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Rezensionen verfasst von
lutz ha. (München)

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Homeland - Staffel 2
Homeland - Staffel 2
DVD
Preis: EUR 26,99

5.0 von 5 Sternen Herausragende TV-Serie, 14. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Homeland - Staffel 2 (Amazon Instant Video)
Hatte schon seit Langem Interesse daran, da durch Prime Instant Video über Fire TV die ersten beiden Staffeln kostenmäßig inkludiert sind lag es nahe, die Serie nun zu testen.
Ich hatte zwar schon vermutet und gehofft, dass es sich um eine gute Serie handeln würde, hätte jedoch nie gedacht, dass diese tatsächlich die Bezeichnung "herausragend" verdienen würde!
Absolute Spitze und großartig, was die schauspielerischen Leistungen bis in die Nebenrollen hinein angeht. Der Spannungsbogen läuft auf sehr hohem Level und lässt auch nicht nach; Kulissen, Außendrehorte, Actionszenen etc. liegen annähernd auf sehr gutem Spielfilmniveau. Sinnvolle und ausgewogene Einbeziehung persönlicher / familiärer Probleme in die Handlungsstränge sowie überraschende Wendungen bzw. Erkenntnisse in der Story. Keinerlei übertriebener US-Pathos festzustellen, wie in so manchen Spielfilmen meist üblich. Ebenso kein forlaufendes, übertriebenes Action-Spektakel, das sollte man auch wissen und beachten, die Spannung wird teilweise auch unterschwellig auf hohem Niveau aufrecht erhalten.
Zusammenfassend definitiv ein Highlight, für mich neben den "Sopranos" und "Breaking Bad" bisher das Beste, was es in dieser Form zu sehen gab.


The Drop - Bargeld
The Drop - Bargeld
von Dennis Lehane
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Short Story, 28. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: The Drop - Bargeld (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist recht dünn und die Handlung letztendlich ebenfalls; man muss wissen, dass es sich nur um eine etwas ausgedehnte Short Story handelt. Gut bis über die Hälfte der Story hinaus passiert auch nicht all zu viel. Man lernt Bob, einen scheinbar harm- und anspruchslosen Barkeeper kennen, der seit Jahren loyal in der Bar seines Cousins Marv in Brooklyn arbeitet. Marv ist seit langer Zeit nur noch als Strohmann angeblicher Besitzer der Bar, tatsächlich gehört sie jedoch einem Clan der tschetschenischen Mafia. Hin und wieder werden dort die gesamten Tageseinnahmen des Clans für ein paar Stunden abgeliefert, um sie dann gesammelt in den weiteren Mafia-Kreislauf einzubringen. So etwas nennt man dann Drop-Bar, woraus sich auch der Buchtitel herleitet.
Interessant wird es dann im letzten Drittel durchaus und die Story endet auch ziemlich anders, als man es erwarten konnte. Insoweit ist dem Autor am Ende wirklich ein Dreh gelungen, der so nicht vorhersehbar war. Aber insgesamt hätte die erste Hälfte straffer gestaltet werden können, was dann auch dem Charakter einer Short Story besser entsprochen hätte.
Der Preis für das Büchlein wurde allerdings unverhältnismäßig hoch angesetzt und damit stimmt das Preis- / Leistungsverhältnis leider nicht, wenn man das bei Literatur überhaupt in betracht zieht. Vermutlich liegt es auch daran, dass der Umsatz offenbar nicht gerade groß sein dürfte.
Dennis Lehane versteht erwiesenermaßen zweiffellos sein Handwerk, gestaltet jedoch in diesem Buch nicht selten den Dialogaufbau (nicht die Dialoge an sich) auch recht simpel, wie z.B. mit "Bob sagte:...", "Nadia sagte:...", "Bob sagte:..." und das fortlaufend so weiter. Bei einem unbekannten Autor würde man das mit Sicherheit als Schwäche bezeichnen und ehrlich gesagt, man ist schon etwas verwundert und fragt sich, ob das Absicht ist und wenn ja, was damit bezweckt werden soll. Oder ob für eine sorgfältigere Überarbeitung keine Zeit gewesen ist?
Mittlerweile läuft ja bereits in den Kinos der auf diesem Buch beruhende gleichnamige Film, der teilweise auch großes Lob bekommen hat. Ob der Inhalt in wesentlichen Teilen mit dem des Buches übereinstimmt, ist mir nicht bekannt. Für das Buch jedenfalls vergebe ich dreieinhalb Sterne mit einem kleinen Tick nach oben.


Mr. Mercedes: Roman
Mr. Mercedes: Roman
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

4.0 von 5 Sternen Solider Krimi, 20. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Mr. Mercedes: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zum Inhalt des Buches braucht nun wirklich nichts mehr geschrieben werden, das wurde bereits zur Genüge getan. Durch die vielen vorliegenden Rezensionen sind auch alle möglichen Blickwinkel auf dieses neueste Werk von Stephen King schon ausgeleuchtet worden. Ich möchte deshalb hier nur kurz die Meinungen derjenigen bestätigen, die diesen Roman als einen reinen, gut geschriebenen Krimi bezeichnet haben. Angenehm zu lesen und auch für zartbesaitete Leser problemlos geeignet, da weder Horror noch vordergründige Gewalt zu befürchten sind.
Wer in dieser Art Lesestoff sucht, wird damit sehr gut bedient werden und kann nichts falsch machen. Und wer vielleicht meint, dass er ja nicht unbedingt bei Stephen King suchen sollte, wenn er einen guten Krimi lesen mölchte, der wird angenehm überrascht werden.
Wenn ich einen fünften Stern nicht vergebe, dann deswegen, weil ich mir vielleicht insgesamt doch noch ein wenig mehr Spannung erhofft hatte. Auf jeden Fall aber unter Beachtung meiner kleinen Einschränkung definitiv ein empfehlenswerter Roman.


Das dunkle Paradies: Ein Fall für Jesse Stone
Das dunkle Paradies: Ein Fall für Jesse Stone
von Robert B. Parker
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht herausragend, 20. Dezember 2014
Wenn man die Filme mit der Hauptfigur Jesse Stone kennt, ist es nicht ganz einfach, danach die als Vorlage dienenden Bücher zu lesen. Vor allem, wenn man mit Tom Selleck einen solch guten und präsenten Hauptdarsteller zwangsläufig beim Lesen immer vor Augen hat, der Protagonist im Buch jedoch als deutlich jünger beschrieben wird. Die Filme um Jesse Stone haben mir übrigens ausgesprochen gut gefallen.
Im Buch gibt es einige Dinge, die anders als im Film laufen, aber das ist bekanntlich oftmals so und stört nicht unbedingt. Obwohl ich den Autor und seinen Stil mag, kann ich dem ersten Teil der Reihe allerdings nich ganz die volle Punktzahl geben. Der Grund dafür ist, dass die Story insgesamt etwas arm an Höhepunkten ist bzw. wohl noch eher, dass diese nicht als solche ausreichend spannend in Szene gesetzt werden. Hier verschenkt der Autor leider einiges, da hätte er die wichtigen Szenen mit Sicherheit noch besser ausschmücken können, um etwas mehr Pep hineinzubringen und damit mehr Spannung zu erzeugen. Insbesondere, da das Buch nicht nur aus der Perspektive des Protagonisten geschrieben wurde, wäre das hier schreibtechnisch problemlos möglich gewesen.
Trotzdem, wie immer sind die Bücher von Robert B. Parker jedoch gut und angenehm zu lesen.


Regengötter: Thriller
Regengötter: Thriller
von James Lee Burke
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unter der heißen Sonne von Süd-Texas, 1. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Regengötter: Thriller (Broschiert)
Nachdem der sich schon im hohen Alter befindliche Sheriff Hackberry Holland im südlichen Texas durch einen anonymen Hinweis auf neun erschossene, nur notdürftig verscharrte Frauenleichen stößt, entwickelt sich daraus eine vielfältig angelegte Story um alte Feindschaften in der Grauzone zwischen Nachtlicht-Milieu und skrupellosen Berufsverbrechern.
Neben dem Sheriff als Protagonisten gibt es eine ganze Reihe mehr oder weniger dubioser Figuren, angefangen mit Leuten, die sich noch vom schlechten Gewissen quälen lassen, über brutale Berufskriminelle mit mehr oder weniger Verstand bis hin zum nicht weniger brutalen Psychopathen, der mitunter auch zu völlig überraschend wirkenden Entscheidungen fähig ist. Ohne darin auszuufern, werden diese Figuren sehr gut charakterisiert und beschrieben - eine der bemerkenswerten Fähigkeiten des Autors. Letztendlich hat die Story auch etwas von einem modernen Western, in dem sich auch die Gangster untereinander nicht einig sind und sich im Milieu des stetigen Misstrauens erbarmungslos gegenseitig bekämpfen. Einfache schwarz-weiß Malerei gibt es bei JLB nicht, aber klarkommen sollte man schon mit einer seiner Grundhaltungen, nämlich dass ohne wenn und aber das Böse unter uns existiert, dass die Gesellschaft auch von Grund auf böse Menschen hervorbringt und diese am Ende nicht mehr therapierbar sind.
Wer JLB kennt wird feststellen, dass er mit seinem Protagonisten Hackberry Holland im Vergleich zu dem im schwül-feuchten Louisiana agierenden Serienhelden Dave Robicheaux hier doch etwas von seinem Stil abweicht: Er passt sich damit prakltisch der kargen, heißen und staubig-trockenen Landschaft im südlichen Texas an. Seine sonst teilweise sehr ausführlichen Beschreibungen von scheinbaren Nebensächlichkeiten sind hier weniger ausgeprägt zu finden, er schreibt hier knapper und direkter. Manchmal erinnnert das ab und zu beinahe etwas an Cormac McCarthy.
Absolut treffend beschreibt der Schriftsteller Oliver Bottini im Anhang des Buches die Arbeit von JLB in wenigen Sätzen. Sinngemäß führt er an, dass keiner sich so tief und konsequent in die Seele Amerikas schreibt wie JLB, mit all ihren Abgründen und Schönheiten, ihrer Grausamkeit und Zärtlichkeit. Mit einem eleganten und präzisen Stil, bei dem man als Leser immer eine unterschwellige Bedrohung verspürt. Und auch insbesondere, dass man schnell das Bedürfnis hat, am liebsten sofort die Handlungsorte der Stories zu bereisen, selbst wenn diese sehr karg und teilweise heruntergekommen sind. Ich kann das alles ohne Abstriche bestätigen und war hocherfreut, dass nicht nur die bisherigen Werke von JLB zumindest als eBook wieder erhältlich sind, sondern mit diesem Buch und dem angekündigten "Sturm über New Orleans" auch deutsche Erstausgaben endlich wieder auf den Markt gelangen. Sehr empfehlenswert für Leser, die mal etwas vom üblichen Einerlei wegkommen wollen und die natürlich die Szenerie der USA mögen.


Missing. New York: Roman
Missing. New York: Roman
von Don Winslow
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Don Winslow kann und sollte noch besser werden, 11. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Missing. New York: Roman (Broschiert)
Nach dem von vielen nicht ganz zu unrecht arg kritisierten letzten Buch "Vergeltung" kommt der Autor hier mit einem "normalen" Krimi daher. Und um es vorweg zu nehmen, man kann das Buch schnell und zügig lesen. Winslow bleibt zwar dabei, nicht viel drum herum zu schreiben und es gibt meist relativ kurze Kapitel, aber von seiner extrem abgehackten Schreibweise ("Kings Of Cool") hat er deutlich Abstand genommen, was durchaus kein Nachteil ist. Wer sich mit einem zügig zu lesenden Buch schlicht und einfach unterhalten will, wird wahrscheinlich nicht enttäuscht werden.
Nur sollte man nicht unbedingt darauf bedacht sein, einige wesentliche Belange in der Story hinsichtlich solcher Faktoren wie Glaubwürdigkeit und Realitätsnähe zu hinterfragen. Denn dann vermasselt man sich vielleicht hin und wieder die Lesefreude.
Warum? Der Protagonist Decker schmeißt seinen guten Job bei der Polizei buchstäblich von einem Tag zum anderen einfach so hin und kündigt, um auf unbestimmte Zeit frei zu sein, unzähligen, kaum hoffnungsvollen Hinweisen bei der Suche nach einem wahrscheinlich entführten oder gar ermordeten kleinen Mädchen nachgehen zu können. Und das, obwohl von der Polizei schlichtweg alles unternommen wurde, um das Mädchen zu finden. Obwohl er gut arbeitende Kollegen und einen guten Chef hat (also ohne die sonst in solchem Zusammenhang gern gebrachten Störfaktoren), obwohl er kurz davor steht, selbst zum Kripochef aufzusteigen und eine gute Karriere in Aussicht hat. Obwohl er eine Ehefrau hat, die Ehe zwar etwas kriselt (warum auch immer), die er aber trotzdem liebt. Decker lässt alles einfach mit einem Schlag zurück, sieht zu, wie seine Ehe dadurch ganz kaputt geht und tourt ein ganzes Jahr von einem billigen Motel zu nächsten quer durch die USA, um auch den winzigsten Hinweisen nachzugehen. Alles ohne Auftrag und einhergehend mit dem Verbrauch seiner Ersparnisse.
Da Winslow auch keinen großen Wert darauf legt, tiefer auf die Charaktere seiner Figuren einzugehen, ist diese Verhaltensweise seines Protagonisten so kaum nachvollziehbar. Das kann man in einem Buch fiktional so schreiben, aber glaubwürdig ist so etwas nicht.
Als Decker dann endlich einen echten vagen Hinweis erhält, basiert dieser auf der Aussage eines kaputten Drogenjunkies, der sich doch tatsächlich an Leute erinnern kann, die er ein Jahr (!) zuvor bei einem Job an einer Tankstelle zu einer ganz bestimmten Stunde nur ein einziges Mal kurz gesehen hat! Ohne dass dies etwa mit einem Ereignis in Zusammenhang gestanden hätte, an das man sich vielleicht tatsächlich noch lange erinnern könnte. Das ist schon beinahe absurd, tut mir leid.
Der Protagonist, der scheinbar so verbissen all das aufgegeben hat, was einem normalen Menschen wichtig ist, wird später, als die Handlung nach New York hinüberwechselt, in seinem Verhalten schon fast etwas cool und flapsig und erinnert in gewisser Weise ein wenig an die Surfer-Figuren aus Winslows entsprechenden Romanen von der Westküste. Das steht schon etwas im Widerspruch zu einem Menschen, der ja eigentlich vollkommen besessen von seiner selbstlosen Mission ist.
Ich würde sagen, Don Winslow befindet sich mit diesem Buch nach "Vergeltung" auf ganz gutem Wege in die richtige Richtung, der Abstand zu seinen besten Werken ist jedoch noch deutlich zu spüren. Von mir gibt es deshalb für dieses Buch dreieinhalb Sterne.
Bei den zwei für Januar bzw. April 2015 angekündigten neuen Büchern handelt es sich übrigens nur um Neuübersetzungen (herausgegeben im Original bereits 1991 bzw. 1992), als Gradmesser für den aktuellen Don Winslow können diese demnach nicht herhalten.


Nachts kommt der Tod: Thriller
Nachts kommt der Tod: Thriller
von Linwood Barclay
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

2.0 von 5 Sternen Zu oft unglaubwürdig, 11. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Nachts kommt der Tod: Thriller (Broschiert)
Von diesem Buch hatte ich mir aufgrund der sehr guten Rezensionen schon etwas mehr versprochen, am Ende war ich dann doch eher enttäuscht. Hauptsächlich liegt meine Kritik vor allem darin begründet, dass einige Motive und Handlungen in der Story oftmals irgendwie einfach zu unglaubwürdig erscheinen. Nicht wirklich glaubwürdig genug - diese Charakterisierung der Handlungen und Motive einiger beteiligter Figuren durchzieht leider das ganze Buch vom Anfang bis zum Ende.
Es wäre an dieser Stelle natürlich verfehlt, konkreter darauf einzugehen, ohne inhaltlich etwas zu verraten und künftigen Lesern, die womöglich zu einer anderen Einschätzung gelangen, den Spaß zu verderben. Nur sei dazu angemerkt, dass ich für meine Beurteilung locker eine ganze Reihe an Beispielen benennen könnte. Auf die Spitze wird das Ganze dann am Ende noch getrieben, wenn die Story aufgeklärt wird und die Hintergründe offenbart werden. Es wird zwar alles so zusammengefügt, dass es vom Prinzip her passt, aber sind die Motive und Handlungen - trotz aller Fiktion - auch ernsthaft nachvollziehbar? Man kann das sicher auch großzügig übergehen, denn die von mir kritisierte mangelnde Glaubwürdigkeit ist nicht immer in extremer Form oberflächlich zu spüren, aber mein Lesespaß wurde jedenfalls nach und nach immer mehr getrübt.
Der Schreibstil des Autors ist wirklich nicht schlecht, das gebe ich gern zu, aber das allein reicht (mir) selbstverständlich nicht. Insgesamt für mich leider kein Highlight, deshalb dafür zweieinhalb Sterne. So nun mögen mich Andersdenkende mit "nicht hilfreich" Bewertungen überschütten...


Amazon Fire TV
Amazon Fire TV
Preis: EUR 99,00

41 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine WLAN Verbindung? - Wichtig!, 11. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amazon Fire TV (Elektronik)
Außer zu Büchern kommentiere ich grundsätzlich keine Artikel, die ich über Amazon beziehe. Jetzt mache ich eine Ausnahme, um anderen Nutzern des Fire TV evtl. Zeit und Ärger zu ersparen.
Nachdem ich das wirklich kleine und sehr wertig aussehende Kästchen erhalten hatte, wolle ich es am letzten Wochenende in Betrieb nehmen. Nur gelang es mir nicht, da keine Verbindung zu meinem WLAN möglich war. Nach zig vergeblichen Versuchen, Änderung von Router-Einstellungen usw., Stunden unnütz verbrauchter Zeit und aufkommendem Ärger (ich hatte einen WAP2-Code mit 63 Zeichen, nach jedem vergeblichen Versuch muss man den Code wieder neu eingeben...) brachte mich dann eine der vielen schon vorhandenen Rezensionen auf den entscheidenden Weg: Das Gerät kommt in der WAP2-Verschlüsselung nicht mit Sonderzeichen (z.B. ") klar! Warum gibt es als Beilage zum Gerät dazu keinen einzigen Hinweis??? Man kann doch nicht erwarten, dass man hunderte Kommentare durchforstet, um vielleicht einen Hinweise zu erhalten!
Nachdem ich einen neuen Verschlüsselungscode (kürzer und ohne Sonderzeichen) im Router festgelegt hatte, klappte die Anbindung völlig problemlos...
Also, wer Probleme mit der WLAN Anbindung beim Einrichten hat, sollte prüfen, ob es vielleicht an einem Sonderzeichen im Verschlüsselungscode des Routers liegen könnte. Wenn man diesen Code ändert, muss man natürlich anschließende auch sämtliche anderen Geräte (Notebooks, Smartphones etc.) wieder mit dem geänderten Code neu mit dem WLAN verbinden.
Ansonsten gibt es zum Fire TV bisher nichts zu kritisieren, alles läuft schnell, flüssig und sauber.
Der fehlende Hinweis und die sinnlos verbrauchte Zeit, der unnötige Ärger sowie die Einschränkung beim Erstellen eines Verschlüsselungscodes führt erst einmal zum Abzug von einem Stern.
Nachtrag am gleichen Tag:
Kaum geschrieben, schon gibt es zwei "nicht hilfreich" Bewertungen? Mein Gott, was ist denn daran "nicht hilfreich", wenn man u.U. einen Tipp geben kann, der tatsächlich helfen kann??? Es ist ein Jammer, bei solche notorischen "Negativ-Klickern" vergeht einem die Lust, wahrscheinlich hätte ich meinen Kommentar doch lieber sein lassen sollen.

Nachtrag v. 17.11.2014:
Zum Thema "ruckelnde" Filme:
Habe am Anfang keine Probleme damit gehabt, doch jetzt ist das ruckeln schon mehrfach deutlich aufgetreten. Was hin und wieder dazu bereits geschrieben wurde stimmt offensichtlich, nämlich dass die Bildeinstellung auf "automatisch" nicht richtig funktioniert. Vielleicht tritt dieser Fehler nur bei einem Teil der Geräte auf, da viele offensichtlich damit keinerlei Probleme haben?
Einige schreiben, dass die Einstellung 1080p / 60 Hz bei amerikanischen Produktionen Abhilfe schafft (1080p / 50 Hz bei deutschen). Stimmt jedoch nicht (immer?), denn ich habe das dann nur mit der Einstellung 1080p / 50 Hz bei einer amerikanischen Produktion tatsächlich wegbekommen. Scheinbar hilft nur durchprobieren und meine, dass hier bzgl. der Software unbedingt etwas getan werden muss. Insofern war der Abzug eines Sterns wohl doch nicht ganz unbegründet. Ansonsten ist das kleine Kästchen, was insbesondere Schnelligkeit, Sprachsteuerung und Funktionalität insgesamt betrifft, wirklich ein tolles Gerät und willkommene Ergänzung zum oftmals lahmen TV-Programm.

Nachtrag v. 15.01.2015:
Zum Thema "ruckelnde" Filme:
Hier besteht definitiv die Notwendigkeit, bzgl. der Software etwas zu tun! Meinen letzten Kommentar dazu muss ich deshalb noch etwas ergänzen, da ich folgende Feststellungen innerhalb einer (!) laufenden Serie gemacht habe: Deutliches ruckeln mal mit 1080p / 60 Hz, dann mal mit 1080p / 50 Hz. Umstellen auf "automatisch" und siehe da, ruckeln verschwindet. Aber am nächsten Tag, ruckeln bei "automatisch", also umstellen auf 1080p / 60 Hz - ruckeln verschwindet. Ich musste schon teilweise drei bis vier mal die Einstellungen willkürlich ändern, bis der Film dann sauber lief! Das kann nun beim besten Willen nicht sein, dass erst einmal eine mehrfach willkürliches Änderung der Bildeinstellung erforderlich ist, damit man einen Film genießen kann.
Also liebe Amazon-Techniker, was ist da los und gibt es dazu schon Abhilfe in Aussicht? Oder ist nur mein Gerät von diesem Schaden infiziert?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 11, 2014 3:18 PM CET


Zwischen Nacht und Dunkel: Novellen
Zwischen Nacht und Dunkel: Novellen
von Stephen King
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Zwischen Mord, Rache und Angst, 6. September 2014
Das vorliegene Buch wartet mit vier Novellen auf, wobei diese bis auf die dritte nichts Übersinnliches zum Inhalt haben, sondern eher interessante Kriminalfälle. Und King hat diese Stories ziemlich straff geschrieben; wem die in seinen anderen Büchern manchmal etwas ausufernde Erzählweise etwas stören sollte, braucht das hier nicht zu befürchten.

Die erste Story:
Spielt im Jahre 1922, auf einer abgelegenen kleinen Farm im Mittleren Westen, bringt ein Vater seinen 14-jährigen Sohn dazu, gemeinsam seine Frau bzw. dessen Mutter ziemlich grausam umzubringen. Der Grund: Sie hat ein großes Nachbargrundstück geerbt, will es jedoch nicht der Farm angliedern, sondern an eine Firma verkaufen, die darauf einen riesigen Schlachthof bauen will. Und sie will vor allem weg vom Land und statt dessen in die Stadt ziehen. Genau das will der Farmer jedoch nicht und malt seinem Sohn die Zukunft derartig schwarz, dass dieser am Ende tatsächlich bei dem Verbrechen mitmacht. Das ist natürlich dann der Anfang vom Ende...
Gute, durchaus realistische Story, teils auch mit einigen drastischen Szenen.

Die zweite Story:
Eine Frau Ende 30, von Beruf Schriftstellerin, wird nach einer Lesung in einer Kleinstadt auf dem Heimweg mit ihrem Auto in eine Falle gelockt, brutal zusammengeschlagen, vergewaltigt und danach scheinbar tot in einer Abflussröhre unter einer Straße entsorgt. Doch sie ist nicht tot, kann sich mit letzter Kraft retten und entscheidet sich aber dagegen, die Polizei einzuschalten, da sie um ihr Ansehen und ihre Zukunft als Schriftstellerin fürchtet. Statt dessen plant sie ihren eigenen Rachefeldzug, der ihr noch einige Überraschungen bringt und sie dabei zwingt weit mehr zu erledigen, als sie eigentlich gewollt hatte.
Sehr realistisch, spannend und sehr gut.

Die dritte Story:
Ein an Krebs erkrankter Mann, der kaum noch lange zu leben hat, begegnet einem geheimnisvollen Straßenhändler, der sogenannte "Verlängerungen" jeglicher Art anbietet - auch Lebensverlängerungen. Der seltsame Straßenhändler verspricht ihm, dass er von seiner Krankheit geheilt wird, wenn er, außer der künftigen Abtretung eines Teils seines Einkommens an ihn, jemanden benennen kann, auf dem das Unklück als solches übertragen wird. Es funktioniert tatsächlich, jedoch auf Kosten einer dem Mann scheinbar sehr nahe stehenden Familie, über die ein Unglück nach dem anderen hereinbricht.
Diese Story mit etwas übersinnlichem Inhalt ist relativ kurz und auch nicht unbedingt schlecht, lässt aber nicht viel Spielraum für Charakterzeichnungen und fällt insgesamt zu den übrigen Novellen doch etwas ab.

Die vierte Story:
Eine Frau entdeckt durch einen Zufall, dass ihr Ehemann, mit dem sie seit 27 Jahren verheiratet ist, ein Serienmörder ist. Alles versteckt hinter einer ganz normalen bürgerlichen Fassade. Die Frage ist, wie wird sie reagieren? Wenn sie zur Polizei geht, wird das aus ihrer Sicht schlimme Folgen sowohl für ihre erwachsenen Kinder und deren berufliche Existenz als auch für sie selbst haben, die Medien würden ihr sorgsam behütetes Leben zerstören. Der Schock ist natürlich riesig und auch die nachvollziehbare Angst vor ihrem Ehemann. Und der der bemerkt sehr schnell, dass seine Ehefrau hinter sein Geheimnis gekommen ist.
Ebenfalls eine sehr gute, interessante Erzählung.

Insgesamt fünf Sterne für dieses Buch, die Abstriche für die dritte, da sehr kurze Story, fallen deshalb nicht ernsthaft ins Gewicht. Gerade in der zweiten und vierten Geschichte wird sehr anschaulich darglegt, weshalb Menschen eben nicht immer so handeln, wie man es aus außenstehender Sicht erwarten sollte oder könnte. Durch die Vierteilung auch sehr gut zum Lesen in überschaubaren Etappen geeignet, wenn man mal keine Zeit oder Lust hat, sich durch ein dickes Werk durchzuarbeiten. Ein sehr empfehlenswertes Buch von einem Schriftsteller, den ich (wenn auch ziemlich spät) immer mehr schätzen lerne.


Winter in Maine: Roman
Winter in Maine: Roman
von Gerard Donovan
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Auf ganz eigene Art ausgerastet, 30. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Winter in Maine: Roman (Taschenbuch)
Kurze Kapitel, einfach Sprache, schnell zu lesen. Keine Zeichensetzung der wörtlichen Rede, eigentlich bei mir nicht sehr beliebt, funktioniert hier aber gut, da die Story ausschließlich aus Sicht des Protagonisten in der ersten Person erzählt wird und Dialoge nur sehr selten vorkommen.
Der Protagonist ist zweifellos ein inmitten unzähliger Bücher sehr einsam und zurückgezogen lebender "Kauz", der nach der Tötung seines geliebten Hundes durch einen Jäger beinahe in aller Ruhe und fast in aller Sachlichkeit durchdreht. Er macht fortan selbst Jagd auf die Jäger und erschießt einen nach dem anderen, ohne auch nur den geringsten Hinweis darauf zu haben, dass das jeweilige Opfer etwas mit der Tötung seines Hundes zu tun hatte. Dabei entrückt er in seinem Denken und Verhalten immer mehr der Realität. Seine Trauer um den Verlust seines geliebten Hundes ist völlig nachvollziehbar, auch seine Rachegelüste sind es, nur sein Vorgehen in der Art und Weise natürlich nicht. Hier hat man es zweifellos mit einem Menschen zu tun, dessen schmale Brücken zum Rest seiner Umgebung mit dem sinnlosen Tod seines Hundes komplett eingestürzt sind.
Fazit und Bewertung: Fünf Sterne? Für mich nicht ganz erfüllt, so stark würde ich das Buch dann doch nicht unter Beachtung meiner persönlichen Prämissen einschätzen. Interessant aber auf jeden Fall, einmal etwas anderes und durchaus empfehlenswert.


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