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Rezensionen verfasst von
Lee

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Alco Büroklammer Circular, 25 mm, 25 Stück, Art.Nr. 271
Alco Büroklammer Circular, 25 mm, 25 Stück, Art.Nr. 271
Wird angeboten von wbp-express
Preis: EUR 3,65

5.0 von 5 Sternen Mal was Anderes, 25. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Klammern sind ziemlich stabil und lassen sich nicht ohne Weiteres kaputtbiegen. Aufgrund ihrer Größe kann man damit sogar etwas mehr Blätter heften als mit einer üblichen Klammer.
Ich persönlich nutze die Büroklammern als interessanten Blickfang für meine Bewerbungsunterlagen. Der Perfektionist sollte die Klammer dann noch so hindrehen, dass sie auch wirklich hübsch aussieht.
In meiner Box waren leider 24 Klammern mit 25 mm und 1 Klammer mit 20 mm Durchmesser enthalten, aber davon geht die Welt schließlich auch nicht unter.


Heye 29399 - Panoramapuzzles 1000 Teile Divi Divi Tree, Alexander von Humboldt
Heye 29399 - Panoramapuzzles 1000 Teile Divi Divi Tree, Alexander von Humboldt
Preis: EUR 13,95

4.0 von 5 Sternen Leider nicht richtig geklebt, 25. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum Puzzle selbst ist nicht viel zu sagen, die Druckqualität ist in Ordnung, die Teile greifen gut etc. Nur flatterten in meiner Puzzletüte auch einige Teile rum, bei denen sich das bedruckte Papier vom Pappuntergrund abgelöst hatte. Das ließ sich zwar mit einem Klebestift schnell wieder auf die Reihe bringen, aber die volle Sternzahl kann ich aufgrund dieses Mangels nicht vergeben. Von der Motivwahl, dem Bildformat und Bildkomposition her finde ich die gesamte Puzzlereihe atemberaubend und habe noch nichts Vergleichbares gefunden. Endlich mal Puzzles, die nicht zu kitschig für die Wand sind. ;)


Borderlands 2 (100% uncut) - [PC]
Borderlands 2 (100% uncut) - [PC]
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 8,99

6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuscht all meine Erwartungen, 9. März 2013
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Nachdem ich das Spiel nun einige Tage gespielt habe (PC, Singleplayer, Gunzerker), würde ich es inzwischen am liebsten wütend in die Ecke feuern. Ich hatte es mir ursprünglich geholt, weil ich nach einem Spiel mit offener Welt Ausschau hielt und mir Borderlands 2 empfohlen worden ist (Teil 1 habe ich nie gespielt). Leider kommt Borderlands 2 nicht annähernd an andere offene Spielewelten heran wie Just Cause 2, Fallout 3, Skyrim oder Gothic 2. Im Nachfolgenden liste ich einige der Punkte auf, die mich am meisten stören.

Keine offene Spielewelt
Oft wird behauptet, Borderlands 2 biete eine offene Spielewelt, aber das stimmt so nicht. Die Welt ist in Abschnitte unterteilt und beim Wechsel des Abschnittes erscheint ein Ladebildschirm. Das ist nicht so schlimm, aber es stört bereits den Gesamteindruck. Zudem sind viele Bereiche der Karte am Anfang gesperrt und öffnen sich erst bei Verfolgung einer entsprechenden Quest. Viele der Bereiche sind weiterhin nicht mit den Fahrzeugen befahrbar, sondern nur zu Fuß begehbar. Leider ist das noch nicht genug der Einschränkungen. Anders als in tatsächlich offenen Welten hat man hier keine echte Bewegungsfreiheit: Orte, die man noch nicht betreten soll, sind mit hoffnungslos zu starken Gegnern besetzt. Und das sieht dann nicht mal so aus, dass da die dicksten Viecher hocken, sondern es sind normale Gegner bloß in einem höheren Level. So kommt es immer wieder vor, dass man fürs Erlegen dicker Brocken kaum EP bekommt, aber in einem anderen Abschnitt für das Erschießen hochleveliger kleiner Insekten einen dicken EP-Boost erfährt. Ich habs lieber, wenn die großen Gegner auch die starken sind. So wird man vom Spiel ganz genau gelenkt, in welchen Gebieten man sich gerade aufzuhalten hat und in welchen nicht. Und wenn man sich naiverweise doch mal in Freiheit wähnt, dann sorgen unsichtbare Wände oder Warnhinweise beim Verlassen des eigentlich gedachten Kartenbereichs für eine zusätzliche Verminderung des Spielspaßes.

Schlechtes Levelsystem
Quests, die man schon länger mit sich herum schleppt, braucht man gleich gar nicht mehr abzuschließen, da die Quests mit steigendem Spielfortschritt eine logarithmisch steigende Menge EPs bringen. Und was helfen die 150 EP für eine Quest, deren Erfüllung eine Stunde dauert, wenn man fürs nächste Level 30.000 EP braucht? Gleichfalls macht es keinen Sinn, sich durchs Killen von starken Gegnern hochzuleveln, weil man dann für die aktuellen Quests im Vergleich kaum noch EPs erhält, diese aber teilweise trotzdem alle noch abarbeiten muss. Das ganze Spiel ist darauf ausgelegt, dass man wirklich nur die Quests erfüllt und sonst am besten gar nichts macht. Ansonsten wird man so oder so in Form von ausbleibenden Erfahrungspunkten bestraft.

Zu viele Kisten
Es gibt wohl kein zweites Spiel auf der Welt mit so einer irren Anzahl an Kisten. Jede Ansiedlung mit 15 Häusern bietet rund 100 Kisten, Kartons, Kästen, Truhen, Bottiche, Kanister, Tonnen, Container und weiß der Geier was für Behältnisse, in denen ein wenig Munition und ab und zu ein oder zwei Dollar liegen. Die ersten Spielstunden habe ich aufgrund meines Komplettierungswahns noch jede einzelne Kiste geöffnet und schnell den Erfolg für 1.500 geöffnete Kisten erhalten bis ich merkte, dass sie nach einiger Zeit wieder neu gefüllt sind. Was soll sowas? Warum nicht einfach EINE verdammte Kiste in eine Stadt stellen oder meinetwegen zehn? Aber gleich hundert? Es ist überall in der gesamten Spielewelt das Gleiche. Man kann das Spiel überhaupt nur spielen, wenn man nicht zwanghaft in jede einzelne Kiste schauen muss. Es lohnt sich sowieso in den seltensten Fällen. Im Schnitt gibts einen Dollar pro Kiste und eine Wiederbelebung kostet bei mir im Moment über 2000 Dollar. Die ständige Rennerei von Kiste zu Kiste zu Kiste zu Kiste macht rund 20% der Spielzeit aus und nervt tierisch.

Zu viele Waffen
Der Waffengenerator mag zwar interessant klingen, ist aber genauso belanglos wie der Questgenerator in Skyrim. Man steht als Spieler vor der Mammutaufgabe, sich aus zig Waffen die geeignetsten rauszusuchen. Was aber ist die geeignetste? Oft verbringe ich Minuten mit dem Vergleichen: Nehme ich Granaten mit 600 Schaden und 400 Radius oder lieber mit 500 Schaden und 500 Radius? Oder doch die 3x Split-Granaten mit 200 Schaden, aber Extra-Blitzschaden? Oder die 6er Split-Ätzgranaten? Oft entscheide ich einfach nach Farbe oder Wertigkeit der Waffe, ob sie besser ist oder nicht. Ansonsten ist es unmöglich, da durchzusteigen. Für alle Perfektionisten ist das auch angesichts der starken Itembegrenzung des Rucksacks ein Graus. Unnötig viel Zeit geht für das Vergleichen der Ausrüstungsgegenstände drauf, für das eigens eine Funktion bereitgestellt worden ist.

Nervige Charaktere/Synchros
Borderlands 2 ist eins dieser Spiele, in denen sämtliche Charaktere irgendwie schräg und durchgeknallt sind. Oder schlichtweg dumm. Daher sind die Dialoge entsprechend bemüht lustig bis absolut sinnlos und die Synchros erinnern in ihrem Nervfaktor an Radiowerbung. Ich weiß nicht, ob ich vielleicht einfach schon zu viele Spiele dieses Schemas gespielt habe, aber es nervt extrem und es fällt mir extrem schwer, überhaupt in diese Welt einzutauchen. Sobald eine Figur ihren Mund aufmacht, würde ich ihr selbigen am liebsten sofort stopfen. Interessanterweise reicht es aus, die NPCs nicht anzusehen und schon hört man sie nicht mehr, selbst wenn man direkt vor ihnen steht. Entfernt man sich zu weit von ihnen, reden sie zwar über das Walkie-Talkie weiter, aber dafür muss man schon ein Stück laufen. Einen Raum erkundschaften während jemand darin redet und ihm gleichzeitig zuhören ist also beispielsweise nicht drin.

Nervige Gegner
Bei den Gegnern hat man sich sichtlich Mühe gegeben, Kreaturen zu entwerfen, die es nicht in jedem Spiel gibt und das ist auch gelungen. Aber es gibt doch immer wieder Gegner, die einen auf die Palme bringen können. Ob die Heerscharen an Helikoptern oder die Flugtiere. Borderlands 2-Spieler werden wissen, was ich meine. Alle Gegner im Spiel respawnen immer wieder und es ist ziemlich ätzend, wenn man zum zehnten Mal durch ein Gebiet rennt und einen die immer selben Viecher wieder und wieder angreifen. Da sie schon nach wenigen Leveln sowieso keine EP mehr bringen, wird es schnell zur Angewohntheit, einfach durch die Monsterhorden zu sprinten und sie hinter sich zu lassen. Zumindest das geht als Gunzerker (eine der vier Klassen) ganz gut.

Sonstiges
- Ich hasse es, das Wort so überzustrapazieren, aber es gibt so viele Momente und Situationen im Spiel, die einfach nur nerven: Wenn man stirbt, kann man noch wenige Sekunden lang einen Gegner abknallen, um wiederbelebt zu werden. Dumm nur, dass in der Hälfte dieser Situationen der Gegner zeitgleich gestorben oder einfach weggerannt ist. So stirbt man langsam, ohne etwas dagegen tun zu können. Als Strafe werden 10% des aktuellen Vermögens fällig. Während die Gegner dann wieder volle HP haben, hat man selbst aber u.U. erst mal wieder gar keine Munition. So stirbt man mancherorts schnell ein zweites und ein drittes Mal.
- Das Rucksackmenü ist umständlich aufgebaut und eindeutig für Konsolen entwickelt worden. Bei gleichzeitiger Bedienung mit der Maus buggt das Menü rum und muss neu geöffnet werden.
- Das Aufleveln bringt kaum Vorteile. Anstatt vernünftige Skills zur Verfügung zu stellen (etwa Hörner von Gegnern abschneiden, die man dann verkaufen kann oder mehr tragen zu können) hat man jedes Level einmal die Möglichkeit auf ein Miniupgrade. Etwa 0,4% höhere Lebensregeneration oder 0,5% schnelleres Nachladen. Es gibt gefühlte 200 Stück dieser möglichen Upgrades, aber es dauert nicht lang (~ Lvl 12) und das Erreichen jedes weiteren Levels ist eine langwierige Herausforderung. Im Endeffekt wird die Stärke eines Spielers über seine mitgeführten Waffen entschieden. Ein Stufe 1 Spieler mit einer guten Waffe ist einem Stufe 20 Spieler mit schlechter Waffe gegenüber hoffnungslos überlegen.
- Durch das Sammeln von "Badass"-Punkten kann man auf ein Dutzend Kategorien wie Energieeffektschaden jeweils einen Bonus von 0,5% vergeben. Diese machen leider keinen merklichen Unterschied im Spiel aus. Was bringt es mir, eine Waffe 0,5% schneller nachladen zu können? Wenn man schon skillt, sollten die Skills auch einen spürbaren Effekt haben. Durch das fragwürdige Skillsystem und das geradlinige Questsystem (s.o.) erfüllt Borderlands 2 für mich leider nicht die Anforderungen eines Action-RPGs sondern lediglich die eines Shooters.

Fazit
Alles in allem ist Borderlands 2 ein Spiel, welches den Spieler aktiv und massiv in seiner Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit einschränkt, auch wenn es auf den ersten Blick anders wirkt. Da man kaum mit der Spielewelt interagieren kann (keine Dialogauswahl, keine Crafting-Skills, kein Einsammeln von Gegenständen außer Waffen und Munition etc.), alles so schrill wirkt und man seinen Charakter kaum individuell skillen kann, aber auch wegen des geradlinigen Gameplays, wegen seiner comichaften (zwar interessanten) Grafik und vieler weiterer Störfaktoren kann man sich dem Spiel nicht einen Moment lang wirklich hingeben und sich darin verlieren. Dazu ist einfach jedes Element in dem Spiel viel zu belanglos. Das Spiel hat zwar auch seine Stärken, Innovationen und guten Ideen, aber die können seinen Nervfaktor leider nicht aufwiegen.

Im Gespräch mit Freunden habe ich erfahren, dass sie das Spiel alle im Multiplayer gespielt haben, die meisten davon auf der Konsole. Dann soll es angeblich auch Spaß machen. Der Singleplayer dagegen ist die reine Frustration. RPG-Puristen sollten dieses Spiel unbedingt meiden.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 26, 2014 9:42 PM MEST


Hunger - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber)
Hunger - Störkanal Edition (Digipack mit Booklet im Schuber)
DVD ~ Lori Heuring
Wird angeboten von media-summits
Preis: EUR 12,47

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich habe nur ein Problem mit dem Film, 8. August 2012
Er ist in absolut jeder Hinsicht unglaubwürdig!
Die schauspielerischen Leistungen sind schon alles andere als beeindruckend. Dann hätte man sich aber zumindest Mühe mit der Maske geben können. Wenn man an Menschen denkt, die seit 30 Tagen nichts gegessen haben, dann hat man Bilder wie von Christian Bale in "Der Maschinist" im Kopf oder von dem zu Tode gehungerten Mann aus Finchers "Sieben". Hier sehen die Darsteller während der gesamten Zeit gut genährt aus. Auch die Bärte wachsen nicht, die Haare wurden wohl vor jeder Szene frisch gewaschen und auch die Schminke hält einen ganzen Monat.
Ich würde den Produzenten gern den Tipp geben, dass nur weil man den Zuschauern sagt, man sei hungrig, er das noch lange nicht mitempfinde. Das kann ich aber nicht, weil die Figuren ihren Hunger nämlich noch nicht einmal äußern! Hier wurde wirklich jede Chance vertan. Es ist erst dann so weit, als die Figuren plötzlich wie Tiere übereinander herfallen; eine Wandlung, die der Zuschauer einfach nicht nachempfinden kann. Die billig zusammengeschusterte Kulisse verhilft dem Film auch nicht zu mehr Glaubwürdigkeit.
So viel zu den äußerlichen Unglaubwürdigkeiten. Wäre es nur das! Dazu kommt aber noch der Inhalt selbst:
- Die Höhle ist mit Überwachungskameras ausgestattet. Diese werden während des gesamten Films nie kommentiert, sondern einfach so hingenommen. JEDER Mensch in dieser Situation würde die Kameras zerstören oder zumindest darüber diskutieren.
- Eine geziegelte Mauer wird versucht, mit einer Blechdose aufzuschürfen, damit sie einbricht. Als kurz darauf ein Messer entdeckt wird, wird nicht etwa das Messer dazu verwendet, die Fugen in wenigen Stunden wegzukratzen. Nein, stattdessen kratzt die Figur lieber noch zehn Tage mit der Blechdose weiter.
- Zwei der Figuren kommt kaum Leinwandzeit zu, sodass es häufig so wirkt, als seien nur drei Figuren gefangen. Über die Motive, Gedanken und persönlichen Hintergründe dieser Personen bleibt man im Dunklen. Die übrigen Personen folgen streng den altgedienten Klischees, etwa das des von Anfang an unsympathischen Psychopathen, der für hundertmal gesehenes, unverhältnismäßiges Drama sorgt.
- Der Killer versucht, das Gutmenschentum der Protagonistin zu verstehen und tapeziert sich infolgedessen die Wohnung mit Fotos von ihr. Es ist zwar bekannt, dass Filmmörder einen Fetisch für Fotowände haben, aber dieser hier ist ein wenig "over the top".
- Es wird nie versucht, überhaupt kreative Lösungen zu finden, der Gefangenschaft zu entkommen. Ein liebloser Kletterversuch sowie der nutzlose Wanddurchbruch sind alles. Dann steht sofort fest: Man muss sich gegenseitig essen oder man stirbt. Dass es ungewiss ist, ob - Kannibalismus hin oder her - am Ende jemand überlebt, wird nie thematisiert.

Fazit: Zu viele Aspekte werden nicht thematisiert, zu viele Chancen vertan, darstellerisch kaum etwas geboten. Man wird durch keine Szene mitgerissen. Selbst das Verspeisen der Leichen, um das es hier einzig zu gehen scheint, wird dermaßen lächerlich und zombiehaft dargestellt, dass beim Betrachten des Films ernsthafte Zweifel ob der Menschenkenntnis der Produzenten aufkommen. Warum - ernsthaft - WARUM hat nicht ein einziges verdammtes Mal jemand sich in einer obligatorischen Szene an die Überwachungskameras gewendet und nach dem Warum gefragt? Das gehört da rein, so funktionieren Filme einfach! Sowas müssen Filmschaffende aber eigentlich selbst wissen.
Einen Bonusstern gibt es für die Kernidee des Films sowie die einzig wirklich gute und wenig vorhersehbare Szene, nämlich den Wanddurchbruch.


Durch Höhen und Tiefen: Zu Zweit mit dem Rad auf dem Jakobsweg
Durch Höhen und Tiefen: Zu Zweit mit dem Rad auf dem Jakobsweg
von Ingrid Baierl
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Viele Höhen, keine Tiefen, 5. August 2012
Das Werk ist ein unterhaltsamer Reisebericht über die schönen, aber oft auch nicht so schönen Seiten des Pilgerns. Die Erzählweise ist sehr persönlich und umgangssprachlich, sodass man stets mitleidet, aber eben auch mitschmunzelt. Daneben sind auch historische Fakten mit eingebunden, man erfährt also auch etwas über die Geschichte des Camino de Santiago.
Besonders interessant - gerade für potentielle Radpilger - dürften die vielen geschilderten Strapazen und Missgeschicke sein, wenn es ums Thema Radfahren geht. Nach der Lektüre wird man sich sicher noch mal überlegen, nicht doch zu Fuß zu gehen; in jedem Fall kann man aber für die Planung seiner eigenen Radpilgertour hier viele nützliche Hinweise entdecken. Mir war zum Beispiel vorher nicht bekannt, dass der Radweg häufig vom Fußpilgerweg abweicht und auf gefährliche Landstraßen führt.

Mir hat die herzliche, mal saloppe, mal gefühlvolle und stets sehr persönliche Art des Buches richtig gut gefallen, da es sich somit von trockener geschriebenen Erlebnisberichten anderer Autoren abhebt und sich daher auch sehr gut lesen lässt.
Fazit: Besonders für Radpilger, aber auch für alle anderen Pilgerinteressierten am Jakobsweg wärmstens zu empfehlen!


10T Grayno 2 - Klassisches 2-Personen Trekking First-Zelt mit Voll-Bodenplane 1600g leicht WS=3000mm
10T Grayno 2 - Klassisches 2-Personen Trekking First-Zelt mit Voll-Bodenplane 1600g leicht WS=3000mm
Preis: EUR 33,82

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wer spart, zahlt hinterher drauf!, 9. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für einen mehrtägigen und einmaligen Wanderurlaub habe ich ein leichtes, preiswertes Zelt gesucht und dieses hier mit seiner eindrucksvollen Größe und bis dato recht guten Rezensionen entdeckt und auch sofort bestellt.
Zugegeben, es war an dem Abend windig, aber das Zelt hat allen Ernstes keine drei Minuten ausgehalten! Die Naht der Spannleine riss vom Zeltmaterial wie von einigen Vorrezensenten bereits beschrieben. Im Stockdunklen durfte ich bei Regen noch zehn Kilometer laufen, um wenigstens unter einer Bushaltestelle übernachten zu können. Die folgende Woche habe ich den vierfachen Kaufpreis des Zeltes für Herbergszimmer hingelegt, um nicht wieder nach Hause fliegen zu müssen. Ich habe mich vor allem über meine eigene Leichtgläubigkeit aufgeregt.

Nie mehr wieder Billigware bei Outdooraktivitäten, das zahlt sich einfach nicht aus. Habe ich nicht nur beim Zelt feststellen müssen.
Das Zelt ist allenfalls für den Aufbau im Garten, in einem größeren Zelt oder bei Windstille geeignet, aber wer kann schon die Windgeschwindigkeiten der nächsten Woche vorhersehen, wenn er verreist?
Es ist möglich, dass es in der Produktion zu Qualitätsunterschieden kommt und nicht alle Zelte gleich schlecht vernäht sind. Aber lieber sollte man den positiven Rezensionen misstrauen als selbst in meine missliche Lage zu geraten. Die im Beschreibungszettel abgedruckten Behauptungen, nur die besten zur Verfügung stehenden Materialien seien von ausgebildeten Fachleuten nach besten Verarbeitungstechniken verwendet worden, ist nicht nur angesichts des Preises ein blanker Hohn, sondern auch angesichts solcher Sätze wie "Reißverschluss nur beidhändig benutzen, da das Material sonst einreißen kann" oder "Das Zelt ist ab Windgeschwindigkeiten von 45 km/h abzubauen" etc. Auch ist die Beschreibung als Zelt für zwei Personen ein Witz. Ich muss zugestehen, dass der Platz für eine Person mit Gepäck gut ausreicht und vor allem von der Höhe her angenehm ist, aber zwei Personen inklusive Taschen, Schuhe usw. in einem einwandigen Zelt, welches noch bei Wind ziemlich stark eingedellt wird, das nicht nur eine Zumutung, sondern schlichtweg nicht machbar.

Fazit: Wäre das Material nicht bloß dazu da, um einfach nur gut auszusehen, sondern um sich tatsächlich auch den wittrigen Umständen widersetzen zu können, würde es sich hier um ein echt taugliches Einmannzelt handeln. Da es aber als Zelt den wichtigsten Aspekt für mich leider nicht erfüllt hat (aufgebaut zu bleiben), kann ich nur die mögliche Mindestbewertung vergeben. Schade für die Arbeit und das Material, was in die Produktion solcher Ware investiert wird.


Ab nach unten: Roman
Ab nach unten: Roman
von Ray French
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bei richtigen Erwartungen ein sehr gelungenes Buch, 13. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Ab nach unten: Roman (Taschenbuch)
Ich habe mir das Buch aus dem Wunsch heraus gekauft, zu erfahren, wie es ist, wenn man auf engstem Raum eingesperrt und von der Außenwelt abgeschnitten ist und nichts zum Zeitvertreib hat als seinen eigenen Verstand. Es reizte mich, mir vorzustellen, welche Erkenntnisse man erlangen würde, wie man die Dinge sähe und ob man auf diese Weise irgendwelche Antworten finden könnte oder ob sich nur neue Fragen auftäten. Aber auch, wie man sich selbst bei Laune hielt, wie drückend langsam die Zeit vorbeiginge, wie dreckig man sich fühle und so weiter.
Ein solches Buch ist "Ab nach unten" von Ray French NICHT.
Der Roman ist handlungsorientiert, wenn er auch zwangsläufig viele der obigen Fragen und Ideen behandeln muss. Meine Erwartungshaltung ist damit zwar nicht befriedigt worden, aber ich habe mich auf eine andere Art Buch eingelassen und dieses dann genossen. Ein Mann, der sich als Protestaktion begraben lässt und dann immer mehr Zulauf (aber auch Gegenstimmen) findet, das ist ein Grundkonzept für eine Geschichte, was es so bisher nicht oder erst selten gegeben hat. Was am Anfang noch überzogen klingen mag, ist in Wahrheit so fein abgestimmt, dass man sich immer wieder fragt, warum es etwas derartiges noch nicht wirklich gegeben hat. Dem Autor gelingt es auf sehr geschickte Weise, einen in Gedankengänge hineinzubewegen, in denen man alles für möglich hält, um einen dann wieder auf den Boden der Realität zu zerren: Wie hatte man je annehmen können, dass -
Aus vielen Blickwinkeln nähert er sich dem Protest um seinen Protagonisten Aidan an und die meisten der Gedanken, die man selbst hat, werden auch zumindest angesprochen. Aber auch viele Aspekte, die mir erst gar nicht in den Sinn kamen und bei denen ich, sobald ich sie gelesen hatte, dachte: "Stimmt, das musste noch eingebaut werden", kommen darüber hinaus zur Sprache. Aufgrund der sinnvollen Abfolge der Geschehnisse und Gedanken der Charaktere aber auch wegen des bemerkenswerten Realitätsgehalts, hat mich der Roman sehr überzeugen können.
Was mir an Vorwürfen bleibt, ist der Erzählstil, der sich zwar bewusst an der Arbeiterklasse orientiert und gut lesen lässt, aber einen schon manchmal in Gedanken verzweifelt nach einem intellektuellen Einwand schreien lässt. Die meisten Charaktere sind übelgelaunte Gesellen, die sich den ganzen Tag in einer Kneipe Bier hinter die Binde kippen und mit sich selbst nichts anzufangen wissen. Sie wirken permanent unmotiviert und beinahe zombiehaft, wenn sie denn mal etwas tun. Lebensfreudige und bewundernswerte Figuren sind sehr rar.
Aber auch die meisten Einschränkungen im Alltag Aidans bleiben unerwähnt. Zwar ist es mal am Anfang ziemlich still und eng im Sarg und die Tage ziehen sich dahin, dann erfährt man aber nichts mehr. Wie dreckig er sich fühlt, wie dunkel es in dem Sarg ist, ob er bequem liegt, ob es stinkt, ob er seine Kleidung wechselt, wie er sich körperlich verändert, ob er blasser wird, schläfrig ist, das wird niemals verraten und so stellt sich beim Leser ganz schnell eine Egal-Haltung ein. Eine weitere Woche unter der Erde bedeutet schon gar nichts mehr, man überliest es einfach. Die körperlichen Probleme, Wandlungen und Empfindungen spielen hier keine so große Rolle, stattdessen ist dies ein Geschichte um Beziehungen zu Freunden, Familie, Alltag, Medien und zur Politik. Diese Komponenten sind alle wunderbar miteinander in Verbindung gebracht, aber für ein 5-Sterne-Werk haben mir eindeutig zu viele Wehwehchen, philosophische Überlegungen und etwas glattere Charaktere gefehlt. Ansonsten ist dies ein Top-Buch und nur zu empfehlen!


Black Mirror: Der dunkle Spiegel der Seele
Black Mirror: Der dunkle Spiegel der Seele

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ., 12. November 2008
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Ich habe mir das Spiel kürzlich bestellt und bin irgendwann im zweiten Kapitel stecken geblieben. Nach zwei Stunden erfolglosen Klickens bemerkte ich mithilfe der Komplettlösung, dass einfach Charaktere nicht angezeigt wurden. Auch sonst machten sich Grafikfehler bemerkbar. Da halfen auch keine Patches. Vielleicht ist mein PC mittlerweile zu gut, aber da ich das Spiel nun mittendrin beenden muss, kann ich trotz der sonst vielleicht gar nicht so schlechten Umsetzungen nicht mehr als zwei Sterne vergeben.
Das Spiel an sich möchte ich ausdrücklich nicht bewerten, dies wurde hier bereits zur Genüge getan. Ich weise nur darauf hin, dass mit neueren Systemen Probleme autauchen könnten.
Ich verwende derzeit eine Radeon 4870.


The Moment of Silence (DVD-ROM)
The Moment of Silence (DVD-ROM)
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 29,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hervorragendes Spiel mit miesem Gameplay, 7. November 2008
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Angesichts der überwältigenden Grafik und der spannenden Storyline fühlt man sich geradezu verleitet, dem Spiel fünf Sterne zu geben. Leider ist dies aber nur die eine Seite der Medaille, es gibt durchaus auch viele Kritikpunkte. Nachfolgend seien die wichtigsten Stärken und Schwächen aufgeführt:

Pro:
- Nachdem Monkey Island mein letztes Adventure gewesen ist, liegt dieses Spiel in Sachen Grafik natürlich Welten davon entfernt. Die Grafik reicht von guter Egoshooterqualität bis zu fotorealistischen Oberflächen und ist damit wohl das Merkmal, welches einem als erstes angenehm ins Auge springt. Auch die Videosequenzen sind erstklassig.
- Die Handlung ist vielversprechend und wird einem spannend vermittelt. Gleich zu Beginn geht es zur Sache. Die äußeren Umstände des im Jahr 2044 handelnden Spiels sind glaubwürdig aufbereitet und wirken zu keiner Zeit übertrieben. Häufig sind die Abweichungen zur gegenwärtigen Realität erschreckend gering.
- Die Musik passt sich sehr gut ins Spiel ein, fällt daher kaum auf und unterstreicht somit die Atmosphäre an jedem Ort perfekt.
- Mit der Synchronstimme von Bruce Willis wirkt der Protagonist verdammt cool und ist ein echter Sympathieträger.
- Beim Design der Städte und Gebäude hat man sich richtig Gedanken gemacht. Die armen oder ruhigen Viertel sehen genauso aus wie heute, die öffentlichen und Bürogebäude dagegen sind dezent mit einem futuristischem Design versehen. Schnittige Taxen, sausende Magnetbahnen, moderne Bürogebäude, fehlfunktionierende Roboter, Telescreens, das alles vermittelt ein sehr gutes Gesamtbild dieser nicht so fernen Zukunft. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass es wirklich mal so aussehen wird.
- In fast jedem Bildschirm bewegen sich Elemente im Hintergrund, was das Spiel als eines der ersten Adventures außerdordentlich lebendig wirken lässt.
- Die Dialoge sind sinnvoll, aber auch sehr real menschlich, Anspielungen und Witze finden ihren Platz ebenso wie verschiedene Slangs und Redeweisen und tragen ihren Teil zur Glaubwürdigkeit des Spieles bei.
- Der Messenger ist eine gelungene Abwechslung im Gameplay. Ich hätte mir aber gewünscht, dass man die meisten Gespräche auch über den Messenger führen kann, als nur persönlich. Stattdessen gibt es Messengergespräche und auch Live-Gespräche. Das eine erspart das andere leider nicht.

Contra:
- Als störendstes Merkmal ist hier die Steuerung zu nennen. Durch die verschiedenenen Blickwinkel und den angedeuteten 3D-Effekt ist es in manchen Screens ein Schwieriges, in bestimmte Richtungen zu laufen. Pixelgenaues Klicken ist erforderlich, oft wechselt die Ansicht genau im falschen Moment und man läuft stupide vor und zurück. Manche Wege scheinen gar unmöglich zu sein (will man etwa im Krämerladen von der Bücherregalseite her nach draußen laufen), manche Blickwinkel bekommt man gar nicht erst oder nur nach langem, vergeblichen Geklicke zu Gesicht. Eine echte 3D-Bewegung in der nächsten Generation der Adventures wäre dem Gameplay extrem dienlich.
- Man muss ständig mit Leuten interagieren und diese befinden sich fast ausnahmslos in irgendwelchen Gebäuden, deren Erreichen und Betreten mit großem Aufwand verbunden ist. Erst fährt man Taxi, dann läuft man zum Haus, muss dann klopfen, telefonieren oder seinen Messenger scannen lassen und danach noch einen bestimmten Raum aufsuchen. Es gibt keine Möglichkeit, dieses Verfahren zu beschleunigen und die Hälfte des Spiels ist man damit beschäftigt, minutenlang zu einer anderen Person zu kommen, um dann herauszufinden, dass es dort nichts Neues gibt.
- Viele Dialoge sind quälend lang. Trotz ihres interessanten Inhalts und der guten Synchro ist es ermüdend, wenn man nach fünf Minuten erst einen Hauptgesprächsstrang abgewickelt hat. Mehr Charaktere mit weniger Text wären abwechslungsreicher gewesen, zumal die meisten Gespräche nur der Beschreibung der Lebensumstände in der Zukunft dienen.
- Das Spiel bremst einen künstlich herunter. Im Gegensatz zu anderen Games, in denen eine Handlung nur beim ersten Mal durchgeführt und ansonsten nur noch angedeutet wird, muss man hier jedes Prozedere aufs Neue durchkauen. Jedes Mal scannen, wenn man ins Büro will, jedes Mal Aufzug fahren. Türen werden nur in Echtzeit geöffnet, der Fahrstuhl zur Wohnung fährt sogar in Echtzeit (ohne dass dieser Zeitraum eine Relevanz für das Spiel hätte) und muss auch wirklich jedes Mal aus dem Erdgeschoss geholt werden. Die Mikrowelle braucht doch tatsächlich drei echte Minuten! Der Charakter läuft angesichts der großen Strecken und der brenzligen Story auffallend langsam; bis zum Ende des Spiels bewegt man sich so ausschließlich per Doppelklick fort. Ein Glück bleibt uns der Flug nach Puerto Rico in Echtzeit erspart.
- In Gesprächen redet Peter (Protagonist) überwiegend frei, in Videos steuert er sich selbst, seine Vergangenheit wird erst allmählich aufgedeckt; der Spieler-Bezug leidet etwas darunter. Wird man in sonstigen Adventures doch eher von anderen Charakteren in seiner Handlungsfreiheit eingeschränkt, so findet man sich hier selbst als eher unbeteiligter Zuschauer wieder. Peter ist ein so ausgefeilter Charakter, dass es einem schon schwerer fällt, sich mit ihm zu identifizieren als in anderen Games. Das ganze Spiel ist eher eine Art Film-Spiel-Hybrid, zu vieles läuft automatisch ab.
- Viele Items sind Tinnef, man braucht sie nur für abwegige Rätsel und oft auch nur einmal, schleppt sie dann aber trotzdem mit herum und versucht unnötig, sie mit allem zu benutzen. Krallt man sich etwa das UFO-Werkzeug, kriegt man noch den Hinweis, dass es den Cyberterroristen eine Menge wert wäre, man kann sie aber weder darauf ansprechen noch sonst etwas damit anfangen. Die Alienpuppe ist schwierig zu ergattern und im Grunde nutzlos. Es ist aber schön, dass man an einer Stelle im Spiel den ganzen Müll loswerden kann. Ich vermisse Allround-Gegenstände, die man immer wieder einsetzen kann, wie ein Messer oder ein Feuerzeug. Etwas wie Indiana Jones' Peitsche.
- Zweimal blieb ich im Spiel leider stecken, weil die Lösungen zu absurd waren. Zum Beispiel stellte sich, nachdem ich zweimal alles abgelaufen hatte, heraus, dass ich am PC hätte chatten müssen, um die Story voran zu bringen. Sowas macht einen während des Spielens natürlich wütend, wenn die ganze letzte Stunde umsonst war. Einmal muss man einen Vogel mit dem Nachthimmel benutzen, mit dem Taghimmel geht das nicht. Sinn?
- Die Handlung des Spiels ist stark an Orwells 1984 angelehnt (Überwachungsstaat, Telescreens, Zensuren etc.), nach der Lektüre dieses Werkes konnte ich das Ende bereits erahnen, was meinen persönlichen Spielspaß etwas geschmälert hat. Das Ende war mir darüber hinaus zu abrupt. Nachdem man ständig nur zwischen Orten pendelt und nicht wirklich was herausfindet, findet man sich plötzlich am Spielende wieder.
- Viele Rätsel sind überflüssige Hürden. Auf einer Ölplattform muss man bestimmte Muster eingeben, um zu einer verschlossenen Tür zu gelangen. Wozu? Man muss eine Angel bauen, einen Schuh flicken, ein Essen aufwärmen, eine Actionfigur eintauschen, das meiste wirkt so willkürlich.
- Das letzte Rätsel des Spiels ist das dämlichste, was ich je erlebt habe. Ohne Erklärung muss man einen unbekannten Mechanismus steuern, den niemand wirklich zu verstehen scheint, zwischendurch gespürte 10 Kilometer Treppen laufen und ziellos Zahlen eingeben, ohne Sinn und System. Man kann dieses Rätsel wohl nicht lösen, wenn man sich im Internet nicht die Lösungsergebnisse besorgt. Versehentlich hatte ich den Mechanismus so verstellt, dass ich diese Zahlen nicht einmal mehr rückändern konnte und so von einer früheren Position aus erneut starten durfte. Das "hilfreiche" Tagebuch versagt leider im entscheidenden Augenblick. Ich weiß nicht, was man sich dabei gedacht hat. Wenn es ein unmögliches Rätsel gibt, dann ist es dieses.

Abschließend muss ich das Spiel ganz klar in zwei Kategorien bewerten. Von der Gestaltung und Idee her ist es eines der besten Spiele, die man finden kann, nur mit der Spielbarkeit hapert es sehr. Dennoch empfinde ich vier Sterne als angemessen, da die Vorteile die Nachteile - trotz ihrer Überzahl - noch immer deutlich überwiegen und mich das Spiel in seiner Art sehr begeistern konnte. Ich empfehle es mit gutem Gewissen, vermerke aber, dass man das Spiel eher der Story wegen spielt. Gut unterhalten wird man allemal.


88 Minutes
88 Minutes
DVD ~ Al Pacino
Preis: EUR 5,55

2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Solide Story, schlechte Darbietung, 11. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: 88 Minutes (DVD)
88 Minuten ist das Produkt eines sehr guten Drehbuches, welches unglücklicherweise verdammt schlecht umgesetzt worden ist. Die Handlung lässt stark an eine Doppelfolge 24 erinnern, leider wissen die Kameraeinstellungen, die Dialoge und die Atmosphäre aber nicht zu beeindrucken. Der Film vermittelt den Eindruck einer Low-Budget-Produktion, der man nicht abnimmt, dass sie erst 2007 entstanden sein soll, sondern sie eher bei 1995 einordnet. Die Charaktere besitzen keine Tiefe, so entwickelt sich auch keine Sympathie, es fehlen Identifikationsfiguren, die Geschehnisse und Leiden werden egal. Weiterhin besitzen die wenigsten Personen Glaubwürdigkeit, jeder wirkt für den Film konstruiert.
Die Story ist inhaltlich vor allem gegen Ende beinahe zu dicht. Man hat etwas zu viel an Wendungen eingebaut, die Vielzahl der weiblichen Darsteller führt zu zusätzlichen Verwirrungen. Trotzdem schafft es der Film, zwischenzeitlich langweilig zu sein, es fehlt ein gleichbleibendes Tempo. Irgendwie wird alle Spannung auf das Ende des Films verlegt, dann rasselt es zwar haufenweise Überraschungen, die aber nicht die insgesamt fein abgestimmten Mindfuck-Qualität von anderen Filmen und Serien erreichen, sondern allesamt künstlich angereichert wurden.
88 Minuten ist durchaus sehenswert, vom Kauf rate ich allerdings ab und empfehle an dieser Stelle nochmal Twenty-Four. Die Konzepte sind die gleichen (Die Handlung geht gegen die Uhr, Hauptdarsteller "Jack" muss alle Mittel einsetzen, Familienmitglieder müssen um ihr Leben fürchten, vermeintliche Freunde entpuppen sich als Verräter usw.) Die Serie wirkt wesentlich moderner und durchdachter, die Umsetzung ist um Meilen voraus.

Fazit: Unterhaltsames Kino für einen durchschnittlichen Free-TV-Abend.
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