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Rezensionen verfasst von
Ferdinand Fuchs "Testlauf"

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Tomb Raider
Tomb Raider
Wird angeboten von Screenmaxx GmbH
Preis: EUR 48,18

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ist Tomb Raider noch Tomb Raider?, 19. März 2013
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Tomb Raider (Videospiel)
Das letzte vollwertige Tomb Raider war, sehen wir mal vom Download only Spielchen ab, Tomb Raider Underworld. Und was soll ich sagen? Mir hat es trotz der etwas angestaubten Spielmechanik gut gefallen. Nun schickt sich also Crystal Dynamics an Tomb Raider komplett zu erneuern. Ist das Projekt gelungen?

Story:
Lara ist als junge Forscherin unterwegs, um etwas mehr über einen Mythos einer Göttin zu ergründen. Mit an Bord ist ihre relativ profillose Crew, die gängige Klischees bedient. Innerhalb kürzester Zeit gerät das Schiff in ein Unwetter und die Truppe findet sich getrennt voneinander auf einer unwirtlichen Insel wieder. Lara setzt alles daran, die Crew wieder zusammen zu bekommen und einen Notruf abzusetzen. Das dabei der Inselkult nicht sonderlich erfreut von den Eindrinlingen ist und ein Mitglied der Crew sogar als Gefäß einer Göttin dienen soll, das sei hier auch noch kurz erwähnt.

Einen Oscar für das beste Drehbuch gewinnt das neue Tomb Raider definitiv nicht. Die Charaktere agieren dämlich, die Geschichte ist voller Logiklöcher und eine Beziehung zu den Figuren baut man auch nicht auf. Witzigerweise am wenigsten zu Lara, die zum Start noch über alles jammert und sich weinerlich gibt, eine Stunde später aber hunderte von Kultanhängern und Tieren über den Haufen ballert. Ach ja, alle zwei Sekunden stürzt sie dreißig Meter tief und bricht sich gefühlte fünfzig Knochen....

Grafik:
Tomb Raider geizt vor allem im grafischen Bereich nicht mit Reizen. Die Engine lässt Gewitter vom Himmel donnern, Regen klatscht gegen den Bildschirm, Fahnen flattern im Wind, das Meer ist aufgepeitscht, die Flora und Fauna wirkt (halbwegs) lebendig. Lara bekam einen neuen Look (Geschmackssache) und die Spielewelt suggeriert unglaubliche Größe. Sie suggeriert das, weil die einzelnen Abschnitte über sogenannte Lager miteinander verbunden sind. Eine richtige Open World ist es nicht.

Auch Gegenstände und Umgebungen dürfen bisweilen ein wenig demoliert werden. Dennoch ist hier der Freiheit eine enge Grenze gesetzt, denn während in geskripteten Sequenzen ganze Häuser niederbrennen, ist das im Spiel selbst nicht möglich. Prinzipiell gehört Tomb Raider grafisch definitiv zu den besten zehn Titeln dieser Generation.

Sound:
Die deutsche Synchronisation von Lara übernahm Nora Tschirner. Ja, ich mag die Schauspielerin! Nein, ich mag sie nicht als neue Stimme von Lara. Größtenteils ist das dem schwachen Skript geschuldet, aber wer Tomb Raider abends für eine Runde in die Konsole wirft und das Surroundsystem anschmeisst, der ist bisweilen schon vom peinlichen Dauergestöhne der Hauptdarstellerin genervt. Im englischen Original ist aber auch nicht besser! Ständig ächzt sie, schreit vor Schmerzen, schreit vor Kummer etc. Das nervt und klingt eher wie ein Porno!

Die restlichen Sprecher machen ihren Job routiniert, aber auch hier nerven die völlig belanglosen Sätze, die eine Story vorantreiben sollen, die höchstens einem schlechten B-Movie zur Ehre gereichen würde. In Sachen Surroundklang und musikalischer Score macht das Spiel einen sehr guten Job. Man hört überall Umgebungsgeräusche, Tiere geben Laute von sich und das Spiel versteht es blendend immer wieder passend einen orchestralen Soundtrack loszulassen, wenn die Action anzieht.

Gameplay:
Lara klettert, Lara ballert, Lara schleicht und Lara knobelt. Also alles wie gehabt? Mitnichten! Die alten Tomb Raider Teile bestanden in erster Linie aus Kopfnüssen, also der Frage wie man von A nach B kommt, ohne in eine der unzähligen Fallen zu tappen, oder in die Tiefe zu stürzen.

Dieses Spielsystem hat man komplett aufgeweicht. Stattdessen bekommt man hier Action, Action und noch mehr Action! Ballereinlagen und Quick Time Events geben nun den Ton an. Drückt man zur falschen Zeit den falschen Knopf stirbt Lara einen ihrer berüchtigten Tode. Das Kampfsystem orientiert sich sehr an Titeln wie Uncharted. Hinter Kisten sucht Frau Croft automatisch Deckung und die Schusswechseln übernimmt man per Fadenkreuz und Analogstick/Schultertasten.

Steuerungstechnisch ist alles im Lot, auch wenn die automatische Deckungssuche das eine oder andere Mal streikt. Auch die KI der Gegner ist ein schlechter Witz, weil sie einen aus zwei Meter Entfernung nicht sehen. Dafür treffen dann die späteren Molotovcocktailschmeisser aus ca. siebzig Metern Entfernung punktgenau dahin, wo man steht... Bei der Schleichsequenz im Wald hören Wachen selbst einen Schuss vom anderen Ende des Platzes, obwohl man einen Abschnitt weiter die Gegner reihenweise mit der Pumpgun umpusten kann, ohne dass Verstärkung zur Hilfe eilt, weil sie drei Räume weiter postiert ist. Das ist einfach mies gemacht und inkonsequent!

Die Klettersequenzen hat man genauso wie versteckte Schätze nur noch minimal im Spiel integriert. Gehüpft wird in den ruhigeren Abschnitten, aber ein falscher Sprung ist kaum noch möglich. Rutscht man doch einmal ab, fängt man genau an der Stelle wieder an. Rutscht man ab, dann wird schnell ein Button gedrückt und alles passt wieder. Auch die Physik verhält sich merkwürdig: Kann man ein Objekt theoretisch erreichen, um dort nach einem Schatz zu suchen, knallt man gerne gegen eine unsichtbare Barriere, weil vom Spiel nicht vorgesehen ist, dass man diesen Teil erreichen kann.

Schätze gibt es zwar noch, genauso wie geheime Gräber, aber die Rätselaufgaben sind ein schlechter Witz. Meist besteht die Aufgabe ein wenig aus Kisten schubsen, oder Gewichten verteilen. Einen Raum später hat man die Schatztruhe gefunden. Die gefundenen Gegenstände dienen sowieso nur dazu, die Waffen weiter aufzumotzen, oder spezielle Finishing Moves zu aktivieren.

Zugegeben: Zu Beginn hat mich die Endloshatz noch fasziniert, auch auf Grund der bombastischen Grafik und der Hoffnung auf spannende Klettereinlagen. 12 Stunden später hat man die Erkenntnis erlangt, dass ausser viel Geballer nichts mehr übrig ist, von dem was Tomb Raider mal ausgemacht hat. Selbst die QTE-Events mit unglaublicher Inszinierung nerven gegen Ende nur noch, weil man weiß, was passiert und sich wirklich jede Sequenz wiederholt. Besonders daneben war die Fallschirmsequenz mit minimaler Bewegungsmöglichkeit! Alternative Wege enden immer als Astdeko und rauben so die Illusion, sich halbwegs frei bewegen zu können.

Fazit:
Tomb Raider ist reinrassiges Actionspiel geworden und passt sich damit der Zeit an. Ein wenig erinnert mich das an die Resident Evil Reihe, die vom subtilen Grusel eines Herrenhauses zum dauerhaften Stresstest für die Finger mutiert ist.

Mir gefällt die Entwicklung nicht! Das neue Spiel ist grafisch wirklich nett geworden, aber das schale Gameplay bleibt mir mehr in Erinnerung. Vor allem ist der Gewaltfaktor des neuen Tomb Raider mehr als grenzwertig! So tritt Lara alle zwei Meter über Schädel, Leichenteile usw. Während der Ballereinlagen spritzt massiv das Blut und das "Highlight" ist, als Lara später in einem Blutsee badet, ganz im Stile der 80 Jahre Actionstreifen. Ich bin wirklich nicht zimperlich, aber was soll das? Es bringt dem Spiel nichts und wirkt aufgesetzt. Wahrscheinlich hat man es eingebaut, damit die Shooterkiddies zugreifen und es cool finden können.

Es mag sicherlich viele geben, die vom neuen Tomb Raider beeindruckt sind, aber mir geht spielerische Substanz über die Inszinierung. Vor allem die fiesen Jump and Run Passagen und die Rätsel haben die alten Spiele ausgemacht. Das hat man nun alles zu Gunsten geskripteter Ereignisse und jeder Menge Adrenalin über Bord geworfen, bis nach ca. 10-12 Stunden (je nach Tempo und Erfahrung) der Abspann über den Fernseher flimmert.

Einen Wiederspielwert gibt es bis auf ein paar Geocaches und Gegenstände auch nicht, die ein paar langweilige Galleriebilder freischalten. Wer als Belohnung fürs Durchspielen auf ein Croft Manor hofft, der wird enttäuscht.

Ich für meinen Teil greife lieber wieder zur Tomb Raider HD Collection!

Madagascar 3: Flucht durch Europa (+ Blu-ray + DVD) [Blu-ray 3D]
Madagascar 3: Flucht durch Europa (+ Blu-ray + DVD) [Blu-ray 3D]
DVD ~ Eric Darnell
Preis: EUR 26,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In 3D ein buntes Knallbonbon! In 2D eher schwach!, 16. Januar 2013
Eins vorweg: Ich konnte mit Madagascar bisher wenig anfangen. Den ersten Teil hatte ich mir damals im Kino angesehen und um den zweiten Teil habe ich gleich einen großen Bogen gemacht. Der dritte Teil hat den Weg auch nur zu mir gefunden, weil ich dringend Nachschub für meinen 3D-Fernseher brauchte und der Streifen in Italien schon länger auf Blu-Ray zu haben ist.

Was soll ich sagen? Ich war positiv überrascht! Madagascar 3D schickt die altbekannte Truppe um Löwe Alex mitsamt Pinguinen auf eine Hatz quer durch Europa. Dabei werden sie von Tierinspektorin Chantel gejagt und...... Tja, das war es eigentlich auch schon! Der Plot ist unglaublich dünn, das muss man zugeben. Die Macher hatten aber mit Madagascar 3 etwas anderes im Sinn: Der Film ist eine reale Zirkusattraktion in 3D. Überall kracht es, man wird von grellen Farben erschlagen, die Figuren fliegen bei ihren Trapeznummern förmlich aus dem Bildschirm und das alles mündet in einer furiosen Zirkusfeuerwerk.

Dabei bleibt leider nicht viel Zeit für die Charaktere und vor allem nicht den Plot. War man aus dem ersten Teil noch schmissige Onliner gewöhnt, so bleibt hier nicht mehr viel davon übrig. Auch die heimlichen Stars, die Pinguine, die werden im dritten Teil nur sporadisch eingesetzt. Die Lacher sind also rar gesät, was im knallbunten 3D-Rausch kaum auffällt. Setzt man die "Brille" aber ab, so bleibt nur ein fader Hatzfilm.

Wer also Demomaterial für seinen 3D-Fernseher braucht, der sollte zugreifen. Wer allerdings den "Fehler" begeht und über den Plot, oder auch bleibende Werte nachdenkt, der sollte um diesen Animationsfilm einen großen Bogen machen.

Deswegen vergebe ich diesmal auch zwei Noten:

3D-Film
4 Sterne

2D-Film
2 Sterne
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 19, 2013 5:58 PM CET


The Amazing Spider-Man (+ Blu-ray) [Blu-ray 3D]
The Amazing Spider-Man (+ Blu-ray) [Blu-ray 3D]
DVD ~ Andrew Garfield
Preis: EUR 14,97

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gar nicht übel! 3D-Effekte lachhaft!, 5. Dezember 2012
Vorweg: Ich konnte mit Tobey Maguires Version des Spiderman nie etwas anfangen. Die weinerliche Darstellung entsprach so gar nicht dem Comichelden meiner Kindheit. In den Comics ist Peter Parker zwar von Selbstzweifeln, Wut und gelegentlich auch Psychosen zerfressen, aber jamernd und weinend hat man ihn eigentlich nie erlebt.

Von daher war ich dankbar für einen neuen Darsteller bis die Kritiken kamen. Die haben den Film meist in der Luft zerissen. Deswegen habe ich auch jetzt erst bei der Blu-Ray zugegriffen und mir das Kino gespart.

Zum Film:
Peter Parker ist ein Außenseiter, der sich für Fotografie, Skateboards und Wissenschaft interessiert. Durch einen Zufall bekommt er eine Tasche seines verstorbenen Vaters in die Hände, die viele Fragen aufwirft. So macht sich Peter auf den Weg um einen alten Arbeitskollegen seines Vaters einen Besuch abzustatten. Dort angekommen wird er von einer radioaktiven Spinne gebissen. Natürlich erleidet Onkel Ben seinen Unfall und stirbt. Blablabla....

Wer auch nur irgendwann mal mit Spiderman in Berührung gekommen ist, der kennt die Geschichte, wie aus Peter Parker Spider-Man wird. Dennoch hat man hier ein paar frische Ideen eingebaut und Parker muss sich zur Abwechslung mit dem Lizard auseinander setzen. Auch die Beweggründe beider Charaktere sind gut herausgearbeitet worden. Es gibt kein reines Schwarzweiß im Film, sondern sowohl Parker als auch der Lizard agieren bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar.

Zum Glück hat man auch Mary Jane "entsorgt" und Parker bekommt mit dem Charakter Gwen Stacy (gespielt von Emma Stone) einen schlagfertigen Sidekick spendiert. Sie versprüht im ersten Teil der neuen Spiderman Saga wesentlich mehr Charme und Profil, als es Kirsten Dunst in drei Filmen geschafft hat.

Zum 3D-Effekt:
Auch bei diesem Streifen muss man über das 3D im Titel schmunzeln. Es gibt eigentlich keinen Grund sich den Film in 3D anzusehen. 80% des Films merkt fast nichts davon, bzw. bemerkt einen schwachen Tiefeneffekt. Erst als Spiderman zum großen Finale durch die Stadt schwingt, kriegt man ein paar nette Effekte zu sehen, wie z.B. beim Salto im Schwung.

Vergleicht man den Film allerdings mit The Avengers, Final Destination 5, Prometheus, Avatar und Co., dann bleibt der Film in 3D absolut blass.

Fazit:
Mir hat der Film gut gefallen! Man lässt sich Zeit die Figuren einzuführen und die Schauspieler danken es mit starken Leistungen. Waren in den alten Filmen die Bösewichte nur als Zielscheibe ohne Profil vorhanden, hat man hier durchaus Verständnis für den durchgeknallten Doktor.

Auch die Neudefinition des Peter Parker orientiert sich wesentlich stärker an den Comics, was ich sehr begrüße. Ich hoffe, man schiebt einen zweiten Teil nach (das Ende lässt es vermuten) und lässt dort die gleiche Sorgfalt walten!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 6, 2012 11:21 AM CET


Samsung BD-E6100 3D-Blu-ray-Player (HDMI, WLAN, USB) schwarz
Samsung BD-E6100 3D-Blu-ray-Player (HDMI, WLAN, USB) schwarz
Wird angeboten von jes-shop
Preis: EUR 124,41

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider keine eierlegende Wollmilchsau!, 3. Dezember 2012
Samsungs BD-E6100 ist leider kein großer Wurf geworden, das lässt sich nach rund vier Monaten Testphase eindeutig sagen. Damals hatte ich mich für das Gerät wegen der 3D-Fähigkeiten entschieden, des Media-Players und auch wegen des halbwegs attraktiven Preises.

Leider sind damit die Vorteile auch schon nahezu aufgebraucht: Der Player ist flach und wirkt sehr unscheinbar und bisweilen "billig". Das schmale Plastikgehäuse mit Rillenoptik auf dem Deckel ist auch mit einer der größten Schwachpunkte des Geräts, denn im Betrieb ist der Player sehr laut. Die fehlende Isolation leitet jedes größere Ladegeräusch nach aussen ab. Wer also Filme sehr leise schaut, oder empfindliche Ohren hat, der sollte bei dem Gerät schnell das Weite suchen. Dabei sollte aber gesagt sein, dass ich schon Geräte von LG und Sony getestet hatte, die ähnlich schwach isoliert gewesen sind. Das scheint also ein Grundproblem von Geräten bis 160 Euro zu sein. Irgendwo wird eben immer gespart...

Im Betrieb entfaltet das Gerät dann seine Stärken, denn der DVD-Upscaler liefert gute Ergebnisse, die Blu-Rays werden knackig scharf dargestellt und auch die Bedienung ist angenehm flott. Auch die Ladezeiten halten sich in Grenzen! Ich besitze um die 200 Filme auf Blu-Ray und hatte bisher lediglich mit einem Film bei einem Kapitel Probleme (R.E.D.), was ich aber eher auf die Scheibe zurückführe, als auf den Player. Alles andere futterte das Laufwerk anstandslos.

Auch bei 3D-Scheiben liefert das Gerät solide Ergebnisse. Es kommt nicht zu zusätzlichem Ghosting, Flackern oder auch anderen "3D-Krankheiten" die gerne bei Abspielgeräten mit Billigchips auftreten.

Auch der Mediaplayer unterstützt einen Großteil der Containerformate (MKV, XviD etc.) und Videoformate (AVI und Co.). Untertitel werden dabei genauso unterstützt, wie mehrere Tonspuren. In der Basisdisziplin braucht sich der Samsung also nicht vor Konkurrenzmodellen verstecken.

Die Multimediafeatures sind dagegen Murks. Der Browser unterstützt kein Flash und ist unglaublich langsam. So gerät selbst der Versuch e-Mails abzurufen zu einem grausamen Geduldsspiel. Die Bedienung per Fernbedienung ist natürlich auch nicht das Optimum.. Für Notfälle mag es noch gehen, aber im Alltagsbetrieb ist er absolut nicht zu gebrauchen. Über die Apps breite ich mal gänzlich den Mantel des Schweigens! Wer hat den Herstellern eigentlich erzählt, der Kunde wolle auch auf seinem Fernseher/Blu-Ray Player/Sat-Receiver Unmengen von unnützen Apps?

Die W-Lan Reichweite des Geräts ist beschränkt. Hat man keinen starken Sender, dann bekommt der E6100 schon im gleichen Raum Empfangsprobleme, sobald ein paar Meter dazwischen liegen. Auch bei den Anschlüssen kommt das Gerät sehr spartanisch daher: Ein USB-Anschluss, ein LAN-Ausgang, ein optischer Ausgang (kein!! Toslink) und der HDMI-Ausgang. Das war es!

Unter dem Strich, will das Gerät viele Bedürfnisse abdecken: Samsungs Smart-Apps, einen Webbrowser, Slim-Gehäuse, W-Lan, Media-Player und natürlich 3D. Lediglich beim Abspielen von Filmen kann das Gerät überzeugen, aber der ganze andere Firlefanz wirkt aufgesetzt und hat in der Praxis keinen Sinn. Da hätte man lieber zusätzlich 2 Euro in die Laufwerksisolation stecken sollen und ggf. in ein paar Anschlüsse mehr, dann wäre das Gerät eine wesentlich sinnvollerer Investition gewesen. So kann ich leider keine eindeutige Kaufempfehlung aussprechen.

Ps. Ganz wichtig: Vor dem ersten Filmgenuss sollte man die aktuellste Firmware einspielen (entweder per W-LAN, LAN oder USB-Stick) um diverse "Kinderkrankheiten", wie z.B. Hänger bei bestimmten Filmen zu vermeiden.

Dark Shadows [Blu-ray]
Dark Shadows [Blu-ray]
DVD ~ Johnny Depp
Preis: EUR 9,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein ganz schwacher Tim Burton!, 28. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Dark Shadows [Blu-ray] (Blu-ray)
Dark Shadows ist der neue Streifen von Tim Burton und Johnny Depp. Leider ist es auch mit der schlechteste Film dieses Duos, was für geniale Filme wie Edward mit den Scherenhänden, Sleepy Hollow und Co. steht.

Depp spielt den Vampir Barnabas, der einst ein reicher Industrieller war, bis er in Ungade fiel bei der Hexe Bouchard (gespielt von Eva Green). Sie wird abserviert und rächt sich mit dem Fluch der Unsterblichkeit und tötet Barnabas Geliebte. Doch das reicht ihr nicht und Barnabas landet in einer Kiste unter der Erde, bis...... über 200 Jahre später der Zufall dafür sorgt, dass er aus seinem Gefängnis fliehen kann. So bricht er auf zum Familienstammsitz und merkt schnell, dass seine Nachkommen nicht nur finanziell aus dem letzten Loch pfeifen. Auch seine ehemals Angebetete ist immer noch umtriebig und macht ihm weiter das Leben schwer.

Soweit zur Geschichte! Der Film an sich ist nicht schlecht konzipiert und auch eine All-Star Riege aus Johnny Depp, Bonham-Carter, Michelle Pfeiffer und Eva Green erweckt einen grandiosen Eindruck. Problem ist nur, dass so ziemlich alle Witze aufgesetzt wirken und bisweilen nerven. Depps Konfrontation mit moderner Technik und seiner Familie geht schnell die Luft aus und so schleppt sich der Film von einem platten Kalauer bis zum scheppernden Finale.

Dazwischen herrscht viel dialoglastiger Leerlauf und Langeweile. Dabei sind Burtons typische Merkmale auch hier vorhanden: Die Kostüme sind schrill, das alte Anwesen düster und morbide und die Charaktere verschroben. Nur machen Burtons Lieblingsschauspieler Depp und Bonham-Carter einfach einen miesen Job. Die Rollen sind plakativ und völlig "blutleer". Auch Michelle Pfeiffer bleibt als Hausherrin ungewohnt blass. Man vermisst bei vielen Charakteren einfach einen plausiblen Hintergrund, mehr Profil und Spielwitz.

Einzig Eva Green als sadistische Hexe spielt bärenstark auf und rettet den Film vor dem Totalausfall. Aber das ist fatal! Irgendwie hat man trotz allem eine starke Sympathie für sie und wenig für den weinerlichen und bisweilen selbstgerechten Johnny Depp. Das führt den Film ein wenig ad absurdum, denn Burton widmet sich mit viel Zeit seinem Star und versucht seine Familienbande zu entwickeln. Es funktioniert aber nicht!

Auch das Setting hat mir nicht recht gefallen: Die Szenerie schwankt zwischen der Bonbonwelt von Burtons Charlie und die Schokoladenfabrik, dem düsteren Sweeney Todd und einem 08/15 US-Film. Das setzt sich bei der Ausrichtung fort: Dark Shadows will witzig sein, will düster sein und mixt Komödie, Drama, Horror und Action.

Aber alles wirkt sehr brav und aufgesetzt, so als ob Burton neuerdings Angst vor seinen eigenen Abgründen hätte. So schaut man während des Filmverlaufs immer wieder auf die Uhr und hofft, dass es zur finalen Konfrontation kommt. Schade, ich hatte mir mehr von versprochen, zumal ich Burton als hervorragenden Regisseur schätze. Dark Shadows zählt jedoch mit der Neuverfilmung vom Planet der Affen zu seinen miesesten Streifen.

Noch ein Wort zur Blu-Ray: Die Blu-Ray besticht durch ein knackiges Bild, kräftige Farben und einen gut abgemischten Ton. Es ist zwar keine Referenzklasse, aber ein gehobener Durchschnitt. Leider kann man das vom Film nicht behaupten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 17, 2012 10:28 AM CET


Winter's Bone [Blu-ray]
Winter's Bone [Blu-ray]
DVD ~ Jennifer Lawrence
Preis: EUR 12,41

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Meilenstein, aber eine grandiose Schauspielerriege!, 18. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Winter's Bone [Blu-ray] (Blu-ray)
Ree Dolly hat es wirklich nicht einfach: Ihr Vater ist auf Kaution draußen und hat dafür das Haus der Familie als Pfand hinterlegt. Die Familie selbst lebt am untersten Existenzminimum, die Mutter ist schwer traumatisiert und die Clans der Umgebung können sich gegenseitig nicht riechen. Der Tag der Verhandlung rückt nun näher und vom Vater fehlt jede Spur...

Soweit zur Geschichte! Der Film gibt einen kleinen Einblick in das tägliche Leben der verarmten amerikanischen Landbevölkerung. Hier finden sich traumatisierte Vietnamveteranen, misshandelte Ehefrauen, Kinder ohne Perspektive usw. Über allem schweben die Drogen, oftmals die einzige Möglichkeit ein wenig Geld zu bekommen und das Elend des Daseins kurfristig zu betäuben. Hier sind gewisse Parallelen zu den Indianerreservaten und ihren Alkoholproblemen unverkennbar.

Der Film ist letztlich eine Abrechnung mit dem System! Perspektivlosigkeit zieht sich durch den Alltag und jeder versucht irgendwie über die Runden zu kommen. Geregelte Arbeit ist die absolute Ausnahme. Dies führt zwangsweise zur Verrohung, selbst gegenüber der eigenen Verwandtschaft. Rees Suche nach ihrem Vater ist nur der Aufhänger, um eine Leben zu zeichnen, in dem es nur Grautöne gibt. Jede Handlung ist zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, so drastisch sie auch sein mag.

Die Schauspieler liefern grandiose Leistungen ab! Glaubhaft vermitteln sie die Schrulligkeit, die diese Isolation von der Gesellschaft mit sich bringt, ohne in das Skurrile abzugleiten wie beim Film Fargo. Man leidet mit Ree mit und dennoch bleibt die ganz große Begeisterung auf der Strecke.

Der Film leistet sich ein sehr schleppendes Erzähltempo. So kommen einem gewisse Passagen sehr langatmig vor und tragen dennoch nichts zum Film bei. Das Konzept kommt Cineasten ebenfalls bekannt vor und erinnert an viele skandinavische Krimis/Thriller etc. Dafür gibt es einen Stern Abzug!

Das schmälert jedoch nicht den löblichen Versuch, dem Kinopublikum bei dem ganzen Bombastkino der letzten Zeit etwas Bodenständiges zu präsentieren, ohne in irgendwelche Klischees abzudriften. Er erinnert außerdem an den tiefen sozialen Graben, der sich mittlerweile durch die amerikanische Gesellschaft zieht und beäugt die oft zelebrierten alten Werte durchaus kritisch.

Wer allerdings hofft, mit dem Film eine Referenzscheibe auf Blu-Ray zu bekommen, der wird enttäuscht. Es gibt keine Action, also bleiben die Effektboxen durchgehend still. Das Bild ist etwas matschig und alles andere als kontrastreich. Ein Farbenfeuerwerk darf man auf Grund der tristen Farbgebung ebenfalls nicht erwarten. Letztlich bleibt sie handwerklich sauber, aber völlig unspektakulär.

Geheimakte 3
Geheimakte 3
Preis: EUR 32,99

6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unglaublich dämliches Einsteigerspiel!, 13. September 2012
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Geheimakte 3 (Computerspiel)
Geheimakte 3 setzt lose die Geschichte von Puritas Cordis fort, zumindest begegnen uns im Spielverlauf die mysteriösen Priester aus dem Vorgänger. Eigentlich wollen Nina und Max heiraten, doch kurz vor der Hochzeit wird Max von Spezialeinheiten verhaftet und es ist an Nina ihn zu befreien und Licht hinter die Verhaftung zu bringen.

So weit, so gut! Das Spiel wirkt optisch nahezu unverändert gegenüber den Vorgängern. Man bekommt leicht aufgehübschte Charaktermodelle, sterile und oftmals langweilige Hintergründe, eine dezente Musikuntermalung und ordentliche Sprecher. Dazu gesellt sich das bekannte Hotspot System, eine Spielhilfe usw.

Die Spielhilfe hätte man sich allerdings sparen können, da die Rätsel selbst Einsteiger nicht überfordern. Das Spiel ist dermaßen simpel aufgebaut, dass man in der Regel alle Lösungen innerhalb eines Raums/Gebäudes zusammengebastelt bekommt. Auch das Inventar ist immer nur mit ein paar Dingen befüllt, um den Spieler nicht mit unzähligen Kombinationsmöglichkeiten zu belästigen.

Ist dieser Umstand gut? Nun, wer erst ein paar Adventures gespielt hat, der wird diese ausufernden Hilfen zu schätzen wissen, aber der etwas erfahrenere Spieler ist schnell gelangweilt. Schützt dieses System vor Frust? Nein! Waren in den Vorgängern manche Rätsel bereits unlogisch konzipiert, so hat man das hier zwar weitestgehend unterbunden, aber zwei dämliche Rätseleinlagen ohne transparenten Lösungsweg gibt es dennoch. Auch die neu im Spiel befindlichen Minispiele, wie der Roboterkampf und die Tauschsequenz sind lästig, weil sie sich nur über Trial & Error bewältigen lassen.

Was aber macht ein Adventure letztlich aus? Richtig! Interessante Charaktere und eine tolle Story, gespickt mit Gefahren, Dramatik und gelegentlich auch Humor. Bei dieser Disziplin fällt Geheimakte 3 leider komplett durch. Schon die Eröffnung mit der Entführung von Max ist dermaßen aufgesetzt, dass man leicht Schmunzeln muss. Der Rest der Geschichte ist aber nicht unbedingt besser, da Nina durch ihre Träume reisen muss, um bestimmte Abläufe in Erfahrung zu bringen, die Bösen einfach böse handeln, die Dialoge unglaublich emotionslos sind und Dramatik nur gegen Ende für zehn Sekunden aufkommt. Apropos Ende: Geübte Spieler werden den Abspann nach sieben Stunden erblicken.

Fazit
Geheimakte 3 versprach im Trailer viel, aber gehalten hat es wenig. Die Geschichte ist abstrus und bisweilen lächerlich, die Rätsel sind banal (und doch frustig), Dialoge hölzern und die Grafik angestaubt. Positiv bleiben eigentlich nur die Spotwerkzeuge, Nina Kalenkow und die Hoffnung auf einen stark verbesserten vierten Teil in Erinnerung.

Ein Glanzstück ist der Titel in keiner Sekunde geworden und die technischen/erzählerischen Schwächen sind einfach unverzeihlich. Da in diesem Jahr bereits tolle Adventures wie Mento Mori 2, Das schwarze Auge, Der Fall John Yesterday und Lost Chronicles of Zerzura erschienen sind, kann ich einfach keine Kaufempfehlung aussprechen. Ernsthafte Spieler sind unterfordert, Storyfans beleidigt, Techikfans vergrätzt und Fans von Nina und Max müssen sich mit furchtbar langweiligen Dialogen abärgern. Sorry, aber das war nix!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 15, 2012 4:48 PM MEST


Untraceable [Blu-ray]
Untraceable [Blu-ray]
DVD ~ Diane Lane
Wird angeboten von cdgirl666
Preis: EUR 8,15

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Akzeptabler Thriller ohne großartige Überraschungen!, 13. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Untraceable [Blu-ray] (Blu-ray)
In Untracable geht es um einen Serienkiller, der seine Umwelt per Internet an seinem sadistischen Tun teilhaben lässt. Dabei macht er sämtliche Zuschauer zum Mittäter, indem er den Besucherzähler auf seiner Seite mit dem Todesmechanismus verknüpft. Je mehr Zuschauer sich im Livestream und Chat tummeln, desto schneller erleidet das Opfer seine Verletzungen/Verätzungen etc.. FBI-Agentin Jennifer Marsh und ihr Team machen sich auf, um dem Täter das Handwerk zu legen.

Soweit zur Geschichte! "Star" des Films ist Diane Lane, die glaubhaft die FBI-Agentin mimt. Der Rest der Riege spielt solide, aber relativ unauffällig. Leider fällt der Bösewicht stark ab und agiert plakativ. Das Drehbuch gestattete ihm wohl nicht viele Freiheiten, aber ein wenig mehr Profil, als ein sadistisch dreinschauendes Gesicht hätte es schon sein dürfen.

Der nächste Negativpunkt ist die fehlende Überraschung! Der Film gestaltet sich wie eine Einbahnstraße: Es gibt keine andere Richtung als vorwärts und man zählt die Opfer bis zur Auflösung. Hier greift der nächste Schwachpunkt, denn das Ende ist arg konstruiert, wenn auch nicht völlig unlogisch. Die letzten fünf Sekunden des Streifens sorgen dann noch einmal für einen unfreiwillig komischen Moment, der den ganzen Film zusätzlich ramponiert.

Fazit
Untracable ist handwerklich solide und man kann ihn sich anschauen. Von einem Meisterwerk wie Sieben, Zodiac, 8mm und Co. ist er aber meilenweit entfernt. Auch die Medienschelte und Moralität ist plump eingebaut und nervt bisweilen. Wozu hebe ich den Zeigefinger, wenn ich alle Figuren letztlich doch nach Schema F handeln lasse? Auf der Habenseite steht eine Diane Lane, die eine überzeugende Mutter und FBI-Agentin spielt und eine konsequent durchgezogene Täterjagd.

Ps. Zur Blu-Ray:
Das Bild ist solide, aber es lässt an Schärfe vermissen. Dafür stören auch keine groben Körnungen Blockbildungen. Mit Referenzscheiben wie Fluch der Karibik hat der Film allerdings nichts gemein. Der deutsche Ton kommt in DTS 5.1 daher und ist sauber abgemischt. Die Stimmen übere den Center sind gut verständlich, was man leider nicht von allen Releases der letzten Zeit sagen kann. Auf Grund von fehlenden Actionsequenzen bleiben Effektboxen und Subwoofer blaß!

Drive [Blu-ray]
Drive [Blu-ray]
DVD ~ Ryan Gosling
Preis: EUR 11,99

6 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Drive landet mit angezogener Handbremse auf dem Rastplatz!, 13. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Drive [Blu-ray] (Blu-ray)
Drive schlug bei Kritikern und im Kino ein, wie eine Bombe. Für gerade mal fünfzehn Millionen Dollar produzierte Nicolas Winding Refn einen Thriller.... Milieustudie.... Drama...... Actionfilm?! Der Film weiß nicht recht, in welche Richtung er möchte und dementsprechend unbefriedigend ist das Resultat.

Die erste Hälfte des Films lernen wir den Driver kennen, der tagsüber brav und trostlos sein Leben als Mechaniker bestreitet und gegen Abend Auftragsfahrten für Ganoven übernimmt. Wer jetzt The Transporter im Hinterkopf hat, der kann diesen Gedanken gleich wieder streichen. Gosling betreibt mit seinem Charakter massives Understatement und erspart sich sowohl ausufernde Actionsequenzen als auch großartiges Minenspiel.

Der ganze Film ergeht sich in einer andauernden Tristesse mit der dazu passenden Musik. Dunkelheit, Gaslicht und wortkarge Protagonisten erinnern an Filme von Charles Bronson. Das ändert sich erst langsam, als er seine Nachbarin Irene mit Anhang kennenlernt. Ihr Mann(gerade aus dem Knast entlassen) schuldet ehemaligen Gefährten Geld und Driver erklärt sich zur Hilfe bei einem Überfall bereit, allerdings eher aus Zuneigung zu Irene als zu ihrem Mann.

Ab hier dreht man Erzähltempo hoch und wirft den Anfangs durchaus vielversprechenden Start über Bord. Der Überfall geht schief und der Driver bekommt massive Probleme mit Standards Auftraggebern. Die Konsequenz ist ein blutgetränkter Rachefeldzug, bei dem nun das zaghafte Erzähltempo nicht mehr passen will, vor allem nicht als Ruhepol zwischen den drastischen Ballerpassagen.

Drive schwimmt mit auf der Welle, die Filme wie Walhalla losgetreten haben. Man erspart sich "Schnickschnack", wie eine tiefe Beleuchtung der Charaktere. Sie bleiben fremd, distanziert und vor allem wortkarg. Dazu gesellen sich Handkamerasequenzen, emotionslose Gesichter, eine bedrückende Stimmung und vor allem brutale Gewalt.

Problem dabei ist: Man entwickelt keine großartige Sympathie mit den Figuren, allenfalls Abscheu. Helden gibt es nicht und eine spannende Geschichte existiert auch nicht. Das Ende ist vorhersehbar, großartige Twists bleiben aus und lediglich der übermäßig brutale Feldzug und die dunkle Grundstimmung heben den Film hervor! Ist das positiv? Ich denke nicht!

Eventuell bin ich etwas altmodisch, aber solche Filme stehen für mich eigentlich für die neue Ideenlosigkeit der Filmemacher. Mit ein paar Anleihen bei Filmklassikern und viel Sadismus fabriziert man noch lange keinen starken Streifen. Ryan Gosling sollte sich hinterfragen, ob er die ewig gleichen Gesichtsmimik weiter praktizieren will. Selbst ein Jason Statham verfügt über ein schauspielerisch höheres Niveau und damit schließt sich der Kreis.

Gut unterhalten dürften sich lediglich robuste Männerrunden mit Sixpack und ggf. Freunde von Untergrundelektro- bzw. Industrialmusik. Deswegen gibt es von mir auch noch gnädige zwei Sterne, da man die ersten Minuten durchaus neugierig ist, was sich aus dem Film entwickelt. Letztlich bleibt es nur ein tumber Rachefeldzug, der durch seine pseudoauthentische Machart eher abschreckt, da die Moralität komplett auf der Strecke bleibt.

Azoren 3D - Auf den Spuren von Entdeckern, Walen und Vulkanen - Die komplette Serie (3x Blu-ray im Digipack) (3D Version inkl. 2D Version & 3D Lenticular Card) [3D Blu-ray]
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DVD ~ Norbert Vander
Preis: EUR 26,99

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Dauerschleife ohne rechten Zusammenhang!, 8. Februar 2012
Ich habe auf Grund der unzähligen positiven Reviews auch den Fehler begangen und habe mir die Blu-Ray Box Azoren 3D zugelegt. Was gibt es an der Doku also zu bemängeln?

1. Die Bildqualität der Dokumentation schwankt stark, je nach Aufnahme. Häufig ist es die schlechte Ausleuchtung, die dafür sorgt, dass man die Meereslebewesen nicht einmal erkennen kann.

2. Der Sprecher wirkt ungemein motivationslos und drescht die ewig gleichen Phrasen. Spätestens auf der zweiten Disc denkt man sich, dass man das alles irgendwo schonmal gehört hat. Oft passen die Kommentare überhaupt nicht zum Geschehen.

3. Ein Großteil der Unterwasserszenen ist kaum voneinander zu unterscheiden und spätestens nach dem dritten Rochen, dem fünften Hai in Großaufnahme oder dem zehnten vorbeischwimmenden Fisch (es sind übrigens immer die gleichen Tiere) hat man sich an der Doku satt gesehen. Von Land und Leuten gibt es so gut wie gar nichts zu sehen.

4. Der 3D-Effekt ist weit von dem entfernt, was möglich gewesen wäre. Es gibt ein paar schöne Aufnahmen von Haien zu sehen und ein paar Landschaftsaufnahmen sind ebenfalls gelungen, aber sonst hätte man sich das 3D auch sparen können. Ein Großteil der Unterwasserszenen bietet weder eine richtige Tiefenwirkung, noch irgendwelche Effekte. Ein Mehrgewinn ist 3D hier definitiv nicht!

Fazit
Ich empfinde schon den Namen Dokumentation unzutreffend, da kaum etwas ernsthaft aufgearbeitet wird. Lediglich über die vulkanischen Ursprünge wird genauer eingegangen. Dazu schwankt die Bilqualität der einzelnen Takes enorm und auch die Sichtweite unter Wasser ist erbärmlich. Man schaut nicht selten einfach nur eine blaue Wand an, da die Bleuchtung offenbar nicht ausreichte, um den 50m entfernten Hai zu filmen. Sorry, aber in Anbetracht von Dokus der BBC, des ZDF usw. kann man über dieses Machwerk nur müde lächeln.

In Sachen 3D-Effekt gibt es von IMAX und KSM defintiv bessere "Dokus". Die haben einen ähnlichen Informationsgehalt, aber wenigstens die schöneren Effekte. So bleibt festzuhalten, dass die Azoren 3D weder Fisch noch Fleisch sind. Für Dokufans gibt es zu wenig wissenswerte Infos und zuviel Füllmaterial/Wiederholungen und Effektfans werden von der mangelhaften Technik vergrault.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 25, 2012 4:58 PM CET


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