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Rezensionen verfasst von
Marco Michel "hearts like ours" (marburg)
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Individual Thought Patterns
Individual Thought Patterns

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen stealth-wizardry, 21. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Individual Thought Patterns (Audio CD)
als das folgealbum vom wegweisenden "human"-kracher damals erschien, war die gute zeit des death-metal sicherlich schon etwas am abklimmen. vor allem verkaufstechnisch verebbte der death-metal-boom der frühen 90er langsam aber sicher. egal, verdammt ! zwar litt chuck unter tour-absagen-bedingten image-problemen, aber das war keineswegs ein grund für ihn , die flinte ins korn zu werfen. im gegenteil : er beharrte auf seinen ureigenen musikalischen ansprüchen; als gitarrist ebenso, wie als songwriter ! "individual thougt patterns" - death-album nummer 5- ist ein kongenialer hammer . an chucks seite diesmal der oberkult schlechthin : mr. dark angel, gene hoglan an den drums, einmal mehr der abgefahrene steve digorgio am bass, als chucks sidekick andy laroque, king diamonds saitenhexer par exellance und ein sound der meiner meinung nach noch wuchtiger und transparenter klingt als auf dem vorgänger ! hier ist beinahe jede note von steve hörbar, und die sind einfach nicht mehr von dieser welt. ende aus weihnachtsschmaus ! andy laroque shredded auf ebenso überirdischem niveau und der verdammte hoglan ( später mit den strapping young lads aktiv) ist einer der drummer überhaupt !! die songs wirken noch durchdachter, die riffs sind noch prägnanter als je zuvor. erstmals hört man ein akustik-break im death -sound, wie sich chuck und andy die bälle zuspielen ist way beyond...das beste death-line-up, der geilste sound ever , für mich persönlich DIE death-platte. heavier und technischer konnten death nicht mehr werden. das folgende symbolic-album ist sicherlich ein weiterer schritt voran und für viele das beste death-album ( nachvollziehbar!), die klampfen haben allerdings deutlich weniger gain zugunsten der transparenz und das letzte album " the sound of..." war eher mehr control denied als death, weil chuck seine stimmlichen möglichkeiten ausgereizt und als nicht mehr passend sah ...wer " individual thought patterns" nicht im schrank stehen hat, sollte wissen was zu tun ist !!
r.i.p.
chuck schuldiner


Human
Human

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lost in cosmic sea, 21. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Human (Audio CD)
das 4. death-album "human" bezeichnete damals einen entscheidenden punkt in der musikalischen karriere von death. waren schon die drei vorgänger allesamt klassiker und fixpunkte des spät-80er-florida-death metal, so markierte "human" einen absoluten peak in der death-historie. ertsmals gelang es chuck - nach einem damals kontrovers diskutierten image-schaden und mit neuem label- wirklich geeignete musiker zu finden , die in der lage waren , seine musikalischen ideen ohne kompromiße umzusetzen ! das war in der vergangenheit keineswegs der fall : die später bei massacre oder 6 feet under zockenden terry butler und bill andrews, ebenso wie der später bei den unglaublichen autopsy agierende chris reifert sind ohne zweifel urgesteine in der florida-szene aber wohl eher zu old-school-tauglich, als das sie in der lage waren, chucks vision von einem technisch-progressiven death metal umzusetzen !
auf "human" hatte mr. schuldiner ein spitzenteam versammelt : der drummer( sean reinert) und gitarrist ( paul masvidal) der damals noch weitgehend unbekannten, aber extrem versierten cynic, sowie der später bei testament und control denied zupfende mr. steve digorgio, seinerzeit bei den geilen sadus am start ! heraus kam ein im damaligen top-genre-studio morrissound produzierter sound der in den gaaanz frühen 90ern seiner zeit weiiit voraus war : wahnsinnige drum-fills und double-bass-teppiche, komplexe break-versetzte gitarren mit tonnenschweren riffs, leads auf höchstem niveau ( sowohl von chuck , als auch von paul masvidal) und ein dicksaiter der völlig off-the-hook war - dazu die unmenschlichen death-growls vom meister persönlich! das war progressive death-metal !! als vergleich im damaligen kontext könnte man atheist, im weitesten sinne watchtower oder eben cynic nennen, aber das hier war noch eine ganz andere liga !eben jene trademarks sollte chuck auf allen folgenden death-alben beibehalten . zwar wurde immer mal im team gewechselt, aber das musikalisch-technische niveau sollte stets gleich hoch ( oder noch höher?)bleiben. mehr noch :jedes der folgenden alben war eine konsequente wie beeindruckende weiterentwicklung von "human", bis hin zum tragischen tod chuck schuldiners im dezember 2001 !
danke für dein werk,
honours be yours,
r.i.p.
chuck schuldiner


Somewhere Between Heaven and Hell
Somewhere Between Heaven and Hell
Preis: EUR 6,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen big-time-all-time-classic, 25. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Somewhere Between Heaven and Hell (Audio CD)
sommer 2005 : die cali-punkrock-legende social distortion betourt das aktuelle album, "sex, love & rock'n'roll", und alle, aber wirklich alle waren sie da : die mike (cool-)ness-wannabee-fraktion samt ihren tattoos und rods, dapperdan-pomaden und finerip-tees ! schön eigentlich, aber ca. 15 jahre zu vor, als social d. " somewhere between heaven and hell" auf (kleinen) deutschen bühnen vorstellten war die atmosphäre intimer und die einzige coolness kam von meister mike persönlich . besser eigentlich,...aber time flies und ich will nicht jammern ! das 92er social distortion album zeigte die band erstmals absolut stimmig mit wirklich allen ihren trademarks versehen : rockabilly und country-elemente fusionieren mit schwermütigen cali-punk, gekrönt von der tollsten und charismatischsten stimme der whole damned rock world. so stimmig und so emotional,so echt, so von herzen und tief gab und gibt es keine andere band als social distortion. das album fasst eine spanne voller herzenlieder die einfach unvergesslich sind : der treibende opener "cold feelings", das mit damailger herzensdame gemeinsam eingesungene "this time darlin'", das bezeichnende " king of fools", das wunderschöne "making believe", nuff' said bei " bad luck", die geilste refrainzeile ever bei " when she begins" (to rock,honey, i begin to roll )...verdammt : jedes lied hier ist ganz einfach zeitlos GROSSartig und auch EINZIGartig ist nicht übertrieben !kleine worte für große kunst :somewhere between heaven and hell... social distortion. danke.


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