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Rezensionen verfasst von
Ferdinand Fuchs "Testlauf"

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Vikings - Season 1 [Blu-ray]
Vikings - Season 1 [Blu-ray]
DVD ~ Gabriel Byrne
Preis: EUR 29,99

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Leben der Wikinger war ganz schön stumpfsinnig!, 20. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Vikings - Season 1 [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich kann die Lobgesänge auf Vikings auch nicht verstehen. In Anbetracht so hervorragender Serien wie True Detective, House of Cards, Rome, Game of Thrones, Downton Abbey, Sherlock, Firefly und Co. fällt Vikings deutlich ab.

Das wichtigste bei einer Serie mit einer gewissen Laufzeit sollten die Geschichte sein und die Entwicklung der Charaktere. Und da fangen die Probleme auch schon an! Der Hauptdarsteller ist ein wortkarges und kompromissloses Blauauge, dass jedem Actioner der achtziger Jahre zur Ehre gereichen würde. Sein einziger Existenzgrund ist es für die weibliche Zuschauerschaft ein wenig Eyecandy zu bieten und als fuchtelnder Alleskönner in den blutigen Kampfsequenzen die Männer bei der Stange zu halten. Die bösen Gegenspieler sind ähnlich eindimensional konzipiert.

Die Geschichte fällt dementsprechend flach aus: Man geht auf Beutejagd, strebt nach größeren Schätzen und tritt dabei anderen Personen (Verwandtschaft und Herrscher) auf die Füße, die einem ans Leder wollen. That's it! Zwischendrin blitzt mal ein Clash of Cultures auf, wenn der Nordmann auf einen überzeugten Christen trifft. Aber auch diese Szenen verlaufen im Nichts, bzw. der Mönch wird zum Sidekick degradiert. Intelligente Intrigen sucht man vergebens und verlässt sich ganz auf die Schauwerte der Serie. Das ist auch für mich der Grund gewesen noch zwei Sterne zu verteilen. Immerhin sind die Landschaftsaufnahmen aus Irland gut gelungen und die Damen und Herren in ihrer Bekleidung/nackt machen etwas her.

Dennoch frage ich mich, wohin die Serie steuert, bzw. wie man die Zuschauer noch lange bei der Stange halten will. Es ist vergleichbar mit The Walking Dead, die zwei interessante erste Staffeln mit sich brachte, sich anschließend aber in der Wiederholung des ewig Gleichen erging. Hier überspringt man den interessanten Teil und beginnt gleich mit Füllepisoden und Schema F. Man wird von der Serie schlichtweg gelangweilt, schaut aber weiter, in der Hoffnung auf Besserung. Die Schauspieler sind mit ihren Rollen überfordert, die Dialoge sind schlecht (besonders in der deutschen Synchronfassung) und Dramatik ist kaum bis gar nicht vorhanden. Aber was will man vom Macher der Tudors und Borgias auch erwarten, der sich für die Reihe ebenfalls verantwortlich zeichnet?!

Es ist eigentlich schade, denn das Bemühen ist erkennbar. Anscheinend war das Budget begrenzt, bzw. kein fähiges Personal verfügbar, die mit dem Stoff etwas anzufangen wussten. Über die historischen Mutmaßungen lasse ich mich nicht mehr aus. Das haben andere schon vor mir getan und es bleibt letzten Endes eine Serie. Zumal der History Channel für mich auf einem Level mit Galileo und der Bild Zeitung liegt.... Wer sehen will, wie eine historische Serie richtig konzipiert wird, der soll Rome schauen. Will man wissen, was man unter dem Deckmantel der historischen Authenzität alles falsch machen kann, dann kann man Vikings anschauen. Langeweile garantiert!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 4, 2014 9:19 PM MEST


Asics GT 2000 2 Laufschuh Herren
Asics GT 2000 2 Laufschuh Herren
Preis: EUR 83,00 - EUR 152,00

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was hat Asics da nur gemacht?, 19. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Asics GT 2000 2 Laufschuh Herren (Misc.)
Ich bin seit Jahren überzeugter Ascis Läufer (laufe zwei bis dreimal die Woche um die 5-7km) und besitze die GT 2150 und die 2160. Die Schuhe sitzen perfekt und sind sowohl im Wald, als auch auf Asphalt für neutrale Läufer gut geeignet. Da die Schuhe aber nicht jünger werden und man für die Zukunft auch mal Ersatz braucht, habe ich im guten Glauben die 2000er gekauft.

Was soll ich sagen? Vom Aussehen her hat sich nicht viel verändert, aber das war für mich ohnehin zweitrangig. Wichtig ist, was die Schuhe auf der "Strecke" leisten. Die Dämpfung ist okay, aber der Schuh als Ganzes ist ein Fehlkonstrukt. Asics hat irgendwas an der Stabilität geändert. Ich bekam nach den ersten Laufeinheiten Knieprobleme und Schmerzen an den Füßen. Da ich auch schon einen Kreuzbandriss hinter mir habe, ist mein Knie sehr feinfühlig, wenn es um den korrekten Schuh geht.

Deswegen kann ich nur jedem raten, den Neuling von Asics vorher gründlich zu testen. Mich hat er schwer enttäuscht und ich laufe seitdem wieder die Vorgänger und habe keine Probleme. Traurig, dass man seiner Lieblingsfirma beim Laufen auch nicht mehr blind vertrauen kann. In den Laufforen bin ich auch nicht der einzige mit dem Problem. Es gibt viele Läufer, die mit dem neuen Modell nicht klar kommen.

Also meine Bitte an Asics: Back to the Roots und legt die alten Modelle unter neuer Typenbezeichnung neu auf! Oder achtet bei der Qualitätskontrolle besser auf das Endprodukt. Die Läufergemeinde wird es euch danken.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 30, 2014 4:21 PM MEST


The World's End [Blu-ray]
The World's End [Blu-ray]
DVD ~ Simon Pegg
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schal wie ein abgestandenes Bier!, 13. August 2014
Rezension bezieht sich auf: The World's End [Blu-ray] (Blu-ray)
Simon Pegg und sein treuer Gefährte sind zurück! Als ich den Trailer im Kino gesehen hatte, war ich erfreut. Paul - Ein Alien auf der Flucht konnte nur ein seichter Ausrutscher gewesen sein, um den Amerikanern den britischen Humor näher zu bringen. Shaun of the Dead und Hot Fuzz waren schließlich über jeden Zweifel erhaben. Oder doch nicht?

Die Story passt natürlich wieder auf einen Bierdeckel: Pegg trommelt seine Jugendfreunde zusammen, um die legendäre Goldene Meile noch einmal zu passieren und diesmal auch zu schaffen. Die Goldene Meile ist nichts weiter als eine Sauftour durch die bekanntesten Pubs der Gegend. Sie endet im World's End, womit auch der Filmtitel geklärt wäre. Auf dem Weg dahin stellt man fest, dass die Bewohner durch Aliens, bzw. durch Puppen ersetzt worden sind. So prügelt und klamaukt man sich bis zum großen Finale, wo sich alles auflöst!

Klingt irgendwie nicht so witzig? Ist es auch nicht! Wo das Timing der Witze in Shaun of the Dead und Hot Fuzz noch zündete, da liegt man des öfteren daneben. Es gibt viel Action zu sehen und das geht zu Lasten der Schauspielerriege. Vertraute Pegg in den Vorgängern der "Cornetto Trilogie" noch dem Zusammenspiel seiner Protagonisten, opfert man das nun zum Wohl einer Materialschlacht und das ist schlichtweg langweilig.

Fazit

Man wird das Gefühl nicht los, dem Regisseur und seinem Autorenteam wäre zur Hälfte des Films die Luft und die Lust ausgegangen. Der Film hat zweifellos seine Momente, vor allem wenn die Freunde immer wieder erkennen, wie sehr der Zahn der Zeit an ihnen genagt hat, aber doch noch in jedem der unbändige Wunsch nach Rebellion steckt. Das bringt den Film aber nur auf 2 1/2 Sterne und leider nicht weiter.

Die Effekte sind zwar gut gemacht, aber das hirnlose Gekloppe und Gerenne wird zu schnell eintönig. Mehr Substanz hat der Film leider nicht zu bieten.


Xscape (Deluxe Edition im Softpack inkl. Poster)
Xscape (Deluxe Edition im Softpack inkl. Poster)
Wird angeboten von EagleDVD
Preis: EUR 17,57

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Desaster wie Michael, aber auch keine herausragende Musik, die dem King of Pop gerecht wird!, 12. Mai 2014
Nach dem katastrophalen Schnellschuß Michael, das wirklich überwiegend grauenhafte Songs bot, die Michael Jackson niemals veröffentlicht hätte, schon gar nicht in der Form, so steht nun das nächste Album Xscape an.

Die Frage ist nur, welchen Maßstab man für eine gerechte Bewertung anlegen soll? Wertet man die Songs im abgeschotteten Michael Kosmos? Wertet man sie unter den Maßstäben heutiger Popsongs? Betrachtet man sie durch die Fanbrille?

Im Gegensatz zum "Vorgänger" finden sich hier auf Xscape fertige Originalaufnahmen aus verschiedenen Epochen und alternativ die Remixes. Was mir sauer aufstößt ist die Reihenfolge der Songs. Die im Vergleich zu den Originalaufnahmen zweitklassigen Remixes finden sich vorne auf dem Album, die Originale erst ab Lied 9. So entsteht schnell der Eindruck, auf dem Datenträger würde sich ein ähnliches Fiasko zutragen, wie auf Michael. Anscheinend traut man bei Sony einem Originalsong keinen Charteintritt mehr zu....

Die Originale revidieren dankbarerweise den schlechten Eindruck. Der Großteil der Originale besteht aus getragenen Stücken und nicht aus Hitkandidaten für die Charts. Für mich sind Love never felt so good und Chicago in der Originalversion definitiv die Highlights des Albums. Die anderen Stücke fallen deutlich ab und sind textlich schon hart an der Schmerzgrenze. Den Gipfel des schlechten Geschmacks ist ein Cover der Band America, wo der Song Horse with no name zu Place with no name vermurkst wird.

Mich lässt das Album ein wenig ratlos zurück. Es befinden sich acht Lieder auf dem Album, die wirklich von Michael Jackson stammen und fertig gestellt wurden. Denen merkt man zu einem Großteil an, dass sie qualitativ einfach nicht gut genug waren, um auf anderen Alben zu Lebzeiten zu erscheinen. Man ist dennoch irgendwie dankbar, dass man noch einmal die Archive geöffnet und sich offenkundig diesmal etwas mehr Mühe gegeben hat.

Muss man deswegen das Album über den grünen Klee loben? Definitiv nicht! Es befindet sich Ausschussware auf der Scheibe und das hört man. Die Hälfte der Lieder ist furchtbar belanglos und verdient lediglich das Prädikat einer Fahrstuhlberieselung. Mit den Mixen bin ich auch nicht warm geworden, weil man versucht hat Balladen, oder langsamere Stücke zu charttauglichen Popliedern zu transformieren. Ganz nach dem Motto: Mehr Synthesizer und BPM, dann passt das alles schon. Geklappt hat das lediglich bei Xscape und Slave to the Rhythm, die auch im Original über ein gewisses Grundtempo verfügen.

Durch die Jackson Brille kann man dem Album gnädige drei Punkte geben. Unter den Gesichtspunkten eines guten Popalbums nur zweieinhalb Sterne. Bleibt nur zu hoffen, dass wir jetzt nicht alle zwei Jahre mit weiteren Alben bombadiert werden, die immer schlechtere Songs zu Tage fördern und damit das Denkmal ordentlich beschädigen, nur damit weiter die Kassen klingeln. Bei Tupac und Co. hat man gesehen, was passiert, wenn viele Personen meinen aus Schnipseln und Eigeninterpreationen etwas zusammen zimmern zu müssen.

So bleibt nur der fromme Wunsch nach vollständigen Livekonzerten in Topsound und Bild auf Blu-Ray.. Mitschnitte sollten genug in den Archiven liegen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 22, 2014 8:54 PM MEST


Am Ende kackt die Ente!: Aus dem Leben eines Sportverrückten
Am Ende kackt die Ente!: Aus dem Leben eines Sportverrückten
Preis: EUR 7,99

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kompletter Plumperquatsch!, 28. April 2014
Frank Buschmann hat im Zug der ganzen Sportmoderatorenbücher nicht zurückstehen wollen und nun auch seine Annekdoten aus knapp 30 Jahren Sportjournalismus zum Besten gegeben. So gerne ich damals mit Buschmann und Körner die NBA Finals mit Michael Jordan verfolgt habe und so gerne ich ihn auch heute noch bei Basketballübertragungen höre, das Buch hätte er sich sparen sollen.

Man erfährt etwas über seine "Basketballkarriere" und seinen Einstieg beim Regionalradio und die Schilderungen sind grauenhaft langweilig. Buschmann versucht das mit seinen bewährten Platitüden anzureichern, aber es wirkt aufgesetzt und bisweilen völlig unpassend. Ein Buch ist eben keine Fernsehsendung! Dann nehmen die Arbeit beim DSF, Sport1, Spox und Schlag den Raab den größten Teil des Buches ein. Buschmann bemüht sich zwar nach Kräften, der Abfolge an Belanglosigkeiten eine gewisse Lockerheit mitzugeben, aber spannende Details zu Sportlern, oder besonders abgedrehte Geschichten sind rar gesäht.

Die Highlights sind Buschmanns Wahlkampftour mit dem Bundeskanzler Schröder 2002 und 2005 und als Moderator im Deutschen Haus während der Olympischen Spiele. Vierzig Seiten Spannung entschädigen eben nicht für viel Leerlauf. Über Nowitzki, seinen Ausstieg bei Sport1 usw. erfährt man erstaunlich wenig. Das ist zwar verständlich, weil er die Privatsphäre respektiert, bzw. kein böses Blut vergießen will, aber dann bleibt die Frage, warum dieses Buch sein musste. Ich wünsche ihm für sein neues Projekt Buschi.tv viel Erfolg, aber solche gedruckten Langeweiler sollte er sich in Zukunft lieber sparen.


47 Ronin  (inkl. Digital Ultraviolet) [Blu-ray]
47 Ronin (inkl. Digital Ultraviolet) [Blu-ray]
DVD ~ Keanu Reeves
Wird angeboten von media-store
Preis: EUR 14,49

17 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Japanische Geschichte mit chinesischer Mythologie und amerikanischem Murks!, 26. März 2014
47 Ronin erzählt die Geschichte von 47 herrenlosen Samurai, die trotz des sicheren Todes (entweder im Kampf, oder im Nachgang auf Befehl des Shoguns), aufbrechen ihren Fürsten zu rächen. Die Geschichte basiert auf realen Tatsachen. So existieren die Rüstungen, Belege, Waffen und die Gräber auch heute noch. Die Geschichte kennt in Japan quasi jedes Kind. Umso erstaunlicher ist es, dass man sich in Hollywood dieses Themas angenommen hat.

Wer jetzt Vergleiche zu The last Samurai mit Tom Cruise anstrengt, der liegt nicht ganz so falsch. Wie bei The last Samurai benötigte man einen amerikanischen Hauptdarsteller, um den Film auch weltweit vernünftig vermarkten zu können. Bei The last Samurai ging die Rechnung auf, weil Tom Cruise mit eine seiner besten Rollen abliefert. In 47 Ronin versucht sich Keanu Reeves an dieser undankbaren Aufgabe und scheitert kläglich.

Reeves war nie ein begnadeter Schauspieler. Seine Erfolgsfilme sind in erster Linie Actionstreifen wie Speed und Matrix, wo Emotionen und Mimenspiel nicht gefordert waren. Sein profilloses Gespiele findet hier eine nahtlose Fortsetzung! So mimt er hier einen ausgesetzten Sprößling, der im Wald von mystischen Wesen groß gezogen worden ist und später von der Fürstenfamilie aufgelesen wird. Am Hof des Fürsten ist er nur gedulded, muss sein Dasein aber in einer Waldhütte fristen und verdingt sich in erster Linie als Fährtenleser. Dennoch hegt die Prinzessin große Gefühle für ihn.....

Man merkt schnell, wie klischeebeladen die Rolle von Reeves ist. Viel sagen darf er nicht, wobei das in diesem chronisch unterkühlten Drama gar nicht so schlimm ist. Aber alleine schon die Idee Dämonen in den Film zu packen ist absoluter Blödsinn! So wird alles munter zusammen gewürfelt: Ein Dämon, der aus einer Eröffnungssequenz des Animehits Prinzessin Mononoke stammen könnte, ein Dämonenhalbblut (Keanu Reeves), der aus irgendeinem x-beliebigen westlichen Rollenspiel entfleucht ist und zum krönenden Abschluß ein Hexen-/Monsterhybrid die aus A Chinese Ghost Story entlaufen sein könnte.

Dabei sollte die Geschichte der 47 Ronin genug Stoff für einen unterhaltsamen (und ggf. noch lehrreichen) Kinoabend bieten. Aber die Macher brauchten wohl krampfhaft 3D-Effekte und mehr Action, bzw. hatten Angst, den Stoff zu trocken abzudrehen. Doch genau das ist es geworden. Eine relativ trockene Abhandlung der Geschehnisse, mitsamt mythologischem Blödsinn. Ich will gar nicht verschweigen, dass man bei den Kostümen und Sets durchaus ein Auge für Oplulenz hatte. Aber dieser Eindruck wird dann schnell von miesen Computersequenzen in der Totale zunichte gemacht.

Dazu sind die Schauspieler durch die Bank weg peinlich! Lediglich Heerführer Oishi, der hier von H. Sanada grandios gespielt wird, der sticht aus der Riege der schlaffen Schauspieler heraus. Den Vogel schießt Shogun Tsunayoshi ab, der von Cary Tagawa gespielt wird. Wer einmal Mortal Kombat gesehen hat, der kennt seine Gesichtsmimik auswendig. Dementsprechend muss man sich häufiger ein Lachen verkneifen, wenn Tagawa verkrampft bedeutungsleere Zeilen absondert. Zweitschlechtester Darsteller ist der von mir schon angesprochene Reeves. Klar, sein Charakter ist eindimensional und ziemlich lächerlich, aber sein kühles Understatement ist dermaßen übertrieben, dass man jeden Moment erwartet, dass er seinen langen Ledermantel aus Matrix hervor kramt und Kugeln in Zeitlupe auf ihn zufliegen.

Mir tut es umso mehr leid, als das man bei The last Samurai gezeigt hat, dass es anders geht. Der Film hatte ein unglaublich großes Budget (jenseits der 200 Millionen US-Dollar), aber bis auf ein paar spärliche 3D-Effekte, opulente Kostüme und einen grandiosen Darsteller bleibt bei kritischer Betrachtung nur ein Scherbenhaufen.

Man muss dem Regisseur hoch anrechnen, dass er die reale Abfolge einhält und kein kitschiges Ende insziniert. Aber das revidiert nicht die gnadenlos fehlbesetzten Rollen, den Mythologiequark und das unglaublich langweilige Drehbuch. Das setzt nämlich ab der ersten Sekunde auf Schauwerte, aber nicht auf Gefühle. Und darauf kommt es nunmal in einem Drama an. So kriegen 4/5 aller Ronin nicht einmal eine grobe Charakterzeichnung spendiert. Man nimmt sie bis zu ihrem Tod schlichtweg nicht wahr! Wie soll man dann mit diesen Figuren fühlen? Stattdessen konzentriert man sich auf Reeves Figur, der absolut überflüssig ist.

Schade drum! Man hat ein riesiges Potential fahrlässig verschenkt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2014 2:29 PM MEST


Santana - Live at Montreux 2011/Greatest Hits [Blu-ray]
Santana - Live at Montreux 2011/Greatest Hits [Blu-ray]
DVD ~ Santana
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht perfekt!, 5. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Santana Live at Montreaux 2011 ist auf Blu-Ray durchaus gut gelungen, soviel vorweg. Das Bild ist sauber und kontrastreich und die Tonspur sauber. Dennoch hatte ich bei der DTS HD Spur irgendwie das Gefühl, dass man das bestehende Surroundformat künstlich auf HD aufgeblasen hat. Vor allem der Bass und die zweite Gitarre gehen im Klangbrei häufig unter. Alles in allem fehlt ein wenig Dynamik und Wucht, was in Anbetracht der formidablen Musiker schade ist.

Zum Konzert selber: Greatest Hits steht drauf und die sind auch drin. Sicherlich kann man darüber streiten, ob nicht ein paar Songs aus Alben wie Shaman eine Existenzberechtigung gehabt hätten, wo er schon zum Einstand das grottenschlechte Cover von Back in Black zum Besten gibt.

Aber dieser Ausfall wird vom nun zweieinhalb Stunden andauernden Best of Gewitter wieder weggespült. Santana war nie ein Entertainer auf der Bühne und das wird er auch nicht mehr. Daher wirken alle Ansprachen holprig und gekünstelt, was sie vermutlich auch sind. Davon abgesehen zeigen sich er und seine Band zwar gealtert, aber in bester Spiellaune. Viele kritisieren, dass sein Gitarrenspiel nicht mehr so virtuos ist und er die Töne nicht trifft. Zur Erinnerung: Der Mann geht auf die Siebzig zu und hat weit über fünfzig Jahre in die Seiten gehauen.

Die freie Interpretation seiner fast vierzig Jahre alten Songs ist sicherlich Geschmackssache, aber letztlich seine Sache. Das ist mit den Rapeinlagen seiner Frontmänner und dem etwas matschigen Klangbild aber auch der einzige Vorwurf, den man Carlos und dieser Blu-Ray machen kann.

Fazit
Greatest Hits ist die wohl derzeit beste Blu-Ray Veröffentlichung und wird es auch lange Zeit bleiben. Nach der langweiligen und bisweilen peinlichen Coverorgie bei Hymns for Peace 2004, die wenig mit Santanas Schaffen zu tun hatte, ist das hier eine Offenbarung für Santana Fans.


Leisure Suit Larry Reloaded - [PC]
Leisure Suit Larry Reloaded - [PC]
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Larry ist in die Jahre gekommen!, 4. Dezember 2013
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Was hat man dem Spiel seit der Ankündigung über Kickstarter entgegen gefiebert. Endlich wieder ein echtes Larry Adventure spielen zu können, ein Traum. Aber wie das mit den Träumen so ist, sie zerplatzen schnell.

Das Spiel selbst basiert auf dem ersten Larryspiel aus grauer Vorzeit, von dem es Mitte der Neunziger bereits ein grafisches Update gab. Seitdem hat sich im Spiel selbst nicht allzu viel getan. Man hat die Grafik überarbeitet, die Sprachausgabe dazu gepackt, die Musik ein wenig an Yacht nach Liebe angepasst und ein paar neue Locations und Witze mit reingenommen. Das eigentliche Spiel blieb weitestgehend unverändert und genau da fangen die Probleme an. Musste man Larry im Original noch mit Tastaturbefehlen dirigieren, so erledigt das nun ein heillos überfrachtetes Mausrad, um die Aktionen auszuführen.

Die Folge davon ist, dass man die ganze Zeit am "Rad dreht", nur um Dialoge zu führen, oder auch Dinge zu untersuchen. Aus heutiger Sicht einfach unkomfortabel. Dann kommen wir zum Thema Sprachausgabe: Ich habe die deutsche Synchro aus Teil 6 und 7 geliebt und nun muss man mit den englischen Originalsprechern auskommen, die mir bei weitem nicht so gut gefallen. Es gibt zwar deutsche Untertitel, aber die sind vor allem bei den Wortspielen grausam übersetzt, so dass diverse Pointen gar nicht mehr zünden. Untertitel also bitte abschalten!

Das Spiel ist per Crowdfunding finanziert worden und das sieht man leider auch. Der neue Grafikstil ist erschreckend steril und kann mit moderneren 2D-Adventures nicht konkurrieren (Deponia, Inner World etc.). Auch die aus den letzten Teilen so geliebten Easter Eggs wurden nahezu komplett wegrationalisiert. Das ist gleich doppelt bitter, denn Larry feuert im Minutentakt anzügliche Zoten heraus, aber das Spiel selbst gibt sich sehr zugeknöpft.

Das mag im Sinne des Originals sein, aber aus heutiger Sicht wirkt es albern, wenn selbst in Spielen wie Mass Effect mehr nackte Haut zu sehen ist, als im einstigen Skandaladventure.

Was bleibt also? Liebhaber des Originals können noch einmal in Erinnerungen schwelgen. Aber einen Schritt nach vorne macht Larry nicht, im Gegenteil: Die verschlimmbesserte Steuerung nervt, genauso wie die alberne Altersabfrage zu Beginn. Dazu kommen die damals schon missglückte Jagd nach dem benötigten Kleingeld an den Spieleautomaten und der überall sichtbare Budgetengpass. Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn nur die Hälfte der erreichten Summe zusammen gekommen wäre (hätte das Ziel auch erfüllt).

Sollte es noch ein Remake geben, dann bitte mit mehr Feinschliff, mehr Mut zur Runderneuerung und einer vernünftigen Lokalisation. So muss man leider sagen, dass Larry und Lowe in Rente gehen sollten. Spielt lieber eine Runde Yacht nach Liebe (Love for Sail), da habt ihr mehr davon.


Beyond: Two Souls - Standard Edition - [PlayStation 3]
Beyond: Two Souls - Standard Edition - [PlayStation 3]
Wird angeboten von schnuppie83
Preis: EUR 29,90

25 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beyond ist Bombast, aber kein Spiel mehr!, 9. Oktober 2013
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Quantic Dream zeichnete sich schon vorher für die beiden Spiele Fahrenheit (PC, PS2 und Xbox) und Heavy Rain (PS3) verantwortlich. Eines haben alle Spiele gemein: Sie erinnern eher an die frühen 90er, wo die interaktiven Filme auf den CD-Konsolen existiert haben. Man sieht quasi einen Film und drückt irgendwann mal eine Taste. Reagiert man nicht schnell genug, dann stirbt der Charakter einen seiner unzähligen Tode.

Das Prinzip der Quantic Dream Spiele ist ähnlich, auch wenn es unter dem Deckmantel eines Adventures getarnt wird. Musste man in Fahrenheit und Heavy Rain wenigstens noch eine Tonne verschieben, um irgendwo einzudringen, so bleibt diesmal selbst das auf der Strecke, bzw. wird vom Charakter automatisch erledigt. Es bleibt ein interaktiver Film! Im Gegensatz zu Heavy Rain hat man am Umfang noch einmal enorm geschraubt, aber die parallele Geschichte, die den Vorgängern einen zusätzlichen Blickwinkel gewährte, fehlt. Soll heißen: Man ist ganz auf die Geschichte von Jodie und ihrer Entität Aiden fixiert. Das bringt natürlich eine ganz andere Bindung zum Charakter ins Spiel, aber auf der anderen Seite kann man selbst kaum noch einschneidende Fehler begehen. Starb in Heavy Rain einer der Charaktere, dann lief die Story weiter und endete ggf. nicht ganz so glücklich.

In Beyond gibt es angeblich über zwanzig Enden (ich selbst habe drei unterschiedliche zu Gesicht bekommen), aber man "verdient" sie sich kaum noch. Relevante Entscheidungen trifft man nur noch am Ende und nicht mehr im Mittelteil.

Zur Grafik:
Beyond ist in Sachen Gesichtsanimationen das Nonplusultra auf der PS3. Selbst bei The Last of us war die Optik nicht derart ausgearbeitet. Gut, hier gibt es auch quasi nur vorgegebene Pfade und in den den Actionsequenzen drückt man nur brav irgendwelche Knöpfchen, anstatt selber einzugreifen. Auch die Framerate bricht gerne in den größeren Arealen ein und Objekte poppen auf. Man merkt einfach, dass auf der PS3 nicht mehr machbar war. Das Spiel glänzt immer dann, wenn die Kamera in die Totale geht, oder wenn z.B. eine Polizeistreife durch den Schnee fährt. Wüsste man es nicht besser, dann würde man die Szene für real halten. Ernüchtert wird man dann immer wieder von den animationsarmen Nebencharakteren, die sich bewegen wie Roboter. Aber die grafischen Bombastmomente überwiegen deutlich und technisch ging einfach nicht mehr.

Wobei Quantic Dream wirklich geschlampt hat, das ist die Kamera und die Kollisionsabfrage. Die Kamera fängt sehr häufig nicht den relevanten Blickwinkel ein, den man als Spieler gerne haben möchte und wackelt künstlich mit den Bewegungen des Charakters mit. Leidet man unter "Motion Sickness", dann sollte man von dem Titel die Finger lassen. Die Handkamera soll das Mittendringefühl verstärken, aber hier ist es einfach Murks. Eine frei justierbare Kamera per Analogstick wäre viel besser gewesen. Auch wenn man mit Aiden unterwegs ist, ist die Kamera unglaublich träge.

Mit den Charakteren bleibt man gerne in Objekten, oder auch unsichtbaren Wänden hängen. Man kann sich nicht einmal in in Jodies Kinderzimmer frei bewegen, weil bestimmte Objekte einfach keine Kollisionsabfrage besitzen, bzw. man aus Termindruck/Faulheit eine unsichtbare Wand davor gekloppt hat. Das nervt! Auch die Interaktion mit Objekten fällt sehr spärlich aus. Man kann in den Räumen und Zimmern einen Großteil von Schränken, Türen etc. nicht öffnen. Seinen Erkundungsdrank kann man nicht ausleben.

Sound:
Die Kulisse ist bombastisch! Hat man mit Page und Defoe schon ein prächtiges Duo verpflichtet, so sind auch die Nebendarsteller durch die Bank exquisit besetzt. Die deutsche Synchronisation ist zwar ordentlich, aber hält dem Vergleich zum O-Ton nicht stand. Defoe glänzt einmal mehr als zwielichtiger Wissenschaftler, der später dem Wahnsinn verfällt. Page schafft es ihrem Charakter emotionale Tiefe einzuhauchen und schlägt sich fantastisch. In Anbetracht des zu spielenden Altersspektrums eine starke Leistung!

Wer halbwegs ordentlich Englisch versteht, der muss es im Originalton anspielen. Der deutschen Fassung fehlt die Emotionalität und vor allem bei den Nebencharakteren hat man etwas daneben gelangt. Auch in Sachen Soundtrack hat man sich nicht lumpen lassen. Der orchestrale Sound unstreicht die Dramatik immer passend und wirkt nie aufgesetzt.

Zur Steuerung:
Jeder, der schonmal einen Titel von Quantic Dream gespielt hat, der kommt mit der Steuerung sofort klar. Der linke Analogstick bewegt den Charakter, der rechte Analogstick dient eingeschränkt für die Kamera, oder eben irgendwelche ausführbaren Aktionen (aufstehen, öffnen von Türen etc.). Alle anderen Tasten kommen immer in den "Actionsequenzen" zum Tragen, wenn Tastenkombinationen eingegeben werden müssen. So dient z.B. eine Schulterastenkombi dazu auf der Flucht die Beine sprichwörtlich in die Hand zu nehmen. Mit der Dreieckstaste wechselt ihr zur Entität und seine Aktionen führt ihr ebenfalls mit den Analogsticks aus. Die Sixaxxis Steuerung hat man auf ein Minimum reduziert.

Das System mag konsequent sein, aber mich nervt es immer noch. Im Gegensatz zu Heavy Rain hat man die Drückerei etwas entschärft, aber gegen Ende artet es trotzdem wieder in Button Mashing aus. Auch die Kampf- und Ausweichsequenzen sind auf Grund der Kamera nicht eindeutig, wenn man mit dem rechten Stick in eine entsprechende Richtung drücken muss. Aber als schwierig würde ich das Spiel definitiv nicht beschreiben, eher einfach.

Das Gameplay:
Ich habe im Vorwort schon etwas dazu geschrieben: Es ist ein interaktiver Film. Nicht mehr und auch nicht weniger! Möchte man wie in einem echten Adventure seine grauen Zellen anstrengen, dann ist man hier falsch. Es gibt keine Rätsel! Es ist eher ein banaler Knöpfchenreaktionstest und ab und zu ein Railshooter. Die Entscheidungsfreiheit hat man im Gegensatz zum Vorgänger Heavy Rain noch einmal reduziert. So sind bestimmt grundlegende Dinge in den einzelnen Kapiteln unvermeidlich, auch wenn man sich gerne anders entscheiden würde. Die größte Entscheidungsgewalt hat man witzigerweise in der Dialogführung. So kann man bestimmte Themen ansprechen, oder eben nicht. Nach einer gewissen Zeit, oder wenn ein bestimmter Kernbegriff angesprochen wurde, dann läuft die Geschichte weiter.

Aiden besitzt die Fähigkeit ein paar Dinge umzuwerfen und Leute zu manipulieren. Viel mehr kann man mit ihm nicht machen und auch die Einsatzmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt. Das ist schade und ich hätte mir für Aiden wesentlich mehr Spielereien gewünscht. Frei bewegen kann man sich auch mit ihm nicht und ihn jederzeit gebrauchen kann man auch nicht! Es gibt einen Radius, der je nach Szenario mal stärker und mal weniger stark eingeschränkt ist. Meist sind es nicht mehr als ein paar Meter! Dieses Konzept ist sehr inkonsequent umgesetzt, denn auf der einen Seite kann man später in der Militärbasis Charaktere manipulieren, weil es der Auftrag ist, aber zwei Minuten später in der gleichen Basis kann man Aiden nicht einmal mehr an ein paar Kisten vorbei manövrieren, ohne dass der Bildschirm dunkel wird. Das ist lächerlich und nur ein Beispiel von vielen!

Fazit:
Quantic Dream liefert mit Beyond - Two Souls ein relativ einzigartiges Spielerlebnis in der heutigen Zeit ab. Es ist eigentlich kein Spiel mehr, sondern ein zehn Stunden lang andauernder Film, in dem man Jodie und Aiden durch ihr nicht alltägliches Leben begleitet. Man sieht, wie sie von ihren Eltern verlassen wird und in einer Forschungseinrichtung für außergewöhnliche Phäomene landet, ihre erste Party, ihr erstes Date, die Ausildung beim FBI, ihre Flucht etc. Das alles wirkt und verleiht dem Spiel eine gewisse Glaubwürdigkeit und Emotionalität.

Auf der anderen Seite waren Einzelabschnitte, wie "Die Mission" völlig bescheuert und treten die Glaubwürdigkeit von Jodie in die Tonne. Ganz abgesehen davon, dass die Shooterabschnitte im Spiel an Debilität nicht zu überbieten sind. Stark auftrumpfen tut der Titel immer dann, wenn ruhige Töne angeschlagen werden, wie bei den Navajo Indianern, oder auch in den Momenten, wo man mit Aiden Gespräche verfolgt.

Aber der große Wurf ist Quantic Dream defintiv nicht gelungen. Die Story hat zu viele Schwächen, vor allem wenn es um den Gerechtigkeitssinn von Jodie geht. Es wird zuviel hirnlos auf die Knöpfchen gedrückt und auch das spielerische Grundgerüst ist viel zu dünn. Das Spiel treibt einen dazu an, es zu beenden. Danach gibt es eigentlich keinen Grund mehr auch nur einen Gedanken an Beyond zu verschwenden. Die verschiedenen Enden setzen sich daraus zusammen, wer überlebt und mit wem Jodie zusammen sein soll. Dann hat man quasi schon die Hälfte aller Entscheidungen und Ausgänge festgelegt. Da auch keine tiefgreifenden Entscheidungen innerhalb der Geschichte getroffen werden können, bevor man auf das große Finale zusteuert, bleibt der Hauptstrang unveränderbar.

Ist das Spiel besser als Heavy Rain? Nach meinem Empfinden nicht. War beim Vorgänger noch ein gewaltiger Logikfehler in der Handlung, so sind es massenhaft kleinere. Seinen Reiz zieht Beyond aus dem grandiosen Darstellerduo und seiner Machart. Das eigentliche Spielerlebnis ist dagegen grottig, weil vermutlich jeder Fünfjährige in der Lage ist, die gestellten Aufgaben souverän zu meistern. So bleibt eine opulente Inszinierung mit schalem Gameplay und technischen Patzern.

Wer die Vorgänger möchte, der kann zugreifen. Alle anderen sollten Probe spielen, oder Beyond meiden. Einen Meilenstein der Videospielgeschichte verpasst man nicht!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 10, 2013 12:22 AM MEST


Star Trek: Into Darkness (+ Digital Copy) [Blu-ray]
Star Trek: Into Darkness (+ Digital Copy) [Blu-ray]
DVD ~ Chris Pine
Preis: EUR 9,99

17 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Definitiv einer der schwächsten Star Trek Filme!, 29. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin kein Trekkie und ich bin auch kein blinder Verfechter der alten Filme, denn auch da hat man bei mehreren Streifen ordentlich daneben gelangt. Der Reboot hat mir dagegen gut gefallen. Bei Into Darkness muss man zugeben, dass er zu den zwei schlechtesten Teilen der Saga gehört. Das fängt bei den Schauspielern an, erstreckt sich über das Drehbuch, bis hin zum überflüssigen 3D.

Die Geschichte passt letzten Endes auf einen Bierdeckel: Vermeintlicher Bösewicht mit unglaublichen Fähigkeiten verübt Anschlag auf eine Forschungseinrichtung und das Hauptquartier und wird dann von der Enterprise Crew im Herzen der Klingonenwelt gejagt. That's it! Natürlich kommt noch ein kleiner Twist vor, der aber zu vernachlässigen ist. Es spricht für Abrams, dass er versucht den von vielen geschätzten zweiten Teil der Star Trek Sage mit seinem zwölften Teil zu verknüpfen, aber er scheitert leider auf ganzer Linie. Der Anfang lässt schon böse Vorahnungen zu, als Kirk und Pille mit einer heiligen Schriftrolle vor rückständigen Einwohnern eines Planeten flüchten, während Spock den Planeten mit einer Eisbombe retten will, da der Planet droht zu explodieren. Dabei liegt die Enterprise als Raumschiff zur Tarnung im Meer....... Autsch! Wer kam auf diese bescheuerte Idee die Enterpise im Meer zu versenken?

Kommen wir zu den Schauspielern! Benedict Cumberbatch kennen bestimmt nicht wenige als brillianten Sherlock Holmes in der BBC Serie Sherlock. Genau das spielt er hier auch: Eine geistig überlegene Kampfmaschine mit geglätteten Haaren und einem Strampelanzug. Er versucht auch gar nicht erst etwas anderes zu sein, weil das Drehbuch es nicht hergibt. Das macht das ganze Bösewichtspielchen für mich zur Farce, denn man nimmt ihm die Rolle einfach nicht ab. Dazu kommt Kirk, der in diesem Streifen zum selbstgerechten Vollidioten mutiert und seine Truppe gar nicht mehr im Griff hat. Jeder macht, was er will. Der Gipfel ist das Beziehungsstreitgespräch im Transporter. Ein paar neue Crewmitglieder gibt es auch noch, aber die haben dermaßen wenig Profil, dass sie es vermutlich nicht in den dritten Teil der neuen Saga schaffen werden.

Der Gipfel ist aber der Slapstickcharakter Scottie, den mir im Vorgänger noch Spaß bereitet hat. Das Drehbuch gesteht in nun die Rolle des Rettungskommandos zu, natürlich im Stil von Charlie Chaplin, damit man zwischen dem ganzen Bombast wieder ein wenig schmunzeln darf. Auch Chekov wird zu einer endgültigen Lachnummer degradiert, da er als Ersatzmann für Scottie nur noch sinnlose Bestandsaufnahmen durch das Mirko blöcken darf. Quasi jeder Charakter wird schrill überzeichnet und das verkommt bei den beiden letzten Figuren zur Qual. Lediglich Pille und Commander Sulu versuchen in ihren Rollen noch eine gewisse Ernsthaftigkeit beizubehalten. Man hat den ganzen Film über das Gefühl einer durchgeknallten Teenietruppe beizuwohnen, als ausgebildeten Elitewissenschaftlern.

Jetzt kommen wir zur "spannenden" Geschichte und dem Aufeinandertreffen der Sternenflotte mit den Klingonen. Ja, die dürfen tatsächlich fünf Minuten mitmischen und kurz darauf alle über den Haufen geschossen. Wie glaubwürdig, bei vier Kriegsschiffen, die den Transporter eskortieren und geschätzten siebzig Mann Besatzung. Danach liegt die Enterprise eine weitere Stunde still im Weltraum. Das interessiert aber anscheinend keine Patrouille im feindlichen Sektor! Der Gipfel ist allerdings das Ende, als die Schwerkraftmodule versagen. Die Crew müsste also folgerichtig anfangen zu schweben. Nein, sie stürzen alle in Kipprichtung der Enterprise. Für die Helden ist das natürlich kein Problem, da sich das Schiff anscheinend immer in deren Laufrichtung ausrichtet, während in allen anderen Abteilungen die Besatzung in den Abgrund gerissen wird... Au weia! Ich könnte noch mehr zum völlig verkorksten Ende schreiben, aber das sollen die Zuschauer dann selbst sehen/erleiden. Nur soviel: Das Ende ist schon eine Stunde vorher absehbar und dementsprechend bleiben die Emotionen völlig auf der Strecke. Über die Reparatur des Reaktorkerns schweige ich mich lieber komplett aus.

Abrams setzt im zwölften Streifen defintiv nicht auf tiefsinnige Wortgefechte, oder ein ausgeklügeltes Drehbuch. Alles wird einem im Stil von Michael Bay mit einem Vorschlaghammer eingeflößt. Ein paar Gags zünden durchaus, doch diese gehen auf Kosten der Glaubwürdigkeit der Charaktere und vor allem zu Lasten des Drehbuchs. Dafür brennt und knallt es alle paar Minuten! Um den Film zu ertragen muss man das Gehirn aber mit der Kinokarte entwerten. Soviel Schwachsinn gab es selten in einem der Abenteuer des Raumschiffs Enterprise zu sehen. Da wundert man sich dann bei der Produktionsfirma, wenn der Film doch nicht die Unmengen an Geld einspielt. Manche Zuschauer lassen sich eben nicht für dumm verkaufen! Sollte dieser Film als Fingerzeig für den neuen Star Wars Streifen dienen, den Abrams ebenfalls in seine Griffel bekommen hat, dann sollte man schnell die Flucht ergreifen. Wobei Lucas da mit der neuen Trilogie ohnehin schon viel verbrannte Erde hinterlassen hat.

So warten wir also auf den dritten Teil des Reboots zum Jubiläum der Star Trek Saga. Mir schwant Böses!

Noch eine Anmerkung zum 3D: Ich empfand das 3D hier als extrem störend, da man immer wieder mit Lichteffekten in den Raumschiffen konfrontiert wird, die eine Art Spiegeleffekt bewirken. Das schmerzte bisweilen sogar in den Augen. Einen Mehrgewinn bietet die Effekte definitiv nicht. Es verleiht dem Film räumliche Tiefe und es gibt auch ein paar nette Effekte, wie die Enterprise beim Warpsprung, aber beeindruckend ist es definitiv nicht.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 22, 2013 5:52 PM MEST


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