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Rezensionen verfasst von
Richard Engländer "Federico" (Linz)

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Cube
Cube
DVD ~ Maurice Dean Wint
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 8,89

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wirf die Würfel!, 31. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Cube (DVD)
Bei "Cube" handelt es sich um ein minimalistisches Low-Budget (Meister)Werk, welches natürlich auch seine Ecken und Kanten hat. ;) Das interessante dabei ist, dass alle Gründe die für oder gegen den Würfel sprechen zum Großteil richtig sind.
Zur Story muss man nicht mehr viel sagen; schlicht und schlichtweg genial. Absurd, merkwürdig und am Ende bleiben ein Haufen Fragen offen. Doch genau darin liegt der Reiz des Cubes. Von Anfang an wird man in den Film, bzw. in den Würfel reingerissen und von Anfang an rätselt man herum. Worum handelt es sich bei dieser riesigen Konstruktion? Wer hat sie gebaut? Was ist ihr Sinn?
Sinn des Cube/Film.
Natürlich bietet der Würfel viele Interpretationsmöglichkeiten. Und genau hier liegt der erste Kritikpunkt. "Cube" hat ein recht seltsames, etwas unlogisches und vor allem nicht sehr befriedigendes Ende. Als Zuschauer fühlt man sich nach der relativ kurzen Spieldauer des Films einfach nicht satt, würde noch gern mehr über den Würfel und seine Fallen erfahren. Auch wirkt die Story nicht ganz Komplett, die Charaktertypen (auch wenn sie sich während des Films prächtig entwickeln und gegen Ende richtig erledigt aussehen) etwas unvollkommen (z.B.: über den Mann der am Bau des Cubes beteiligt war, erfährt man zu wenig um seine letztendliche Entscheidung wirklich zu verstehen) und schließlich hört der Film auch zu plötzlich auf, ohne, bis auf die schon offenen Fragen, andere Gedankenstränge weiterzuführen oder mit einer Überraschung den Film explodieren, sprich, enden zu lassen. So wird man als Zuschauer auch nicht ermutigt, weiter über den Film und dessen Sinn zu philosophieren oder einfach nachzudenken.
Die recht unbekannten Schauspieler erledigen ihren Job ganz gut, ab und zu klingen die Dialoge etwas komisch und manche Aussagen recht unpassend. Um nicht zu sagen - lächerlich.
Womit "Cube" aber voll punkten kann, ist seine düstere und recht beklemmende Atmosphäre. Jeder Raum ist anders beleuchtet, dunkelstes Blau oder intensives Rot, die Farben tragen in diesem Film einen Grundstein der Stimmung. Die Spannung erreicht auch öfters einige Höhepunkte, in jedem Raum könnte eine Falle sein... und wenn diese durch Akkustik ausgelöst wird und keiner der Protagonisten auch nur ein winziges Geräusch machen dürfen, hält man als Zuschauer selbst den Atem an.
Letzten Endes ist „Cube" ein toller Film, spannend, atmosphärisch wie auch von der Story her genial, minimalistisch im positiven, wie auch negativen Sinn. Es fehlt einfach noch der nötige Feinschliff am Drehbuch und dann könnte man kaum noch etwas gegen den Film einwenden. Mit "Cube" ist Regisseur Vincenzo Natali dennoch ein toller Wurf gelungen.


Cube 2: Hypercube
Cube 2: Hypercube
DVD ~ Kari Matchett
Preis: EUR 11,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Cube zum Quadrat, 30. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Cube 2: Hypercube (DVD)
Eigentlich handelt es sich bei "Hypercube" nicht wirklich um eine Fortsetzung des um einiges düstereren ersten Teils. Viel mehr besitzen die beiden Filme die gleiche Grundidee, den "Cube" als Basis, entwickeln sich aber letztendlich in jeweils zwei andere Richtungen.
Acht Personen. Gefangen in einem Würfel. Keiner von ihnen weiß, wie sie hier hergekommen sind, was sie hier sollen und vor allem nicht wie sie hier wieder raus kommen. Das kennen wir schon. Nachdem sich alle Acht gefunden haben machen sie sich auf die Suche nach einem Ausgang (jeder der Cuben hat 6 Ausgänge, an jeder Seite einen), merken jedoch bald, dass sie sich mehr oder weniger im Kreis bewegen. Fast jeder Raum wurde schon mal betreten, die Wahrschenilichkeit einen neuen zu erreichen ist gering. Wie also sollen sie hier rauskommen?
Dann wird's interessant: Die Protagonisten versuchen gemeinsam die Lösung dieses Hypercubes zu ergründen, stellen Theorien auf, Vermutungen die sich alle ziemlich absurd anhören, aber genau deshalb auch wahr sein könnten. Ein weiterer Zustand mach den acht Personen sorgen. "Etwas" bewegt sich durch die Räume, und "es" ist sicherlich nicht harmlos, wie sie bald feststellen müssen. Weiters haben in den verschidenen quadratischen Räumen physikalische Gesetze keine Wichtigkeit mehr, Zeit und Schwerkraft können oftmals anders verlaufen, was zu weiteren Problemen und Irreführungen führt. Eines wissen die Gefangenen des Würfels jedoch bald. Wo auch immer sie sind, was auch immer sie machen, sie haben es hier mit einer Konstruktion zu tun, die in Dimensionen rechnet, welche sich keine der acht auch nur vorstellen könnte...
Während der erste "Cube" mit einere bedrückenderen Stimmung und einer weitaus tieferen Charakterstärke den Zuschauer begeistern konnte (oder auch nicht), setzt dieser Film hier mehr auf interessante Dialoge, eine zwar unlogischen aber dennoch spannenden Science-Fiction Story und mehr Zusammenhängen zwischen der Geschichte und deren Protagonisten. Jede Person im Hypercube hat etwas mit dem "überdimensionalen" Würfel zu tun, jeder steht mit der Konstruktion in irgendeiner Verbindung, welche sich nach und nach präsentieren und oftmals auch für kleine Überaschungen sorgen. Im gesamten bietet der "Hypercube" auch mehr Klahrheit (man glaubt es kaum) obwohl er sicherlich komplexer als sein Vorgänger ist.
"Cube" ist im Gegensatz zu seiner Forstetzung dennoch etwas spannender und beschränkt sich in Sachen Story auf den Wahnsinn und die Angst in welche die Personen (Anzahl auch um einiges weniger als in Teil 2) verfallen und schöpft seinen Reiz aus den versteckten Fallen, die in Hypercube beinahe ganz fehlen. Das mag Kenner des ersten Teils zunächst etwas entäuschen, aber wie gesagt; hierbei handelt es sich um einen anderen Film, zwar die gleiche Basis aber letztendlich doch sehr unterschiedlich. Und statt "Paranoia/Angst/Verzweiflung/Misstrauen" bekommt man hier einen tollen, zugegeben etwas unlogischen (man muss kein Hawkings sein um die kleinen Logiklöcher zu erkennen, z.b. Uhr/Zeit) Science-Fiction-Film mit außergewöhnlicher Story.


Van Helsing (Collector's Edition, 2 DVDs)
Van Helsing (Collector's Edition, 2 DVDs)
DVD ~ Hugh Jackman
Wird angeboten von Celynox
Preis: EUR 8,80

14 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Digital Overloaded, 15. Juli 2004
Die perfekte Beschreibung für diesen Film. Digital Überladen. "Van Helsing" strotzt nur so von, zugegeben, nicht schlechten Special Effekten, rettet sich aber auch nicht durch den monumentalen Soundtrack (Alan Silvestri - nicht gerade neu, aber recht nett anzuhören) und geht dann in dem farbenfrohen Effektrausch, einer vollkommen sinnlosen Story & ebenso niveaulosen Dialogen unter.
Kurzum; Der Film - zwei Stunden Action, Action, im Hintergrund bombastische Musik, Action und ein bisschen, ja nicht zu viel Story. Und Action eben. Dass es nur so kracht.
Zur seichten Story muss man nicht mehr viel sagen. Sie wird dem Zuschauer vorgelegt und nach dem Film ist dieser auch nicht klüger, denn was man gesehen hat, wusste man schon aus der prägnanten Inhaltsangabe eines Kinomagazins. Sprich: die Geschichte entwickelt sich, wie dessen Charaktere, kaum weiter, wird immer wieder von übertriebenen Kampfszenen unterbrochen, welche im Grunde den Film dominieren: Die Windmühle wird attackiert, explodiert. Gleich danach, Van Helsing jagt Mr. Hyde, natürlich aufwendig inszeniert. Nach einer kurzen Pause (sprich: Jagd auf Werwolf) greifen die Vampirbräute an, das beansprucht natürlich Zeit, jeder Kampf in „Van Helsing" zwischen gut und böse ist mindestens so lange wie in anderen Filmen der komplette Showdown. Dann, Kampf, Action, Kampf, Jagd auf Kutsche, Explosionen, Flucht, Kampf, noch ein bisschen Kampf und dann der monumentale Showdown, sprich: Action bis zum geht nicht mehr. Und natürlich digital umrandet, und ganze nebenbei, recht anstrengend. Den Charakteren sowie den Zuschauern werden keine Pausen gegönnt. Von der technische Seite überzeugt der Film, ja, aber sonst?
Sonst nicht viel, seichte Charaktere, recht einfallslose Dialoge die irgendwie nicht überzeugen wollen und wenn ich ehrlich sein soll, ein ziemlich unsympathischer Held. Mal ehrlich, vergleichsweise, Brendan Fraser ist als Mumienjäger um einiges charismatischer als Sir Helsing.
Rund um kann „Van Helsing" einfach nicht überzeugen. Nachdem ich aus dem Kinosaal raus kam habe ich verzweifelt nach einigen Kriterien gesucht, warum sich das Geld für die Kinokarte gelohnt hat. Und - keine gefunden.
Eines hat es letztendlich doch noch gebracht: für die unausweichliche Fortsetzung (nach diesem extrem kitschigen Ende, was erwartet man da - Teil 2 kommt sicher!) lautet die Devise: ausborgen, anschauen und freuen, dass man diesmal nicht soviel Geld investiert hat.
1 Stern für die Spezialeffekte und ein weiterer für den tollen Soundtrack.


James Bond 007 - Nightfire
James Bond 007 - Nightfire

15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit der Lizenz zum Spielen!, 16. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: James Bond 007 - Nightfire (Videospiel)
"Nightfire" ist nicht nur ein Ego-Shooter. Dieses Spiel besitzt einen unglaublich wertvollen Bonus: Bond, James Bond. Und das wird wohl der Hauptgrund sein, welcher dieses Spiel überhaupt erst so interessant macht.
Einmal Geheimangent. Wer würde das nicht gern sein? Cooles Werkzeug, tolle Autos, ja und was fehlt noch? Der Martini in der Hand und das Bond-Girl an der Seite. Was bis jetzt nur in unsere Fantasie möglich war, können Videospiele verwirklichen, in einem leider doch sehr begrenzten Limit aber wer weiß was die Zukunft bringt.
Doch Bond ist noch lange nicht alles. Jeder Videospieler weiß, dass Gameumsetzungen von (in den meisten Fällen) Filmen nicht wirklich das Non-Plus-Ultra in Sachen Spielspaß sind. Taugt diese Umsetzung auch?
Geschüttelt nicht gerührt.
In letzter Zeit legen Videospiele ganz schön einen Zahn zu, was Charaktertiefe und die mit dem Hauptdarsteller verbundene Story anbelangt, man nehme einfach mal "Eternal Darkness" oder dem besser vergleichbaren "XIII". Bei diesen Spielen kann man sich wirklich in die Hauptfigur hineinversetzen und mit der spielbaren Figur mitzittern. "Nightfire" tut das nicht. Wieso auch? Jeder Mensch kennt Nullnullsieben, auch wenn man seine Filme nihct gesehen hat. Jeder kennt seinen trockenen Humor, seine britische Art Gegner zur Strecke zu bringen und seine Vorliebe für alkoholhältige Getränke. Jeder weiß, dass er zur Zeit von Pierce Brosnan verkörpert wird, auch die Programmierer und so wird der dem Videospiel-Bond ein solches Gesicht aufgesetzt. Das und die nötige Synchronstimme geben dem Spiel den nötigen Flair, yeah, mein Name sei Bond und kein anderer.
Ein PLuspunkt ist, dass sich "Nightfire" nicht an eine direkte Filmvorlage orientiert. Das ist auch gut so, somit besaßen die Produzenten des Games mehr Freiheiten und, wir wissen es alle, das Spiel ist somit einfach besser. Zwar ist die Story noch nicht ganz Filmreif, aber was noch nicht ist kann ja mit weiteren Titeln noch werden.
Doch der britische Geheimagent trägt noch lange nicht zum gesamten Game bei. Für Atmosphäre wird durch eine gute Soundkulisse und eine ordentliche Grafik gesorgt. Wenn man als Bond in dem scheinbar verlassenen Atomkraftwerk herumschleicht und plötzlich eine gehässige Stimme ruft "Ich hab' ihn!" kann das Spielerherz schon mal vor Nervosität und Freude den Puls in die Höhe treiben. Kaum einige Sekunden später findet sich zu der Linken ein Einschussloch wieder, jetzt wird's ernst! Im Hintergrund läuft der typische 007-Soundtrack (der, übrigens, nach einiger Zeit ganz schön nerven kann), während die Scharfschützen auf den Dächern einige Gewährsalven abfeuern und Bond sich schnell in Sicherheit bringen muss.
Das war knapp! Nicht selten kommt es vor das "Nightfire" zu einer ganz schön frustrierenden Partie wird. Doch es ist immer wieder motivierend - der Schwirigkeitsgrad balanciert gut zwischen Ergeiz und Frust - und somit bleibt die Spieldvd längere Zeit im Gamecube. Spielerisch hat James Bond hat einiges zu bieten. Anfänglich muss sich der Spieler, wie es in einem Ego-Shooter üblich ist, sich mit der Steuerung erst zurechtfinden, aber dann gehts auch schon los. Nach einem eher nervendem als lehrreichen Turtorial in den Straßen von Paris, darf der Gamer zeigen, ob er wirklich das Zeug zum Bond hat. Die Levels sind sehr unterschiedlich, der Schwierigkeitsgrad steigt jedoch nach der Österreichmission drastisch an. Das ist zunächst ziemlich schockierend, jedoch bleibt dieser dann relativ konstant und wird nur abwechselnd schwieriger.
Trotzdem gilt; man wird kaum ein Level schaffen ohne mindestens einmal das Zeitliche zu segnen. Spaß macht es sichtlich und manche Situationen sind ganz schön nervenaufreibend (Geiselnahme der Geishas, etc.). Unterhaltung wird reichlich geboten, es macht einfach Laune als Geihemagent die "Bösen" zu exterminieren. Die Waffenauswahl ist zwar begrenzt, aber dadurch sehr übersichtlich und jeder Spieler wird bald sein individuelles Lieblingskaliber gefunden haben (lass' es krachen, Sentinel!).
Trotz oder vielleicht genau wegen der großen Motivation und des unterschiedlichen Spielablaufes, ist "Nightfire" nicht gerade umfangreich. Im Gegensatz dazu hat mich "Jedi Outkast" länger an den Bildschirm gefesselt, James Bonds Abenteuer jedoch ist schnell vorbei.
Aber da gibt's ja noch den Multiplayermodus. Das MUSS jedes Ego-Shooters. Viele Neuerungen und innovative Einfälle gibt es eigentlich nicht, das typische Schema wird angeboten (Free-For-All, Capture the Flag, Team - etc.) aber wem gefällt es nicht sich mit Freunden vor den Fernseher zu setzten und eine Partie "Abknallen" zu spielen. Der Multiplayermodus macht einfach Laune, unzzählige Stunden vergehen und es macht immer noch Spaß.
Alles in allem ist "Nightfire" ein ordentlicher Ego-Shooter, etwas kurz und umfangsarm, von der Story noch verbesserbar, aber samt Multiplayer eine spaßige Angelegenheit mit britischen Agenten-Bonus. Kein Must-Have Titel, aber den Preis ist es sicherlich Wert.
Und nicht vergessen: Sie spielen im Auftrag ihrer königlichen Majistät! Vermasseln Sie es nicht! ;)


Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen [Special Edition] [2 DVDs]
Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen [Special Edition] [2 DVDs]
DVD ~ Shane West
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen First Action Heroes, 15. Februar 2004
In der Küche brodelt es gewaltig. Aufwendig und mit Specialeffekts geladenen Zutaten bereitet das Popcornkinorestaurant einen neuen B-Movie. Voll im Trend liegt ja zur Zeit, Hummer à la Comic. Also wird ein Film nach dem anderen prodzuiert, mit einem Comicheft als Rezept. Schmecken tut's nicht immer, das wissen wir spätestens seit X-Men und dem ziemlich aufgewärmten Spiderman. Doch alles hat einen zweiten Gang und die Fortsetzungen warten schon, um den unersättlichen Durst ihrer Konsumenten zu stillen. Und irgendwo im hinteren Teil dieser Hollywoodküche wird "Die Liga" zubereitet, nicht umbedingt ein Gaumenschmaus, aber noch lange nicht's für den Müllschlucker. Der Inhalt wird ziemlich durchgerüttelt, obwohl der Regisseur/Koch eine eigentlich interessante Vorlage gewählt hat: Wir schreiben das Jahr 1899, irgendwo in einem der unzähligen Parallelwelt unserer Filmgalaxie. Dieser Welt steht ein gigantischer Krieg bevor, es sieht wahrlich nicht gut aus für die Menschheit. Doch was die meißten nicht wissen; hinter all dem steckt ein Bösewicht, wie er im Comicbuch steht, das Phantom! Schrecklich, währhaftig, gäbe es da nicht noch einen Funken von Hoffnung. Das britische Empire reist nach Südafrika um den berühmt berüchtigten Quatermain zu finden. Dieser soll nähmlich der Grundstein der "Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" werden, eine Gruppierung von literarischen Superhelden. Diese sollen das Phanton aufhalten und einen Weltkrieg verhindern. Dabei geht ganz schön einiges zu Bruch, allen voran muss das alte Venedig daran leiden, und die Logik bleibt auf der Strecke.
Einer der weniger gravierenden Störfaktoren, wer hat bitte erwartet, dass es sich bei "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" um einen Film handelt der auf Logik basiert. Als ich das erste mal von dem neuen Menü aus der Filmschmiede hörte, war ich wirklich hoch erfreut, bis ich hörte, dass es sich dabei um eine Comicverfilmung handelte. Schreck lass nach, aber solche Filme haben bei mir keinen guten Eindruck hinterlassen. So erwartete ich mir auch nichts Großes von diesen Film. Was auch immer mich dazu bewegt hatte, das fertige Produkt zu kosten, ich weiß es nicht. Jedoch, so schlecht wie erwartet, war es gar nicht! Eine interessante Mischung ohne jegliche Würze, könnte man sagen.
Der Film wirkt wie eine Mixtur verschiedener B-Movie-Genre. Einerseits handelt es sich um einen specialeffektgeladenen Actionfilm, vor unheimlicher, fantasy-betonter Kulisse. Gebäude stürzen ein, Automobile überschlagen sich (Insasse überlebt!*g*) und riesige U-Boote, welche nicht einmal mittels heutiger Techník konstruirbar wären schlängeln sich Elegant mit einer Höchstgeschwindigkeit mit weiß-der-Kuckuck wievielen Meilen durch die Kanäle von Venedig. Alles sehr,sehr unrealistisch, irgendwie erinnert das ganze an die Riesenspinne aus "Wild Wild West". Unrealistisch, futuristisch, sci-fi mäßig, aber ziemlich cool und unterhaltsam. Wer Realismus und physikalische Grundregeln in Filme schätzt sollte einen großen Bogen um dieses Machwerk machen.
Aber das sind nicht alle Schwachpunkte dieses Filmes. Erstens hat der Film einen außergewöhnlich langen Namen, der Film ist zu Ende bevor man überhaupt den Titel ausgesprochen hat. ;)
Ernsthaft; der Film its ziemlich unvollständig. Einmal fängt der Regisseur hier an zu rühren, hört dann aber mitten in der Gesichchte auf und fäng woanders neu an. Somit ensteht wenig Charaktertiefe, da nicht wirklich nachgewürzt wurde. Vor allem über Dorian Grey's Charakter erfährt man relativ wenig und auch Sean Connery's Quatermain wirkt sehr oberflächlich. Überhaupt hätte der Film viel länger sein dürfen. Zur Atmosphäre gibt es nicht viel zu sagen, obwohl die Kulisse und das Set stimmte, fehlt dennoch etwas fantasievoller Epik. Ein nebliges & dunkles London ist noch lang nicht alles, erlich gesagt wirkt alles etwas trocken und leblos. Wen man genauer hinschaut, kommen auch kaum mehr Perosnen vor als benötigt.
Die Story - naja, wie soll ich sagen, so wenig komplett wie der Restr eigentlich auch. Lückenhafte Erzählstränge, obwohl der Aufbau der Spannung sehr gut gelungen ist. Mit der Angst, das Puplikum zu langweilen (wow, ist euch das gut gelungen, wie man an dn Kritken sieht) haben die Produzenten einige Szenen rausgeschnitten, insgesamt eine ganez halbe Stunde (!), Wiederholungen inklutiert. Das wäre jedoch nicht nötig gewesen, der Film besitzt keine Längen, ja, sogar innovative Einfälle (Dr. Jekyll's Mister Hyde - sehr interessant*g*), somit hätten die geschnitten Szenen auch sehr gut hinein gepasst.
Im ganzen sieht's nicht sehr gut aus für den Film, man werfe einiges an Zutaten in den Topf, aber vergisst dabei das wesentliche; den Sinn der ganzen, chaotischen Suppe.
Also, warum trotzdem ganze drei Sterne? B-Movies - von Hydraulik betriebenen Reisenspinnen, tollwütige Dinosaurier die ganz L.A. verwüsten, böse Marsmännchen, katzenhassende Mumien und fleischfressende, flinke Käfer - ich liebe sie! Ach, was hatte ich meine Freude an "Jurassic Park" und an der "Mumie", wie habe ich gelacht über "Mars Attacks". "Die Liga..." ist reines Entertaiment und wieso sollte man sowas ernst nehmen? Mag sein, das einige von den Actionheroes aus dem vorigen Jahrhundert nicht begeistert waren und sich auch nicht gern unterhielten liesen, mir gefällt's und wer schon Spaß an den oben genannten Titel hatte, liegt auch hier nicht falsch. Ein klienes Dessert für B-Movies Liebhaber. Auf jeden Fall schmeckt "Die Liga..." nicht aufgewärmt, immerhin besser als andere Filme. Das nötige Gewürzmittel fehlt jedoch noch.


The Beach
The Beach
DVD ~ Leonardo DiCaprio
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 14,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Strand lässt uns vergessen..., 7. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: The Beach (DVD)
Ich muss wirklich sagen, Danny Boyle ist ein fabelhafter Regisseur. Ohne seine grandiose Arbeit hätte der Film wohl kaum einen solchen Erfolg gefeiert. Boyle inszenierte mit tollen Bildern, einer durchaus akzeptablen Kameraführung und einem coolen Soundtrack einen doch etwas unvollständigen Film, der jedoch besonders durch viele einprägsmane Szenen glänzt. Zeitweise eine tolle Atmosphäre (die jedoch so schnell verschwindet wie si gekommen ist), innovative Einfälle, welche die ganze Story etwas aufpeppen (man denke nur an DeCaprios Videospielsequenz *gg*) und einige spannende Stellen machen den Film sehenswert. Doch...
Die Ingridenzien scheinen zu stimmen, trotzdem geht die Gleichung nicht auf. Irgendetwas fehlt an dem Film oder scheint zu stören. Natürlich, Leonardo DeCaprio ist nicht der beste Schauspieler, aber hier ist er für seine Verhältnisse ganz gut. Relativ gesehen, obwohl auch er oftmals fehl am Platz ist. Zu seinem (wichtigen) Platz in der Story, muss ich sagen, dass dieser oftmals etwas unklar wirkt. Natülich, er ist der Hauptdarsteller und genau darum hätte ich mir etwas mehr Charaktertiefe erwartet. Und das er eine Beziehung mit der Französin beginnt ist ja von vornerein klar. Weiters ist die Charakterisierung der weiteren Personen etwas oberflächlich, jeder einzelne wird mal kurz von Richard vorgestellt und schon soll der Zuschauer wissen alles über die jeweilige Perosn zu wissen.
Da wir schon beim Thema "oberflächlich" sind. Wie auf der DVD hinten erwähnt sollte es eigentlich um einen "Trip in den Wahnsinn" gehen. Okay, irgendwann am Ende wird Leo ein wenig, nennen wir es "irritiert", aber wieso eigentlich? Weil er einige Zeit isoliert gelebt hat? Okay, das wäre ein Grund um den Verstand zu verlieren. Jedoch kommt dieses "Alleinsein" und Leonardos damit verbundener Wahnsinn nicht deutlich zur Geltung. Teilweise wirkt die Szene, wo er sich sein eigenes "Spiel" aufbaut, ziemlich lustig und wird kaum mit Wahn in Verbindung gebracht. Leos Psyche wird ziemlich oberflächlich behandelt und ich hätte mir eine etwas längere Sequenz erwartet, dem Hauptdarsteller sollte der Wahnsinn ins Gesicht geschrieben sein und nicht durch die Vorstellungskarft des Zuschauers (alleine im Dschungel, uhhh) hervorgerufen werden.
Das Drehbuch ist ganz ordentlich gelungen. Es bietet zwar keine wirklich einprägsamen Phrasen, die psychologisch oder philologische Sinn ergeben (jaja, Paralleluniversum, wem's gefällt). Andererseits macht sich der Scriptwriter auch nicht lächerlich, indem irgendwelche klischeehältige Setzte vorkommen.
Die Story ist ganz interresant, lässt einen aber dann doch etwas ratlos zurück. Der Film hätte ruhig länger sein dürfen. Und noch was. Wieso Haie? Wieso hat Danny Boyle nicht versucht die Spannung durch die Geschichte zu erzeugen und nicht durch das Auftreten der Haie zu verstärken. Kurz kann ja Spannung aufkommen, aber wenn man sich das Gesamtbild betrachtet wirken die Haie doch ziemlich fehl am Platz.
Naja, der Strand lässt vergessen, aber vergessen wird man diesen Film sicher nicht, schon gar nicht einige geniale Szenen. Wirklich sehenswert wird der Film ,wie gesagt, durch die tollen Bilder von Boyle, Leonardo verschwindet in der Dunkelheit, vor den Augen des Hauptprotagonisten (und des Zuschauers) färbt sich das Wasser bedrohlich blutrot, der Strand ;), oder die tolle Szene gleich zu Beginn, welche den Zuschauer in eine unangenehme Atmosphäre einweiht, all das sind die wirklichen Pro-Argumente für diesen Film. Der Beginn sit wirklich gut gelungen, das Ende etwas zu schnell, zu kurz, zu oberflächlich. Der Regisseur hätte sich länger mit dem Film ausseinander setzten und sich mehr Zeit nehmen sollen. Noch ein paar Veränderungen, dann hätte dieser Film die ganzen vier Sterne, meinerseits auch verdient und wäre wahrscheinlich noch über dieses Ziel hinweggeschossen.
Aber so sei es, nicht ganz vier Sterne.


Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (2 DVDs)
Terminator 3 - Rebellion der Maschinen (2 DVDs)
DVD ~ Arnold Schwarzenegger
Wird angeboten von MK-Entertainment
Preis: EUR 7,42

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist das unser Schicksal?, 4. Februar 2004
Gleich zu Beginn: ich habe den ersten Teil der Terminator-Saga (das sind die drei Filme ja doch mittlerweile) niemals gesehen und bin beim Zweiten jedesmal irgendwo in der Mitte eingeschlafen. Der ganze Plot um Schwarzeneggers Paraderollen-Film ist mir jedoch bekannt und obwohl T2 schon über 10 Jahre her ist, klingt die Thematik immer noch interessant und glaubwürdig. Apokalyptisch düster, eine, für einen Science-Fiction/Actionfilm unglaublich gelungen Atmosphäre, welche in "Tag der Abrechnung" den Zuschauer deutlich übermannte.
Nun gut, ich glaube nicht, dass wirklich einer damit gerechnet hätte, dass Mostow es schaffen würde den Terminator wieder zum Leben zu erwecken. Doch, wahrhaftig, es ist ihm (beinahe ohne Makel) gelungen.
"Rebellion der Maschienen" unterscheidet sich deutlich in den einem Punkt, dass es sich hier mehr um einen Actionfilm handelt, als um einen Sci-Fi-Film. Of course, der Film hat noch futuristische Elemente, jedoch steht in vielen Szenen die Action im Vordergrund. Diese ist allerdings Top, schlägt die Actionsequenzen bei T2 um einiges (obwohl für die damaligen Mittel neue Maßstäbe setzte) und hat ein gewaltiges Potential in Sachen Materialschlacht. Wenn sich ein monströser Truck überschlägt und mit brutal Kraft einige Meter in die Höhe geschleudert wird, kann das dem Zuschauer schon mal ein erstauntes "Wow" entlocken (und das auf einem normalen 4:3 Fernseher, auf dem die Bildgewalt klarerweise nicht so einschlägt).
Zum Film selbst muss ich sagen, dass er sehr unterhaltsam und kurzweilig ist. Obwohl der Beginn etwas zäh ist, entwickelt er sich dann sehr interessant und wird ebenfalls sehr flott erzählt. Mostow bringt viel mehr Schwung und Witz in die Geschichte des Terminators, somit wirkt der ganze Plot nicht mehr so düster und trägt eine ganze Portion Selbstironie mit sich.
"Sprich zu der Hand".
Das ist es vielleicht, was einige Terminator-Fans stören wird. Schwazenegger wirkt nicht mehr so als wäre er eine blutrünstige Killermaschiene aus der Zukunft, sondern Packt seine Mission ganz schön "gefühlvoll" an. Dafür führt Kristanna Locken ihren Part ganz schön fies und richtig roboterartig böse durch. Den Kult der Wachspuppe T-1000 wird sie wohl nicht erreichen, jedoch kann sich der Flüssigmetalterminator über eine würdige Nachfolgerin freuen.
Alles in allem ist "Terminator 3" ein guter Nachfolger des 2.Teils. Er wirkt im Gegensatz zu "T2" flüssiger (im Sinne der Storyline), besitzt mehr nachvollziehbare Handlung und etwas mehr Logik. Tolles, innovatives Ende, übrigens. Und trotz einer gehörigen portion Humor, ist die Story durchaus glaubwürdig und ernst.
Hinzukommt, dass der Film eine unangehneme Aktaulität besitzt. Die Abhängigkeit der Menschen von der Maschinen, die letzten Stunden der Menschheit & dann noch der Tag des jüngsten Gerichts, das alles wirkt irgendwie authentisch und durchaus real. Vielleicht ist es nur noch eine Frage der Zeit bis die Maschinen anfangen gegen ihr Erschaffer zu rebellieren.


Jerry Bruckheimer Blockbuster Collection (Armageddon/The Rock/Con Air) [Box Set] [3 DVDs]
Jerry Bruckheimer Blockbuster Collection (Armageddon/The Rock/Con Air) [Box Set] [3 DVDs]
DVD ~ Bruce Willis
Wird angeboten von malichl
Preis: EUR 29,99

5 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Let'z fetz!, 16. Januar 2004
Ach was soll ich sagen...wenn ich mal kurz die Filme hindurchbewerten solle, würde das etwa so ausschauen:
Con Air - Drei Sterne
The Rock - Zweieinhalb Sterne
Armageddon - Keine Sterne
Begründung: Naja, "Con Air" gehört wohl noch zu der besseren Elite der Bruckheimer Filme, aber ein wirklich großartiger Actionfilm ist er nun nicht. Erstens leidet die Story wirklich unter dem spärlich ausgestattenden Drehbuch und den Actionszenen. Natürlich, Action, Logik und Verstand gehören nicht wirklich zusammmen, dafür eher Unterhaltung & Action - sprich: Entertaiment. Nicholas Cage ist der Held, mehr bräuchte man eigentlich nicht über ihn sagen: edelmutig, gerecht, Cage halt. Der Film hat auch einen gewissen Grad an Spannung und überzeugt vor allem durch Buscemis Auftritt. Popcornkino as it's bests.
And ACTION!
Bei "The Rock" sieht's schon schlechter aus. Während die Regie von West bei "Con Air" einige Zeit fesselnd war entspricht Michael Bays Actionspektakel eher falch aus. Das Drehbuch ist mies, die Story war auch schon mal orignieller und spannender, aber die Action ist Top. Mehr ist da nicht, vielleicht ein oder zwei witzige Meldungen. Ach ja, Nicholas Cage ist wieder der Held, siehe oben. Sean Connery beehrt uns auch mit seiner Schauspielkunst, die hier aber in der patriotischen, übertriebenen Story untergeht. Aber im Gesamten, ist dieser Film ganz unterhaltsam, knapp hinter "Con Air".
Let's Rock!
Eigentlich wäre das ein ganz verführerisches Bundle, wäre da nicht, der Schrecken jedes Filmfans, der noch Hoffnung auf einen guten Film aus Hollywood hat. Bruce Willis zeigt in diesen aufwendig, von Michael Bays inzenierten Katastrpohenfilm wie tief man sinken kann. Während sich andere Schauspieler mit einem mehr oder wenigen lächerlichen Film die Blöße geben, geht Willis ins Extreme indem er einen Patrioten 1.Klasse spielt, und nur er (Ölbohrinselarbeiter), kann die Erde, nein, Amerika retten und kein auch so hoch qualifizierter Kosmonaut könnte seinen Job übernehmen. Unlogik, Klischees, Innovativslosigkeit, Kitsch, Patriotismus, und noch weitere Schwachpunkte füllen diesen Film aus. Ach ja, dann gibt's ja noch Ben Affleck, der zweite, eigentliche Held dieser Story und einer der schlechtesten Schauspieler die es gibt. Sogar Jean Claude Van-Damme hätte seinen Part glaubwürdiger übernehmen können. Michael Bay muss ein Unmensch sein, um seinen Zuschauern ein solches Werk zu liefern. Bruckheimer as his worst.
Gesamt? "The Rock" & "Con Air" sind ganz okay, "Armageddon" ist Mist. Mit einem weiteren Film, im Stil von "Con Air", hätte diese Collection knapp 3 Sterne erreicht, doch man siehe, was Bruckheimer den Konsumenten wirklich auftischt: 08/15 Kost aus Hollywood, schon ein paar mal recycelt und neu/alt auf die Leinwand gebracht. Die Actionszenen werden zwar immer besser und aufwenidger, der Rest steuert jedoch in die Gegenrichtung. Und für so etwas Geld ausgeben?


Im Körper des Feindes - Face/Off [Special Edition]
Im Körper des Feindes - Face/Off [Special Edition]
DVD ~ John Travolta
Preis: EUR 6,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sein Gesicht, ich will es mir greifen..., 16. Januar 2004
Nicholas Cage und John Travolta sind Todfeinde. Jeder einzelne würde dafür sterben, nur um den anderen umzubringen. Cage, ein eiskalter Killer der vor keiner Tat zurückschreckt wird von dem gutherzigen, aber ergeitigen Polizisten, Travolta, gejagt, denn seit dem Mord an seinem Sohn schwört er auf Cages Tod.
Dann, er hat es endlich geschafft, der Killer ist Tod und sein Bruder hinter Gittern. Doch man sollte den Tag nicht vor dem Abend lohnen, denn Cage hat irgendwo in der Millionenstadt eine Bombe versteckt um ein weiteres Menschensterben zu erleben. Jetzt liegt es an Travolta. Durch eine (etwas Science-Fiction-Artige) Gesichtstransplatation schlüpft John Travolta in die Rolle seines Feindes, da er diesen am besten kennt. Jetzt muss er Insiderinformationen aus den Aussagen Cages Crew herauszufinden um den tickenden Wahnsinn zu stoppen...
Schon einmal in den Spiegel gesehen und seinen größten Feind vor Augen gehabt?
Die folgenden Geschehenisse gleichen einem Horrorszenario. Cage erwacht aus dem Koma und übernimmt Travoltas Rolle. Dieser, derweil undercover in dem Hochsicherheitsgefängnis welches eigentlich Cage zustehen würde, glaubt an sein baldiges Verschwinden aus diesem Schrecken. Doch als ihn dann sein Feind (in seinem Körper, verständlicherweise) einen Besuch abstattet scheint alles verloren. Travolta befindet sich im Körper eines Massenkillers, ohne Aussicht jemals wieder das Tageslicht zu erblicken. Und sein Feind hat sich noch lange nicht geschlagen gegeben.
"Plan B."
Man kann ruhig behaupten, dass es sich hierbei um den besten Actionthriller überhaupt handelt. Noch nie war ein solcher Film von einer derartigen Charaktertiefe und einer solch außergewöhnlichen Schauspielkunst geprägt. Nicholas Cage und John Travolta spielen meisterhaft und führen ihren Part, sowie gut und böse, geschickt und professionell aus. Die Action liegt auf relativ hohen Niveau und auch das Drehbuch wurde diesem angepasst. Die fantastische Szene, in welcher die beiden Erzfeinde sich gegenüber, jedoch mit einem Spiegel in der Mitte, stehen, ihren Gegenspieler statt sich selber sehen und sich zwischen den Beiden ein thrillendes Psychoduell entwickelt oder einfach das spannende, actiongeladene Finale mit einer Länge von beihnahe 20 Minuten, alles ist perfekt und aufwenidg inszeniert und strotz nur so von neuen und interessanten Einfällen.
"Jeder knallt den anderen ab!"
John Woo revoluzionierte das Genre Actionfilm, indem er es mit einer Prise Psychothriller versehrte. Der Hass zwischen den beiden Gegner ist so echt gespielt, dass die FUnken beinahe schon aus dem Fernseher sprühen. Das Endergebnis schmeckt grandios. Einen solchen Actionfilm wird es so schnell nicht mehr geben, man blicke nur auf die aktuelleren Machenschafften aus Hollywood.
Cage/Travolta geben ein explosives Duo ab. Der hochkarätigste Actionthriller den es gibt.


Bad Boys 2 (Kinofassung)
Bad Boys 2 (Kinofassung)
DVD ~ Martin Lawrence
Preis: EUR 7,99

14 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Michael Bay's Massacre, 16. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Bad Boys 2 (Kinofassung) (DVD)
Es gibt viele miese Filme. Doch das ist einer der schlechtesten, den ich jemals gesehen habe (und ich habe mir schon einige Filme angeschaut). Natürlich, von einem Mix aus Komödie und Action sollte man nicht zu viel erwarten, aber es gibt bekantlich auch intelligente Komödien und anspruchsvolle Action. Dieser gehört definitiv nicht dazu!
Will Smith und Martin Lawrence rennen durch den Film und verpassen mehr Menschen eine Portion Blei als Schwazenegger in seinen besten Jahren. Ab und zu fällt eine ziemliche flache Bemerkung von Smith oder Lawrence schluchzt durch den Film hindurch. Na gut, einige Actionszenen sind ganz nett anzuschauen, aber diese sind nicht von längerer Dauer und prägen sich nicht als Kult-Szene ein, wie beispielsweise die explosive Action bei "Matrix" oder (um einen etwas angebrachteren Vergleich anzustreben) "Con Air".
Die Dialoge sind so schlecht, dass man sich denkt das es sich um eine Parodie auf allmögliche Actionfilme handelt. Aber das ist ja genau das Drama bei der ganzen Sache. Der Film hält sich für einen, zitiere Selbstkritik des Regisseurs, "knallharten Actionfilm" und er meint alles total ernst. Z.B.: Die, nicht mehr ganz neue, Bullettime wurde stillos und innovativslos eingesetzt und die damit verbunden Specialseffekts wirken so unecht, als würde man meinen noch im vorigen Jahrhundert zu stecken. Dann noch der -ach-so-coole- Will Smith. Enttäuschenderweise musste ich fesstellen, dass er die Coolness aus "MIB" irgendwo zwischen Hollywood und Bel-Air verloren haben muss. Dumme Sprüche waren schon seit "Beverly Hills Cop" out und für Will Smith ist das einfach nur peinlich. Martin Lawrence muss hier an seinen Tiefpunkt angelangt sein, in Punkto Actioonkomödie war er sogar mit dem mittelmäßigen "National Security" besser. Ach ja; schauspielerische Leistung braucht man von den beiden gar nicht erwarten, in diesen Film geht es jediglich darum wer cooler seine Pistole zieht. Die Witze sind einfallslos, alle schon mal dagewesen, doch sogar Leslie Nielsen hat schon mal besser geklaut, aber was ist bitte daran lustig, wenn Martin Lawrence im Drogenrausch herumsabert und frühpupertäre Witze erzählt?
Michael Bay hat hier ein zweieinhalb stündiges Massaker aus dem Respekt einem guten Film gegenüber veranstaltet und hat von Jerry Bruckheimer kräftig Unterstützung bekommen, seine Spezialität (übertriebener, amerikanischer Patriotismus) darf auf keinen Fall fehlen. Als würde das alles noch nicht reichen, bestraft uns dieser Film mit den verältesten Klischees des amrikanischen Actionfilmes: die beiden Bösewichte gehören nicht nur einer anderen Nationalität, nein, sie sind sogar noch Kubaner und Russe. Der eine ist hinetrlistig und auf keinen Fall sympatisch, das wäre ja gegen Bruckheimers Prinzip, und der andere ist ein versoffener Irrer (kommt mir bekannt vor, kleiner Tipp; Armageddon).
Ich muss zugeben, dass ich den ersten Film nicht kenne (und ich habe nicht vor ihn mir anzuschauen), so versuche ich nun eine ganz objektive und sachliche Bewertung über diesen Film abzugeben: nur Chuck Norris ist schlechter!


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