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Rezensionen verfasst von
Renate Hupfeld (Hamm)

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Der Roboter Archimedes und die Rasselbande
Der Roboter Archimedes und die Rasselbande
Preis: EUR 0,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Archimedes aus dem Wald, 4. Oktober 2013
Alt, dumm, verrückt? Wird seine Arbeit als Gartenspezialist denn gar nicht mehr gebraucht? Fast kommen einem die Tränen, wenn man von dicken glänzenden Öltropfen liest, die dem todtraurigen Archimedes über die Metallhaut kullern und ihm die Antennenohren bis zum Boden hängen. Doch mit dem Schicksal des Alteisens will der kleine Roboter sich nicht abfinden. Bevor sie ihn verschrotten, flüchtet er und versteckt sich im tiefsten Wald. Dort finden wir ihn vor und freuen uns, wenn er sich auch damit nicht abfinden will. So verfolgen wir mit Spannung seine zweite Flucht, auf der ihn der Archimedes Song begleitet, den er sich selbst geschrieben hat. Nein, altes Eisen ist er nicht. Basta. Was erwartet ihn, als er nach langer Wanderung auf eine Ansiedlung von Menschen trifft? Findet er in den Gärten von Wirt, Feuerwehrmann, Bäcker oder auf dem Bauernhof neue Arbeit? Was werden General Peng, die Witwe mit der schwarzen Haube und Bürgermeister Bolle dazu sagen? Nun, da sind ja noch die Kinder, vor allem Timor, Sondra, Björn und Fletscher. Eine richtige Rasselbande mit sicherem Unterschlupf, guten Ideen und Leopold, einem Bild von einem Lehrer. Aber lest selbst.

Fullhouseempfehlung für Menschen ab sechs.


WIE MAN ERFOLGREICH E-BOOKS VERKAUFT. Exklusivinterviews mit Top-Autoren: 8. Auflage (Bücher für Autoren)
WIE MAN ERFOLGREICH E-BOOKS VERKAUFT. Exklusivinterviews mit Top-Autoren: 8. Auflage (Bücher für Autoren)
Preis: EUR 2,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frieling fragt, 23. Juli 2013
Als langjähriger Kenner des Buchmarktes gibt Ruprecht Frieling aus Autoren- und aus Verlegersicht eine umfassende Chronologie des digitalen Publizierens mit Seitenblick zu einem erfolgreichen E-Booker in Amerika und drei Kapiteln zur Entwicklung in Deutschland beginnend mit dem Geburtsjahr des Kindle über Jahr Eins nach Kindle bis zum Jahr Zwei nach Kindle.
Die fünfte Auflage seines Buches "Wie man erfolgreich E-Books verkauft" ist somit gleichzeitig ein Rückblick auf die Anfänge des selbstbestimmten Verlegens in Deutschland. Mit der Schaffung der Kindle Direct Publishing Plattform im Jahre 2011 wurden tausende Autoren mit einem Schlag independent. Unabhängig von Verlagskapazitäten und –programmen konnte plötzlich jeder Autor sein Manuskript ohne Klinken putzen, langes Warten und ohne großen technischen Aufwand digital publizieren. Frieling hat einige Protagonisten der deutschen E-Book-Szene befragt, denen der Sprung in die Bestsellerlisten des Kindle Shops gelungen ist. Wie erklären sie sich ihre Erfolge? Was hat sie nach oben gebracht? Waren es die sozialen Netzwerke, die Blogger oder sogar der Zufall? Alles scheint möglich im neuen Wunderland der Digitalisierung. Hanni Münzer bringt es auf den Punkt, wenn es im Inhaltsverzeichnis heißt: Das Geheimnis des Erfolges ist ein Geheimnis. Dabei scheint jedoch in einem Punkt Einigkeit zu herrschen: Wichtigste Voraussetzung ist ein gutes Buch.
Auch wenn ich mich frage, was mir erklärte oder unerklärliche Erfolgsgeschichten für meine eigenen Publikationen bringen, empfehle ich dieses Buch uneingeschränkt. Es bietet außer intelligent und spritzig dargestellten Einblicken in das Leben und Arbeiten einiger Top-Autoren umfassende Informationen und eine kompetente Einschätzung der Entwicklungen auf dem Buchmarkt im Zusammenhang mit der digitalen Revolution.
Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ bei mir, als Angehörige der Zielgruppe, das Gespräch mit Johannes Zum Winkel, der mit seiner Plattform xtme.de ein beachtenswertes Konzept des Buchmarketings geschaffen hat. Das von ihm gezeichnete Bild der Chart-Schaufenster, in die es ein Titel schaffen sollte, werde ich im Auge behalten. Jenseits von ausufernden Werbebemühungen in den Social Communities und fragwürdiger Rezensionsflut scheint mir seine Präsentation von ausgesuchten Büchern ein zukunftsweisender Weg zu sein, um Autoren und Leser zueinander zu bringen.


DER RING DES NIBELUNGEN. Ein Opern(ver)führer
DER RING DES NIBELUNGEN. Ein Opern(ver)führer
Preis: EUR 2,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Edelmetall oder Liebe?, 29. Januar 2013
Dass ich als überzeugte Anhängerin der Fraktion Wagner-nein-danke meine Vorbehalte beiseite lege und nun versuche, mich von einer anderen Seite diesem Komponisten des 19. Jahrhunderts zu nähern, ist der Erzählung „Der Ring des Nibelungen I – IV“ von Ruprecht Frieling zu verdanken.
Mein allererster Leseeindruck scheint meine Haltung zu bestätigen. Wie gehen die Figuren eigentlich miteinander um? Schöne Töchter, fiese Gestalten, Dämonen, Drachen, Intrigen, Raub, Mord, Erotik, Inzest, Psychosen. Nach One-Night-Stand und Ankündigung des Ring of Fire warte ich auf den Moment, wo es mich endlich packt. Das ist der Fall, als der unerschrockene Siegfried den Feuerring überwindet und zum ersten Mal in seinem Leben unsicher wird. Er entdeckt die auf den Felsen verbannte und verpanzerte Walküre und anstatt draufgängerisch den Panzer zu entfernen, agiert er liebevoll und sanft. Er hat sich verliebt. Schluss mit Horror. Endlich Liebe. Doch nein, es geht weiter mit Heuchelei, Intrigen und Gräueln. Mit einem k.o.-Drink wird Siegfried ausgeschaltet, erinnert sich an nichts und steckt mittendrin in diesem Pfuhl der Irrungen, Wirrungen und Grausamkeiten. Jetzt hoffe ich, dass die enttäuschte Amazone auf geschmeidigem Ross mit dem Schwert in der Hand das Ding herumreißt und den Helden zeigt, wie es geht. Doch nein. Sie schafft es nicht.
Zur Erstaufführung der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ in Bayreuth berichtete die Schriftstellerin Malwida von Meysenbug am 19. Juli 1876 ihrem Neffen: „Ich bin nämlich jetzt fast drei Wochen hier, wohne täglich den Proben bei und kann nur in Wahrheit sagen, daß etwas so Großes, so Außergewöhnliches in der Kunst noch nie dagewesen ist.“ Was machte Wagners Inszenierung seines vierteiligen musikalischen Dramas so außergewöhnlich? Die Antwort bekomme ich von Malwida auch nicht in ihrem „Lebensabend einer Idealistin“. Es ist ziemlich dürftig, wenn sie 1898 erinnernd schreibt: „Hier sollte ein Kulturwerk entstehen, wie die moderne Geschichte nichts Ähnliches aufzuweisen hatte, ein Kulturwerk im griechischen Geist, wo nur einmal im Jahr, losgelöst von den Fesseln der Alltäglichkeit, das deutsche Volk sich versammeln und im Spiegelbild höchster Kunstschöpfungen, sein eigenes edelstes Selbst verklärt erkennen sollte.“
Große Worte, doch worum geht es denn eigentlich? Ich nehme mir Frielings Erzählwerk noch einmal vor und fühle mich im ersten Bild des „Rheingold“ plötzlich wunderbar verstanden, wo er schreibt: „Die Rheinladies sind fest überzeugt, dass alles, was lebt, auch lieben will: Kein Lebewesen entsage der Liebe; also könne auch Alberich nie zu einer wirklichen Bedrohung für den Schatz werden.“ Die schönen Nixen irren. Das edle Metall wird geraubt und damit nimmt das Unheil seinen Lauf bis zum völligen Zusammenbruch der walhallischen Welt. Man kann es ruhig so stehen lassen, wenn der Erzähler im letzten Bild der „Götterdämmerung“ eine Frage in den Raum stellt: „Eine neue Zeit bricht an: die Ära der Menschen. Ob diese Spezies in der Lage ist, den Verlockungen des Goldes standzuhalten und ein freies und selbstbestimmtes Dasein zu führen?“
Wem es wichtig ist, zum 200. Geburtstag von Richard Wagner sein Halbwissen zu komplettieren und Vorbehalte abzubauen, die größtenteils auf Geschehnisse nach seinem Tod begründet sind, sollte diese Opernerzählung unbedingt lesen. Der Autor hat die in zeittypischer Sprache geschriebenen Libretti für heutige Leser übersetzt und mit Frieling’schem Humor so spritzig geschrieben, dass man beim Lesen meint, Instrumente und Gesang zu hören, die Figuren plastisch vor sich sieht und laut lachen muss, zum Beispiel wenn der Recke an der Dame des Hauses herumfummelt. Und den Aktualitätsbezug hab ich ja wohl im vorigen Abschnitt deutlich gemacht.
Fullhouseempfehlung!!!!!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 18, 2013 4:22 PM MEST


Das fliegende Sushi und andere Katastrophen
Das fliegende Sushi und andere Katastrophen
Preis: EUR 0,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zirkusbär ohne Termine, 29. Januar 2013
Vom feisten Koslowski, Sohn Holger und leergefressenem Kühlschrank in der Studenten WG, wie der tanzende Elefant die kleine Conchita wie ein rosa Wattebäuschchen sanft auf seinen graugefalteten Schädel bugsiert, wie für den Kater namens Kater bei Fressnapf ein Fressnapf erstanden wird, warum ein Wehrdienstler in den Siebzigern einen Besen brauchte und das jetzt Schnee von gestern ist und dass japanische Speisen an eingelegte Gartenschläuche erinnern können. All das kann man in den fünf Erzählungen von Matthias Zipfel lesen und sich über seinen sprudelnden Sprachwitz köstlich amüsieren. Mir jedenfalls ging es so. Und jetzt bin ich gespannt auf Zipfels Katz.


Udo Lindenberg liest die Weihnachtsgeschichte nach Udo
Udo Lindenberg liest die Weihnachtsgeschichte nach Udo
von Norbert Wieh
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warten auf den Erlöser ..., 25. November 2012
Ein schön gestaltetes Büchlein mit fein ausgesuchten Texten und Bildern sowie beigelegter CD mit dem Song "Du heißt jetzt Jeremias", Weihnachtsliedern und der von Udo vorgetragenen Weihnachtsgeschichte, die mit Lindenbergs unvergleichlicher Sprachkomik helle Freude bringt und so ganz nebenbei den verlogenen Kommerz und geheuchelten Weihnachtszauber entlarvt. Wer könnte dieses Warten auf den Erlöser, "der hier mal endlich Frieden schafft, den die Könige immer nur versprechen, wenn sie sich selbst ernennen" besser auf den Punkt bringen als er? Und so geht mir auch am Schluss während des Geläutes der Glocken vom Kleinen Michel der seit Jahrzehnten immer wieder mit derselben Intensität von Udo Lindenberg performte Song durch den Kopf: "Wozu sind Kriege da?"


Paris: Go Vista City/Info Guides
Paris: Go Vista City/Info Guides
Preis: EUR 3,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen City Guide???, 6. August 2012
Wenn ich im Kindle Shop einen Reiseführer kaufe und auf dem Reader die Einführung "Wie lese ich dieses E-Book?" sowie die "Zeichenerklärung" so klein geschrieben vorfinde, dass ich zum Lesen eine Lupe bräuchte, ahne ich, dass ich einen Fehlkauf getan habe. Wenn ich dann im Weiteren auf Audiodateien zur Einstimmung hingewiesen werde und darauf, dass diese nicht unterstützt werden, bin ich mir fast sicher, dass ich mir den Kauf hätte sparen können.
Trotzdem hatte ich bei den Gängen durch Paris den Reader dabei und hab versucht, die eine oder andere Information zu bekommen. Das war hauptsächlich in den "Top 10" der Fall, bei denen auch die Links funktionierten. Allerdings waren die zugehörigen Maps wiederum so winzig dargestellt, dass ich das Abrufen sehr bald aufgab. Dasselbe gilt für den vorgeschlagenen "Rundgang durch Paris".
Ich empfehle, diesen Reiseführer neu zu konzipieren unter Berücksichtigung der Besonderheiten eines E-Books und dessen Handhabung. Dazu gehören für mich eine gut leserliche Anleitung gleich nach der Titelseite sowie lesbares Kartenmaterial. Ein Register aller Sehenswürdigkeiten in alphabetischer Reihenfolge hätte ich mir auch gewünscht, damit ich mir die einzelnen nicht immer wieder aus dem Inhaltsverzeichnis herausfischen müsste.


DER BÜCHERPRINZ oder: Wie ich Verleger wurde (Bücher für Autoren)
DER BÜCHERPRINZ oder: Wie ich Verleger wurde (Bücher für Autoren)
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Folge deinem Stern, 13. Juli 2012
Diese Lebens(abschnitts)geschichte hab ich sehr gerne gelesen und einige Jahrzehnte volles Leben mit Spannung verfolgt, von der klerikal kleinstädtischen Enge eines westfälischen "Örtchens" mit Kirche und Bahnhof über das Big Pink der Sechziger und Siebziger, dem Wirtschaftswunderland mit abgeteilter "Hälfte" bis zur gesicherten Existenz eines Fotografen und erfolgreichen Verlegers. Frieling schreibt die Dinge so wie sie sind. Besonders gefallen hat mir das Motto "Folge deinem Stern". Ich wünsche dem Verfasser, dass ihm das weiterhin gelingt und freue mich auf weitere Geschichten von Wilhelm Ruprecht Frieling.


Im Museum
Im Museum
von Hartmut Lange
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial anders, 10. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Im Museum (Gebundene Ausgabe)
Seltsam, überraschend, unheimlich, spannend, schnörkellos, manchmal beinahe banal anmutend, immer am Rande von Abgründen. Ich habe selten so eine großartige Schreibe erlebt, genial anders.
Zurzeit belohne ich mich täglich mit einer der sieben Erzählungen. Ort der Handlung ist in jedem Falle das Deutsche Historische Museum in Berlin. Schon den ersten Satz in Erzählung IV finde ich allererste Sahne: "Ich gebe zu, ich mache mir unnötige Gedanken, und ich hatte unlängst die Gelegenheit, vor einem dunklen Korridor zu sitzen."
Gerne würde ich die "literarischen Kostbarkeiten" (Peter Henning/Basler Zeitung auf der hinteren Umschlagseite) von Hartmut Lange auf dem Kindle lesen, das ist aber wohl leider (noch) nicht möglich.


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