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Frankie Eyes (Berlin)

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Preis: EUR 17,16

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 34 Jahre jung, 8. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Latest (Audio CD)
Cheap Trick bestehen nach wie vor - mit Ausnahme einer kurzen Zeit in den 80ern, wo Bassist Tom Petersson abwesend war, in der Urbesetzung. Viele Höhen (das höchste war sicher der Budokan-Auftritt 1978) und Tiefen (besonders in den 90ern und frühen 2000ern) haben sie durchgemacht, aber unterkriegen haben sie sich nie lassen. Einfach unverwüstlich (und alterslos), die vier.

Hier scheint sich der Kreis zu schließen. Auf "The Latest" klingen sie wie in ihren Anfangszeiten. "When The Lights Are Out" erinnert stark an "ELO Kiddies" von ihrem Debüt 1977. Meistens wird gerockt mit einem gewissen 70er-Jahre-Flair, das einfach Spaß macht (Miss Tomorrow", "Every Day You Make Me Crazy"), manchmal etwas überdreht, was man ja auch von ihnen kennt ("Sick Man Of Europe"), oder auch zurückhaltend ("These Days", "Times Of Our Lives"). Bei langsamen Stücken ("Miracle", "Everybody Knows") macht sich besonders ihre Affinität zu den Beatles bemerkbar, was man auch an den orchestralen Arrangements merkt, die direkt von George Martin stammen könnten. Nebenbei: Wer braucht eigentlich Oasis??

Egal ob langsam oder schnell, immer klingen sie saft- und kraftvoll, was auch der Produktion zu verdanken ist, die kräftig und sauber, aber nicht steril klingt. So wollen wir es haben. Robin Zander klingt, als wäre er immer noch Anfang zwanzig, und die Instrumentalisten, als wären sie in ihrer Sturm- und Drangphase, aber auch irgendwie abgeklärt. Mußte man auf ihren letzten Veröffentlichungen darauf hoffen, daß ein oder zwei Volltreffer drauf sind, so gibt es hier absolut nichts zu beanstanden.

Abzug gibt es für die billige Digipapp-Verpackung, eine Unsitte, die immer mehr um sich greift. Das tut nichts dazu, die Lust nach (illegalen) Downloads einzudämmen, eher im Gegenteil -- auch wenn die Firma damit wirbt, daß sie aus recyceltem Material besteht.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 9, 2014 6:57 PM MEST


Saga - Contact: Live in Munich (2 DVDs) (NTSC)
Saga - Contact: Live in Munich (2 DVDs) (NTSC)
DVD ~ Saga
Preis: EUR 30,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Da fällt der Abschied noch schwerer, 4. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Contact" von Michael Sadlers Abschiedstournee wurde in München aufgenommen, also in Deutschland, dem Land mit den treuesten Fans (die sie auch durch die zweifelhaften 90er begleitet haben). Die Band ist in bestechender Form und besonders Michael ist in Topform, was man schon an seinen launigen Ansagen (teils auf deutsch) erkennt. Auch gesangsmäßig läßt er nichts zu wünschen übrig.

Die Setlist ist ein guter Mix, der den Schwerpunkt zwar auf die Klassiker der 70er und frühen 80er legt, aber auch die jüngere Vergangenheit nicht außer Acht läßt. Eröffnet wird das Konzert mit dem (leider nur angespielten und auf dem Cover nicht mal erwähnten) "Always There" von "House of Cards". Natürlich ein Gruß an die Fans ("You were always there..."), aber bis auf diesen kurzen Ausschnitt wurde dieses grandiose Album leider völlig ignoriert. Danach gibt es, wie schon erwähnt, einen gelungenen Querschnitt aus Klassikern (überwiegend) und neuem Material.

Der neue Drummer, der für Brian Doerner, der aus unglücklichen Umständen nicht dabeisein konnte, einsprang, stellt sich mit einem Solo vor, das er lieber hätte lassen sollen. Mit seiner Animation des Publikums, bei einem James-Brown-Song mitzumachen, trifft er hörbar beim Saga-Publikum daneben. Daß er als Ersatz für Brian Doerner auserwählt wurde, ist aber kein Fehlgriff. Er macht seine Sache ja ansonsten mehr als gut.

Einfach einzigartig ist der Moment, wo Michael - ganz allein - mit dem Publikum "The Security of Illusion" anstimmt. "Time's Up" folgt, nur von Jim Gilmours E-Piano begleitet. Der hat dann auch seinen Solospot mit dem von ihm gesungenen "Scratching the Surface". Gänsehaut gefällig?

Als Chris Sutherland (der Drummer, falls ich das noch nicht erwähnt hatte) die Cymbals auf eine gewisse Weise anspielte, hörte man aus dem Publikum: "Don't - Be - Late". Doch erstmal gabs "On The Air" von "Network". Aber herrlich, wie Michael mit dem Publikum spielt. Die Enttäuschten bekommen nochmal zwei Klassiker serviert, bevor Michael sich als Lügner outet und entgegen eines früheren Versprechens ein weiteres Stück von "10000 Days" ankündigt, und zwar das Titelstück, sein Dankeschön an die Fans. Danach nur noch Klassiker, inkl. "Don't Be Late"...

Das Bild ist bei einer NTSC-DVD natürlich nicht optimal, aber so schlecht, wie es hier teilweise gemacht wurde, ist es auch nicht. Ob es - wie auch der Ton - bei anderen Veröffentlichungen besser ist, weiß ich nicht. Ich kaufe mir jedenfalls nicht die Edition mit dem Konzert zusätzlich auf Audio-CD, da ich diese schon vorher hatte. Veröffentlichungspolitik des Labels mal wieder obermies bis unterschlecht!! Da wundern die sich noch über rückgängige Verkäufe??

Die 2. DVD bietet als Bonusmaterial u.a. Impressionen aus Toronto mit Ausschnitten eines Akustikgigs im dortigen Hard Rock Cafe ("Home" vom "Comeback"-Album "Full Circle, leider nicht in einer vollständigen Version enthalten), Standbilder von einem Auftritt 2007 in Bad Krozingen sowie vom Abschied Michaels in München, und 6 Songs eines Konzerts in Mannheim.

Fazit: Michael, wir werden Dich vermissen!


Thunder and Lightning
Thunder and Lightning
Preis: EUR 5,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als die Sonne unterging..., 12. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Thunder and Lightning (Audio CD)
Das letzte (was damals natürlich noch niemand wußte) Studioalbum von Thin Lizzy (mit Phil) ist wohl das härteste ihrer Karriere. Nicht unwesentlich "schuld" an dieser Entwicklung ist mit Sicherheit Gitarrist John Sykes, der von der New Wave of British Heavy Metal - Truppe Tygers of Pan Tang kam.

Schon der Opener (und Titelsong) schlägt ein wie der auf dem Cover abgebildete Blitz. Heavy, ja fast schon punkig (wäre da nicht das Keyboardsolo von Darren Wharton), erinnert er an die NWOBHM-Heroen Saxon. Auch "Cold Sweat" ist ein Schmaus für die Metal-Jünger, trotzdem 100% Thin Lizzy.

Im krassen Gegensatz dazu steht "The Sun Goes Down", das sich mit Synthesizer (und einem überirdischen Gitarrensolo von John) in Gehirn und Seele frißt. Der dunkelhäutige Ire mit der rauhen Stimme gibt dieser Hymne den letzten Kick.

Songs wie "The Holy War", "Baby Please Don't Go" (wie oft hatten wir DEN Titel schon :-) und "Bad Habit" sind eher traditionelle Lizzy, aber immer mit Sykes' messerscharfer Gitarre gewürzt.

Produziert wurde das Ganze von Chris Tsangarides (u.a. Tygers, Y&T, brachte später die Judaspriester mit "Painkiller" zurück in die Spur), der auch seinen Beitrag für die härtere Ausrichtung geliefert haben dürfte. Manchmal scheinen die (schlimmen) 80er durch, aber im Großen und Ganzen hat er hier gute Arbeit abgeliefert.

Wie wir wissen, löste Phil Lynott nach der anschließenden Tour die Band auf. Was hätte da noch kommen können... Wir werden es nie erfahren, denn gerade als er sich entschloß, die Band zu reaktivieren, spielte seine Gesundheit nicht mehr mit...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 3, 2009 10:38 PM MEST


Live Seventy Nine (Expanded & Remastert)
Live Seventy Nine (Expanded & Remastert)
Preis: EUR 19,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Auferstehung!, 9. Juni 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
1979 brachen Hawkwind, die sich nach rechtlichen Querelen in Hawklords umbenannt hatten, auseinander. Robert Calvert, Simon House und Adrian Shaw waren gegangen. Ende desselben Jahres unternahm Dave Brock das Wagnis, ohne Plattenvertrag, ohne aktuelle Veröffentlichung und unter altem Bandnamen auf Tour zu gehen. Dafür trommelte er alte und neue Freunde zusammen. Neben Bassist und Hawklords-Kollege Harvey Bainbridge waren das Gitarrist Huw Lloyd-Langton, der auch schon auf dem Debüt dabei war und Tim Blake, seines Zeichens Elektronikmusiker, der sich seine Sporen bei der Psychedelic-Gruppe Gong verdiente. Am Besten ist meiner Meinung nach aber die Rückkehr des zwischenzeitlich (und später wieder) durch Martin Griffin ersetzten Schlagzeugers Simon King. Nichts gegen Ginger Baker, der auf seine Art ein musikalisches Genie ist, aber der paßte zu Hawkwind wie leckere Vanillesoße zu ebenso leckeren Heringsfilets.

Gleich der Opener "Shot Down in the Night" gibt die Marschrichtung vor. Heavy und doch harmonisch rocken sie los, als ob es kein Morgen mehr gibt. Dabei überzeugen besonders Huws organisches Gitarrenspiel auf der einen sowie Tims und Daves Synthesizer auf der anderen Seite. "Motorway City" wird eingeleitet von Tims spacigen Keyboards und Daves Hawkwind-typischem Zwei-Akkord-Riffing. Das Ergebnis klingt viel besser als die Studioversion auf dem nachfolgenden Album "Levitation". Dann folgt eine tolle Version von "Spirit of the Age" aus Calvert-Zeiten. Dessen fehlende Stimme wurde ein weinig mit Vocoder-Einsatz kaschiert. Simon King spielt herrlich monoton. Filigranes Schlagzeugspiel á la Ginger Baker wäre hier auch absolut unangebracht. Nicht so gut wie das Original, aber wie könnte man das überhaupt toppen?

"Brainstorm" zeigt, warum ich mich besonders über die Rückkehrer Simon King und Huw Lloyd-Langton freue. Hört euch nur mal den Mittelteil an. Ein besser in einen Song integriertes Schlagzeugsolo gibt es sonst nicht. Und Huws Gitarrenspiel sorgt dafür, daß man Nik Turner und sein Saxofon keine Sekunde vermißt.

Dann hat Tim Blake seinen großen Auftritt. "Lighthouse" von dessen Album "Blake's New Jerusalem" zeigt, warum der Elektronik-Wizard wie die Faust aufs Auge zu Hawkwind paßt. Er spielte praktisch immer schon Musik im Stile der flirrenden Synthesizereffekte Hawkwinds. Wenn schließlich die Band mit einsetzt, ist Gänsehaut garantiert.

"Master of the Universe" ist eine (leicht überdrehte) Version ihres Klassikers. Furios! Zum Schluß gibt es noch eine kurze Version eines Liedes über eine Waschmaschine (O-Ton Dave Brock) mit einer Überraschung am Schluß. Hier liegt auch der einzige Negativpunkt des Albums. Es ist eine Schande, daß nicht der gesamte Auftritt verewigt wurde. Es gibt zwar eine vollständige Version eines Konzerts dieser Tour, allerdings in bescheidener Klangqualität (diplomatisch ausgedrückt).

Auf dieser Remaster-Edition der fleißigen Hawkwind-Backkatalog-Verwalter von Atomhenge, die etwas (aber nicht weltbewegend) dynamischer klingt als die 1992er Ausgabe von Castle Communications, wurde immerhin der ursprünglich nicht auf dem Album erschienene Singletrack (B-Seite von "Shot Down...") "Urban Guerilla" mit draufgepackt, und das erfreulicherweise in der ausgespielten Version (auf der Single wurde ausgeblendet). Der zweite Bonustrack ist der Single-Edit von "Shot Down...".

Müssen nicht irgendwo in irgendeinem Studiodepot noch Bänder des gesamten Konzerts schlummern? Hoffentlich entdeckt die noch jemand, bevor sie vergammelt sind. Das Manko der Unvollständigkeit reicht aber nicht für einen Punktabzug. Schließlich haben wir es hier mit der lebendigsten und powervollsten Version von Hawkwind in ihrer ganzen (inzwischen 40jährigen) Karriere zu tun. Leider hat sich Simon King meines Wissens aus dem Musikbusiness zurückgezogen. Schade, solch einen Drummer hatten sie nie wieder.


One Eye To Morocco (Limited Digipak Edition + exklusivem Bonustrack)
One Eye To Morocco (Limited Digipak Edition + exklusivem Bonustrack)
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Marokko und andere Reiseziele..., 19. Mai 2009
Wenn Deep Purple Pause haben, kann man immer wieder mal mit Solowerken von Sänger Ian Gillan rechnen. So auch jetzt wieder. Diesmal bewegt er sich schon mal von den härter rockenden Pfaden weg - wie auch schon 1988 bei seiner Kooperation mit Roger Glover namens "Accidentally on Purpose".

Gleich der Opener und Titelsong entführt uns musikalisch gen Osten und klingt leicht orientalisch. "No Lotion For That" rockt aber wieder und hätte auch auf z.B. "Magic" von 1982 gepaßt. Flotten Bluesrock mit Mundharmonika und Hammond gibts auf "Change My Ways". In "Girl Goes To Show" klingt Gitarrist Michael Lee Jackson wie ein gewisser schwarzgekleideter Mann (ein offensichtlicher Gruß an die Purple-Fans). "Better Days" ist Gänsehaut-Slow-Blues mit teils geflüstertem Gesang.

Einen souligen Ausflug in die Achtziger gibt es in "Deal With It", wobei die Gitarre von Steve Morris für die nötige Bodenhaftung sorgt. "Texas State of Mind" rockt wieder. Zwischen Ballade und Hardrock schwankt "It Would Be Nice". In "Always the Traveller" wirds wieder bluesig.

Insgesamt funktioniert das Stilkonglomerat erstaunlich gut, auch wenn die hier nicht erwähnten Songs einen nicht gerade vom Hocker hauen. Selbst die (fast) allgegenwärtigen Bläser nerven nicht, da sie - dezent eingesetzt - die Stimmung der einzelnen Songs gut untermalen. Positiv ist auch, daß sich Gillan den (altersbedingten) Grenzen seiner Stimme bewußt ist und nicht versucht, sich zu einstigen Höhen hochzuquälen. Einzig in "Change My Ways" klingt er etwas (ein klein wenig) schief.

Purple- und Hardrock-Fans sollten vorsichtshalber vor einem möglichen Kauf reinhören. Aber mit einem Ian Gillan in dieser Form kann man auf das nächste Deep-Purple-Album (das seit 2009 angekündigt ist und 2013 endlich erscheinen soll - Produzent: Bob Ezrin!) gespannt sein.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2009 7:23 AM MEST


James Bond 007 - Ein Quantum Trost
James Bond 007 - Ein Quantum Trost
DVD ~ Daniel Craig
Wird angeboten von RAPIDisc
Preis: EUR 6,99

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade um die gute Storyidee, 9. April 2009
Rezension bezieht sich auf: James Bond 007 - Ein Quantum Trost (DVD)
Konnte der Einstand von Daniel "Schnute" Craig als Geheimagent Ihrer Majestät mit guter (wenn auch manchmal übertriebener) Action überzeugen, ist "Quantum" trotz der guten Grundidee (eine direkte Fortsetzung von "Casino Royale", in der Bond auch den Verlust und den Verrat von Vesper verarbeiten muß) kaum zu ertragen. Der größte Fehler des Films ist sicher die Wahl des Regisseurs. Ich weiß nicht, was Marc Forster bisher gemacht hat, aber jemand hätte ihm sagen sollen, daß rasante Action nicht gleichzeitig rasante Schnitte im Unter-Sekunden-Takt bedeutet. Dazu kommt noch die wackelige Handkamera, bei der einem als Zuschauer wirklich bis zum Erbrechen schwindelig wird, -- da hat wohl jemand zu oft Blair Witch Project gesehen. Man kann den Szenen kaum folgen. Selbst in ruhigen Szenen hat man wegen den schnellen Schnitten das Gefühl, einem Musikvideo zuzuschauen. Diese Schnittwut trug wohl auch dazu bei, daß "Quantum" der kürzeste aller Bond-Filme wurde.

Der zweite große Fehler ist die Wahl der Interpreten des Titelsongs. Mutig zwar, aber so daneben wie die wackeligen Handkameras. Man kann nur davon träumen, wie er geklungen hätte, hätte sich Amy Winehouse mehr mit Musik beschäftigt als mit dem Konsum irgendwelcher Chemikalien. Gut, daran soll man den Film als Ganzes nicht messen, aber trotzdem... Ein guter Titelsong gehört genauso zum Bond-Film wie das 007-Pistolen-Logo. Immerhin ist die Titelsequenz optisch besser gelungen als bei dem zeichentrickartigen Vorgänger.

Auf jeden Fall hatte "Casino Royale" trotz der ganzen Neuerungen noch genug Feeling, um als echter 007 durchzugehen. "Ein Quantum Trost" hat nicht mal mehr ein Quantum Bond-Feeling. Da kann man sich auch einen x-beliebigen Bruce Willis oder Jason Statham ansehen (nichts gegen deren Filme). Ich fürchte, das ist der Anfang vom Ende der ehemals erfolgreichsten Filmserie.

Ein Wort noch zum Thema "Flatschen": Dafür gibt es hier keinen Abzug in der Bewertung, denn das haben weder die Filmemacher noch die DVD- (oder Blu-ray-)Hersteller zu verantworten. Für dieses Ärgernis muß man mit der Waffe woandershin zielen...


Tales of the crown
Tales of the crown
Preis: EUR 12,47

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nichts Neues im Hause ARP, 3. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Tales of the crown (Audio CD)
Seit fast 20 Jahren begeistert der ehemalige Gitarrist der Bochumer 80er-Metal-Band Steeler mit seinen Solowerken, die sich vornehmlich an Anhänger hymnischen Hardrock/Metals der Marke Rainbow oder Black Sabbath der Dio- oder Martin-Ära richten. Nimmt man das Erstwerk "Wild Obsession" aus, das noch Axels Griffbrettakrobatik in den Vordergrund stellte, gab es praktisch keine musikalische Entwicklungen. Und dafür sind ihm die meisten Fans dankbar.

Das bewährte Team um Axel und Übersänger Johnny Gioeli, das seit inzwischen zehn Jahren unverändert zusammen ist, liefert wieder mal hohe Qualität ab. Es gibt auch wieder die epischen Langstücke neben den kurzen Rockern und gefühlvollen Balladen, daneben noch eine schöne Instrumentalnummer namens "Emotional Echoes". Neuerungen: Fehlanzeige! Einziges Merkmal: Die Keyboards wurden zurückgefahren und klingen nicht ganz so episch wie auf den Vorgängern. Die Gitarren stehen mehr im Vordergrund. Eine der wenigen Ausnahmen ist der Titelsong, der mit über acht Minuten nicht nur der längste, sondern auch der beste Song ist.

Fazit: Auf Axel Rudi Pell ist Verlaß! Allerdings wünsche ich mir ab und zu mal einige Ausbrüche aus dem alten Trott, so wie damals auf "Black Moon Pyramid" mit dem unvergleichlichen "Aquarius Dance".
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 24, 2009 3:15 PM CET


The Nature of Evil
The Nature of Evil
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 20,89

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bis heute die Beste von Sinner, 3. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: The Nature of Evil (Audio CD)
Begannen Sinner Anfang der 80er als Mitläufer des Heavy-Metal-Booms, entwickelten sie sich zum deutschen Top-Act, der 1986 mit "Coming Out Fighting" und Hymnen wie "Germany Rocks" oder der Coverversion von Billy Idols "Rebel Yell" seine größten Erfolge feiern konnte. Gerieten sie danach in Vergessenheit, legten sie ca. 10 Jahre später mit "Judgement Day" eine Scheibe vor, die nicht von schlechten Eltern war. Mit dem Nachfolger "The Nature of Evil" legten Mat und seine Sünder noch ein paar Kohlen drauf.

Songs wie "Devil's River", "Faith of Conviction" oder "Walk on the Darkside" ließen spätachtziger Radioanbiederungen vergessen und holten den härtesten Hammer raus, aber immer auf hohem Niveau. Aber sie können natürlich nicht nur draufhauen, sondern auch gefühlvoll agieren, wie im Instrumental "Rising" und der wunderbaren Coverversion von Thin Lizzys "The Sun Goes Down". Daß Mat Sinners Stimme der von Phil Lynott ähnelt, ist hier wahrlich kein Nachteil.

Wäre das alles, hätten wir hier schon knappe fünf Sterne. Da gibt es aber noch den Titelsong, der über allem thront: "The Nature of Evil"! Mächtig wie eine Lawine bahnt er sich den Weg in die Gehörgänge und bleibt dort nicht nur die siebeneinhalb Minuten, die der Song dauert. Einfach überirdisch!

Die Limited Edition beinhaltet noch eine Bonus-CD mit den Songs "Calm Before the Storm" (Speedmetal), "Searching for Love" (ein mittelmäßiger Radiorocker mit weiblichem Backgroundchor) und "Twisted Mind" (flotter Rocker, wirklich gut, wenn er nur nicht so ein plötzliches Ende hätte).
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 24, 2009 3:23 PM MEST


Jorn - Live in America
Jorn - Live in America

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Augen zu, Ohren auf!, 27. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Jorn - Live in America (DVD)
Eins ist mal klar: Jorn Lande und seine Truppe sind großartige Musiker und die Songs sind für jeden Fan von Melodic-Hard-Rock mit gelegentlichem Blueseinschlag - also insbesondere für Whitesnake-Fans - ein Hochgenuß. Jorns Stimme ist der von David Coverdale so ähnlich, daß man schon mal vergißt, daß man nicht der Weißen Schlange zuhört. Sowohl eigenes Material (teils aus Masterplan-Zeiten) als auch Fremdkompositionen (z.B. Thin Lizzys "Cold Sweat", Deep Purples "Perfect Strangers" sowie einiges von Whitesnake) werden hier überzeugend dargeboten. Akustisch von mir fünf Sterne!

Ich habe auf Bildmaterial dieser großartigen Band lange gewartet. Ich besitze schon die tolle "Live in America" als Do-CD. Jetzt also endlich (hierzulande) die DVD.

Um die Sache abzukürzen: Hätte ich mir sparen können. Eine Lightshow findet so gut wie gar nicht statt. Beeindruckende Bilder: Fehlanzeige! Und was die völlig unmotiviert eingestreuten Schwarz-Weiß-Einstellungen für einen Sinn haben sollen, weiß wohl nur der Regisseur allein. Ich habe, wohl gemerkt, nichts gegen Schwarz-Weiß-Bilder als Stilmittel, aber die kurzen SW-Schnipsel hier bewirken nichts außer Irritation.

Dazu kommt: Jorn Lande ist ein großartiger Sänger und Komponist, ein Performer ist er aber nicht. Wenn ein David Coverdale den Mikrofonständer wie einen Phallus schwingt, mag das für den einen geschmacklos oder für die andere sexistisch erscheinen, unterhaltender als der stets schief dastehende Blonde mit der Sonnenbrille ist es allemal. Charisma macht bei einem Bühnenauftritt schon was aus, und das fehlt dem Jungen völlig.

Mein Fazit: Die Musik ist vom Feinsten. Aber wer die CD-Version (mit einigen Studiosongs obendrauf) schon hat, für den ist diese DVD so überflüssig wie eine Tonbandaufnahme von einem Stummfilm!


U2 - Live At Red Rocks - Under A Blood Red Sky [UK IMPORT]
U2 - Live At Red Rocks - Under A Blood Red Sky [UK IMPORT]
DVD ~ Gavin Taylor
Preis: EUR 12,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als The Edge noch Haare hatte..., 25. November 2008
Endlich ist das legendäre Konzert von 1983 in den Red Rocks in Colorado auf DVD erschienen. Bisher gab es nur eine verstümmelte Fassung auf VHS, auf der fünf Songs fehlten, darunter Standards wie "Out Of Control" und "Two Hearts Beat As One". Sogar die Szene, aus der das Covermotiv entstand, wurde uns vorenthalten ("Cry/The Electric Co.").

Das Konzert war wegen schlechten Wetters beinahe abgesagt worden, doch sowohl die Band als auch ihr Manager Paul McGuinness wollten die vielen Fans, die zu diesem schwer zugänglichen Auftrittsort (ein natürliches Amphitheater) gepilgert sind, nicht enttäuschen und zogen den Auftritt durch. Der wurde trotz der widrigen Umstände (oder gerade deswegen) einfach magisch. Letztendlich sorgten die Kälte, der Regen und nicht zuletzt der ungewöhnliche Veranstaltungsort dafür, daß hier etwas Einmaliges entstand.

Auch wenn man der Bildqualität das Alter ansieht, sind doch sehr stimmige Bilder entstanden und dank der Handkameras ist man immer mitten im Geschehen. Der Ton ist dagegen super. Weil damals im Multispur-Verfahren aufgenommen wurde, war sogar ein überzeugender 5.1-Mix möglich.

Es gibt noch einen interessanten (und sehr informativen) Audiokommentar von Regisseur Gavin Taylor. Der hat übrigens auch etwas über die Brennspuren zu sagen, die entstehen, wenn Röhrenkameras auf eine Lichtquelle gehalten werden, was hier schon mal angeprangert wurde. Er berichtet auch über die widrigen Umstände, unter denen die Aufnahmen entstanden. Es gab nur sechs Kameras, die das Geschehen festhielten, und er (ich übrigens auch) ist überzeugt, daß heutige Hochglanzproduktionen mit mehr als 20 Kameras (und Schnitten im 2-Sekunden-Takt) nicht die Energie und Magie eines Auftritts so wie hier einfangen können.

Auch wenn sich manch einer etwas mehr Bonusmaterial gewünscht hätte (Apropos: Es sind noch Wallpapers und Screensavers enthalten), kann hier nur die Höchstpunktzahl vergeben werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 28, 2008 11:34 AM CET


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