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Rezensionen verfasst von
Tintenkiel

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The Köln Concert
The Köln Concert
Preis: EUR 11,49

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk & Meilenstein, 28. August 2005
Rezension bezieht sich auf: The Köln Concert (Audio CD)
Keith Jarrett gehört schon seit Jahrzehnten zu den ganz Großen der Jazzmusik. Insbesondere das Köln-Konzert hat den fast schon legendären Ruf des Ausnahme-Pianisten seinerzeit begründet. Die Scheibe wurde millionenfach verkauft - und das zu recht. Das Köln-Konzert bietet eine großartige Improvisation auf dem Klavier, die - vor allem im ersten Teil - ergreifend melancholisch und wunderschön ist. Das Ganze geboren im Augenblick des Spielens - ein musikalisches Meisterwerk! Einige Parts des Konzertes befinden sich auf Augenhöhe mit den Klavier-Solowerken von Bach oder dem A-Moll-Klavierkonzert von Schumann. Für alle Jazz-Fans ein Muss, für alle anderen Musikliebhaber sicherlich eine große Entdeckungsreise, die den Weg lohnt.
Wer sich dem Gesamtwerk von Jarrett erstmals widmen will, ist aber sicherlich zunächst besser mit den Trio-Aufnahmen dieses großen Musikers, etwa den "Standarts"-Aufnahmen, bedient, denn die freie Improvisation benötigt durchaus etwas Hörerfahrung, um in entsprechender Art und Weise gewürdigt werden zu können.


Ich töte
Ich töte
von Giorgio Faletti
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, aber nichts für empfindliche Gemüter, 21. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Ich töte (Taschenbuch)
In Monaco geschieht eine Reihe bestialischer Morde. Das Besondere: Der Täter kündigt seine Bluttaten vorher im Radio an und gibt musikalische Hinweise auf seine Opfer. Der Leser folgt den verzweifelten Versuchen der Polizei, den Täter zu stellen. Dabei geht es recht blutrünstig zu, tatsächlich nichts für empfindliche Nerven, aber sicherlich noch in dem Rahmen, den "Das Schweigen der Lämmer" seinerzeit abgesteckt hat. Die Story ist spannend konstruiert, die Charakteren gut gezeichnet. Man findet zahlreiche Momente, in denen man das Buch um keinen Preis aus der Hand legen möchte, so sehr ist man darauf aus, die weitere Entwicklung zu erfahren. Dass der geschilderte mörderische Wahnsinn in der Logik des Täters einen - wenn auch moralisch fragwürdigen - Sinn ergibt, bewahrt das Buch vor dem, was man vielleicht aufgrund der optischen Aufmachung und auch des Titels befürchten könnte: eine bluttriefende Story um der reinen Effekthascherei wegen. So aber entstehen die Taten folgerichtig aus den Tiefen der kranken Täterseele. Wenn auch kein ganz großer Wurf, so doch eine spannende Geschichte in einer interessanten Umgebung - 4 Sterne.


Die Indoeuropäer: Aufbruch aus der Vorgeschichte
Die Indoeuropäer: Aufbruch aus der Vorgeschichte
von Reinhard Schmoeckel
  Taschenbuch

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein informatives Buch, 11. August 2005
Das Buch bietet einen guten Überblick über die indoeuropäischen Völker. Es ist allgemeinverständlich geschrieben und enthält eine Reihe von Karten, die die geographischen Zusammenhänge verdeutlichen. Um den Sachverhalt lebendiger werden zu lassen, gibt es zahlreiche erzählerische Einschübe, die weitgehend auf historischen Fakten beruhen. Jeder Leser mag selbst entscheiden, ob ihm diese romanhaften Abschnitte zusagen. Wer sich noch nicht mit den indoeuropäischen Völkern beschäftigt hat, wird erstaunliche Zusammenhänge entdecken, die die Wurzeln unserer Herkunft in Europa betreffen. Ein Schwachpunkt scheint mir die teilweise zu detaillierte Schilderung der einzelnen Völker zu sein. Hier wäre für mich eine Beschränkung auf die historisch bedeutsameren Völker wünschenswert gewesen - so schwer diese Einteilung in "historisch bedeutsam / nicht bedeutsam" auch sein mag. So wie es vom Autor jedoch ausgeführt wurde, verliert man sich leicht in den Schilderungen zahlreicher kleinerer Völker, Sprachen und Regionen , worunter die Übersichtlichkeit etwas leidet. Das tut dem positiven Fazit aber keinen Abbruch: Ein informatives Buch!


Mission Sphinx: Thriller
Mission Sphinx: Thriller
von Glenn Meade
  Taschenbuch

4 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Groschenroman, 6. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Mission Sphinx: Thriller (Taschenbuch)
Selbst mit viel Wohlwollen kommt dieses Buch nicht über einen Stern hinaus. Die Geschichte ist vorhersehbar konstruiert, die Charakteren sind klischeehaft gezeichnet, die Beziehungen zwischen den Figuren werden geradezu peinlich geschildert. Ohne Frage hätte der historische Stoff für eine hervorragend spannende Geschichte genutzt werden können: Die Ermordung eines Präsidenten, die spannungsgeladene Agentenwelt des Zweiten Weltkrieges, die orientalische Umgebung Ägyptens - aber die Gelegenheit ist hier eindeutig verschenkt worden. Ein Buch auf dem Niveau eines Groschenromans - und daher nicht empfehlenswert, es sei denn, man mag solche Geschichten.


Nachfolge Christi
Nachfolge Christi
von Thomas von Kempen
  Taschenbuch

58 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großes Weisheitsbuch christlicher Prägung, 18. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Nachfolge Christi (Taschenbuch)
Dieses mittelalterliche Buch ist ein echtes Schwergewicht in der Reihe der Weisheitsbücher dieser Erde. Es ist ohne Einschränkungen in gleicher Augenhöhe zubrachten wie etwa die Schriften Laotses oder eines Montaignes. Wer sich etwas mit dem Taoismus und Buddhismus beschäftigt hat wird interessanter Weise in diesem christlichen Buch eine Vielzahl von Parallelen zu fernöstlichem Gedankengut finden.
Die Sprache des Buches ist einfach und klar. Der Text beschreibt in vielen kleinen Kapiteln die Stellung des Menschen in dieser Welt und seinen Bezug zu einer höher stehenden Macht - für Thomas von Kempen ist dies natürlich der Gott des Christentums. Im Anschluss an die einzelnen Kapitel finden sich jeweils den Text erläuternde Kommentare aus dem 19. Jahrhundert. Die Nachfolge Christi ist ein tiefgehendes und weises Buch, dass sicherlich auch den weniger christlich inspirierten Leser anspricht und von ihm mit Gewinn gelesen werden kann. Die Gedanken des Buches können möglicherweise auch Kritiker auf den Plan rufen. Ein bescheidenes Leben, in Demut vor den Mitmenschen und Gott entspricht natürlich nicht unserer modernen Welt mit all ihrem Streben nach individueller Selbstbestimmung und Konsum. Der in der Nachfolge Christi lebende Mensch gelangt aber gerade durch seinen Verzicht auf ein selbstbezogenes Ich zu echter Freiheit. Kein manipulierbarer, willenloser Untertan soll hier geformt werden, sondern ein freier Mensch vor Gott. Eines der wenigen Bücher, die stets unter dem Kopfkissen liegen sollten. Sehr empfehlenswert!


Der Zweite Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg
von Winston Churchill
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Zweite Weltkrieg aus britischer Sicht, 18. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zweite Weltkrieg (Taschenbuch)
Diese Darstellung des Zweiten Weltkrieges aus Sicht des britischen Premier ist eine interessante Lektüre. Der Leser folgt Churchill auf 1100 Seiten dem Verlauf der Kriegshandlungen. Auch die Vorgeschichte wird betrachtet, ebenso kommt die Nachkriegszeit im Epilog zur Sprache. Der Schwerpunkt liegt bei den politischen Entscheidungen und deren militärischen Umsetzungen. Dass die gesamte Schilderung aus der Sicht der Briten geführt wird, dürfte selbstverständlich sein und stellt keine Schwäche des Textes dar. Es bleibt jedem Leser überlassen, den Text mit den Methoden der historischen Kritik zu betrachten. Neben den detailliert geschilderten Abläufen der militärischen Einsätze dürften die Entscheidungsprozesse, die zu diesen führten, das Interesse des Lesers finden. Die Begegnungen mit den Repräsentanten Frankreichs, der USA sowie der damaligen UDSSR sind sehr spannend nachzulesen. Ganz nebenbei erfährt man auch einiges über das politische System Großbritanniens. Interessant ist hierbei vor allem das Spannungsfeld zwischen dem machtvollen, zuweilen uneingeschränkt handelnden Staatsmann Churchill und seiner gleichzeitigen Abhängigkeit von den demokratisch legitimierten Instanzen. Auch wenn das Werk rein äußerlich mit seinen 1100 Seiten gewaltig wirkt, liest es sich doch zügig und flüssig, keineswegs langatmig oder zäh. Eine lohnende Lektüre!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 20, 2012 12:10 PM MEST


Enigma: Roman
Enigma: Roman
von Robert Harris
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchwachsene Kost, 12. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Enigma: Roman (Taschenbuch)
Nach Vaterland und Pompeji war Enigma der dritte Roman, den ich von Harris gelesen habe. In meinen Augen erscheint er mir im Vergleich mit den beiden vorgenannten als der schwächste. Da, wo Vaterland unter die Haut geht, da, wo in Pompeji eine vergangene Welt wieder ins Leben gerufen wird, da klafft bei Enigma eine Lücke. Spannung bieten alle drei Romane, doch bei Enigma fehlt die tragende Atmosphäre. Als Nachteil erweist sich hier auch die Tatsache, dass Harris immer wieder eine Liebesgeschichte unterbringen will. Ich halte dies in diesem Fall für nicht gelungen. Es hätte dem Roman sicherlich auch nicht geschadet, sich räumlich weiter auszudehnen. So spielt sich alles in einem kleinen überschaubaren geographischen Rahmen in der englischen Provinz ab. Ein enger Raum mag in anderen Romanen ein gelungenes Stilmittel sein, hier aber, beim Thema Zweiter Weltkrieg, U-Boote, Meere und Verschlüsselungsmaschinen wäre etwas Weite doch angebracht gewesen. Alles in allem ein etwas schwächerer Roman, aber sicherlich drei Punkte wert.


Pompeji: Roman
Pompeji: Roman
von Robert Harris
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lehrreich und spannend, 29. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Pompeji: Roman (Taschenbuch)
Pompeji ist ein sehr gelungener Roman, der den Leser in das römische Kaiserreich und zu den Hängen des Vesuv führt. Eine zweigliedrige spannende Handlung zieht sich durch die Geschichte. Zum Einen ein technisches Problem, das es zu lösen gilt und zum Anderen - im Hintergrund - natürlich die sich anbahnende Katastrophe des Vulkanausbruches. Hinzukommt eine Intrige, die der junge Wasserbaumeister nach und nach aufdeckt. Man erfährt nebenbei allerlei Wissenswerte über die Wasserbaukunst der Römer sowie über das soziokulturelle Leben dieser Zeit insgesamt. Ein spannender Roman, der eine vergangene Zeit wieder zum Leben erweckt.


Die Mission: Roman
Die Mission: Roman
von Nelson DeMille
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung in Vietnam, 12. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Mission: Roman (Taschenbuch)
Das Buch erhält vier Sterne, weil es spannende Unterhaltung bietet und dem Leser ein trauriges Kapitel der Zeitgeschichte näher bringt. Nicht alle lesen historische Sachbücher und DeMilles Roman bietet viele Informationen über den Vietnam-Krieg und vor allem über die Menschen, die in diesem Krieg lebten und litten. Darüber hinaus führt das Buch den Leser in die Welt des heutigen Vietnams - auch hierrüber erfährt der durchschnittliche Medienkonsument ansonsten nicht allzu viel .
Die Spannung baut sich zunächst nur sehr langsam auf, aber es wird später dann so richtig spannend. Der Humor des Protagonisten ist klasse! Etwas zu lang und zu häufig sind die Szenen , in denen der Held mit seiner Geliebten rumturtelt und irgendwo zu Abend isst. Das Ende ist dann eher thrillermäßig, vermeidet aber allzu großes Hollywood-Pathos.
Fazit: Ein spannendes, informatives Buch mit einigen Längen und einer guten Portion Humor. Lesenwert, vier Sterne!


Sherlock Holmes. Das Zeichen der Vier
Sherlock Holmes. Das Zeichen der Vier
von Arthur Conan Doyle
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Unter weiter geht's mit der Deduktion!, 30. Mai 2005
Dieser zweite Roman über den großen Logiker aus der Baker Street spielt im Gegensatz zur Studie in Scharlachrot nun fasst gänzlich in der englischen Hauptstadt. Zwar gibt es auch hier einen etwas längeren, die Tat erhellenden Einschub, aber die meiste Zeit spielt die Handlung im typisch britischen Flair. Der erläuternde Einschub führt den Leser dann für kurze Zeit nach Indien. Wie immer ermittelt Holmes auf geniale Weise die Tatzusammenhänge, auch wenn er hier erstmals für eine gewisse Zeit die Spur verliert.
Erschien Holmes schon im ersten Roman als zwar genialer, aber doch kauziger Zeitgenosse, so offenbart diese Geschichte nun hinlänglich seinen wahren Charakter: Wer Holmes bislang als biederen, britischen Vertreter wahrgenommen hat, sieht sich nun mit einem sympathischen Außenseiter konfrontiert: Seine Kontakte zur armen Unterschicht, seine Drogensucht oder seine Distanz zum weiblichen Geschlecht (aus Angst, dass sein logisches Denkvermögen darunter leiden könnte) lassen ihn nicht gerade als typischen Durchschnittsmenschen des 19. Jahrhunderts erscheinen. Wunderbar lakonisch fallen im Laufe der Geschichte einige tiefsinnige Bemerkungen über das Leben. Lesenswert!


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