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Rezensionen verfasst von
Gunbuster "tiwa74" (Villingen)

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American Sniper
American Sniper
DVD ~ Bradley Cooper
Preis: EUR 14,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Drei Sterne und ein halber..., 4. März 2015
Rezension bezieht sich auf: American Sniper (DVD)
...also nicht vier, aber anders geht das hier leider nicht.
-Vorsichtig Spoiler-
Vorweg gesagt, habe ich eine Weile überlegt, ob ich überhaupt eine Rezension schreiben soll. Denn eines war klar: So einfach würde das nicht werden. Der Hauptgrund dafür ist (meiner Meinung nach) folgender: Clint Eastwood hat diesen Film, diese Verfilmung der Biographie von Chris Kyle, so ins Bild gesetzt, daß sehr viele Szenen, aber auch ganze Abschnitte reichlich Raum für Interpretationen, aber leider auch für Irrtümer lassen und das Gesamtbild riesige Lücken aufweist. Ersteres dürfte dabei wohl Absicht gewesen sein, bedenke ich die große Erfahrung von Eastwood als Regisseur, welche er in der Vergangenheit bereits mehrfach deutlich bewiesen hat. Gerade das trennt die Zuschauer, vor allem bei uns hier, weitestgehend in zwei Lager ohne großen Mittelteil.

Warum wird dieser Film von vielen hier als Propaganda, als die Verherrlichung falschen Heldentums, bezeichnet? Warum von vielen als aufrichtiges Drama eines hervorragenden Soldaten, der zeitgleich Familienvater war?
Nun, er handelt von einem Sniper, der (offiziell) ca. 160 Menschen - Männer, Frauen und Kinder - in einem Krieg tötete, der hierzulande noch immer als unnötig oder gar als Kriegsverbrechen durch die Vereinigten Staaten angesehen wird. Vielen stößt auch sauer auf, daß der Mann vielen Amerikanern als Held gilt. Die Gegenseite sieht in Chris Kyle einen vom Krieg innerlich verwüsteten Mann, der das schier Unmögliche versuchte, Soldat, zum Helden hochgelobter Sniper in einem Krieg und fürsorglicher Familienvater in einer Person zu sein.
Ich versuche mich hier einmal an einer Interpretation, doch wie gesagt läßt Eastwood hier viele anderen Möglichkeiten einer Erklärung himmelweit offen stehen.

Dazu hole ich jetzt mal weit aus: Amerika - vielmehr die Vereinigten Staaten von Amerika sind mit Deutschland insgesamt kaum zu vergleichen. Damit meine ich jetzt natürlich weder Größe noch Landschaften. Vielmehr die seit Jahrzehnten steigende Armut, der stetige fortschreitende Verfall der Reste einer Mittelschicht, die bereits seit jeher große Macht von Reichen, die - mehr noch als bei uns - die Politik im Grunde in der Tasche haben. Gerade aus der untersten Schicht jener, die tagtäglich kaum noch über die Runden kommen, für die ein langer Winter beispielsweise Frieren bedeutet, denen keine weiterführende Schulbildung zur Verfügung steht, die keine Jobs mehr finden, mit deren Lohn man (über)leben kann, rekrutieren sich sehr viele der unteren Ränge der Army und der Marines. Oft sind die Streitkräfte quasi die einzige Chance, die tristen Heimatorte ohne Arbeit und ohne Hoffnung, je eine zu finden, zu verlassen und eine Familie zu versorgen.

Trotz all dieser scheinbar widrigen Tatsachen ist der Rückhalt der Streitkräfte in den Vereinigten Staaten weit höher als hierzulande. Ich lehne mich jetzt mal, bezüglich der Gründe, aus dem Fenster: Amerika hat nach dem Sezessionskrieg keinen größeren Konflikt mehr auf eigenem Boden erlebt. Egal, ob Erster oder Zweiter Weltkrieg, Vietnam oder der Golfkrieg - alle diese Kriege fanden weit weg statt, praktisch ungreifbar und schwer fassbar für alle, die nicht als Soldaten teilnahmen. Wir hingegen haben Europa in Trümmern gesehen, unsere Vorfahren konnten einen Eindruck der Schrecken eines Krieges weitergeben. Ich denke, gerade das, gepaart mit einem Patriotismus, den wir gar nicht kennen, macht es der amerikanischen Politik erheblich leichter, ihre Streitkräfte auf anderen Kontinenten ohne dieselbe Kritik wie hier in Europa einzusetzen. Zu diesen Gründen muß man, im Fall des Irak-Krieges, auch den Schock der Anschläge vom 11. September zählen. An denen der damalige Diktator Saddam Hussein weder einen nachweisbaren Anteil, noch überhaupt ein Interesse gehabt haben kann (bedenkt man, daß Saddam radikalislamische Strömungen so wie den IS als direkte Bedrohung seiner Herrschaft hätte betrachten müssen). Doch läßt Eastwood die Gründe für den Krieg aus, stellt den Zuschauer sozusagen direkt vor vollendete Tatsachen. Da sich der Film jedoch letzten Endes auf einen einzelnen Menschen und dessen Leben fokussiert, fand ich diesen Umstand weniger dramatisch, als wenn dieser Streifen den Krieg als Thema der Handlung behandelt hätte.

Chris Kyle, um nun zum Film zurückzukehren, ist zweifellos das, was die Amerikaner einen Patrioten bezeichnen. Er meldet sich freiwillig nach einem Bombenanschlag auf Amerikaner in Afrika zu den Navy-Seals, besteht deren harte Ausbildung als Scharfschütze. Eastwood läßt diesen Bombenanschlag das auslösende Element sein, doch in Wirklichkeit wird zuvor klar ersichtlich, daß Kyle nicht recht wußte, was er mit seinem Leben (davor als Rodeo-Reiter) anstellen wollte.
Es gibt etliche Szenen in dem Film, in denen Eastwood Chris Kyle als zwar harten, aber doch auch ein wenig naiven Charakter darstellt (damit will ich nicht "dumm" sagen, sondern aufgrund seiner Herkunft und Erziehung einfach ländlich "einfacher gestrickt"). Wie von seinem Vater erzogen, gibt es für Kyle nur drei Sorten Menschen: Wölfe, Schafe und Hütehunde. Das schließt natürlich gewisse Grautöne von vorneherein aus. Diese Einstellung von Chris wird später durch die unbarmherzige Brutalität des Krieges an sich noch verstärkt.

Chris Kyles erste Tötungen sind, wie man nach einer Rückblende in seine Kindheit und seine Jugend sowie seiner Hochzeit sieht, zwei Zivilisten: Ein Junge, welcher von einer Frau eine präparierte Granate in die Hand gedrückt bekommt und danach besagte Frau selbst, als diese versucht, die Granate gegen einen Trupp Soldaten einzusetzen. In der Folge sind einige weitere Angriffe auf US-Truppen zu sehen, in denen Kyle eingreift und die jeweiligen Angreifer tötet. Einige Ein-Sterne-Bewerter äußern dazu, daß man keine "normalen", irakischen Zivilisten sieht, daß der Eindruck erweckt würde, sämtliche Iraker seien (sozusagen) mit einem Sprengstoffgürtel unterwegs. Zunächst gewann ich einen ähnlichen Eindruck, doch gebe ich dazu eines zu bedenken: Eastwoods inszenierte Kriegs-Szenen finden allesamt in den damals "heißesten Kriegszonen" des Irak statt - beispielsweise Falludscha und Sadr-City, in denen Bombenanschläge und Angriffe aus dem Hinterhalt jedweder Art tatsächlich an der Tagesordnung waren, womit sich dieser Punkt relativiert. Was fühlt Kyle bei diesen ersten Toten? Das hätte ich gerne deutlicher erfahren.

Zwischen den insgesamt vier Einsätzen, insgesamt mehr als tausend Tagen im Irak, kehrt Kyle mehr und mehr verändert zu seiner Familie zurück. Dabei stellte ich mir die Frage, warum Kyle nicht auf das regelrechte Flehen seiner Frau hört, bei seiner Familie zu bleiben. Eastwood läßt für mich die Gründe hier ein wenig diffus erscheinen, denn es erweckt den Eindruck, als wäre seine Bindung an diejenigen, die er liebt (?) weniger wichtig, als sich wieder in den Kampf zu stürzen. Reicht Pflichtgefühl hierfür aus? Oder Patriotismus? Oder einfach das Gefühl, als "Legend" noch einige seiner Kameraden das Leben retten zu können? Ich räume ein, daß dies für mich schwer nachvollziehbar war. Doch zeichnet Eastwood keineswegs das Bild eines Mannes, der sich selbst zum Helden erklärte, sondern - keine Ahnung, ob gegen oder mit seinem Willen - von vielen Soldaten dazu gemacht wurde. Das zeigt Eastwood deutlich an jener zufälligen Begegnung mit einem Invaliden, der ihm sein Leben verdankt. Offensichtlich kann Kyle an dieser Stelle nicht mit der Dankbarkeit des Mannes umgehen - oder überhaupt damit, seinem Sohn gegenüber als Held bezeichnet zu werden. Ähnlich jener Szene, in der er seinen Bruder trifft und dieser ihm (ziemlich "unpatriotisch") ins Gesicht sagt, daß er die Schnauze voll hat und nur noch nach Hause will, zeigt Eastwood einen Mann, der von vielen Ereignissen in diesem Krieg innerlich überrollt wird und der nach seiner Rückkehr in die Staaten mitten in einer Kneipe bei einem Anruf seiner Frau wie ein Kind zu weinen anfängt. Letzteres war, meiner Meinung nach, eine der intensivsten Szenen des Films - von denen ich mir, ehrlich gesagt, mehr gewünscht hätte. Denn erst hier zeigt sich endlich, daß Chris Kyle im Grunde vollkommen am Ende ist, wie man es nur sein kann. Seine Veränderungen zuvor waren da - aber für einen Zuschauer ohne jede Erfahrung mit Kriegstraumata, dargestellt eher durch Teilnahmslosigkeit, schwer nachzuvollziehen. Erst jetzt, als Chris seine Emotionen schließlich auch in seinem privaten Umfeld nicht mehr im Griff hat, wird einem klar, wie fertig "Legend" in Wirklichkeit ist. Interpretations-Spielraum läßt Eastwood auch bei dem Gespräch mit dem Psychologen, der ihm seine Antworten nach seinem Zustand und beispielsweise auch die Frage, ob ihm die von ihm getöteten Menschen etwas ausmachen würden (sinngemäß), mit einem indirekten Nein beantwortet. Der Arzt glaubt Kyle offenbar nicht, doch erfährt man dazu keine weiteren Details.

Leider wird die Art und Weise, wie er letzten Endes wieder zu einem normalen Leben findet, seine Therapie usw., recht schnell abgehandelt, was ich eher bedauerlich als abwertend verstanden haben will (da man ein ganzes Leben natürlich nicht in einen Film packen kann, doch wäre dieser Part für mich interessant gewesen). Aus eigener Erfahrung mit durch Gewalt ausgelöstem Trauma weiß ich, daß so etwas nur überaus schwer - wenn überhaupt - heilbar ist, im Fall eines Kriegstraumes erst recht. Stark zu bezweifeln ist, daß dies alleine durch die Treffen mit versehrten Veteranen gelang. Der Kritikpunkt, daß Eastwood Kyles Begräbnis bewußt als "Heldenbegräbnis" darstelle, ist insofern nicht gänzlich richtig, da es sich bei den letzten Szenen um Original-Aufnahmen handelte. Was natürlich erneut besagten, hierzulande unbekannten Patriotismus zeigt.

"American Sniper" ist ein Film, der - so glaube ich abschließend - dazu gedacht ist, das Publikum zu spalten. Chris Kyle hat viele Leben ausgelöscht. Aber er hat ebenso viele Leben gerettet. Schon alleine deshalb erlaube ich mir zu diesem Mann kein Urteil - denn dazu müßte ich ihn, müßte ich alle Umstände, besser gekannt haben. Oder vielleicht sogar in einem Krieg gekämpft haben. Eastwoods Film würde ich abschließend als handwerklich gut gemachtes Kriegsdrama mit einem schonungslosen, aber leider nicht ausreichenden Blick auf die schrecklichen Folgen des Krieges für die Hauptperson und einem zugleich unbestreitbaren Anteil amerikanischen Patriotismus bezeichnen. Das mich mit sehr gemischten Gefühlen zurückgelassen hat.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 10, 2015 3:04 PM CET


Fury - Herz aus Stahl [Blu-ray]
Fury - Herz aus Stahl [Blu-ray]
DVD ~ Brad Pitt
Preis: EUR 17,99

35 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Oh, Mann...was ist DAS?, 24. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Fury - Herz aus Stahl [Blu-ray] (Blu-ray)
-Vorsicht, ein paar Spoiler-
Leute! Wenn man schon einen Kriegsfilm dreht, der von der Ausstattung und so weiter Anspruch auf wenigstens entfernt sowas wie eine authentische Darstellung von Ereignissen (ob nun fiktiv oder tatsächlich) erhebt und NICHT in den Bereich Märchen, Slapstick oder ähnliches geraten möchte, dann dreht man doch nicht SOWAS!
Allein dieser Kampf mit dem Tiger und dieser Kamikaze-Angriff der SS-Truppe...! Leute, ernsthaft: Was würdet ihr von einem Sniper-Film halten, in dem der Scharfschütze nach dem ersten Treffer auf einen Feind aus seinem Versteck aufsteht und wild schießend auf weitere Feinde zurennt? Schwachsinn, würdet ihr sagen, oder? Das mit dem Tiger war doch absolut nichts anderes. Diese Dinger konnten Shermans auf mehrere Kilometer erledigen - da fahre ich doch nicht einfach los (so nach dem Motto: Ich bin unsterblich und ihr könnt mir GAR NICHTS!). Was für ein Quark.
Und was genau hatten die SS-Typen vor? Den Panzer mit ihren Leichen zu verstopfen oder mit all den Panzerfäusten zu verprügeln, sobald sie ihn erreicht hätten? Vielleicht den Sinn von "Panzerfaust" falsch verstanden, oder wie? Da steht ein einsamer Panzer rum wie das Männlein im Walde. Man könnte ihn umgehen, man könnte ihn wegballern...aber nö, man rennt wie blöde und zielgenau in jede Salve rein. Jippie! Wow, da fragt man sich ernsthaft, wie die Wehrmacht jemals halb Europa niederwalzen konnte. Wären die so blöde gewesen, wären sie 1939 über die ersten, polnischen Schlagbäume gestolpert und hätten sich das Genick gebrochen oder sowas. Und der Kerl mit dem schmalen Schnauzer wäre erheblich schneller erledigt gewesen, oder nicht? Aber, bitte - wer auf geschichtliche Märchenstunde aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten steht, nur zu.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 27, 2015 2:33 PM CET


Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere
DVD ~ Sir Ian McKellen
Preis: EUR 13,99

2 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zu kurz und damit leider zu abgehackt..., 9. Januar 2015
-Vorsicht Spoiler-
Ich gebe dem Film, vorweg gesagt, zweieinhalb Sterne. Zuerst das Negative: Wie in den Vorgängern geht mir bei diesem Streifen alles zu schnell, zu hektisch, zu sehr "Schlag auf Schlag". Für die Fülle an Charakteren, an Handlungssträngen innerhalb dieser Schlacht und wie es überhaupt zu diesem Gemetzel kommt, wird die Story viel zu sehr vorangepeitscht. So nach dem Motto: Drache zerstört Stadt/stirbt - Check. Menschen und Elben kommen am Berg an - Check. Orks folgen - Check. Schlacht. Showdown - Check. Ende. Vieles wirkt wie in einem Zeitraffer: Beispielsweise die plötzliche Selbstheilung von Thorin, die mal eben so vonstatten ging. Doch das, was wie in vielen heutigen Filmen negativ auffiel, ist das häufige Fehlen JEGLICHER Logik: Das Zusammentrommeln einer Armee aus einem Haufen demoralisierter, völlig erschöpfter Menschen (mal ehrlich, sollte DAS ein HEER sein?). Dann gehen Menschen, Elben und Zwerge um ein Haar aufeinander los - und dieser bekloppte Ober-Ork (der angeblich ein Anführer sein soll), wartet nicht darauf, daß sich seine Feinde einfach mal eben selbst dezimieren. Super! Nebenbei finde ich es immer wieder bemerkenswert, wie schnell hunderte (oder tausende?) von Elben - unsterbliche, also sehr alte und damit überaus kampferfahrene Krieger - von einem Haufen Pfeifen wie diesen Orks niedergewalzt werden (Pfeifen - immerhin tötet sogar Bards Sohn ZWEI von denen auf einmal, einfach so). Und dann machen diese...äh...zwölf? Vierzehn? Zwerge einen Ausfall und ziehen eine Schneise der Verwüstung in das Heer der Orks, durchbrechen die Linien...wie denn das jetzt bitte?
Weiter geht es mit einem Legolas, für den ganz offensichtlich keinerlei physikalischen Gesetze mehr gelten (ich sage nur: Springen von einem abstürzenden Stein auf den nächsten...das ist in etwa wie diese Urban Legend, daß man sich in einem abschmierenden Lift retten kann, wenn man im letzten Moment vor dem Aufprall hüpft...lach, lach!). Und woher kamen eigentlich diese Widder, auf denen die Zwerge da geritten sind? Plötzlich waren sie da. Naja, vielleicht mochte Smaug ja kein Schaf und hielt sie sich als Haustierchen. Warum auch nicht? Der Ober-Ork bricht (VON UNTEN!) durch eine Eisdecke, an der Free Willy kläglich zerschellt wäre, um Thorin nochmals anzugreifen. Dabei macht er fast Flipper Konkurrenz, so hoch steigt er aus dem Wasser. Fantasy oder nicht - wenn die Logik derart flöten geht, wird daraus Slapstick. Und das hat Der Hobbit und HdR sicher nicht verdient. Das Positive waren immerhin ansehnliche Effekte, auch entbehrte die Schlacht in der Ruinenstadt nicht einer gewissen Dramatik, ebenso die beiden Zweikämpfe gegen Azog und Bolg (die als einzige Orks KEINE Pfeifen waren). Gerade der zwischen Thorin und Azog hat es durchaus in sich, vor allem Thorins Freiziehen seiner Klinge nach dieser eher seltsamen Wasser-Aktion, um die Chance für einen Todesstoß zu haben. Auch die bis dato nie länger zu bewundernden Zwergen-Truppen mit ihrem klobigen, aber äußerst robusten Äußeren kamen gut rüber. Auch, daß der Film durchaus kein Happy-End hatte (ich habe nichts gegen Happy-Ends), gab dem Streifen immerhin ein wenig von dem Ernst zurück, welchen der HdR großenteils besaß. Es bleibt, zusammengefasst, ein durchaus "glotzbarer" Fantasy-Film, der in Teilen fast schon an ein Kriegsdrama erinnert, auch wenn er dafür zu harmlos geraten ist. Und für die Fülle an Inhalt leider ein gutes Stück zu kurz. (Anmerkung: Es ist mir herzlich egal, ob nach der Veröffentlichung der DVD und Blueray bald noch eine "Langfassung" oder "Extended-Irgendwas" herauskommt, die viele Lücken hier stopft - ich bewerte den Film logischerweise, wie ich ihn im Kino gesehen habe, nicht wie ihn irgendwann besserzahlende Filmfans sehen WERDEN)
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 11, 2015 9:20 PM CET


Windtalkers - Director's Cut - Century3 Cinedition (3 DVDs)
Windtalkers - Director's Cut - Century3 Cinedition (3 DVDs)
DVD ~ Nicolas Cage
Wird angeboten von Mediafoxx
Preis: EUR 17,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Klischee an Klischee..., 3. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
-Vorsicht Spoiler-
Vorweg gesagt: Ich gehöre definitiv NICHT zu irgendwelchen Amerika-Hassern, die diesen Film nur deshalb schlecht finden, weil die Amis "natürlich wieder mal" die Helden sind. Trotzdem überwiegt in diesem Film leider die gewaltige Last der Klischees und leider auch der krassen Unlogik die eigentliche Story um die "Windtalkers".
Es geht eigentlich gleich am Anfang los: Nach der Einführung der Navajos, welche sich zum Dienst in der Army gemeldet haben, geht es direkt auf irgendeine Insel im Pazifik, wo Nicolas Cage der Offizier einer von (ich vermute mal) einem Platoon Marines mimt, das an vorderster Front in irgendeinem Dschungel kämpft. Soweit, so gut. Leider latschen diese Soldaten in der Pampa herum, als wären sie Zivilisten, denen man soeben ein Gewehr in die Hand gedrückt und erklärt hätte: Du bist jetzt im Krieg, viel Spaß! Da kommen tröpfchenweise immer wieder ein paar Japaner (auch nicht schlauer), killen einen oder zwei, werden selbst gekillt. Anstatt in geballter Feuerkraft zu agieren, sich einzuigeln oder was auch immer für "schlaue", militärische Manöver notwendig wären, benehmen sich die Kerle, als wären sie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. Und das Beste daran: "Uns geht die Munition aus!" So ein Quark! Da stapeln sich die Toten überall, Amis wie Japaner, und keiner denkt auch nur im Traum daran, diesen Toten wenigstens mal eine Granate oder ein paar Kugeln abzunehmen. Während Nicolas Cage lustig mit seiner Tommy-Gun Dauerfeuer rausjagt! Und dann, als sie noch zwei Mann sind, die überhaupt noch gehen können, meint sein Kumpel, man könne sich doch mal verkümeln - während der andere meint "wir müssen die Stellung halten". Zu zweit. Ohne eine sichtbare Frontlinie. Klar, warum auch nicht?
Gut, ich möchte den Film nicht völlig heruntermachen. Technisch und auch optisch wird wirklich einiges geboten, keine Frage. Aber gerade die Schlachten, die (reine Schätzung meinerseits) gut drei Viertel des Films ausmachen, machen eben noch keinen guten Film. Und die Klischees sind...grausig. Nach dem Gefecht im Dschungel haben die Japaner mal eben das Zielen verlernt. Ihre Infanterie trifft nicht mal mehr ein Scheunentor, und die Artillerie wird dank präziser See-Geschütze der Schlachtschiffe ausgeschaltet. Kennt man die "Treffsicherheit" solcher Ungetüme, versteht man meinen Sarkasmus dazu (NEIN, es gab damals KEINE Smartbombs und sonstigen High-Tech-Waffen, die auf wenige Meter genau trafen). Klar, in der Gruppe gibt es dann noch den Rassisten, der - wie könnte es auch anders sein - von einem der Indianer gerettet wird und ab sofort ein klarer Verfechter von Multi-Kulti ist und ab sofort nur noch die demokratische Partei wählen wird.
OK, eine (meinem Empfinden nach) gute Szene ist die auf dem Gräberfeld, als Nic dem Navajo erklärt, wie wenig er sich aus Medaillen macht und daß er die erste davon gleich ins Meer geschmissen habe. Kam gut rüber, wie wenig solch bescheuertes Stück Blech im Vergleich zu toten Menschen bedeutet. Allein für die Szene, die wenigstens einmal stark zeigte, wie bescheuert Krieg eigentlich ist, gebe ich den einen Stern.
Tja, dann kam diese Sequenz in einem japanischen Dorf, wo die Amis von einem japanischen Gegenangriff überrascht werden. Keine Frage, daß die Stars-and-Stripes-Soldiers sogar ihr Leben für die ihnen gänzlich unbekannte, feindliche Bevölkerung riskieren, während die Japaner einen Dreck auf ihre Frauen und Kinder geben (fast schon zum Fremdschämen: Die Szene mit dem Mädchen und dem Kerl mit dem Flammenwerfer). Wow...wieder was über den zweiten WK dazugelernt. Und JA, mir ist klar, daß die Japaner äußerst brutal in diesem Krieg vorgingen (vor allem gegen die chinesische Bevölkerung), aber auch seitens der Amis wurden nur vergleichsweise wenige Kriegsgefangene genommen, auch Vergewaltigungen in hoher Zahl seitens der US-Soldaten wurden bekannt. Das Ganze endet dann auch damit, daß der verbitterte, kaputte Sergeant (Cage) sich für seinen Schützling opfert, aber das kam leider im Pulverdampf und Dauerfeuer der Kämpfe so fade daher, daß ich nicht wirklich eine Träne vergoss. Das, was hier gezeigt wird, ist einmal mehr reine Schwarz-weiß-Malerei und (leider) voller altbekannter Ami-Kriegsfilm-Klischees zugleich. Stört man sich daran nicht, ist "Windtalkers" ein durchaus unterhaltsamer Kriegsfilm, auch wenn sich klar empfiehlt, dabei das Hirn abzuschalten.


Hercules
Hercules
DVD ~ Dwayne Johnson
Preis: EUR 8,97

16 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Überflieger, versteht aber zu unterhalten...., 1. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Hercules (DVD)
...und damit kann dieser Film schon mehr als mancher heutige Super-Blockbuster.
-Vorsicht, enthält den einen oder anderen Spoiler-
Der Film nimmt sich nicht zu jeder Zeit bierernst, es gibt etliche, lustige Szenen. Er ist jedoch ein wenig blutiger als Skorpion-King, in dem die meisten "Kopf-ab"-"Arm-ab"-"Bein-ab"- und so weiter-Szenen nur angedeutet waren (allerdings nichts, was man heute im Vorabend-Programm nicht auch zu sehen kriegt). Was ich persönlich einen guten Einfall fand, war die Mischung aus dem Mythos Hercules mit einer eher bodenständigen Söldner-Story, in der einige der "großen Heldentaten" doch weit weniger "groß" daherkommen, als zunächst vermutet. Gut, und die Story hat auch diese EINE, böse Story-Wendung drin, auch wenn halbwegs erfahrene Cineasten diese ab einem gewissen Zeitpunkt wohl vorhersehen können. Was mir positiv auffiel, waren die Mitglieder der Söldner-Truppe und die Tatsache, daß es mir am Ende nicht egal war, als einer draufging - schlicht weil er trotz seiner nicht gerade sprechintensiven Rolle sympathisch rüberkam (dasselbe kann ich beispielsweise beim "Hobbit" und diesen blöden Zwergen absolut nicht behaupten, die nervten mich am Ende so, daß ich hoffte, daß endlich welche übern Jordan gehen. Und wenn das jemand hier nicht passt, pff...verklagt mich doch).
Hercules ist, zusammengefasst, kein Film mit sonderlichem Anspruch - aber ganz sicher ein unterhaltsamer, von Ausstattung und sogar einigen aufwendigen Schlachten und Kämpfen im altgriechischen Look recht ansehnlicher Streifen, der auch mit ein wenig Humor und coolen Helden aufwarten kann.


Der Hobbit: Smaugs Einöde
Der Hobbit: Smaugs Einöde
DVD ~ Manu Bennett
Preis: EUR 4,99

16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wer auf Dauer-Action ohne große Pause steht...., 20. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Hobbit: Smaugs Einöde (DVD)
...wird mit diesem Film sicher genau das Richtige finden.
-Vorsicht, Spoiler-
Nein, ehrlich. Die Action wird in diesem Film im Grunde nur von dem allernötigsten an Dialogen unterbrochen, ohne die es dann doch nicht gehen würde. Versteht mich nicht falsch: Action gab es in einem Herr der Ringe ebenfalls genug. Klar. Nur bekamen dort auch die Schauspieler hin und wieder was zu tun. Die ruhigeren Phasen, vor allem mit den beiden Hobbits und Gollum (und die Dialoge zwischen diesen) oder wenn man auch mal etwas länger die wirklich eindrucksvollen Landschaften und alten Bauwerke bewundern konnte (z.B. die unterirdische, einstige Zwergenstadt im ersten Teil), durfte man wirklich von "episch" sprechen. Hier wird das mal innerhalb dreißig Sekunden oder weniger abgehandelt. Das Schlimmste aber ist für mich das Fehlen jeglicher Sympathie für die Protagonisten (außer - wenn auch nicht übermäßig - für Bilbo). Da hätten wir eine Zwergenhorde, deren Namen ich mir sowieso nicht merken kann und auch nicht muß. Und wieso? Weil sie eigentlich nur dafür da sind, schreiend und panikerfüllt von einer Gefahr in die nächste zu rennen - und das NERVT! Es nervt mich inzwischen so, daß ich mich ernsthaft bei dem Wunsch ertappte, daß endlich mal ein paar von denen ins Gras beißen (oh, ja, ich bin böse!).
Aber damit wären wir beim nächsten Hammer: Es beißt KEINER ins Gras. Leute, mir ist klar, das ist ein Film und es ist Fantasy (oder soll es wohl sein). Doch bei HdR starben im ersten Film zwei der Gefährten (auch wenn einer davon zurückkehrte). Was aber ist hier? Unsterbliche Zwerge, die eigentlich alles überleben - von Stürzen in Abgründe mit anschließendem Treffer von irgendwelchen Holzgerüsten direkt auf den Schädel im ersten Teil über diese Wildwasserfahrt im zweiten mit total unfähigen Ork-Unterhaltern, die immerhin gerade etliche Elben abgemurkst hatten, hin zu einem lustigen "Kriegst-mich-nicht"-Fangen mit einem übergroßen, fliegenden Flammenwerfer, der aufgrund seiner Größe wohl in der Lage wäre, eine ganze Armee mit einem unglücklichen Rülpser abzufackeln.
Traurig, aber außer dem stets düster dreinblickenden Anführer (der Mann mit dem EINEN Gesichtsausdruck) blieb mir keiner der Zwerge irgendwie im Gedächtnis und keiner hätte mir gefehlt. Das an sich ist für solch einen Film (Fantasy, Reise, Quest...) eigentlich schon ein sehr dickes Minus. Denn von Spannung war aus diesem Grund keine Spur - trotz Action.
Nebenbei latscht noch Gandalf lustig und vergnügt mitten in die Hochburg des Feindes rein (ja, ja, er wußte noch nicht, daß es Sauron ist - labert aber vorher noch was von "der alte Feind ist zurückgekehrt und findet die leeren Gräber der Ringgeister. HALLO?). Klar, schauen wir mal, wie der so reagieren wird, da er ja über nichts als mächtige Zauberei und vor allem viele, viele, VIELE Orks verfügt, die dem bekloppten Zauberer doch schon über den Weg gelaufen sind (oder warum redet er vorher noch davon, daß dieser Ober-Ork ein Anführer sei und "Legionen" befehlige...oh, Mann!). Dann gibt's noch einen Kampf in einer winzigen Wohnung in dieser Seestadt mit einem Dutzend Orks (oder mehr), die zu blöde sind, wenigstens EIN EINZIGES MAL mit ihren Schwertern und Äxten zu treffen?!
Das einzig Gute ist der Drache, der eindrucksvoll gestaltet und durchaus nicht dumm ist (auch wenn er sich dann mal eben von diesen Zwergen wie ein Depp hin- und herlocken läßt), außerdem dessen Dialog mit Bilbo. Nur leider reichte das bei Weitem nicht, um diesem Film noch so etwas wie eine Seele einzuhauchen. Alle Fans von schnellem Krachbumm wie Transformers 4 kann ich den Streifen empfehlen. Fans von HdR allerdings nicht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 1, 2014 10:04 PM CET


Transformers 4: Ära des Untergangs [Blu-ray]
Transformers 4: Ära des Untergangs [Blu-ray]
DVD ~ Mark Wahlberg
Preis: EUR 10,42

9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kann Dauer-Action langweilen? Offenbar ja!, 15. August 2014
-Enthält Spoiler-
Habe den Film im Kino gesehen, wie schon die drei Vorgänger. Und was passierte, war dasselbe wie schon im ellenlangen Showdown des dritten Teils: Ich langweilte mich und hoffte irgendwann, daß der Streifen ENDLICH zu Ende sei. Tja, ich fragte mich danach, wie ein solches Dauer-Krachbumm-Zerstörungs-Actionfeuerwerk langweilen konnte.
Was ich jetzt dazu schreibe, ist meine ganz persönliche Meinung: In den Neunzigern begannen die Filme, schneller und mit immer kürzeren Sequenzen gedreht zu werden (The Rock, Con Air, um zwei zu nennen). Viele Zuschauer verschreckte das, doch gehörte ich nicht dazu. Der Grund ist einfach: In diesen Filmen kam, neben der Action, noch etwas zum Tragen, auf was man in den heutigen Dauer-Zerstörungs-Filmen genauso gut verzichten könnte: Schauspielerei. Ob nun mit (damals noch nicht ausgelutschten), coolen Sprüchen oder einfach genug Raum, um gute Schauspieler zum Zuge kommen zu lassen.
Was mich zurück zu Filmen wie diesem hier oder beispielsweise auch 2012 bringt: Die Schauspieler darin sind nur noch wegen der Namen dabei - mehr nicht. Denn keiner geht in Streifen, in denen nur No-Names mitwirken. Diese Stars spielen schon lange keine wichtige Rolle mehr, sondern nur noch die von Film zu Film immer bombastischeren Spezialeffekte mit gewaltiger Lautstärke und jetzt noch in 3D.
Vielleicht könnte man es überspitzt so sagen: Diese Sorte Film, zu der meiner Ansicht nach auch Der Hobbit (allerdings nicht HdR) gehört, haben keine Seele mehr. Sie sind Stangenware, gewissermaßen filmischer Fast-Food, bei dem Logik und die Hauptdarsteller gleichermaßen auf der Strecke bleiben.
Was die Atmosphäre (falls man davon noch reden konnte) endgültig zerstört, ist dieses Einbringen der "Schöpfer", die diesen seltsamen Kopfjäger geschickt haben. Der erklärt mal eben, daß Autobots und Decepticons ja nur streitende Kinder seien, die nur Mist bauen (oder so ähnlich). Was sollte DER Müll? Meine böse Ahnung dazu: Der Krieg zwischen den beiden bisherigen Parteien war wohl im vierten Teil den Machern ein wenig zu abgenutzt (oh, Wunder!). Und reagierten darauf in der einfallslosen Weise: Taugt der alte Feind nichts mehr, muß ganz schnell ein neuer her. Von mir aus dürfen sie nochmal vier Teile drehen - aber ich fürchte, Nummer Vier war mein letzter dieser Reihe.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 6, 2014 10:42 PM MEST


Blau ist eine warme Farbe (La vie d'Adèle, chapitres 1 & 2)
Blau ist eine warme Farbe (La vie d'Adèle, chapitres 1 & 2)
DVD ~ Lea Seydoux
Preis: EUR 13,83

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuviel Triviales, zu wenig von dem, was zählt..., 11. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
-Vorsicht SPOILER-
Warum nur drei Sterne? Nach einer wirklich guten Darstellung, wie Adele ihre Zuneigung zum selben Geschlecht entdeckt, wie sie darauf reagiert (unsicher und verwirrt, was wohl meistens der Fall ist), nach den ersten Küssen (unter anderem mit einer Schulkameradin) und einem durchaus ansprechenden Kennenlernen (dafür gebe ich die drei Sterne) geht es ganz plötzlich Schlag auf Schlag. Kuss - Sex. Von einer Sekunde auf die andere (und das meine ich wörtlich).
Es wird nie die Unsicherheit, das langsame Erleben (das erste Mal mit einem Menschen desselben Geschlechts, aber hier sieht es aus, als hätten sie es schon hundertmal getan) gezeigt, sondern einfach nur...zack. Es wird nicht einmal angedeutet, wie ihre Eltern und vor allem ihre Schulkameraden (mit denen sie vorher noch Zoff hatte) darauf reagieren, es fehlt jegliches "Coming-Out". Peng, Sex. Keine großartigen Zärtlichkeiten davor, keine Entwicklung...nur Sex, Und schon bald nochmals Sex (verflixt, natürlich gehört der dazu, aber macht der die Liebe zwischen den beiden vollständig aus, oder was?). Dann mal komplett unnötige, weil zur Story eigentlich kaum beitragende Szenen mit beiden Eltern - und schon lebt man zusammen, hat eine gemeinsame Wohnung...! HÄ? Keine Hinweise, wie ihre Umwelt darauf reagiert, aber auch keine Hinweise, wie sie selbst diese Probleme gemeinsam in den Griff bekommen haben (ja, ja, viele Zuschauer halten das vermutlich für unnötig oder so, aber gerade da hätte doch einer der Kernpunkt der Geschichte gelegen: Wie ging es in der Beziehung durch diese "Täler" überhaupt weiter?)
Das Schlimmste kommt aber dann erst noch: Adele betrügt Emma, welche sie (kann man ihr nicht vorwerfen) kurzerhand auf die Straße setzt. Danach dauert der Film noch eine (geschätzte) Dreiviertelstunde, aber die kann man sich im Grunde KOMPLETT schenken. Denn da gehen die beiden getrennte Wege, wobei man die ganze Zeit sieht, wie Adele unter dem Ende ihrer Beziehung leidet. Man trifft sich nochmal, heult nochmal darüber, aber sonst tut sich...NIX. Bis zum Schluß. So ziemlich das blödeste Ende eines Liebesfilms, das ich je gesehen habe. Wer drauf steht...!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 29, 2015 12:24 AM CET


Kris Longknife: Unter Quarantäne: Roman
Kris Longknife: Unter Quarantäne: Roman
von Mike Shepherd
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiß nicht, was einige hier haben..., 7. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gut, man könnte jetzt losmarschieren und die Romanreihe als ein wenig bei Honor Harrington abgekupfert bezeichnen. Zugegeben, da läge man wohl nicht falsch, obwohl diese Romane zumindest an die ersten paar von David Webers Reihe nicht herankommen. Das heißt allerdings nicht, daß sie schlecht oder langweilig wären - weit gefehlt. Als Sci-Fi-Fan kann ich die bisherigen zwei Bände auf jeden Fall empfehlen.
Dialoge und Story sind meiner Meinung nach gelungen, man kann trotz einer anfänglichen Fülle von Infos und Namen flüssig lesen, außerdem kommt auch die Spannung nicht zu kurz.
Ich würde eigentlich "nur" vier Sterne geben, aber da es hier Leute gibt, die ein Buch schon nach unglaublichen 28 Seiten glauben, als grottenschlecht beurteilen zu können, muß ich hier einfach mal aufrunden - denn einen Stern oder auch nur zwei ist meiner Ansicht nach absolut ungerecht.


Die Verdammten: Endzeit-Thriller
Die Verdammten: Endzeit-Thriller
von Brett McBean
  Broschiert
Preis: EUR 13,95

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Null Sterne!, 3. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verdammten: Endzeit-Thriller (Broschiert)
Zum Inhalt muß ich nicht mehr viel schreiben, abgesehen davon wäre da jede Sekunde Verschwendung. Dieses Buch entpuppte sich bei Lesen leider NICHT als spannender Endzeit-Thriller, in dem ich durchaus auch die eine oder andere Brutalität in verschiedenen Spielarten erwarten würde.
Denn leider wird die Gewalt - Kannibalismus, Vergewaltigungen und etliche Perversionen - hier regelrecht zelebriert. Es mag meine Meinung sein, deshalb muß mir auch nicht jeder zustimmen, aber es ist eine Sache, ob man Gewalt in die Handlung einbettet oder sich regelrecht an ihr ergötzt, die gesamte Barbarei zum tragenden Element macht.
Wer auf sowas steht, dem kann ich das Buch durchaus empfehlen. Jeder andere: Besser Finger weg.


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