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Rezensionen verfasst von
Michael Semenischev "semenischev@hotmail.com" (Dahlenburg, Niedersachsen)
(REAL NAME)   

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A Long Way Down
A Long Way Down
von Nick Hornby
  Taschenbuch

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zügig, interessant und anregend, 27. November 2006
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down (Taschenbuch)
Vier Menschen treffen sich zufälligerweise am Sylvesterabend auf einem Hochhaus in der Metropole London. Hier beginnt die Geschichte von vier unterschiedlichen Menschen, die der Wunsch nach einem vorzeitigen Ende des Lebens vereint und verbindet. Verbunden im Zweifel und Einsamkeit fühlen sich die verschiedenen Charaktere (Martin, Maureen, Jess, JJ) zueinander hingezogen. Obwohl die meisten Treffen in Unstimmigkeit und Streitigkeiten enden, helfen sich die Charaktere gegenseitig aus ihren persönlichen und so unterschiedlichen Krisen zu befreien.

Auf dem Weg zur „Befreiung“ regt der Autor auf intelligenter und zumeist witziger Art und Weise durch allgemeine und ganz persönliche Gedanken über das Leben und ihre Eigenart den Leser an.

Jedem zu empfehlen, der eine nicht allzu schwere literarische Kost zügige Unterhaltung und Anregung abgewinnen möchte.

Aufgrund mangelnder „literarischer“ Tiefe einen Punkt Abzug.


Weltkrieg um Wohlstand: Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden
Weltkrieg um Wohlstand: Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden
von Gabor Steingart
  Gebundene Ausgabe

26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Entwicklung und Auswirkungen der Globalisierung auf unsere Gesellschaft, 22. November 2006
Die Entwicklung und Auswirkungen der Globalisierung auf unsere Gesellschaft

„Weltkrieg um Wohlstand“ wurde in einer Zeit veröffentlicht, in der Angst und Ungewissheit mit dem Wort Globalisierung verbunden werden. Dieses Buch, mal zu recht und mal zu unrecht, probiert dem schwammigen Begriff der Globalisierung durch Fakten, Vermutungen, zumal auch falschen, und häufigen Übertreibungen Substanz zu verleihen.

Gabor Steingarts Buch beginnt mit den Ursprüngen der Globalisierung, auch unter dem historischen Begriff des Imperialismus bekannt. Der Vorsprung des Westens in Wissenschaft und Technologie, die erst die Überlegenheit und somit auch die Ausbeutung der Kolonien ermöglicht hat, wird dargestellt. Zum anderen werden auch die erodierenden Kräfte solche einer ausbeuterischen Globalisierung des Einflussbereichs des Westens zufrieden stellend dargestellt, die Rückschlüsse auf Niedergang von Nationen und Aufstieg andere zu lassen.

Im weiteren Kapitel bezieht sich der Autor auf Amerika, dem Grund des amerikanischen Jahrhunderts und seinem möglichen Ende. Dieser wird mit politischen (z.B. Weltkriege) wirtschaftlichen (z.B. Weltwirtschaftskrise, Wirtschaftspolitik) und psychologischen (z.B. Pioniergeist) Entwicklungen zumeist zutreffend begründet und erklärt.

Im nächsten Kapital wird der Aufstieg der so genannten „Angreiferstaaten“ dokumentiert.

Zusammenfassend kann man einen erfolgreichen komprimierten ersten Teil des Buches, der sich mit der Entwicklung des Weltgeschehens in Hinblick auf die Globalisierung befasst, erkennen.

Im Hauptteil des Buches werden die „Methoden, mit denen die Angreiferstaaten die Globalisierung zu ihren Gunsten gestalten, und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft genannt und mit Fakten untermauert.

Stichworte seien hier Protektionismus, Lohndumping, moderne Piraterie und Wettbewerb um Intelligenz.

Insbesondere hier weißt das Buch aufgrund seiner Art, der Übertreibungen und Zuspitzungen, Schwächen auf. Viele Zusammenhänge erscheinen nicht einleuchtend oder pessimistisch.

So ist zum Beispiel von einer erhöhten Kriegsgefahr die Rede, die aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs vorhanden ist? Ist jedoch nicht die umgekehrte Überlegung (Armut erhöht das Unbehagen) sinnvoll?

Im letzten Teil des Buchs erörtert der Autor mögliche Handlungsszenarien des Westens um im „Weltkrieg um Wohlstand“ nicht als Verlierer dar zu stehen.

Abgesehen von sinnvoller Ideen und Ansätzen sowohl auf nationaler (Umgestaltung des Steuersystems, sprich die Finanzierung durch indirekte Steuern) als auch auf europäischer (Kräftebündlung der EU, und Homogenisierung gewisser Normen) Ebene, erscheinen andere Gedankengänge, insbesondere die Freihandelszone mit den Vereinigten Staaten, als nicht sinnvoll. Die Freihandelszone mit den Vereinigten Staaten von Amerika sollte man als protektionistisches Mittel verstehen! Hat aber nicht gerade die liberale Haltung Aufschwung und Wohlstand ermöglicht? Und was würde die Weltgemeinschaft auf solch ein Vorhaben antworten. Würden sich die „Angreiferstaaten“ nicht politisch diskriminiert fühlen? Und was würde Russland und die südamerikanische Länder darauf antworten?

Den politischen Folgen solch eines einseitigen Clubs wird keine Beachtung geschenkt.

Wie im dem vorhergehenden Kapital treten frequentiert Unklarheiten und pessimistisches Aussichten auf. Die Vorteile der Globalisierung, insbesondere der Aufstieg Chinas und Indiens und deren positive Wirkung auf unsere Gesellschaft (Deutschland als Exportweltmeister) werden nicht gewürdigt.

Somit erscheint das Buch sehr einseitig und pessimistisch, was wohl möglich die Intention des Buches ist.

Deshalb drei Sterne!


Die Kinder- und Hausmärchen
Die Kinder- und Hausmärchen
von Jacob Grimm
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Märchensammlung der Gebrüder Grimm auf deutsch und russisch, 1. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder- und Hausmärchen (Taschenbuch)
Märchensammlung der Gebrüder Grimm auf deutsch und russisch

In der Märchensammlung sind zwanzig Werke der Gebrüder Grimm vertreten. Die Sammlung reicht über sehr bekannt Mädchen wie „Rotkäppchen“ und „Hänsel und Gretel“, zu weniger populären Titeln, beispielsweise „Die zertanzten Schuhe“ und „Strohhalm, Kohle und Bohne.“.

Um schwach entwickelte Lesefähigkeiten im Russischen weiterzuentwickeln, eignet sich dieses Buch durchaus. Jedoch der nicht vorhandene Paralleltext erschwert das Verständnis von russischen Vokabeln.

Folglich empfehlenswerte für jeden, der seine Lesekenntnisse im Russischen verbessert möchte. Ein Punkt Abzug aufgrund des fehlenden Paralleltextes, somit vier Sterne.


Vanish: A Rizzoli & Isles Novel  (Rizzoli & Isles Novels)
Vanish: A Rizzoli & Isles Novel (Rizzoli & Isles Novels)
von Tess Gerritsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,15

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein halber Politthriller, 1. November 2006
Tess Gerritsen – „Vanish“

Ein halber Politthriller

Tess Gerritsen Roman „Vanish“ start mit viel versprechender Wirkung auf den Leser. Zuerst die Schilderung einer illegalen Grenzüberführung, dann das Erwachen einer totgesagten Frau auf dem Seziertisch von Dr. Isles, die Freundin der heldenhaften Detektiven Jane Rizolli. Anschließend eine spannende und vorerst nicht nach vollziehbare Geiselnahme im Krankenhaus. Die Geiselnehmerin ist die von den Toten erwachte Frau, eine der Geisel ist die hochschwangere Rizzoli.

Von da an aus ebbt die Spannungskurve des Romans ab.

Die brutale Geiselhaftbefreiung der Spezialeinheiten, und die zahlreichen Agenten aus Washington vo einer wie es scheint lokalen Geiselnahme, lassen viele Fragen aufwerfen. Wer ist die mysteriöse Geiselnehmerin, warum das Interesse Washingtons am Fall und wieso die Brutalität?

Diesen und anderen Fragen geht das Ehepaar Rizzoli/Dean auf den Grund und stößt auf die dunklen Seiten von hohen Funktionären in Washington.

Somit entwickelt sich der Roman in Richtung Politthriller, der jedoch nicht an das Niveau ältere Grisham Roman ankommt.

Fazit: Wer einen Roman á la „Der Chirurg“ lesen möchte, wird hier nicht zu frieden gestellt. Wer jedoch einen Politthriller lesen möchte findet sicherlich besserer Alternativen.

Somit 3 Sterne, die auch mit sporadischen Formulierungen dem ganzen Roman einen Soap Opera (charakteristisch ist das Treffen Dr.Isles mit dem Reporter Peter Lukas) Charakter an verleibt, begründet.


Welt ohne Weltordnung: Wer wird die Erde erben?
Welt ohne Weltordnung: Wer wird die Erde erben?
von Michael Stürmer
  Gebundene Ausgabe

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gestern, heute und morgen, 1. November 2006
Michael Stürmer – Welt ohne Weltordnung

Gestern, heute und morgen

Im seinem neuen Buch, die Welt ohne Weltordnung widmet sich Michael Stürmer, Historiker und Chefkorrespondent der Tageszeitung „Die Welt“ der Analyse der politischen Zukunft, ihre Risiken und Chance, Gefahren und Potenzen.

Die Gliederung unterliegt in drei Teilen, der Kalte Krieg, die aktuelle Lage der Welt und die zukünftigen Bedrohungen und Herausforderungen.

Die Ära des Kalten Krieges war gekennzeichnet vom Frieden, der durch eine hypothetischen gesicherten Vernichtung ermöglicht wurde. Michael Stürmer skizziert die wichtigsten Entwicklungen zu solch einem Frieden, ratifiziert in verschiedenen Abrüstungsverträgen, in dieser Epoche. Ferner werden die Gründe für das Beenden des Kalten Krieges, politisch sichtbar durch den Zerfall der Sowjetunion, niedergeschrieben und in Verbindung zu einander gestellt.

Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die daraus resultierende politische Weltlage und ihre Entwicklung in ein Jahrzehnt werden im zweiten Kapitel des Buches „Mächte ohne Gleichgewicht“ verfasst.

Der Begin des 21. Jahrhundertes ist gekennzeichnet von Europas Suche nach ihre Lage im Weltgefüge, sichtbar in der Ohnmacht auf Konflikt zu reagieren und der Inakzeptanz der europäischen Bevölkerung; Russlands Aufstreben zur alter Stärke, finanziert durch Rohstoffe, durchgesetzt durch eine fromme politische Führung; Chinas wirtschaftliche und politischer Aufstieg zum globalen Schwergewicht und der amerikanische war on terror und Durst nach Rohstoffen.

Im dritten Teil des Buches „Die Potenzen der Zukunft“ probierte der Autor die westlichen politischen Herausforderungen und Chance der nahen Zukunft aus der aktuellen Lage der Welt herzuleiten.

Die vier wesentlichen Herausforderungen sind die islamische Welt, die ständige Nachfrage nach Rohstoffen, Terrorismus und die illegitimen Verbreitung von nuklearem Material.

Die islamische Welt steht auf vielen Ebenen im Umbruch. Der Iran strebt mit sehr viel Selbstbewusstsein, resultierend aus dem Bewusstsein der Abhängigkeit der westlichen Welt an Rohstoffen und dem nuklearen Programm,

die Hegemonialvormacht im Mittleren Osten an. Die Büchse der Pandora ist im Irak auch noch nicht geschlossen, geschweige vom Israel – Palästina Konflikt.

Nicht nur der Iran ist dem Durst der westlichen Welt nach Öl bewusst, auch andere Ländern sehen im Öl einen neuen politischen und wirtschaftlichen Faktor. Somit entwickelt sich das Öl zu einem weiteren Risikofaktor in naher Zukunft.

Spätestens nach dem Nine Eleven ist der Terrorismus allgegenwärtig. Auch der Autor sieht insbesondere im religiösen, motivierten Terrorismus eine Gefahr, die auf vielen unterschiedlichen Ebenen bekämpft werden muss.

Die wohl apokalyptische Bedrohung der nahen Zukunft ist die Verbreitung von nuklearem Material, trotz des Nonproliferationsvertrag.

Michael Stürmer schreibt seine politische Analyse in einer sehr gut nachvollziehbaren Art nieder, das die Zusammenhänge der verschiedenen Herausforderung erkennbar zeigt und somit ein besseres Verständnis zur politischen Lage, ihre Gefahren und Chancen, beiträgt.

Verdiente fünf Sterne!!! Lesen und die gestrige, heutige und zukünftige Lage verstehen und nachvollziehen.


Terrorist
Terrorist
von John Updike
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als ein Roman, 22. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Terrorist (Gebundene Ausgabe)
John Updike's Roman „Der Terrorist“ beschreibt die Beweggründe und Werdegang eins fiktionalen Terroristen, verkörpert in Ahmad Mulloy.

Ahmad wächst vaterlos in einem verarmten Teil New Jerseys auf. Die Umgebung, die dort lebenden Menschen und ihr trostloses, sinnloses und perspektivloses Verhalten schnüren Hass und Verachtung gegen die westliche Welt, die vorwiegend Konsumgier, Egoismus und weltlicher Materialismus hervorbringt. Einzig allein Trost findet Ahmad in der Koranschule um studieren des heiligen Buches.

Die High School abgeschlossen, fängt Ahmad bei einem verdächtigen Möbelzulieferer, auf Drängen seines Iman in der Koranschule, an zu arbeiten.

Obwohl ihn durchgängig Zweifel an seinem Vorhaben befallen, in Form von sexueller Anregung oder von der nicht Unmittelbarkeit des Göttlichen, sieht sich Ahmad bereit, aufgrund des vorhanden Hasses an der westlichen Gesellschaft und durch geschickte Manipulationen verschiedener Personen durch ein terroristischen Anschlag, sich und anderen das Leben zu nehmen, um ins Paradies zu gelangen.

Dem festentschlossen Ahmad steht eine unschlüssige mit sich selbst beschäftige Mutter entgegen, die in keiner Weise dem Teenager Halt und Ankerung bieten kann, sondern vielmehr die Abneigung eines westlichen Lebensstils intensiviert.

Der Roman „Der Terrorist“ verdeutlicht die psychologischen Beweggründe eines potenziellen Attentäters, die man nachvollziehen kann.

Somit ist Ahmad nicht nur Protagonist des Romans, sondern auch ein Kritikinstrument der westlichen Welt, insbesondere Amerikas.


Extremely Loud and Incredibly Close
Extremely Loud and Incredibly Close
von Jonathan Safran Foer
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,70

38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine wunderschöne, zugleich amüsierende und traurige Erzählung, 4. September 2006
Extremley loud and incredibly close ist zugleich eine wundervolle, amüsierende und traurige Geschichte eines Junge namens Oskar, der seinen Vater bei den Anschlägen vom 11 September in New York verloren hat. Der Verlust stürzt Oskar in eine emotionale Verwirrung, die Oskar dazu bringt, sich auf ein Abenteuer, in Form eines herrenlosen Schlüssels mit einer winzigen Notiz, gefunden im Schrank seines Vaters, einzulassen.

Auf seinem Abenteuer quer durch New York trifft er auf Menschen, denen er durch seine Jugend und somit ebenfalls durch Kindlichkeit, Naivität und Ehrlichkeit sehr nahe kommt, jedoch erst zum Schluss stellt sich heraus ob sein eigenes Ziel, seinem verstorben Vater durch die Suche näher zu kommen, aufgeht.

Zwischendurch wird die verzweifelte und verwirrende Geschichte seiner Grossmutter und seines Grossvaters niedergeschrieben, die den Anscheinen hat keine Verbindung zu Oskar zu besitzen.

In diesem sehr schön Roman wird der Verlust eines liebende Menschen und dessen Verarbeitung durch die Augen eines Kindes dargestellt. Folglich muss man an Stellen schmunzeln, an anderen weinen und an wiederum an anderen beides. Ein pures Lesevergnügen, das an manchen Stellen zu langatmig und wiederholend wirkt.

Somit verdiente vier Sterne!


Koloss auf tönernen Füßen: Amerikas Spagat zwischen Nordkorea und Irak: Amerikas Spagat zwischen Nordkorea und Fernem Osten
Koloss auf tönernen Füßen: Amerikas Spagat zwischen Nordkorea und Irak: Amerikas Spagat zwischen Nordkorea und Fernem Osten
von Peter Scholl-Latour
  Gebundene Ausgabe

21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politjournalismus erster Klasse, 3. Juli 2005
Peter Scholl-Latour neues Buch „Koloss auf tönernen Füßen“ beweist zum wiederholten Male, das der Autor eine unerreichbare Größe im deutschen Politjournalismus ist. Im aktuellsten Werk reist der Autor durch die Vereinigten Staaten, Nordkorea, Vietnam und Irak.
Die Reisen erfolgen immer vor dem Hintergrund des militärischen und politischen Engagements der Amerikaner und die mögliche Überstrapazierung der amerikanischen Kapazitäten.
Während des Aufenthalts in den verschieden Ländern versetzt sich Scholl – Latour in vergangen Reisen in den selbigen – so ist zum Beispiel der persönliche Eindruck im Nordkoreakonflikt nach dem 2. Weltkrieg noch mal niedergeschrieben.
Alle Berichte, Rückblicke und Eindrücke besitzen tiefgründiges historisches Wissen, fachmännische Analysen der aktuellen Lage und schlüssige Schlussfolgerungen für die mögliche Entwicklung. Ferner werden an plausiblen Stellen Parallelitäten zwischen den einzelnen Konflikt aufgezeigt, die gerade beim Verstehen der amerikanischen Fehler sehr hilfreich sind.
Ein erstklassiges Polit-Buch mit historischem Hintergrundwissen, niedergeschrieben in einer Wohlausgefeilten Art.


Der fremde Gast
Der fremde Gast
von Charlotte Link
  Taschenbuch

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fessenlder Roman mit vereinzelten langatmigen Passagen, 7. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Der fremde Gast (Taschenbuch)
Ein junges Ehepaar ist Richtung Südfrankreich per Anhalter. Glückliche Umstände bringen sie zu Rebecca Brandt, eine trostlose Witwe, die kurz vor dem Suizid war. Jedoch entwickelt sich das Treffen zu einem Albtraum für die beiden Frauen. Marius, der Mann, verfolgt ein rachesüchtige Plan um die Schmerzen seiner Vergangenheit zu lindern.
Analog wird in München ein Mord entdeckt. Korrespondieren die beiden Entwicklungen miteinander?! Wieweit ist Marius verstrickt?
Interessante Fragen, die Charlotte Link in ihrem psychologischen Roman "Der fremde Gast" auf eine packende, spannende und fesselnde Art beantwort. Die psychologischen Motivationen der Charaktere sind gut nachvollziehbar, realitätsnah und tiefgründig.
Einen Punkt Abzug aufgrund der vereinzelten langatmigen, nicht handlungsrelevanten Gefühlsbeschreibungen der Nebencharaktere.
Ein fesselnder psychologischer Roman mit einem gelungenen Ende.
Kaufen und Genießen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 17, 2013 11:08 AM MEST


Erinnerung & Identität: Gespräche an der Schwelle zwischen den Jahrtausenden
Erinnerung & Identität: Gespräche an der Schwelle zwischen den Jahrtausenden
von Johannes Paul II.
  Gebundene Ausgabe

5 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Intellektuelle Auseinandersetzung, 29. März 2005
In seinem Buch „Erinnerung und Identität" stellt Johannes Paul II Überlegung zu grundsätzlichen Phänomenen und Ereignissen im Lichte seiner Vergangenheit und Erfahrung.
In den Kapiteln philosophiert er über die Koexistenz des Guten und des Bösen, über Freiheit und Verantwortung der Individuen und der Gesellschaft, über das Vaterland, über Europa und über die Demokratie. Alle Überlegungen herrschen auf einem hohen intellektuellen Niveau. Seine Erfahrung, die Geschichte Polens und die katholische Theologie bilden dabei das Fundament seiner intellektuellen Gedankengänge.
Folglich erscheint einem Philosophieinteressierten jedoch keinem „Hobby-Theologen" dieses Buch als zu „bibellästig". Jedoch kann man dies bei diesem Autor gut nachvollziehen.


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