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Frankie Eyes (Berlin)

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Bent Out of Shape
Bent Out of Shape
Preis: EUR 7,07

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwanengesang, 3. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Bent Out of Shape (Audio CD)
1983 hatte ich den Eindruck, Ritchie Blackmore hatte bei seinen Umbesetzungen keine musikalischen Gründe mehr, sondern der Egomaniac wollte alle Leute mit eigener Meinung und eigener musikalischen Identität aus seiner Band eliminieren, damit er unumstrittener Alleinherrscher ist. Warum sonst sollte er Don Airey durch den profillosen David Rosenthal ersetzen? Jetzt war auch der letzte Vollblutmusiker Bobby Rondinelli verschwunden, der in seinen besten Momenten einem Cozy Powell Konkurrenz machen konnte, und wurde durch den bestenfalls mittelmäßigen Chuck Bürgi ersetzt. (Roger Glover nehme ich mal aus, aber der ist von Natur aus ein eher zurückhaltender Typ)

Was bietet nun "Bent Out Of Shape"? Kurz gesagt: Foreigner-Musik. Ich will jene Band nicht schlechtmachen (ich mag deren erste vier Alben), aber die einstmals innovative Band namens Rainbow hat hier jegliche Identität verloren. Würde nicht Ritchies unverwechselbares Gitarrenspiel gelegentlich daran erinnern, wen wir hier vor uns haben, könnte die Band genausogut Foreigner, Bad Company (nach Paul Rodgers' Abgang) oder Toto heißen.

Mooment mal, werden jetzt einige einwenden, gibt es denn nichts lohnenswertes? Auf jedem Album der späteren Bandphase gab es doch wenigstens ein Stück, das den Namen "Rainbow" verdient? Nun ja, ich würde sagen, zwei halbe. Da ist erst mal "Fire Dance", das richtig rockt und einige (ehemalige) Qualitäten der Band zeigt, zum anderen das instrumentale "Snowman", das von einem gewissen Howard Blake stammt und dessen Thema Nightwish viel später in einen hervorragenden Song namens "Walking in the Air" umgewandelt haben. Das wars dann aber auch schon.

Nun zu meiner subjektiven Bewertung: Für Mainstream-Rock-Fans ist dieses Album bestimmt noch gute vier Sterne wert, da die Songs aus dieser Sicht nicht schlecht sind. Ganz bestimmt nicht. Für Rainbow-Fans ist das Album allerdings ein Ausfall, und durch die beiden genannten Ausnahmen kommen die mit Ach und Krach noch auf zwei Sterne. Macht im Mittel knappe drei.

Danach war (leider vorläufig) Ende mit Rainbow, da das Buch Deep Purple unerwartet noch um einige Kapitel erweitert werden sollte. Leider deswegen, weil dieses Album nur das zweitschlechteste aller Zeiten von Rainbow sein sollte. Aber das ist eine andere Geschichte...
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2012 1:30 AM MEST


Rapid Eye Movement/Spec.ed.
Rapid Eye Movement/Spec.ed.
Wird angeboten von LES GALETTES ARGENTEES
Preis: EUR 24,83

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles andere als Tiefschlafgarantie, 3. November 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rapid Eye Movement/Spec.ed. (Audio CD)
Die Progband Nr. 1 aus Polen legt mit "Rapid Eye Movement" ihr drittes (vollwertiges) Album vor, und damit ist ihre "Reality Dream" - Trilogie komplett (allerdings: schon Douglas Adams bewies, daß Trilogien nicht unbedingt nur aus drei Teilen bestehen müssen). Der Sound von REM (das Riverside-Album, nicht die Band) bewegt sich im stilistischen Dreieck von Rush, Led Zeppelin und Pink Floyd. Neben proggig vertrackten Songs gibt es auch Eingängiges, wie "02 Panic Room" mit seinem (absichtlich?) übersteuerten Bass. Rhythmisch erinnert es etwas an Led Zep. "Schizophrenic Prayer" ist ein ruhiges Stück im Stile früher Floyd (Bassist Mariusz "Waters" Duda!) und quillt über vor Atmosphäre, wie eigentlich das gesamte Album. Wenn sie härter werden (wie z.B. in "Ultimate Trip"), erinnern sie oft an Kanadas Prog-Götter Rush. Das alles soll jetzt nicht heißen, daß Riverside kein eigenes Profil haben, es sind lediglich Orientierungspunkte. Diese unterschiedlichen Vorbilder zu einem eigenen Sound zu verschmelzen hat schon Stil. Nicht extra erwähnt werden muß wohl, daß hier vier instrumentale Virtuosen am Werk sind.

Die Bonus-CD der Special Edition ist ein absolutes Muss! Zwar gibt es hier auch einen Remix ("02 Panic Room"), aber auch ein paar Superstücke, die für sich alleine stehen und das Album eigentlich erst vervollständigen. "Lucid Dream IV" ist ein furioses Instrumental, auf das auch Rush stolz sein würden. Ein weiteres - diesmal ruhigeres, dafür umso atmosphärischeres - Instrumental ist "Back to the River" mit einem eindeutigen Pink Floyd - Zitat. Grandios! Das letzte (Titel-)Stück, wieder instrumental, ist sehr elektronisch und erinnert an die Tangerine Dream der 80er Jahre. Also, liebe Fans: Laßt die Einzel-CD links liegen und besorgt euch dieses Sahnestück. Die paar € habt ihr auch noch übrig!

Mit "Rapid Eye Movement" wird die Tiefschlafphase bezeichnet, in der man am intensivsten träumt, weswegen sich die Augen schnell bewegen. Dieses Album lädt zum Träumen ein, aber einschlafen wird hier keiner, der Fan von progressiver Musik ist. Jedes Jahrzehnt hat seine besonderen Highlights. Zu denen dieses Jahrzehnts gehört definitiv Riverside.


Straight Between the Eyes
Straight Between the Eyes
Preis: EUR 11,98

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rainbow Goes Poprock, Pt. III, 3. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Straight Between the Eyes (Audio CD)
1982 stand wieder einmal ein Besetzungswechsel an: Für den ausgestiegenen Don Airey kam David Rosenthal (wer?), um die Keyboars zu bedienen. Dieser Junge sah aus, als käme er frisch vom Musikkonservatorium, und so hört er sich auch an. Ich war auf der "Live Between The Eyes" - Tour dabei. David ist klassisch geschult, kann wahrscheinlich perfekt Noten lesen. Er hat aber nix Eigenes, Improvisationstalent ist nicht vorhanden. Kurz: Der Mann hat null Charisma. Als Studiomusiker ist er sicher wertvoll, aber auf der Bühne... Aber wir sprechen ja hier über das Album.

Rainbow - bzw. Ritchie Blackmore - waren immer noch auf der Suche nach dem absoluten Chartbreaker. Bestes Beispiel: das auf den Opener "Death Alley Driver" (gut abgehender Rocker, Daumen nach oben) folgende "Stone Cold". Hier wandeln sie auf Foreigners Spuren, ohne deren Qualität zu erreichen. "Bring on the Night": Gehört und vergessen! Dann wirds zum Glück besser.

"Tite Squeeze" erinnert schon ein bißchen an vergangene Zeiten, abgesehen vom banalen Text am ehesten vergleichbar mit "Run with the Wolf" von "Rising". Wenn doch wenigstens Ronnie singen würde... Danach ein erstes Highlight: "Tearin' Out My Heart" ist eine wunderbare Ballade, bei der auch Ritchies Gitarre wieder das wohlige Gänsehautfeeling verursacht. Dieses Stück war auch live ein Volltreffer, und auch unser derzeitige deutsche Gitarrengott Axel Rudi Pell hatte es im Programm.

"Power" ist wieder Poprock, wie ihn auch Dutzende andere Bands vorweisen können. Hörbar, mehr nicht. "MISS Mistreated": siehe "Bring on the Night". "Rock Fever" powert mehr als "Power". Auch hier gilt: Bei Melodic-Rock-Bands würde dieses Stück zu den Highlights zählen, aber nicht bei einer Band, die sich Rainbow nennt. Bleibt noch ein Song:

Zu "Eyes of Fire" habe ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis. Auf der einen Seite ist es ein sechseinhalb Minuten langes episches Stück, das einen göttlichen Ritchie präsentiert (erinnert mitunter gar an "Stargazer"), und wo auch JLT eine überzeugende Leistung bringt. Auf der anderen Seite klingt es mit seinem zurückhaltenden, wenig variierten Rhythmus doch auch sehr poppig. Mit einem Cozy Powell... ach was soll's, ich gebe es zu, ich höre das Stück immer wieder gern.

Unterm Strich haben wir wieder ein Rainbow-Werk mit einigen Höhen und abgründigen Tiefen, das wegen ersteren noch auf drei Sterne kommt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 26, 2013 2:50 PM CET


Difficult to Cure
Difficult to Cure
Preis: EUR 11,98

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pop-Rock mit (gelegentlichem) Rainbow-Flair, 3. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Difficult to Cure (Audio CD)
Nach "Down To Earth" drehte sich das Personalkarussell einmal mehr. Graham Bonnet und Cozy Powell waren gegangen, neu in die Band kamen Bobby Rondinelli an den Drums und Joe Lynn Turner am Mikro. Letzterer sorgt mit seiner mehr für Popmusik geeigneten Stimme dafür, daß Rainbow die musikalische Linie des Vorgängers noch konsequenter fortsetzen.

Das Album wird mit "I Surrender" eröffnet, einem weiteren Beitrag von Russ Ballard. Besser als "Since You Been Gone", aber eben Poprock. Gut, andere Bands dieses Genres würden (mit Recht) stolz auf so einen Song sein, aber Rainbow?

Das nachfolgende "Spotlight Kid" läßt hoffen: ein nach vorne abgehender Rocker, der auch alte Fans gefallen müßte. "No Release" ist sicher kein schlechter Song, hat aber mit Rainbow ungefähr soviel zu tun wie "Behind Blue Eyes" (nur als Beispiel). "Magic" ist, wie hier schon öfters angemerkt wurde, ein Totalausfall. "Vielleicht das nächste Mal" ist ein Instrumental. Nicht unbedingt schlecht, aber so überflüssig wie ein Fußkettchen (Zitat M. Mittermeier: Hübsch aber sinnlos).

"Can't Happen Here" ist wieder Poprock der unteren Mittelklasse und wird durch die ständige Wiederholung des Refrains auch nicht besser. Nur knapp besser ist das darauffolgende "Freedom Fighter", das wenigstens noch ein schönes Gitarrensolo enthält, das einen daran erinnert, wer hier eigentlich die Klampfe umhängen hat. Bis hierher gäb's in der Gesamtabrechnung zwei Sterne, den zweiten für "Spotlight Kid". Doch Ritchie will seine Fans nicht enttäuscht zurücklassen und legt zum Schluß noch ordentlich eins drauf.

Das schleppende "Midtown Tunnel Vision" läßt sogar Joe Lynn Turner gut aussehen. Auch Ritchie steigert sich noch einmal. Aber als Letztes gibt es das wahre Sahnestück: "Difficult To Cure", die ultimative Rockversion von Beethovens Neunter (Ode To Joy/Freude schöner Götterfunken). Ritchie brilliert ebenso wie Don Airey, Bobby Rondinelli spielt so powervoll wie sein Vorgänger (und das will was heißen) und sorgt zusammen mit Roger Glover für ein solides Fundament. Und für die Turner-Hasser: der ist hier nicht zu hören. DAS sind wieder Rainbow, und das ist das einzige Stück aus dem Bandkatalog, das es ins Liveset der wiedervereinigten Deep Purple geschafft hat.

Fazit: Zwei gute und ein hervorragendes Stück machen dieses schwächelnde Album doch noch für Fans zu einem Pflichtkauf.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 12, 2012 4:13 AM MEST


Heaven & Hell - Live From Radio City Music Hall
Heaven & Hell - Live From Radio City Music Hall
DVD ~ Heaven & Hell
Wird angeboten von MEDIMOPS
Preis: EUR 12,18

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er kanns noch!, 18. Oktober 2007
Nach der (stimmlichen) Katastrophe namens "Holy Diver Live" erwartete ich diese Veröffentlichung mit einer Mischung aus Vorfreude und Skepsis. Um es vorwegzunehmen, die Skepsis war unbegründet. Ronnie James Dios Stimme strotzt nur so von Kraft. Unglaublich, daß dieser Mann schon das offizielle Rentenalter erreicht hat.

Heaven & Hell sind - wie wohl alle wissen - nichts anderes als Black Sabbath mit Dio, die zwei hervorragende (Heaven and Hell, damals noch mit Originaldrummer Bill Ward, und The Mob Rules) und ein gutes (Dehumanizer) Album herausbrachten. Aus diesen Albumtracks besteht auch das ganze Set, plus zwei der drei neuen Songs, die auf Sabbath's "The Dio Years" vorgestellt wurden. Es gibt keine Ozzy-Songs, keine Rainbow-Songs und nichts von Dios Solowerken.

Es fehlt eigentlich kein wichtiger Song, außer vielleicht "TV Crimes" von Dehumanizer. Auch das auf der "Dio Years" vermißte "Sign of the Southern Cross" ist mit dabei. Die ganze Band ist in bestechender Form. Die Rhythmusgruppe mit Geezer Butler und Vinny Appice spielt so kraftvoll wie präzise. Und obwohl ich der Meinung bin, Drumsolos sollte man einzig und allein Koryphäen wie Neil Peart überlassen, ist Vinnys Solo doch einigermaßen kurzweilig. Tony Iommi haut nicht nur die Monsterriffs raus, sondern beweist auch, daß er ein exzellenter Sologitarrist ist, was man ja schnell mal vergißt. Dio steht - wie schon erwähnt - voll im Saft und schafft auch locker die hohen Töne. Wenn etwas nicht ganz stimmt, dann höchstens Ronnies S-Laute, die ein wenig so klingen, als säße das Gebiß nicht richtig. Aber jetzt bin ich wirklich kleinlich. Aber warum bitteschön wird der Keyboarder so verschämt hinter der Bühne versteckt und findet mit keinem Wort Erwähnung? Man muß erst in den Extras kramen, um herauszufinden, daß die Tasten von Scott Warren bedient werden, der schon früher mit Dio arbeitete. Showeffekte sind auf ein Minimum reduziert. Hier zählt nur eines: die Musik. Und die ist allererste Sahne.

Apropos Extras: die bestehen aus vier informativen Filmchen. Das "Road Movie" beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Aufbau des Sets, in "Hail the Gods of Metal" geht es um die Band, in "Meet the Mob" kommen die Fans zu Wort, und "Radio City" beschäftigt sich mit den Besonderheiten der Radio City Music Hall, wo dieses Konzert stattfand.


Back to the Trenches/Live 72-8
Back to the Trenches/Live 72-8
Preis: EUR 20,79

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mitreißende Livemitschnitte, 16. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Back to the Trenches/Live 72-8 (Audio CD)
"Back To The Trenches" bietet Liveaufnahmen aus verschiedenen Phasen der Nazareth-Geschichte. Natürlich haben nicht alle Aufnahmen den optimalen Klang. Die meisten sind aber gut hörbar und besitzen ein unverfälschtes Live-Feeling, das auf der hochgelobten, hach so perfekten 'Snaz nicht in dieser Intensität rüberkommt. Und nochwas: Nazareth sind nun mal keine Band für Klangfetischisten! Wie diese Kombination daneben gehen kann, zeigt "Snakes 'n' Ladders" recht eindrucksvoll.

Den Anfang macht ein Gig von 1972 in Kanada. "Morning Dew" wird in einer Wahnsinns-Version geboten. Dann folgt eine Reihe von Songs vom damals noch gar nicht erschienenen Album "Razamanaz". Alle Vier sind in Höchstform und strotzen vor Power, was nicht immer - besonders in den 80ern - der Fall war. Des weiteren: "Country Girl" vom Debüt (Akustik-Ballade), "Woke Up This Morning" und "Called Her Name" von "Exercises" und dazu noch über 9 Minuten "Black Hearted Woman" von den Allman Brothers. Mannys Gitarrenspiel ist überirdisch.

Der nächste Teil stammt von 1980 aus der Zeit mit Zal Cleminson und als sie dem Hardrock zeitweise den Rücken kehrten. Entsprechend durchwachsen klingen die vier Songs, die - mit Ausnahme von "Broken Down Angel" - alle von "Malice In Wonderland" stammen. Nichts gegen Zal - sein Gitarrenspiel ist eine Bereicherung. Nur war der Stil nicht mehr so powervoll. Aber auch hier ist alles pur und unverfälscht.

Die zweite CD beginnt mit einem Konzert von 1981. Zu der Zeit wurden Naz' von Billy Rankin an der Gitarre und John Locke an den Keyboards verstärkt. Doch klingt es nicht besonders nach 'Snaz, was leider vor allem am Klang liegt, der hier wirklich nicht besonders doll ist - alles etwas matschig, basslastig und (fast) mono. Zu den Songs: Es werden nur Klassiker gespielt: "Hair Of The Dog", Expect No Mercy", "Love Hurts" und "Shapes Of Things" (inkl. "Space Safari"). Die Keyboards sind dabei so gut wie gar nicht zu hören. Fazt: der überflüssigste Teil der Veröffentlichung, da alle Songs auch auf 'Snaz enthalten sind - und das in besserer Soundqualität.

Ein Jahr später spielten sie noch in der gleichen Besetzung. Doch hier sind auch Songs von "2XS" zu hören, was diesen Teil zu etwas Besonderem macht, da die sonst nicht in Liveversionen zu bekommen sind.

1983 waren sie wieder zum Original-Vierer geschrumpft. Es gibt drei Songs: "All Nite Radio" vom damals aktuellen "The Catch", "Razamanaz" und "Whippin' Boy" von "Sound Elixir". Klang auch hier suboptimal! Etwas seltsam ist es schon, daß die älteren Aufnahmen besser klingen als die neueren. Aber auch hier haben wir wieder zwei Songs, die es sonst offiziell nicht live gibt. Frage: Warum nahm man nicht Aufnahmen vom damaligen Rockpalast - Auftritt, der doch mit Sicherheit konserviert wurde?

Als Letztes noch ein paar Songs von einem Auftritt 1984 in gleicher Besetzung. "Ruby Tuesday" und "This Month's Messiah" stammen ebenfalls von "The Catch". Dazu gibt's noch "Telegram Pts 1-3".

Obwohl die Soundqualität nicht vom Besten ist, ist "Back To The Trenches" für Nazareth-Fans absolut Pflicht! Nur schade, daß nicht mehr aus der Zeit bis 1978 dabei ist.


Shaun das Schaf 1 - Abspecken mit Shaun
Shaun das Schaf 1 - Abspecken mit Shaun
DVD ~ John Sparkes
Preis: EUR 8,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein großes Vergnügen, wenn auch ein kurzes, 16. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Shaun das Schaf 1 - Abspecken mit Shaun (DVD)
Der heimliche Star des Wallace-und-Gromit-Films "Unter Schafen" mit einer eigenen Serie? Da durfte man gespannt sein!

Auf dieser DVD sind acht rund 7-minütige Episoden zu finden. Das macht zusammen noch nicht mal eine Stunde. Meine Vorredner (bzw. -schreiber) haben schon recht. Das ist ein bißchen wenig. Man hätte locker 20 Episoden auf einer DVD unterbringen können, zumal die Serie ohne gesprochene Worte auskommt und nicht mehrere Tonspuren nötig sind. Aber bei einem Preis von unter 10€ ist das gerade noch akzeptabel.

Zum Inhalt: Es geht um die Erlebnisse einer Schafherde, eines Schäferhundes namens Bitzer und einem Schafhirten. Während die Schafe - allen voran Shaun - allerlei Unsinn aushecken, muß Bitzer vor allem dafür sorgen, daß der Schafhirte nichts bemerkt. Obwohl Nick Park und Peter Lord nur als ausführende Produzenten in Erscheinung treten und nicht selbst Drehbücher schreiben, findet man auch hier ihren bisweilen anarchischen Humor. Besonders gelungen sind Anspielungen auf bekannte Filme (in der ersten Episode z.B. ist es "Rocky", in "Das kleine Horrorschaf" wird die wohl berühmteste Hitchcock-Szene angedeutet). Natürlich herrscht hier nicht die etwas düstere Atmosphäre von "Die Techno-Hose" und "Unter Schafen" vor. Es ist alles etwas kindgerechter. Fans von Wallace & Gromit und von "Chicken Run" werden trotzdem ihren Spaß haben.

Die Extras sind - trotz des ganzen ungenutzten Platzes - nicht eben viel. Da kann man den Titelsong - in der deutschen Version übrigens von Michael Pan gesungen, u.a. die deutsche Stimme von Data aus "Star Trek - The Next Generation" - karaokemäßig mitsingen. Dazu zwei kurze Clips mit Shaun - in einem tanzt er, im anderen führt er Kunststücke mit einem Ball vor - die jeder gerade mal 15 Sekunden lang sind. Ansonsten gibt es lediglich noch Werbung für weitere DVDs.

Punktabzug für die kurze Spielzeit, ansonsten aber - besonders für Aardman-Fans - uneingeschränkt zu empfehlen!


From Trash
From Trash
Preis: EUR 14,85

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die "Ultrastimme" ist zurück!, 17. September 2007
Rezension bezieht sich auf: From Trash (Audio CD)
John Foxx, Mitbegründer von Ultravox! (jawohl, das Ausrufezeichen gehört dazu), brachte 1980 mit "Metamatic" sein erstes Soloalbum raus, das an den Stil der Elektropop-Urväter Kraftwerk anknüpfte und diesen weiterführte. Das nächste Album "The Garden" klingt ein wenig nach einem verdünnten Ultravox!-Werk (nicht zufällig heißt darauf ein Song "Systems of Romance"), und danach verlor sich Foxx in immer seichteren Pop-Sounds. Längere Zeit vernachlässigte er die Musik und widmete sich anderen Kunstformen. Seit einigen Jahren ist er solo - mit eher langweiligen Ambient-Werken wie "Cathedral Oceans" - aber auch mit einem neuen Partner - Louis Gordon - in die Musikszene zurückgekehrt. Und letzteres ist Grund zur Freude.

"From Trash" klingt wieder nach dem John Foxx, der die Elektropop-Szene immens beeinflußte und Bands wie Yello, Human League und OMD erst möglich machte, und auch die Grundlagen zum späteren kommerziellen Erfolg von Ultravox (ohne Ausrufezeichen) schaffte. Obwohl alles etwas härter klingt und sich auch an die Techno- und Dancefloor-Jünger richtet (ist wohl Zeitgeist), gibt es auch wunderbare Melodien und schwebende Synthesizer-Sounds (z.B. "Another You"), die Erinnerungen an die innovative Post-Punk-Ära aufkommen lassen. Was ich etwas vermisse, ist die unvergleichliche Stimme, die hier nicht mehr so hymnisch wie zu Ultravox!- und "Metamatic"-Zeiten erklingt.

Wer wissen will, bei wem Leute wie Gary Numan in die Schule gingen, sollte hier unbedingt mal ein Ohr riskieren. Ich muß mir unbedingt noch Foxx' andere Zusammenarbeiten mit Louis Gordon zu Gemüte führen.


Last Stage
Last Stage
Preis: EUR 21,54

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The Lost Album, 17. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Last Stage (Audio CD)
Auf "The Last Stage" befinden sich größtenteils Songs, die 1983 für ein geplantes drittes Album für RCA (nach "Nightflight", 1981, und "Deliver Us from Evil", 1982) eingespielt wurden. Sie sind im Stil der genannten beiden Alben gehalten, bieten also hauptsächlich melodischen Metal und John Thomas an der Gitarre. RCA wollten eine Hitsingle, und als sie keine ausmachen konnten, verzichteten sie auf eine Veröffentlichung. Bis 1985 gingen Budgie immer mal wieder ins Studio, doch nichts davon wurde (bis jetzt) veröffentlicht, und so herrschte zwei Jahrzehnte Funkstille, bis 2006 für viele überraschend ein neues Album erschien ("You're all Living in Cuckooland", siehe dortige Rezensionen).

Wie schon erwähnt, findet man hier weniger den alten Bluesrock als vielmehr Melodic Metal unterschiedlicher Qualität. Die rockigeren Songs gehen meist gut ab ("House of a Sinner", "Same Old Sad Affair", "Sweet Fast Talker"), es gibt aber auch belanglose Schmonzetten wie "Signed Your Own Fate". Mehrere Songs befanden sich noch im Demostadium, so daß in etwa Soli fehlen, oder sie haben als Lyrics nur Textfragmente, die nur einen Eindruck von den Gesangslinien verschaffen sollten. Trotz allem ist der Klang insgesamt gut, von einigen (wenigen) Stellen abgesehen, wo offenbar das Masterband geknickt war.

Besonderheiten sind das Ike-&-Tina-Turner-Cover "Nutbush City Limits", das schon 1980 während der Sessions zu "Power Supply" aufgenommen wurde und als mögliche Single geplant war, und das bereits 1979 entstandene "Can't Get Up in the Morning", der einzige Song mit Rob Kendrick an der Gitarre. Obwohl es nie auf einem Album erschien, wurde es zu jener Zeit oft live gespielt. Von den Songs, die nach 1983 entstanden, ist "Picture on a Screen" wohl der beste. Man hat aber das Gefühl, daß sie zu jener Zeit nicht mehr wußten, wo sie hin wollten.

Obwohl dies ihre kommerziellste Phase war, ist "The Last Stage" eine Fundgrube für Budgie-Fans und -Sammler.


Live - The Way We Walk, Volume Two: The Longs
Live - The Way We Walk, Volume Two: The Longs
Preis: EUR 7,97

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigentlich ist alles schon gesagt worden..., 17. September 2007
Meine Vorgänger haben eigentlich schon alles gesagt, was es zu diesem Album zu sagen gibt. Trotzdem hier noch meine Analyse:

"Old Medley": 20 Minuten alte Genesis im modernen Sound und allein das Geld wert. Obwohl ein Medley, wirken die Songs nicht zerstückelt, sondern fügen sich zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Man hätte es auch "Genesis-Symphony" nennen können!

"Driving The Last Spike": Keineswegs langweilig, sondern der Beweis, daß die Pop-Genesis der 90er immer noch gute Progsongs zustande bringen konnten - wenn sie auch nicht mehr die Genialität der 70er erreichten.

"Domino": Selten so eine dynamische Version des Werkes gehört. Hervorragend!

"Fading Lights": Klingt erstmal nach typischem Collins-Pop, der besser auf "The Shorts" gepaßt hätte. Der ausführliche instrumentale Mittelteil, der an ihre Prog-Vergangenheit erinnert, hebt den Song aber über den Durchschnitt.

"Home By The Sea": Hoch leben die Achtziger! Wäre nicht "Second Home By The Sea", wäre dieser Song absolut belanglos. Und selbst das klingt mit seinen E-Drums sehr zeitbezogen. Von dem "Drum Duet" war ich noch nie ein großer Fan.

Keine vollen fünf Sterne (die würde nur ein Genesis-Live-Konzert total im alten Stil bekommen, am besten natürlich mit Hackett und Gabriel), aber Genesis-Fans der alten Stunde, die mit den Pop-Sachen der 80er und 90er nicht soviel anfangen können, können hier trotzdem bedenkenlos zugreifen, alleine schon wegen des "Old Medley"s.


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