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Meggie "LG Meggie"

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Das Amulett in der Wüste (New-Steampunk-Age-Reihe)
Das Amulett in der Wüste (New-Steampunk-Age-Reihe)
von Fay Winterberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,80

4.0 von 5 Sternen Steampunk meets History meets Fantasy, 24. Juli 2016
Lilith hat sich nach ihrem Aufenthalt in Wien schon fast wieder häuslich eingerichtet, als eine Einladung zur großen Zusammenkunft der Vampir-Oberhäupter Europas eintrifft. So macht sie sich zusammen mit ihrem Vater auf nach London, um herauszufinden, was sich Neues ergeben hat. Als Elisabeth, der Prinz von London, ihr einen Auftrag erteilt, in Ägypten nach einem Artefakt zu suchen, macht sich Lilith zu gerne dahin auf. Als die dort ankommt, merkt sie, dass sie mit dem Artefakt mehr verbindet, als sie zu hoffen gewagt hat. Und schon bald ist sie gefangen in einem uralten Machtkampf.

Eigentlich hatte ich mir nach Beendigung des ersten Teils gesagt, dass ich die Reihe nicht weiterverfolgen werde. Der erste Teil "Wien, Stadt der Vampire" hat mich nicht so sehr mitreißen können und die Geschichte war sehr schwach ausgearbeitet. Da ich aber den Blog der Autorin und auch ihr Facebook-Profil "stalke", habe ich natürlich mitbekommen, dass sich Fay Winterberg die Kritiken an ihrem ersten Teil sehr zu Herzen genommen hat und sich für den zweiten so richtig ins Zeug legen würde.

Deswegen habe ich ihr nochmals einen Chance gegeben, die die Autorin auch in vollem Stil nutzen konnte. Zu Band 1 habe ich himmelweite Unterschiede feststellen können. Nicht nur der Schreibstil hat sich geändert, nein, auch die Geschichte und die Charaktere an sich waren um einiges besser ausgearbeitet.

Ich hatte zwar einige Zeit gebraucht, um wieder in die Geschichte hineinzukommen und musste mir auch ein kurze Zusammenfassung des ersten Teiles zu Gemüte führen, aber dann war ich mittendrin und habe mich von der Story um Lilith und ihre Vampirfreunde und auch -feinde in den Bann ziehen lassen.
Befindet man sich zu Anfang noch in Deutschland und England, führt die Reise letztendlich nach Ägypten. Es werden verschiedene Mythen miteingeflochen und so ergibt sich ein bunter Mix aus Steampunk, historischen Begebenheiten und Fantasy der feinsten Art.

Sehr schmunzeln musste ich, als die Autorin in ihrem Werk weitere Geschichten aus dem Art Skript Phantastik Verlag bewirbt. Für alle, die es hier nicht wissen, die Autorin Fay Winterberg ist die führende Kraft, die hinter dem Verlag steht.

Aber auch die Aufmachung des Buches ist natürlich ein Hingucker. Auch ein Verdienst der Autorin, die die Cover selbst gestaltet. Und dies mit einem wunderbaren Hang zum Detail. Man merkt die Liebe zum Beruf deutlich. Sie spiegelt sich in jedem Buch des Verlages wieder. Aber nicht nur das Cover lässt sich sehen, sondern auch das Innere, welches immer wieder mit kleinen Bildchen geschmückt ist.

Durch die starke Weiterentwicklung in Bezug zu Band 1 habe ich mich nun endgültig auf die Charaktere einlassen können.
Lilith, die sich erst vor kurzem auf ihr Leben als Halb-Vampirin eingelassen hat, ist sehr wissbegierig und versucht schnellstmöglich viel über sich, ihren Vater und ihre Vorfahren herauszufinden, um sich auch auf ein Leben als Vampirin vorbereiten zu können. Dies gelingt ihr mehr oder weniger geschickt und sie tappt auch gerne in Fettnäpfchen. Trotzdem schafft sie es meist mit Witz und Charme aus den Situationen herauszukommen und letztendlich auch als Gewinnerin dazustehen. Ihre Art ist sehr sympathisch und sie hat auch einige Freunde, die ihr in manchen Situationen treu zur Seite stehen.

Anders natürlich ihre Gegenspieler. Diese sind - wie es auch sein soll - eher der dunklen Seite des Vampir-Daseins zugeneigt und erfüllen somit das Bild, dass man von Vampiren so im Kopf hat. Der Kampf untereinander führt zu Machtspielen, Intrigen und dem üblichen Wahnsinn, wenn Gut und Böse versuchen, die Oberhand zu gewinnen.

Zum Ende hin ergibt sich ein kleiner Showdown und es kommt natürlich auch noch ein sehr fieser Cliffhanger. Dieser schreit geradezu nach einem dritten Teil, der aber schon angekündigt ist. Also heißt es abwarten. Ich freue mich auf alle Fälle auf ein neues Abenteuer mit Lilith.

Fazit:
Ein toller zweiter Teil, der Lust auf viele Fortsetzungen macht.


Mara und der Feuerbringer, Band 02: Das Todesmal
Mara und der Feuerbringer, Band 02: Das Todesmal
von Tommy Krappweis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

5.0 von 5 Sternen ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, 24. Juli 2016
Mara hat es noch nicht geschafft, die Welt vor der Götterdämmerung zu retten. Also versucht sie weiter mit Hilfe von Professor Weissinger herauszufinden, wie sie diese aufhalten kann. Dabei stößt sie auf rätselhafte Verse und Vorhersehungen. Loge, der Feuerbringer, scheint an Kraft zu gewinnen und es kann ihr anscheinend nur einer helfen. Der Gott des Meeres Njördr. Also sucht Mara diesen auf, merkt aber, dass ihr einfach zu viele Steine in den Weg gelegt werden. Doch Mara wäre nicht Mara, wenn sie die Steine nicht dazu nutzen würde, um sich Brücken zu bauen.

Auch der zweite Teil um Mara und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten hat mich sofort in den Bann ziehen können. Dies liegt unter anderem an der spannenden Geschichte, aber auch an der so lebhaften Art, die der Autor dazu nutzt, um die Geschichte zu erzählen. So hatte ich wirklich teilweise das Gefühl, mittendrin zu sein und zusammen mit Mara die Abenteuer zu bestehen.

Mara hat sich in kurzer Zeit sehr weiterentwickelt. Ihr pubertäres Verhalten ist zwar noch geblieben, doch zeigt sie großes Interesse daran, nun nicht mehr nur für sich alleine zu kämpfen, sondern Hilfe anzunehmen. Diese Hilfe gibt es in Form des Professors Weissinger, aber auch durch andere Gestalten, die der nordischen Göttersage entsprungen sind.

Die Mischung aus "modern vs. Altertum" ist faszinierend und lässt eben auch eine Menge Spielraum. Der Autor bedient sich hierbei vieler Dinge und weiß diese geschickt miteinander zu verbinden. So wird aus verschiedenen Orten, Personen und Mythen eine perfekte Story, um einen für Stunden gut zu unterhalten.

Besonders gut gefallen hat mir in diesem Teil der Professor, der durch Mara wieder etwas jünger zu werden scheint. Er scheut keine Risiken, steht mit gutem Rat zur Seite und überrascht mit Dingen, die man ihm gar nicht zugetraut hat. Ich denke, dass er im letzten Teil bestimmt nochmals eine wichtige Rolle spielen wird.

Ebenso Mara. Sie hat einen großen Sprung gemacht, sich mit dem abgefunden, was sie ist. Ihre Aufgabe nimmt sie sehr ernst und ist auch bereit, notfalls mit ihrem Leben dafür zu bezahlen. Sehr mutig für eine 14jährige, die eigentlich immer nur eins wollte: nicht auffallen.

Es gab allerdings ein, zwei Szenen, da hätte ich mir gewünscht, dass Mara und der Professor nicht ganz so leicht davonkommen. Doch hat der Autor dies mit anderen Szenen wieder wett machen können. So gibt er Situationen vor, die ich als ausweglos darstellen würde, aber mit einer geschickten Wendung der Seiten stehen plötzlich Mara und der Professor als Gewinner da. Ob dies allerdings immer so bleiben wird, kann ich natürlich nicht verraten. Nur eins: gerade am Ende wird es für Mara sehr hart und dies führt dazu, dass sich ein toller Cliffhanger ergibt, der es mir nun unmöglich macht, nicht zum dritten Band zu greifen.

Auch ist der Wunsch, mir den Film zum ersten Teil anzusehen, nochmals gestiegen und ich werde dies schnellstmöglich nachholen.

Die Geschichte an sich ist wieder sehr spannend. Das Einbringen verschiedener nordischer Götter bringt eine anständige Portion Mythik mit hinein und so fragt man sich, ob sich die Menschen zur damaligen Zeit wirklich ihre Götter so vorgestellt haben. Aber irgendwie passt es. Das Hochmütige zu Njördr, die Eitelkeit zu Loki, die Fürsorge zu Sigyn. Besonders gut hat mir Hel gefallen, die als Wächterin der Unterwelt eine große Rolle spielt.

Ich mag einfach die Art des Autors, einem die Geschichte etwas näher zu bringen. Nicht nur die nordische Mythologie, auch die römische und germanische Geschichte wird abgehandelt. Und so möchte ich mir auch gerne mal die Orte ansehen, die im Buch erwähnt werden. Wenn es mich in die Richtung verschlägt, werde ich auf alle Fälle eine Besichtigungstour machen.

Fazit:
Spannung pur, die richtige Mischung der Charaktere und viel Informationen.


Mara und der Feuerbringer, Band 01
Mara und der Feuerbringer, Band 01
von Tommy Krappweis
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

5.0 von 5 Sternen eine spannende Reise in die nordische Mythologie, 19. Juli 2016
Mara möchte nichts sehnlicher, als nicht aufzufallen. Doch leider ist ihr dies nicht vergönnt. Durch ihre träumerische Art schafft sie es nämlich, öfter in Fettnäpfchen zu treten, als ihr lieb ist. Als sie zusammen mit ihrer Mutter an einem Seminar teilnimmt, in welchem mit Bäumen Kontakt aufgenommen werden soll, weiß Mara ganz genau, dass sie diesen Quatsch nicht mehr mitmachen will. Doch dann spricht ein Ast zu ihre und Maras Welt wird auf den Kopf gestellt. Den plötzlich ist sie diejenige, die als einzige die Welt retten kann.

Schon in "RTL Samstag Nacht" ist mir Tommy Krappweis aufgefallen. Seine lockere Art hat mir damals sehr gefallen. Und auf Facebook "verfolge" ich ihn schon länger. Als er im letzten Jahr (2015) auf den Sci-Fi-Tagen in Grünstadt zu Gast war, war es für mich ein Muss, ihn mir auch mal persönlich anzusehen. Und mir natürlich auch seine Trilogie "Mara und der Feuerbringer" zuzulegen.

Leider bin ich erst jetzt dazu gekommen, den ersten Teil zu lesen und habe nach Beenden auch gleich bereut, es nicht vorher getan zu haben.
Einfach auch, weil es mal etwas erfrischend anderes war. Ich liebe Dystopien und Urban Fantasy-Romane, in denen es um Fantasygestalten geht. Dass mir nun vorliegend eine Geschichte erzählt wird, in der es um die nordische Göttersage geht, hat mich positiv überrascht.

Mara wil nichts sehnlicher, als nicht aufzufallen. Da sie aber durch ihre träumerische Art immer wieder ins Visier ihrer Mitschülerin Larissa fällt, wird sie als Spinnerin und Freak abgestempelt.

Dabei ist Mara eigentlich ein sehr schlaues Mädchen, dass sich nur zu wenig zutraut. Erst versucht sie, ihrer neuen Fähigkeit gleichgültig gegenüberzustehen. Doch dann lässt sie sich darauf ein und erlebt das größte Abenteuer ihres noch jungen Lebens.
Ganz deutlich merkt man dabei, dass Mara erst 14 Jahre alt ist und eigentlich mitten in der Pubertät steckt. Ratschläge nimmt sie gar nicht bis zögerlich an. Gerade von ihrer Mutter, die aber auch kein leichtes Leben führt. Vom Ehemann verlassen, versucht sie, ihr eigenes Leben wieder in den Griff zu kriegen. Dass sie dabei fast nur an sich denkt, merkt sie gar nicht. Mara fühlt sich deswegen auch unverstanden und nabelt sich von ihrer Mutter ab.
Beide haben es noch nicht richtig verkraftet, dass der Vater sie alleine gelassen hat, können sich aber auch nicht zusammenraufen, um diesen Verlust gemeinsam zu verarbeiten.
Gut, dass es da Professor Weissinger gibt, der mit seiner leicht trotteligen Art zu einem Vaterersatz für Mara wird.

Der Professor wirkt sehr sympathisch und ist Mara mit seinem Wissen über die nordische Mythologie auch ein wunderbarer Begleiter und Freund.
Mara und der Professor sind ein tolles Team und das wirkt sich auch positiv auf Mara aus. Hier auch gerade gegenüber ihrer Mutter.

Spannend wird es dann ab dem Zeitpunkt, als Mara herausfindet, warum sie plötzlich mit Pflanzen reden kann. Man fliegt förmlich durch die Geschichte und es kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und vor allem sehr packend.
Die "jugendliche" Aussprache beherrscht er bewundernswert. Sie steht manchmal im krassem Gegensatz zur Redeweise des Professors. Dieser Kontrast hat mir sehr gut gefallen.

Die nächsten beiden Bände warten schon auf mich und ich bin mir sicher, dass diese genauso interessant und informativ sind, wie der Auftakt der Trilogie.
Denn ganz nebenbei wird einem noch die nordische Mythologie näher gebracht, die auf mich persönlich schon immer einen großen Reiz ausgeübt hat.

Am Ende erwartet einem natürlich ein Cliffhanger. Man muss dann einfach weiterlesen.

Und so habe ich natürlich Lunte gerochen und mir auch gleich mal die neue Reihe des Autors angesehen. "Ghostsitter" hat mich nun auch sehr neugierig gemacht und wird baldmöglichst bei mir einziehen.
Ich bleibe auf alle Fälle dran.

Der erste Teil "Mara und der Feuerbringer" wurde auch schon verfilmt. Auch hier ist nun mein Interesse geweckt und ich werde mir den Film bestimmt ansehen.

Fazit:
Eine faszinierende Reise in die nordische Mythologie.


Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé (Erasmus Emmerich Reihe)
Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé (Erasmus Emmerich Reihe)
von Katharina Fiona Bode
  Broschiert
Preis: EUR 13,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erasmus Emmerich & die Qualmfee Marie, 15. Juli 2016
Eine Reihe von Trollmorden erschüttert Berlin. Die Polizei hat schon gleich eine Verdächtige. Die Assistentin von Erasmus Emmerich, die Qualmfee Marie. Erasmus ist von ihrer Unschuld überzeugt und sucht nach Beweisen. Dabei wird er jedoch von der geheimnisvollen Madame Mallarmé behindert, die sich ihrerseits auch verdächtig benimmt. Erasmus geht Hinweisen nach und stößt auf seltsame Dinge, die alle nur zu einem Ziel führen - dem wahren Verbrecher.

Schon zwei Kurzgeschichten der Autorin haben mich von der Gestalt des Erasmus Emmerich und seiner Assistentin Marie überzeugen können. Der verwirrte Hobbyforscher und inoffizielle Detektiv im Berlin zu Bismarcks Zeiten kann durch seine vertrottelte Art und seinen klugen Verstand so einige Abenteuer bestehen und manchen Dieb in den Schatten stellen.

So war ich natürlich total gespannt auf das nun erschienene Buch der Autorin, dass sich komplett um Erasmus und Marie dreht.

Die Autorin ist eine wahre Wortvirtuosin. Sie hat es einfach drauf, derart mit Worten zu jonglieren und Satzkombinationen zu zaubern. Wortspielereien wie "passiv-duselig" oder Kombinationen wie "Tassternoster" (ein aus Tassen bestehender Paternoster) haben mir mehrmals ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert. Und dies zieht sich durch das ganze Buch.

Die Qualmfee Marie und der detektivische Erfinder oder erfinderische Detektiv Erasmus Emmerich sind einfach ein wunderbares Team. Es macht so Spaß, sich von ihnen durch den Fall führen zu lassen.
Dass sie dabei Hilfe von einem kleinen Zinnsoldaten bekommen, setzt dem ganzen dann nochmal die Krone auf. Denn der kleine Zinoberius sorgt für die richtige Würze.

Aber auch die anderen Zeitgenossen, die sich in dem Buch tummeln, passen perfekt in die Geschichte hinein. Sei es der Gegenpart Madame Mallarmé oder auch die kleinen Figuren.

Auch die Geschichte an sich ist sehr spannend gestaltet. Zum Einstieg gibt es die beiden Kurzgeschichten, die schon in anderen Anthologien erschienen sind. Diese beiden habe ich nochmals gelesen, um mich auf die eigentliche Story einzulassen. "Erasmus Emmerich und der Messing-Türknauf" erschien in der Anthologie "Steampunk Akte Deutschland", "Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat" in "Die dunkelbunten Farben des Steampunk". Hier machen wir Bekanntschaft mit dem vielerwähnten Bösewicht Villard sowie dem nun bei Emmerich lebenden Zinnsoldaten Zinoberius.

Ganz besonders gut hat mir gefallen, dass immer wieder die Gedankengänge des verschrobenen Detektiven aufgezeigt werden. Und so schlussfolgert er über Umwege einige Dinge zusammen. Aber auch Marie kann mehr, als um die Ecke denken. Und wenn sie sich dann mit Erasmus anlegt, ergeben sich einfach herzerfrischende Dialoge zwischen den beiden.

Als kleiner "Beobachter am Rande" wird immer wieder das Universum erwähnt. Es schmunzelt, lehnt sich zurück, hält den Atem an und lässt sich auch einmal ein Eis schmecken. Diese kleinen Einwürfe passten irgendwie perfekt in die Story.

Ihr merkt, für mich war die Geschichte einfach perfekt, mit allem Drum und Dran. Es war ein wahres Lesevergnügen und ich hoffe, dass die Autorin uns noch so einige Abenteuer mit Erasmus Emmerich und der Qualmfee Marie erleben lässt.

Besonders erwähnenswert sind die "Erfindungen" der Autorin, wie z. B. der Klangkugelkommunikator (hier kann man mit Hilfe von Kugeln Nachrichten innerhalb der Stadt verschicken, ähnlich einer Rohrpost) oder dem eines Gürteltiers nicht unähnlichen Picknator, der als Müllsammler in den Straßen Berlins für Sauberkeit sorgt.

Aber auch auch das Cover sorgt für Aufsehen. Es passt stimmig zur Geschichte und wirkt mit den gedämpften lila-grauen Farben auch etwas geheimnisvoll.

Fazit:
Eine Reise in das steampunkische Berlin zu Bismarcks Zeit.


Das Lied von Eis und Feuer 06: Die Königin der Drachen von Martin. George R.R. (2013) MP3 CD
Das Lied von Eis und Feuer 06: Die Königin der Drachen von Martin. George R.R. (2013) MP3 CD

5.0 von 5 Sternen ein Hörgenuss, 11. Juli 2016
Die Intrigen steigern sich immer mehr, der Kampf um den Eisernen Thron spitzt sich weiter zu. Mord und Verrat stehen an erster Stelle. Dies spüren vor allem Robb, der König des Nordens und Joffrey Baratheon, der König über die Sieben Königslande. Sie verlassen sich auf ihre Getreuen und müssen doch immer wieder Niederlagen einstecken.
Stannis Baratheon, der sich der rechtmäßige König nennt, wird beeinflusst durch Melissandre, die Rote Priesterin. Sie weiß mehr, als man glaubt.
Und Daenerys Targaryens Armee wird größer und sie nähert sich ihrem Ziel, Westeros zu erobern.

Der sechste Band der Reihe Das Lied von Eis und Feuer hält einige Wendungen parat. Mehr als einmal habe ich regelrecht die Hand vor den Mund geschlagen, weil mir dieser vor Staunen offen stand. Der Autor schafft es, meine Emotionen Achterbahn fahren zu lassen.

Der Tod ist vorrangig in diesem Teil. Schon öfter habe ich gelesen, dass man sich nicht zu sehr an die Figuren aus den Büchern gewöhnen soll. Doch genau dies ist mir passiert und so vermisse ich Charaktere, von denen ich doch gerne noch mehr gelesen hätte.

Allerdings wird man am Ende dann doch wieder dermaßen überrascht, dass einem fast nichts anderes übrig bleibt, als nach Hörbuch Nr. 7 zu greifen – was ich auch garantiert in den nächsten Tagen tun werde.

Und wieder frage ich mich: Woher nimmt der Autor die Idee? Wie behält er die Übersicht? Warum kann er manchmal so grausam sein? Warum nimmt er mir geliebte Charaktere und lässt die gehassten sich immer weiter ausbreiten und mehr Macht erhalten?

Aber das macht den Reiz aus. Wer schafft es, sich letztendlich durchzuschlagen und am Ende als Sieger aus der ganzen Sache herauszugehen? Wie wird es dem Autor gelingen, einem weiter zu fesseln?

Für mich ist die Reihe ein Muss geworden und so kann ich nur abermals wiederholen, dass die Reihe einfach nur hörenswert ist.

Zu den einzelnen Charakteren kann ich mittlerweile nicht mehr viel sagen, ohne zu viel zu verraten. Die Handlung ist nach Band 6 so komplex, dass es nicht empfehlenswert ist, mittendrin einzusteigen. Man muss von vorne anfangen, da der Autor nur wenig wiederholt und wenn, dann nur gleichsam unbedeutende Dinge.

Normalerweise gibt es bei Reihen immer Bände, die schwächer oder stärker sind als ihre Vorgänger. Bis jetzt kann ich nur sagen, dass die Reihe gleichbleibend genial, emotional und spannend ist.

Und dies liegt unter anderem auch an dem einfach nur genialen Hörbuchsprecher Rainer Kuhnert, der mit seiner ruhigen Art so viele Emotionen hervorbringen kann, dass es schon fast unglaublich ist, dass er der einzige Sprecher ist.
Dachte ich zu Anfang der Reihe noch, dass es vielleicht besser gewesen wäre, ein Hörspiel aus der Reihe zu machen, bin ich nunmehr absolut überzeugt, dass es dafür eigentlich gar keinen bessere Sprecher gibt.
Er gibt den einzelnen Charakteren etwas unwiderstehliches und man kann - nach bislang sechs gehörten Büchern - auch nur an der leicht veränderten Tonlage herausfinden, welchen Part er gerade spricht. Sei es Tyrion, Daenerys, Cersei oder den verhassten Joffrey Baratheon. Oder Jon, Samwell und den Rest der Nachtwache. Arya, Sansa oder Jaime.
Sei es gesprochen, gesungen, Gedichte vortragend oder einfach nur kurz und bündig. Er hats einfach drauf.

Fazit:
Das Lied von Eis und Feuer wird mir ewig im Gedächtnis bleiben.


Die Eroberung des Normannen: historischer Roman
Die Eroberung des Normannen: historischer Roman
Preis: EUR 7,49

4.0 von 5 Sternen eine explosive Mischung der Kulturen, 11. Juli 2016
Die Normannen haben das schottische Cumbria eingenommen und König Willelme setzt Tancreid de Grand-Ile als Sheriff ein, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Die Cumbri sind davon nicht begeistert und eine kleine Auswahl an Aufständigen versucht, Zwietracht zu säen und das Land zurückzuerobern. Um herauszufinden, was der Sheriff plant, schleusen sie Cwenburh als Schreiberin bei ihm ein. Sie hasst die Normannen von ganzem Herzen, doch versucht sie, sich nichts anmerken zu lassen, und als Spionin gute Arbeit zu leisten. Nur hat sie nicht damit gerechnet, dass sie dem Sheriff immer näher kommt. Denn bekanntlich ziehen sich Gegensätze ja an...

Dies war mein erster Roman von Lisa McAbbey, die mich jedoch mit ihrer Art des Schreibens gleich von Anfang begeistern konnte.
Man lernt zu Anfang die Protagonistin Cwen kennen, eine Prinzessin, die jedoch im Wald bei der alten Ymma ihre Ausbildung zur Heilerin vollzieht. Nachdem sie erfährt, dass die Normannen ihr Land erobert haben und ihr Vater vertrieben wurde, entschließt sie sich, als Spionin zu fungieren. Cwen ist eine sehr naturverbundene junge Frau und lässt nichts unversucht, um Hilfe zu leisten. Dabei ist es natürlich auch von Vorteil, dass sie Lesen und Schreiben kann und somit als Schreiberin bei dem Sheriff unterkommt. Die perfekte Ausgangslage für die Aufständigen.

Cwen ist sehr sympathisch, hat das Herz am rechten Fleck und versucht auch, es jedem Recht zu machen. Allerdings ist sie auch sehr verbissen, gerade was ihr Denken über "Fremde" angeht. Sie hat ihre Meinung und weicht davon nicht ab. Was aber ja auch klar ist, nachdem die Normannen in das Land der Cumbria eingedrungen sind.

Bei Tancreid dagegen hatte ich ganz viel Mühe, irgendetwas anderes als Abscheu für ihn zu empfinden. Er ist ungehobelt, unbeherrscht und besitzergreifend. Zumindest nach außen hin. Erst später kann man besser in sein Inneres sehen und versteht so langsam aber sicher sein Vorhaben. Aber bis zum Ende hin konnte ich nicht wirklich etwas mit ihm anfangen.

Die Geschichte an sich war jedoch flüssig erzählt. Es kam zu keiner Zeit Langeweile auf und ich hatte gerade gegen Ende hin Mühe, das Buch aus der Hand zu legen. Im Vordergrund stand aber eindeutig die Liebesgeschichte zwischen Cwen und Tancreid. Ich hätte mir etwas mehr historische Fakten gewünscht. Die Autorin hat zwar einiges eingeflochten, dies jedoch nebensächlich ablaufen lassen, so dass in mir der Wunsch aufkam, mich näher mit der schottischen Geschichte zu befassen.

Aber auch wenn ich Tancreid als Charakter nicht gerade interessant fand, gab es doch einige andere, die mir besonders aufgefallen sind. So zum Beispiel die Heilerin Ymma, die mit ihren Ratschlägen immer ins Schwarze getroffen hat und für Cwen eine sehr große Hilfe war. Auch der Kanzler Richart, der sich sehr um Cwen bemühte, um ihr das Leben leichter zu machen. Oder Tancreids rechte Hand Urse, der mit seinem losen Mundwerk so manche Schmunzler bei mir erzeugte.

Alles in allem erwartet einem eine Liebesgeschichte der besonderen Art. Denn was passiert, wenn zwei starke Persönlichkeiten mit viel Stolz aufeinander treffen, kann man in diesem Roman hervorragend nachlesen.

Fazit:
Cumbri gegen Normannen - Stolz gegen Stolz. Eine explosive Mischung.


Coherent
Coherent
von Laura Newman
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

4.0 von 5 Sternen Coherent, 30. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Coherent (Taschenbuch)
Sophie ist anders, als andere Mädchen. Nicht nur, dass sie schon mit ihren 17 Jahren herbe Verluste in der Familie hinnehmen muss, auch ihre "Gabe" ist nicht gerade förderlich. Irgendwie kann sie gedanklich Kontakt mit internetfähigen Geräten aufnehmen. Als sie bei einem Schüleraustausch in Frankreich Jean kennenlernt, ist er der erste, der von ihrer Fähigkeit erfährt. Und so verbringt Sophie mit Jean wunderschöne Monate. Als Sophie dann jedoch wieder nach Hause fahren muss, ändert sich ihr Leben schlagartig. Denn es warten nicht nur weitere Schicksalsschläge auf sie, sondern auch Männer in dunklen Anzügen, die sich nicht für Sophie, sondern mehr für ihre Fähigkeiten interessieren.

Mit ihrem Dilogie-Auftakt "Another day in Paradise" ist mir die Autorin schon sehr positiv aufgefallen. Dies lag unter anderem an dem bildhaften Schreibstil, der mich in den Bann gezogen hat.

Mit "Coherent" lag mir nun der nächste Roman vor. Schon der Klappentext hat mich sehr angesprochen und als ich mich dann den ersten Seiten hingegeben habe, war ich sofort wieder vom Stil gefangen. Es ist nicht nur die bildhafte Schreibweise, sondern auch die Liebe zum Detail, die mir sofort aufgefallen ist. Nicht nur die die Beschreibung der Charaktere oder der Landschaften, auch die einzelnen Szenen und Dialoge sind gut ausgearbeitet. Ich hatte mehr als einmal das Gefühl, mittendrin zu sein.

Sophie ist eine sympathische junge Frau, die durch einen Schicksalsschlag schon mit ihren 17 Jahren viel zu früh erwachsen werden muss. Sie hat sich um vieles zu kümmern und ist gleichzeitig noch mit ihrer besonderen Gabe "gestraft". Nach und nach ergibt sich erst, warum Sophie so ist, wie sie ist.

In drei Teilen erzählt die Autorin nun die Geschichte Sophies. Und dem jungen Franzosen Jean, der Sophie gehörig den Kopf verdreht. Allerdings fand ich Jean letzten Endes nicht so gut gelungen. Er war mir etwas zu perfekt. Er hatte stets einen passenden Spruch auf den Lippen, hat sich (zu) rührend um Sophie gekümmert und war auch sonst fast ohne Fehler. Ich hätte mir bei ihm etwas mehr Ecken und Kanten gewünscht. Außer seiner lästigen Angewohnheit zu rauchen, war fast gar nichts "fehlerhaftes" an ihm.

Aber auch die etwas langwährenden Szenen im ersten Teil des Buches führen zu Punktabzug. Die Geschichte des "Schüleraustausches" war etwas zu sehr in die Länge gezogen. Doch ab dem zweiten Teil macht die Autorin dies alles wieder wett. Denn dann kommt endlich Sophies Gabe ins Spiel und es beginnt die eigentliche Geschichte. Und es wird spannend. Das kann ich versprechen. Es beginnt ein Katz- und Maus-Spiel. Dabei kommen einige überraschende Wendungen zum Vorschein.

Die letztendliche Umsetzung des Endes hat mich dann auch nicht richtig überzeugen können. Ich denke aber, dass es bei mir einfach doch am Thema lag. Manchmal verstand ich eben nur den berühmten Bahnhof, was aber an meinen mangelnden Kenntnissen über Computer sowie Soft- und Hardware liegt. Und deswegen sehe ich darüber weg.

Insgesamt fand ich - als eingefleischter "The Walking Dead"-Fan - "Another Day in Paradise" um Längen besser, was dann aber eben an der Thematik lag. In diesem Fall werde ich mich auf jeden Fall noch der "Nachtsonne"-Trilogie der Autorin widmen.

Alles in allem war ich dann aber doch mittendrin und hatte kurzweilig Lesestunden.

Fazit:
Spannen ab dem zweiten Drittel.


Bucht der Schmuggler: Roman
Bucht der Schmuggler: Roman
von Ulf Schiewe
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Schmuggel, Sklavenhandel und Piraterie, 27. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Bucht der Schmuggler: Roman (Taschenbuch)
Jan van Hagen muss aus Bremen flüchten, ansonsten wird er in den Schuldturm geworfen. Er macht sich auf nach Amsterdam, um von dort aus mit einem brisanten Auftrag in die Karibik aufzubrechen Er soll den Sohn seines Auftraggebers ausfindig machen, der mit seiner Mannschaft auf der Insel Hispaniola gefangen gehalten wird. Dort angekommen, werden ihm jedoch so einige Steine in den Weg gelegt. Kurz darauf lernt er die charmante Doña Maria kennen, die jedoch mit dem Zuckerrohrplantagenbesitzer Don Miguel verheiratet ist, der nebenbei noch Geld mit Schmuggelei verdient. Don Alonso, dem Vize-Gouverneur von Hispaniola, ist dies jedoch ein Dorn im Auge und er versucht, Don Miguel auf frischer Tat zu ertappen. Und so beginnt ein Spiel mit der Zeit.

Gleich von Anfang an wird man in die Geschichte mit hineingerissen und erfährt, wie Jan nach einer langen Reise in seiner Heimatstadt Bremen mit bösen Nachrichten konfrontiert wird und Hals über Kopf flüchten muss. Und so macht er sich auf den Weg in die Neue Welt. Jedoch nicht ohne Probleme, klar, sonst wäre das Buch viel zu kur.

Ich hatte wieder das Glück, das Buch in einer Leserunde lesen zu dürfen, die vom Autor auch begleitet wurde und so wieder vielen Chancen bestanden, auch hinter die Kulissen des Buches sehen zu dürfen. Und so hat sich natürlich einiges Überraschendes ergeben. Der Autor zum Beispiel konnte viel von seinem Leben in das Buch miteinbringen. Schon allein, dass er 10 Jahre die Nordsee besegelt hat, führt natürlich dazu, dass erst sich mit der Schifffahrt auskennt. Auch drei Jahre Leben n Brasilien ließ sich mit verarbeiten und hat letztendlich einen farbenfrohen Roman über das Leben in der Karibik im 17. Jahrhundert hervorgebracht.

Mehrmals hat mich der Autor mit Dingen überrascht und bei einer Stelle blieb mir der Mund sogar offen stehen. Insbesondere wird hier sehr intensiv auf den Sklavenhandel sowie die Sklavenhaltung eingegangen. Sehr gut wurde herausgearbeitet, wie die Sklaven ihren Alltag bestreiten bzw. zu bestreiten haben. Da es mehrere Farmen und auch Sklavenbesitzer auf Hispaniola gibt, lässt sich ein guter Vergleich ziehen. Bei Doña Maria zum Beispiel hatten die Sklaven es sehr gut, war man jedoch auf der Farm von Don Diego als Sklave... Intensiver möchte ich hier nicht darauf eingehen, da manche Szenen im Buch doch sehr direkt und anschaulich beschrieben werden und man am Liebsten ins Buch krabbeln möchte, um dem Unrecht ein Ende zu machen.

Auch die verschiedenen Charaktere im Buch bilden starke Kontraste. Allen voran Jan van Hagen, ein Kaufmannssohn aus Bremen, der lieber seine Arbeit auf dem Schiff verrichtet, als im Kontor seines Vaters oder Doña Maria, die mit ihrer sanften Art viele darüber täuschen kann, wie mutig und stark sie doch sein kann, wenn es darauf ankommt.
Besonders gut gefallen haben mir eine Prostituierte aus Amsterdam, die sich an Bord von Jans Schiff schleicht, um in der Neuen Welt auch ein neues Leben beginnen zu können. Für sie kommt es jedoch anders, als sie dachte. Ihr keckes Auftreten und ihr Hang zur Gerechtigkeit sind besonders aufgefallen und so hat sie eine starke kleine Nebenrolle im Buch besetzt. Ebenso der "Schiffsarzt", der eigentlich Jurist ist, sich aber in der Medizin gut genug auskennt, um helfen zu können. Er ist Jan eine wertvolle Hilfe.

Aber auch unter den Sklaven gibt es so einige, die trotz oder gerade wegen der ungerechten Behandlung wissen, wem sie vertrauen und helfen können. Hier stechen insbesondere Babatunde und Olu heraus, beides Personen, die ich gerne mal persönlich treffen würde. Aber vielleicht gibt es ja mit allen ein Wiederlesen, falls ein nächster Teil erscheint. Denn es bleibt am Ende doch ein kleines bisschen offen... von den Personen und Fragen her.

Das Buch ist durchweg kurzweilig und verspricht einen spannenden Inhalt. Aufgegliedert in fünf Teile werden die Flucht Jans aus Deutschland geschildert bis zur Ankunft auf Hispaniola. Abwechselnd wird aus Jans und Doña Marias Sicht alles geschildert. Zwischendurch melden sich noch Don Alonso, Baba sowie andere zu Wort. So hat man immer einen schönen Blick auf alle Seiten und kann sich auch einiges besser vorstellen.

Fazit:
Ein Mix aus deutscher Gelassenheit und spanischem Temperament - Ulf Schiewe entführt in die Neue Welt im 17. Jahrhundert.


Das Joshua-Profil: Thriller
Das Joshua-Profil: Thriller
von Sebastian Fitzek
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3.0 von 5 Sternen für einen Fitzek ungewöhnlich viel Gewalt und weniger Thriller, 19. Juni 2016
Max Rhode ist ein mehr oder weniger erfolgreicher Schriftsteller, der des mit einem Roman zum Ruhm geschafft hat, aber keine nennenswerten Nachfolger mehr schaffte. Mit seiner Frau läuft es mehr schlecht als recht. Einziger Lichtpunkt in seinem Leben ist seine Pflegetochter Jola. Für sie würde er alles tun. Als sie entführt wird, rückt Max als Täter an erste Stelle. Kurz vorher wurde ihm sogar prophezeit, dass er es wäre, der Jola entführen würde. Dies alles würde eher zu seinem Bruder Cosmo passen, der jedoch in Sicherheitsverwahrung sitzt. Max macht sich eigenständig auf die Suche nach dem Täter und kommt dabei einer Organisation auf die Spur, die dafür bekannt ist, Taten und ihre Täter vorherzusagen.

Wie bei vielen Büchern des Autors, freute ich mich auch den neuen Roman aus seiner Feder.

Vielleicht bin ich auch etwas gebrandmarkt durch den zuvor gelesenen Roman "Die Blutschule" von Max Rhode alias Sebastian Fitzek. Aber auch nach intensivem Nachdenken konnte mich auch das aktuelle Buch des Bestseller-Autors nicht überzeugen. Ich hatte mir sehr viel mehr darunter vorgestellt. Vor allem, da ein großer Hype darum gemacht wurde.

Ich kann gar nicht so recht sagen, was genau mich störte. Letztendlich kann ich eigentlich nur sagen, dass das Gesamtbild für mich einfach nicht gepasst hat. Schon gleich zu Anfang kam ich nicht richtig in die Geschichte rein. Die Figuren blieben für mich blass und teilweise emotionslos. Auch wenn das Thema, dass der Autor anschneidet, sehr brisant ist und immer aktuell bleiben wird, war ich dennoch enttäuscht von der Gesamtumsetzung.

Die Figur des Max war für mich diejenige, mit dem größten Potential. Doch irgendwie wurde dies nicht richtig ausgeschöpft. Gerade als "Thrillerautor", welcher Max nunmal ist, hätte ich gedacht, dass er mehr aus allem herausholen kann und sich nicht so schwer tut mit der Umsetzung von Plänen. Ideenreichtum hätte ich nun vorausgesetzt, da er sich eben in seinem Beruf ja meist in den weiten Sphären der Literatur herumtreibt. Doch war er immer wieder auf Außenstehende angewiesen, die ihm zündende Ideen vorlebten. Gerade Max' Bruder Cosmo war hier mehr Hilfe als ich am Anfang gedacht habe.

Auch Frieda, die eher zufällig in die ganze Sache hineinschlittert, zeigte mehr Engagement, als Max. Ich weiß nicht, ob dies daran lag, dass er derjenige war, der eben den meisten Streß durchmachen musste und somit nicht rational denken konnte.

Die Rolle der Bösewichte fand ich da schon ansprechender, da sie tiefere Einblicke geben konnten.

Der Anfang hatte mich noch überzeugen können, doch dann war alles für mich sehr vorhersehbar .
Ich denke, dass man aus der Idee noch viel mehr hätte herausholen können.

Auch gab es mehr Action als Thriller. Verfolgungsjagden, Schlägereien, nachvollziehbare Dialoge - alles Dinge, die Fitzek eigentlich nicht so sehr in seinen Büchern einsetzt.

Schon mit "Noah" hatten wir keinen typischen Fitzek mehr vorliegen, doch seit dem "Joshua-Profil" kann man nun wirklich nicht mehr davon sprechen.

Vielleicht sollte man sich in Zukunft damit abfinden, dass Fitzek doch sehr vielseitig sein kann und nicht jedes Buch eben für einen sehr gut sein kann. Geschmäcker sind natürlich verschieden.

Fazit:
Für mich war es diesmal nichts. Trotzdem freue ich mich auf das nächste Buch und die bevorstehende Lesereise.


Die Blutschule: Roman
Die Blutschule: Roman
von Max Rhode
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

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2.0 von 5 Sternen für mich nicht überzeugend, 19. Juni 2016
Rezension bezieht sich auf: Die Blutschule: Roman (Broschiert)
Simon und sein Bruder Mark ziehen mit ihren Eltern von der großen Stadt aufs Land. Kaum im neuen Haus angekommen, ändert sich so einiges. Alles fängt damit an, dass Simon merkt, dass sich ihr Vater, der sich immer liebevoll um sie gekümmert hat, verändert. Als er zusammen mit Simon und Mark auf einen Ausflug aufbricht, stellen sich die Brüder eigentlich nichts schlimmes vor. Bis sie auf der einsamen Insel mitten im Storkower See ankommen und dort ein Klassenzimmer der besonderen Art vorfinden. Die Schulfächer lauten dort: Opfer bringen, Fallen stellen und Menschen töten.

Von Max Rhode hört man mit diesem Buch zum ersten Mal. Doch wenn man sich genauer damit beschäftigt, merkt man, wer eigentlich dahinter steckt. Sebastian Fitzek, bekannt durch seine undurchschaubaren Thriller und nervenzerreißenden Geschichten, hat sich diesmal etwas besonderes für seine Fans ausgedacht. Er schrieb unter dem Pseudonym Max Rhode eben das Buch, welches in seinem Roman "Das Joshua-Profil" mehrfach erwähnt wird. Dass es sich bei Max Rhode um eben die Hauptperson aus dem Joshua-Profil handelt, macht die ganze Sache noch etwas spannender.

In "Die Blutschule" geht es um die Brüder Mark und Simon, wobei die Geschichte aus Simons Perspektive in Ich-Form erzählt wird. Am Anfang denkt man noch, wie harmonisch die Familie miteinander umgeht. Der Vater der Brüder ist ein netter Kerl, der sich sehr viel Mühe gibt, um ein harmonisches Miteinander zu ermöglichen. Doch je mehr man liest, umso mehr kommen die Grauen an die Oberfläche. Der Auslöser dafür ist für mich jedoch nicht ganz nachvollziehbar. Denkt man eigentlich, dass man sich einem Horror-Thriller gewidmet hat, kommt nun plötzlich ein Fantasy-Einschlag mit dazu. Dies hat mich persönlich sehr überrascht und finde ich auch nicht sehr gelungen, denn wenn man weiß, wer hinter dem Buch steckt, dann weiß man auch, dass sich der Autor es nicht gerade leicht macht und jeden Schachzug sorgfältig überdenkt. Sich plötzlich mit Fantasy-Elementen zu helfen, passt so gar nicht zu ihm

Allerdings sollte man dann auch wieder bedenken, dass das Buch ja unter dem Pseudonym Max Rhode erschienen ist, und eben nicht unter Sebastian Fitzek. So ist es eben auch möglich, sich mal in ein anderes Genre zu wagen und diese übergreifend auch miteinander zu verbinden.
Mir ist es allerdings nicht gelungen, Max Rhode und Sebastian Fitzek als zwei eigenständigen Personen anzusehen. So hat mich zum Beispiel auch der Schreibstil gestört, der so gar nicht an Fitzek erinnerte. Auch wenn ich mir immer vorgehalten habe, dass es ja kein "richtiger Fitzek" ist, den ich da lese, sondern ein "echter Rhode", war ich doch enttäuscht. Im Hinterkopf war eben immer der Gedanke, dass es von Sebastian Fitzek geschrieben wurde. Der Stil ist komplett anders.
Nach dem Lesen hatte ich jedoch auch einen "geklärten" Blick auf das Ganze und bewundere den Autor dafür, dass er komplett die Stilrichtung ändern kann und etwas Neues erschafft.

Trotzdem packte mich der Roman nicht. Normalerweise bin ich fast immer sofort geflasht, wenn ich Fitzeks Romane lese. Dies liegt nicht nur am Schreibstil, sondern auch daran, dass der Autor mit seinen Geschichten auch etwas mitteilen will. Aber hier wartete ich vergebens auf die Aussage. Die Horror-Elemente überwiegen einfach.

Das "Die Blutschule" eine zentrale Rolle in Fitzeks Buch "Das Joshua-Profil" spielt, ist es fast unerlässlich, sich dem weiteren Buch zu widmen. Doch kann ich jetzt - nach dem Lesen von "Das Joshua-Profil" - noch immer nicht recht viel damit anfangen und frage mich nun auch ein bisschen, ob es nicht doch eher ein PR-Gag war und ich einfach darauf hereingefallen bin, eben zwei Bücher des Autors zu kaufen.

Ich habe wahrscheinlich den Fehler begangen, dass ich nicht zuerst "Das Joshua-Profil" gelesen, habe, in welchem ja immer wieder Bezug auf "Die Blutschule" genommen wurde. Doch auch nach Recherche im Internet konnten viele nicht genau sagen, mit welchem Buch man beginnen soll. Ich persönlich würde jedoch sagen, dass man zuerst das Joshua-Profil lesen sollte, um sich danach der Blutschule zu widmen.

Fazit:
Alles in allem war die Blutschule für mich nicht überzeugend.


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