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Rezensionen verfasst von
Rock Tullie (Bedburg-Hau, NRW)

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Blue Guitar - A Collection of Songs
Blue Guitar - A Collection of Songs
Preis: EUR 8,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Begehrlichkeiten der Plattenfirma????, 3. April 2007
Ich will gleich eines vorwegnehmen, auf dieser Doppel-CD sind wirklich gute Bluessongs von Chris Rea's Jahrhundertwerk Blue Guitars. Von daher gebe ich auch so gerade noch drei Sterne. Aber es sei ganz klar gesagt, die überragenden 11 CD's taugen nicht zu einem Zusammenschnitt wie sonst bei Best of... oder Hitzusammenstellungen. Ich habe hier eher so ein wenig das Gefühl, dass die Plattenfirma gemerkt hat, was Chris Rea mit den Blue Guitars gelungen ist und will sich jetzt seinen Teil vom Kuchen abschneiden und veröffentlicht eine Doppel-CD, die sich vielleicht für ein Mainstream Publikum leichter verkaufen lässt, als das Ear-Book. Vielleicht soll hier auch der Name Chris Rea noch einmal ein normales Plattencover zieren, wer weiß es schon. Was kommt als nächstes, Chris Rea's Herzklopfenblues??? O.K. das war ein wenig Zynismus, aber ich verweise gerne auf das, was ich am Schluss zu meiner Rezension des Ear-Books geschrieben habe, wenn Plattenfirmen die Verkaufsstrategie bestimmen. Für alle, die sich wirklich für den Blues von Chris Rea's Blue Guitars interessieren, tut Euch diese Doppel-CD nicht an, kauft Euch das Ear-Book, weil es ein einfach zeitloses, wirkliches Meisterwerk ist. Man bekommt die vollen 137 Songs für rund 50,- €. Hier auf der Doppel-CD sind nur 22 Songs drauf. Wie eingangs gesagt, die Songs sind alle klasse, da gibt es keinen Zweifel, von jeder der 11 CD's zwei Songs. Aber wer das Ear-Book kennt, wird diese Zusammenstellung verschmähen. Es taugt noch nicht einmal als Geschenk, weil nur das Ear-Book mit seiner liebevollen Gestaltung einen wahren Wert darstellt. Also, Finger weg und holt Euch alle Songs!!!!!


Livin' Every Day
Livin' Every Day
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 22,95

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blues vom Feinsten, 26. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Livin' Every Day (Audio CD)
Diese CD war mein Einstieg zu Walter Trout, als ein Kollege mal meinte: "Hör Dir das mal an." Blues war schon irgendwie immer auf meiner Linie, aber John Lee Hooker z.B. wurde mir nach einer Zeit immer etwas eintönig (so gut er auch war). Schon die ersten Klänge von Livin' 'every Day haben mich vom Hocker gehauen. Blues in einem Rockgewand und dann auch noch mit tollen Meleodien war mir bis dato noch nicht untergekommen. Die ersten drei Songs sind im besten Sinne so genial, weil schnörkellos, direkt und frei von allen Konventionen irgendwelcher schlauen Produzenten. Wer danach glaubt, was soll denn noch kommen, wird angenehm enttäuscht. Tolle Balladen, vollkommen ohne Schmalz (Anspieltipp: Nothin'' but the Blues), Instrumentalmusik und immer wieder krachender Blues. Als Anspieltipp für die Vielseitigkeit der Kompositionen mag Apparitions dienen, quasi ein Stück getreu dem Motto Blues meets Country. Die Stücke 13 und 14 sind tolle Neuaufnahmen älterer Songs von Walter. Alles in allem genießt Livin'' every Day bei mir einen Sonderstatus, da es die erste Scheibe war, die ich von Walter Trout hören durfte. Die Platte hat keinerlei Ausfälle. Und dass Walter Trout zu den besten seines Fachs auf einer Fender gehört, wird hier selbstverständlich ebenfalls deutlich.


Aqualung (New Edition)
Aqualung (New Edition)
Preis: EUR 5,99

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Superalbum, 24. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Aqualung (New Edition) (Audio CD)
Aqualung ist bis heute Jethro Tull's wichtigstes Album, weil es sie mit einem Schlag weltberühmt gemacht hatte. Auf diesem Album ist Locomotive Breath, der Song, der mich zum Tullfan werden ließ. Diese Explosion im positiven Sinne war, wenn man Ian Anderson Glauben schenkt, nicht absehbar. Die Aufnahmen und die Produktion standen unter einem schlechten Stern. Das Studio war brandneu und nicht erprobt, zu keiner Zeit bekamen Jethro Tull den Sound hin, der ihnen vorschwebte. Folglich war die Stimmung eigentlich schlecht, die Musiker waren genervt und wähnten sich außer Form. Sogar der für sein solides Spiel bekannte Martin Barre hatte seine Schwierigkeiten mit den technischen Hindernissen. Einzelne Parts wurden daher von Ian selber eingespielt (vgl. Interviews auf diesem Album und auf Aqualung live). Zur gleichen Zeit gastierten im selben Studio Led Zeppelin und nahmen ihr Jahrhundertalbum mit dem Song Stairway to Heaven auf. Keiner der Musiker rechnete mit dem, was dann wurde. Auf Aqualung versammelt sich die Rockelite eines Jethro Tull Konzerts. Ohne das Titelstück und Locomotive Breath brauchen Jethro Tull die Bühne nicht zu verlassen. Auch Cross-eyed Mary und My God fehlen nur ganz selten. Manchmal etwas vergessen wird Wind-up, für mich ein in der Qualität ein in vorderster Reihe stehendes Stück Musik, ebenso gut wie die bisher genannten. Für diese genannten Songs sind Jethro Tull unsterblich. Sie hätten sich danach auflösen können (Gott sei Dank nicht), sie wären niemals mehr in Vergessenheit geraten. Wenn es darum geht, die Musik auf Aqualung zu beschreiben, wird vor allem auf den harten Rock in den Stücken hingewiesen. Das stimmt auch, ist aber nur die halbe Wahrheit. Der Mittelteil des Titelstücks beginnt akustisch, wäre auch ohne das vorn und hinten flankierende Rockriff ein starker Song gewesen. Locomotive Breath wird von einem jazzigen Pianointro eingeleitet, bevor eines jener weltberühmten Riffs kommt, die man sonst nur noch von Satisfaction oder Smoke on the Water kennt. Cross-Eyed Mary ist durch die treibende Flöte am Anfang schon auf Betriebstemperatur. Ian Anderson schienen damals die Songs zu aggressiv, so dass er die kurzen akustischen Song aufnahm wie Cheap Day Return, Wondring aloud und Slipstream, teilweise kaum länger als eine Minute. Diese Stücke sind einfach und genial. Obwohl man von Aqualung des Eindruck eines harten Rockalbums hat, wird hier erstmalig so deutlich der akustische Part eingeführt, wie er seitdem fester Bestandteil bei Jethro Tull ist. Die damalige Veröffentlichung hat inhaltlich die Gemüter in alle Richtungen erregt. "Good Heavens, now Ian Anderson wants us to think." war eine Schlagzeile. Ich vermute mal, sie war auf My God gezielt. Insbesondere zu Anfang war nie klar, meint Ian es nun negativ oder positiv. Auf Aqualung Live erläutert er, dass Aqualung eine ProGod-Angelegenheit sei. Auch macht er deutlich, dass es kein Konzeptalbum ist, sondern das lediglich ein paar der Songs thematisch zusammenhängen, auf der einen Seite Aqualung und Cross-eyed Mary und auf der anderen Seite My God, Hymn43 und Wind-up. Die Mastertapes hatten wohl nie die entsprechende Aufnahmequalität, auch das digitale Remastern hat nicht in überragender Weise geholfen, deswegen sei jedem Aqualung live ans Herz gelegt, auch um einmal ein anderes Bild von der Scheibe zu bekommen. Klanglich ein Hochgenuss. Trotzdem bevorzuge ich von den Arrangements her im Zweifel immer das Original. Zu diesem Thema gibt es einen Bonustrack Lick your Fingers clean, der erst zum 20jährigen Jubiläum veröffentlicht wurde, aber anders arrangiert bereits auf War Child zu finden ist -- Two Fingers. Der Song auf War Child ist gut, hält aber den Vergleich nicht stand mit dem Original. Daran lässt sich vielleicht ermessen, wie unzufrieden Ian Anderson mit dem Material in Wirklichkeit war. Dass Anspruch und Wirklichkeit oft weit auseinander liegen, wird hier mal auf ganz gegenteilige Weise deutlich. Das auf dieser Version enthaltene Interview mit Ian Anderson ist sehr interessant, die übrigen Bonustracks sind nichts neues, eine neue (1974!!) Aufnahme von Wind-up, die trotz deutlich besseren Klangs nicht an das intensive Original heranreicht und wenig interessante Radiomitschnitte. Ich teile nicht die Meinung, dass man von Jethro Tull nur dieses eine Album braucht, aber man braucht es, weil es das Wichtigte ist. Übertroffen wird es nur noch von Thick as a Brick ein Jahr später. Wahnsinn, in welchen Abständen damals Spitzenmusik komponiert wurde. Ich muss wohl nicht wiederholen, wie lange wir schon auf ein neues Album warten. Ian, hau rein, ich bin mir sicher, Deine Schubladen sind voll.


Blue Guitars (11 CDs + 1 DVD + Buch) (earBOOK)
Blue Guitars (11 CDs + 1 DVD + Buch) (earBOOK)
Wird angeboten von heinzman1
Preis: EUR 39,00

76 von 78 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 10 mal 5 Sterne und einmal einen weniger, 15. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mir fallen einfach nicht genug Superlative ein, um dieses Lebenswerk künstlerischen Schaffens auch nur annähernd zu würdigen. Vor dem Hintergrund jeglichen Castingschrotts, Musikproduzentengehabes, die meinen etwas von Musik zu verstehen (und sich in entsprechenden Jurys vermarkten) und armen Sternchen, die sich wegen der Aussicht auf Ruhm völlig schmerzfrei ausbeuten lassen ist dieses 11 CD (plus Bonus-DVD) Earbook ein in der heutigen Zeit kaum für möglich gehaltenes Kunstwerk. Auch in zwanzig Jahren wird niemand auf das Jahr der Veröffentlichung schauen, weil diesem Werk eine Aura des Zeitlosen und des Ewigen umgibt, etwas, was nur ganz wenige Alben wie z.B. Thick as a Brick haben. Und hier veröffentlicht Chris Rea gleich 11 Stück davon!!!! Nun ist es nicht so, dass ich Chris Rea vorher nicht gemocht hätte --- im Gegenteil. Ich empfand Dancin with Strangers, The Road to Hell und mit Abstrichen auch noch Auberge und the Blue Cafe als tolle Alben. Aber dann kam ja der inzwischen hinlänglich bekannte Einschnitt in Rea's Leben, der jetzt dafür sorgt, dass er ausufernde Touren auf Anraten der Ärzte schweren Herzens meiden muss. Chris Rea überlebte eine schwere Bauchspeicheldrüsenerkrankung. Die Vorstellung,als er im Krankenhaus lag, dass er seiner Tochter die Frage nach dem besten Album nicht beantworten zu können, befreite ihn von allen Zugeständnissen an Plattenfirmen, Konventionen und Bedenken. Dass er die Blue Guitars selber finanziert hat, entzieht sich meiner Kenntnis, würde aber zu den aktuellen Mechanismen des Musikbusiness passen. Nach Überwindung seiner Krankheit lieferte er mit Stony Road einen ersten Vorgeschmack, eine reine Bluesscheibe, manchmal ein bisschen sperrig, aber frei von jedem Gedanken an Kommerz. Aber hier war schon irgendwie klar, den Driving home for Christmas- Rea wird es wohl nicht mehr geben. Als ich dann von seinem Vorhaben mit den Blue Guitars las, war ich Feuer und Flamme. Für die Entwicklung meines Geschmacks muss ich voranstellen, dass sich meine Liebe zum Blues auch erst mit zunehmendem Alter entwickelt hat (aktuell habe ich die 42 erreicht). Ich bekam das Earbook von meiner Frau zum Geburtstag und habe bis heute versucht, mich eingehend damit zu beschäftigen. Und eines lässt sich schon jetzt sagen, viele Songs erschließen sich nicht sofort, aber dann umso nachhaltiger, man entdeckt immer wieder Neues, man hört richtig die Spielfreude der Musiker. Zu den einzelnen Alben sagt Chris Rea selbst, dass er keinen erzieherischen Anspruch zu den einzelnen Bluesstilen hatte. Das mag sein, aber man erfährt trotzdem eine Menge. Album One, the Beginnings ist vor allen Dingen textlich eine Besinnung auf die ursprünglich Wurzeln des Blues in West Africa. Sound- und Songmäßig hier eher nicht, sondern es sind ganz modern und stark komponierte Songs. Anpieltipps West Africa/Cry For Home, wegen des Übergangs ist das für mich ein Song, White Man coming, Where the Blues Come from, Sing out the Devil. Mit Album two, Country Blues hatte ich mich anfangs etwas schwerer getan, erst einer der späteren Durchläufe ließ diese Songs wirklich bei mir landen. Hier besinnt sich Chris Rea auf traditionelle Intrumente wie akustische Gitarren und Banjo's. Dieses zweite Album muss man ganz auf sich wirken lassen. Der zuerst aufkommende langsame Eindruck trügt, da ist ganz schön Power drin. Album three, Lousianna & New Orleans, fällt durch das Stilmittel auf, das die meisten Songs beginnen, als wenn ein Tonarm auf die Vinylscheibe gelegt wird. Die ersten drei Songs klingen auch durchgängig sondmäßig aus dieser traditionellen Zeit, mit dem 4. Song sind die Aufnahmen aber wieder sehr modern. Anspieltipps sind You Got Dixie und One Night with you. Album Four Electric Memphis Blues sprach beim ersten Hören mich und meine Rockerseele ziemlich schnell an, auch ein sehr nachhaltiges Album mit ganz starken Stücken, Anspieltipp Electric Guitar und danach lässt man dieses Album sowie so weiter laufen. Hier findet man auch Elemente früheren Schaffens, wohl von allem Kommerz befreit auf den Blues beschränkt. Bei Album Five, Texas Blues, lernt man die Wuzeln von ZZ Top kennen, auch ein Album, was man durchlaufen lässt. Zu Album six, Chicago Blues fällt mir nur ein Kommentar ein: Cool!!!! Jazzige Elemente, auch hier wieder auf Vinylstil zurückgreifend, auch ein Album ohne Anspieltipps, einfach durchlaufen lassen. Album seven, die Blues Ballads, ist jenes, welchem ich als Einzelscheibe einen Stern abziehen würde, vielleicht ist mir der Rythmus zu langsam, zu gehaucht, ich weiß es nicht, aber bei 11 CD's darf das mal sein. Album Eight, Gospel & Motown, ist wieder ganz stark, schon verweisend auf die für den Blues etwas moderneren Zeiten, d.h. Rythmus und Instrumentierung nicht mehr so ganz traditionell. Anspieltipp ist Ball&Chain, Let me in und Are you ready. Eine meiner Lieblingplatten ist Album nine, Celtic & Irish Blues, wo man als Hörer so ein kleines Deja-Vu hat. Das Opening-Instrumental erinnert stark an Nothing to Fear, eines der wirklich guten Stücke aus der alten Ära. Derer Hinweise findet man mehr, genau hinhören ist hier angesagt. Album nine ist wieder durchgängig genial, doch möchte ich jedem Too far from Home ans Herz legen. Album ten, Latin Blues, muss ich gestehen, habe ich noch nicht so oft gehört, hat vom Sound und zweimaligem Durchlauf aber einen guten Eindruck hinterlassen. Das das gesamte Werk noch mit einem Riesenabschluss gerundet wird, hätte ich selbst nicht gedacht. Nachdem ich bis Album nine so alles in mich aufgenommen hatte, dachte ich, das kann ja eigentlich nicht mehr viel kommen. So muss ich zu meiner Schande gestehen, mit Album 11 bis zum Schluss gewartet zu haben. Und dieses Album ist mit das Stärkste deser 11!! Man hört richtig alle Einflüsse, denen Chris Rea in jungen Jahren unterworfen war und hat hier noch ein paa richtig geile Songs geschrieben. Ein Album, welches mehrere Durchläufe hintereinander verträgt. Die Bonus - DVD ist ein Dreingabe von der Stony Road und hat daher nur mittelbar mit diesen 11 Cd's zu tun. Alles in allem ziehe ich meinen Hut vor Chris Rea und kann mich nur bedanken, dass er es selbst in die Hand genommen hat. Wäre die Plattenfirma überzeugt gewesen, hätten wir vermutlich eine ganz andere Veröffentlichungsstragie erleben müssen. Man stelle sich nur vor Robbie Williams, Madonna oder wer was weiß ich noch wäre plötzlich kreativ geworden, die Plattenfirmen hätten alles an sich gezogen und das Ganze in Einzelscheiben über die Jahre verkauft (mit entsprechender Werbung versteht sich). Ein solches Werk wie die Blue Guitars erhalten wir nur, wenn echte Musiker allein verantwortlich bleiben. Ich wage zu prognostizieren, dass diese Leistung einmalig bleiben wird.
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12
12
Wird angeboten von CD-DVD-Tonträger Berlin
Preis: EUR 7,16

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut, dass er nicht experimentiert, 2. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 12 (Audio CD)
Amazon sei Dank, die neue Grönemeyer war heute schon in der Post und ich habe wie ein Schuljunge das Teil gleich in den Player gelegt und die Songs rauf und runter gehört. Die Musik kommt ungemein angenehm rüber und ist überhaupt nicht sperrig oder anklagend, wie ich in wenigen Alben nach Ö schon mal den Eindruck hatte. Hier auf der neuen Scheibe wirkt Herbert Grönemeyer wie ein in sich ruhender Mann, der mit sich völlig im Reinen ist. Angesichts seiner Schicksalsschläge, die hier jedoch nicht wieder aufgewärmt werden sollen, ist das beileibe keine Selbstverständlichkeit. Die Produktion der Songs ist teilweise sehr fett und bombastisch, aber keineswegs schwülstig. Streicher- und Bläsereinsatz ist wohlakzentuiert auf den Punkt gebracht, so dass die Platte nicht überladen wirkt, genau nach meinem Geschmack. Die Musik und auch die Texte sind im Vergleich zur Mensch ein deutlicher Schritt nach vorne und zeigen die Weiterentwicklung des Künstlers. So gesehen ist die Platte keine Überraschung und er wird sein Publikum nicht schocken oder spalten, wie es Robbie Williams mit Rudebox getan hat. Dass Herbert kein begnadeter Sänger ist, dürfte seit seiner ersten Platte hinlänglich bekannt sein. Ich las in einer Rezension zu seiner neuen Single sogar von Geheule. An diese Adressen sei gerichtet, schreibt doch bitte keine Verrisse, wenn Euch etwas sowieso nicht gefällt, ich tue es bei Tokio Hotel auch nicht. Grönemeyers Stimme ist charismatisch, unverwechselbar und hat Ausdruck, auf der neuen Platte hier sogar etwas deutlicher, da er zu hohe Töne offensichtlich meidet. Dadurch wirkt sein Gesang deutlich reifer und weniger gequält, was ebenfalls zum entspannten Eindruck beiträgt. Auch seine Texte haben weniger was vom erhobenen Zeigefinger, haben aber gleichwohl nichts von ihrer Intensität und Direktheit eingebüßt. Anspieltipps sind für mich das bereits bekannte Stück vom Himmel, Kopf hoch tanzen --- eine flotte Nummer, Du bist die --- langsamer Anfang, steigert sich bis zu seinem bomastischen Ende (hätte gerne noch 2 bis 3 Minuten länger sein können), Leb in meiner Welt --- mit bombastischen Rockelementen und Spur --- vielleicht der Rocksong auf dem Album. Mein Lieblinslied ist 12, Liebe liegt nicht. Ich weiß, es ist alles Geschmacksache, aber der Gesamteindruck ist klasse und ich bin froh, dass neue Musik von Herbert Grönemeyer ein kleines bisschen vorhersehbar ist. 12 ist auf keinen Fall schlechter als Mensch. Ich reihe sie nach den großen drei (Bochum, Sprünge, Ö) ein.


Catfish Rising-Remaster
Catfish Rising-Remaster
Preis: EUR 9,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wiedererweckung des Blues, 15. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Catfish Rising-Remaster (Audio CD)
Ian Anderson sagt es in einleitenden Worten selbst: Es gibt wohl kein weiteres Album von Jethro Tull seit This Was, welches so deutlich vom Blues beeinflusst wurde. Ich persönlich gehe mit dem Urteil sogar noch einen Schritt weiter: Catfish Rising besinnt sich komplett auf den Blues, jedoch ohne ganz auf etwas längere Stücke zu verzichten. Dabei gelingt auch die Gratwanderung zwischen komplexem Anspruch an Tullsongs und der Einfachheit und Leichtigkeit des Blues. Aus dem Jethro Tull Songbook liest man, dass in diesen Tagen Ian und seine Mannen wohl ziemlich auf Keyboards verzichtet haben und sich statt dessen auf die Verwendung von hölzernen Instrumenten besonnen haben. Ich finde, dass hört man der Platte an, richtig viel akustische Gitarren und Mandolinen sowie natürlich die Flöte, die jedoch nie aufdringlich ist. Alles wird dargeboten mit absoluter Spielfreude und manchen Stücken merkt man sogar richtig den Spaß an, den die Band bei den Aufnahmen gehabt haben muss. Genau so bereitet mir persönlich die Platte auch eine Menge Freude, man darf hier nicht die Meisterwerkansprüche hinsichtlich des Songwritings stellen. Budapest gibt es nur einmal, da macht auch White Innocence keine Ausnahme, welche mit knapp 7:30 Minuten der längste Song ist. Er hat aber ein schönes, leichtes Flair, der Blues dominiert in diesem Stück ausnahmsweise nicht so stark. Ein klasse Anspieltipp und vielleicht das Songhighlight auf der Platte ist Rocks on the Road. Etwas komplexer arrangiert mit Blues verwoben, der wie ein gezügeltes Pferd in den Vordergrund will, aber nicht endgültig dominieren lässt --- sehr zeitlos und schön. In eine ähnliche Richtung und eine Spur flotter gehen Occasional Demons und Sparrow on the Schoolyardwall. Sogar zwei knackige Rockbluesstücke, die leicht ins Ohr gehen, finden sich mit dem Opener This is not Love und Doctor to my Disease. Der Bonustrack Night in the Wilderness (der Grund für meinen Kauf dieser Version) geht auch leicht in diese Richtung. Und jetzt komme ich zu den richtigen Bluesstücken, alle gefühlvoll eingespielt. Roll yer Own ist sehr getragen gespielt, akustischer Natur und wartet gegen Ende mit einer überraschenden Arrangierung auf, nach der Ausblende wird der Song noch mal kurz eingeblendet und dann erst mit einem leichten Schlagzeughauch beendet. Thinking round Corners ist eines dieser Stücke, wo ich mir die grinsenden Musiker im Studio vorstelle. Sehr flott gespielter Blues, von der Instrumentierung vielleicht Richtung Fat Man. Like a tall thin Girl ist auch so eins, sogar etwas deutlicher an Fat Man erinnernd oder auch die Gold Tipped Boots. Sleeping with the Dog und Jesus came to play sind vom Rythmus und Geschwindigkeit deutlich langsamer, aber nicht weniger gefühlvoll. Den gefühlvollsten Tullsong findet sich hier mit Still loving you tonight, quasi ein Bluesballade, langsam gespielt und kommt ohne Flöte aus. Die Band fand sich zu dieser Zeit auch irgendwie neu. Andy Giddings ist hier erstmalig zu hören und seit dieser Zeit der Stammkeyboarder. Dave Pegg ist hier leider zum vorletzten Mal zu hören. Mit der nächsten Platte 1995 gab er die Doppelbelastung mit zwei Bands auf, seit dem spielt Jon Noyce die Bassgitarre. Doane Perry etablierte sich immer mehr und spielt hier auf fast allen Songs die Drums. Im Kontext der Alben war Catfish Rising der Nachfolger von Rock Island, das ein bisschen verkrampft wirkte, aber vor dem Hintergrund des 84er Albums Under Wraps trotzdem zufriedenstellend war. Trotz dem ist Catfish Rising kein typisches Jethro Tull Album geworden, aber vielleicht gerade deswegen so erfrischend anders. Ein Album für Fans des Blues, das einfach nur Bock macht.


Live...in the Shadow of the Blues/Ltd.Ausverkauft
Live...in the Shadow of the Blues/Ltd.Ausverkauft
Preis: EUR 29,97

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schön, dass sie wieder da sind, 7. Januar 2007
Ich habe extra gewartet, bis diese Doppel-CD unter dem Weihnachtsbaum lag und habe mir bis heute in Ruhe ein Bild davon gemacht. Ich oute mich auch gern als Fan der ersten Stunde und denke ebenfalls mit Wehmut an die Zeiten mit Lord, Paice, Moody, Marsden und Murray zurück. Diese gefühlvolle Art, dem Blues Rock einzuhauchen (oder war es umgekehrt), wurde mit keinem der Line Up's, die nach Slide it in folgten, mehr erreicht. Vielleicht kamen sogar erst die Spätwerke Restless Heart oder Into the Light diesem Anspruch am nächsten. Für mich war 1987 sogar ein Schock wie 7 Jahre zuvor die Platte A bei Jethro Tull. Der Schritt vom gefühlvollen Gitarrenspiel mit der unvergleichlichen Hammondorgel Jon Lord's zum brachialen Gitarrensound von John Sykes war schon extrem. Unter Hardrock- oder Metalgesichtspunkten ist 1987 jedoch ein Riesenalbum. Still of the Night ist eines der 5 besten Songs von Whitesnake. Einziges Manko dort ist, dass Here I go again und Crying in the Rain für mich persönlich nur die zweitbesten Versionen sind (Ist Geschmacksache - zugegeben!!) Jetzt auf dieser neuen Liveveröffentlichung sind alle diese Riesensongs drauf und vor dem Hintergrund der Reformierung der Band bin ich mit der Songauswahl sehr zufrieden. Whitesnake schienen schon aufgelöst und dann nach Jahren das kaum für möglich gehaltene Comeback. Da musste jeder Song sitzen, ein Höhepunkt sein und keinerlei Experimente zulassen. Ich habe sie auf diesen Touren zweimal gesehen und es war beidemal eine Riesenparty. Und entgegen manchen Behauptungen ist David Coverdale offensichtlich um keine Sekunde gealtert. Man bekommt vielleicht ein paar Mal auf dieser Doppel-CD das Gefühl, dass drei oder vier Schreie weniger besser gewesen wären, aber sei's drum ... Das aktuelle Line Up liegt von ihrer Spielart natürlich im Bereich des Heavy Rock, aber ganz gefühllos für den Blues sind sie nicht. Mir jedenfalls gefällt die Version von Slow an'easy. Crying in the Rain (immer schon mein Favorit gewesen) liegt von der Spielart sicher näher an John Sykes als an Marsden/Moody, liegt aber irgendwie mehr dazwischen und ist nicht ganz so eigenwillig gespielt. Slide it in, Fool for your Lovin' und Jugdement Day klingen sogar annähernd wie früher. Here I go again hat eigentlich nur das Manko der zweitbesten Version. Still of the Night hat nichts von seiner früheren Intensität eingebüßt, Coverdale singt sich hier die Seele aus dem Leib!!! Burn ist eine absolute Topnummer geworden. Ein bisschen enttäuscht bin ich nur von der neuen Interpretation von Don't break my Heart again, weil hier das Keyboard so weit in den Hintergrund gemischt wurde und statt dessen ein schwaches Riff den Song dominiert. Wer die Version mit Jon Lord kennt, weiß was ich meine. Und dass die beste Version von Ain't no Love in the Heart of the City auf eine älteren Liveplatte zu finden ist, wurde hier schon mehrfach erwähnt. Der Vorteil dieser Doppel CD gegenüber der DVD ist die deutlich längere Laufzeit mit mehr wichtigen Songs. Auch ist die DVD deutlich glatter produziert, was für's Heimkino eben. Als Appetithappen auf ein hoffentlich kommendes Studioalbum gibt es vier neue Lieder. Es sind durchaus gute Songs dabei, aber keins hat die Qualität der Livesongs. Mir persönlich gefällt If you want me am besten. Dog hätte es auf ein neues reguläres Studioalbum glaube ich nicht geschafft. Alles in allem gebe ich 4 Sterne und den fünften dafür, dass sie wieder da sind.


Roots to Branches-Remaster
Roots to Branches-Remaster
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 8,65

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Spätwerk, 10. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Roots to Branches-Remaster (Audio CD)
Die Abstände der Veröffentlichung von wirklichen neuen Alben von Jethro Tull werden immer größer. Inzwischen warten wir seit J-Tull-Dotcom bereits 6 Jahre auf ein neues Album und es wird wohl noch ein siebtes Jahr ins Land gehen. Roots to Branches war die inzwischen vorletzte echte Studioneuerscheinung, damals 4 Jahre nach Catfish Rising. Stilistisch komplett anders als sein Vorgänger, aber letztlich doch ein typisches Jethro Tull Album. Ian Anderson hatte diesesmal viele fernöstliche Elemente eingebaut, sie treten besonders bei Rare and precious Chain, This free Will und Beside myself zu Tage. Die beiden erstgenannten sind zwei kürzere Tracks, flott gespielt und eigentlich sogar charttauglich. Aber da Jethro Tull sich wie viele andere ältere Bands weigern, die Businessmechanismen mitzumachen, werden wir wohl ewig auf Jethro Tull im Radio o.ä. warten. Beside myself ist ein komplexeres längeres Stück, was hin und wieder auch live gespielt wird. In die Kategorie komplexeres Stück gehört auch Valley, ein Stück welches ich gerne öfter live hören möchte, aber wohl von der Band in die Ecke gestellt und vergessen wurde. Bluesiges Grundelement mit starker Abwechslung der akustischen Gitarre und Gitarrensound der härteren Gangart. Für mich ein Spitzenstück. Eine starke Ballade mit ehrgeizigem, aber schwierigem Thema findet sich auch auf der Scheibe. At Last, forever handelt vom Abschied nehmen, aber für immer. Ein wunderbarer Einsatz der akustischen Gitarre findet sich hier über gute 7 Minuten. Ebenso lang ist Ian Anderson's Versuch, bei Wounded, Old and Treacherous Sprechgesang einzusetzen. Dies wird nicht jedermann gefallen, aber der Abschlussinstrumentalpart ist dafür vom Feinsten. Guten Rock findet man mit Out of the Noise und Dangerous Veils. Einen schönen Abschluss der Platte bildet das jazzige Another Harry's Bar. Einzig Stuck in the August Rain kann die gesamte Qualität nicht ganz halten. Im Vergleich zu den übrigen 90er Scheiben von Jethro Tull ist diese hier die Beste. Ohne die bekannte Historie der Band würde ich sogar von einem Meisterwerk sprechen, aber es gibt noch ein paar bessere Alben von Jethro Tull, aber das ist wie immer Geschmacksache. --- Dieses war auch meine musikalische Rezension zur Ursprungsplatte. Die Originalaufnahme ist aus dem Jahre 1995. Die Klangqualität war schon auf ziemlich hohem Niveau. Wenn ich es richtig gesehen habe, gibt es keine Bonustracks. Ich selbst habe sie nach kurzem Reinhören stehen lassen, da mir der Unterschied nicht so wirklich hörbar schien, zumindestens fiel er nicht ins Gewicht. Wer noch nicht hat, greife bedenkenlos zu.


Under Wraps
Under Wraps
Preis: EUR 9,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Irrweg, 9. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Under Wraps (Audio CD)
Ich tue mich eigentlich schwer damit, Rezensionen zu Platten zu schreiben, die mir nicht besonders gefallen. Aus diesem Grunde käme ich auch nie auf den Gedanken, bei irgendeiner Teenieband einen Verriss zu schreiben, nur weil ich mir darin gefalle, Produkte zu suchen, die ich mit einem Stern bewerten muss. Aber als Tull-Fan durch und durch steht es mir vielleicht doch zu, Under wraps als für mich größten Jethro Tull-Flop zu bezeichnen. Dieses hat für mich vor allen Dingen seine Ursache in den Songarrangements und dem dadurch entstandenen Sound, der Jethro Tull fast gar nicht wiedererkennen lässt. Würde man Stimme und Flöte entfernen, gibt es nichts, woran man Jethro Tull wiederkennt, es entsteht mehr der Eindruck, dass eine der frühen 80er New Wave Bands diese Scheibe aufgenommen hat. Auffällig ist, dass es hier offensichtlich eine der ganz wenigen Scheiben ist, wo eine zweite Person neben Ian Anderson, nämlich Peter Vettese an den Songs mitkomponiert hat. So stellt sich für mich dar, dass nur drei Songs ausschließlich aus Anderson's Feder stammen, die dann auch schon die Highligts darstellen. Das wären Lap of Luxory, Under Wraps 1 und 2 sowie European Legacy, alle diese Songs kommen einem Jethro Tull Track noch am nächsten. Alle anderen Lieder sind dermaßen in ein elektronisches Gewand gepresst worden, dass es mich persönlich noch immer graust. Man findet zum Teil sogar Technoelemente, obwohl man 1984 wohl noch gar nicht wusste, dass es einmal eine solche Stilrichtung geben würde. In diesem Fall waren Jethro Tull vielleicht sogar ein Wegweiser für kommendes, sie schufen aber keinen Meilenstein für die elektronischen Sounds. Sie wollten vielleicht innovativ sein, aber aus heutiger Sicht klingen z.B. Thick as a brick wesentlich zeitloser. Aus dieser Sicht muss man sagen, dass Jethro Tull mit dieser Platte einiges von ihrem bis dato erspielten Nimbus verloren hatten. Ende 70er waren sie noch eine der Supergruppen, die wirkliche Meilensteine wie Aqualung, Thick as a brick und Songs from the Wood geschaffen hatten, wovon dann Mitte der 80er nicht viel übrig war. Insbesondere war Ian Anderson's Gesang so extrem auf dieser Platte, dass er fortan Kehlkopfprobleme hatte, was zum Abbruch der Under Wraps Tour führte. Seine Stimme war fortan immer etwas angeschlagen. Erst in jüngster Zeit bekomme ich den Eindruck, dass Anderson's Gesang nicht mehr weiter stagniert, sondern sich offensichtlich sogar wieder leicht bessert. Eines hat die Platte bei mir aber doch positiv nachgewirkt: Erst mit dieser Scheibe weiß man den folgenden Output Crest of a Knave richtig zu schätzen, der einen wirklichen Meilenstein der 80er darstellt. Daher war für mich Under Wraps nur ein Irrweg und keine Sackgasse. Ich freue mich, dass Ian Anderson damals die richtigen Schlüsse zog. Vielleicht macht er ja mal seine Drohung wahr und nimmt Under Wraps ein zweites Mal ganz anders arrangiert auf, um zu zeigen, dass die Songs durchaus gute Kompositionen sind.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 14, 2008 4:49 PM MEST


Rock Island-Remaster
Rock Island-Remaster
Preis: EUR 9,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Werk, 6. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Rock Island-Remaster (Audio CD)
Diese Scheibe hier war der Nachfolger von Crest of a Knave, das Album von 1987, was die Fans wieder mit Jethro Tull versöhnte. Rock Island ist eine konsequente Weiterführung des einmal beschrittenen Weges. Beste Voraussetzungen, möchte man meinen, doch macht die Platte den Eindruck, als sei es Ian und seinen Mannen nicht ganz so leicht von der Hand gegangen. Ein paar der Songs scheinen schon beim Komponieren Schwierigkeiten gemacht zu haben, obwohl das Ergebnis dieser Songs nicht wirklich schlecht ist, eher guter Durchschnitt. Undressed to kill gerät mir ein wenig eintönig, ebenso Heavy Water und Another Christmas Song. Insbesondere bei diesen Songs glänzt die Band nicht so vor sonst gewohnter Spielfreude. The Whaler's Dues kommt tatsächlich so schwer wie ein Wal, quält sich knapp 8 Minuten (ich bin sonst ein Fan langer Stücke) durch den Player. Der Song hat bei weitem nicht das Flair und Leichtigkeit von Budapest. Nach diesen Worten fragt man sich, wie kommt der Rezensent trotzdem auf 4 Sterne --- nun, die Scheibe hat Highlights. Kissing Willie, der flotte Opener mit schlüpfrigem Thema, dargestellt in gekonnter Manier dank Ian. The Rattlesnake Trail ist ebenfalls ein flotter Rocker und stampft straight nach vorne. Immer noch rockig, aber etwas langsamer ist Ears of Tin, das in der Mitte des Songs durch eine Rythmuswechsel besticht. Der Titeltrack ist vielleicht auch eine Spur zu getragen, hat aber ein geniales Flötensolo zu bieten. Bei Big Riff and Mando packt Ian mal wieder die Mandoline aus, der Refrain ist hier für Tullverhältnisse harter Rock. Die im zweiten Abschnitt genannten Songs wären mir 5 Sterne wert gewesen, aber bei den übrigen Songs waren mir persönlich zu viele Schwächen drin. Für Jethro Tull ist es zwar ein grundsolides, aber durchschnittliches Album. --- So schrieb ich es auch schon zu der Version, die nicht remastered ist. Klanglich ist dieses Teil hier eine Verbesserung, die meisten Songs kommen klarer und transparenter. Musikalisch habe ich nichts hinzuzufügen, zu den Bonustracks mache sich jeder seine eigenen Gedanken.


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