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Rezensionen verfasst von
Der Ursel (Deutschland)

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Atlas
Atlas
Preis: EUR 18,98

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sommer, Sonne, Angst, 13. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Atlas (Audio CD)
Es muß irgendwie ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Erscheinen von "Atlas" dem dritten Album von Real Estate mit ihrem luftigen lauen "Tag am Strand"-Sound und dem Auftauchen der ersten lauen sonnendurchfluteten Frühlingstage.

Mit zusätzlichem Keyboarder aber im Sound nur marginal verändert präsentiert die Band aus New Jersey den Nachfolger des wunderbaren "Days". Immer noch meint man den warmen Wind und die Sonne auf der Haut zu spüren wenn die perlenden Gitarren diese schönen schwerelosen Harmonien produzieren. Textlich geht es dabei eher nicht um Strand- und Sonnenthemen, sondern unter anderem um Verlust-und Existenzängste und verpasste Chancen im Leben.

Herausheben kann man aus dem hypnotisch leichten Fluß des Albums im ersten Moment keine Songs. Erst im Laufe einiger Hördurchgänge entfalten sie ihre Eigenheiten und Wiedererkennungswerte. Wer dem Album also nicht genug Zeit gibt kommt vielleicht irrtümlich auf die Idee ein langweiliges und überraschungsarmes Album zu hören. Dem ist ganz sicher nicht so.

Man muß wohl ein Faible haben für diese Art von Musik. Ich hab ihn ganz sicher und deshalb wird "Atlas" wohl ein treuer Begleiter durch den hoffentlich tollen Sommer 2014.


Present Tense
Present Tense
Preis: EUR 18,99

5.0 von 5 Sternen Schönheit in Perfektion, 2. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Present Tense (Audio CD)
Wie schon auf den Vorgängeralben ist der Bandname hier nicht Programm. Der Albumtitel "Present Tense" schon eher. Klanglich sind die Wild Beasts hundertprozentig im hier und jetzt verwurzelt.

Mehr Sythesizer haben sie benutzt für ihre warmen, weichen Klangfarben. Unaufgeregt kommen die gleichwohl vertrackten wie reduziert produzierten Lieder daher. Sehr gut ergänzen sich die beiden Sänger Hayden Thorpe und Tom Fleming. Thorpes Falsett erreicht wieder schwindelerregende Höhen um dann von Flemings Bariton geerdet zu werden. Präzise kommen das Schlagzeug und die Synthieeffekte daher.
Ein dezentes, elegantes und würdevolles Album mit einer intensiven Atmosphäre und Schönheit ist "Present Tense" geworden. Das große Spektakel sucht man hier vergebens. Billige Effekthascherei ist ihnen fremd.

Wiled Beasts haben einen eigenen speziellen Stil gefunden den sie konsequent weiterentwickeln. Nach dem ähnlich starken "Smother" haben sie mit "Present Tense" nochmal eine Schippe zugelegt. Meiner Meinung nach das bisher beste Album der Band aus England.

Anspieltipps: Alles, da keine Ausfälle. Besonders schön: A Simple Beautiful Truth
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 3, 2014 6:27 PM CET


Fun
Fun
Preis: EUR 12,97

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz und knapp: Geile Platte., 8. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Fun (Audio CD)
Einige deutschsprachige Musikmagazine und -blogs haben das Album zur Platte der Woche, des Monats oder was auch immer gekürt und man hört schon die ersten Spacken "Hype" schreien. Dabei erregen Die Nerven mit ihrem CD-Debüt zurecht Aufmerksamkeit. Seit Eintreffen drücke ich gerade zum fünften Male auf "Wiederholung". Und das liegt nicht nur an der wohl dosierten Spielzeit von knapp über 36 Minuten.
"Fun", so der sarkastische Titel ist das erste (offizielle) Album der Band auf CD, das zweite offizielle Album und wenn man die Eigenveröffentlichungen mitrechnet eigentlich das fünfte Album überhaupt.

Als Trio treten sie in klassischer Besetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug + Gesang auf. Lärmig, hypnotisch und unterschwellig agressiv rocken sich die drei Nerven kraftvoll durch ihre (post)punkigen Rocksongs. Garantiert hitfrei was irgendwelche Radio- oder deutschen Charts angeht.

Textlich gibt es, gerne auch ein wenig plakativ, jede Menge sloganartige Zeilen um die Ohren. Etwa in dieser Art: ""Das ist immer noch Dein Leben / Auch wenn Du selbst nichts mehr entscheidest"" oder ""Wer ich bin, ist nicht so wichtig / Hauptsache, man lässt mich in Ruhe"".

Als Referenzen würde ich Bands wie Mutter, die frühen Fehlfarben oder die frühen Abwärts nennen. Wer heutzutage Bands wie Messer oder 206 mag sollte unbedingt ein Ohr riskieren.

Sehr interessant ist die Sammlung von Kommentaren die die Band auf ihrer Tumblr-Seite veröffentlicht hat.

Anspieltipps: Alles. Hervorheben kann man Vielleicht "Nie wieder scheitern".
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 14, 2014 10:25 PM CET


Where the Wild Oceans End
Where the Wild Oceans End
Preis: EUR 19,41

23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Folk Chanson Noir, 31. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Where the Wild Oceans End (Audio CD)
"Where The Wild Oceans End" ist Andrea Schroeders zweites Album, wiederum von Chris Eckman (u.a. The Walkabouts) produziert und ebenso toll wie das Debüt.

Die Stimme ist immer noch zum niederknien und man saugt sie sie buchstäblich in sich auf. Frau Schroeder zelebriert mit neun Eigenkompositionen (zusammen mit Gitarrist Jesper Lehmkuhl) und einer deutschsprachigen (!) Cover-Version von David Bowies "Heroes" ihren eleganten, wie schwarze Eiskristalle funkelnden "Gothic-Folk-Chanson-Rock".
Auch wenn ich sprachlich wieder ein wenig ins schwelgen gerate: Majestätische Melancholie aus der Großstadt. Man sieht vor dem eigenen geistigen Auge die dunklen, regennassen Straßen und weit weg die glitzernden Lichter des pulsierenden Lebens.

Instrumentiert ist das Ganze mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Violine und Harmonium. Chris Eckman hat das Ganze schön zurückhaltend mit ganz viel Atmosphäre produziert. Die Lieder wirken hier noch "schwerer" als auf dem Debüt. Ein rundherum gelungenes Album einer großartigen Sängerin und Songschreiberin.

Wie auch schon nach "Blackbird" wünsche ich mir (jetzt noch mehr als vorher) das sie ein komplettes Album auf Deutsch aufnimmt.

Anspieltipps: The Spider, Ghosts Of Berlin, Dead Man's Eyes, Helden, Walk Into The Silence
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 31, 2014 5:45 PM CET


Warpaint
Warpaint
Preis: EUR 14,99

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neblig grau, 17. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Warpaint (Audio CD)
Über drei Jahre nach ihrem hervorragendem Debüt "The Fool" lassen Warpaint das Musikjahr 2014 mit ihrem selbstbetitelten zweiten Album recht vielversprechend beginnen.

Dunkle Melodien, faszinierend vorgetragen mit betörenden Stimmen und dazu das prägnante Schlagzeug- und Bassspiel, erzeugen sofort eine graue dichte Atmosphäre die zum zuhören zwingt. Insgesamt recht zurückhaltend und minimal produziert (von Flood) gibt es an den passenden Stellen akzentuierte elektronische Beats und sphärische Keyboards. Musik aus dem halbdunkel nebliger, grauer Tage. Manchmal beschwingt, manchmal sogar triphoppig, manchmal wie von Nebel gedämpft, nie laut und lärmend. Sehr schöne Verfeinerung/Weiterentwicklung des "Warpaint-Sounds" finde ich.

Auch wenn die Band wie in Interviews kundgetan es selbst nicht so empfindet und das zweite Album ja bekanntermaßen das schwierigste sein soll gilt hier: Ein Album wie aus einem Guss. Inklusive tollem Cover.
8/10 mit Luft nach oben gibts dafür von mir.

Anspieltipps: Keep It Healthy, Love Is To Die, Biggy, Dico-Very
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2014 12:18 PM CET


Self Initiation
Self Initiation
Preis: EUR 13,99

5.0 von 5 Sternen Noch eine untergegangene Perle aus 2013, 16. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Self Initiation (Audio CD)
Schon ein Jahr alt, viel mir das Debütalbum von Ascetic: erst dieser Tage in die Hände. Die Band kommt aus Melbourne, Australien und ist soundmäßig so gar nicht von den dortigen Klimaverhältnissen beinflusst. Wenn man danach ginge wäre es wohl eher die Antarktis in der Nähe des Kältepols.

Deutlich in der Tradition von Bands wie beispielsweise Swans, Bauhaus und dieser einen Band aus Salford zelebrieren Ascetic: ihre düsteren athmosphärisch kalten Songs. Das Schlagzeug poltert, die Gitarren schrammeln und der Gesang scheint geradewegs aus der Gruft zu kommen. Kein Sonnenstrahl, keine Hoffnung. Nirgends.

Irgendwo angesiedelt an der Schnittstelle von Post-Punk, Gothic Rock und Post-Rock hat das eine ganz starke Intensität. Der kann ich mich zur Zeit nicht entziehen und muß das Teil dauernd laufen lassen. Passt natürlich auch hervorragend in diese Jahreszeit.

Voll retro zwar, aber sehr geil. Wäre das Album 1980 erschienen hätte es ein Klassiker werden können.

Anspieltipps: We Are Not All Dead, Religion, Silver Circle


Wed 21
Wed 21
Preis: EUR 19,29

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schräger Elektrofolk, 4. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Wed 21 (Audio CD)
Juana Molina kommt aus Argentinien und singt ihre Texte in Spanisch. Wie sie selbst sagt ist ihr Sound stark beinflußt von der Folklore Uruguays. Aber wie jetzt eigentlich zu erwarten wäre bei dieser Beschreibung der Musik nimmt sie für ihren aktuellen Sound ("Wed 21" ist schon ihr sechstes Album) nicht klassische südamerikanische Instrumente (Gitarre mal ausgenommen), sondern experimentiert mit seltsamen elektronischen Klängen und sehr viel Percussion.

Zusammen mit ihrem herrlichen Singsang entsteht daraus ein irgendwie hypnotischer groovender Klangteppich. Die sich öfter wiederholenden Gesangspassagen ergeben fast sowas wie Loops. Ambienter Elektrofolk mit viel Rhythmus, für meine doch allgemein recht geschulten Ohren recht schräg und ungewöhnlich anfangs. Nach einigen Durchgängen schälen sich dann aber die Melodien aus dem Sound und es wird von Mal zu Mal interessanter.

Sehr schönes, spannendes und ungewöhnliches Album.

Anspieltipps: Bicho Auto; Eras; Sin Guia, No


Light Up Gold
Light Up Gold
Preis: EUR 17,98

5.0 von 5 Sternen Post-Punk-Rock'n'Roll, 2. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Light Up Gold (Audio CD)
Hört man sich das Debüt der Punkrock Band aus New York das erste Mal an kommen einem sofort ein halbes bis ganzes Dutzend Namen in den Sinn. Wenn man genau hinhört und die einzelnen Songs seziert könnte man einzelne Teile Bands wie The Strokes, The Fall, Pavement, Guided By Voices, The Feelies, Wire, Fugazi, Mission Of Burma, Television und was weiß ich wem noch alles zuorden.

Große Namen, ganz klar. Im Ganzen ergibt das aber keinesfalls ein weiteres Epigonen-Album. Im Gegenteil, Parquet Courts (wieder)beleben das Genre des Post-Punk-Rock'n'Roll fulminat. Songs über Sex, Drogen, Hunger und Einsamkeit mit knackigen Gitarrenriffs gepaart kurz (oft und gerne auch unter 2 Minuten) und schmerzlos dem Hörer um die Ohren gehauen, zeigen wunderbar das hervorragende Alben nicht unbedingt höchst innovativ sein müssen um zu überzeugen.

Endlich mal wieder ein rundrum gelungenes Gitarrenalbum mit. Seien wir doch mal ehrlich: Wann haben oben genannte große Namen sofern sie noch existieren das letzte Mal ein richtig gutes Album veröffentlicht? Ich kann mich jedenfalls kaum erinnern.

Ist aber auch nicht unbedingt nötig. "Light Up Gold" ist mehr als Ersatz.

Anspieltipps: Borrowed Time, Stoned And Starving, Yonder Is Closer To The Heart


Shulamith
Shulamith
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Zugänglicher..., 1. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Shulamith (Audio CD)
...als noch das Debüt ist das Zweitwerk von Polica aus Minneapolis geworden. Benannt nach einer 2012 verstorbenen wohl recht radikalen Feministin und immer noch Muse von Sängerin Channy Leanagh geht es diesmal etwas weiter in Richtung Elektropop.

Der Einsatz von Auto-Tune ist im Gegensatz zum Debüt nicht ganz so aufdringlich, gibt der Band aber immer noch diesen bestimmten Klang. Ebenso zurückgenommen das Getrommelle der beiden Schlagzeuger welches auf dem Debütalbum beindruckte.

Dichter wirkt das, ruhiger und gradlinieger. Wie eine poppige Version von Portishead vielleicht. R'n'B, TripHop, Dreampop, das Ganze dann ordendlich verquirlt und um die verfremdete Stimme der Sängerin gebaut. So oder so ähnlich könnte man den Sound des Album beschreiben.

Höre ich öfter als das Debüt seinerzeit. Ein wirklich gelungenes zweites Album.

Anspieltipps: Very Cruel, Torre, Matty


I'm a Dreamer
I'm a Dreamer
Preis: EUR 19,52

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Total Retro..., 27. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: I'm a Dreamer (Audio CD)
..., wie frisch vom Grammofon klingt dieses Album der Sängerin/Liedermacherin aus Colarado/USA. Piano, Mundharmonika, Gitarre und ein bischen Perkussion und Bass begleiten die einfach arrangierten wunderbar melancholischen Songs.
Der Gesang hört sich an als wäre er schon Anfang des letzten Jahrhunderts aufgenommen worden.
Nostalgisch, irgendwie aus der Zeit gefallen und meilenweit entfernt von den hippen (meist elektronischen) Alben dieser Zeit ist "I'm A Dreamer" ein ganz wunderbarer intimer Gegenentwurf des musikalischen Jetzt.

Alte Weisheit, aber eben immer noch wahr: Ein guter Song ist ein guter Song ist ein guter Song.
Gehört eindeutig zu den vergessenen Perlen 2013.

Anspieltipps: My Wandering Heart, I'm A Dreamer
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 1, 2014 10:20 PM CET


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