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Rezensionen verfasst von
Der Ursel (Deutschland)

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Dude Incredible
Dude Incredible
Preis: EUR 19,98

5.0 von 5 Sternen Als kompromisslos..., 19. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Dude Incredible (Audio CD)
...ist Steve Albini als Produzent und auch mit seiner Band Shellac bekannt. Sieben Jahre sind seit dem nicht weniger zu empfehlenden "Excellent Italian Greyhound" vergangen, aber für Shellac gilt immer noch: Treibende pulsierende Bassläufe, präzises Schlagzeug, energische Gitarrenriffs und ab und zu ein bischen Gesang reichen völlig aus um ein herrausragendes Rockalbum zu machen.

Dieser minimalistische Post-Harcdcore-Sound ist trotz aller Reduziertheit nie langweilig. Dafür sorgen die vertrackten Rhythmen und die pure rohe Energie der 9 Tracks in knapp 33 Minuten. Albini schert sich nicht um Verkaufszahlen oder Radioeinsätze (Titel dieses Albums werden garantiert nicht in irgendeinem Formatradio zu hören sein), er macht sein Ding.

Dieser Sound ist hervorragend geeignet um mit allzu süßlichen Melodien verschmierte Gehörgänge freizupusten und das wesentliche der Musik freizulegen. Akustische Läuterung, quasi.
Geiles Album.

Anspieltipps: Dude Incredible, All the Surveyors und der Rest natürlich auch.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 19, 2014 7:51 PM MEST


Manipulator
Manipulator
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da ist es wieder..., 1. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Manipulator (Audio CD)
...das Arbeitstier Ty Segall. Im Verhältnis zu den letzten Veröffentlichungsintervallen seiner Alben und Albenbeteiligungen hat er sich diesmal massig Zeit gelassen. Sein letztes Album erschien vor ziemlich genau einem Jahr und nebenbei hat er meines Wissens nur das Album seines Freundes Tim Presley aka White Fence produziert. Aber sicher kann man sich dabei nie sein.

Nach dem eher akustischen "Sleeper" aus dem letzten Jahr rockt er jetzt wieder die elektrische Gitarre. Mit den Zutaten wie ein wenig Glamrock, mal eine Prise Punkrock, Psychedelica und Garagenrock schüttelt er wie nebenbei sein vielleicht bestes Album aus dem Ärmel. Da machen sogar gepflegte Gitarrensoli ("Kreisch! Igitt, wie altbacken!") richtig Spaß. Es groovt mächtig in den Songs. Die Produktion ist detailreicher geworden und man kann viel besser das große Songwriter-Talent Segalls hören.

Und auch diesmal klingt er anders als auf den Alben zuvor. Bei der Masse an hochwertigen Songs (diesmal 17 an der Zahl, Spielzeit ca. eine Stunde) ist das nicht selbstverständlich.

Es müßte mit dem Teufel zugehen wenn er jetzt nicht langsam den Status als Geheimtipp verlieren würde.
Definitiv ein (das?) (Gitarren-)Highlight des Jahres 2014.

Anspielltipps: Ich sage Feel und dann Feel und dann nochmal Feel (vielleicht zur Abwechslung mal den Liveauftritt in der Conan O’Brien-Show). Der Rest kommt dann von allein.


Werkschau
Werkschau
Preis: EUR 45,99

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Loch in der Welt, 25. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Werkschau (Audio CD)
Da ist sie nun. Die Nils-Koppruch-Werkschau die eigentlich niemand wirklich haben will (oder wollte). Der traurige Grund dieser grandiosen Liedersammlung ist wie einige wissen der viel zu frühe Tod von Nils Koppruch Ende 2012.

In dieser hübschen kleinen Kiste findet man so ziemlich alles was Nils Koppruch zu Lebzeiten musikalisch veröffentlicht hat. Von ersten Aufnahmen von Koppruchs zweiter Band Tex Fury & The Silver Spurs über die sechs Studioalben zu den beiden Soloalben und schließlich zum letzten Album als Kid Kopphausen. Dazu eine Tribute-Kompilation und eine CD mit teilweise unveröffentlichen Raritäten. Sehr gelungen auch das beigelegte Büchlein, über 100 Seiten im CD-Einleger-Format das den Weg Koppruchs zum Künstler beschreibt.

Wenn man sich dann nachdenklich das erste Mal hinsetzt und sich die bekannten Lieblingssongs wieder und die Unbekannten das erste Mal anhört ist man doch sofort wieder überrascht das die große Liedermachkunst von Nils Koppruch der ganz große Erfolg verwehrt geblieben ist. Texte die so vieles genau auf den Punkt bringen und trotzdem genug Spielraum zur Interpretation lassen wie es nur wenige können. Vielleicht war es der wunderbare spezielle Country-Americana-Sound der den eigentlich lange verdienten Erfolg ein wenig verhindert hat.

Aber diese Gedanken sind nun müßig. Mit Nils Koppruch hat sich ein ganz großer Liedermacher und Künstler verabschiedet. Was bleibt sind seine Lieder (und auch Bilder, Nils Koppruch hat auch gemalt) mit diesen großartigen eigentlich immer berührenden Texten. Und ein großes Loch in der Welt. Das bleibt auch.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 8, 2014 10:38 PM MEST


When the Cellar Children See the Li
When the Cellar Children See the Li
Preis: EUR 14,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Skelletiert, 15. August 2014
Das zweite Album der finnischen Sängerin/Songwriterin mit äthiopischen Wurzeln besticht durch seine Kargheit. Düstere Texte und dazu ein paar dunkele dünne Akkorde auf ihrer akustischen Gitarre. Skelletiert, auf das absolut Wesentliche reduziert. Das ist der ganze Sound auf "When The Cellar Children See The Light Of Day".

Nichtsdestotrotz erlebt man hier eine ganz starke musikalische Kraft jedes einzelnen Stückes, getragen durch den manchmal fast flüsternden Gesang von Mirel Wagner.

Das ist tiefschwarze Musik aus den Kerkern der Seele, wo keine Sonne scheint und man Fröhlichkeit noch nicht mal vom Hörensagen kennt. Soul ohne Rhytmus. Blues ohne Takte. Puristischer geht es nicht. Trotzdem kann man sich besagter Kraft nicht entziehen. Eindeutig mehr als die Summe der im ersten Moment spärlichen klingenden Teile. Starkes Album.

Ich denke mal Mirel Wagner würde sich gut mit Cat Power oder Michael Gira (Swans) verstehen.

Sehr mutig ein Album in dieser Form zu Veröffentlichen (Sub Pop, wo sonst?). Ebenfalls mutig das im Sommermonat (Na ja...) August zu tun.

Anspieltipps: Gibt es diesmal von mir nicht. Muß man einfach durchhören.


Alvvays
Alvvays
Preis: EUR 14,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen SOMMERalbum, 19. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Alvvays (Audio CD)
Das selbstbetiteltes Debüt der kanadischen Band Alvvays ist ein Sommeralbum par excellence. Sängerin Molly Rankin führt mit weicher leicht melancholischer Stimme durch luftig leichte bittersüße Popsongs. Untermalt von ein paar wavigen Keyboards und leicht grungiger Gitarre aus dem Indie-Pop-Wunderland singt sie von Heiratsanträgen und großer Traurigkeit.

Ein paar Töne nur und man befindet sich am Strand oder im Cabrio auf einer Landstraße. Der warme Wind bringt die Gerüche des Sommers und die Melodien laden zum wegträumen ein.

Vielleicht kein Album für die Ewigkeit, aber ganz bestimmt für den Moment. Besonders für den aktuellen Augenblick (blauer Himmel ohne Wolken und 33 Grad im Schatten) wo ich dies hier schreibe.

Anspieltipps: Party Police; Archie, Marrie Me; Atop A Cake
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 4, 2014 11:10 PM MEST


Heal
Heal
Preis: EUR 18,56

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kraftvoll, 29. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Heal (Audio CD)
"Heal" heißt das neue Album von Timothy Showalter, a.k.a. Strand Of Oaks. Es ist wohl schon das Vierte wie man lesen kann. Angefangen hat er mit ruhigeren Folk und Singer/Songwriter-Sachen. Mir persönlich war der Name bisher vollkommen unbekannt.

Jetzt auf "Heal" greift er instrumentarisch in die Vollen. Eine lärmige Gitarre (J. Mascis spielt diese auf dem Eröffnungslied "Goshen '97"), Keyboards und ein lautes Schlagzeug bestimmen bei vielen Songs den leicht bombastischen Sound des Albums. Aber auch wunderschöne Elektro-Balladen ("Plymouth") findet man hier. "Mirage Year" endet in lärmigen feedbacklastigen psychedelischen Gitarren, so dass man meint Crazy Horse wären zu Besuch. "JM" ist eine Homage an Jason Molina (so ließt man). Überhaupt, diese vielen wunderbaren Melodien. Kraftvoll und eingängig aber nie gewöhnlich klingen diese Songs.
Timothy Showalter gelingt das Kunststück mit seinem modernen Gitarren-Elektro-Sound den Rock der 70er mit dem Wave der 80er und dem Alternativsound der 90er zu verbinden.

Ich weiß nicht ob Strand Of Oaks bisher zu Recht (mir) unbekannt waren, aber ab "Heal" ist das definitiv nicht mehr so. Starke Platte.

Anspieltipps: Goshen '97, Plymouth, Mirage Year, JM, Heal


Familiars
Familiars
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltschmerz, 26. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Familiars (Audio CD)
Auch wenn es ein Klischee ist: Ein Album wie aus einem Guß. Album Nummer Fünf der Band aus New York ist wieder anders geworden als seine Vorgänger. Und nicht weniger gut.

Außer Gitarre, Synthesizer, Schlagzeug und Gesang gibt es diesmal vielfältige Bläser-Arrangements zu bestaunen.
Luftiger, ja am Ende fast schon einen Hauch sonniger klingt Silbermans Musik diesmal. Durch die ungewöhnliche Instrumentierung hat das Album einen leicht jazzigen souligen Klang. Musik für einen lauen melancholischen Sommerabend voller Melodien und schwermütiger Trompetenklänge die den manchmal zum Falsett neigenden Gesang Silbermans umrahmt und eine unglaublich intensive Athmosphäre erschafft. Getragen, majestätisch und erhaben erzeugen die mehrheitlich längeren Midtemposongs ein ums andere Mal Gänsehaut. Weltschmerz in jedem Ton.

Nach dem großartigen "Hospice" und "Burst Apart" der dritte große Wurf in Folge. Wird mich dieses Jahr bestimmt lange beschäftigen.

Anspieltipps: Director, Palace, Refuge


More Than Any Other Day
More Than Any Other Day
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunst aus Kanada, 26. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: More Than Any Other Day (Audio CD)
Die kanadische Band Ought präsentiert mit ihrem Debüt "More Than Any Other Day", wie man liest innerhalb einer Woche eingespielt, ein sehr erfrischende Album des zuletzt doch oft recht schläfrig wirkenden Genres "Indie-Rock". Stilistisch irgendwo in den Bereich Postpunk einzuordenen schallt es roh und unproduziert aus den Boxen.

Die Band und vor allem Sänger Tim Beeler mit seinem speziellen Gesang verbreiten eine nervöse unruhige Energie die große Spannung erzeugt. Nie kalkuliert, arm an offensichtlichen Hits aber mit jeder Menge Rhytmus und einen stetigen Fluß, der einen veranlasst doch gerne wieder sofort auf "Play" zu drücken nachdem der letzte Ton verklungen ist, spielen sich die vier Kanadier durch ihre explosive Platte. Irgendwie klingt das wie ein Amalgam aus u.a. den Talking Heads, Gang Of Four und den frühen Modest Mouse.

Wirklich sehr gutes Album.

Anspieltipps: Today More Than Any Other Day, Clarity!, Gemini


No Deal
No Deal
Preis: EUR 17,75

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwarzer Soundtrack für einen ungedrehten Film, 14. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: No Deal (Audio CD)
Dunkle Elegien im jazzigen Ambiente von beindruckender Dichte und Tiefe hat Melanie De Biasio auf "No Deal", ihrem zweiten Album veröffentlicht. Minimal produziert und zurückhaltend mit Piano, Synthesizer, Schlagzeug und Flöte instrumentiert schafft sie es ein ums andere Mal das sich einem bei ihrem hypnotischen Sound die Nackenhaare aufstellen oder sich eine ernste Gänsehaut bildet.

Traurige Pianotupfer, schwebende Percussion, bedrohliche Keyboards und diese unglaublich präsente fesselnde Stimme De Biasios machen das Album zu einem echten Erlebnis. Sieben selbstgeschriebene Lieder ergeben hier 33 aufregende Minuten. Mich erinnert das Album mit seinem zurückhaltenen intensiven dunklen Klangfarben was die Atmosphäre angeht an das Soloalbum von Mark Hollis. Thematisch geht es wohl um das Entstehen und Zerfallen einer Beziehung.

“Es ist nicht wirklich Jazz, aber es ist ein Teil davon”, sagt Melanie De Biasio über "No Deal" auf ihrer Internetseite. “Evolutive Pop" nennt sie selbst ihre Musik. Zum genannten Jazz mischt sie viel Soul, eine Prise Blues und herauskommt für mich mit das beste Album des Jahres (Im Original schon 2013 erschienen, hier bei uns 2014). Wenn nicht sogar das Beste. Eine Platte wie ein Traum.

Anspieltipps: Alles oder im besonderen With All My Love und Sweet Darling Pain.


Silkidrangar
Silkidrangar
Preis: EUR 19,98

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Isländischer Ausflug ins Elfenreich, 11. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Silkidrangar (Audio CD)
Die 2011 gegründete isländische Band veröffentlicht mit "Silkidrangar" zwar schon ihren zweiten langen Tonträger, es ist aber ihr eigentliches offizielles Debütalbum. "Samaris" welches schon 2013 erschien war eine Kompilation aus ihren ersten beiden EPs und ein paar Remixen.

Sanfte TripHop Beats unterlegt mit atmosphärischen Keyboards und ab und zu diese seltsame verfremdete Klarinette (?) ergeben einen sehr eigenen speziellen Sound. Verstärkt wird diese unwirkliche Atmosphäre durch den ätherisch elfenhaften isländischen Gesang. Mystisch und leicht gespenstig klingt das, aber doch auch sehr modern elektronisch.

"Silkidrangar" ist ein atmosphärisch sehr dichtes Album das einen mit seinen schwebenden detailreichen Klängen gefangen nimmt. Wie eine Reise durch die schroffen kargen isländischen Vulkanlandschaften.

Besonders gut wirkt es wenn man das Album im dunkeln oder mit Kopfhörern hört.

Anspieltipps: Brennur Stjarna, Nótt, Ég Vildi Fegin Verða, Nótt
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 16, 2014 7:32 AM MEST


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