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Rezensionen verfasst von
Marco Weischi

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Electrified
Electrified
Preis: EUR 18,27

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5.0 von 5 Sternen Bandklassiker!, 16. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Electrified (Audio CD)
Nachdem sich Ex-Pinkie Sänger Andi Deris 1994 Richtung Helloween verabschiedet hatte befanden sich PC'69 eine Weile lang im musikalischen Niemandsland ohne so genau zu wissen wohin die Reise eigentlich gehen soll. Schon das letzte mit Andi Deris eingespielte Album "Games People Play" war um einiges düsterer und ernster als seine beiden Vorgänger ausgefallen. Ein Zustand der sich 1995 mit dem Album "Change" (ab sofort mit dem Engländer David Readman am Mic ) noch um einiges verstärken sollte. Vorbei waren die Zeiten als Pink Cream 69 für sehr eingängigen melodischen Hardrock standen, auf dieser Scheibe gings sehr alternativ-like und grungig zu. Von Seiten der Fans kam es wie es kommen musste - das Werk floppte bei einem Großteil der Anhängerschaft (und an den Verkaufskassen) monumental. Zu allem Überfluss verlor die Band dann auch noch den Majorvertrag mit Epic/Sony und nicht wenige (mich mit eingeschlossen) gaben auf der Band keinen Pfifferling mehr.

1997 dann die kommerzielle und vor allem künstlerische Wende. Ausgestattet mit einem neuen Plattenvertrag nahmen die Jungs das gute bis sehr gute "Food For Thought" - Album auf. Genretechnisch war das Material auf der Scheibe immer noch ein wenig in modernere Rockgefilde anzusiedeln, allerdings gab es nun auch wieder verstärkt die zwingenden Melodien und Hooklines die man vor allem auf "Change" noch so vermisst hatte. Ein Jahr später dann der ganz große Knall in Form von "Electrified".

Was auf diesen Album gezockt wird, ist kaum zu fassen. Allerbester Melodicrock, vom Härtegrad her oft an der Grenze zum Metal, ganz große Melodien, arschgeile Soli, göttlicher Gesang von David Readman (Andi Deris? Kennsch net!) und Hits,Hits,Hits!


Hungryheart
Hungryheart
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Melodic Rock vom feinsten, 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Hungryheart (Audio CD)
Mensch, was sind die Italiener zur Zeit fleissig! Nachdem in den letzten Jahren musikalisch bereits einige großartige Epic Metal Sachen und ein paar gutklassige Sleaze und Glambands aus dem "Stiefelland" zu uns rübergeschwappt sind, gibt es jetzt immer mehr AOR und Melodic Rock Klänge aus Bella Italia zu entdecken. In Punkto melodischen Rock konnten da zuletzt Myland auf sich aufmerksam machen und für durchweg wohlwollende bis euphorische Reaktionen sorgen - da will eine Band wie Hungryheart natürlich nicht hinten anstehen und legt mit ihrem selbstbetitelten Debüt gleich mal nach.

Der Sound von Hungryheart ist durch und durch von den Rockgrößen der 80iger Jahre beeinflusst. Hier ein bisschen Danger Danger, dort eine Prise Bon Jovi, dann noch ein wenig Bad Englisch und Whitesnake, fertig. Im Vergleich zu Myland hört sich die Combo sogar noch ein wenig "amerikanischer" an. Das kann man vor allem an dem Gesang von Frontmann Josh Zighetti festmachen. Der klingt mit seiner völlig akzentfreien Stimme, die irgendwo zwischen Mike Tramp, Jon Bon Jovi und David Coverdale liegt, dermaßen ur-amerikanisch das man beim ersten Hören des Longplayer schwören könnte eine bisher unbekannte End-Achtziger Amiband zu hören.

Wer auch nur ansatzweise was mit den von mir bereits genannten Bands anfangen kann muss hier also reinhören. Hymnen wie "Rock City", "Stealing the Night" oder Hard Lovin Woman" gehen ab wie Schmidts Katze und für nen Song wie "River of Soul" hätten Cinderella früher getötet!


Hell City Glamours
Hell City Glamours
Wird angeboten von INNER PEACE MUSIC
Preis: EUR 14,00

4.0 von 5 Sternen Australia rocks!, 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Hell City Glamours (Audio CD)
Und immer wieder Australien! Was in den letzten ein bis zwei Jahren bereits alles an guter Rockmusik aus dem fünften Kontinent über dem Pazifischen Ozean zu uns rübergeschwappt ist, ist schlichtweg unglaublich. Den Anfang machten Airbourne, die bereits jetzt als DAS "Next Big Thing" und als legitime Nachfolger AC/DC's gelten und auch im Rock Dungeon reviewten wir in regelmäßiger Wiederkehr richtig gute Aussie-Bands wie Maeder oder zuletzt Fallen Silver. Mit den HELL CITY GLAMOURS gesellt sich jetzt noch eine weitere, vielversprechende Combo aus dem Land der Kängurus und Koalas dazu.

Die vier Jungs aus Sydney konnten in ihrer Heimat in den letzten vier Jahren bereits durch diverse EP-Releases und ausgiebigem Touren auf sich aufmerksam machen und dabei schon eine kleine aber feine Fanbase aufbauen. Die Hell City Glamours sind also alles andere als Grünschnäbel - und genau diese Tatsache bzw. die gesammelte musikalische Erfahrung macht sich auf ihrem selbstbetitelten Debütlongplayer mehr als bemerkbar.

Zu hören gibt es einen coolen Mix aus knochentrockenem Seventies Hardrock ("One Night Only") Songs wie sie die frühen Aerosmith nicht besser hätten spielen können ("The Money"), glammigen Ohrwürmern ("Back To You") und sogar funkig angehauchte Songs wie "High Brow", der seinen leichten Red Hot Chili Peppers Touch kaum verbergen kann. Für mehr als genug Abwechslung ist beim Debüt der Hell City Glamours also gesorgt - und jetzt seid ihr dran: reinhören, abrocken, kaufen


Barely Illegal
Barely Illegal
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 18,75

5.0 von 5 Sternen Fetter Hardrock aus Schottland, 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Barely Illegal (Audio CD)
Ihr wollt frischen unverbrauchten Hardrock? So richtig schön auf die Fresse, zum mitbangen, zum spießigen Schlager-hörenden Nachbarn ärgern oder einfach nur zum mitrocken? Dann wird es allerhöchste Zeit die Mucke von Wired Desire anzutesten. Die 5 Schotten, die allesamt noch am Anfang ihrer 20iger stehen spielen einen frischen Mix aus AC/DC beeinflussten Hardrock, einer gehörigen Portion Seventies Rock der Marke Nazareth und Sleazerock den Bands wie Guns N' Roses und Faster Pussycat zu aller Ehre gereichen würde.

Kieran Daly (Vocals), Jam (Lead Guitar), Eddie Edwards (Rhythm Guitar), The McClymont (Bass) und Jeeves Hardy (Drums) zocken auf ihrer Debüt EP "Barely Illegal" dermaßen straight und abgeklärt drauf los, das es eine wahre Freude ist. "No One Sleeps", der erste Song der knapp 16 Minuten langen EP nimmt gleich von Anfang an keine Gefangenen. Stellt euch eine Mischung vor aus Aerosmith, als sie noch Medizinballgroße Eier hatten, junge AC/DC und Gotthard zu Zeiten ihres Debütalbums . Frontmann Kieran klingt hier sogar ein wenig nach Steve Lee. Mit "The Hard Stuff" geht es dann munter weiter - mit unwiderstehlichem Groove beschwören Wired Desire hier den Geist alter Songs ihrer Landsmänner von Nazareth herauf. Das sich ununterbrochen durch den Song ziehende Leitriff erinnert sehr an alte Hardrockkracher wie "Hair of the Dog", allererste Sahne. Wer dabei noch seine Beine stillhalten kann, leidet entweder unter Muskelschwund oder ist bereits tot.

Es kann nicht besser werden? Falsch gedacht! "Damn Hard" setzt dem geilen Gerocke entgültig die Krone auf. Killermelodie, Killerbridge, Killerchorus, Killersoli. (ich tanz hier übrigens gerade, während ich dieses Review schreibe, quer durch meine Bude, spiele Luftgitarre und verliere mindestens 2 Kilo an Gewicht). "Ride", der Abschluss der EP steht den anderen Songs ebenfalls in nichts nach. Ein weiterer Uptempo-Hammer, der sich selbst auf "Appetite for Destruction" von den alten Gunners verdammt gut gemacht hätte.

Der Sound der selbstproduzierten EP lässt ebenfalls keine Wünsche offen, ich hab da schon Alben viel etablierterer Combos gehört, die sich deutlich schlechter angehört haben. Also Leute, worauf noch lange warten? Hier ist schleunigstes bestellen angesagt!


Neon Nights
Neon Nights
Preis: EUR 11,71

4.0 von 5 Sternen Gutklassiger Hardrock aus Griechenland, 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Neon Nights (Audio CD)
Griechenland und Hardrock? Das hat sich in der Vergangenheit ungefähr so verhalten wie Italien zu guten klassischen Metal - absolute Fehlanzeige. (Ich freu mich schon auf die Hassmails einiger aufgebrachter Rhapsody of Labyrinth Fans...). Mal abgesehen von so obskuren Bands wie Raw Silk Anfang der 90iger konnte daher landesweit bisher keine weitere Band aus diesem Genre auf sich aufmerksam machen. Dieser Zustand soll sich jetzt allerdings in Form der Band W.A.N.T.E.D. ändern. Die 4 Jungs gründeten ihre Band im Jahr 2001 und betourten seitdem regelmäßig die bekanntesten griechischen Rock-Clubs. Ausserdem hatten sie die Möglichkeit im Vorprogramm von Bands wie Bonfire, Dokken, White Lion und Whitesnake zu spielen. Nachdem sie 2003 ihr erstes Demo "Shit Happens" aufgenommen haben und im Jahr darauf sogar die Chance erhielten einen Song für den Firehouse-Tribute-Sampler "Don't Tribute Bad" einzuspielen folgt nun also mit "Neon Nights" ihr erster offizieller Longplayer.

Soundtechnisch irgendwo zwischen Bands wie Firehouse, White Lion und einer Prise Faster Pussycat (Sänger Mekky Mess erinnert mich stimmlich ziemlich oft an Taime Downe) kann die Musik der Combo dann auch richtig Spass machen. "Old Ball n' Chain" startet mit einem geheimnisvollen orientalischen Intro um sich kurz darauf zum oberamtlichen Uptempo-Track zu entwickeln. Klasse Gitarrenarbeit, sparsam aber effektiv eingesetzte Keyboards und ein eingängiger Chorus machen den Song zu einem klarem Gewinner. "Baby on Board" und "Plug in to the Rythm" schlagen in die selbe Kerbe wie der CD-Opener , besonders der letztgenannte Track kann auf ganzer Linie überzeugen. Natürlich darf auch bei W.A.N.T.E.D. die obligatorische Ballade nicht fehlen, allerdings kann mich "Somebody Loves You" nicht ganz so mitreissen wie die schnellen Songs davor, das Stück ist mir dann doch eine Spur zu kitschig. Von den restlichen "Neon Nights"-Songs können noch der Bluesrocker "Night Song" (Cinderella meets Little Caesar!) und das funkige, an Extreme angelehnte "Candy Store" überzeugen. Das restliche Songmaterial weist zwar besonders gegen Ende hin, den ein oder anderen Durchhänger auf aber da es sich hier um das erste Album der Combo handelt wollen wir da mal noch ein Auge zukneifen.

Fazit: "Neon Nights" ist ein gelungenes und zudem noch sauber produziertes Debütalbum. Die rockenden Griechen sollte man in den nächsten Jahren auf jeden Fall im Auge behalten, ich bin mir sicher das von den 4 Jungs in der Zukunft noch einiges zu erwarten ist!


Eatin  Ain'T Cheatin
Eatin Ain'T Cheatin
Preis: EUR 17,98

4.0 von 5 Sternen RATT lassen grüßen..., 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Eatin Ain'T Cheatin (Audio CD)
Im Zuge des aktuellen kleinen Glam und Sleaze Revivals signt das in Houston,Texas ansässige Hardrock Label Perris Records derzeit alle möglichen und unmöglichen Bands die entweder schonmal in den "glorreichen" Achtzigern aktiv gewesen sind oder sich auch nur im entferntesten danach anhören.

In dieser illustren Hairmetal-Runde befinden sich dann zum einen ein paar ehemalige End-Achtziger MTV-Faves wie Babylon A.D. , Vain oder die Dangerous Toys als auch ein paar aufstrebende Newcomerbands die mal mehr - mal weniger gelungen den Spirit der Rockin' Eighties in ihrem Sound zu reproduzieren vermögen. Sweet Cheater sind eine dieser neuen, noch weitestgehend unbekannten Kapellen. Benannt nach der 1983er Ratt EP "Sweet Cheater" schlagen die 5 Jungs aus Boston soundtechnisch auch gleich in die selbe Kerbe wie ihre offensichtlichen Vorbilder.

Wobei das Wort Newcomer bei Sweet Cheater dann vielleicht doch nicht ganz so angebracht zu sein scheint, "Comeback-Künstler" wäre da schon passender. Wurde ihr Debüt doch bereits Ende der 80iger Jahre aufgenommen um damit bei diversen Plattenfirmen (leider Gottes glücklos) hausieren zu gehen. Erst jetzt im Jahr 2006 hat sich der Gitarrist und Gründer der Band Tom Flaherty nochmal des Albums angenommen, es remastert und schlussendlich doch noch bei den Herrschaften von Perris Records unterbringen können.

Man könnte nun natürlich denken das es sich beim Songmaterial von Sweet Cheater um wertlose Ausschussware und 08/15 Rock handelt, aber weit gefehlt. Von der Stilistik her eine Mischung aus Ratt zu "Detonator"-Zeiten,Kix und Tesla handelt es sich bei den 10 Albumsrockern um durchweg gute, konkurrenzfähige Sleazekost. Songs wie "All Fired up", "Money's Tough" und "Dancin' on my Grave" bringen jedes Rockerherz zum kochen und animieren bereits nach dem ersten Hören zum akuten Dauerfusswippen. Der remasterte Sound der Produktion klingt teilweise ein wenig rauh ist aber durchaus hörenswert, ich hab da in meinen fast 16 Jahren Rock und Metal Abhängigkeit schon schlechteres zu Ohren bekommen. Man darf gespannt sein ob die Jungs mit demnächst vielleicht anstehenden neuen Material eine ähnlich gute Figur machen werden oder ob da sogar noch Luft nach oben ist. Wünschen würd ich es mir zumindestens!

Für alle 80iger Jahre Die-hard Hardrock und Sleaze Freaks eine ganz klare Kaufempfehlung!


Roll The Dice
Roll The Dice

3.0 von 5 Sternen Vergessene Hair Metal Perle, 14. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Roll The Dice (Audio CD)
Als die Hair Metal Welle Ende der 80iger Jahre auf ihrem Höhepunkt angekommen war versuchten unzählige Bands in- und ausserhalb der L.A.-Szene ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen und die nächsten Winger, Warrant oder Poison zu werden. Einige wenige schafften dies sogar aber trotzdem gab es immer noch unzählige, nicht minder talentierte Combos die während des damaligen Booms einfach auf der Strecke blieben. Eine dieser vergessenen Bands sind die 1988 in Florida,USA gegründeten Kidd Havok. Die 4 Jungs errangen durch regelmäßige Liveauftritte eine kleine Schar von Anhängern und auch im lokalen Radio und TV-Sektor sowie in diversen Rock und Metal-Magazinen konnten sie schnell mit ihrem selbstproduzierten 10-Track Demo auf sich aufmerksam machen. Leider war es Kidd Havok trotz aller Anstrengungen letztendlich nicht möglich den so heiss ersehnten Plattenvertrag zu bekommen und so trennte sich die Band 1994 scheinbar für immer.

12 Jahre danach - inzwischen existiert ein australisches Plattenlabel namens Suncity Records, das sich zur Aufgabe gemacht hat vergessene 80iger Jahre Hardrockperlen neu aufzulegen und zu remastern. Unter anderem konnten sie sich auch das alte 10-Track Demo von Kidd Havok sichern. Und es ist wirklich erstaunlich wie gut das "Roll The Dice" betitelte Album klingt. Die Produktion kann mit druckvollen Drums und bratenden Gitarren sowie sehr gut abgemischten Gesang aufwarten. Auch das Songmaterial lässt keine Wünsche offen. Tracks wie "1 Push" oder "Entertainment 4 Tonight" sind Ohrwürmer allererste Kajüte und brauchen den Vergleich vor Genregrößen wie Skid Row, Warrant oder Extreme nicht zu scheuen. Alles in allem ein gefundenes Fressen für jeden 80iger Jahre Hardrock/Hair Metal Fan.

Suncity Records hält für die Zukunft sicher noch einiges an versteckten Hardrockperlen parat und Kidd Havok haben sich inzwischen sogar wieder zusammengefunden um an einem neuen Album zu arbeiten. Prima Sache, das!


Alexandros
Alexandros
Preis: EUR 18,06

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Epischer Metal aus Griechenland, 12. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Alexandros (Audio CD)
Vertonte „Geschichtsstunden“ sind im Metal ja nun nicht wirklich eine Seltenheit. Iced Earth befassten sich ausgiebig mit der Schlacht um Gettysburg, Manowar hatten schon immer einen ausgesprochenen Hang zu den Göttern der nordischen Mythologie und die alten Recken von Running Wild liebten auf dieser Welt nichts so sehr, wie über fiktive und ehemals real existierende Piraten zu singen.

Und auch die griechischen Power Metaller von Sacred Blood sind in diesem Metier keine Neulinge. Auf ihrem 2008 erschienenem Debüt „The Battle Of Thermopylae: The Chronicle“ musizierten sie bereits über die klassische hellenische Geschichte um den Spartanerkönig Leonidas und dessen Widerstandskampf gegen das persische Reich.

In diesem Jahr erscheint mit „Alexandros“ ihr inzwischen zweiter Longplayer. Wiederum ein Konzeptalbum und diesmal geht es um niemand geringerem als Alexander, den Großen.

Der Sound der vier Griechenmetaller orientiert sich offensichtlich an Vorbildern wie Virgin Steele, aber auch ältere Manowar und eine Prise Iced Earth sind im Klangbild zu entdecken.Letzteres ist vor allem am Gesang von Epeios Focaeus festzumachen. Die Stimmfarbe des Mannes erinnert nicht gerade selten an Matt Barlow.

Das Album startet mit einem sehr atmosphärischen, von Dudelsäcken begleiteten gesprochen Intro und gipfelt mit „The Bold Prince of Macedonia“ in einen feinen Midtempostampfer. Üppig instrumentiert, mit viel Pathos, Doublebass-Gewitter und sehr eingängig, so kann es gerne weitergehen.

Ähnlich episches servieren uns die Jungs mit „The Battle of the Granicus (Persian on Throes)”. Das durchgängige Grundriff der Nummer erinnert an beste Running Wild – Zeiten, gefolgt vom nächsten Zwischenspiel „Phalanx Invicta“ das nach ruhigem Beginn mit griechisch gesprochenen Kampfgeschrei aufwartet und zu „Marching To War“ auffordert.

Danach gibt es mit „Golden Shields to the Sky“ ein weiteres kleines Zwischenintro das vor allem instrumental Paralellen zu Filmen wie „Braveheart“ und „Gladiator“ aufweist.

Insgesamt fällt über die komplette Spielzeit von „Alexandro“ auf, wieviel Liebe in diesem Longplayer gesteckt wurde. Epischer hymenhafter Powermetal wechselt sich über die komplette Laufzeit ab mit folkloristischen Elementen und Fanfaren („Before the Gate of Ishtar“) und Unmengen an im Metal eher unüblichen Instrumenten(Dudelsäcke, Geigen etc.)

Mein einziger kleiner Kritikpunkt sind die etwas zu drucklos abgestimmten Gitarren. Da hätte ich beim nächsten Album der Jungs gerne noch etwas mehr „Wums“ dahinter.

Sacred Blood haben das Zeug dazu im Konzert der Großen mitzuspielen. Ein durch und durch gelungenes Stück Schwermetall.


Midnight Killer
Midnight Killer

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geiler Rock aus Down Under, 12. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Midnight Killer (Audio CD)
Australien war und ist nicht erst seit gestern stets Garant für guten, ehrlichen handgemachten Rock. Die Rocker wachsen dort also sprichwörtlich quasi schon fast auf den Bäumen. Im Falle der Dead City Ruins lief es allerdings ein wenig anders als üblich. Die fünf Jungs aus Melbourne haben sich nämlich im Jahr 2007 auf dem „alten Kontinent“ in London gegründet, wo sie sich dann auch erstmal für die nächsten drei Jahre ordentlich den Arsch in diversen Klubs abgespielt haben und zwischendurch die EP „Lost In London“ aufnahmen.

2010 kehrten sie wieder zurück in ihre alte Heimat um eben genau dort ihr Debüt „Midnight Killer“ einzuspielen. Man sollte jetzt allerdings nicht den Fehler machen und denken „Ok, sie sind Aussies, sie rocken, sie klingen sicher genauso wie AC/DC und Rose Tattoo!“ – mitnichten. Was man zu hören bekommt ist im allerbesten Sinne dreckig-roher Schweinerock. Stellt euch vor Guns N‘ Roses hätten zu Zeiten ihres Debüts heimlich zusammen mit Glenn Danzig und den Poor Boys einen durchgezogen und wären dann direkt für eine spontane Bandsession in ein Aufnahmestudio gepilgert („Where You Gonna Run“) . Der Gesang von Vocalist Jake Wiffen lässt sich wohl auch am ehesten als Mischung aus Glenn Danzig, Axl Rose und James Hetfield beschreiben.

„Damn My Eyes“ ist ein eingängiger Straight-Into-Your-Face Rocker , inklusive geilem Riffing, wummernden Bass und fettem Soli. Der Titeltrack „Midnight Killer” ist nicht weniger mitreissend, auch hier besteht akute Fußmitwipp – Gefahr.

Der interessanteste und gleichzeitig auch längste Song auf dem Longplayer ist das fast siebenminütige „Blues“. Langsam und lässig baut sich hier – unterstützt durch dem ruhigen, aber unterschwellig auch irgendwie bedrohlichen Gesang Jake Wiffen’s - eine angespannte Atmosphäre auf, die dann zur Mitte des Songs in einem Schrei plus Riffgewitter gipfelt.

Die Dead City Ruins haben mit „Midnight Killer“ ein ziemlich heisses Eisen im Feuer. Wer auf 70’s und 80’s beeinflusstem Hardrock steht und mal wieder was Neues und erfrischend Unpoliertes in seinen CD Player schieben möchte, kann mit ihren Debüt nichts verkehrt machen.


Unbreakable
Unbreakable
Preis: EUR 16,72

4.0 von 5 Sternen Erstklassiger AOR von der Insel, 11. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Unbreakable (Audio CD)
AOR und Melodic Rock "von der Insel" erfreute sich unter Genreliebhabern in den letzten drei Jahrzehnten sicher nicht allzu geringer Beliebtheit. Zwar heisst es in regelmäßigen Abständen immer wieder, dass klassischer Hardrock in Großbritannien so gut wie tot sei, aber wenn man die musikalische Landschaft mal etwas genauer betrachtet, gab und gibt es doch immer wieder viele vereinzelte kleine und große Perlen zu entdecken.

Was wäre das Genre z.B. ohne die Klassiker der Engländer Magnum? Oder Dare? FM? Strangeways? Man könnte die Liste fast beliebig lange weiter führen und trotzdem immer wieder etwas Neues finden.

Und genau an diesem Punkt kommen Escape ins Spiel. Die segeln mit ihrem Debütalbum "Unbreakable" nämlich ziemlich genau in den selben Gewässern wie die von mir oben genannten Gruppen.

Speziell von den Genregöttern FM und den Strangeways scheinen sich die Herren eine ganze Menge abgeschnitten zu haben. Die Stimmfarbe von Frontmann Stevie klingt wie eine Mixtur aus Terry Brock und Steve Overland, die majestätische Tastenarbeit von Keyboarder Roland Moog (Kein Scheiss, der heisst wirklich so!) ist absolut erstklassig und auch die Drums und die Gitarrenarbeit lassen absolut keine Wünsche offen. Hier sind absolute Profis am Werk die in der Vergangenheit unter anderem bereits mit Magnum Sänger Bob Catley musiziert haben.

Der Longplayer startet mit der hymnischen Upbeat – Nummer „Still Alive“, deren dominante Keyboards in den nächsten knapp 50 Minuten absolut charakteristisch für das Album sein werden. Der erste richtige Höhepunkt - und für mich im Grunde genommen auch der wahre Albumopener - folgt gleich darauf mit dem Titelsong „Unbreakable“. Was die Jungs in dem Song abziehen ist britischer AOR at its Best! Vielleicht geht es nur mir so, aber ich hör hier sogar deutliche Parallelen zu FM’s „That Girl“ vom 1986er Klassiker „Indiscreet“ raus.

Weitere Highlights gibt es mit dem beschwingten „A Night To Remember“ , der an Tyketto erinnernden Nummer „Moment In Time“ und dem Rocker „Rescue Me“, der vor allem durch die geile Gitarrenarbeit punkten kann.

Fazit:

Freunde des tief in den Achtziger Jahren verwurzelten AOR made in the UK kommen an Escape nicht so einfach vorbei. Wenn die Jungs beim nächsten Album vielleicht sogar noch ein klitzekleines bisschen eigenständiger zur Sache gehen, erwarten uns von Escape in den nächsten paar Jahren noch einige große Dinge! ([...])


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