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Rezensionen verfasst von
Anno Nyhm (Bremen)

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Huawei Ideos X3 (U8510 Blaze) Handy (8,1 cm (3,2 Zoll) Display, kapazitiver Touchscreen, 3,2 Megapixel Rückkamera, VGA Frontkamera, Android 2.3) schwarz
Huawei Ideos X3 (U8510 Blaze) Handy (8,1 cm (3,2 Zoll) Display, kapazitiver Touchscreen, 3,2 Megapixel Rückkamera, VGA Frontkamera, Android 2.3) schwarz

2.0 von 5 Sternen Nach einem Jahr kaputt, 30. September 2013
Vor ziemlich genau einem Jahr war ich auf der Suche nach meinem ersten Smartphone und habe mich wegen des günstigen Preises und der vielen positiven Rezensionen hier zum Kauf entschlossen. Anscheinend wurden all diese positiven Rezensionen jedoch von Leuten geschrieben, die dieses Handy noch neu besitzen. Noch vor ein paar Monaten wäre meine Beurteilung ebenfalls positiv ausgefallen, nach einem Jahr Huawei kann ich von einem Kauf aber nur abraten.

Vorweg: Natürlich handelt es sich hier um ein Einsteigermodell und kein Oberklasse-Smartphone mit knalliger Leistung und ausgefallenen Extras. Man bekommt das, wofür man zahlt. Dass es hier und da mal ruckelt und man beim Einschalten eine Gedenkminute einlegen kann, war mir vorher klar und soll auch gar nicht Gegenstand meiner Kritik sein. Wer viel Leistung, Speicher und eine sonstwas-Megapixel-Kamera will, der muss eben auch 200 Euro aufwärts auf den Tisch legen. Insofern noch vollstes Verständnis für billige Bauteile.

Wenn aber nach nicht mal einem Jahr ein Mangel nach dem anderen auftritt (Aussetzer, ruckeln, SMS werden nicht mehr angezeigt, SIM-Karte wird nicht mehr erkannt) und man von Freunden und Bekannten die das gleiche Gerät haben, fast zeitgleich Ähnliches hört, liegt der Fehler wohl im System. Um es auf den Punkt zu bringen: Das Teil ist billiger Ramsch. Wer billigen Ramsch haben will, sollte zugreifen. Alle anderen die auf der Suche nach einem funktionierenden Einsteiger-Smartphone sind, müssen sich wohl mit dem Gedanken anfreunden, ein paar Euro mehr auszugeben.

Zwei Sterne gibt es, weil das Ideos X 3 trotz allem sehr günstig ist und zumindest eine Zeit lang auch im Rahmen der Erwartungen funktioniert hat. Wer aber vorhat, sein Telefon länger als ein Jahr zu nutzen sollte die Finger davon lassen.


Allein unter Deutschen: Eine Entdeckungsreise (suhrkamp taschenbuch)
Allein unter Deutschen: Eine Entdeckungsreise (suhrkamp taschenbuch)
von Tuvia Tenenbom
  Taschenbuch

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und unbequem zugleich, 21. April 2013
Diese Rezension zu schreiben ist mir nicht leicht gefallen, da ich von dem Buch hin und her gerissen bin. Erst nach zweimaligem Lesen und ein paar Tagen Abstand konnte ich meine Gedanken zu "Allein unter Deutschen" soweit sortieren, dass eine (hoffentlich) leserliche Rezension zustande kommt.

Zunächst ein paar Worte zu all jenen, die hier Tuvia Tenenbom Einseitigkeit und Subjektivität in puncto Antisemitismus vorwerfen: Sie haben Recht. Das Buch ist weniger ein humorvoller Reisebericht, sondern eher der Versuch, sechzig Jahre nach dem zweiten Weltkrieg das Verhältnis der Deutschen zur jüdischen Religion und ihren Angehörigen zu beleuchten. Insofern ließe sich vielleicht bemängeln, dass der Titel und die Aufmachung des Buchs unglücklich gewählt sind. Ich hatte beim Kauf jedenfalls ein etwas unterhaltsameres und leicht verdaulicheres Buch als Ferienlektüre erwartet, der Autor sucht jedoch bei fast jeder seiner Reisestationen Bezüge zum Judentum und Phänomen des Antisemitismus und lenkt seine Aufmerksamkeit (und die des Lesers) auf dieses doch eher schwierige Thema.

Der Schreibstil des Autors mag hier und da ungewöhnlich erscheinen, da die Recherche oft mit persönlichen Eindrücken vermischt wird. Tuvia Tenenbom erhebt jedoch zu keinem Zeitpunkt den Anspruch, eine objektive und ausgewogene Studie nach wissenschaftlichen Standards verfasst zu haben. Er sieht Deutschland durch die Brille eines jüdischen Amerikaners und Sohn von Holocaust-Überlebenden. Dass diese Sicht eine andere als jene der meisten Menschen hierzulande ist, sollte nicht verwundern. Natürlich hätte Tenenbom auch die deutsch-israelische Gesellschaft oder den Verein gegen das Vergessen besuchen können. In einem Land, in dem jedoch bekennende Antisemiten wie Bushido Preise erhalten und öffentliches Ansehen genießen, kann ein solches Buch ganz nützlich sein. Ganz zu schweigen von den Besorgnis erregenden Angriffen auf jüdische Mitbürger und den anscheinend tief verwurzelten antisemitischen Verschwörungstheorien in einigen Teilen unserer Gesellschaft. Da sei auch der stellenweise parteiische Blick des Autors verziehen.

Einen Punkt Abzug gibt es dennoch: Beim Lesen einiger Passagen fragt man sich ob des Stils unwillkürlich, ob die Interviews und Gespräche mit einigen Personen korrekt wiedergegeben sind oder ob hier doch ein wenig den Sinn verzerrend gekürzt wurde. Einen Beleg für dieses ungute Gefühl kann ich nicht liefern. Sicherlich wäre es interessant, die amerikanische Ausgabe zu lesen, in denen einige zusätzliche Gespräche enthalten sind, deren Veröffentlichung die Interviewpartner für die deutsche Ausgabe widersprochen haben.


Der große Gesundheits-Konz: Wildkräuter - UrMedizin gegen Krebs, Asthma, Rheuma, Fettsucht, Allergie, Multiple Sklerose, Herz- und anderen chronische ... der sanften Klassischen Naturheilkunde
Der große Gesundheits-Konz: Wildkräuter - UrMedizin gegen Krebs, Asthma, Rheuma, Fettsucht, Allergie, Multiple Sklerose, Herz- und anderen chronische ... der sanften Klassischen Naturheilkunde
von Franz Konz
  Gebundene Ausgabe

26 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wirr und gefährlich, 5. April 2012
Noch nie habe ich erlebt, dass mich ein Buch so schnell sprachlos macht. Hier wird derart viel gefährliches Halbwissen, wirre Anschuldigungen gegen Mediziner und schlichter Unfug verbreitet, dass einem fast schlecht wird. (Leider) schützt unser wunderbares Grundgesetz die Meinungsfreiheit als hohes Gut, so dass man auch wohl auch so ein Pamphlet ertragen muss.

Jedermann und -frau mag seine oder ihre eigene, persönliche Meinung im Hinblick auf Naturheilkunde bzw. "moderne" Medizin zugestanden sein. Herr Konz lässt sich jedoch über mehrere hundert Seiten in einer von Überheblichkeit und Hass geprägten Art und Weise über Ärzte aus, die einem den Mund offen stehen lässt. Als "Beweise" werden Schlagzeilen und Ausschnitte von seriösen Qualitätsblättern wie "Bild", "Super Illu" oder "Das goldene Blatt" präsentiert, garniert mit völlig aus dem Zusammenhang gerissenen, teils Ekel erregenden Bildern um vermeintlichen Ärztepfusch zu dokumentieren. So werden auch allen ernstes die Praktiken von KZ-Ärzten als Beweis für die Nutzlosigkeit und Gefährlichkeit moderner Medizin herangezogen. Worte wie "Chemiedreck" kommen gefühlt 20 mal pro Seite vor und bestärken nur das widerwärtige Gefühl, das einem beim Lesen überkommt. Nicht nur die Ärzte sind gefährlich, geldgeil und dumm, auch das Volk (also die Leser) ist per se doof und bekommt jetzt in Oberlehrer-Weise mal "die Wahrheit" erklärt. Krankheiten gibt es seiner Meinung nach gar nicht, an AIDS oder sonstigem sind schließlich die Leute selber schuld. Als Beleg für die Wirksamkeit seiner "Urkost" zieht der Autor gerne sich selbst und sein hohes Alter heran. Altbundeskanzler Schmidt hat Zeit seines Lebens Kette geraucht und ist ebenfalls sehr alt geworden. Ergo müssen wir jetzt alle anfangen zu rauchen oder wie?

Wissenschaftliche Erkenntnisse, Fakten aus Biologie und Erfolge moderner Medizin interessieren den Hobbymediziner, -evolutionsbiologen und -pharmazeutiker Konz natürlich nicht, es wird nur das verwurstet, was in den Kram passt. So verkennt er z.B. völlig, dass auch seine gepriesene "Urkost" sowie er selbst und mit ihm alle Menschen, Tiere und Pflanzen letztlich zu 100% aus chemischen Bestandteilen ("Chemiedreck") zusammengesetzt sind. Auch die Aufrufe zum Impfboykott sind schlicht fahrlässig. Möchte gerne wissen, was Menschen die etwa aufgrund von Polio verkrüppelt sind, Herrn Konz zu sagen hätten. Besonders verwirrend finde ich, dass seine "Urkost" angeblich Krankheiten heilt, deren bloße Existenz er an anderer Stelle im Buch wiederum verneint. Was denn jetzt?

Darüber hinaus wirkt das gesamte Buch wie aus Zeitungsresten zusammengeschnippelt, ständig wechseln Schriftgröße und das Layout, die Bilder sind meist von bescheidener Qualität und haben gerne Affen, nackte Frauen und Kinder(!) als Inhalt. Vermutlich ist dies ein Ausdruck der verworrenen Gedankenwelt von Herrn Konz. Auf den Haß gegen Homosexuelle will ich hier gar nicht weiter eingehen, das haben andere Rezensenten schon getan. Dass dieses Buch trotzdem von vielen so positiv bewertet wird, lässt nur hoffen, dass diese es entweder nicht gelesen oder nicht verstanden haben. Leider kann man bei Amazon keine Minuspunkte vergeben, daher ein Punkt und eine klare Kaufwarnung.


Great Big Burger Book: 100 New and Classic Recipes for Mouthwatering Burgers Every Day Every Way (Non)
Great Big Burger Book: 100 New and Classic Recipes for Mouthwatering Burgers Every Day Every Way (Non)
von Janet Murphy
  Taschenbuch

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viele ausgefallene Rezepte, 6. Juni 2009
Habe jetzt schon vier Rezepte aus dem Buch gekocht und kann dieses Buch nur empfehlen. Wer genug hat von den immer gleichen Hamburgern mit Ketchup-Senf-Mayo oder dem McDonalds-Fraß und gerne selbstgemachte Burger isst, kommt hier voll auf seine Kosten.


My dear Krauts: Wie ich die Deutschen entdeckte
My dear Krauts: Wie ich die Deutschen entdeckte
von Roger Boyes
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Seichte Komödie, 20. Februar 2008
Wer hier eine humorvolle Analyse der Deutschen mit all ihren Macken und Eigenheiten aus der Sicht eines Engländers erwartet, wird enttäuscht werden.

Vielmehr handelt es sich um eine seichte Komödie mit vorhersehbaren Witzen und einigen gepflegten Vorurteilen. Bestenfalls geeignet für eine mehrstündige Zugfahrt im Halbschlaf, mehr als ein gelegentliches Lächeln konnte dieses Buch bei mir nicht hervorrufen.


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