das anständige Unternehmen“. Für den Autor umfasst das Feld, in dem es darum geht mit Anstand zu gewinnen, neben Wissenschaft und Technologie immer auch das Feld der geistigen Gesundheit. Anteilnehmendes Führungsverhalten hat für ihn genau auch diese geistige Gesundheit im Blick.
•„Antworten statt Reagieren“ (S. 42) Im Modus „Antworten“ ist es für die Führungskraft erforderlich, auf Dinge oder Menschen einzugehen. Das erfordert Verständnis und ein Sich-Öffnen als Voraussetzung für diesen entspannten Geisteszustand. In einer negativen Situation ermöglicht „Antworten“ auch z.B. Ärger an die Oberfläche treten zu lassen. Im Modus „Reagieren“ übermannt der Ärger die Führungskraft, was zu Handlungen führt, die von nicht angemessenen Bewusstsein in der Entscheidungssituation zeugen.
•„Botschafterhaltung“ (S. 91) Die Grundhaltung, Dinge aus einer sicheren (inneren) Distanz zu betrachten. Damit schärft sich die Genauigkeit der Situationswahrnehmung und die Einsicht in Entscheidungsoptionen.
•Die Einheit zwischen Person und Aufgabe am Beispiel des Gärtners (S. 159) bei der Arbeit mit dem Herz voll dabei zu sein. In der Lehrgeschichte des Gärtners lautet die Quintessenz: „Was immer ich auch tue, ich werde zu dem, was ich tue“ (S. 159).

Schon diese wenigen Stichworte zeigen den Regenbogen der Anregungen für das individuelle Führungsverhalten im Sinne des stärker anteilnehmenden Führungsverhaltens auf.

Swami Amritaswarupananda stellt immer wieder ausführlich anhand von Ammas Beispiel dar, wie anteilnehmendes Führungsverhalten in der Praxis vorbildlich aussehen kann. Dieses Beispiel von Amma so sehr in den Vordergrund zu stellen, mag sicherlich viele irritieren. Leider verzichtet der Autor darauf, diese Beispiele auf den Kontext von Wirtschaftsunternehmen zu übertragen oder gar von erfolgreichen Transferbeispielen zu berichten. Deshalb die drei Sterne. Stellt man sich der Herausforderung, den Transfer selbst zu erfahren, dann regt das Buch sehr produktiv an.


The Second Machine Age: Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird
The Second Machine Age: Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird
von Erik Brynjolfsson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

5.0 von 5 Sternen Wir ahnen die Dynamik nur, 6. Mai 2016
Der Untertitel: „Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird“ ist noch zu kurz gegriffen. Die Autoren machen auch konkrete Vorschläge zur aktiven Gestaltung dieser Veränderungen!

Für alle, die Wirtschaft 4.0 thematisieren, ist dieses Buch eine Pflichtlektüre. Die beiden Autoren zeigen die verschiedensten Gestaltungsfelder der digitalen Revolution eindrücklich auf und stellen v.a. die ihr innewohnende Dynamik eindrucksvoll hervor. Man kennt es am Beispiel des Schachbretts und der Reiskörner: Auf dem ersten Feld liegt ein Reiskorn, auf dem zweiten zwei, dann vier dann acht Reiskörner usw. Bei dieser Dynamik der Verdoppelung spüren wir erst in der zweiten Hälfte des Schachbretts, wohin uns exponentielle Entwicklungen führen können. Und die Autoren zeigen auch, wie (das Gefälle) sich die Schere zwischen Gewinnern und Verlierern einer solchen Dynamik immer weiter spreizt und auch, was ordnungspolitisch dafür getan werden könnte, um diese Entwicklung einigermaßen zu gestalten.

Die Rolle von Arbeit und Beschäftigung sowie die Art der Besteuerung werden von Erik Brynjolsfsson und Andrew McAfee dabei in Form von politischen und langfristigen Empfehlungen konkretisiert. Insbesondere die Weiterentwicklung des Anliegens des zum bedingungslosen Grundeinkommens in Form der negativen Einkommenssteuer ist dabei äußerst lesens- und überdenkenswert!

Was mir Mut macht: Wir sind dieser Dynamik nicht ausgeliefert sondern zum Mitsteuern aufgerufen. Auch wenn es zu Beginn solch exponentieller Entwicklungsverläufe noch nicht so dramatisch erscheinen mag, in der zweiten Hälfte des oben erwähnten Schachbretts bleiben uns zur Einflussnahme kaum noch Möglichkeiten bzw. werden diese immer aufwändiger.


Selbstorganisation braucht Führung: Die einfachen Geheimnisse agilen Managements
Selbstorganisation braucht Führung: Die einfachen Geheimnisse agilen Managements
von Boris Gloger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,99

5.0 von 5 Sternen Selbstorganisation ist kein Automatismus, 22. April 2016
- Kann sich aber entfalten. Führung hilft! -

Boris Gloger (Scrum-Berater und Unternehmer) spricht aus eigener Erfahrung über die Schwierigkeiten, Selbstorganisation in der Firmenkultur zu leben. Seine Erkenntnis: „Selbstorganisation ohne Führung (ist) zum Scheitern verurteilt“ (S. 5). Selbstorganisation ist kein Selbstläufer, sondern benötigt Rahmen und Unterstützung, damit sich diese entfalten kann. Welche Rolle dabei Führung übernehmen kann und sollte, wo sich Führungskräfte dabei auch häufig „vornehm“ zurückhalten, das stellen die beiden Autoren auf 240 Seiten mit der Erfahrung ihres jahrelangen Beratungspraxis theoretisch fundiert und durchaus in die Tiefe gehend dar.

Im ersten Teil skizziert Gloger, welche Rahmenbedingungen und Herausforderungen Führen heute besonders auszeichnen. Im zweiten Teil beschreibt Dieter Rösner (Trainer und Coach für Führungskräfte) wie Selbstorganisation funktionieren kann. Richtig spannend wird es für mich im dritten Teil: Führen in agilen Organisationen!

Gloger geht von der Grundthese aus, dass Führung eine Einladung zum Mitgestalten ist. Klar können dazu auch bestimmte Führungstechniken hilfreich sein, doch ist Führung v.a. erst einmal Selbstführung und eine innere Grundhaltung, mit der ich einen Rahmen für sich selbst steuernde Systeme bereitstelle. Wie genau das gehen kann, dazu liefert er auf knapp 160 Seiten Tipps und Anregungen in Hülle und Fülle. Natürlich findet der erfahrene Leser Tipps, die er aus anderen Kontexten bereits kennen mag, wie z.B. Appreciative Inquiry, Open-Space-Technologie oder Dynamic Facilitation, die in anderen Einführungen bereits gut beschrieben sind. Mit hat die Umsetzung der Ansätze durch Gloger und die detaillierte Beschreibung seiner Übungen gut gefallen. Der „Golden Circle“ nach Simon Sinek (Why? How? What?) ist bekannt, die drei vom Autor vorgeschlagenen Übungen dazu inspirieren die eigenen Praxis. Z.B. die Antwort auf die Frage, wie ich das „Why“ am besten kommuniziere? Glogers Antwort: „Gar nicht! Leben Sie es einfach nur. Handeln Sie nach dem, was Sie glauben“ (S. 111). Oder wie ich mit einem individuellen Journal mir selbst und meiner Intention auf die Spur komme (S. 131f).

Meine Empfehlung: unbedingt lesen und mit Führungskollegen/-innen am Arbeitsplatz besprechen!


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