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Beiträge von Martin O
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Rezensionen verfasst von
Martin O

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Crucifixion Creek (Belltree Trilogy)
Crucifixion Creek (Belltree Trilogy)
von Barry Maitland
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,80

2.0 von 5 Sternen Enttäuschende neue Serie, 6. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der von mir sehr verehrte Mr. Maitland hat sich von seinem britischen Erfolgsduo "Brock und Kolla" abgewandt und eine neue, in seiner Heimat spielende Serie rund um einen Detective der Mordkommission kreiert. Man kann dem Roman nicht vorwerfen, dass es ihm an Handlung und Action mangelt. Im Gegenteil, innerhalb von zweieinhalb Seiten bekommt man den Tod eines Verwandten des Detectives, dessen zufällige Eintreffen an der Mordszene, eine Verfolgungsjagd auf ein mögliches Fluchtauto und gleich auch den Tod eines Verdächtigen mit, der den Belltree gleich einmal in einem schiefen Licht bei seinem Vorgesetzten erscheinen lässt. Viele Passagen sind ähnlich dicht geschrieben und heben sich insofern wohltuend von 800 - Seiten Wälzern mit dekompressiertem Schreibstil ab.
Aber zumindest für mich ist dadurch auch recht wenig übrig geblieben, was mich an eine der handelnden Personen binden könnte. Belltree ist - wieder einmal - ein Cop mit privaten Problemen. Seine Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, seine Frau ist dabei erblindet. Er glaubt nicht an einen Unfall und folgt seither allen erdenklichen Spuren. Feinerweise bietet sich ihm ein Kriminal- und Korruptionsfall rund um Grundstücksentwickler, eine Motorradgang und einen Kinderschmuggelring, der auch in die unmittelbare Umgebung von Belltree zu reichen scheint. Passenderweise ist seine Frau trotz Blindheit ein Computergenie, das selbstverständlich in alle nur erdenkbaren Sicherheitssysteme von ihrem kleinen privaten PC aus eindringen und diese manipulieren kann. Wenn immer ich so etwas lese, schaltet sich bei mir leider der "Bullshit"-detector ein und verdirbt mir gehörig den Spaß am Lesen.
Ebenso sind die Entscheidungen, die Belltree im Rahmen der Ermittlungen trifft und die ihn nicht wesentlich von den Leuten unterscheiden, auf die er Jagd macht, aus dem Buch heraus nicht begründet und geben somit das Bild eines Mannes wieder, der bewusst mit massivem Gesetzesbruch und dem Tod von Menschen kalkuliert. Dabei scheint er sich nicht einmal die Mühe einer Rechtfertigung zu geben, sondern die Entscheidung zur Gewalt ist eben so wie sie ist.
Verglichen mit den - in sich auch durchaus unterschiedlichen - Romanen rund um Brock und Kolla mit ihrem Beziehungsgeflecht, der persönlichen Weiterentwicklung der Charaktere und nicht zuletzt ihrer gelungenen Mischung aus Whodunit und Darstellung zutiefst britischer Lebensart, habe ich diesen Roman als herbe Enttäuschung empfunden.


The Secret Knowledge: On the Dismantling of American Culture
The Secret Knowledge: On the Dismantling of American Culture
von David Mamet
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,49

2.0 von 5 Sternen Trauriger Niedergang eines scharfen Geistes, 17. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich mir das Buch gekauft habe, habe ich wohl angenommen, dass ich mit den allermeisten der politischen Ansichten Mamets nicht übereinstimmen würde. aber es hat mich interessiert, warum Mamet zu seinen Positionen gekommen ist und was genau der Knackpunkt war, der ihn dazu brachte.

Bedauerlicherweise ist das Buch mehr Glaubensbekenntnis als Analyse. Die allermeisten Positionen werden nicht argumentiert, sondern schlicht und ergreifend behauptet. Den "Liberalen" (im amerikanisch-politischen Sinn des Wortes, also auf Deutsch in etwa "Kryptokommunisten") werden Positionen unterstellt, die von Naivität bis hin zu absichtlicher und arglistiger Zersetzung der amerikanischen Werte reichen. Dabei werden diese Werte auch in einem Aufwaschen mit den judäo-christlichen Werten gleichgesetzt, was ich persönlich auch für eine starke Simplifizierung halte. Alle Argumentationslinien laufen in etwa nach dem Motto ab: "Staatliche Regierung ist schlecht, weil von Menschen gemacht, die andere nur manipulieren und für sich das beste herausholen wollen. Das zeigt die Geschichte. Der Markt ist viel besser geeignet, die Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen. Alles, was keinen Markt findet, seien es Menschen, seines es Ideen, hat keinen Wert."

In einem Aufwaschen wird hier Harry Truman und sein New Deal für die Verschärfung der Weltwirtschaftskrise verantwortlich gemacht, die Affirmative Action als gelebten Rassismus gebrandmarkt und die Sozialversicherung Obamas ohnehin als Kulmination kommunistischen Gedankengutes, das die USA endgültig in den Abgrund reißen wird verteufelt. Diskussionen über etwaige negative Auswirkungen des Kolonialismus oder aber des Sklavenhandels lässt Mamet ebenso wenig zu wie auch nur die leiseste Kritik am Kurs Israels (letzteres kann ich immerhin nachvollziehen.

Jetzt könnte das Ganze durchaus unterhaltsam sein, bedauerlicherweise schafft es Mamet nicht, ein Thema oder auch nur einen Gedankengang halbwegs systematisch zu entwickeln, springt von These zu These, von bissiger Fußnote zur nächsten, muss auch hier noch geschwind auf die angeborene Schlechtigkeit (aller?) Politiker hindreschen und dort noch schnell auf die Sozialwissenschaften im allgemeinen.

Ganz überraschen hätte es mich nicht sollen, sind doch auch seine Bücher über Filmtheorie nicht vom leisesten Selbstzweifel befallen (Man lese nur seine Ausführungen gegenüber Studenten über die Wirkung von Filmschnitt). Dennoch habe ich vier Monate und unzählige Anläufe gebraucht, um das Buch in stets homöopathischen Dosen zu lesen. Mehr als fünf-zehn Seiten am Stück waren aufgrund der mieselsüchtigen, selbstgerechten und zu Teil auch ausgesprochen dummen Grundstimmung des Buches nicht zu schaffen.


13 Minutes
13 Minutes
von Sarah Pinborough
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 11,80

4.0 von 5 Sternen Die Highschool als persönliche Hölle, 13. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 13 Minutes (Gebundene Ausgabe)
Gegenüber den Romanen, die ich bisher von Pinborough gelesen habe, war dies doch einigermaßen eine Abkehr, aber eine von mir sehr positiv empfundene. Natasha, die Pack-Leaderin einer Gruppe allseits bewunderter Mädchen wird klinisch tot in eiskaltem Wasser aufgefunden aber wieder belebt. Sie hat Gedächtnislücken und relativ bald die Ahnung, dass nicht alles so ist, wie es scheint, und dass sie ihren engsten Freundinnen nicht trauen kann. Die Geschichte wird aus dem Tagebuch von Natasha, der Perspektive ihrer ehemaligen Vertrauten sowie aus Dokumenten zusammen gestellt und schnell wird klar, dass man als Leser den einzelnen Perspektiven nicht unbedingt trauen kann.
Diese Unsicherheit gepaart mit aus meiner Sicht überzeugender psychologischer Schilderung der Jung-Mädchen-Seelen führt zu gehöriger Spannung (und der Versuchung, kurz ans Ende zu blättern). An seinen besten Stellen erinnert die Erzählweise an Minette Walters, wenngleich das Britische nicht einmal in Spurenelementen vorhanden ist und nur durch wenige Verweise daran erinnert wird, dass die Geschichte nicht an einer typischen amerikanischen High-School stattfindet. Ein wenig mehr Lokalkolorit hätte den Roman meines Erachtens noch verbessert. Trotz mancher klischeehafter Bilder ein spannendes Buch für zwischendurch.


Wonder Woman: Earth One Vol. 1
Wonder Woman: Earth One Vol. 1
von Grant Morrison
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,74

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Was lange währt ... wird doch nicht gut, 6. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Und wieder einmal eine Origin-Geschichte über einen klassischen Charakter. Und wieder einmal frage ich mich: Wieso und wer braucht das? Diesmal kommt noch hinzu, dass sich an der Geschichte selber gar nicht so viel ändert. SPOILER: Gut, Diana ist diesmal nicht aus Lehm geformt. Das ist aber schon bisher immer der dümmste Teil der Geschichte gewesen und meiner persönlichen Meinung nach von Brian Azzarello in seiner Version von WW viel plausibler geschildert worden. Ich habe an der Geschichte nichts Bemerkenswertes, Neues oder Aktuelles gefunden. Sie könnte in ihrer altmodischen Sichtweise durchaus aus der Entstehungsperiode von Wonder Woman stammen. Dazu kommt, dass - wie bei Morrison manchmal üblich - Szenen aufeinander folgen, die mich dazu brachten zu prüfen, ob die Seiten in der richtigen Reihenfolge gedruckt waren. Und nachdem das ganze fertig war, hatte ich den Eindruck, nicht mehr als eine erste, vage Präsentation der Charaktere bekommen zu haben, aber keine Story. Also in etwa das, wofür Stan Lee oder Bill Kane gerade einmal zwei Seiten gebraucht hätten.

Was allerdings die Story des von mir sonst überaus verehrten Grant Morrison zu wünschen übrig ließ, hat das Artwork von Paquette über weite Strecken erfolgreich wett gemacht. Schöne Designs, bewunderungswürdige Frauen, pseudogriechische Tempel, Herz was will man mehr. Einzig der diesmal farbige Steve Trevor gelingt ihm nur grob, fast karikaturenhaft. Vielleicht ist dies aber Absicht.

Fazit: Lieber den klassischen George Perez-Run oder aber den genialen Azzarello/Chiang-Run. Sonst nur für Hardcore - Morrison - Fans.


Ravensburger Puzzle 16158 Star Wars, Darth Vader, 1098 Silhouette
Ravensburger Puzzle 16158 Star Wars, Darth Vader, 1098 Silhouette
Wird angeboten von mecodu
Preis: EUR 14,49

5.0 von 5 Sternen Wirklich originell, 4. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was soll man sagen: gewohnte Ravensburger - Qualität in besonderes reizvoller Form. Die Silhouetten-Form von Vader wird durch vier kleinere Vader-Figuren im Puzzle selber noch einmal betont. Dazu ein nettes Motiv, sodass auch alle in der Familie mitmachen möchten. Toll


The Drop (A Harry Bosch Novel, Band 15)
The Drop (A Harry Bosch Novel, Band 15)
von Michael Connelly
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,39

3.0 von 5 Sternen Das Rennpferd beginnt zu lahmen., 4. April 2016
Ich war bei den letzten Bosch-Romanen schon eher zurückhaltend, deswegen komme ich auch mit den neueren nur Schritt für Schritt nach. Der nun vorliegende macht da leider keine Ausnahme.
Was nach wie vor gut funktioniert: Die Konstruktion der Geschichte rund um einen lang zurück liegenden Mord, bei dem ein Zufallstreffer in der DNA - Datenbank auf einen Sexual-Straftäter hinweist, einerseits und den toten Sohn eines Intimfeindes von Harry Bosch andererseits läuft rund und in sich logisch. Die internen politischen Spielchen der Entscheidungsträger sind für einen Mitteleuropäer so wahrscheinlich nie restlos verständlich, da das spezielle Element der permanenten Rechtfertigung der Polizeieinheiten vor der politischen Öffentlichkeit bei uns so nicht bestehen. Dennoch sind sie spannend und das eigentliche Hindernis bei der sonst geradlinig ablaufenden Klärung der beiden Fälle. Auch die jeweiligen Lösungen finde ich glaubhaft und - im Gegensatz zu anderen Rezensenten - keinesfalls antiklimaktisch.
Was mich - zunehmend - stört: Die Unfehlbarkeit von Hieronymus Bosch samt der damit einhergehenden Einstellung gegenüber anderen Menschen, sei es im privaten, sei es im dienstlichen Umfeld. Fehler, Unannehmlichkeiten oder auch nur die nicht bedingungslose Unterordnung unter die Meinung von Bosch werden dabei nicht geduldet. (Ich nenne so etwas das beginnende Kay-Scarpetta-Syndrom). Die Unfehlbarkeit wird natürlich auch auf die Tochter ausgedehnt, die perfekt schießt, super beobachtet und überhaupt....
Schließlich lässt es sich Connelly nicht nehmen, jede einzelne Essensbestellung und jedes einzelne auszufüllende Formular zu schildern. Natürlich beeindruckt er uns da mit seinen Kenntnissen. Manchmal wünsche ich mir aber ein wenig mehr Beschleunigung.
Fazit: Mick Haller ist momentan für mich der "bessere" Protagonist als Bosch. Wer einen routiniert und gut geschriebenen Polizei-Krimi will, ist dennoch nach wie vor mit Bosch gut beraten.


Bone Tomahawk [Blu-ray]
Bone Tomahawk [Blu-ray]
DVD ~ Kurt Russell
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 16,19

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Großartige Western - Horror Mischung mit toller Besetzung, 4. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Bone Tomahawk [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe das Western Genre immer gerne gemocht, mehr als das Horror-Genre. Kurt Russell, der sich offensichtlich gedacht hat "Jetzt habe ich mir den Bart für The Hateful 8 schon angetan, reiten habe ich auch gelernt, dreh ich halt noch einen Western im Jahr 2015", und die anderen Darsteller (allen voran Richard Jenkins als Backup Deputy) liefern aber gemeinsam mit dem Drehbauchautor und Regisseur S. Craig Zahler ein echtes kleines Mischjuwel ab. Aus einer Entführung in einem gottverlassenen Nest im Westen und der nachfolgenden Verfolgung, die von Anfang an unter keinem guten Stern steht, wird dann ... ja was eigentlich? Horror oder sogar SF?

Die vier Verfolger, die bald ihrer Pferde ledig sind, dann auch noch durch Verletzungspech dezimiert werden, geraten jedenfalls an Gegner, die sie nicht erwartet haben und müssen sich von der zu rettenden Ärztin mit Fug und Recht sagen lassen, dass das was das Leben im Westen so schlimm macht, nicht die Indianer oder die Naturgewalten sind sondern all die Idioten, die hier leben. Mir persönlich hat der Kontrast zwischen ruhigem lakonischen Spiel, dem Wortwitz, geradezu klassischen Westernthemen und -typen einerseits und dem vollkommen abgedrehten Finale andererseits extrem gut gefallen. Ich will aber auch nicht verhehlen, dass der Film die - für mich persönlich - grauslichste Szene seit dem Augapfel und dem Holzspan in "Voodoo - Schreckensinsel der Zombies" enthält. Das muss man mögen sonst landet man spätestens hier beim Ausschaltknopf.

Das wäre aber schade, denn im Abspann folgt dann auch noch ein sehr schöner schräger Song (ebenfalls vom Drehbuchautor).


Not for Nothing
Not for Nothing
von Stephen Graham Jones
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,49

3.0 von 5 Sternen Verwirrender Plot, 12. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Not for Nothing (Taschenbuch)
Nachdem ich von der Qualität von "The last final Girl" wie weggeblasen war, habe ich einige Bücher von Stephen Graham Jones bestellt. Dieses war eine kleine Enttäuschung. Erzählt aus der Perspektive eines gescheiterten Detectives der Mordkommission, der sich in seinen Heimatort (Stanton, Texas) zurück gezogen hat, um sich systematisch dem Trinken und Nichtstun hinzugeben, ist zunächst einmal die Erzählweise (zweite Person) und der Schreibstil interessant und gelungen.
Der Protagonist wird von seiner Jugendliebe angeheuert, um sie vor einem Stalker (Ex-Knacki und Ex-Lover) zu schützen, gleichzeitig aber auch von ihrem Mann beauftragt, Beweise für ihre Untreue zu sammeln. Wie jedem, der auch nur irgend einen Noir Krimi gelesen hat, klar ist, wird schon bald eine Leiche (mit zerschossenem Gesicht) gefunden. Der "Held" wird verdächtigt, dann wieder freigelassen, es häufen sich Theorien auf Theorien, sodass im Laufe des Buches jeder irgendwann einmal verdächtigt wird.
Und damit sind wir bei dem - meines Erachtens - Hauptproblem des Buches. Ich habe nichts gegen verwirrende Plots (Red Harvest von Hammett, oder The Big Sleep kann man auch nicht in wenigen Sätzen erklären), wenn aber keine der Figuren auch nur halbwegs ausgeformt ist, verliere zumindest ich das Interesse, überhaupt heraus zu finden, wer es jetzt war. Die Hauptfigur selber fährt mit unterschiedlichsten Gefährten (von Rasenmäher bis zum Ford Mustang) systemlos kreuz und quer durch die Gegend und stolpert eher von einem Anhaltspunkt zum anderen, als dass er geordnete nachvollziehbare Überlegungen anstellt. Manche Beziehungen beruhen überhaupt auf dem Zufallsprinzip (Der Anwalt, der dem Held zu einem Gefallen verpflichtet ist, arbeitet gleichzeitig für den Gangster, dem er noch etwas schuldet).
Einzig die bedrohliche Atmosphäre durch eben jene offene Schuld und das bewusst offene (wahrscheinlich aber nicht unbedingt rosige) Ende, wecken ein wenig das Interesse.

Resumée: Stilistisch top, inhaltlich schwach.


Art in the Blood: A Sherlock Holmes Adventure
Art in the Blood: A Sherlock Holmes Adventure
von Bonnie MacBird
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,24

3.0 von 5 Sternen Nett aber nichts wirklich Neues, 23. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ms MacBird hat einen passablen Sherlock-Holmes Roman über die Nachforschungen nach dem Sohn einer Pariser Sängerin geschrieben. Die Nachforschungen, die Holmes und Watson von Paris über die Londoner Docks bis zum Landsitz eines kunstsammelnden Adeligen führen, der auch der Vater des kleinen Jungen ist, haken dabei die mittlerweile üblich gewordenen Bestandteile ab:
Holmes trifft tatsächlich gelebt habende Figur (diesfalls Toulouse-Lautrec): check
Die Verbrechen der begüterten Klasse übertreffen die der armen stets bei weitem: check
Politische Intrigen unter Einbindung von Mycroft Holmes: check
Abartige Hintergründe: Check usw.
Aber einerseits ist MacBird ausreichend kompetent, um das ganze dennoch zu einer abwechslungsreichen Geschichte zusammen zu zimmern und andererseits ist halt der Holmes-Mythos ein bequemer, in dem man sich als Leser gerne nieder lässt. Die Action ist ein wenig heftiger als bei Conan Doyle, die kriminalistischen Herausforderungen ein wenig geringer, dafür gibt es einen rivalisierenden französischen Privatermittler/Agenten. Holmes und Watson werden - Gott sei Dank - nicht so geschildert, dass die von MacBird zitierten Inspirationen Downey jr. oder Cumberbatch bzw. Law oder Freeman allzu viel Spuren hinterlassen haben. Alles in allem ein vergnügliches Buch für zwischendurch.


The Last Final Girl
The Last Final Girl
von Stephen Graham Jones
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen Scream trifft Final Destination, 23. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Last Final Girl (Taschenbuch)
Die Geschichte dieses Romans ist die Essenz von Slasher-Filmen. Die letzte Überlebende eines klassischen Massen-Schlitzers mit Maske (diesmal Michael Jackson-Maske, passenderweise Billie Jean genannt), der vermeintlich in den Fluss gestürzt ist, schart eine Gruppe Außenseiterinnen als Rivalinnen um die Krone der Homecoming-Queen um sich, die wenige Tage nach den blutigen Ereignissen zu vergeben ist. Aber schon bald taucht der Killer (oder die Killer? oder ganz jemand anders?) wieder auf und metzelt um sich. Und nun beginnt das heitere Raten, auf welche extrem gut konstruierte Art und Weise das jeweilige Teenie-Opfer vom Leben zum Tod befördert wird. Und ähnlich wie in Final Desination ist dann der Moment, in dem die Verkettung der Umstände dann z.B. eine Kugel, die für jemand anderen gedacht war, in das Auge einer unschuldigen (?) Highschool-Schönheit führen, fast schon so erlösend, dass zumindest dieser geneigte Leser äußerst befreit aufgelacht hat.
Erzählt wird das ganze aus der Sicht des komplizenhaften Zusehers eines Slasher-Filmes, komplett mit Kamera-Anweisungen, Hinweisen, welche Nebensächlichkeiten wir bemerken sollen und wie wir als Publikum zu fühlen haben. Diese Erzählweise ermöglicht es Jones, mit den Erfahrungen des Zusehers zu spielen (wie eben Kevin Williamson in Scream), aber auch gleichzeitig eine Distanz zu den Figuren aufrecht zu erhalten, die es eben ermöglicht, dass bis ziemlich zum Schluss eigentlich jede mögliche Auflösung als plausibel erscheint.
Fazit: extrem amüsant, temporeich, gut konstruiert und - wie jeder gute Slasher - mit einer Reihe von Hintertürchen für das Weiterleben von Billie Jean.


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