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Top-Rezensenten Rang: 5
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Rezensionen verfasst von
tom l. "tomtom" (regensburg)
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   

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Planet Express - T-Shirt B&C, braun, Gr. L
Planet Express - T-Shirt B&C, braun, Gr. L
Wird angeboten von 3dsupply-versandhandel
Preis: EUR 17,80

5.0 von 5 Sternen Unter Druck, 16. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Planet Express - T-Shirt B&C (Textilien)
Wie schon mein Vorrezensent knapp aber treffend beschrieb, ist das hier rezensierte T von sehr guter Qualität. Die Stoffqualität ist sehr gut, das Material nicht zu dünn. Die Verarbeitung und Qualität des Aufdrucks passt ebenfalls. Keine unsaberen Nähte, mittig gesetztes Motiv und vor allem stimmt auch die Größe. Alles bestens. Da ich bereits einige Ts vom Anbieter besitze kann ich auch sagen, daß das auch über einen längeren Zeitraum so bleibt. Keines der Shirts verlor weder die Farbe noch löste sich ein Aufdruck ab.
Das rechtfertigt zumindest den nicht ganz günstigen Einstandspreis.

aufrollbares microUSB PREMIUM Kfz-Ladekabel / Autoladegerät 12V für NOKIA Lumia 610, Lumia 620, Lumia 820, Lumia 920, N8, uvm
aufrollbares microUSB PREMIUM Kfz-Ladekabel / Autoladegerät 12V für NOKIA Lumia 610, Lumia 620, Lumia 820, Lumia 920, N8, uvm
Wird angeboten von arcotec Mobilfunktechnik (AGB/Widerruf)
Preis: EUR 5,99

4.0 von 5 Sternen Kabelsalat, 14. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ladekabel im Auto haben eigentlich nur einen Nachteil: Egal was man tut sie sind immer im Weg. Irgendein Stück des Kabels hängt genau da wo man hingreiffen möchte. Auch die variierende Form des Kabels hilft dabei nicht wirklich. Weder normale noch die Spiralkabel ändern an diesem Umstand etwas. Ich muß nicht im Auto telefonieren, allerdings nutzen wir das Mobile gerne als Navigationshilfe. Bei der Suche nach einem Ladekabel für unser Lumia 620 stieß ich auf dieses aufrollbare Exemplar. "Glauben versetzt Berge" heisst es und ich habe mir eingebildet, daß dieses Kabel die bessere der schlechten Lösungen sei. Ob dem auch so ist soll hier Thema sein.

Der Preis für das Kabel ist einladend. Die paar Euro war es mir Wert einen weiteren Versuch zu wagen. Versehen mit einem Stecker für die mobile 12V Dose und einer im Gehäuse versteckten Kabelrolle mit automatischen Einzug kommt das Ding zum Kunden. Die Verarbeitung ist OK, die Haptik ist dem Preis entsprechend. Low Budget aber funtionell. Der Stecker passt und auch das Lumia lässt sich anstöpseln. Well Done Fernost. Das Kabel ist erfreulich dünn. Im Gegensatz zu einem Spiralkabel ist es deutlich weniger sperrig. Dafür kann es "automatisch" aufgerollt werden. So kann der Stecker in der Dose bleiben und nichts ist im Weg. Auch diese Lösung ist nicht optimal, aber das Beste was es an "Kompromissen" gibt. Wenn die Automatik nun ein paar Tage hält bin ich ganz zufrieden.

Mein Fazit: Vor allem in der Ruheposition optimal. Brauchbarste und kostengünstigste Lösung bisher.

WILBERS Gabelfedern TRIUMPH Tiger T 709 T 99-01
WILBERS Gabelfedern TRIUMPH Tiger T 709 T 99-01
Wird angeboten von Zietech
Preis: EUR 89,10

5.0 von 5 Sternen Abgetaucht, 14. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Schon seit vielen Jahren verbaue ich in meinen Motorrädern progressive Gabelfedern. Der Grund dafür ist einfach. Es erhöht die Fahrsicherheit und bringt ein Plus an Fahrspaß. Die in der Regel linear gewickelten Originalteile sind eigentlich besser abzustimmen(siehe Rennsport), für den Alltag haben die Progressiven trotzdem nur Vorteile. Wer stimmt schon sein Gefährt für die Fahrt zum Cafe ab?
Rein optisch unterscheiden sich die Wilbers Federn nur durch den progressiv gewickelten Teil der Feder vom Originalteil und die etwas dickere Materialstärke. D.h. ein Teil der Feder wird zunehmend enger gewickelt. In der Praxis hat das den Effekt, daß die Feder mit zunehmendem Federweg "härter" wird. Zudem fallen i.d.R. die Vorspannhülsen der Originalbestückung weg.

Der Wechsel der Gabelfedern setzt ordentliches Grundwissen in Sachen Schrauberei vorraus. Ungeübte sollten das dem Schrauber des Vertrauens überlassen. Neben den Materialkosten sind das je nach Motorradtyp in etwa eine Stunde Arbeit für den Wechsel der Federn. Das sollte bei der Kalkulation nicht ausser Acht gelassen werden. Auch das Gabelöl ist in der Kalkulation nicht inbegriffen. Grob überschlagen sind so für den Wechsel 200€ beim Schrauber anzulegen.
Für die Selbstschrauber ist der Wechsel eigentlich relativ einfach. Leider hat die Triumph keine Gabelölablassschraube so ist der Ausbau der Holme zu empfehlen. Ganz wichtig dabei: Vorher den Standrohrdeckel lösen. Das geht in der Gabel wesentlich einfacher und so lässt sich der Stopfen im ausgebauten Zustand auch leicht aus dem Standrohr drehen..
Die Menge des Gabelöls bemisst sich an der Luftkammer. Also im eingetauchten Zustand Gabelölpegel bis Standrohroberkante. Korrekt eingestellt sind schon die Federn an der Reihe. Das geht relativ fix und auch mit Ausbau der Gabel ist das schnell passiert.

Bei der Triumph ist schon auf den ersten Metern des "Roll out" eine deutliche Veränderung festzustellen. Der Negativfederweg ist deutlich geringer. Die Tiger sackt nicht mehr so weit ein. Schon bei geringer Geschwindigkeit fühlt sich die Gabel der Tripleenduro sensibler an. Das bestätigt sich auch auf der ersten längeren Ausfahrt. Deutlich mehr Bodenkontakt mit erheblich mehr Information und Rückmeldung. Auch bei Schräglage in Haftgrenznähe zeigt sich die Tiger souveräner wie mit den linearen Serienteilen. Schwammig war gestern. Das Aha -Erlebnis kommt an der ersten schnellen Ecke. Das Abtauchen bei heftigen Bremsmanövern weicht einem stabilem Abfangen der Bremsenergie. Die Vorderhand wird so deutlich stabiler und absorbiert die Verzögerung der Nissin Bremsanlage. Das ist sehr beruhigend. Vorher musste man bei sportiven Bremseinlagen immer um die Schneidezähne fürchten. Die Gabel hat nun deutlich mehr Reserven was sich auch im Soziusbetrieb positiv bemerkbar macht. Das gilt natürlich auch für Fahrten mit Gepäck. Gerade Reiseenduristen werden das zu schätzen wissen. Nachteilig kann der etwas minimierte Negativfederweg sein. Ein, zwei Zentimeter in der Sitzhöhe entscheiden oft über den sicheren Stand oder den vorprogrammierten Umfaller.

Kurz und Knapp

Positives:
+ Sicherheitsreserven
+ Fahrdynamik
+ kein Durchschlagen der Gabel mehr
+ sensibles Ansprechverhalten mit guter Rückmeldung an den Fahrer
+ standfest

Neutral:
o Bei Werkstatteinbau zusätzliche Kosten

Negatives:
- speziell bei der Triumph T709 der verkomplizierte Einbau durch die fehlende Gabelölablassschraube

Mein Fazit: Wer sich und seinem Motorrad und speziell der T709 etwas Gutes gönnen möchte sei der Federntausch ans Herz gelegt. Mit relativ "einfachen" Mitteln erreicht man hier eine deutliche Verbesserung des Fahrverhaltens. Das ist ein Zugewinn an Sicherheit und Fahrdynamik, der sich an der Freude am Fahren bemerkbar macht. Ob das nun materiell mit "günstig" zu werten ist, soll jeder für sich entscheiden. Für Viel-, Vielzuzweitfahrer und Reisende eigentlich der Standard.

Cullmann Cross CC80 Rohrklemme inkl. Kugelkopf schwarz
Cullmann Cross CC80 Rohrklemme inkl. Kugelkopf schwarz
Wird angeboten von okluge
Preis: EUR 33,04

5.0 von 5 Sternen Multitool, 13. Juni 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Für die Bastler, Tüftler und MvGyvers unter den Fotofreunden hat Cullmann eine äusserst interessante Kombination auf den Markt gebracht. Das Cullmann Cross CC80 befestigt kompakte Kameras und auch die kleinen spiegellosen EVILS, wie z.B. eine Panasonic GF, sicher an einem Lenker, einer Stange oder ähnlichem Geröhr. In Verbindung mit dem kleinen Kugelkopf wird so aus der Kombination eine absolut flexible Lösung für spannende, nicht alltägliche Ansichten.

Das Set ist sehr gut verarbeitet und haptisch völlig OK. Die Schelle ist massiv genug um eine kleine Cam sicher zu befestigen. Ein Versuch am Mountainbike verlief ohne Probleme . Bei der Kontrolle hatte sich nichts gelockert. Trotzdem: Ein zweiter und dritter Blick schadet nie. Mittels der mitgelieferten Gummieinlagen kann zudem der Durchmesser der Schelle auf unterschiedliche Maße adaptiert werden. Klar ist, je mehr Gummi umso schwammiger die Befestigung. Die Handhabung des CC80 ist mit "easy" wohl treffend beschrieben. Der aufgerufene Tarif geht völlig in Ordnung.
Vom Mountainbike bis zum stationären Einsatz in einer Fotobox ist so alles denkbar was mit Fixierung beim Bildermachen zu tun haben kann.

Kurz und Knapp:

Positives:
+ Verarbeitung und Haptik
+ flexibel
+ viele Blickwinkel realisierbar
+ mobil wie statisch einsetzbar
+ Preis/Leistung

Negatives:
- mehrere Gummilagen übereinander sind lästig zu händeln

Mein Fazit: Ganz einfaches Zubehör das ganz viel Gestaltungsspielraum bietet. Nicht nur für Hobbyisten genial.

Nokia Lumia 620 Smartphone (9,7 cm (3,8 Zoll) Touchscreen, Snapdragon S4, Dual-Core, 1GHz, 512MB RAM, 5 Megapixel Kamera, Win 8) glänzend-grün
Nokia Lumia 620 Smartphone (9,7 cm (3,8 Zoll) Touchscreen, Snapdragon S4, Dual-Core, 1GHz, 512MB RAM, 5 Megapixel Kamera, Win 8) glänzend-grün
Preis: EUR 221,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Froschkönig oder Smarty?, 11. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Der Geburtstag meiner Ehefrau stand an. Durch die Blume hallte des öfteren das Wort Navigation. Ich hatte das schon verstanden, streubte mich aber ein zusätzliches Gerät anzuschaffen. Mit einem 5230 Nokiasaurier hatte ich die erste mobile Navierfahrung. Die Kombination aus Handy und Steuergerät gefiel mir damals so gut, das mir das nun wieder in den Sinn kam. Die superschicke Optik der Lumias machte mir die Überlegung sehr leicht. Giftgrün war die angesagte Farbe und so wurde es bestellt.
Amazon Warehouse Deals machte mir das noch zusätzlich mit einem kleinen Preisnachlass schmackhafter.

Das gelieferte Smartfon hatte noch alle Folien am Leib, der Akku war unberührt. Der Kauf bei Warehouse hat sich somit echt gelohnt. Das grüne Stück Telefon sieht in Natura noch edler aus wie auf den Bildern. Nokia liefert hier wirklich einen guten Job ab. Es ist zwar nur das 620er, aber dafür ist es klasse verarbeitet. Die mambaeske, giftgrüne abnehmbare Gehäusehälfte sitzt granatenfest und sicher. Weder Spiel noch knarzende Geräusche sind auszumachen. Die SIM Karte war eine kleine Hürde. Mittels aus dem Netz gezogener Schneidschablone wurde diese dem Nanoslot angepasst.
Der Akku lädt sich über das mitgelieferte Kabel. Entweder an USB oder mittels Ladestecker am Netz. Praktischer Weise hat letzterer eine USB Buchse. So wird aus dem USB auch gleich ein Netzkabel.

Nach dem Einschalten ging sofort die Sonne auf. Das Display ist für diese Preisklasse echt stark. Die Windows Oberfläche in Gehäusefarbe ist ein echter Hingucker. Schon die ersten "Wischer" begeistern. Das Nokia spricht sehr feinfühlig, sauber und direkt an. Das Menü ist intuitiv durchschaubar. Für Windows User ohnehin. Überzeugt hat mich die Schnelligkeit mit der alles von statten geht. Das sind zu unserem "Nokiasaurier" Welten. Von Vergleich möchte ich gar nicht mehr sprechen.
Sehr gespannt war ich auf die Navifunktion. Aber auch die funktioniert nun präzise und schnell. Satelitenloosing im Schatten eines Baumes ist out. Faszinierend, stamme ich doch aus der Zeit in dem noch ein C Netz Autotelefon hunderte Kindernasen an einer Scheibe plattgemacht hat.

Der nicht mehr wegzudenkende Gimmick "Kamera" ist beim Lumia ein "nice to have", aber nicht wirklich ein schlagendes Argument. Für Schnappschüsse ist die Kamera ausreichend. Für mehr sollte man dann doch die Kompakte, die MFT oder gleich eine DSLR nehmen. Für den klassischen Rotnasen-Urlaubsschnappschuß an der Theke, oder das Dokufoto vom Unfallort für die KFz Versicherung reichts auf jeden Fall. Ganz vorne mit dabei ist aber das digital erzeugte Verschlußgeräusch. Wie eine analoge Spiegelreflex hämmert das Lumia den Spiegel nach oben und die Blende auseinander. Hätte man nicht dieses flache Dings in den Händen könnte man das geräuschtechnisch glatt mit einer 5D Mark II verwechseln.

Auch die Internetnutzung ist mit dem "kleinen" Lumia gut machbar. Nix zappelt, stottert oder ähnliches. Der Ton ist gut, sowohl beim Telefonieren wie auch beim Abspielen eines Songs. Auf die speziellen Daten und Specs gehe ich bei mehr als hundert Rezis nicht mehr ein. Zudem gibt es hier viele andere die das besser beherrschen als ich. Ich bin einfach nur Telefonierer und schildere das aus dieser Sicht. Der Geburtstag wurde jedenfalls zum Erfolg. Meine Frau hat sich tierisch gefreut. Auch sie lobt den einfachen Umgang mit dem "Smarty".

Kurz und Knapp

Positives:
+ Verarbeitung und Haptik
+ Display
+ Ton Telefon und Musik
+ Windows Menüführung
+ Reaktionszeit und Empfindlichkeit
+ Navi gratis
+ Verbindungsstabilität Navi
+ Bedienung

Neutral:
o Kamera

Negativ:
- Ladebuchse hakelig

Mein Fazit: Wer sich nicht im Rahmen eines Dispositionskredits für ein "Smarty" bei seiner Hausbank verschulden möchte, bekommt mit dem "kleinen" Lumia ein sehr erwachsenes Smartphone. Die Bedienfreundlichkeit wie auch die Qualität hätte ich so nicht erwartet. Aller Ehren wert Nokia.

Reifen - Michelin ANAKEE 2 Front M/C 110/80R19 59 H
Reifen - Michelin ANAKEE 2 Front M/C 110/80R19 59 H
Wird angeboten von AKF
Preis: EUR 133,00

4.0 von 5 Sternen Hyperaktiver Allesgutkönner, 10. Juni 2013
Vorrausschickend sei erwähnt das es sich hierbei um die Variante V handelt. Die Rezension thematisiert das Pärchen Anakee 2. Reifen - Michelin ANAKEE 2 Rear M/C 150/70R17 69 V

Um die Bereifung kommt es zwischen Bikern oft zu einer sehr emotional geführten Diskussion. Reifen sind eben Vertrauenssache. Da man sich auf eine nicht einmal Handteller große Fläche verlassen muß ist das nur verständlich. Nach dem Kauf meiner Triumph stand die Frage der Reifen zur Debatte. Bei den großen Enduros habe ich bisher Bridgestone favorisiert. Allerdings galt das lange nur für die Honda Africa Twin. Mit ihrer etwas "untermotorisierten" Art des Pneuumgangs stellt sie für viele neuere Enduro Reifen kaum ein Problem dar. Sind diese doch in der Mehrzahl für PS stärkere Bikes wie GS und Co konstruiert. Den Michelin hatte ich nicht so richtig auf dem Strich. Entgegen meiner Erfahrung mit der CB1300 hatte ich bei den Enduros mit dem T66 einen echten Alptraumreifen von Michelin "erfahren". Gerade bei Nässe war dieser Reifen eine echte Herausforderung. Das mag manchmal ganz spassig und adrenalinesk sein, für Ganzjahresfahrer ist das aber ein Nogo. Der Anakee hat diesbezüglich einen besseren Ruf. Ich habe ihn nun montiert und einige tausend Kilometer abgespult.

Das Profil erinnert mich ein wenig an den Bridgestone TW151, oder auch an den Tourance von Metzeler. Die großen geschwungenen Profilblöcke vermitteln schon im Stand Vertrauen. Nach einer kurzen Einfahrzeit wurde die Anforderung Stück für Stück und von Kilometer für Kilometer hochgeschraubt. Auffallend dabei ist das Verhalten des Pneus auf der Vorderhand. Mir wird die Tiger mit dem Anakee ein Tick zu ungenau weil zu handlich. Fast nervös sucht sich die Triumph ihren Weg beim Kurvenwechsel in schnelleren Passagen. Mit ein bisschen weniger Luft im Pneu gings besser(0,2bar). Fast spielerisch gibt sich die dicke alte Triumph mit dem Anakee.
Einmal mit der Eigenheit angefreundet kommt auch der Boden näher. Der Michelin liegt bei trockenem Geläuf und Temperaturen jenseits der 10° Grenze schon nach kurzer Anwärmphase gut. Egal ob lange oder enge Kurven, mit Betriebstemperatur geht alles. Dabei vermittelt er einen gut zu kontrollierenden Eindruck. Man fühlt sich Herr der Lage. Selbst das flotte Rausbeschleunigen in Schräglage beantwortet der Anakee nicht mit Gripverlust, sondern zahnt sich in den Untergrund.

Der Anakee fühlt sich im Betrieb relativ "weich" an. D.h. in schnellen Passagen entwickelt er nicht die stoische Ruhe eines Tourance EXP oder eines Strassenreifens ala Pilot Road. Die Triumph ist immer in Bewegung, aber ohne den Fahrer zu beunruhigen. Freunde des gepflegten flotten Fahrstils sei ein Strassenreifen oder einer der neueren Enduropneus angeraten.
Auch Fahrbahnkanten sind nicht sein Ding. Ebenso leichtes Flickwerk oder schmale Fugen. Aber auch da beunruhigt er nicht wirklich. Man muß es nur wissen. Im Gegensatz zum von mir verteufelten TX66 ist der Anakee eher ein Kampfschwimmer. Bei Nässe gibts keine bösen Überraschungen wie bei dem alten Michelin Onkel. Michelin hat hier deutlich zugelegt. Power CT und Pilot Road legen hier die Messlatte für die Gummimischung ziemlich hoch. Ich bin mir sicher, daß der Nachfolger Anakee3 hier nochmal deutlich zugelegt hat. Aber auch der 2er verrichtet im Nassen seinen Dienst sehr gut. Auch der ein oder andere Offroad Ausflug verlief überraschend easy.

Die Triumph hat eine der besseren Bremsanlagen. Auch hier gibt sich der Anakee keine Blöße. Im Grenzbereich zeigt sich der Franzose umgänglich und legt die Karten früh auf den Tisch. Es bleibt genügend Zeit zur Reaktion. Dabei setzt die Peripherie die Grenze. Fußraste und Schalthebel der Triumph zeigen sich leicht angefressen. Bei der Verwendung eines Hauptständers an der Triumph erreicht der Michelin seine Grenzen nicht. Hier ist aufgrund des Bauteils Vorsicht angesagt. Der Verschleiß hält sich im Gegensatz zu meiner dicken, reifenmordenden Honda ziemlich in Grenzen. Eine längere Kurvenausfahrt im Nationalpark Bay. Wald hat am Hinterrad zwar Spuren in Form von leicht aufgestellten Stollen hinterlassen. Auf nun fast 4000km ist das aber bisher im Rahmen. Reichweiten wie die anderer Reifenflüsterer bis 10tkm und darüber erreiche ich mit dem Michelin aber definitiv nicht. Das ist aber auch nicht mein Hauptaugenmerk. Meiner Erfahrung nach ist die Verfügbarkeit der Michelin Pneus hervorragend. Bei Bridgestone kann das schon mal anders sein. Was aber auch durch Vorbestellung in den Griff zu bekommen ist.

Kurz und Knapp

Positives:
+ Verfügbarkeit
+ ausgewogene Eigenschaften
+ Handlichkeit
+ Haftung
+ gutmütige Ankündigung des Grenzbereichs
+ Übertragung der Bremskräfte
+ Nässeeigenschaften

Neutral:
o weiches Feeling, indiferenter Rückmeldung
o an der Vorderhand sehr eigenlebig

Negativ:
- Fahrbahnkanten und Rillen bringen ihn aus der Fassung

Mein Fazit: Mit der Triumph bin ich noch nicht am Ende der Reifensuche. Das oben Geschriebene ist nicht wirklich beunruhigend, aber für mich auch nicht wirklich prickelnd. Der Anakee ist ein richtig guter, gemütlicher Allrounder. Die Nervosität an der Vorderhand ist für mich aber ein Grund weiter zu suchen. Ich werde die 3er Variante mal anfahren.

Reifen - Michelin ANAKEE 2 Rear M/C 150/70R17 69 V
Reifen - Michelin ANAKEE 2 Rear M/C 150/70R17 69 V
Wird angeboten von AKF
Preis: EUR 163,00

4.0 von 5 Sternen Allesgutkönner, 10. Juni 2013
Um die Bereifung kommt es zwischen Bikern oft zu einer sehr emotional geführten Diskussion. Reifen sind eben Vertrauenssache. Da man sich auf eine nicht einmal Handteller große Fläche verlassen muß ist das nur verständlich. Nach dem Kauf meiner Triumph stand die Frage der Reifen zur Debatte. Bei den großen Enduros habe ich bisher Bridgestone favorisiert. Allerdings galt das lange nur für die Honda Africa Twin. Mit ihrer etwas "untermotorisierten" Art des Pneuumgangs stellt sie für viele neuere Enduro Reifen kaum ein Problem dar. Sind diese doch in der Mehrzahl für PS stärkere Bikes wie GS und Co konstruiert. Den Michelin hatte ich nicht so richtig auf dem Strich. Entgegen meiner Erfahrung mit der CB1300 hatte ich bei den Enduros mit dem T66 einen echten Alptraumreifen von Michelin "erfahren". Gerade bei Nässe war dieser Reifen eine echte Herausforderung. Das mag manchmal ganz spassig und adrenalinesk sein, für Ganzjahresfahrer ist das aber ein "Gehtgarnicht". Der Anakee hat diesbezüglich einen besseren Ruf. Ich habe ihn nun montiert und einige tausend Kilometer abgespult.

Das Profil erinnert mich ein wenig an den Bridgestone TW151, oder auch an den Tourance von Metzeler. Die großen geschwungenen Profilblöcke vermitteln schon im Stand Vertrauen. Nach einer kurzen Einfahrzeit wurde die Anforderung Stück für Stück und von Kilometer für Kilometer hochgeschraubt. Auffallend dabei ist das Verhalten des Pneus auf der Vorderhand. Mir wird die Tiger mit dem Anakee ein Tick zu ungenau weil zu handlich. Fast nervös sucht sich die Triumph ihren Weg beim Kurvenwechsel in schnelleren Passagen. Mit ein bisschen weniger Luft im Pneu gings besser(0,2bar). Fast spielerisch gibt sich die dicke alte Triumph mit dem Anakee.
Einmal mit der Eigenheit angefreundet kommt auch der Boden näher. Der Michelin liegt bei trockenem Geläuf und Temperaturen jenseits der 10° Grenze schon nach kurzer Anwärmphase gut. Egal ob lange oder enge Kurven, mit Betriebstemperatur geht alles. Dabei vermittelt er einen gut zu kontrollierenden Eindruck. Man fühlt sich Herr der Lage. Selbst das flotte Rausbeschleunigen in Schräglage beantwortet der Anakee nicht mit Gripverlust, sondern zahnt sich in den Untergrund.

Der Anakee fühlt sich im Betrieb relativ "weich" an. D.h. in schnellen Passagen entwickelt er nicht die stoische Ruhe eines Tourance EXP oder eines Strassenreifens ala Pilot Road. Die Triumph ist immer in Bewegung, aber ohne den Fahrer zu beunruhigen. Freunde des gepflegten flotten Fahrstils sei ein Strassenreifen oder einer der neueren Enduropneus angeraten.
Auch Fahrbahnkanten sind nicht sein Ding. Ebenso leichtes Flickwerk oder schmale Fugen. Aber auch da beunruhigt er nicht wirklich. Man muß es nur wissen. Im Gegensatz zum von mir verteufelten TX66 ist der Anakee eher ein Kampfschwimmer. Bei Nässe gibts keine bösen Überraschungen wie bei dem alten Michelin Onkel. Michelin hat hier deutlich zugelegt. Power CT und Pilot Road legen hier die Messlatte für die Gummimischung ziemlich hoch. Ich bin mir sicher, daß der Nachfolger Anakee3 hier nochmal deutlich zugelegt hat. Aber auch der 2er verrichtet im Nassen seinen Dienst sehr gut. Auch der ein oder andere Offroad Ausflug verlief überraschend easy.

Die Triumph hat eine der besseren Bremsanlagen. Auch hier gibt sich der Anakee keine Blöße. Im Grenzbereich zeigt sich der Franzose umgänglich und legt die Karten früh auf den Tisch. Es bleibt genügend Zeit zur Reaktion. Dabei setzt die Peripherie die Grenze. Fußraste und Schalthebel der Triumph zeigen sich leicht angefressen. Bei der Verwendung eines Hauptständers an der Triumph erreicht der Michelin seine Grenzen nicht. Hier ist aufgrund des Bauteils Vorsicht angesagt. Der Verschleiß hält sich im Gegensatz zu meiner dicken, reifenmordenden Honda ziemlich in Grenzen. Eine längere Kurvenausfahrt im Nationalpark Bay. Wald hat am Hinterrad zwar Spuren in Form von leicht aufgestellten Stollen hinterlassen. Auf nun fast 4000km ist das aber bisher im Rahmen. Reichweiten wie die anderer Reifenflüsterer bis 10tkm und darüber erreiche ich mit dem Michelin aber definitiv nicht. Das ist aber auch nicht mein Hauptaugenmerk. Meiner Erfahrung nach ist die Verfügbarkeit der Michelin Pneus hervorragend. Bei Bridgestone kann das schon mal anders sein. Was aber auch durch Vorbestellung in den Griff zu bekommen ist.

Kurz und Knapp

Positives:
+ Verfügbarkeit
+ ausgewogene Eigenschaften
+ Handlichkeit
+ Haftung
+ gutmütige Ankündigung des Grenzbereichs
+ Übertragung der Bremskräfte
+ Nässeeigenschaften

Neutral:
o weiches Feeling, indiferenter Rückmeldung
o an der Vorderhand sehr eigenlebig

Negativ:
- Fahrbahnkanten und Rillen bringen ihn aus der Fassung

Mein Fazit: Mit der Triumph bin ich noch nicht am Ende der Reifensuche. Das oben Geschriebene ist nicht wirklich beunruhigend, aber für mich auch nicht wirklich prickelnd. Der Anakee ist ein richtig guter, gemütlicher Allrounder. Die Nervosität an der Vorderhand ist für mich aber ein Grund weiter zu suchen. Ich werde die 3er Variante mal anfahren.

Gasland
Gasland
DVD ~ Josh Fox
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen "Fracking ist so harmlos wie eine Fahrradspeichenfabrik", 5. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gasland (DVD)
Ich gebe es zu. Der Spruch in der Überschrift ist geklaut. Das Originalzitat stammt in Reinform("Eine WAA ist so harmlos wie eine Fahrradspeichenfabrik") von Franz Josef Strauß, CSU Sonnenkönig und Augsteinfestnehmlasser. Und doch erinnert viel an die verharmlosenden Kommentare der alten Politkrecken zum Thema Atomkraft. Auch Fracking wird nun im wahrsten Sinne des Wortes "durchs Dorf getrieben". Mit Energieautonomie, dem Schreckgespenst der immens steigenden Energiekosten und einer mächtigen Lobbyistengruppe im Hintergrund soll Fracking salonfähig gemacht werden. Wie der große Bruder in Amerika möchte man die eigenen Ressourcen ausbeuten, um sich unabhängig zu machen.

Es gibt wohl kaum einen besseren Film zum Thema wie Gasland. Was die Regierenden kapiert haben sind vermutlich die wohlwollenden Geldströme die sich in die Parteien und die Privatkonten der Verantwortlichen ergießen. Wie gefährlich das alles ist, wieviel Ahnung die Politiker tatsächlich davon haben und wie verantwortungsvoll der Umgang mit den tatsächlichen Risiken ist, hat man bei der Betrachtung des Films ständig vor Augen. Etwa 500 Chemikalien sind beim Fracking im Einsatz. Was mit diesen passiert wissen nicht einmal die anwendenden Energiekonzerne. Viele davon sind allein für sich schon ein Risiko, wie sich das in Kombination verhält ist Ihnen nicht klar. Ganz hanebüchen wird es in Verbindung mit unserem Grundwasser. Aber das ist egal. Der Profit stimmt, der Rubel rollt, wir machen uns die Taschen voll und bis das Zeugs im Grundwasser nachweisbar ist, sind wir schon wieder weg. Dann sollen sie uns nachweisen das wir die Verursacher sind.

Bei soviel Geldgier und Rücksichtslosigkeit steigt meine Neigung zur Militanz stark an. Gasland lässt niemanden kalt. Wir alle dürfen diese "amerikanischen Verhältnisse" bei uns nicht zulassen. Wir vergiften auf unabsehbare Zeit die Natur. Wir sind nicht die alleinigen Inhaber dieser Welt. Wir haben Kinder und diese werden auch wieder Kinder in die Welt setzen. Auch sie haben ein Recht eine intakte Natur vorzufinden. Das sind wir ihnen schuldig. Hier fiel der Vergleich "Erin Brokovich". Das ist absolut treffend. Mit dem Unterschied das Fracking kein "lokales" Problem bleiben wird. Politiker in unseren Landen möchten das Fracking in Wasserschutzgebieten verhindern. Wer einmal wissen möchte wie sich Grundwasser verhält fülle eine Schüssel mit Wasser, dann lege er ein Lineal als "Wasserschutzgebietsgrenze" über das Gefäß und tröpfle Tinte in eine Seite der durch das Lineal geteilten Oberfläche. Es wird nicht lange dauern, dann wird die Tinte sich auch jenseits der "Wasserschutzgebietsgrenze" befinden. Soviel zum Thema Fracking und Grundwasserschutz.

Alles andere erklärt der Film.

Schmerzliche Heimat: Deutschland und der Mord an meinem Vater
Schmerzliche Heimat: Deutschland und der Mord an meinem Vater
von Semiya Simsek
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegen das Vergessen, 3. Juni 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Mein Beitrag zu "Schmerzliche Heimat" ist garantiert alles, aber keine Rezension. Dieses Buch braucht keine schlauen Ratschläge was es denn "besser" oder welches Stilmittel es nun noch "lesenswerter" machen würde. Es ist ein Buch wie so viele andere, mit einem Einband und bedruckten Seiten. Und doch ist es ein so ganz anderes Buch.

Es ist ein Buch voller Trauer und Schmerz, Wut und Verzweiflung, voller Liebe und Hingabe und dem bedingungslosen Vertrauen in den Vater, Partner, oder Freund. Es ist ein Buch voller Verletzungen, die die Familie durch die Verleumdungen der deutschen Ermittler erfahren hat und trotzdem hat die Familie den Glauben an sich nie verloren. Dieses Buch ist der Versuch etwas zu verarbeiten was nicht verarbeitet werden kann. Es ist ein Buch das nach Respekt verlangt. Einfach nur mitfühlenden Respekt für die Opfer und Respekt vor dem Menschen im Allgemeinen. Respekt gebührt auch für den Mut diese Verletzungen erneut zu durchleben und niederzuschreiben.

Dieses Buch steht für einen Vater der seiner Familie durch ein Verbrechen entrissen wurde. Durch Schüsse ins Gesicht. Weil er Ausländer war. Wie groß muß der gesaete Hass sein um jemanden von Angesicht zu Angesicht mehrfach in das Gesicht zu schiessen? Reicht "ausländersein", "anderssein" dafür aus? Das Buch steht auch für eines der schwärzesten Kapitel der neueren Behördengeschichte dieses Landes. Fast vierzehn Jahre treibt eine rechte Terrorzelle in Deutschland ihr Unwesen. "Keiner hat davon etwas gewusst". So sagt man. Wo doch jedes Jahr im Bericht der Verfassungsschützer die Unterwanderung der rechten Szene durch V-Leute proklamiert wird. Wo doch jedes Jahr Millionen von Steuergeldern in die Unterwanderung der NPD und ihren "Unterorganisationen", "nationalen Freundeskreisen" und "Heimatschutzorganisationen" fliessen. "Keiner hat davon etwas gewusst". Wie sich die Sätze doch nach 70 Jahren gleichen.

Dieses Buch klagt an ohne Ankläger zu sein. Alte, vor 80 Jahren aufgerissene und nie verheilte Wunden beginnen erneut zu bluten. Das NPD Verbot wackelt trotzdem. Wir haben ja kein rechtes Problem". Akten werden vernichtet, verschwinden oder werden erst gar nicht angelegt, wie einige der Zeugenaussagen. V-Leute von obersten Stelle "geschützt". Anwesendheit wird verschleiert, Erkenntnisse werden gefühlt massenhaft amnestisch verarbeitet. Der Verfassungsschutz ist mindestens bei einer der Taten nachweislich am Tatort. Hessens Bouffier "schützt" seine Beamten und lässt sie nicht aussagen. "Möchte die Ermittlungen nicht gefährden". 13 Jahre und über zweihundert Tage treibt die Terrorzelle unter den Augen des Staates ihr Unwesen. 10 Menschen sterben, zig werden verletzt und traumatisiert. Trotzdem lebt man völlig unbehelligt nahe der Heimatorte, fährt an die Ostsee zu campen, stellt Gartenzwerge in Position und tritt sogar im TV Frühsport auf. "Die waren nett und freundlich" hört man eine Nachbarin sagen, "Nicht so wie die anderen" und man vernimmt, trotz der bekannt gewordenen, grausamen und feigen Verbrechen, die Sympathie in der Stimme der Befragten. Sie waren zu dritt. Die notwendige Infrastruktur mit mehreren hundert Sympathisanten und V-Leuten bleibt geflissentlich unerwähnt.

Die Ermittler verdächtigen die Familie. Die Mutter, den Bruder. Der Vater war vermutlich kriminell, ein Drogenschmuggler. Oder Mafiosi. Immer und immer wieder das gleiche Szenario. Der Vater hatte eine Geliebte. Mißtrauen säende, die Familien zerreißende Spekulationen reihen sich an hanebüchene Mutmaßungen. Der Verfassungsschutz hatte die wahren Täter im Visier und lässt sie ziehen. Mehrmals. Hinweise werden mehrfach ignoriert. Hinweise von Zeugen auf Fahrräder oder Männer mit Rucksäcken schlichtweg nicht verfolgt. Wichtige Zeugen werden nicht vernommen oder als "unwichtig" abgekanzelt. Erst das Bekennervideo macht sie schlauer. Sagen sie. 15 Minuten mit Paulchen Panther und der Verfassungsschutz ist auf dem aktuellsten Stand. Besinnungslos dumm. Dumm wie die Bezeichnung "Döner Mord". Aber darin sind wir gut. "Wir sind" schließlich auch "Papst".

Es ist ein großartiges Buch das mich beschämt. Es ist beschämend in diesem Staat zu leben der es nicht schafft, trotz seiner Vergangenheit dieses menschenverachtende Denken aus den Köpfen seiner Bürger zu bekommen. Es ist nicht gewollt. Politiker blasen aus politischem Kalkül immer wieder in dieses Horn und nutzen es zur Stimmungsmache. Wälerfang am rechten Rand der Gesellschaft heisst es. "Das Boot ist voll" ist ein exemplarischer Satz dafür. Unser aller Desinteresse an der Aufklärung der Umstände spricht Bände. Der selbstherrliche Umgang des Münchner Gerichts mit den berechtigten Anliegen der ausländischen Medien tut dies ebenfalls. Die Ergebnisse des Untersuchungsausschusses zu den NSU-Morden sind selbst für Interessierte nur schwer zu finden. In der Öffentlichkeit werden sie so gut wie nie thematisiert. Die Staatsdiener aus den jeweiligen Behörden und Ministerien lehnen jede Verantwortung dafür ab. Trotz alledem bezeichnet Frau Simsek dieses Land als ihre Heimat.

Schmerzliche Heimat benennt einerseits das Trauma des Verlusts, aber auch den Umgang der Heimat mit der Autorin und ihrer Familie. Sie waren fremd und automatisch schuldig. Wir waren nicht da als unter uns lebende Menschen mit ihren Familie Opfer wurden. Anstatt an ihrer Seite zu stehen haben wir sie verraten. Wir ließen sie im Stich. Alleine in ihrer Verzweiflung, ihrer Angst und ihrer Trauer. Sie waren Opfer und wir ließen sie allein.
Schmerzliche Heimat räumt nebenbei entgültig auf mit der Forderung nach dem "Ende der Schuld". 80 Jahre nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten sterben bei uns immer noch Menschen aufgrund ihrer Herkunft. Es hört nicht auf.
Semiya Simseks Buch ist eine Aufforderung an uns alle Fragen an den Staat zu stellen und solange nicht damit aufzuhören, bis das letzte Detail der Mordserie aufgedeckt ist. Wir alle tun gut daran dafür einzustehen und aus den Vorfällen zu lernen. Das sind wir Enver Simsek, seiner Familie und den anderen Opfern dieser menschenverachtenden Täter schuldig.

Es ist ein starkes Buch gegen das Vergessen. Wehret den Anfängen.

Bel-Ray 6 in 1 400ml
Bel-Ray 6 in 1 400ml

5.0 von 5 Sternen Saubermann is back, 31. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Bel-Ray 6 in 1 400ml
In den Achtzigern war mein Platz an einer von Bel-Ray gesponserten Hebebühne. Als Auszubildender wuchs ich mit den Produkten der Amerikaner auf. Gerade in Motorradbetrieben war die Marke Bel-Ray weit verbreitet. Vom normalen Lagerfett über mineralische, halbsynthetische und vollsynthetische Motorenöle, bis hin zu Spezialisten wie dem Luftfilteröl bekam man alles vom Hersteller mit dem Blau/schwarz/weissen Logo. Eines meiner "Lieblingsmittelchen" war aber das 6in1 Universalöl.
Vom Lösen einer korrodierten Schraube an einem Bremszylinder, bis hin zum optischen Finish war mit dem Mittelchen alles zu bewältigen. Leider verschwand die Marke zunehmend vom deutschen Markt. Nur noch im Rennsport war sie hier und da mal anzutreffen. Mittlerweile findet man sie wieder öfter. Auch der Dortmunder Anbieter mx parts hier auf Amazon hat das komplette Bel-Ray Programm an Bord. Da wirds doch Zeit für eine Rezension.

Wie schon erwähnt handelt es sich bei dem Mittelchen um ein "Universalöl". Die Anwendungsgebiete des in Sprayform erhältlichen Mittels sind fast unerschöpflich. Für mich war es in erster Linie ein Reiniger. Es gibt kaum Verschmutzungen die 6in1 nicht schafft. Selbst das übel haftende HKS Kettenspray, vom kürzlich verstorbenen Hr. Czech wird zuverlässig von der besudelten Felge entfernt. In Kombination mit einem Baumwolllappen gibt es fast nichts was dem Spray standhält. Das tolle daran ist, das hinterher eine hauchdünne schützende Schicht auf den Teilen ist. Selbst Lackteile lassen sich damit reinigen. 6in1 ist neben Ballistol eines der wenigen Mittel die dabei nur minimalste Schlieren hinterlässt. Auf Glas-, Verkleidungs- und Instrumentenscheiben würde ich das Pflegeöl, nichts anderes ist es, nicht einsetzen. Bremsscheiben sind ebenfalls tabu. Aber nicht nur für Motorräder, Roller etc. ist das Zeugs zu gebrauchen. Ich kenn kein besseres Mittel für eine Fahrradkette. Reinigung und Pflege in einem.

Mein zweiter Einsatzzweck war die Schmierung kleiner und kleinster Gelenke. Umlenkhebel, Teile von Mechanismen(Kupplung, Vergaser etc.), oder auch nur die Aufhängung eines Bremshebels danken einem den Einsatz des Mittels. Bei einfachen Seilzügen kann das Mittel problemlos eingesetzt werden. Bei Zügen mit beschichtetem Innenleben, z.B. aus Teflon wäre ich vorsichtig.
Auch das Lösen festkorrodierter Schrauben beherrscht das Öl perfekt. Selbst übelst angerostete Schrauben an einem Bremszylinder habe ich mit 6in1, einer halbstündigen Wartezeit und etwas Technik lose gebracht. Für Standzeiten über den Winter sprühe ich das Mittel auch auf empfindliche Flächen(z.B. poliertes Alu), für längere eingemottete Fahrzeuge empfehle ich aber das deutlich teurere Ballistol. Das bildet einen "stabileren" Film.
Die Kriecheigenschaften des Bel-Ray Produkts sind genial. Ab und an pflege ich sogar meine Multitolls und Taschenmessergelenke mit dem Zeug. Nur für den Hund nehme ich es nicht. Aber dafür gibts ja Ballistol.

Kurz und Knapp
Positives:
+ Eigenschaften, Kriechfähigkeit, Reinigungsfähigkeit etc.
+ Sprayform
+ bildet dünnen Schutzfilm
+ Schmierung kleiner und kleinster Gelenke
+ korrosionslösend
+ auch zum "Einmotten" geeignet

Negativ:
- schwer zu bekommen
- "früher war alles besser" und der Inhalt deutlich mehr(500ml)

Mein Fazit: Ich bin froh wieder eine Quelle für das Zeug zu haben. Selbst wenn sie aus Dortmund kommt ;-). Bel-Rays 6in1 vereint Eigenschaften mehrerer Pflegeöle in einem. Das erleichtert die Arbeit und hilft beim Lösen der ein oder andere knifflige Aufgabe in der heimischen Werkstatt. Absolut empfehlenswert. Einzig das Produktbild könnte aktualisiert werden. Das zeigt alles, nur nicht das 6in1.

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