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Beiträge von Rock Tullie
Top-Rezensenten Rang: 2.261
Hilfreiche Bewertungen: 837
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Rezensionen verfasst von Rock Tullie (Bedburg-Hau, NRW)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Gut, aber nicht das stärkste Album, 9. März 2011
Ich bin in Sachen Edguy ein Späteinsteiger. Aufgrund meines fortgeschritten Alters von mittlerweile 46 Jahren macht sich musikalisch oft auch eine gewisse Sturheit breit, was das Entdecken neuer Musik betrifft. Auch ich bin manchmal einer, der Gefahr läuft, sich im Gestrigen zu verlieren und immer noch den alten Helden zujubelt, an die ja sowieso keiner und schon gar niemand aus der jungen Generation heranreicht. Zumindestens ertappe ich mich dabei manchmal. Die Entdeckung von Edguy für mich verdanke ich meinem Sohn und nicht eigener Entdeckungslust. Seit dieser Erfahrung bin ich allerdings wieder aufgeschlossener Neuem gegenüber. Jetzt habe ich Edguy erstmalig kennen gelernt mit diesem Album hier. Ich habe mir deren Backkatalog danach dann quasi rückwärts erschlossen. Das war übrigens eine gute Erfahrung, nicht Fan der ersten Stunde zu sein, weil ich nie Erwartungen an ein Album gelegt hatte. Edguy haben sich in der Zeit stetig entwickelt, so viel steht fest. Das jeweils neue Album war nicht immer zwingend besser als das vorangegangene, aber zumindestens immer irgendwie anders. Dadurch macht man sich nicht zum Gefangenen eines Stils, man wirkt immer frisch und zeigt sein kreatives Potential. Tobias Sammet ist eh ein ziemlich begnadeter Songwriter. Meine persönlichen Favoriten sind Hellfire Club und Mandrake. Aber das ist wie immer Geschmacksache. Tinnitus Sanctus war keine Steigerung zum Vorgängeralbum, einfach weil ich da die Songs für komplexer gehalten habe. Und Tinnitus Sanctus war eine weitere Entwicklung hin mehr zu Classic Hard Rock. Dadurch bedingt gewinnt man den Eindruck, dass viele Songs insgesamt auf diesem Album mehr einfacher komponiert wurden. Viele komplizierte Verschnörkelungen, die ich z.B. an the Pharao und The Piper ... so liebe, finden hier nicht statt. Trotzdem bleibt das Songwritung immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Speedhoven und Dragonfly erfüllen im Ansatz doch noch den Anspruch, komplexere Songs zu sein. Herausragend ist für mich der Opener Ministry of Saints. Die übrigen Stücke haben alle wunderbare Melodien, tolle Riffs, keine Frage. Alle Songs sind sehr gut produziert, haben den bekannten schönen fetten Gitarrensound. Tobis Gesang ist hier etwas rauher geworden im Vergleich zu früheren Alben, was ich als sehr positiv und erwachsener empfinde. Den einen Stern ziehe ich ab, weil ich Edguy mit sich selber vergleiche, sie haben die Messlatte in Sachen Songstruktur und Kompositionen ziemlich hoch gelegt. Diese haben sie dann mit Tinnitus Sanctus nicht übersprungen. Aber gut, es ist aber trotzdem ein gutes Album, von dem ich die meisten Songs oft gerne höre.
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4.0 von 5 Sternen
Appetithappen, 23. Februar 2011
Love will set you free heißt der Appetithappen von Whitesnake, der uns 1 Monat vor dem Veröffentlichungstermin des neuen Albums zur Verfügung gestellt wird. Der Song ist ein flotter Rocker, nichts bahnbrechendes eben, aber er geht leicht ins Ohr. Soundmäßig ist er an die ähnlich gelagerten Stücke des Good to be Bad Albums wie z.B. Call on me oder Can you hear the Wind blow angelehnt. Rückschlüsse auf das kommende Album lässt dieser Song aber nur insoweit zu, als dass wir uns vom Sound her wohl darauf einstellen dürfen, was bereits auf Good to be Bad für Gesprächsstoff sorgte. Also weniger gefühlvoller Blues, mehr Hardrock. Da aber auch auf Good to be Bad nicht gänzlich auf bluesiges verzichtet wurde, darf mein beim neuen Album durchaus hoffen. Ich habe es selbstverständlich im Ltd. Digi Pack + DVD hier vorbestellt.
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4.0 von 5 Sternen
Appetithappen, 22. Februar 2011
Love will set you free heißt der Appetithappen von Whitesnake, der uns 1 Monat vor dem Veröffentlichungstermin des neuen Albums zur Verfügung gestellt wird. Der Song ist ein flotter Rocker, nichts bahnbrechendes eben, aber er geht leicht ins Ohr. Soundmäßig ist er an die ähnlich gelagerten Stücke des Good to be Bad Albums wie z.B. Call on me oder Can you hear the Wind blow angelehnt. Rückschlüsse auf das kommende Album lässt dieser Song aber nur insoweit zu, als dass wir uns vom Sound her wohl darauf einstellen dürfen, was bereits auf Good to be Bad für Gesprächsstoff sorgte. Also weniger gefühlvoller Blues, mehr Hardrock. Da aber auch auf Good to be Bad nicht gänzlich auf bluesiges verzichtet wurde, darf mein beim neuen Album durchaus hoffen. Ich habe es selbstverständlich im Ltd. Digi Pack + DVD hier vorbestellt.
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4.0 von 5 Sternen
Nicht so stark wie die Vorgänger, 6. Februar 2011
Time to be King ist eigentlich das Album von Masterplan, welches ich zuerst intensiv gehört hatte. Auf der Suche nach Musik, auf denen Jorn Lande zu hören ist, stieß ich zwangsläufig auf Masterplan und dort eben auf dieses Album. Wenn ich dann sofort eine Rezension geschrieben hätte, wäre ich wahrscheinlich bei 5 Sternen gelandet. Aber wie das dann so ist, man vergleicht eine Band mit sich selbst und wird überrascht. Jetzt Time to be King schlecht zu reden, wäre schlichtweg Unsinn. Aber gegenüber den beiden ersten Werken fällt es doch so zurück, dass man aus meiner Sicht einen Stern abziehen kann. Vor allen Dingen fällt auf, dass Time to be King deutlich leichter zu erschließen ist, die Songs sind eingängiger komponiert, mehr auf Nummer sicher sozusagen. Vielleicht liegt es auch daran, dass mit dem Gitarristen Kusch das besondere Moment fehlt. Müßig, dass weiter zu ergründen, möglicherweise wollten Masterplan das Album genauso veröffentlichen. Das muss man dann auch respektieren. Aber bei aller Kritik über Eingängigkeit von Songs, da sind aber doch zwei tolle Höhepunkte auf dem Album drauf, die ich gerne hervorheben möchte. Zum einen wäre da das Titelstück, welches einen mittelalterlichen Glockenschlag zum Auftakt hat. Dann folgen wieder Melodien zum Zungeschnalzen und ein ganz starker Refrain. Noch besser als das Titelstück wäre the dark Road. Wer ab und an meine Rezensionen gelesen hat, kann sich denken, dass es ein etwas längeres Stück ist, welches in einem eindringlichen und getragenen Rythmus gespielt wird. Großes Kino. Die übrigen Songs sind jetzt alle nicht schlecht. Sie wären aber an der Grenze zum Durchschnitt, wenn sie nicht Jorn Lande singen würde. Er macht diese Songs doch noch zu etwas Besonderem. Einzig das Bonusstück hätten sie sich klemmen können. Kisses from you klingt wie Queen und im Zweifel bevorzuge ich das Original. Aber wegen der zwei richtigen Höhepunkte und Jorn Landes Gesang ist mir das Album noch 4 Sterne wert.
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5.0 von 5 Sternen
Der zweite Streich, 6. Februar 2011
Diese Werk hier ist der Nachfolger von Masterplan, dem überaus starken Debut um Sänger Jorn Lande. Ganz leicht lässt sich hier feststellen, dass die meisten Songs etwas eingängiger geraten sind als auf ihrem Erstling. Es ist sicherlich noch nicht in dem Rahmen zu verzeichnen, dass es bereits Abzüge nötig hätte, aber trotzdem, ganz erreicht wird das Niveau des Erstlings nicht. Aber wie heißt es so schön, es ist eine Kritik auf sehr hohem Niveau. Crimson Rider ist auch hier wieder ein sehr starker Opener, aber leichter zu erschließen als auf dem Vorgängeralbum. Hier bestechen für mich die fetten Gitarren, die nicht mehr aus den Gehörgängen weichen wollen. Gar ebenso stark oder vielleicht noch eine Spur besser ist Back for my Life, auch hier wieder bestechend in der Gitarrenarbeit. Weiterer Anspieltipp aus meiner Sicht, welcher ebenso in diese Richtung geht, wäre Im not afraid. Der eindeutige Höhepunkt dieses Albums wäre das 9minütige Black in the Burn. Hier werden alle Register gezogen, tolle Melodien, manchmal disharmonische Gitarren und Soli. Er vereinigt alle Elemente, die man sich in diesem Genre wünscht, dabei ist er dann auch nur teilweise getragen gespielt, der Song nimmt auch ganz schön Fahrt auf. Über allem trohnt natürlich Jorns geniale Stimme. Er ist für mich ein wichtiger Garant, dass es nach den alten Größen des Metal auch weiterhin große Stimmen geben wird. Insgesamt hätte ich das vorliegende Album im Vergleich zum Debut etwas schwächer eingeschätzt, ich ziehe aber noch keinen Stern ab, es ist trotzdem ein starkes Stück Musik in seiner Zunft.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Genialer Jorn Lande, 6. Februar 2011
Bei Masterplan bin ich irgendwie Quereinsteiger. Ich war und bin bei Avantasia begeistert von Jorn Lande als Sänger, so dass ich mir seinen Backkatalog quasi aufgerollt habe. Damit bin ich dann zwangsläufig auf Masterplan gestoßen. Als erstes hatte ich mir ausgiebig Time to be King zu Gemüte geführt und war schon ziemlich begeistert. Unter normalen Umständen hätte ich da schon 5 Sterne gegeben. Aber da hatte ich das hier vorliegende Debüt gehört, von dem man klar sagen muss, dass es schon spürbar stärker geraten ist, ohne jetzt das andere Album schlecht reden zu wollen. Aber wie das so ist, eine Band muss man wenigstens an sich selber messen können. Und die Messlatte liegt verdammt hoch. Als Eindruck lässt sich festhalten, dass das Debutalbum Masterplan, nicht sehr eingängig geraten ist, obwohl es sehr melidiös geworden ist. Das liegt vor allen Dingen an den harten Gitarren, die auch gerne mal an der Grenze zu Disharmonie in machem Song als Überraschungsmoment aufwarten. Da fällt mir vor allen Dingen der geile Opener ein. Die Einleitung noch sehr angenehm für die Ohren, teilweise Bombast mit ein wenig Pathos, dann die erste Strophe, bei der man zuerst den Eindruck gewinnt, dass Gesang und Gitarre nicht zusammenpassen. Aber mitnichten, das ist alles sehr schön ausgeklügelt, und damit es vielleicht nicht gar so hart daherkommt mit wohlakzentuierten Keyboards veredelt. Ganz starker Opener. Mein persönlicher Höhepunkt wäre Soulburn. ich bin ja ein Freund der etwas getragenen längeren Stücke. Hier mit einem einfach nur tollen Refrain mit einer ebenos starken Bridge davor. Ein weiterer Favorit von mir ist When Love comes close. Im weitesten Sinne durchaus eine Ballade, aber schön hart und überhaupt nicht zuckersüß vorgetragen. Diese beiden wären gemeinsam mit dem Opener meine Anspieltipps. Auf die übrigen Stücke werde ich hier nicht näher eingehen, aber es kein Ausfall dabei. Es fällt sogar schwer, einen Song zu finden, den man nur als Durchschnitt bezeichnen kann. Ich bin sehr froh, dass es doch wieder Sänger gibt, die meine alte Rockerseele ansprechen, denn meine alten Helden wie David Coverdale, Ian Gillan oder Bruce Dickinson kommen ja auch langsam in die Jahre. Ronnie Dio hat uns leider schon verlassen. Auch wenn Jorn nicht an Dio heranreicht, mit den anderen steht er sehr wohl auf einer Stufe. Und live bringt er es fast noch besser, davon durfte ich mich unlängst überzeugen.
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5.0 von 5 Sternen
Spaltung der Fangemeinde, 25. September 2010
Eine der ersten guten Rezensionen zum neuen Werk der Jungfrauen prophezeite, dass The Final Frontier die Fans wohl spalten würde, wie keine andere Platte zuvor. Und wie man bisher beobachten kann, scheint das absolut zu stimmen. Für mich selbst muss ich sagen, ich habe Verständnis für beide Lager. Für den, der sich die alten rotzigen Songs der 80er wünscht, ist die Entwicklung der Band zu höherem künstlerischen Anspruch, die Verproggisierung oder Verjazzung des ursprünglichen Maidenstils, was zwangsläufig längere und vertracktere Songs nach sich zieht, irgendwie zuwider. Der Fan mag sich nicht mehr auf die neuen Songs einlassen. Wenn es aber stimmt, dass Steve Harris ein großer Fan von Thick as a Brick sein soll, dann könnte man glauben, dass Iron Maiden noch nicht am Ende der Entwicklung angelangt sind. Ich will diesen alten Fans keine Angst machen, aber ich halte die Entwicklung eines solchen Gesamtkunstwerkes durchaus für möglich. Da ich persönlich ein absoluter Tullfan und dort im Besonderen von Thick as a Brick bin, würde ich mich über ein solches Album sehr freuen, aber das wäre dann endgültig ein Schlag ins Gesicht derer, die diese geniale Band für die Zeit in den 80ern lieben. Es wäre zumindestens ein gefährlicher Schritt. Auf der anderen Seite stehen die, die mit Brave New World neu eingestiegen sind gemeinsam mit denen in einer Reihe, die die Entwicklung der Band aufgeschlossen mit getragen haben. Ich selbst bin Maidenfan seit The Number of the Beast und zähle mich zu der letzt genannten Gilde. Aus dieser Sicht gesehen, muss man auch mal darauf hinweisen, dass man als Kritiker und Hörer der Musik trotzdem immer Gefahr läuft, sich im Gestrigen zu verlieren. Es gab da mal im Rolling Stone einen, für den war alles nach Woodstock Dreck. Trotzdem bleibt, ich habe Verständnis, dass die neue Maidenscheibe nicht bei allen ankommt. Das muss man einfach akzeptieren. Was ich nicht akzeptiere, sind die einzeiligen Negativkritiken, aus denen sogar hervorgeht, dass die Meinung aus einmal Youtube stammt. Unter diesen Umständen sollte man sich besser einer Bewertung enthalten. Im Folgenden werde ich nicht auf jeden Song eingehen, dass ist hier schon zur Genüge getan worden. Ich beschränke mch auf Highlights, was jedoch auch mal negativ gemeint sein kann. Insgesamt ist das Album zweigeteilt. Auch wenn der erste Song über 8 Minuten geht, sind die ersten 5 Lieder die kürzeren Tracks und die letzten 5 die Longtracks ab mindestens 7 Minuten aufwärts. In Song 1 finden wir das schon viel kritisierte Intro, welches zugegebenermaßen ein bisschen eintönig wirkt. In einem Konzert stelle ich es mir aber geil vor in Kombination mit einem Lasergewitter oder ähnliches. Trotzdem ja, eine Skipfunktion wäre nett gewesen. The Final Frontier ist dann jedoch ein schöner Auftakt. El Dorado erfüllt so den Anspruch, dass man auch mal was Neues machen muss. Das ist der Song nämlich zweifellos, neu und mit keinem anderen vergleichbar. Er bleibt aber sehr sperrig und die Melodie ist auch eher keine aus himmlischen Sphären. Die folgenden drei sind dann eigentlich sehr schön, bieten aber nicht viel Neues. The Alchemist find ich am stärksten, weil er ein bisschen Tempo aufnimmt. Die Powerballade Coming Home reicht nicht an die Referenzen Children of the Damned und Revelations. Ich finde ihn aber deutlich stärker als der vergleichbare Song auf der AMOLAD. The Isle of Avalon ist für mich ein erstes wahres Highlight im positiven Sinne. Von den 9 Minuten finde ich nicht eine verschwendet, ganz starke Melodielinien und insgesamt nicht so ganz vertrackt, wie die Länge des Stückes vielleicht vermuten lässt. Dieser Song braucht mehr Durchläufe, bis man alles wahrgenommen hat und dann kann man den Song eigentlich nur lieben. In eine ähnliche Kategorie stecke ich The Talisman, auch ähnlich lang, aber ein bisschen vertrackter und von der Idee an The Legacy erinnernd. Der Songwriter ist in beiden Fällen Jannick Gers. Eine traumschöne Melodie bietet When the Wild Wind blows aus der Feder von Steve Harris, auch wenn man sich hier vielleicht gewünscht hätte, dass der Song noch ein wenig mehr Fahrt aufnimmt. Die beiden übrigen Longs Starblind und The Man who would be King finde ich schön, aber nicht so stark wie die anderen, aber das ist wie immer Geschmacksache. Der Gesang von Bruce ist für einen 52jährigen schon außergewöhnlich. Es bleibt eh fraglich, wie lange er das auf dem Niveau noch kann. Viele seiner Sangesbrüder haben schon gewaltig Stimmverlust zu erleiden gehabt - Ian Gillan, Ian Anderson oder ganz krass Fish. Mir fällt positiv da nur Dio ein, den ich schmerzlich vermisse. Die Produktion des Albums ist eher mäßig, was mich bei den heutigen Möglichkeiten doch immer wieder wundert. Für die Bluesfans unter Euch würde ich gerne die neue Walter Trout - Common Ground empfehlen. Die finde ich ausgezeichnet in der Produktion und in der Musik ebenso. Alles in allem ist eine Bewertung von guten 4 Sternen wohl angemessen, da ich aber viele unmotivierte Einsterner gelesen habe, runde ich wohlwollend auf. Aufgrund der zwiespältigen Reaktionen rechne ich nicht damit, dass The Final Frontier einst als Meisterwerk bezeichnet wird, aber so was weiß man natürlich nie. Aber aus meiner Sicht gibt es stärkere Iron Maiden Alben. Aber gut ist die Neue, wenn man sich darauf einlässt, allemal.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
... der den Rock in den Blues bringt, 23. September 2010
Das 20. Studioalbum von Walter begeistert mich wieder rundweg. Das war beim letzten Album The Outsider noch etwas anders. Obwohl ich es noch gut fand, fehlte mir die Abwechslung in den Songs, so als ob sich Walter mal eher eine kreative Schaffenspause gegönnt hätte. Auf Common Ground wieder alles vergessen. Ein insgesamt wirklich rundes Album, in dem man Spielfreude und Lust auf Musik in jeder Note vernimmt. Die Kompositionen sind wieder herausragend, auch wenn er nicht ganz auf die traditionellen Bluesarrangements verzichtet. Aber er zeigt uns auf der Fender eindrucksvoll und meisterlich gespielt, wer führend im Rockblues ist. Allein der Opener May be a Fool ist ein wahrer Rockbluesstampfer, sehr druckvoll gespielt und aufgenommen. Da weiß man direkt zu Beginn des Albums, wo die Glocken hängen. Bei den nächsten beiden Songs geht es scheinbar etwas ruhiger zur Sache, wobei das über 6minütige Her other Man ein erster wahrer Höhepunkt ist. Wunderschöne Melodie gepaart mit Walters getragenen Bluessoli, sehr sehr schön. Mit dem Titeltrack folgt die erste Ballade des Albums. Zu Beginn meint man noch, der Song könnte ein wenig klebrig sein, was sich aber sehr schnell legt. Danach geht es wieder wie beim Opener richtig zur Sache, Danger Zone scheint sogar noch ein wenig stärker daher zu kommen. Ein weiterer Höhepunkt. Von dieser Sorte gibt es mit Loaded Gun noch einen weiteren Song. Dazwischen wagt Walter mal wieder einen Ausflug in die Gefilde des Country, was ich normalerweise nicht so sehr mag, aber Hudson had help macht irgendwie Spaß. Die zweite Ballade Song for my Guitar scheint nun wahrhaftig etwas sehr süß geraten zu sein, auch wenn die Soli darin versuchen einen anderen Eindruck zu erwecken. In diesem Song besingt er seine alte Fender, die man auf Konzerten neueren Datums nicht mehr so oft zu Gesicht bekommt. Mein persönlicher Favorit auf Common Ground ist jedoch No Regrets. Ein sehr hart und getragen gespieltes über 6minütiges Bluesstück, was ein wenig an Work no more von der Relentless erinnert. Ich finde No Regrets jedoch tiefer, eindringlicher und flehender. Wrapped up in the Blues ist wieder Blues im ganz traditionellen Rythmus. Mit Excess Baggage findet das Album seinen grandiosen Abschluss. Hier holt Walter noch mal alles aus sich raus. Auffällig an den Credits des neuen Albums ist quasi erneut, dass seine Tourband das Album nicht eingespielt hat. Sogar Sammi Avilar, der bei the Outsider noch mitwirkte, hat keine Spielzeiten. Trotzdem hat Jon Cleary dem Album gut getan, sie wirken frisch und irgendwie anders, ohne aber jetzt die Leistungen von Sammi herabwürdigen zu wollen. Den Bass hat zum zweiten Male James Hutch Hutchinson und die Drums Kenny Aronoff eingespielt. Alle drei sind zumindestens auf europäischen Touren nicht dabei. Dort spielen Rick Knapp (b), Sammi Avilar (key) und Michael Leisure (dr) Wen einmal ein Konzert dieses grandiosen Gitarristen interessiert, aktuell ist er wieder unterwegs, schaut mal auf seiner Webside nach. Es lohnt sich - Konzert und das hervorragend aufgenommene Album.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Sehr sehr hohes Niveau, 11. Juli 2010
Ich wollte dieses Mal wirklich lange warten mit einer eigenen Rezension, auch um zu sehen, ob sich dieses epische Werk bei mir abnutzt. Ich kann vorwegnehmen, dass das bei mir nicht passiert ist. Grundsätzlich hätte diese Gefahr durchaus bestehen können. Tobias Sammet hat inzwischen so viel wirklich gute Musik veröffentlicht, dass man unweigerlich darauf wartet, dass ihm mal die Kreativität ausgeht. Wahrscheinlich wird ihm das eines Tages mal mit einem Album passieren, aber so weit scheint es noch nicht zu sein. So viel ist für mich sicher, die Scarecrowtriologie steht für mich auf einer Stufe wie die Metalopera. Aber vergleichen kann man beide Werke letztlich nicht. Dafür sind sie musikalisch einfach zu unterschiedlich ausgefallen. Im weiteren Verlauf dieser Rezension lasse ich allerdings The Scarecrow weg, auch wenn sie im Gesamtbild unabdingbar zu den beiden neuen Werken gehört. Ich empfinde es übrigens als ausgesprochen positiv, wenn sich ein Musiker nicht zu einem Gefangenen eines Stils macht. Für Tobias Sammet hätte das 10jährigen Stillstand bedeutet, wenn er sich dem ursprünglichen klassischen Powermetalstil ausschließlich verschrieben hätte. Und letztlich findet doch hier kein Verrat statt, es ist immer noch Metal und Hardrock, den er uns serviert, und nicht Hip Hop und Techno. Und Powermetal ist immer noch vorhanden, wenn man sich nur das Stück Scales of Justice anhört, richtig Power mit harten Gitarren und im Übrigen erstklassig gesungen von Tim Ripper Owens. Oder auch das Titelstück des zweiten Albums Angel of Babylon ist ganz klassischer Powermetal, eine hervorragende Komposition. Hier singt übrigens Jorn Lande in gewohnt guter Manier. Auf diesem Stück beglückt uns übrigens Jens Johansson mit einem wahrhaft schnellen Keyboardsolo. Was die Scheiben aber darüber hinaus noch so herausragend macht, sind dabei Songs auf diesem Album, die nicht nur gut sind, sondern auch das Zeug zu Großem haben. Es ist natürlich wie immer alles Geschmacksache, jeder hat da seine Favoriten. Manchmal ist es in der Musikgeschichte auch komisch, welche Songs was werden oder nicht. Einer dieser ganz herausragenden Songs ist Runaway Train. Einziges Manko ist, wenn man diesen zum Superhit für ein breiteres Publikum haben wollte, dass er mit 8:42 Minuten eigentlich zu lang ist, aber ein November Rain hat bereits gezeigt, dass sowas trotzdem geht. Ich persönlich stehe ja auf längere Songs und freue mich in diesem Zusammenhang übrigens sehr auf die neue Maiden. Aber zurück zu Runaway Train, akustisch und gesanglich eingeleitet von Bob Catley mit einer wunderschönen Melodielinie. Insgesamt teilen sich in diesem Song Toby, Bob, Jorn und Michael Kiske den Gesang. In diesem Song wechseln sich akustische Sachen mit hartem Rock ab und im Vordergrund steht immer die Melodie bzw. der bombastisch gesungene Refrain aller 4 Sänger. Wenn jemand mal seine eher dem Hardrock nicht zugeneigte Frau diesem etwas näher bringen will, empfehle ich speziell diesen Song. Von der Songstruktur ähnlich aufgebaut wäre auch Journey to Arcadia zu nennen. Hier singen die gleichen Sänger wie in Runaway Train. Auch hier ist Melodie und bombastischer Refrain im Vordergrund, sehr schön. Oft wird Tobias Sammet ja unterstellt, dass er sich mehr und mehr daran versucht, massentaugliche Musik zu schreiben. Ich meine das eigentlich nicht, wobei das immer eine Frage des Blickwinkels ist. Aus Sicht des ultraharten Metallers gesehen, könnten die Stücke zu weich geraten sein, aber dann wäre er bei den Kompostionen von Tobias nie zu Hause gewesen. Meiner Meinung nach ist das härteste Stück aus seiner Feder Mysteria von der Hellfire Club, das rückt einem die nicht vorhandenen Locken grade. Scales of Justice ist von den Härtegraden davon aber nicht weit weg, um mal einen Vergleich auf zu rufen. Und ich finde es positiv, dass auf zwei Alben gerade mal anderthalb Balladen drauf sind, auch wenn ich zwischendurch gerne mal einen Schmachtfetzen höre. The Edge auf The Wicked Symphony ist die Halbballade, auf der Toby alleine ohne einen seiner Gäste singt. Und die einzige richtige Ballade wäre Blowing out the Flame auf der Angel of Babylon. Das Ding hat sicherlich Hitcharakter, aber mir wäre es lieber, dass die Werke wegen anderer Stücke breite Beachtung fänden. Wo das mit den Balladen hinführt, wissen wir seit den Scorpions. Jeder erwartet die Feuerzeuglieder auf jedem Album. So wird man auch Gefangener seiner Popularität. Auf der letzten Scorpions sind dann von 11 Songs 4 (!) Balladen. Wer denn da hin will ... ?! Apropos Scorpions, Klaus Meine singt mit Toby Dying for an Angel, ein Stück, in dem Toby zeigt, wie er in der Lage ist, Songs auf bestimmt Sänger zuzuschneiden. Schönes Ding übrigens. Aber Toby waäre nicht Toby, wenn er nicht noch Überraschendes schaffen würde. Death ist just a Feeling wird von vielen als der ultimate Nachfolger von The Toymaster gesehen. Nein, ist er nicht, dank Jon Oliva ist dieser Song eine richtige Perle geworden, viel stärker als Toymaster. Ich habe selten jemanden aus tiefster Seele so schön dreckig singen hören, ein wahrer Genuss. Überraschend ist auch Crestfallen, ganz anders als gewohnt vom Rythmus und Riffs her mit leichten elektronischen Einflüssen, die sich übrigens auch auf Ratrace finden lassen. Oder Symphony of Life, auf dem die einzige weibliche Sängerin Cloudy Yang zu hören ist. Dieser Song ist übrigens der einzige, der nicht aus Tobys Feder stammt. Von den übrigen Songs möchte ich noch Blizzard on a broken Mirror erwähnen. Bei diesem sagte Toby in einem Interview, dass er bei der Musik zunächst nicht zu Potte gekommen sei. Wenn man das Ergebnis mit dem sich entwickelnden treibendem Rythmus hört, mag man das nicht glauben. Die Liste der Gastsänger ist lang. Jorn Lande, Russel Allen, Michael Kiske und Bob Catley singen auf mehreren Stücken mit, sie sind sowas wie die Konstante in dem Avantasiaprojekt. Dazu kommen für einzelne Songs Klaus Meine, Ripper Owens, Cloudy Yang, Jon Oliva, Oliver Hartmann, Andre Matos und Ralf Zdiarstek. Schon eine illustre Runde, oder? Ich denke, Toby wird die Musik noch des öfteren live präsentieren, ansonsten mit neuen Kompositionen vielleicht zurückhaltender sein, weil er jetzt in 5 Alben verteilt auf zwei Prokekte verdammt hohes Niveau abgeliefert hat. Was soll jetzt noch kommen? Er sollte alles, was kein Knaller ist, besser in der Schublade lassen. Und weitere Sänger? Dio lebt leider nicht mehr, Bruce Dickinson, David Coverdale, Ian Gillan sind noch Optionen, die aber erst mal Zeit und Lust haben müssen. Aber das sind schon wieder Zukunftsvisionen. Jetzt rechne ich erst mal wieder mit Edguy ...
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2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Es rockt die Rübe frei, 23. März 2010
Was wurde nicht inzwischen alles geschrieben von wegen fehlender Originalität etc. Ich bin auf diesem Gebiet sonst auch gerne mal kritischer, aber bei Airbourne bin ich so was von nachsichtig. Das liegt vielleicht daran, dass ich sie gestern live sehen durfte und sie mir so richtig die grauen Haare zurecht gerückt haben. Trotzdem sollte man mit ein paar Sachen aufräumen. Trotz der zweifellos vorhandenen stilistischen Ähnlichkeiten zu AC/DC sind sie kein Ersatz. AC/DC sind einzigartig und Punkt. Was aber auch stimmt, AC/DC hat mit Black Ice ein eher kraftloses Album ohne große Höhepunkte hingelegt. Das darf in einer so langen Bandgeschichte mal passieren, nur wünsche ich mir, dass sie nicht mit einem solchen Album abtreten. Aber wir sind hier nicht bei AC/DC, sondern bei Airbourne. Ich freue mich, dass es bei einer solchen jungen Band noch so schönen dreckigen Hardrock gibt. No Guts no Glory ist keinesfalls besser als Runnin Wild. Die Messlatte war schon ziemlich hoch. Es ist aber trotzdem ein Album geworden, was mächtig rockt. Insgesamt gibt es den leichten Mangel, zu viele Songs zu haben, die einander ähnlich klingen. Für mich fallen drei Songs ein wenig ab, sind mir eine Spur zu einfallslos. It aint over, White Line Fever und Get busy livin. Aber auch eine solche Auswahl ist Geschmacksache. Statt dessen hätten Airbourne sich in einem oder zwei Songs wirklich mal an den Blues wagen sollen, wie auch immer. Aber vielleicht kommt sowas ja noch. Die übrigen Songs gehen für mich einfach klasse ab mit den Höhepunkten Born to kill, No way but the hard way, Raise the Flag, Bottom of the Well, Armed and dangerous und Overdrive. Aber alle diese Songs übertreffen meine Lieblinge von Runnin Wild (Stand up for Rockn Roll, Runnin Wild und Diamonds in the Rough) nicht. Aber trotzdem, das Album hat Druck in richtig Pfeffer. Lasst es rocken ... Die Bonustracks sind als Bonus gerne genommen, als reguläre Songs auf dem Album hätte ich endgültig die fehlende Ausgewogenheit bemängelt, weil sie von den Strukturen her doch zu sehr den anderen Liedern ähneln, auch wenn diese von einem anderen Produzenten stammen. Sei es drum. Junge Bands haben bei mir Welpenschutz und deswegen ziehe ich keinen Stern ab.
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