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Rezensionen verfasst von
dahmane

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Red Skin: Band 1. Welcome to America
Red Skin: Band 1. Welcome to America
von Xavier Dorison
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,80

2.0 von 5 Sternen Chance leichtfertig und dümmlich vertan, 22. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Wertung und Kommentierung trifft wenigstens zur Hälfte den SPLITTER-Verlag, der eine vielversprechende Idee leichtfertig und dümmlich verdaddelt hat - nur durch den Umschlag dieses Comics.
Wer auf Nacktheit hofft, wird gründlich enttäuscht werden.
Stattdessen kauft er einen interessanten kleinen Thriller, der erschreckend aktuell ist, streckenweise so komisch wie Mario Barth in seinen wenigen guten Augenblicken (weil er gekonnt mit Klischees spielt) - der aber so gut wie gar nicht erotisch daherkommt. Eins ist sicher: die Brillengläser des Betrachters werden hier nicht beschlagen!
Die Story gefällt mir, auch wenn sie vollkommen abgedreht ist. Band 1 ist das Vorspiel, in dem die Bühne aufgebaut wird. Entscheidend wird Band 2 sein. Zum Inhalt sage ich hier nichts. Aber die Idee, Intoleranz und Bevormundung durch eine solche Superheldin bekämpfen zu lassen wie auf dem Umschlag abgebildet, erhält ihren Charme nur durch die vollkommen irrsinnigen Umstände, unter denen sie geboren und umgesetzt wird. Die letzten Panels dieses Bandes freilich lassen erahnen, dass sich aus der Geschichte herzzerreißende moralische Herausforderungen entwickeln werden. Das wird dann wirklich spannend!
Die Zeichnungen sind realistisch, gekonnt, sehr flott; sie treiben die Handlung gut voran. Manchmal habe ich mir ein wenig mehr Detailverliebtheit gewünscht. Die Präsentation ist konventionell. Hier hätte die Konfrontation der reaktionären Kräfte (konventionelle Präsentation) und der progressiven Heldin (innovative Präsentation) besser herausgearbeitet werden können.
Weiterer Mangel: die moralische Freiheit der Heldin wird weitgehend nur angedeutet oder sogar nur behauptet. Aber diese Freiheit gehört zu ihrer Ausstattung. Ich bin gespannt, welche Grenzen sie im 2. Band akzeptiert.


Merry Christmas! Die schönsten Weihnachtsgeschichten aus England
Merry Christmas! Die schönsten Weihnachtsgeschichten aus England
von Günther Blaicher
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Kleine Weihnacht, 4. Dezember 2015
Gibt es so etwas wie englische Weihnachten? Wenigstens in der Vorstellung?
Mistelzweig. Efeuranken. Kerzenlicht. Diese und andere Boten aus heidnischen Zeiten, die nichts zu tun haben mit dem vorgeblichen christlichen Anlass für das gute alte Sonnenwendfest. Vielleicht ist es gerade die Mischung aus archaisch wilder Feier, heiligem Ernst (Mitternachtsgottesdienste einschließlich „nine readings and nine carols“) und heiterer Einfalt („cracker“), verbunden mit einem Weihnachtsessen, für das nichts spricht, ausgenommen die Tradition, die eine englische Weihnacht zu etwas Besonderem macht.
Deshalb sind auch die Weihnachtsgeschichten aus England, die in diesem kleinen Buch versammelt sind, etwas Besonderes.
Charles Dickens: Die Geschichte des armen Verwandten

„Es widerstrebte ihm sichtlich, dass gerade er angesichts so vieler Familienmitglieder den Reigen der Geschichten eröffnen sollte, welche sie sich, in stattlicher Runde um den weihnachtlichen Kamin sitzend, erzählen wollten. Bescheiden deutete er an, dass es passender wäre, wenn ‚John, unser hochgeschätzter Gastgeber‘, auf dessen Wohl zu trinken er sich erlaube, freundlicherweise beginnen würde. Er selbst, meinte er, sei so wenig gewohnt, bei etwas der erste zu sein, dass es wirklich - aber als sie ihn unterbrachen und riefen, er müsse beginnen, und eines Sinnes waren, dass er doch anfangen möchte, könne, wolle und solle, hörte er auf, sich die Hände zu reiben, zog die Beine unter seinem Sessel hervor und begann.“
Der joviale Tonfall des geborenen Erzählers ist unverkennbar. Charles Dickens in hervorragender Form. Und diese Geschichte ist keine der üblichen Verdächtigen. Mir war sie neu (und ich habe fast alles von Dickens gelesen), und ich weiß jetzt auch, warum sie so selten gedruckt wird.
Nicht, weil sie schlecht erzählt wäre. Sondern weil sie eine Seite des Weihnachtsfestes zeigt, an die wir vielleicht gar nicht so gerne – und vor allem nicht mit einem solchen Knalleffekt am Ende – erinnert werden möchten. Diese kleine Geschichte ist so gut – sie könnte von Herman Melville sein.
Elizabeth Cleghorn Gaskell: Weihnachtsstürme und Sonnenschein

Eine Weihnachtsvariante der „Kleinen Lord“ mit einer freundschaftlich, gerade eben nicht zu dick aufgetragenen Moral am Ende. Sehr konventionell – und eben darum durchaus willkommen. Das Gegenstück zum Cracker.
Anthony Trollope: Weihnachtstag im Kirkby Cottage

Die längste Geschichte der kleinen Sammlung, eine wunderbar spröde, überraschend modern klingende Liebesgeschichte, in der man die Pranke des Meisters spürt. Sorgsam kalkuliert, aber niemals konstruiert, mit sehr lebendigen Personen, die einem gleich ans Herz wachsen mit ihrem Eigensinn, ihrem lächerlichen Stolz und ihrem Hang zu blödsinnigen Missverständnissen.
Sehr wohltuend.
Sir Arthur Quiller-Couch: Mein Einbruch an Weihnachten

Jemand begeht am Weihnachtsabend einen Einbruch, wird mit einem Sack voller wertvoller Gegenstände erwischt – und erlebt eine gründliche Überraschung.
Eine routinierte, rundum erfreuliche Erzählung, die eine Spur von Staunen erzeugt und den Leser mit einem leisen, zufriedenen Lächeln sitzen lässt, wenn sie sich verabschiedet.
Sir Arthur Quiller-Couch: Oberst Baigents Weihnachtsfest

Ein Oberst kommt nach 35 Jahren aus Indien zurück in seine Heimatstadt. Es ist Weihnachten. Alle seine Familienmitglieder sind gestorben. Die Stadt hat sich verändert, so dass seine Erinnerungen nicht mehr zu ihr passen.
Aber dann springt ihn die Vergangenheit an. Ein Erlebnis aus seiner Schulzeit, das er vollkommen vergessen hat (und sich auch jetzt nicht daran erinnert), zeitigt ganz unerwartete Folgen. Einschließlich einer netten kleinen Pointe, die sich der gewitzte Erzähler nicht verkneift.
Noch so eine Geschichte, die uns lächeln lässt. Was kann man mehr verlangen?
Max Beerbohm: Emilys Plumpudding

Eine wunderbar wahnwitzige Weihnachtsgeschichte, ein stilles Kammerspiel, wie ein Plumpudding der Fünf Städte mit Tonscherben gespickt, die sich hier als subtile Sentenzen tarnen:
„Da plötzlich hatte er eine Inspiration – eine Idee von der Art, die ein Mann nur einmal im Leben hat und die dann nicht in die Praxis umgesetzt werden kann.“
In diesem Fall setzt er sie um. Das ist „der Widerspenstigen Zähmung“ in einem langen, langen Augenblick, wunderbar in Szene gesetzt von dem vorzüglichen, berühmten Max Beerbohm, dem ich alles auf der Welt zugetraut hätte, auch eine so witzige, heitere Geschichte.
Noch ein Lächeln.

Und so geht es weiter.

Die Übersetzung ist nicht sonderlich inspiriert. Das ist der einzige Wermutstropfen in dieser gewinnenden Anthologie


Tödliche Geschenke: Thriller
Tödliche Geschenke: Thriller
von Carol O'Connell
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Das geht an die Substanz!, 19. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tödliche Geschenke: Thriller (Taschenbuch)
William Faulkner hat zwei Kriminalromane geschrieben. Richtig gute. Keiner nimmt sie als typische Kriminalromane wahr. Aber "Der Springer greift an" und "Griff in den Staub" sind atmosphärisch dichte, spannende, wenn auch sprachlich eigenwillige Geschichten à la Stewart O'Nan. Oder umgekehrt. O'Nan versucht, wie Faulkner zu schreiben.
Dieses Roman ist ähnlich. Es ist KEIN THRILEER. Deshalb ist es schade, dass er so vermarktet wird. Es ist eine Gothic Novel, ein Roman von einem Geheimnis, mit echten Horrerelementen, aber er spielt unter der unbarmherzigen Sonne des ländlichen Amerika. Ein Roman von ähnlicher Härte ist Lee Childs "Der Anhalter". Es passiert so viel nicht. Es kommen mehr als drei Personen darin vor, das wird vielleicht ein bisschen unübersichtlich.
Aber ich konnte, nachdem ich diesen Roman zu Ende gelesen hatte, lange nicht gut schlafen. So entsetzlich und traurig ist die Auflösung. Übrigens auch bei Lee Child.
Wer eine flotten Thrilelr sucht,findet hier nichts. Auf diesen Roman muss man sich einlassen. Ich glaube aber, das ist Carol O'Connells bisher reifstes Werk - so sehr ich auch die blonde Mallory liebe. Ich kann ihn allen denen empfehlen, die eine sachlich geschilderte, subtile Form des Grauens lieben, wie es vielleicht in der Wohnung direkt nebenan existiert. Mögen Sie es etwas spannender, dann kaufen Sie "Der Anhalter" von Lee Child.


Großer Atlas zur Bibel
Großer Atlas zur Bibel
von Barry J. Beitzel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von vorne bis hinten durchgelesen, 17. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Großer Atlas zur Bibel (Gebundene Ausgabe)
Es klingt seltsam, nicht wahr? Einen BibelATLAS durchlesen?
Tatsächlich besteht etwa die Hälfte des Umfangs in erläuterndem Text. Das habe ich als besonders wertvoll empfunden. Warum?
Weil alle Gesichtspunkte, die mir eingefallen wären, und viele, an die ich nicht gedacht habe, ausführlich, kompetent und gut nachvollziehbar erörtert werden, die jedem Leser das Heilige Land richtiggehend begreiflich machen.
Wie lassen sich z. B. auch heute noch antike Reiserouten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erschließen? (Die Antwort liegt auf der Hand: geographische Zwänge, Verfügbarkeit von Brunnen und Zisternen, Gefährdung - fast nichts hat sich in den letzten dreieinhalb Jahrtausenden geändert - in antiken Quellen angegebene Reisezeiten.) Wie groß ist das "Verheißene Land" tatsächlich? (Viel größer, als ich mir das vorgestellt habe: es umfasst de facto den gesamten Libanon und Teile von Syrien, einschließlich Damaskus; schon Mose hat seinerzeit die 12 Kundschafter weit den Litani hinauf geschickt, bis auf die Höhe von Byblos.)
Das sind nur zwei Beispiele von Aha-Effekten. Davon gibt es stellenweise mehrere pro Seite.
Die Autoren nehmen erst einmal die Aussagen der Bibel beim Wort. Wo mehrere Interpretationen möglich sind, stellen sie die wichtigsten Meinungen vor. Nicht immer entscheiden sie sich für eine von mehreren sinnvoll erscheinenden Lösungen. Der Stil ist sachlich, aber anschaulich, mit einem Hauch von Humor. Gute Gliederung, anständiges Stichwortverzeichnis.
Besonders hervoirzuheben: die vorzügliche Einführung über geologische, klimatische, wirtschaftliche, politische und andere Gegebenheiten des Mittelmeerraumes und besonders der Levante. Das ist saubere Grundlagenarbeit!
Uneingeschränkt zu empfehlen!


Die Tage der Engel: Thriller
Die Tage der Engel: Thriller
Preis: EUR 2,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Misstöne im Hymnus, 10. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Tage der Engel: Thriller (Kindle Edition)
Ich erlaube mir, in die Hymnen, die hier gesungen werden, einige deutliche Misstöne einzustreuen. Der Roman, dessen sonstige Verdienste ich später würdigen werde - Ergänzung dieser Rezension ist angekündigt -, ist stolistisch so unbeholfen, dass eine eingehende Überarbeitung (vulgo Lektorat) dringend angeraten ist. Sätze wie dieser: "Er vergaß auch nicht, den Bolzen aus dem Baum zu ziehen, der eigentlich für Angelina Ferlmeiers Hals bestimmt gewesen war" können bei gutem Wetter schnell zu Stilblüten aufschießen. Dazu kommt die allzu großzügige Verwendung redundanter Adjektive und Adverbien. Das passt zu einer Pilcher-Schnulze, aber nicht - never ever - zu einem Politthriller. Und zuletzt: Die Dialoge sind häufig um eine Spur "daneben". So sprechen die Leute nicht. Außer in schlechten Romanen.
Alles das lässt sich verbessern. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Roman es wert ist. Zugleich ließen sich ein paar Logiklöcher beseitigen. Dazu vielleicht später mehr, denn dieses Stück Literatur, dem man anmerkt, dass es mit Leidenschaft und Enthusiasmus verfasst wurde, hat eine ausführlichere Rezension verdient. Und deshalb auch etwas Ehrlichkeit an Stelle oder als Korrektiv der vergleichsweise oberflächlichen Elogen, die allzu auffällig die Zeichen gut gemeinter Freundschaftsdienste zeigen.
Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass diese kleine Rezension ausschließlich auf Grundlage der Vorschau verfasst wurde. Einem erfahrenen Lektor reichen schon die ersten vier Seiten für ein fundiertes Urteil. In diesem Fall ist der gerühmte Plot unwichtig. Das Leben ist zu kurz, als das ich noch Bücher lesen würde, die - leider - so klischeehaft geschrieben sind. Wobei ich zugebe, dass es enorm schwer ist, sich von diesen Klischees zu lösen. Aber (noch ein Beispiel): Ein Reh, das "iwe vom Blitz getroffen" umfällt, das gibt es nur noch in Heimatromanheftchen, in denen die Leser genau diese Formulierung erwarten, weil sie nicht denken, sondern nur bestätigt werden wollen.
Noch einmal: Ich respektiere den Autor und die unübersehbare Tatsache, dass es ihm mit diesem Roman ernst ist. (Dafür ist das Pseudonym so dämlich - und die Namen einiger Protagonsiten sind es auch -, dass ich bis jetzt annehme, das ganze Werk sei als Parodie geacht.) Dann sollte er aber nicht ein Beethoven-Streichquartett von einer Militärkapelle mit verstimmten Instrumenten vortragen lassen, die zugleich nach Lust und Laune ein paar Gassenhauer hinein improvisiert.
In der Hoffnung, dass dieser freundschaftliche Verrisse einige kompetente Rezensionen anregt an Stelle der automatisierten Hymen, verbleibe ich mit vorzüglicher Hochachtung,

Sixtus Beckmesser
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 23, 2015 10:01 AM MEST


KLÜGER PUBLIZIEREN für Verlagsautoren und Selfpublisher: So veröffentlichen Sie Ihr Buch erfolgreich im Verlag oder Selfpublishing und treffen die besten Entscheidungen für Ihre Karriere als Autor
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Preis: EUR 8,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfahrung und Überblick - geschickt aufbereitet, 6. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch ist natürlich selbstreferentiell: ein e-book darüber, wie man ein e-book schreibt. Der Vorteil für uns Leser: So sieht es aus, wenn jemand es macht, der es kann. Prima.
Wie wir das auch können, zeigt also das Buch. Alle wesentlichen Themen werden tatsächlich abgedeckt, und zwar durchgängig in der gleichen Art:
-_> Zuerst kommt eine allgemeine Darstellung des Themas mit etlichen unterhaltsamen Beispielen, immer in einer lebendigen, anschaulichen Sprache und sauberen, nachvollziehbaren Gedankenführung
--> Wo möglich, folgen Links zu weiterfrührenden Beiträgen (dazu unten, unter "Kritikpunkte", noch etwas)
--> Schließlich bietet S.W. eine kurze Zusammenfassung des Themas, in der Regel mit Pro- und Contra-Bewertungen für verschiedene Fallkonstellationen
--> Ggf. am Ende ein kurzer Selbsttest, nicht zur Abfrage, sondern zum Abwägen für Entscheidungsschwache

Das Buch besteht aus drei Teilen:
1. Teil: "Die Entstehung eines Buchs von der Idee bis zur Veröffentlichung". Er behandelt nach meinem Eindruck, teilweise knapp, teilweise in wünschenswerter Ausführlichkeit, alle wichtigen Gesichtspunkte in dieser Phase, die vermutlich jeder Autor für die spannendste hält: Kind zeugen (toll!), austragen (oft schwer) und zur Welt bringen (extrem anstrengend). Das war's dann aber doch hoffentlich! Oder?
2. Teil: "Das Buch ist erschienen - und jetzt?" Jetzt kommt das Aufpäppeln. Ich bin S.W. sehr dankbar, dass er diese Phase noch liebevoller und eingehender beschreibt. Es ist erstaunlich, wie zeitraubend und mühsam es ist, Kinder aufzuziehen, bis sie sich aus eigener Kraft in der Welt bewegen können. Aber wer diesen Teil gelesen hat, hat wenigstens eine Vorstellung davon, was er alles beachten sollte, wie er es beachten sollte - und wer ihm dabei helfen kann.
3. Teil: "Interviews" Zur Abrundung. "Kann nichts schaden", würde meine Frau sagen. Es ist freilich schon interessant, wie verschiedene Marktteilnehmer uns Autoren sehen mitsamt unseren Kindern, welche Ratschläge SIE parat halten und welche Warnungen.
Ich empfinde dieses Werk als echte Bereicherung.

Kritikpunkte und Anmerkungen:

Ich kann, wenigstens mit der Kindle-Emulation auf meinem PC, nicht von den Links direkt zum Beitrag kommen (kein Kontext-Menü, nichts). Ich kann die Links auch nur über Umwege kopieren. Das liegt natürlich nicht an Stephan Waldscheidt und darf keinesfalls spezifisch seinem Buch angelastet werden. Es ist aber ein großes Ärgernis, weil es den Nutzwert eines solchen e-books spürbar schmälert.
Der Abschnitt über die Kosten-Nutzen-Rechnung könnte vielleicht erweitert werden um konkrete Zahlen, dieses Buch betreffend.
- Wie hat sich z B der Markteinführungspreis bewährt?
- Wie haben die Verkaufszahlen sich entwickelt? (Ggf. in Verbindung mit Preisstrategien)
- Wie hoch waren die Kosten für diese konkrete Veröffentlichung? Woran ist gespart worden? Waren die Ersparnisse im Rückblick vernünftig?
- Welche Werbemaßnahmen waren besonders erfolgreich? Welche besonders erfolglos?
- Inwieweit ist es sinnvoll, ein e-book als "work in progress" (wie eine Loseblattsammlung) zu behandeln und bei Bedarf zu ergänzen? Wie kann man solche Änderungen dem Leser zugute kommen lassen?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 7, 2014 7:09 PM MEST


The World of Peter Rabbit - The Complete Collection of Original Tales 1-23 (Potter)
The World of Peter Rabbit - The Complete Collection of Original Tales 1-23 (Potter)
von Beatrix Potter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 191,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Complete. Handsome. Wonderful., 5. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nein. Keine Rezension in Englisch.
Da diese Aufgabe aber die originalen Geschichten enthält, sollte Englisch verstehen, wer sie erwirbt.
Wer sie erwirbt, besitzt (oder verschenkt) einige der zauberhaftesten Tiergeschichten der Welt, in kleinen, sehr sorgsam edierten und produzierten Büchlein - immer eine Geschichte in einem Buch -, die perfekt in der Hand liegen und ein überdurchschnittliches sinnliches 'Vergnügen bereiten.
Für jeden Leser, gleich welchen Alters. Für jeden Vorleser. Für jeden Zuhörer, der vielleicht dabei noch ins Buch schauen darf, denn selbstredend enthält jeder Band auch alle originalen Illustrationen. In Farbe.
Es ist, als wären die kleinen Bücher für den Besitzer selbst verfasst. Ein halbes Jahr lang, jede Woche ein Buch. Und dann wieder von vorne.
Ich kann nur raten: Kauft. Genießt.


Kunst - Ein Mitmachbuch für Kinder: Malen und gestalten wie ein echter Künstler
Kunst - Ein Mitmachbuch für Kinder: Malen und gestalten wie ein echter Künstler
von Rosie Dickins
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr anregend. Und informativ!, 5. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch müssen erst einmal die Erzieherinnen und Erzieher verstehen.
Will sagen: Sie müssen sich intensiver mit den vorgestellten Künstlern und ihren Kulturen auseinandersetzen - von afrianischen Maskenmachern über chinesische Pinselhauer und japanische Holzschnittkünstler bis zu Monet und Pollock oder Kandinsky. Dann müssen sie die vorgestellten Techniken so lange ausprobieren, bis sie diese Techniken aus dem Handgelenk beherrschen.
Was für Techniken sind das? Vereinfachte Verfahren, wie sie auf viel feinere Weise die Künstler selbst angewendet haben. So wird - zum Beispiel - der Holz- oder Linolschnitt mit Styropos nachgeahmt. Oder van Goghs Einbeziehung der Farbstruktur mit Acrylfarbe und Alleskleber. Das ist auch für die Kinder sehr unterhaltsam.
Die einzige Drei***-Rezension hier erklärt, dass die Beherrschung solcher Techniken oder auch nur die Beschäftigung damit kein Kind zu einem Künstler macht. Miut Verlaub: ein seltsameres, nein, ich ahnungsloseres Argument habe ich noch nie gelesen.
Die Beschäftigung mit verschiedenen Techniken ist die Voraussetzung dafür, dass ich weiss, auf welche Weise ich meine Kreativität entfalten kann. Wer Kochtechniken beherrscht, ist noch kein genialer Koch. Aber er hat bessere Voraussetzungen, einer zu werden.
Rosie Dickins versucht nicht, den Eindruck zu erwecken, dieses Buch würde jedes Kind zu einem kleinen Künstler machen. Stattdessen bewirkt es etwas anderes:
1. Hemmschwellen gerade gegenüber bedeutenden Kunstwerken werden enorm herabgesetzt
2. Techniken werden spielerisch vertrauter
3. Der Zugang auch zu schiweirgen Sachen (Whistler, Turner, Pollock, Kandinsky, Keefe) wird erleichtert
Das ist gut für Erzieher und Kinder. Und für die anderen Leser auch. Ich bin kein Erzieher, aber ich habe von diesem Buch enorm profitiert. Unser 7 Kinder werden nichts mehr davon haben. aber vielleicht unsere Enkel.
Kaufen!
Unbedenklich!


Bessere! Romane! Schreiben! 1 & 2
Bessere! Romane! Schreiben! 1 & 2
von Stephan Waldscheidt
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit Eifer hab ich mich der Studien beflissen; / Zwar weiß ich viel, doch möcht ich alles wissen, 6. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser Ratgeber ist trügerisch lesefreundlich. So trügerisch und so lesefreundlich, dass ich mich immer wieder - bis ganz zum Schluss - bei dem Gedanken ertappt habe [Achtung: das war jetzt ein Klischee-Bild, wenn auch ein gedanklich gelungenes]: "Nur noch eine kleine Glosse, und dann lege ich es erst einmal weg!" Unterhaltsam ist es also auch noch ...
Ganz gleich, wie tief Stephan Waldscheidts Überlegungen und Anregungen greifen (manche davon überraschend tief) - sie haben zwei Wirkungen, die ich als überaus postiv empfinde. Entweder machen sie unwiderlegbar auf ernste Mängel im Plot, in der Charakterisierung, in der Schilderung der Atmosphäre, in den Dialogen, ach was, in allen Bereichen aufmerksam, in denen ein Unterhaltungsschriftsteller sich anstrengen muss um mehr zu bieten als Durchschnittsware. ODER sie bestätigen den Autor gründlicher, als jedes Lobeswort es könnte, darin, dass er wenigstens ein paar Dinge richtig gemacht hat. Das vage, aber nachvollziehbare Gefühl, Stephan Waldscheidts Kriterien zu genügen - sprachlich zum Beispiel oder in der Charakterisierung der Hauptfiguren -, motiviert ungeheuer.
Woran liegt das? Weil S.W, sich vorher so gründlich Gedanken gemacht hat, dass wir Leser ihm unwillkürlich vertrauen. Das nennt man eine Ausstrahlung von Kompetenz und Autorität. (Muss etwas mit dem Wort "Autor" zu tun haben, nicht wahr?)
Wer sich durch die Lektüre dieses Buchs nicht motiviert fühlt, ist vielleicht nur depressiv. Vielleicht ist er aber auch einfach ziemlich schlecht. Oder ein Anfänger. S. W. möchte gute Autoren besser machen. Wir sollten also wenigstens Wasser haben, damit er uns zeigen kann, wie wir Wein daraus machen.

Wo bleibt das Negative?
Der große Vorteil dieser Glossensammlung ist zugleich auch ihr großer Nachteil. Der zwanghafte Systematiker, der am liebsten das Schnitzel rechts von den Kartoffeln liegen hat und beides links von der Sauce und von dem Salatschüsselchen, wird sich mit diesem Buch niemals anfreunden. Für uns andere freilich ist dieses Buch - wie auch Stephan Waldscheidts Blog -, was der Kaugummi-Automat für die kleinen Jungs ist. Sie kommen immer wieder dahin zurück, bis sie alles ausprobiert haben.
Gerade darum ist aber ein Stichwortverzeichnis - wie der Blog es ansatzweise bietet - wünschenswert. Sollte das in einer künftigen Auflage nachgeliefert werden, lösche ich diesen Teil meiner Besprechung. Versprochen.

Und noch etwas. Ein Postskriptum. Ich wünsche mir, dass Stephan Waldscheidt aus seinem Blog eines Tages eine systematische "Schreibschule", eine Methodenkritik macht. Natürlich kostenpflichtig. Das wäre eine enorme Arbeit. Aber der Mühe wert.


Boxer
Boxer
Preis: EUR 14,98

5.0 von 5 Sternen Was für eine Stimme, 1. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Boxer (Audio CD)
Klingt voller, wilder als Johnny Cash. Trauriger als Nick Cave. Schöner als der junge Morten Harkett. Ihr werdet es lieben. Ganz bestimmt!
Und die anderen Sachen von The National ohnehin.
Schon der Einsatz der Stimme beim ersten Song nimmt euch mit. Und dann erst die Trompeten bei 2:34 (Clip: 2:36)
Hier ein Clip dazu:
[...]
Ist das nicht genial?
Doch. Ist es.


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